-
Dekorationsmaterial aus natürlichem Holz, auf das gedruckte
-
Holzmaserungsmuster aufgebracht sindSund Verfahren zu dessen Herstellung
Die Erfindung betrifft ein Dekorationsmaterial aus natürlichem Holz, auf das gedruckte
Holzmaserungsmuster aufgebracht sind1 rund ein Verfahren zu dessen Herstellung.
-
Dekorationsmaterial mit einer Holzmaserung wird für Zimmerwände, Möbel
und andersartige Inneneinrichtungen weitgehend verwendet, jedoch stellt Holz mit
einer attraktiven, natürlichem Maserung nur in beschränktem Umfang zur Verfügung
und ist vor allem sehr kostspielig. Es besteht daher eine wachsende Nachfrage nach
Dekorationsmaterialien, bei denen eine Auflage, auf welche die Holzmaserungsmuster
aufgedruckt sindtauf die Oberfläche einer billigen Holzhinterkleidung, z. B. aus
Sperrholz, aufgelegt ist. Zur Herstellung solcher Dekorationsmaterialien sind im
großen und ganzen die folgenden drei Verfahren vorgeschlagen worden, von denen jedes
seine unten angegebenen Nachteile aufweist und daher nicht ganz befriedigend ist:
1.
Direktes Druckverfahren: Hierbei wird eine gefüllte Sperrholztafel mit Holzmaserungsmustern
bedruckt, und es wird sodann eine dekorative Schicht zusätzlich aufgetragen. Der
holzgemäße "Griff" der Hinterkleidung kann hierbei nicht reproduziert werden, weil
in das Sperrholz ein Füllstoff eingebracht wird, um die Bedruckungsfähigkeit des
Sperrholzes zu verbessern. Das Endprodukt ist lediglich das sogenannte "bedruckte
Sperrholz".
-
2. Beschichtungsverfahren: Bei dem bekannten Beschichtungsverfahren
wird ein mit Holzmaserungsmustern bedrucktes Papierblatt oder ein Blatt aus Vinylchlorid
mit Hilfe eines Klebstoffs an einer Hinterkleidung befestigt. Auch in diesem Falle
bleibt der holzgemäße "Griff" gering, weil von dem Maserungssystem und dem Glanz
der Hinterkleidung kein Gebrauch gemacht wird.
-
3. Formverfahren: Bei dem bekannten Formverfahren zur Herstellung
von Furnieren aus Diallylphthalat und Furnieren aus Melamin wird ein mit Holzmaserungsmustern
bedrucktes Titanpapier, das mit Kunststoff imprägniert ist, mit der Hinterkleidung
verbunden und beim Kleben verformt. Obwohl mit Hilfe einer Prägevorrichtung Holzmasermuster
geformt werden können, fehlt es dem Material an dem holzgemäßen "Griff", wie es
auch sehr teuer ist.
-
Alle obengenannten bekannten Verfahren sind zum Bedecken der Oberfläche
der Holzverkleidung bestimmt. Beim Betrachten und beim Befühlen der bekannten Dekorationsmaterialien
entsteht daher nicht der Eindruck, daß man es mit Holz zu tun hat.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Dekorationsmaterial der eingangs
genannten Art zu schaffen, das den natürlichen "Griff" des Holzes aufweist und auch
ein entsprechendes Aussehen hat.
-
Die vorstehende Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß
das Dekorationsmaterial aus einer Hinterkleidung aus natürlichem Holz und einer
mit dieser verbundenen durchsichtigen und die Holzmaserungsmuster tragenden Filmschicht
besteht. Gemäß weiterer Erfindung wird ein solches Dekorationsmaterial derart hergestellt,
daß auf ein durchsichtiges Blatt Holzmaserungsmuster, die aus durchsichtiger Farbe
allein oder in Kombination aus durchsichtiger und undurchsichtiger Farbe bestehen,
aufgedruckt werden, dieses Blatt dicht auf die Hinterkleidung aus natürlichem Holz
aufgelegt und sodann erwärmt wird, wodurch sich die durchsichtige Filmschicht mit
den Holzmaserungsmustern auf der Hinterkleidung aus natürlichem Holz bildet, ohne
daß der holzgemäße Griff" der Hinterkleidung wesentlich beeinträchtigt wird.
-
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Dekorationsmaterials
gemäß der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 Dekorationsmaterial
gemäß der Erfindung in schematischer Darstellung, Fig. 2 verschiedene Ausführungsbeispiele
des Dekorationsbis 7 materials der Erfindung in einem senkrechten seitlichen Schnitt
und Fig. 8 ein Dekorationsmaterial gemäß der Erfindung in den bis 11 verschiedenen
Phasen seiner Herstellung, ebenfalls jeweils in einem seitlichen Schnitt.
-
In Fig. 1 besteht das Dekorationsmaterial aus einer Hinterkleidung
11 aus natürlichem Holz und einer durchsichtigen Filmschicht 13, auf die Holzmaserungsmuster
12 aufgedruckt sind und die die Oberfläche der Hinterkleidung 11 bedeckt. Die Holzmaserungsmuster
12 sind auf dem durchsichtigen Film nur in durchsichtiger Farbe aufgedruckt oder
in einer Kombination von durchsichtiger Farbe und undurchsichtiger Farbe.
-
Bei dem Dekorationsmaterial gemäß Fig. 2 sind die Holzmaserungsmuster
12 unmittelbar auf die Oberfläche der Hinterkleidung 11 aus natürlichem Holz aufgebracht,
während die durchsichtige Filmschicht 13 über der Hinterkleidung 11 aus natürlichem
Holz liegt, so daß sie die Muster 12 abdeckt.
-
Bei dem Dekorationsmaterial gemäß Fig. 3 liegt die durchsichtige Filmschicht
13 auf der Hinterkleidung 11 aus natürlichem Holz, während die Holzmaserungsmuster
12 auf die Oberfläche der durchsichtigen Filmschicht 13 aufgebracht sind.
-
Bei dem Dekorationsmaterial nach den Fig. 4 und 5 weist die durchsichtige
Filmschicht 13 von den Holzmaserungsmustern 12 gebildete Vertiefungen 15 auf, die
den Vertiefungen der Aderung der Hinterkleidung 11 aus natürlichem Holz entsprechen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 sind die olzmaserungsmuster durch die transparente
Filmschicht 13 abgedeckt in gleicher Weise wie bei Fig. 2. Dagegen erscheinen bei
dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 die Holzmaserungsmuster 12 auf der Oberfläche
der durch sichtigen Filmschicht 13 in der gleichen Weise wie in Fig.
-
3. Um die Aderung der Hinterkleidung 11 voll wiederzugeben, sollte
die Dicke der durchsichtigen Filmschicht vorzugsweise etwa 50Xu oder weniger betragen.
-
Bei dem in Fig. 6 wiedergegebenen Ausführungsbeispiel enthält das
Dekorationsmaterial gemäß Fig. 2 zwischen der durchsichtigen Filmschicht 13 mit
den Holzmaserungsmustern 12 und der Hinterkleidung 11 aus natürlichem Holz noch
eine Klebeschicht 16, während auf der Rückseite der Hinterkleidung 11 eine Rückschicht
17 angebracht ist. Eine solche Klebeschicht und/oder eine solche Rückschicht kann
auch bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 3 bis 5 vorgesehen sein, ohne daß
entsprechende Ausführungsbeispiele zeichnerisch dargestellt worden sind.
-
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 ist die Oberfläche der Hinterkleidung
11 mit den Holzmaserungsmustern 12, dem durchsichtigen Film 13 und/oder der Klebeschicht
imprägniert oder stattdessen von diesen intrudiert. Natürgemäß kann beim Erwärmen
und Pressen der Holzmaserungsmuster, des durchsichtigen Films und/ oder der Klebeschicht
die Hinterkleidung 11 aus natürlichem Holz mit einem Teil oder auch insgesamt mit
diesen Deckschichten imprägniert werden (Fig. 7). Obwohl in Fig. 2 bis 6 der Einfachheit
halber die aus natürlichem Holz bestehende Hinterkleidung 11 und die die Holzmaserungsmuster
enthaltenden Deckschichten, d. h.
-
der durchsichtige Film und/oder die Klebeschicht, getrennt dargestellt
worden sind, ist nach dem Vorhergehenden diese Trennung in der Praxis nicht immer
eindeutig.
-
Bei der Herstellung des Dekorationsmaterials können thermoplastische
oder warmhärtbare synthetische Kunststoffe, durchsichtiges Papier oder kunststoffimprägniertes
durchsichtiges Pal von hoher Transparenz für die durchsichtige Filmschicht 13 verwendet
werden, die auf die Hinterkleidung 11 aus natürlichem Holz aufgelegt wird. Die thermoplastischen
Kunststoffe schließen beispielsweise ein: Akrylharzkunststoffe, Polyäthylen, Polypropylen,
Polyisobutylen,
Polybutadin, Polystyrol, Polyvinylalkohol, Polyvinylchlorid,
Polyvinylidenchlorid, Polytetrafluoräthylen, Polymonochlorotrifluoräthylen, 6,6-Nylon,
6,10-Nylon, 6-Nylon, Polyäthylenterephthalat, Polyacrylsäure, Polyvinylacetat, Polymethylmethycrylat,
Polyoxymethylen und Polycarbonat. Vorzugsweise sollten Polyäthylene oder andere
Olefine, Polyvinylchloride oder Acrylfilme verwendet werden, weil diese leicht in
die Holzhinterkleidung eindringen oder in diese eingedrückt werden können. Der Acrylfilm
ist besonders zu bevorzugen wegen seiner hervorragenden Durchsichtigkeit. Die warmhärtbaren
synthetischen Kunststoffe schließen z.B.
-
ein: Diallylphthalatkunststoff und Benzoguanaminkunststoff, die durch
Anwendung von Wärme und Druck ausgehärtet und in die Gestalt von Filmen überführt
werden.
-
Das zu verwendende transparente Papier besteht z.B. aus: Zellulosebrei,
einem mit thermoplastischen Kunststoff-Fasern durchsetzten Papier, einem Faservlies
(aus Rayon, Vinylon, Polyester, Glassfasern u.dgl.), synthetischem Zellstoffpapier
usw. Im übrigen kann allgemein durchsichtiges kunststoffimprägniertes Papier verwendet
werden, das durchsichtig wird, wenn es mit einer transparenten Kunststofflösung
imprägniert wird, ohne daß Bläschen zurückbleiben, wobei dieses Papier keine undurchsichtigen
Farbstoffe enthalten darf. Derartige transparente Kunststofflösungen zur Imprägnierung
sollten vorzugsweise aus Lösungen von warmhärtbaren Kunststoffen bestehen, wie Melaminkunststoff,
Diallylphthalatkunststoff, Benzoguanaminkunststoff, Phenolkunststoff, Kunststoff
aus einem ungesättigten Polyester usw. Die durchsichtige Filmschicht kann mit durchsichtigen
Farben oder Pigmenten gefärbt sein.
-
Die Holzmaserungsmuster 12 werden auf dem durchsichtigen Film aus
transparenter Farbe allein oder in Kombination aus transparenter Farbe und undurchsichtiger
Farbe
gedruckt und geformt. Wenn auch die durchsichtige Farbe am
besten aus organischen oder anorganischen Pigmenten und Farben ausgewählt wird,
sollten vorzugsweise die organischen Pigmente verwendet werden, die eine hohe Transparenz
und andere Eigenschaften aufweisen, die sie zur Verwendung von Baumaterialien geeignet
machen.
-
Es können auch sublimierbare Farben verwendet werden. Was das Bindemittel
für die Farben anbelangt, so kann ein übliches Bindemittel verwendet werden, wofür
z.B. Vinylurethan, Gummi, Acryl, Polyamid, Polyester, Alkoxide und Zellulose-Bindemittel
in Betracht kommen. Wenn die Klebeschicht gemäß Fig. 6 verwendet wird, sollte jedoch
ein Bindemittel mit verhältnismäßig großem thermischen Widerstand, z.B. Nitrozellulose,
verwendet werden. Wenn keine Klebeschicht aufgebracht wird, ist ein stark klebendes
Bindemittel erforderlich.
-
Wenn für die Holzmaserungsmuster teilweise undurchsichtige Farbe verwendet
wird, sollte das Färbemittel geeigneterweise aus anorganischen Farben, z.B. Titanoxyd
(weiß), Eisenoxyd (gelb, rot, schwarz usw.), Cadmiumsulfid (gelb, usw.), Chromaten
(gelb, usw.) und Ruß (schwarz) wie auch aus undurchsichtigen organischen Farben
bestehen. Das Bindemittel für die Farbe kann in diesem Falle das gleiche sein wie
das für die durchsichtigen Farben.
-
Die Hinterkleidung aus natürlichem Holz kann aus Sperrholz oder aus
einem Furnierblatt aus natürlichem Holz bestehen. Im allgemeinen werden jedoch geschnittene
Furnierblätter mit einer gerade verlaufenden, sich kreuzenden oder besonders gestalteten
Struktur verwendet werden. Es ist besonders vorzuziehen, Furnierblätter mit einer
in gerader Richtung verlaufenden Struktur zu verwenden, die aus Südseehölzern, z.B.
Lauan (von den Philipinen), geschnitten sind, besonders deswegen, weil diese gleichmäßige
Maservertiefungen aufweisen.
-
Als Rückschicht für die Rückseite der Hinterkleidung aus natürlichem
Holz kann kunststoffimprägniertes Papier, Japanpapier oder ein Faservlies verwendet
werden, so daß sich das Material elastisch, holzartig und wie ein Furnier anfühlt.
-
Bei dem neuen Dekorationsmaterial werden auf die Hinterkleidung aus
natürlichem Holz attraktive Muster aufgebracht, die der Maserung von kostbarem Naturholz
gleichen, wobei die holzartige Beschaffenheit, die dem naturlichen Holz eigen ist,
wie Maserungsvertiefungen und Glanz, aufrechterhalten bleiben. Es kann demgemäß
eine große Menge von Dekorationsmaterial mit dem gleichen Muster und der gleichen
Farbe versehen werden, derart, daß das Muster der Maserung von kostbarem Naturholz
gleicht, z.B. von Rosenholz, Walnußholz, Teakholz und Eschenholz, ohne ein solches
teueres Holz zu verwenden. Vielmehr werden Furnierblätter von verschiedenen Bäumen,
z.B. Lauan, Meranti, Manggasinoro oder andere Hinterkleidungen aus billigem Holz
verwendet, um auf diese Weise erhebliche Vorteile mit Bezug auf die Kosten und auf
die Greifbarkeit des Hinterkleidungsmaterials zu erzielen.
-
Das Dekorationsmaterial ist hauptsächlich für die folgenden Anwendungsfälle
bestimmt. Das Dekorationsmaterial, das Sperrholz oder dickeres Holz als Hinterkleidung
verwendet, kann für Haushaltsgegenstände, Wand- und Schrankverkleidungen benutzt
werden, während dünnes Dekorationsmaterial aus dünnen Hinterkleidungen aus Furnierblättern
hergestellt wird. Ein derartiges dünnes Dekorationsmaterial kann unmittelbar als
Tapete verwendet werden. Es kann jedoch ebenfalls zur Verzierung von Haushaltsgegenständen
und zur Verkleidung von Zimmerwänden und Möbeln benutzt werden, wenn es auf irgendwelche
Unterlagen, wie eine Metallplatte, eine Schiefertafel, eine Sperrholzplatte, eine
Spanplatte oder eine Platte aus harter Pappe aufgebracht wird. Wenn
ein
derartiges dünnes Material in Streifen geschnitten wird, ergeben sich weitere Anwendungsmöglichkeiten.
Die Streifen können z.B. als Bänder zum Schutz der scharfen Kanten von Möbeln u.dgl.
benutzt werden.
-
Die Hinterkleidung aus natürlichem Holz kann eine solche mit einer
unregelmäßig gestalteten Oberfläche sein, wie das z.B. vielfach bei Bilderrahmen
der Fall ist.
-
Im folgenden wird ein Verfahren zur Herstellung des Dekorationsmaterials
beschrieben.
-
1. Verfahren zum Bedrucken des Films Bei dem Verfahren werden Holzmaserungsmuster
aus durchsichtiger Farbe oder aus einer Kombination von durchsichtiger und undurchsichtiger
Farbe auf einen transparenten thermoplastischen Kunststoff-Film aufgedruckt, und
der bedruckte Film wird sodann auf die Hinterkleidung aus Holz aufgebracht, d.h.
der mit der Holzmaserung bedruckte Film wird auf die Hinterkleidung aus natürlichem
Holz aufgelegt und bei Wärme einer Druckeinwirkung ausgesetzt. Hierbei kann die
mit der Holzmaserung bedruckte Fläche der Oberfläche der Hinterkleidung zugekehrt
oder von ihr abgewandt sein. Die Temperatur sollte nicht niedriger sein als die
Erweichungstemperatur des bedruckten Films. Wenn der bedruckte Film bei einer solchen
Temperatur unter Druck gesetzt wird, wird er teilweise oder insgesamt in die Maserungsvertiefungen
der Holzverkleidung eindringen und sich hierbei der Gestalt dieser Vertiefungen
anpassen.
-
Um diese Intrusion oder Imprägnierung des bedruckten Films zu verbessern,
ist es zweckmäßig, einen geeignet dünnen Film zu verwenden.
-
Zur Wärme-Druckbehandlung kann z.B. eine Plattenpresse verwendet werden,
d.h. die Hinterkleidung aus natürlichem Holz und der bedruckte Film werden als Schicht
zwischen zwei heißen Platten, einer oberen und einer unteren Platte, einem Preßdruck
ausgesetzt, wobei wenigstens eine der Platten beheizt wird. Um das Eindringen des
bedruckten Films in die Maserungsvertiefungen an der Oberfläche der Hinterkleidung
aus natürlichem Holz zu erleichtern, kann hilfsweise ein zusätzlicher thermoplastischer
Film verwendet werden, der nicht an dem bedruckten Film haftet.
-
Ein solcher zusätzlicher Film sollte vorzugsweise von dem bedruckten
Film nach der Anwendung von Wärme und Druck abgezogen werden können. Er sollte unter
Wärmeeinfluß nicht kleben, jedoch bei Erwärmung stark flüssig werden.
-
Der zusätzliche Film kann aus Polyäthylen, Polypropylen, Polyester
oder Polystyrolharz bestehen. Wenn der zusätzliche Film sich schwer von der Form
ablöst, kann ein Formtrennungsmittel vorher auf die Fläche aufgebracht werden, die
in Berührung mit dem durchsichtigen Film kommt.
-
In den Fig. 8 bis 10 ist das Ausführungsbeispiel dargestellt, bei
dem der zusätzliche Hilfsfilm verwendet wird.
-
Wie aus Fig. 8 ersichtlich ist, wird ein durchsichtiger Film mit aufgedruckten
Maserungsmustern 22 auf die Oberfläche einer Hinterkleidung 21 aus natürlichem Holz
aufgelegt und ein Hilfsfilm 24 wird weiterhin auf den durchsichtigen Film 23 aufgebracht.
Es ist weiterhin ein Schutzfilm 25 vorgesehen, der aus einer Schicht aus synthetischem
Kunststoff besteht und dazu dient, mit Bezug auf die Schichten, die vorher auf den
durchsichtigen Film 23 aufgebracht worden sind, die Löslichkeit herabzusetzen, die
Abriebfestigkeit zu erhöhen und die Verschmutzung zu verhindern. Er kann auf den
durchsichtigen Film 23 aufgebracht werden, nachdem der Hilfsfilm abgezogen worden
ist oder kann gegebenenfalls auch weggelassen werden. Wenn der durchsichtige Film
23 mit dem aufgelegten Hilfsfilm 24 der Wärme-
Druckbehandlung
unterzogen wird, wird der durchsichtige Film 23 erweicht und dringt in die Maservertiefungen
26 ein, wie dies Fig. 9 zeigt, während der Hilfsfilm 24 schmilzt. Da hier der geschmolzene
Hilfsfilm 24 unter Druck steht, wirkt er derart, daß er den durchsichtigen Film
23 in die Maservertiefungen 26 hineindrückt. Nach völligem Abkühlen der Schichten
und Abziehen des Hilfsfilms 24 (Fig. 10) wird ein Dekorationsmaterial erhalten,
bei dem die Maserungsmuster der Hinterkleidung 21 aus natürlichem Holz in befriedigender
Weise reproduziert sind.
-
Anstelle des vorgenannten Hilfsfilms 24 kann auch ein Zwischenmaterial
verwendet werden, das nachgiebig und leicht aus der Form lösbar ist und den geschmolzenen
Film infolge seiner Elastizität bei der Wärme-Druckbehandlung in die Maservertiefungen
26 der Hinterkleidung aus natürlichem Holz hineindrückt. Dieses Zwischenmaterial
kann aus Siliconkautschuk, einer geformten Polsterpapiermasse oder einem Faservlies
bestehen, wobei auf die Polsterpapiermasse oder das Faservlies ein Siliconpapier
aufgelegt ist.
-
In diesem Falle sollte die Erwärmungstemperatur nicht niedriger sein
als die Erweichungstemperatur des verwendeten thermoplstischen Fils, d.h. 120° C
oder höher bei Verwendung eines Acrylfilms und etwa 1000 C oder höher bei einem
Film aus Vinylchlorid. Der ausgeübte Druck sollte vorzugsweise 5 kg/cm2 oder höher
und derart gewählt sein, daß das Zwischenmaterial in die Maservertiefungen hineingedrückt
wird. Um ein Abblättern und ein Schwellen nach der Druckeinwirkung zu vermeiden,
ist es zweckmäßig, die Druckeinwirkung erst aufzuheben, nachdem die heißen Platten
der Presse abgekühlt sind.
-
Anstelle der vorerwähnten Plattenpresse kann auch eine Walzenverbundschichtmaschine
verwendet werden. Auf der einen Seite ist eine erwärmte Walze vorgesehen, mit welcher
der
bedruckte Film in Berührung gebracht wird. Die Hinterkleidung aus natürlichem Holz
und der bedruckte Film werden durch die Walzenverbundschichtmaschine hindurchgefördert
und miteinander vereinigt, wobei der bedruckte Film in die Oberfläche der Hinterkleidung
eindringt. Dieses Eindringen des durchsichtigen Films kann verstärkt werden, indem
zwei oder mehr Walzenverbundschichtmaschinen miteinander gekuppelt werden.
-
Um die Haftfestigkeit zwischen der Holzhinterkleidung und dem mit
der Maserung bedruckten Film zu erhöhen, kann weiterhin auf den bedruckten Film
ein Klebstoff auf gebracht werden. Dieser kann z.B. aus Acrylharz, Vinylchloridharz,
Vinylacetatharz oder Gummiharz bestehen. Was das Walzen des mit einem Klebstoff
versehenen Filmes anbelangt, sollte der Klebstoff vorzugsweise ein solcher sein,
der zu der Zeit, wenn sein Lösungsmittel nach dem Aufbringen verdampft ist, nichtklebend
oder walzbar ist, und der durch Erwärmen klebend gemacht werden kann. Was den mit
der Maserung bedruckten Film anbelangt, so kann für ihn unmittelbar ein klebender
Film verwendet werden, der hauptsächlich aus athylenvinylacetatkunststoff besteht
und ausschließlich für Klebe zwecke geschaffen ist.
-
Wenn die Schichten im Vakuum erhitzt werden, indem eine Vakuumpumpe
od.dgl. verwendet wird, können sie durch die Saugkraft der Vakuumpumpe unter Druck
gesetzt werden, was das Eindringen des vorgenannten thermoplastischen Films in die
unebene Oberfläche der Holzhinterkleidung erleichtert.
-
2. Übertragungsverfahren Bei diesem Verfahren werden die Holzmaserungsmuster
mit Hilfe einer Ubertragungsfolie auf die Hinterkleidung aus
natürlichem
Holz übertragen.
-
Der abzuziehende Teil der Ubertragupgsfolie sollte vorzugsweise aus
thermoplastischem Kunststoff bestehen. Bei diesem Verfahren sollen die Holzmaserungsmuster
außerhalb der Maservertiefungen der Hinterkleidung aus natürlichem Holz übertragen
werden, so daß es wünschenswert ist, einen thermoplastischen Film zu verwenden,
der sich bei der Ubertragung unter der Einwirkung der Wärme leicht in die Vertiefungen
einlegt (z.B. Polypropylen, Vinylon, Polyäthylen usw.). Jedoch kann auch ein Zellulosefilm
z.B.
-
aus Zellophan verwendet werden, wenn die Umstände dies erfordern.
-
Zunächst wird der abzuziehende Teil der Folie mit einem durchsichtigen
Ubertragungslack bedeckt. Dies geschieht zu dem Zweck, um die Bedruckungsmöglichkeit
und die Abziehbarkeit der Folie zu verbessern, wobei das Kleben erleichtert wird,
indem ein Ubertragungslack ausgewählt wird, der durch Wärme erweicht werden kann
und die gefärbte Oberfläche nach der Ubertragung schützt. Der Ubertragungslack kann
weggelassen werden, indem eine Farbe gewählt wird, die eine Druck fähigkeit und
Ubertragbarkeit mit Bezug auf den abzuziehenden Teil der Folie aufweist. Der Ubertragungslack
kann aus Polyamid, Acryl, Gummiharz oder Urethan bestehen. Die auf den Ubertragungslack
aufzudruckende Farbe sollte vorzugsweise eine hohe Transparenz aufweisen, sowie
auch andere Eigenschaften, wie sie für Baumaterialien erwünscht sind, in gleicher
Weise, wie das oben bezüglich des "Verfahrens zum Bedrucken des Films" ausgeführt
worden ist. Während die Ubertragung durchgeführt wird, indem die Ubertragungsfolie
abgezogen wird, nachdem Wärme aufgebracht worden ist, kann noch ein Schutzfilm aufgebracht
werden, wenn notwendig, in der gleichen Weise wie das gemäß dem vorgenannten Ausführungen
geschehen ist.
-
Bei dem vorerwähnten Verfahren zum Bedrucken des Films muß der zu
bedruckende durchsichtige Film,um bedruckungsfähig zu sein, eine gewisse Dicke aufweisen,
und die Oberfläche des Dekorationsmaterials kann etwas weich sein, weil er ein thermoplastischer
Film ist. Gemäß dem Übertragungsverfahren werden jedoch ganz dünne Schichten übertragen,
die hauptsächlich aus Farbschichten bestehen, so daß die Oberfläche hart oder weich
gemacht werden kann, je nachdem, wie die Oberflächenschicht gewählt wird. Weiterhin
können derart warmhärtbare Kunststoff-Furniere erzeugt werden, indem eine Lösung
eines warmhärtbaren Kunststoffs, z.B. Diallylphthalat oder Benzoguanamin, verwendet
wird, durch Wärme und Druck ausgehärtet und in einen Film überführt wird.
-
3. Verfahren mit durchsichtigem Papier Im allgemeinen hat jedes Papier
eine Neigung, durchsichtig zu werden, wenn es mit einer durchsichtigen Kunststofflösung
imprägniert wird, wenn hierbei keine Luftbläschen zurückbleiben und es keine undurchsichtigen
Pigmente enthält. Von dieser Neigung des Papiers wird bei dem vorliegenden Verfahren
Gebrauch gemacht, bei dem der holzgemäße "Griff" der Hinterkleidung aus natürlichem
Holz dadurch erzeugt werden soll, daß anstelle des durchsichtigen Films gemäß dem
vorgenannten Filmbedruckungsverfahren ein solches Papier verwendet wird.
-
Es sind durchsichtige Papiere und sogenannte Zurichtpapiere bekannt,
die außerordentlich durchsichtig sind oder gemacht werden können. Diese Papiere
können aus einer Mischung von thermoplastischen Kunststoff-Fasern. z.B. einer Zellulosemasse
und Vinylon, einem Faservlies (Rayon, Vinylon, Polyester, Glassfasern, usw.) oder
synthetischem Papierfaserstoff bestehen.
-
Auf ein transparentes Papier der vorgenannten Art werden Holzmaserungsmuster
aufgedruckt in transparenter Farbe oder in einer Kombination aus transparenter und
undurchsichtiger Farbe. Sodann wird das bedruckte Papier mit einer transparenten
Kunststoff lösung imprägniert, bevor oder nachdem das Papier auf die Hinterkleidung
aus natürlichem Holz aufgebracht wird. Die Lösung aus transparentem Kunststoff kann
z.B. Melamin, Diallylphthalat, Benzoguanamin, Phenol, einen ungesättigten Polyester
od.dgl. enthalten, und der Kunststoff wird ausgehärtet und in einen Film überführt,
indem das Papier auf die Hinterkleidung aus natürlichem Holz aufgelegt und sodann
Wärme und Druck angewendet wird, um das Papier mit der Hinterkleidung aus natürlichem
Holz zu verbinden.
-
Beim Imprägnieren des durchsichtigen Papiers mit der durchsichtigen
Kunststoff lösung, nachdem das Papier auf die Hinterkleidung aus natürlichem Holz
aufgebracht worden ist, wird das bedruckte Papier zunächst mit Hilfe eines hoch
durchsichtigen Klebstoffs mit der Hinterkleidung verbunden, wobei das Papier z.B.
mit einer ungesättigten Polyesterlösung im Walz- oder Streichverfahren beschichtet
und die Polyesterschicht ausgehärtet wird, indem sie mit einem Zellophan- oder einem
Polyesterfilm bedeckt wird. Die Kunstharzlösung sollte auf das Papier in einer solchen
Menge aufgebracht werden, daß sie auf der Papieroberfläche erscheint und hierbei
die Luftbläschen, die in dem Papier enthalten sind, vollständig entfernt.
-
Auf diese Weise wird der holzgemäße "Griff" der Oberfläche der Hinterkleidung
aus natürlichem Holz zustandegebracht und es wird ein Dekorationsmaterial erzeugt,
das einen vielfachen holzgemäßen "Griff" aufweist in Kombination mit den aufgedruckten
Holzmaserungsmustern.
-
Bei dem vorgenannten Verfahren kann ein warmhärtbares Kunstharz verwendet
werden, so daß ein Dekorationsmaterial zustandekommt, das eine harte Oberfläche
sowie auch einen großen Widerstand gegen Löslichkeit und Verschmutzung aufweist.
-
Ausführungsbeispiel 1: Auf einen Acrylfilm von 25 S Dicke aus Mitsubishi-Rayon
werden auf die Rückseite Teakholzmuster aus durchsichtiger Farbe VPS von Toyo Ink.
aufgedruckt. Dieser Film wird auf ein Furnier von 0,25 mm Dicke aufgelegt, das aus
Manggasinoro-Holz geschnitten ist und mit einer Rückschicht aus Japanpapier versehen
ist, wobei die bedruckte Oberfläche des Filmes an der Oberfläche des Furniers anliegt
und an diese mit Hilfe einer Plattenpresse zwei Minuten lang bei 1500 C und 10 kg/cm2
Druck angepreßt wird. Hierbei wird der Film in die unebene Oberfläche des Furniers
unter gleichmäßigem Kleben eingedrückt, wobei von der Schmelzbarkeit des Acrylfilms
und der Wärme Gebrauch gemacht wird. Auf diese Weise wird ein nachgiebiges Furnierblatt
erzeugt, das sich in gleicher Weise holzartig anfühlt wie das natürliche Teakholz,
so daß das Furnier seine holzartige Eigentümlichkeit nicht verliert.
-
Ausführungsbeispiel 2: Auf einen Acrylfilm von 25 u Dicke aus Mitsubishi-Rayon
werden Rosenholzmuster aus durchsichtiger Farbe VCA von Toyo Ink. auf der Vorderseite
aufgedruckt und die unbedruckte Fläche des Acrylfilms wird mit einem Klebelack L194DH
von Toyo Ink. gravurbestrichen.
-
Der Acrylfilm wird auf ein Furnier von 0,25 mm Dicke aufgelegt, das
aus Manggasinoro-Holz besteht und auf der Rückseite mit einem Kraftpapier beschichtet
ist, das mit Diallylphthalat imprägniert ist, wobei die lackbedeckte Fläche des
Filmes der Furnieroberfläche zugewandt ist. Der Acrylfilm
wird
in die unebene Oberfläche des Furniers hineingedrückt und wird hierzu, und um eine
gleichmäßige Haftung zu erzielen, mit einer Geschwindigkeit von 8 m/min bei 2300
C durch eine Plattendruckpresse hindurchgeführt.
-
Auf die Furnieroberfläche wird eine Schicht aus Acrylurethankunstharz
aufgebracht, um den Oberflächenglanz zu erzeugen, wie auch um die physikalischen
Eigenschaften und das Aussehen der Oberfläche zu verbessern. Auf diese Weise wird
ein biegsames Furnierblatt erzeugt, das einen reichen holzgemäßen "Griff" aufweist.
-
Ausführungsbeispiel 3: Eine Urethankunststofflösung des Einflüssigkeitstyps
wird auf einen Polypropylenfilm von 0,1 mm Dicke aufgebracht, und zwar in einer
Schichtdicke von etwa 5 y. Mit Hilfe einer Photogravurpresse werden in einer durchsichtigen
Farbe VPS der Firma Toyo Ink. Holzmaserungsmuster auf den Film aufgedruckt.
-
Auf die bedruckte Oberfläche der vorgenannten Ubertragungsfolie wird
ein Furnier von 0,25 mm Dicke aus Manggasinoro-Holz aufgelegt, auf dessen Rückseite
sich ein Faservlies 2 aus Rayon (40 g/m ) befindet. Film und Furnier werden mit
Hilfe einer Plattenpresse zwei Minuten lang bei einer Temperatur von 1500 C und
einem Druck von 15 kg/cm2 zusammengepreßt, und die Schichten aus Druckfarbe und
Urethankunststoff werden auf das Furnier übertragen. Infolgedessen werden die Ilolzmaserungsmuster
innig in die Maservertiefungen des Manggasinoro-Furniers eingebracht, wobei sie
eine Oberflächenbeschaffenheit erzeugen, die der Rückschicht eigentümlich ist, so
daß wiederum ein nachgiebiges Furnierblatt zustandekommt, das einen holzgemäßen
"Griff" und die übertragenen Holzmaserungsmuster aufweist.
-
Ausführungsbeispiel 4: Es wird in gleicher Weise wie beim Ausführungsbeispiel
3 ein Furnierblatt erzeugt, wobei jedoch die bedruckte Oberfläche in der Ubertragungsfolie
außerdem mit einem klebenden Lack aus einem Methacrylester überzogen wird.
-
Ausführungsbeispiel 5: Auf ein durchsichtiges Druckpapier (40 g/m2)
wird mit durchsichtiger Farbe VPS von Toyo Ink. ein Holzmaserungsmuster aufgedruckt.
Das bedruckte Papier wird mit einer 3mm dicken Sperrholzplatte verbunden, wobei
die folgende ungesättigte Polyesterlösung als Klebemittel verwendet wird: Zusammensetzung
des Klebemittels: Ungesättigte Polyesterkunststofflösung: 100 Gewichtsteile (Goselac
750 der Nippon. Syn. Chemical Co.) Brückenkatalysator: 1 Gewichtsteil Härtemittel
(Naphtex): 1 Gewichtsteil.
-
Hierauf wird die obengenannte ungesättigte Polyesterlösung mit einem
Walzenbeschichter auf das Druckpapier aufgebracht in einer Menge von 190 bis 220
g/m² und sodann wird zur Beseitigung der Luftbläschen unmittelbar ein Vinylfilm
darübergelegt. Nach Aushärtung des Polyesterkunststoffs wird der Vinylfilm abgezogen.
Auf diese Weise wird ein Furnierblatt mit einem noch verbesserten holzgemäßen "Griff"
erzeugt, da die Holzart des Furniers mit den aufgedruckten Holzmaserungsmustern
zusammenpaßt.
-
Ausführunsbeispiel 6: Ein Druckpapier, das mit demjenigen gemäß Ausführungsbeispiel
5 gleichartig ist, wird mit einer Kunststoff lösung folgender Zusammensetzung imprägniert:
Diallylphthalatprepolymer:
93 Gewichtsteile Diallylphthalatmonomer: 7 Gewichtsteile BPO (Katalysator): 3 Gewichtsteile
Laurinsäure: 3 Gewichtsteile Toluol/Aceton (4/1): 150 Gewichtsteile.
-
Das Gewicht des Imprägniermittels wird derart gewählt, daß es mit
demjenigen des Furniers übereinstimmt. Das imprägnierte Papier wird auf das Sperrholz
mit der bedruckten Oberfläche nach unten aufgelegt, ein Zwischenschichtmaterial
und eine Rückplatte werden darübergelegt und sämtliche Schichten werden für 20 Minuten
bei 1500 C und 15 kg/cm2 unter Druck gesetzt.
-
Anschließend wird der Diallylphthalatkunststoff ausgehärtet, und auf
diese Weise wird ein Furnierblatt erzeugt, bei dem die Holzmaserungsmuster mit denjenigen
der ursprünglichen Oberfläche des Furnierblatts übereinstimmen.
-
Ausführungsbeispiel 7: Holzmaserungsmuster aus durchsichtiger Farbe
VPS von Toyo Ink. werden auf ein Faservlies (30 g/m2) aufgedruckt, das aus Polyesterkunstfasern
besteht. Sodann wird das Vlies mit einer Melaminlösung von folgender Zusammensetzung
imprägniert: Melamin: 50 Gewichtsteile Wasser: 40 Gewichtsteile Methanol: 10 Gewichtsteile.
-
Dieses imprägnierte Papier wird auf das Sperrholz aufgelegt und im
Heiß-Kalt-Verfahren 90 Minuten lang bei 1700 C und 100 kg/cm2 gepreßt. Demgemäß
wird die Originaloberfläche des Furniers reproduziertound es kommt ein Melamin-Furnier
zustande, bei dem die Holzmaserungsmuster auf dem
bedruckten Papier
mit denjenigen der Originaloberfläche übereinstimmen.
-
Ausführungsbeispiel 8: Auf einen Polypropylenfilm werden Holzmaserungsmuster
in durchsichtiger Farbe VPS von Toyo Ink. aufgedruckt und die bedruckte Fläche wird
in einer Menge von 30 g/m² mit einer Diallylphthalatlösung von gleicher Zusammensetzung
wie im Ausführungsbeispiel 6 beschichtet. Nach dem Trocknen bei 1000 C wird auf
diese Weise eine Ubertragungsfolie erzeugt. Diese tibertragungsfolie wird mit der
beschichteten Seite nach unten auf eine Sperrholzfaserplatte aufgelegt und für 20
Minuten bei 1500 C und 15 kg/cm2 gepreßt. Auf diese Weise wird die ursprüngliche
Oberfläche des Furniers reproduziert,und es wird ein Furnierblatt erhalten, das
einen holzgemäßen "Griff" aufweist und außerdem die llolzmaserungsmuster enthält.
-
Ausführungsbeispiel 9: Als Holzhinterkleidung wird ein Lauanblatt
32 (Fig. 11) mit Vertiefungen 31 auf seiner Oberfläche verwendet. Auf die llinterkleidung
32 wird eine Silikon-Kautschuk-Schicht 34 mit herausragenden Streifen 33 aufgelegt,
die den Vertiefungen 31 entsprechen. Zwischen die Schicht 34 und die llinterkleidung
32 wird ein bedruckter Film 35 eingelegt, der demjenigen gemäß dem Ausführungsbeispiel
1 gleicht.
-
hierauf werden diese Schichten bei 1600 C und 10 kg/cm2 Druck in 5
Minuten miteinander verbunden. Demzufolge wird die Originaloberfläche des Furniers
reproduziert und auf diese Weise ein Funierblatt erzeugt, das einen reichen, holzgemäßen
"Griff" aufweist,in Verbindung mit den Holzmaserungsmustern auf dem bedruckten Film.
-
Ausführungsbeispiel 10: Mit einer Eisenoxid enthaltenden undurchsichtigen
Farbe und einer durchsichtigen Farbe wird ein Acryl-Film von
50
P gedruckt, und zwar die dunklen Teile der Holzmaserungsmuster mit der undurchsichtigen
Farbe und die übrigen Teile mit der durchsichtigen Farbe.
-
Hierauf wird der bedruckte Film auf ein aus Manggasinoro-Holz geschnittenes
Furnierblatt aufgelegt, das demjenigen gemäß dem Ausführungsbeispiel 1 gleicht,
und zwar mit der bedruckten Seite nach untenXund die beiden Teile werden in gleicher
Weise miteinander verbunden, wie dies gemäß dem Ausführungsbeispiel 1 geschehen
ist. Demgemäß wird die Hinterkleidung an den dunklen Teilen nicht sichtbar, die
den dunklen Holzmaserungsmustern entsprechen, während sie in dem Bereich der durchsichtigen
Farbe reproduziert wird.
-
Auf diese Weise wird ein Funierblatt erzeugt, das weitgehend einen
holzgemäßen "Griff" aufweist.
-
Ausführungsbeispiel 11: Auf die Rückseite eines Acryl-Films von 50
u Dicke werden mit durchsichtiger Farbe VPS von Toyo Ink. mit Hilfe einer Photogravürpresse
Teakholzmaserungsmuster aufgedruckt, während die unbedruckte Seite des Films mit
einem Urethanlack (UR-6650B) von Toyo Ink. gravurbestrichen wird. Inzwischen wird
ein 0,25 mm dickes Furnierblatt aus Manggasinoro-Holz mit einem Faservlies (50 g/m²)
verbunden, und zwar mit Hilfe eines Vinyl-Azetat-Urea-Klebers und es wird ein Furnierblatt
aus Manggasinoro-Holz von 920 mm x 1.820 mm vorbereitet. Hierauf wird der vorher
bedruckte und urethanbeschichtete Acryl-Film oben auf das Furnierblatt aufgelegt,
wobei die bedruckte Fläche des Films der Furnierblattfläche zugewandt ist. Auf den
Acryl-Film wird als Hilfsfilm ein Polypropylenfilm von 25 u Dicke aufgelegt; und
zwar mit Hilfe einer 5-stufigen Plattenpresse und einer Duralumin-Spiegelplatte.
Während das Pressen unter Wärme für 30 Minuten bei 1500 C und 10 kg/cm2 Druck durchgeführt
wird, erfolgt hierauf eine Abkühlung auf 500 C, wobei der Druck
bei
10 kg/cm² belassen wird. Nach der vollständigen Abkühlung wird der Druck aufgehoben,
das Blatt herausgenommen und der Hilfsfilm abgezogen. Auf diese Weise wird ein offenporiges
Furnierblatt erzeugt, das dem natürlichen Teakholz mit der Rauhheit der Maserporen
des Manggasinoro-Holzes gleicht und auch den entsprechenden Glanz auf seiner Oberfläche
aufweist.
-
Ausführungsbeispiel 12: Auf einen Acrylfilm (FAX) aus Mitsubishi Rayon
werden Rosenholzmaserungen aus durchsichtiger Farbe VPS von Toyo Ink mit Hilfe einer
Photogravur-Druckmaschine aufgedruckt. Inzwischen wird auf eine 930 mm x 1.830 mm
große Sperrholzplatte von 2,7 mm Dicke mit Hilfe eines Vinyl-Azetat-Urea-Klebstoffes
ein 0,25 mm dickes Furnier aus Manggasinoro aufgebracht. Hiernach wird der Acryl-Film
mit seiner bedruckten Seite dem Funier zugewandt auf die Sperrholzplatte aufgelegt,
während ein 25 u dicker, nicht orientierter Polypropylenfilm aus Mitsubishi Rayon
auf den Acrylfilm aufgelegt wird und 2 Minuten lang bei 1500 C und 10 kg/cm2 heiß
gepreßt wird. Nach dem Pressen wird der llilfsfilm abgezogen und auf die Oberfläche
des Furnierblattes eine Acryl-Urethan-Schicht (Urethane AL Clear) aus Kansai Paint
aufgebracht, und zwar mit Hilfe eines Walzenbeschichters, um den Glanz und die physikalischen
Eigenschaften der Oberfläche auszurichten und zu verbessern. Auf diese Weise wird
ein offenporiges Furnierblatt erzeugt, das dem natürlichen Rosenholz gleicht.
-
Ausführungsbeispiel 1 3 Auf einen klar durchsichtigen Film (120 u
Dicke, 23 % Weichmacher) aus Vinylchlorid werden auf der Rückseite Walnußmaserungsmuster
aufgedruckt aus durchsichtiger Farbe VCA von Toyo Int,und die bedruckte Seite des
Films wird mit einem durchsichtigen wärmeempfindlichen Vinylchlorid-
Klebstoff
(L194D Klebelack von Toyo Ink) gravurbestrichen.
-
Inzwischen wird ein Furnierblatt vorbereitet, indem ein Faservlies
(50 g/m²) auf ein 0,25 mm dickes Furnier aus afrikanischer Antiaris mit Hilfe eines
Vinyl-Azetat-Urea-Klebers aufgebracht wird. Der vorgenannte durchsichtige Vinylchlorid-Film
wird mit der bedruckten Seite auf das Furnierblatt aufgelegt, während ein matter
Film von 25 u Dicke aus Mitsubishi Rayon auf den durchsichtigen Vinylchlorid-Film
aufgelegt wird und nach einer Wärme-Druckbehandlung bei 1500 C und 10 kg/cm2 eine
Abkühlung 0 auf 50 C erfolgt. Nach dem Abkühlen wird der matte Film abgezogen, um
die unebenen Maserporen in der Hinterkleidung freizulegen, und auf diese Weise wird
ein offenporiges Furnierblatt mit Walnußmaserungsmustern erzeugt, wie dieses auch
den Glanz aufweist, den die Hinterkleidung besitzt. Wenn dieses Furnier auf eine
9 mm dicke Holzspanplatte mit einem Vinyl-Azetat-Kleber aufgebracht wird, besteht
die Möglichkeit, das sich ergebende Furnier in V-Form zu schneiden.
-
Ausführungsbeispiel 14: Auf einen Acrylfilm (FAX) aus Mitsubishi Rayon
werden geradlinig verlaufende Teakholzmaserungsmuster aus Vinylfarbe von Toyo Ink
aufgedruckt. Inzwischen wird eine 0,3 mm dicke Holzhinterkleidung aus Manggasinoro,
eine Art von afrikanischem Lauan,gerade zurecht geschnitten und mit einem Kraftpapier
rückbeschichtet. Die bedruckte Seite des Films wird auf die Furnierfläche der Hinterkleidung
aufgelegt, und es werden außerdem ein Silikon-Ablösepapier und ein Zwischenblatt
aufgelegt. Sämtliche Schichten werden in eine auf 1500 C aufgeheizte Presse eingelegt
und bei einem Druck von 10 kg/cm2 gepreßt. Nach Abkühlen der heißen Platten der
Presse Wird das Erzeugnis herausgenommen und das Ablösepapier entfernt. Auf diese
Weise kommt ein Furnier zustande, daß völlig dem natürlichen Teakholz gleicht.
-
Ausführungsbeispiel 15: Der Acrylfilm mit den aufgedruckten Teakholzmaserungsmustern
gemäß dem Ausführungsbeispiel 14 wird auf eine 3 mm dicke Sperrholzplatte aufgelegt,
die ein 0,3 mm dickes Furnier aus Lauan, einer Art von afrikanischem Holz, trägt,
wobei zwischen Furnier und Film ein Silikon-Papier eingelegt wird und die Schichten
mit einer Walzenpresse mit Kautschuk-Walzen bei einer Temperatur von 2000 C und
einer Fördergeschwindigkeit von 2 m/Minute gepreßt werden. Auf diese Weise kommt
ein Furnierblatt zustande, das dem natürlichen Teakholz gleicht.
-
Leerseite