DE2744005B1 - Vorrichtung zur Erkennung und Auskopplung von Nachwahlimpulsen - Google Patents
Vorrichtung zur Erkennung und Auskopplung von NachwahlimpulsenInfo
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Description
- Für Datenübertragung mittels Impulsauswertung sind aus der Literatur bekannt, z. B. Marko, H., Sy- stemtechnik der DUe auf Fernsprechleitungen; Nachrichtentechnische Fachberichte 19 (1960), Verlag Vieweg und Sohn.
- Hierbei werden bei Betätigung der Wählscheibe während eines Gespräches die Teilnehmerleitungen kurzgeschlossen. Dies bewirkt auch einen Kurzschluß des Speisestromes der Sprechkapseln. Die Folge davon sind Knackstörungen, die auch noch beim angerufenen Teilnehmer hörbar sind. Die Wählimpulse werden in einem festgelegten zeitlichen Raster abgegeben, das auch für die Knackimpulse gilt. Dadurch ist mit entsprechenden Detektionsverfahren eine Erkennung der Wählzeichen möglich. Dieses Verfahren ist aber sehr störanfällig, da Wählergeräusche, verursacht durch den Aufbau anderer Verbindungen, genau dieselben Bedingungen erfüllen. Nachteilig ist ferner, daß die Datenübertragung aufgrund der Wählergeräusche und Übersprechen unsicher und störanfällig ist.
- Aus der DE-OS 1762623 ist ein Verfahren zur Datenfernübermittlung im öffentlichen Fernsprechnetz beschrieben, bei dem der Teilnehmer im Anschluß an den Aufbau der Leitungsverbindung, jedoch vor Rückgabe des Wählendezeichens und des Beginnzeichens durch weiteres Betätigen des Nummernschalters oder Tastwählers zusätzliche Informationen in Form von numerischen oder nichtdekatischen Steuerbefehlen an den Angerufenen übermittelt. Der Nachteil ist hierbei, daß eine Auswertung von Nachwahlimpulsen nach Wählendezeichen nicht möglich ist.
- Schließlich ist aus »Neuzeitliche Fernsprechvermittlungstechnik«, Woller/Sobotta 1968, S. 27/ 28, ein Dialogsystem mit dem Telefon bekannt, das nach dem Verfahren der Wähltonübertragung (MFV) arbeitet.
- Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der die Dateneingabe über eine Wählscheibe und die Auswertung bei einem beliebigen Teilnehmer möglich ist.
- Erfindungsgemäß sind zur Lösung dieser Aufgabe die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 und des im folgenden Unteranspruchs vorgesehen.
- Der Vorteil der Erfindung besteht insbesondere darin, daß, im Gegensatz zu Einrichtungen, die die impulsförmige t)bertragung der Wählsignale auswerten, hiermit eine Auswertung der Gleichstromsignale erfolgt. Damit ist eine wesentlich höhere Übertragungssicherheit gewährleistet. Die Wählsignalerkennung erkennt die Erdimpulse auf der a-Ader der Fernsprechschleife in der Amtsübertragung (AUe), überprüft sie auf korrekte Tastverhältnisse und speicher die erkannten Wähleingaben und übergibt sie einer Datenverarbeitungsanlage bzw. einem Rechner.
- Hierdurch ist auch nach Aufbau der Fernsprechverbindung eine Auswertung von Wählimpulsen möglich, die somit zur einfachen Datenübertragung benutzt werden können. Dazu ist es jedoch erforderlich, daß die angerufene Zentralstelle die Eigenschaften einer Durchwahl-Nebenstellenanlage besitzt.
- Ein Ausführungsbeispiel ist folgend beschrieben und durch Skizzen erläutert. Es zeigt Fig. 1 das Prinzip der Datenübertragung nach dem Impulswahl-Verfahren, Fig. 2 die Prinzipschaltung für eine Wählsignalerkennung und Auskopplung, Fig. 3 eine Zusatzschaltung zur Auskopplung von Nachwahlimpulsen aus einer Amtsübertragung in einer Durchwahl-Nebenstellenanlage, Fig. 4 Impulsdiagramme.
- Bei der in Fig. 1 dargestellten Datenübertragung nach dem Impulswahl-Verfahren erfolgt die Dateneingabe des Teilnehmers A über die Wählscheibe eines Fernsprechapparates 1 und über die Ortsvermittlungsstelle (OVST) 2 (z. B. dem Ortswahlsystem 55 V), von wo die Signale der eingegebenen Daten über die a-Ader der Fernsprechschleife 8 (siehe Fig. 2) bis zur Amtsübertragung 4 (AUe) in eine Durchwahl-Nebenstellenanlage 4 zur Wählsignalerkennung 5 (siehe auch Fig. 2) und einer Datenverarbeitungsanlage bzw. einem Rechner 6 einer Auskunftzentrale 7 gelangen. Nach Prüfung der von der Wählsignalerkennung 5 erkannten Erdimpulse auf korrekte Tastverhältnisse und Speicherung der erkannten Wähleingaben werden diese der Datenverarbeitungsanlage bzw. dem Rechner 6 übergeben. Von hier aus erfolgt dann der Dialog mit dem Teilnehmer A am Fernsprechapparat 1.
- Die in Fig. 2 ersichtliche Prinzipschaltung für eine Wählsignalerkennung 5 und Auskopplung erläutert den Signalfluß der Nachwahlimpulse vom Amtsnetz bzw. der a-Ader der Fernsprechschleife 8 bis zu einer Datenverarbeitungsschnittstelle 9 (Teilnehmer B).
- Dabei werden die Nachwahlimpulse durch eine Zusatzschaltung (siehe Bild 3) in der Amtsübertragung 3 (AUe) einer privaten Durchwahl-Nebenstellenanlage 4 (Teilnehmer B) ausgekoppelt und nach einer galvanischen Trennung über einen Optokoppler 14 (siehe Fig. 3) der Ankopplung 10 der Wählsignalerkennung 5 zugeführt. Nach Prüfung auf richtige Tastverhältnisse 11 wird die dabei empfangene Zahl gespeichert 12 und der Datenverarbeitungsanlage bzw.
- dem Rechner 6 (siehe Fig. I) gemeldet.
- In Fig. 3 ist eine in Fig. 2 bereits erwähnte Zusatzschaltung zur Auskopplung von Nachwahlimpulsen aus einer Amtsübertragung (AUe) 3 in einer Durchwahl-Nebenstellenanlage 4 (Teilnehmer B) (auch in Fig. 1 und 2 ersichtlich) dargestellt. Dabei werden die durch Nachwahlimpulse ausgelösten Spannungsänderungen an einem Frittungswiderstand 13 in der Amtsübertragung 3 erkannt und ausgewertet. Die in der Figur gezeigte Schaltung schützt die Ankopplung 10 (Fig. 2) vor Störungen und ermöglicht eine galvanische Trennung durch einen darin angeordneten Optokoppler 14.
- Die in Fig. 4 dargestellten Impulsdiagramme sind Signale, die an den verschiedenen Stellen der aus den Fig. 1 und 2 ersichtlichen Datenübertragungsstrecke vorhanden sind. Die Schleifenunterbrechung 15 erfolgt durch die Datenangabe mit der Wählscheibe des Fernsprechapparates 1 des Teilnehmers A (Fig. 1).
- Dabei ist das von der Wählsignalerkennung 5 bzw.
- Prüfung auf Tastverhältnisse 11 überwachte Impulsverhältnis 3:2. Die Schleifenunterbrechung 15 wird in der Ortsvermittlungsstelle OVST 2 in Erdimpulse (0 Volt) auf der a-Ader 16 umgesetzt, wobei sie am Frittungswiderstand 13 als Spannungssprünge 17 auftreten (z. B. A = 30 Volt).
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur Erkennung und Auskopplung von als Nachwahlimpuls während der Dateneingabe auf der a-Ader der Fernsprechschleife vorhandenen Erdimpulse nach dem Impulswahl-Verfahren in der Amtsübertragung einer Durchwahl-Nebenstellenanlage im öffentlichen Fernsprechnetz, dadurch gekennzeichnet, daß diese Nachwahlimpulse nach Verbindungsaufbau und nach Wahlende bzw. Beginnzeichen hochohmig ausgekoppelt werden und nach Prüfung auf Störung und korrekte Tastverhältnisse (tal) gespeichert und auf Datenleitungen an eine Datenverarbeitungsanlage bzw. einen Rechner (6) gegeben werden.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auskopplung der Nachwahlimpulse durch Strommessung erfolgt.Die Erfindung befaßt sich mit einer Vorrichtung zur Erkennung und Auskopplung von Nachwahlimpulsen nach dem Impulswahl-Verfahren in der Amtsübertragung einer Durchwahl-Nebenstellenanlage im öffentlichen Fernsprechnetz.Mit dem heute üblichen und aus der Praxis bekannten Telefonnetz können derzeit fast ausschließlich weltweit individuelle fernmündliche Kommunikationen zwischen zwei Teilnehmern ausgeführt werden.Darüber hinaus ist als bisher einzige Kommunikationserweiterung (allerdings für den Teilnehmer in stark vereinfachter Form) der Fernsprechansagedienst bekannt, bei dem das Telefon als Terminal für ein sich der Sprache als Ausgabemedium bedienendes Informationssystem eingesetzt wird; bekannt in Form von Zeitansage, Wetterbericht, Küchenrezepte u. a.In dieser Anwendungsform wird das Telefon zum Abruf von im allgemeinen festen, analog gespeicherten Texten als Informationen benutzt, bei der diese in akustischer Form dem Benutzer (Abrufer) übermittelt werden. Hierbei ist die Anzahl der unterschiedlichen Dienste gering. Der Teilnehmer hat keine Möglichkeit, die Art, den Umfang und die zeitliche Reihenfolge der ihm übertragenen Informationen zu beeinflussen.Der derzeitige Stand der Technik erlaubt es, das Telefon auch als interaktives Terminal eines integrierten Informations- und Kommunikationssystem einzusetzen, über das der einzelne Teilnehmer mit einem Rechner in Verbindung treten und gezielte Auskünfte im Dialog erhalten kann. Ein derartiges System ist auf dem derzeitigen Telefonsystem aufbaubar; besser geeignet für eine entsprechende Modifizierung und Erweiterung sind jedoch die elektronisch gesteuerten Wählsysteme (EWS) zusammen mit Tastwahlgeräten.Dabei stehen für private Haushalte folgende Kommunikationsformen und Informationsdienste im Vordergrund: - die das Informationsangebot und den Zugriff für den Benutzer verbessern bzw. ermöglichen, - die auch von Ungeübten leicht handhabbar sind, - die keine Änderungen am bestehenden Fernsprechnetz erfordern, - die im einfachsten Fall die Wählscheibe oder Wähltastatur des Fernsprechers als Terminal zur Informationseingabe benutzten, - die im einfachsten Fall zur Informationsausgabe an den Benutzer synthetisch erzeugte Sprache gebrauchen und kein Zusatzgerät beim Fernsprechteilnehmer erfordern, - die mit einer Zusatzeinrichtung beim Fersprechteilnehmer die Kopplung zwischen dessen Fernsprecher und Fernsehgerät ermöglichen und dadurch eine optische Ausgabe von Texten und Bildern erlauben.Für umfassende, individuelle, aktuelle und variable Textausgaben ist eine rechnergesteuerte synthetische Spracherzeugung Voraussetzung. Im Dialog mit der Auskunftzentrale, bei dem die Dateneingabe über die Wählscheibe oder Wähltastatur erfolgt, kann der Teilnehmer spezielle Detailinformationen abrufen.Dabei gelangen die vom Teilnehmer eingegebenen Wählsignale über das öffentliche Fernsprebhnetz in die Auskunftzentrale, wo sie zunächst zur Wählsignalerkennung gehen. Von dort laufen die Signale zu einem Rechner (eventuell mit Zugriff auf weitere Datenbestände), die über einen Vocoder (synthetische Spracherzeugung) akustische Informationen über das öffentliche Fernsprechnetz an den Benutzer geben.Zum Beispiel gibt ein aus der Literatur (NTZ Nr. 10/1977) bekanntes, für eine automatisierte Fahrgastkommunikation eingerichtetes Pilotsystem Auskünfte über Zugverbindungen zu ca. 300 Zielorten. Dabei ist der Funktionsablauf etwa folgender: - Teilnehmer wählt Rufnummer der Auskunftzentrale, - Zentrale meldet sich mit synthetisch erzeugter Sprache und fordert Dialog vom Teilnehmer, die für die Auskunft notwendigen Daten; für die Eingabe des Fahrzieles, z. B. die Wahl der entsprechenden Postleitzahl, - Teilnehmer wählt mit Postleitzahl den Zielort (z. B. die Ziffernfolge 7-9-90), - Eingabe wird durch Auskunftzentrale im Klartext bestätigt und weitere Daten werden angefordert, z. B.»Ihr Zielort ist......bitte geben Sie Ihre gewünschte Abfahrtszeit ein «, - Teilnehmer gibt Ziffernfolge für Abfahrtszeit und im Dialog alle weiteren erfragten Daten ein, - Auskunftzentrale wählt aus den Datenbeständen die günstigste Zugverbindung aus und übermittelt sie dem Teilnehmer (Anrufer).Nachteilig sind hierbei die technischen Probleme in der Erkennung der eingegebenen Ziffern; in der Erzeugung der auszugebenden Sprache und in der Abwicklung des Dialogs auch bei Fehleingaben des Benutzers.Von den bisher bekannten und üblichen Fernspredhgeräten bestehen für eine Kommunikation zwischen Teilnehmer bzw. Benutzer und Betriebssteuerzentrale die folgenden Möglichkeiten: - Sprachkommunikation, codierte Eingabe über Wählscheibe und rechnergesteuerte Sprachausgabe, - codierte Eingabe über Tastwahl und rechnergesteuerte Sprachausgabe.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772744005 DE2744005B1 (de) | 1977-09-30 | 1977-09-30 | Vorrichtung zur Erkennung und Auskopplung von Nachwahlimpulsen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772744005 DE2744005B1 (de) | 1977-09-30 | 1977-09-30 | Vorrichtung zur Erkennung und Auskopplung von Nachwahlimpulsen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2744005B1 true DE2744005B1 (de) | 1978-11-02 |
Family
ID=6020296
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772744005 Ceased DE2744005B1 (de) | 1977-09-30 | 1977-09-30 | Vorrichtung zur Erkennung und Auskopplung von Nachwahlimpulsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2744005B1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2840845A1 (de) * | 1978-09-20 | 1980-04-03 | Licentia Gmbh | Verfahren zum auf- bzw. abbau einer verbindung zwischen einem fernsehgeraet und einer bildschirmtextdatenbank |
| AT400651B (de) * | 1992-10-08 | 1996-02-26 | Latzel Johannes Dr | Anordnung zur drahtlosen übertragung von codierten informationssignalen |
-
1977
- 1977-09-30 DE DE19772744005 patent/DE2744005B1/de not_active Ceased
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2840845A1 (de) * | 1978-09-20 | 1980-04-03 | Licentia Gmbh | Verfahren zum auf- bzw. abbau einer verbindung zwischen einem fernsehgeraet und einer bildschirmtextdatenbank |
| AT400651B (de) * | 1992-10-08 | 1996-02-26 | Latzel Johannes Dr | Anordnung zur drahtlosen übertragung von codierten informationssignalen |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8235 | Patent refused |