DE2749185B2 - Vorrichtung zum simultanen biaxialen Recken von Folienbahnen - Google Patents
Vorrichtung zum simultanen biaxialen Recken von FolienbahnenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
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Description
25
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum simultanen biaxialen Recken von Folienbahnen aus thermoplastischem
Kunststoff mit beidseitig der Längsränder einer Folienbahn in einer Einlaufzone, einer Reckzone
und einer Fixierzone angeordneten Spannkluppen, die auf Führungsbahnen verschiebbar und durch parallel zu
den Führungsbahnen verlaufende Spindeln mit Schraubenführungsbahnen
antreibba'· sind, wobei die Spannkluppen mit einem Finger mit den Flanken der
Schraubenführungsbahnen im Eingriff stehen und die Spindeln teilweise sich ändernde Schraubensteigung
aufweisen.
Bei einem Kluppenantrieb über Spindeln bestimmt die Spindelsteigung den Kluppenabstand, wobei man
zur Erzielung eines möglichst geringen Kluppenabstandes am Einlauf der Reckstrecke entsprechend kleine
Spindelsteigungen wählt. Bei einer Reckspindel für das simultane biaxiale Recken nimmt die Spindelsteig~mg
zu. Es muß daher, damit der Kluppenabstand am Ende der Reckzone nicht zu groß wird, die Spindelsteigung
am Anfang der Reckspindel besonders klein ausgelegt werden. Da das Recken aber mit hohen Geschwindigkeiten
erfolgt, erfordern derartig klein ausgelegte Spindelsteigungen sehr hohe Drehzahlen der Reckspindeln
und der übrigen Spindeln, sofern zum Antrieb der Spannkluppen in der Einlauf- und Fixierzone ebenfalls
ein Spindelantrieb vorgesehen ist. Derartig hohe Drehzahlen der Spindeln führen aber zu mechanischen
Problemen und außerdem zu einer hohen Geräuschbildung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs dargelegte Vorrichtung so zu gestalten, daß
bei Einhaltung eines möglichst geringen Kluppenabstandes die Drehzahlen der Spindeln verringert werden
können. ί>ο
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Spindeln mehrgängig auasgebildet sind.
Es hat sich gezeigt, daß durch eine mehrgängige Ausbildung der Spindeln eine geräusch- und verschleißarme
Führung der Kluppen gewährleistet ist. Die Drehzahl der Spindeln kann, bezogen auf gleiche
Vorschubgeschwindigkeit der Kluppen, im Verhältnis der Anzahl der Schraubengänge herabgesetzt werden.
Auch bei kleinem Lf ngsreckverhWtnis kann man eine
hohe Auslaufgeschwindigkeit der Kluppen und damit der gereckten Folie sicherstellen. Da bei Anwendung
einer mehrgängigen Spindel die Steigung der einzelnen Schraubenbahnen größer wird, kann man trotz vergleichsweise
geringer Spindeidrehzahl eine hohe Transportgeschwindigkeit der Kluppen sicherstellen.
Bei der Simultanbiaxialreckmaschine nach der Erfindung
werden aufeinanderfolgende Kluppen jeweils von verschiedenen Schraubengängen übernommen und
transportiert. Der HersteUungsaufwand für die Transportspindeln
wird nicht wesentlich erhöht. Trotzdem überwiegen die genannten Vorteile.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform sieht die Erfindung vor, daß die Spindeln zweigängig oder
dreigängig ausgebildet sind. Damit kann die Drehzahl der Spindeln auf die Hälfte bzw. ein Drittel des
Bezugswertes herabgesetzt werden. Die Kluppengeschwindigkeit bleibt im Hinblick auf den Bezugswert
gleich.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung
beschrieben. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine schematische Gesamtansicht einer Simultanbiaxialreckmaschine
und
Die Simultanbiaxialreckmaschine nach F i g. 1 ist auf einem Grundrahmen I aufgebaut Auf beiden Seiten
sind Führungsbahnen für Spannkluppen 2 angeordnet Die Führungsbahnen umfassen Umlenkräder 3, Spindeln
4 und gegebenenfalls andere Transportmittel wie Transportbänder, Kettenantriebe und dgl. In der
Zeichnung sind diese Transportmittel sowie die Kluppen nur schematisch und auch teilweise dargestellt,
damit die Übersichtlichkeit der Zeichnung nicht leidet
Ein Antriebsmotor 5 treibt eine Hauptwelle 6 an. Über Verzweigungsgetriebe 7, T, 7", T" und weitere
Antriebswellen 8, 8', 8", 8"' sowie über Getriebe bzw. Kegelradantriebe werden die verschiedenen Umlenkräder
3, die Spindeln 4 und die weiteren Transporteinrichtungen
angetrieben. Einzelheiten dieses Antriebs sind nicht dargestellt.
In einer Einlaufzone 9 wird eine ungereckte Folienbahn an beiden Längsrändern durch die Spannkluppen
2 erfaßt und gehalten. In einer Reckzone 10 werden die Spannkluppen 2 in Breitenrichtung auseinandergeführt,
gleichzeitig wird der Abstand der Spannkluppen 2 in Längsrichtung vergrößert. An die
Reckzone 10 schließt sich eine Fixierzone 11 an. Für die Folienbahn ist eine nicht dargestellte Abwicklung und
eine Aufwicklung vorhanden. Die Einrichtungen zur Temperatursteuerung sind nicht dargestellt.
Die Erfindung sieht in dem Ausfuhrungsbeispiel vor, die Spindeln 4 mit drei Schraubenführungsbahnen 12,
13,14 auszubilden. F i g. 2 zeigt in einer Teilansicht eine Spindel 4, die von einer Welle 15 getragen wird. Die drei
Schraubenführungsbahnen 12, 13, 14 sind in Umgangsrichtung jeweils um 120° gegeneinander versetzt. Die
Spannkluppen 2 werden jeweils von aufeinander folgenden Schraubenführungsbahnen erfaßt. Nach der
Darstellung der F i g. 2 wird eine Gruppe von Spannkluppen 2 von der Schraubenführungsbahn 13
erfaßt, eine andere Gruppe von Spannkluppen 2' von der Schraubenführungsbahn 14 und schließlich eine
Gruppe von Spannkluppen 2" von der Schraubenführungsbahn 12. Bei gleicher Laufgeschwindigkeit der
Spannkluppen 2 und gleichem Durchmesser der Spindel 4 kann bei der beschriebenen Ausbildung die Drehzahl
der Spindeln 4 auf ein Drittel herabgesetzt werden. Pies bedeutet eine wesentliche Herabsetzung der mechanischen
Belastungen und außerdem eine Verringerung der Geräuschbildung. Die Spannkluppen 2 werden gleichmäßig
durch die Reckzone bewegt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüche;U Vorrichtung zum simultanen biaxialen Recken von Folienbahnen aus thermoplastischem Kunststoff mit beidseitig der Längsränder einer Folienbahn in einer Einlaufzone, einer Reckzone und einer Fixierzone angeordneten Spannkluppen, die auf Führungsbahnen verschiebbar und durch parallel zu den Führungsbahnen verlaufenden Spindeln mit Schraubenführungsbahnen antreibbar sind, wobei ι ο die Spannkluppen mit einem Finger mit den Flanken der Schraubenführungsbahnen im Eingriff stehen und die Spindeln teilweise sich ändernde Schraubensteigung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeln (4) mehrgängig ausgebildet is sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeln (4) zweigängig oder dreigängig ausgebildet sind.20
Priority Applications (4)
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| DE2749185A DE2749185C3 (de) | 1977-11-03 | 1977-11-03 | Vorrichtung zum simultanen biaxialen Recken von Folienbahnen |
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| DE2749185A DE2749185C3 (de) | 1977-11-03 | 1977-11-03 | Vorrichtung zum simultanen biaxialen Recken von Folienbahnen |
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