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Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen, insbeson-
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dere Fernsprechvermittlungsanlagen mit Schalteinrichtungen und ihnen
gemeinsamen Abfrageeinrichtungen ihnen gemeinsamen Abfrageeinrichtungen Die Erfindung
bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere
Fernsprechvermittlungsanlagen, in denen in einer Mehrzahl von Schalteinrichtungen
einzeln auftretende Schaltkennzeichen mittels einer den Schalteinrichtungen gemeinsamen
Abfrageeinrichtung erkannt werden, die hierzu die Schalteinrichtungen in regelmässiger
Folge mit Hilfe von Abfrageimpulsen abtastet, hierbei den Abfrageimpulsen entsprechende
Abfrageergebnisse wenigstens zweierlei Wertigkeit in Abhängigkeit von dem Vorliegen
oder Nichtvorliegen eines Schaltkennzeichens ermittelt, die Abfrageergebnisse in
Zuordnung einzeln zu den Schalteinrichtungen speichert und die jeweils von einer
Schalteinrichtung gewonnenen aufeinanderfolgenden Abfrageergebnisse miteinander
vergleicht, und in denen diese Abfrageeinrichtung anhand einer kritischen Anzahl
von ibfrageergebnissen gleicher Wertigkeit nach vorausgehenden Abfrageergebnissen
mit einer gegenüber dieser Wertigkeit ungleichen Wertigkeit den Beginn bzw. das
Ende eines in der betreffenden Schalteinrichtung auftretenden Schaltkennzeichens
erkennt.
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Eine Schaltungsanordnung dieser Art ist in dem Fachbuch "Rechnergesteuerte
Vermittlungssysteme" von Peter R. Gerke (Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg/New
York 1972) im Abschnitt 7.2.1. beschrieben. Ein wesentliches Problem bei Abfrageeinrichtungen
der
bekannten Art ist die Frage der Leistungsfähigkeit, die sich im wesentlichen aus
der Abfragefrequenz einer Abtrageeinrichtung ergibt. Für die Frage der Leistungsfähigkeit
einer Abfrageeinrichtung ist neben der Anzahl der abzufragenden Schalteinrichtungen
sowohl die Dauer als auch die Häufigkeit der in diesen Schalteinrichtungen auftretenden
und mittels der Abfragevorgänge aufzunehmenden Schaltkennzeichen sehr wesentlich;
ferner ist die Qualität der mittels einer Abfrageeinrichtung aufzunehmenden Schaltkennzeichen
massgebend für deren Leistungsfähigkeit, indem aus der Flankensteilheit und Störbeeinflussung
(Störimpulse, Kontaktprellungen und dergleichen) von aufzunehmenden Schaltkennzeichen
resultiert, wie viele Abfrageimpulse bei einem mehrfachen "last-look" zur Aufnahme
Jeweils eines einzigen Schaltkennzeichens nacheinander erfolgen müssen.
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In dem genannten Fachbuch ist auf Seite 120 erläutert, dass hinsichtlich
der Leistungsfähigkeit von Abfrageeinrichtungen harte Grenzen gesetzt sind. Zur
Steigerung der Leistungsfähigkeit von Abfrageeinrichtungen wird in dem genannten
Buch vorgeschlagen, die Schalteinrichtungen in Gruppen in der Weise zu ordnen, dass
solche Schalteinrichtungen, in denen die Jeweils kürzesten vorkommenden Schaltkennzeichen
gleich oder ungefähr gleich sind, Jeweils zu einer Gruppe zusammengefasst werden.
Ein anderer Vorschlag gemäss dem genannten Fachbuch gibt die Möglichkeit an, Jeweils
mehrere Schalteinrichtungen zugleich abzufragen und durch die Gleichzeitigkeit von
Abfragevorgängen mehr Abfragevorgänge in der verfügbaren Zeit abwickeln zu können.
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Für die Erfindung besteht die Aufgabe, für eine Steigerung der Leistungsfähigkeit
von Abfrageeinrichtungen weitere Möglichkeiten zu schaffen.
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Die genannte Aufgabe löst die Erfindung dadurch, dass die verschiedenen
Indikationsstellen einer Jeden der Schalteinrichtungen von der Abfrageeinrichtung
nacheinander mit denselben Abfrageschaltmitteln abgetastet werden, dass die Indikationsstellen
der Schalteinrichtungen in wenigstens zwei Gruppen eingeteilt sind, wobei die Indikationsstellen
Jeweils einer Schalteinrichtung teils der einen, teils der anderen bzw. den anderen
Gruppen
angehören, und dass für die Abfrageeinrichtung ein Gesamt-Abfragezyklus
vorgesehen ist, in welchem die Indikationsstellen der verschiedenen Gruppen in einer
solchen Reihenfolge der Gruppen abgetastet werden, bei der die Indikationsstellen
der verschiedenen Gruppen unterschiedlich viele Male erreicht werden.
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Die Erfindung geht also einen gegenüber den oben erwähnten Vorschlägen
in dem genannten Fachbuch gänzlich anderen Weg. Einer dieser Vorschläge (Seite 121
oben) sieht vor, Jeweils nicht nur die Indikationsstellen in Jeweils einer Schalteinrichtung
sondern Jeweils die Je mehrere Indikationsstellen aufweisenden mehreren Schalteinrichtungen
gleichzeitig abzutasten. Eine auf diese Weise abgewickelte Informationsaufnahme
mittels Abfragainrichtungen ist wegen der Parallelität der Abfragestromkreise und
Abfrageschaltmittel selbstverständlich sehr aufwendig. Die Erfindung sieht dagegen
vor, die Abfrage der verschiedenen in Jeweils einer Schalteinrichtung vorhandenen
Indikationsstellen nacheinander vorzunehmen, was bedeuten kann, Jeweils mehrere
Indikationsstellen pro Schalteinrichtung gleichzeitig und dann Jeweils diese mehreren
Indikationsstellen nacheinander oder auch sämtliche Indikationsstellen einer Schalteinrichtung
nacheinander abzufragen.
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Durch die Erfindung werden die Abfragevorgänge der verschiedenen lndikationsstell
en einer Schalteinrichtung voneinander unabhängig und dadurch können diese verschiedenen
Indikationsstellen einer Schalteinrichtung mit unterschiedlicher Häufigkeit, also
unterschiedlicher Abfrageimpulsfrequenz abgefragt werden. Dabei ist es darüberhinaus
auch möglich, die Abfrageeinrichtung so zu gestalten, dass sie gleichartige Indikationsstellen
der verschiedenen Schalteinrichtungen gleichzeitig abfragt. - Gemäss der Erfindung
finden also die Abfragevorgänge für verschiedene Indikationsstellen Jeweils einer
Schalteinrichtung nacheinander und dadurch unabhängig voneinander statt, wodurch
die verschiedenen Indikationsstellen einer Schalteinrichtung verschieden oft, d.h.
mit unterschiedlicher Abfrageimpulsfrequenz abgefragt werden können.
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Der für die Abfrage erforderliche Aufwand kann auf eine grössere Anzahl
kleinerer Abfrageeinrichtungen mit kleineren Arbe itsbereichen (kleinere Anzahl
von abzufragenden Schalteinrichtungen) verteilt werden. Deren Leistungsfähigkeit
wird dadurch gesteigert, dass innerhalb Jeder der Schalteinrichtungen die darin
enthaltenen
Indikationastellen nur so oft abgetastet werden mUssen,
wie es hinsichtlich der Art der abzufragenden Schaltkennzeichen erforderlich ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nur in
wesentlich zu ihrem Verständnis beitragenden Bestandteilen dargestellt, worauf dieselbe
Jedoch keineswegs beschränkt ist.
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Im oberen Teil der Zeichnung sind drei Schalteinrichtungen X1, X2
und X3 dargestellt, bei denen es sich um sogenannte verbindungsindividuelle Schalteinrichtungen
handeln kann. Solche verbindungsindividuellen Schalteinrichtungen sind immer für
die Dauer einer Verbindung oder für die Dauer ihrer Herstellung oder eines Teiles
dieser Dauer ausschliesslich im Dienste dieser einen Verbindung bzw. Verbindungsherstellung
belegt. In der Regel ist anstelle von drei verbindungsindividuellen Einrichtungen
eine
sehr viel grössere Anzahl von diesen vorgesehen.
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Jede der verbindungsindividuellen Schalteinrichtungen, z.B. X7, weist
einen Eingang, z.B. M, und einen Ausgang N, auf. Die bei der verbindungsindividuellen
Schalteinrichtung X1 eingangsseitig angeschlossene Verbindungsleitung weist drei
Adern auf, wobei aie beiden Leitungsadern ma und mb ein Sprechadernpaar bilden,
wohingegen die Leitungsader mc einen Belegungsstrompfad darstellt. Ebenfalls ausgangsseitig
weist die angeschlossene Verbindungsleitung drei Leitungsadern auf, wobei die Leitungsdern
na und nb ein Sprechadernpaar bilden, während die Leitungsader nc einenPrüfstrompfad
für abgehende Belegungen andeutet.
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Mit den Leitungsadern ma, mc und na sind drei Wicklungen von Relais
Al, B1 und C1 einzeln verbunden. Das Relais B1 wird erregt und spricht an, wenn
die verbindungsindividuelle Schalteinrichtung X1 in an sich bekannter Weise eingangsseitig
geprüft und belegt wird. Das Relais Al wird impulsweise erregt und zwar bei Eintreffen
von Wahlimpulsserien. Das Relais C7 wird erregt, wenn über die ausgangsseitig angeschlossene
Verbindungsleitung eine Verbindung hergestellt ist und ein Meldekennzeichen beim
Melden eines angerufenen Teilnehmers eintrifft.
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Die verbindungsindividuellen Schalteinrichtungen X2 und X3 mögen in
gleicher Weise aufgebaut sein wie die verbindungsindividuelle Schalteinrichtung
X1. Wie für die verbindungsindividuelle Schalteinrichtung X1 im einzelnen dargestellt
ist, tragen die Relais Al, B7 und C1 Je einen Kontakt al, b1 und cl. ober diese
Kontakte signalisiert die verbindungsindividuelleSchalt einrichtung X1 ein Eintreffen
von Schaltkennzeichen, worunter die genannte eingangsseitige Belegung, eingangsseitig
eintreffende Wahlimpulse bzw. Wahlimpulsserien und das ausgangsseitig eintreffende
Meldekennzeichen zu verstehen sind. Entsprechendes gilt für die verbindungsindividuellen
Schalteinrichtungen X2 und X3.
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Die in der Zeichnung dargestellten verbindungsindividuellen Schalteinrichtungen
weisen also Empfangsschaltmittel für in ihnen
eintreffende Schaltkennzeichen
auf; in diesen verbindungsindividuellen Schalteinrichtungen werden Jedoch die empfangenen
Schaltkennzeichen nicht erkannt, sondern lediglich an eine ihnen gemeinsame Abfrageeinrichtung
D weitergeleitet. Die dargestellten Relais dienen also zum Empfang und zur Weiterleitung
von in den verbindungsindividuellen Schalteinrichtungen eintreffenden Schaltkennzeichen.
So wird z.B. mit Hilfe des Relais Al lediglich der Beginn und das Ende eines Jeden
Wahlimpulses festgestellt, wann eingangsseitig Zeichenzustand vorliegt und wann
nicht. Eine entsprechende Informatin hierüber wird mittels Kontakt al zur Abfrageeinrichtung
D weitergeleitet. Weder das Relais Al noch irgend ein anderes Relais in der verbindungsindividuellen
Schalteinrichtung vermag ein über die Leitungsader ma eintreffendes Schaltkennzeichen
hinsichtlich seiner Länge auszuwerten und als Wahlimpuls zu erkennen. Wahlimpulse
müssen bekanntlich eine zeitliche Länge aufweisen, die zwischen einem vorgegebenen
Minimalwert und einem vorgegebenen Maximalwert liegt. Kürzere Impulse sind als Störimpulse
zu werten und demgemäss zu unterdrücken, wohingegen längere Impulse z.B. als Schaltkennzeichen
zur Verbindungsauslösung vorgesehen sein können.
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Die Erkennung eines Schaltkennzeichens anhand seiner Dauer obliegt
nicht den verbindungsindividuellen Schalteinrichtungen X1 bis X3, sondern der Abfrageinrichtung
D.
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Die Abfrageeinrichtung D ist mit einer Anschalteeinrichtung K und
einer Steuereinrichtung L ausgestattet. Die Anschalteeinrichtung K soll einen Drehwähler
symbolisch andeuten. Vorzugsweise St aber anstelle eines Drehwählers eine Anschalteeinrichtung
vorgesehen, die aus elektromechanischen Relais oder aus entsprechenden elektronisch
arbeitenden Schaltelementen aufgebaut ist.
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Aus der Sicht der Abfrageeinrichtung weist jede der verbindungsindividuellen
Schalteinrichtungen X7 bis X3 eine Mehrzahl von Indikationsstellen auf, an denen
das Vorliegen einer eingangsseitigen Belegung, eines Wahlimpulses oder des Meldekennzeichens
angezeigt wird. Diese Indikationsstellen sind die Kontakte a7 bis c3. Alle diese
Indikationsstellen sind huber individuelle Strompfade mit Kontaktstellen kl bis
k9 der Anschalteeinrichtung K verbunden. Wie aus der Zeichnung zu erkennen ist,
sind
die verschiedenen Indikationsstellen der verbindungsindividuellen Schalteinrichtungen
X1 bis X3 völlig gleichartig an diese Kontaktstellen der Anschalteeinrichtung K
angeschlossen.
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Die Reihenfolge der Anschaltung der Indikationsstellen an die Kontaktstellen
kann auch in Jeder beliebigen anderen Weise gewählt werden. Ferner kann auch eine
Indikationsstelle zugleich an mehr als eine Kontaktstelle angeschlossen werden,
wodurch eine solche Indikationsstelle entsprechend öfter abgetastet wird.-Die Anschalteeinrichtung
K kann von der Steuereinrichtung L so gesteuert werden, dass der Schaltarm k den
gemeinsamen Schaltpunkt kd einzeln nacheinander mit den Kontaktstellen kl bis k9
verbindet. In Abweichung hiervon kann die Steuereinrichtung L die Anschalteeinrichtung
K auch so steuern, dass deren Schaltarm k von einer Kontaktstelle, z.B. kl, ausgehend
einige der Kontaktstellen, z.B. k2 bis k4, überläuft,um dann auf einer nächsten
Kontaktstelle vorübergehend zu verharren, um dieselbe mit dem gemeinsamen Kontaktpunkt
kd vorübergehend zu verbinden.
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Noch mehr ins Detail gehende Einzelheiten über die Arbeitsweise der
Anschalteeinrichtung und die Reihenfolge der von ihr jeweils kurzzeitig hergestellten
Verbindungen zwischen Kontaktstellen einerseits und ihrem Kontaktpunkt kd andererseits
werden weiter unten noch im einzelnen beschrieben.
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Im unteren Teil der Zeichnung ist die bereits erwähnte Abfrageeinrichtung
D dargestellt. Sie weist einen aus einer grösseren Anzahl von Speichereinheiten
hl bis hn bestehenden Speicher H auf, dessen Speichereinheiten den durch die Kontakte
al bis c3 der verbindungsindividuellen Schalteinrichtungen gebildeten Indikationsstellen
einzeln zugeordnet sind. So mögen z.B. die Speichereinheiten hl bis h3 den aus den
Kontakten al bis cl bestehenden Indikationsstellen der verbindungsindividuellen
Schalteinrichtung X1 zugeordnet sein. Die Speichereinheit h4 möge z.B. der durch
den Kontakt a2 gebildeten Indikationsstelle der verbindungsindividuellen Schalteinrichtung
X2 zugeordnet sein.
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Die Abfrageeinrichtung D weist ausserdem eine Schreibeinrichtung E
und eine Leseeinrichtung G auf. Die Schreibeinrichtung E dient zur Einspeicherung
von Abfrageergebnissen, die die Abfrageeinrichtung
D mit Hilfe
der Steuereinrichtung L und mit Hilfe der Anschalteeinrichtung K von den zugeordneten
Indikationsstellen abrupt. Die Leseeinrichtung G dient zur Ausspeicherung von in
den Speichereinheiten gespeicherten Abfrageergebnissen.
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Die Speichereinheiten weisen Jeweils eine Mehrzahl von Speicher.
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zellen auf, von denen Jede zur Speicherung von ein bit ausgelegt ist.
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Zunächst sei davon ausgegangen, dass die Anschalteeinrichtung K mit
ihrem Schaltarm k den gemeinsamen Schaltpunkt kd einzeln nacheinander und in zyklischer
Reihenfolge mit den Kontaktstellen kl bis k9 - und dann wieder neu bei kl beginnend
- verbindet. Da die Steuereinrichtung L gemeinsam für die Anschalteeinrichtung K
und die Abfrageeinrichtung D vorgesehen ist, steuert die Schreibeinrichtung E Einspeichervorgänge
immer zu den denJenigen Indikationsstellen entsprechenden Speichereinheiten, die
über die Jeweils zugeordnete Kontaktstelle mittels des Schaltarmes k der Anschalteeinrichtung
K über den Schaltpunkt kd mit der Schreibeinrichtung E verbunden sind. Die augenblickliche
Einstellung des Schaltarmes kd entspricht also immer der Einstellung von Einspeicherstromkreisen
1 der Schreibeinrichtung E und Ausspeicherstromkreisen 2 der Leseeinrichtung G.
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Die Abfrageeinrichtung D tastet die Indikationsstellen in regelmässiger
Folge mit Abfrageimpulsen ab und gewinnt hierbei den Abfrageimpulsen entsprechende
bfrageergebnisse, die Jeweils eine von zwei verschiedenen Wertigkeiten aufweisen
können, Ist z.B. das Relais Al aufgrund eines eintreffenden Wahlimpulses angesprochen
und sein Kontakt al infolgedessen geschlossen, so gewinnt die Abfrageeinrichtung
bei einem zu diesem Zeitpunkt erfolgenden Abfragevorgang ein Abfrageergebnis mit
einer Wertigkeit (zweite Wertigkeit), die sich von der bei Nichtvorliegen eines
Wahlimpulses (Kontakt a7 geöffnet) ermittelten Wertigkeit (erste Wertigkeit) unterscheidet.
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Es sei nun angenommen, dass in der verbindungsindividuellen Schalteinrichtung
X1 ein Wahlimpuls eintrifft. Demgemäß spricht
das Relais Al an
und schliesst seinen Kontakt al. Bei den Abfragevorgängen, die vor der Schliessung
des Kontaktes al stattgefunden haben, ermittelt die Abfrageeinrichtung D Abfrageergebnisse
mit der ersten Wertigkeit und speichert diese Abfrageergebnisse an entsprechender
Stelle in der Speichereinheit hl. Wird nun zwischen zwei aufeinanderfolgenden Abfragevorgängen
der Kontakt al aufgrund eines eintreffenden Wahlimpulses geschlossen, so ermittelt
die Abfrageeinrichtung beim nächsten Abfragevorgang ein Abfrageergebnis mit der
zweiten Wertigkeit. Dieses Abfrageergebnis wird über den Signalweg 1 in der der
Indikationsstelle Kontakt al entsprechenden Speichereinheit hl eingespeichert. Zugleich
wird dieses Abfrageergebnis mit der zweiten Wertigkeit einem Vergleicher V angeboten.
Ausserdem wird mit Hilfe der Leseeinrichtung G über den Signalweg 2 derjenige Teil
des Speicherinhaltes der Speichereinheit hl ausgelesen und zum Vergleicher V übertragen,
der den letzten beiden vorausgehenden Abfragevorgängen für die Indikationsstelle
Kontakt al zugeordnet ist. Der Vergleicher V erhält also ausser dem neuesten Abfrageergebnis
mit der zweiten Wertigkeit die vorausgehenden beiden Abfrageergebnisse, die beide
die erste Wertigkeit aufweisen. Der Vergleicher V erkennt hieran, dass an der Kontaktstelle
k7 Erdpotential aufgetreten ist. Da es sich hierbei jedoch auch anstatt um einen
Wahlimpuls nur um einen Störimpuls handeln kann, wird das Auftreten von Erdpotential
an der Kontaktstelle kl noch nicht als Beginn eines Schaltkennzeichens gewertet.
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3eim nächsten Abfragevorgang für die Indikationsstelle Kontakt 1 wird
wieder ein Abfrageergebnis mit der zweiten Wertigkeit 3gewonnen und mit Hilfe der
Schreibeinrichtung E in der dem Kon-Wakt al entsprechenden Speichereinheit gespeichert.
Hierbei ber-;rägt die Leseeinrichtung G wieder die Abfrageergebnisse der weiden
vorausgegangenen Abfragevorgänge; eines dieser Abfrageergebnisse weist die erste
Wertigkeit und das andere die zweite tertigkeit auf. Auch das Vorliegen von nunmehr
zwei aufeinanderfolgenden Abfrageergebnissen mit jeweils der zweiten Wertigeit wird
vom Vergleicher V noch nicht als der Beginn eines
eintreffenden
Schaltkennzeichens gewertet. Erst beim dritten Abfragevorgang für die Indikationsstelle
Kontakt al werden dem Vergleicher V drei Abfrageergebnisse angeboten, die alle drei
die zweite Wertigkeit aufweisen. Hieraus erkennt der Vergleicher V den Beginn eines
Schaltkennzeichens. Ein entsprechendes Kriterium hierfür wird an einer hierfür vorgesehenen
Stelle in der Speichereinheit hl eingespeichert.
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In an sich bekannter Weise wird nun mit Hilfe eines Zeitmessvorganges
die Dauer des bei der Indikationsstelle Kontakt al eintreffenden Schaltkennzeichens
abgemessen, dessen Beginn auf die zuvor beschriebene Weise von der Abfrageeinrichtung
D festgestellt worden ist. Das Ende dieses Schaltkennzeichens wird in einer der
Erkennung seines Beginnes entsprechenden Weise mit Hilfe der Abfrageeinrichtung
D ermittelt.
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Die mehrmalige Abfrage einer Indikationsstelle und die gemeinsame
Wertung von aufeinanderfolgenden Abfrageergebnissen dient bekanntlich der Erkennung
und Unschädlichmachung von Störimpulsen. Treffen also nach einer Folge von Abfrageergebnissen
mit der ersten Wertigkeit bei zwei nächsten Abfragevorgängen Abfrageergebnisse mit
der zweiten Wertigkeit auf und danach wieder ein Abfrageergebnis mit der ersten
Wertigkeit, so handelt es sich bei diesen Abfragevorgängen nicht um den Beginn eines
Schaltkennzeichens; die beiden Abfrageergebnisse mit der zweiten Wertigkeit werden
nicht gewertet. - Die Anzahl von aufeinanderfolgenden Abfrageergebnissen gleicher
Wertigkeit, aufgrund deren der Vergleicher den Beginn bzw. das Ende eines eintreffenden
Schaltkennzeichens mit Bestimmtheit erkennt, wird auch als kritische Anzahl von
aufeinanderfolgenden Abfrageergebnissen bezeichnet.
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Im Folgenden geht die Beschreibung näher auf erfindungsgemässe Besonderheiten
des beschriebenen Ausführungsbeispieles ein. -Die Abfrageeinrichtung D ist zusammen
mit ihrer Steuereinrichtung L und der Anschalteeinrichtung K dazu eingerichtet,
jede der Indikationsstellen verschieden oft abzufragen. Die Abfrageimpulsfrequenz
der verschiedenen Indikationsstellen ist also
verschieden hoch.
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Wie bereits weiter oben ausgeführt wurde, dient in der verbindungsindividuellen
Schalteinrichtung X1 der Kontakt al zur Weitergabe von Wahlimpulsen, die über die
eingangsseitig an diese verbindungsindividuelle Schalteinrichtung angeschlossene
Leitung empfangen werden. Der Kontakt bl dient zur Weitergabe des Belegungskennzeichens
bei eingangsseitiger Belegung der verbindungsindividuellen Schalteinrichtung X1.
Der Kontakt cl dient zur Weitergabe eines über die ausgangsseitig an die verbindungsindividuelle
Schalteinrichtung X1 angeschlossene Verbindungsleitung rückwärts übertragenen Meldekennzeichens.
Diese drei Schaltkennzeichen (Wahlimpuls, Belegungskennzeichen, Meldekennzeichen)
sind verschieden lang. Wahlimpulse haben eine kürzeste Dauer von ca. 40 Millisekunden.
Das Meldekennzeichen t"Beginnzeichen") besteht aus einem Impuls von 120 Millisekunden.
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Das Belegungskennzeichen besteht praktisch aus einem blossen Wechsel
des Schaltzustandes des Belegungsstrompfades mc; bei der Belegung spricht das Relais
B1 an und bleibt angesprochen bis zur Verbindungsauslösung.
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Unter den drei genannten Schaltkennzeichen ist also der Wählimpuls
das kürzeste Schaltkennzeichen; das Meldekennzeichen ist wesentlich länger als ein
Wahlimpuls; das Belegungskennzeichen ist gegenüber dem Meldeimpuls noch sehr viel
länger, und zwar ohne zeitliche Begrenzung. Demgemäss muss ein Wahlimpuls innerhalb
von wenigstens 40 Millisekunden von der Abfrageeinrichtung D erkannt worden sein.
Ein Meldekennzeichen muas von der Abfrageeinrichtung D innerhalb von wenigstens
120 Millisekunden erkannt worden sein. Ein Belegungskennzeichen muss innerhalb von
etwa 500 Millisekunden erkannt worden sein, damit die nach einer Belegung einer
verbindungsindividuellen Schalteinrichtung eintreffenden Wahlimpulse ordnungsgemäss
verarbeitet werden können.
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Wie bereits ausgeführt wurde, kann die Anschalteeinrichtung K von
der Steuereinrichtung L so gesteuert werden, dass deren Schaltarm k von einer Kontaktstelle,
z.B. kl, ausgehend einige
der Kontaktstellen, z.B. k2 bis k3, überläuft,
um dann auf einer nächsten Kontaktstelle, z.B. k4, wieder vorübergehend zu verharren,
um dieselbe mit dem gemeinsamen Kontaktpunkt kd vorübergehend zu verbinden. Die
Reihenfolge, in der die Anschalteeinrichtung K die Abfrageeinrichtung D einzeln
nacheinander mit den Indikationsstellen (Kontakte al bis c3) verbindet, ist in einem
der Steuereinrichtung L zugeordneten Speicher S niedergelegt.
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Die Indikationsstellen (Kontakte al bis c3) der verbindungsindividuellen
Schalteinrichtungen X1 bis X3 sind in drei Gruppen eingeteilt. Eine erste Gruppe
umfasst die Kontakte al, a2 und a3. Eine zweite Gruppe umfasst die Kontakte cl,
c2 und c3. Eine dritte Gruppe umfasst die Kontakte bl, b2 und b3. Die Indikationastellen,
z.B. al bis cl, Jeweils einer verbindungsindividuellen Schalteinrichtung, z.B. X1,
gehören also teils der einen Gruppe teils der anderen Gruppe und teils der dritten
Gruppe an. Für die Abfrageeinrichtung D ist nun ein im Speicher S niedergelegter
Gesamt-Abfragezyklus vorgesehen, in welchem die Indikationastellen der verschiedenen
Gruppen in einer solchen Reihenfolge der Gruppen abgetastet werden, bei der die
Indikationsstellen der verschiedenen Gruppen unterschiedlich viele Male abgetastet
werden. Hierfür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Eine dieser Möglichkeiten
ist folgende: al, a2, a3, cl, al, a2, a3, c2, al, a2, a3, c3, bl, al, a2, a3, c7,
al, a2, a3, c2, al, a2, a3, c3, b2, al, a2, a3,.ci, al, a2, a3, c2, al, a2, a3,
c3, b3, al, In dem zuvor angegebenen Gesamt-Abfragezyklus ist also die Reihenfolge
der Indikationsstellen angegeben, in der sie von der Abfrageeinrichtung D abgefragt
werden. Hierzu wird die Anschalteeinrichtung K von der Steuereinrichtung L in entsprechender
Weise gesteuert. Da es sich bei der Anschalteeinrichtung K nicht um einen Drehwähler
handeln muss, sondern um eine entsprechende aus elektromagnetischen Relais oder
aus entsprechenden elektronisch arbeitenden Schaltmitteln aufgebaute Anschalteeinrichtung,
bedingt das Überlaufen von Kontaktstellen keinen wesentlichen zusätzlichen Zeitaufwand.
- Wie bereits ausgeführt wurde, steuert
die Steuereinrichtung L
einerseits die Anschalteeinrichtung K und andererseits die Schreibeinrichtung E
und die Leseeinrichtung G synchron. Dadurch bleibt die Zuordnung der Einspeichervorgänge
und Ausspeichervorgänge zu der Jeweils betreffenden Indikationsstelle mit Sicherheit
erhalten.
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Der zuvor angegebene Gesamt-Abfragezyklus umfasst also eine Mehrzahl
von Abfragezyklen, die Jeweils einerGruppe von Indikationsstellen entsprechen. Diese
Abfragezyklen lauten "a7, a2, a3", "cl, c2, c3" und "bl, b2, b3". Die Abfragezyklen
der verschiedenen Gruppen von Indikationsstellen sind in dem weiter oben angegebenen
Gesamt-Abfragezyklus unterschiedlich viele Male vorgesehen. Der in dem Gesamt-Abfragezyklus
häufiger wiederholt abgewickelte Abfragezyklus al, a2, a3" ist in den im Gesamt-Abfragezyklus
weniger oft wiederholt abgewickelten Abfragezyklus "cl, c2, c3" eingelagert; dieser
letztgenannte Abfragezyklus ist in den im Gesamt-Abfragezyklus nur einmal abgewickelten
Abfragezyklus bl, b2, b3" wiederum eingelagert. - Wie aus der Darstellung des weiter
oben angegebenen Gesamt-Abfragezyklus hervorgeht, wiederholt sich dieser Gesamt-Abfragezyklus
kontinuierlich. Die an seinem Ende stehende Angabe "al" n ist identisch mit der
an seinem Anfang stehenden Angabe 11a1".
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Die in der Zeichnung dargestellte Abfrageeinrichtung kann in an sich
bekannter Weise auch so ausgebildet werden, dass sie zugleich immer zwei oder mehr
Indikationsstellen abfragt. Hierbei ist jedoch berücksichtigt, dass gleichzeitig
immer nur Indikationsstellen ein und derselben Gruppe von Indikationsstellen abgefragt
werden. Aus dem weiter oben im einzelnen angegebenen Abfragezyklus resultiert, dass
die verschiedenen Indikationsstellen mit unterschiedlicher Abfrageimpulsfrequenz
abgefragt werden.
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Während der Dauer eines Gesamt-Abfragezyklus wird jeder der Kontakte
al, a2 und a3 Jeweils neunmal, jeder der Kontakte cl bis 3 Je dreimal und jeder
der Kontakte bl bis b3 je einmal abgefragt. Diese unterschiedlichen Abfrageimpulsfrequenzen
entsprechen ungefähr den zeitlichen Forderungen für die Schaltkennzeichenerkennung.
Erfolgt in jeder Millisekunde ein Abfragevorgang, so wird jeder der Kontakte al
bis a3 etwa alle 4 bis 5
Millisekunden, jeder der Kontakte cl bis
c3 alle 12 bis 13 Millisekunden und jeder der Kontakte b7 bis b3 alle 39 bis 40
Millisekunden abgefragt. Dies entspricht den technischen Erfordernissen für die
Aufnahme der über die Kontakte al bis c3 weitergegebenen verschiedenen Schaltkennzeichen.
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4 Patentansprüche 1 Figur