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DE274945C - - Google Patents

Info

Publication number
DE274945C
DE274945C DENDAT274945D DE274945DA DE274945C DE 274945 C DE274945 C DE 274945C DE NDAT274945 D DENDAT274945 D DE NDAT274945D DE 274945D A DE274945D A DE 274945DA DE 274945 C DE274945 C DE 274945C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drum
white water
centrifugal
water
housing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT274945D
Other languages
English (en)
Publication of DE274945C publication Critical patent/DE274945C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F1/00Wet end of machines for making continuous webs of paper
    • D21F1/66Pulp catching, de-watering, or recovering; Re-use of pulp-water

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 274945 KLASSE 55 d. GRUPPE
JOHANNES KROPF in ROSENTHAL, Reusz.
Pappen- und ähnlichen Maschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom I.Mai 1913 ab.
Die Zurückgewinnung des im Siebwasser der Papier-, Pappen- und ähnlichen Maschinen enthaltenen Stoffes geschieht bekanntlich dadurch, daß das Siebwasser ganz oder zum Teil dem von der Stoffbütte der Papiermaschine zufließenden Stoff zugeteilt wird. In den meisten Fällen kann nur ein Teil des Siebwassers auf diese Weise unmittelbar in den Stofflauf der Papiermaschine übergeführt
ίο werden, der andere Teil geht über Filtrier- und Absetzbehälter, Stoffänger u. dgl., wo Stoffe und Wasser wiedergewonnen, die Stoffe aber nur unter Verlusten weiterverwendet werden können.
Es ist auch bekannt, das ganze Siebwasser in Stoffängern in' Stoff und Wasser zu scheiden, den Stoff unmittelbar in den Stofflauf der Papiermaschine überzuführen, das Wasser aber in den Holländern zu verwenden. Da sich das Eindicken des Stoffes in den Stofffängern nur bei einer gewissen, geringen Wassergeschwindigkeit vollzieht, so erfordern große Siebwassermengen entsprechend große Stofffänger, die aber bei einem Stoffwechsel gegebenenfalls abgelassen werden müssen, wobei viel Stoff verloren geht bzw. viel Zeit erfordert wird, bis der ordnungsmäßige Lauf der neuen Papiersorte gesichert ist. Diese verschiedenen bekannten Verfahren bereiten unausgesetzt Schwierigkeiten und ergeben große Stoffverluste, weil der Papiermacher es nicht in der Hand hat, das Scheiden des Siebwassers in Stoff und Wasser der Zeit nach zwangläufig zu regeln.
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Die Erfindung will diesen Übelständen dadurch abhelfen, daß das gesamte von der Siebpartie der Papiermaschine abfließende Siebwasser sofort durch Ausschleudern in Stoff und Wasser geschieden, und der gesamte im Siebwasser befindliche Stoff unmittelbar dem der Papiermaschine zufließenden frischen Stoff in solcher Stoffdichte zugeteilt wird, daß der frische Stoff gerade die richtige Verdünnung erhält.
Die Wirkung des Verfahrens beginnt sofort, sobald eine neue Papiersorte über das Sieb läuft und hört auf, wenn der letzte Meter Papier über die Maschine gegangen ist, ohne daß Reste von Stoff und Wasser vom Siebwasser übrig wären. Die Wiederverwendung aller im Siebwasser befindlichen Stoffe ist eine sofortige, ohne den Umweg über Stoffänger und Holländer, die Stoffverluste sind auf das äußerste beschränkt, die Stoffübergänge bieten keine Schwierigkeiten mehr, das Papier fällt so aus, wie es durch, die Arbeit des Holländers beabsichtigt war.
Zur Ausführung des Verfahrens kommt eine schnell umlaufende, mit einem ringsherumlaufenden Austragschlitz versehene Kegeltrommel in Anwendung, welche von einem feststehenden Gehäuse umgeben ist, das mit Zu- und Abläufen für Siebwasser, Stoff und Abwasser ' versehen ist, wobei die Zu- und Abläufe regelbar sind.
Die Zeichnung stellt die Vorrichtung in Fig. ι in Verbindung mit der Papiermaschine in Draufsicht dar. Fig. 2 zeigt den Längs-
schnitt, Fig. 3 und 4 den Grundriß und die Seitenansicht der Schleudertrommel.
In dem Gehäuse α (Fig. 2) läuft die doppelt kegelförmige Trommel b, die mit der Welle c fest verbunden ist. Die Welle c tritt beiderseits durch das Gehäuse α hindurch und ist an den Durchtrittsstellen mittels Stopfbüchsen d abgedichtet. Zwei Lager e, die auf den mit dem Gehäuse α verbundenen Lagerböcken f sitzen, tragen die Welle c, welche mittels der Riemenscheibe g angetrieben wird.
Die Trommel b hat an beiden Stirnseiten runde, zentrische Öffnungen, welche mit gleichartigen Öffnungen im Gehäuse α übereinstimmen. Die diese Öffnungen umgebenden Ränder h, i bzw. h1, i1 schließen so dicht aneinander, daß sich die Trommel b gerade noch leicht drehen kann. Auf der einen Seite (Fig. 2 rechts) strömt durch das Rohr k und den ringförmigen Hohlraum I das Siebwasser in die Trommel b; vor der Eintrittsöffnung ist in der Trommel b eine Verteilungsscheibe m angeordnet, um das einströmende Siebwasser sofort nach außen nach der kegeligen Trommelwand zu führen. Die Scheibe m kann auch mit der Trommelstirnwand zusammen ein Schleuderrad ähnlich dem einer Schleuderpumpe bilden, indem Schaufeln η zwischen Verteilungsscheibe und Trommelstirnwand angeordnet werden; da die Trommel sich in diesem Falle das Siebwasser selbst ansaugt, kann die Vorrichtung hochstehen, andernfalls müßte -sie etwas im Boden vertieft stehen, damit ihr das Siebwasser von selbst zufließt.
Das von rechts in die Trommel b gelangende Siebwasser drängt sich in der mit etwa 700 Umdrehungen umlaufenden Trommel b sofort nach außen und bildet einen Flüssigkeitsring η1, wobei die im Siebwasser enthaltenen Fasern, Leim, Erden u. dgl. infolge der Schleuderkraft nach dem Trommelmantel hinstreben, und da derselbe kegelig geformt ist, werden diese Stoffteile sich nach dem größten Durchmesser ziehen. Im größten Durchmesser der Trommel b ist in ihr ein ringsherumlaufender Schlitz 0 vorgesehen, durch den der eingedickte Stoff in den im Gehäuse a angeordneten ringförmigen Kanal -p gedrückt und von dort durch das Rohr q weiterbefördert wird. Der Trommelrand r, in dem der Austrittsschlitz 0 sich befindet, schließt gegen die Gehäusewand so dicht ab, daß die Trommel 5 gerade noch leicht umlaufen kann. Das geklärte Wasser des Flüssigkeitsringes n1, d. h.
die innerste Schicht desselben, fließt in den links am Gehäuse α befindlichen ringförmigen Raum s (Fig. 2) und von dort durch das Rohr t ab. Ehe das geklärte Wasser in den Raum s treten kann, wird es erst noch einmal an die ringförmige Tauchwand u, die an dem Armkreuz ν der Trommel b befestigt ist, nach außen geführt und die letzte Spur von Stoff abgeschleudert. Damit der eingedickte Stoff aus dem Kanal p nicht durch den Schlitz ο in die Trommel b wieder zurücktreten und man den gewonnenen Stoff auf beliebige Höhen drücken kann, sind in dem Schlitz 0 Schaufeln w angeordnet.
In der Zuleitung k für das Siebwasser (Fig. 4) und in der Ableitung q für den gewonnenen Stoff ist je ein Schieber, Ventil oder Hahn#, y zum Verändern, des Durchfluß querschnitt es vorgesehen; mit dem Schieber y kann man den Grad der Eindickung einstellen.
Die beschriebene Vorrichtung wird in die Papiermaschine ähnlich wie die Siebwasserpumpe eingebaut (Fig. 1). An den Sammelkasten ζ für das Siebwasser schließt die Zuleitung k mit dem Schieber χ an; die Ableitung q-, in welche der Schieber y eingeschaltet ist, mündet in die Stoffbüttenririne 1 und führt hier den gewonnenen Stoff ein, der sich mit dem von den Bütten 2 kommenden Stoff mischt und nach der Papiermaschine fließt. Das von der Luftpumpe 3 kommende Wasser kann in dem Rohr 4 auch in die Rinne 1 geführt werden, oder es wird durch das punktiert angedeutete Rohr 5 mit in den Sammelkasten gefördert. Das durch das Rohr t aus der Eindicktrommel b abfließende, geklärte Wasser kann entweder zur weiteren Klärung in einen Absetztrichter gefördert oder sonst verwendet werden; es wird aber so klar sein, daß man es auch unmittelbar dem Vorfluter zuführen kann.
Außer dem Siebwasser und dem Abwasser der Sauger können auch alle anderen stoffhaltigen Abwässer der Papiermaschine, wie die ' der Gautsche, der Pressen, der Randspritzen usw. mit in die Schleudervorrichtung geführt werden; anderseits ist es möglich, wo es z. B. auf große Reinheit des Papiers ankommt, einzelne oder Gruppen dieser Abwasser für sich in einer besonderen Schleudervorrichtung einzudicken und außerhalb der Papiermaschine weiterzuverwenden.
Die beschriebene Schleudervorrichtung läßt sich auch zum Eindicken von Halbstoffen, wie Zellstoff, Holzstoff usw., an Stelle von Waschtrommeln, Entwässerungsmaschinen usw., wie überhaupt zur Nutzbarmachung aller Abwässer der Papier-, Holzstoff- und Zelluloseindustrie gebrauchen.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche: J15
    i. Verfahren zur Nutzbarmachung des Siebwassers von Papier-, Pappen- und ähnlichen Maschinen, wobei das Siebwasser ununterbrochen dem der Papiermaschine zufließenden Stoff zugeteilt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der im Siebwasser
    enthaltene Stoff vor seiner Zuteilung zum frischen Stoff durch Ausschleudern eingedickt wird.
  2. 2. Zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch ι eine Schleudervorrichtung mit einer kegelförmigen, beiderseits offenen, mit Austragschlitz versehenen und in einem Gehäuse umlaufenden Trommel, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gehäuse (a) ein nach dem Austragschlitz (ο) der umlaufenden Trommel (δ) zu offener, an den Trommelrand (r) dicht anschließender, ringförmiger Kanal (p) mit Rohrfortsatz (q) und Dichtigkeitsregler (y) angeordnet ist.
  3. 3. Schleudervorrichtung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Austragschlitz (0) der Trommel (δ) Förderschaufeln (w) angeordnet sind.
  4. 4. Schleudervorrichtung nach Patentansprach 2; dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Trommel (δ) vor der Eintrittsöffnung für das Siebwasser ein mit Förderschaufeln (n) versehenes Schleuderrad (m) angeordnet ist.
  5. 5. Schleudervorrichtung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern der Schleudertrommel (δ) eine oder mehrere ringförmige Tauchwände (u) angeordnet sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT274945D Active DE274945C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE274945C true DE274945C (de)

Family

ID=531272

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT274945D Active DE274945C (de)

Country Status (1)

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DE (1) DE274945C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4273509A (en) * 1979-04-23 1981-06-16 Kobe, Inc. Self-powered cleaning unit for a fluid pump

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4273509A (en) * 1979-04-23 1981-06-16 Kobe, Inc. Self-powered cleaning unit for a fluid pump

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