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Verfahren zum Ändern der Kühlkapazität eines trockenen Turmes und
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Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens.
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ändern der Kühlkapazität
eines trockenen Turmes und eine Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens. Dies
geschieht dadurch, daß auf den Umlauf des zu kühlenden Strömungsmittels wesentlich
eingewirkt wird.
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Das zu kühlende Strömungsmittel wird den Kühlelementen des Turmes
über eine Zuführungssammelleitung zugeleitet und anschließend über eine Abführungssammelleitung
zu einer Arbeitseinrichtung weitergegeben, die das Strömungsmittel erwärmt.
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Die Zuführungs- und die Abführungsleitungen sind in bekannter zwei
se über einen Nebenschlußkreis miteinander verbunden. Dies gestattet eine Regelung
der Ter.peratur des Strömungsmittels an Susæart der Abführungsleitung und damit
am Eingang der Arbeitseinrichtung.
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Beim Verfahren und der Vorrichtung nach der Erfindung wird der Nebenschlußkreis
beibehalten und es werden neue Mittel eingesetzt, um die Kühlkapazität des Turmes
in großem Umfang zu verändern.
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Insbesondere wird eine Verringerung der Kühlkapazität zugelassen,
falls die Temperatur am Ausgang des Turmes über einem bestimmten kritischen Wert
bleiben soll, an dem zum Beispiel eine Zustandsänderung des Arbeitsmittels eintritt.
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Mit der Erfindung läßt sich eine Abkühlung von heißem Arbeitsmittel
um tiefere Temperaturen von Kühlluft sicherstellen, als es
allein
mit Verwendung des Nebenschlußkreises möglich wäre, ohne daß dabei die Gefahr besteht,
daß die Temperatur des abgekühlten Arbeitsmittels unter eine kritische Schwelle
sinkt.
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Umgekehrt gestattet die Erfindung auch eine Wiedererhöhung der Kühlkapazität
des Turmes zum Beispiel im Fall einer Erhöhung der Temperatur der Kühlluft bis auf
einen Maximalwert, der einer Außerbetriebsetzung der erfindungsgemäßen Einrichtungen
und dem vollständigen Schließen des Nebenschlußkreises entspricht.
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Gemaß der vorliegenden Erfindung ist das Verfahren zum Ändern der
Kühlkapazität eines trockenen Turmes, der Kühlelemente enthält, die ihrerseits mit
zu kiihlendem Arbeitsmittel beschickt werden, das von einem an den Ausgang einer
Wärmequelle angeschlossenen Zuführungssammler zugeführt wird, wobei die Kühlelemente
unter anderem an ihrem Austrittsende mit einer Abführungssammelleitun verbunden
sind, die zum Eingang der Warmequelle führt,und wobei ein Nebenschlußkreis zwischen
dem Zuführungs- und dem Abführungssammler vorgesehen ist, um schließlich einen Teil
des Arbeitsmittels umzuleiten, das normalerweise durch die Kühlelemente durchtreten
müßte, dadurch gekennzeichnet, daß man in bestimmten von mindestens einigen der
Kühl ~ elemente eine zusätzliche regelbare Menge eines Arbeitsmittels umlaufen läßt,
bis die Temperatur des in diesen Elementen gekühlten Arbeitsrnittels bis auf eine
kritische Schwelle abzufallen neigt.
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Die Erfindung betrifft ebenso eine Vorrichtung zum Durchführen dieses
Verfahrens. Gemäß dieser zweiten Ausführungsform der Erfindung ist die Vorrichtung
zum Ändern der Kühlkapazität eines trockenen Turmes, der Kühlelemente enthält, deren
Eintrittsende an eine Zuführungssammelleitung und deren Austritt sende an eine Abführungssammelleitung
angeschlossen ist, die mit dem Ausgang bzw. dem Eingang einer Einrichtung in Verbindung
stehen, in der ein Arbeitsmittel erwärmt wird, wobei die Sammelleitungen durch einen
einen Schieber enthaltenden Nebenschlußkreis miteinander verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß an die Zuführungssammelleitung ein mit den Kühlelementen verbundener
Kreis angeschlossen ist, um den Durchlauf in mindestens einem Teil dieser Kühlelemente
zu
verändern.
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Verschiedene andere Charakteristika der Erfindung ergeben sich im
übrigen aus der sich nun anschließenden ins einzelne gehenden Beschreibung.
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Die Ausführungsformen der Erfindung werden nun an nicht beschränkenden
Beispielen in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellt.
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In diesen ist: Fig. 1 die Seitenansicht einer Anlage und eines Kühlturmes
für ein in dieser Anlage aufgeheiztes Arbeitsmittel, Fig. 2 ein die Erfindung erläuterndes
Schema, Fig. 3 ein erklärendes graphisches Schabild, Fig. 4 eine Darstellung ähnlich
Fig. 2 einer Weiterentwicklung der Erfindung, Fig. 5 die schematische Darstellung
des gegenseitigen Anschlusses der in besonderer Weise gruppierten Kühlelemente,
Fig. 6 eine Darstellung ähnlich Fig. 5 einer anderen Anordnung, Fig. 7 ein graphisches
erläuterndes Schaubild ähnlich Fig. 3, jedoch für die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform,
Fig. 8 ein Schema ähnlich den Figuren 1 und 4 mit der Darstellung einer anderen
Ausführungsform der Erfindung, Fig. 9 und Fig. 10 je schematische Seitenansichten
von KUhlaggregaten, die erfindungsgemäß mit Vorteil verwendet werden, Fig.11 eine
schematische Darstellung einer charakteristischen Besonderheit, Fig.12 eine schematische
Darstellung einer ergänzenden M weiterentwickelten
Ausführungsform
nach der Erfindung und Fig.13 eine schematische Darstellung ähnlich Fig. 12 entsprechend
besonderen Betriebszuständen.
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Fig. 1 zeigt in schematischer Weise eine Anlage 1 bzw. eine Wärmequelle.
In der Anlage 1 wird ein Arbeitsmittel aufgeheizt, das dann in einem in seiner g
Gesamtheit mit 2 bezeichneten Kühlturm gekühlt werden muß.
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Der Turm 2 enthält ein Stützgerüst 3 für einen einen Kamin bildenden
Mantel oder Kessel 4. Im Turm sind Kühlaggregate 5 angeordnet, zum Beispiel in dem
Raum zwischen dem Boden und dem Grundkreis des Mantels 4. Die Kühlaggregate sind
parallel zueinander zwischen den Hauptzuführungssammelleitungen bzw. Hauptabführungssammelleitungen
6 bzw. 7 für das zu kühlende Arbeitsmittel angeordnet. Das Arbeitsmittel kann Wasser
sein, eine wäßrige Lösung oder auch Dampf.
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In Fig. 2 werden die gleichen Elemente wie in Fig. 1 gezeigt. Es wird
gezeigt, daß die Kühlaggregate 5 aus mehreren in Reihe liegenden Kühlelementen 5a,
5b ... 5n bestehen können.
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Die Sammlelleitungen 6 bzw. 7 sind außerhalb der Anlage 1 über einen
Nebenkreis 8, der seinerseits einen Schieber 9 enthält, miteinander verbunden. Ein
zweiter Schieber 10 liegt in der zu den Kühlaggregaten 5 asz Turmes 2 führenden
Zuführungsleitung 6. Der Schieber 10 liegt strömungsabwärts des Anschlusses 9a des
Nebenkreises 8 an der Sammelleitung 6.
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Aus vorstehendem ergibt sich, daß das zu kühlende Arbeitsmittel ganz
oder teilweise durch die im Turm 2 enthaltenen Kühlaggregate 5 durchgeleitet oder
in gleicher Weise ganz oder teilweise durch den Nebenkreis 8 durchgeführt werden
kann. Damit kann die Temperatur des abgekühlten Arbeitsmittels vor dem Rücklauf
in die Anlage 1 geregelt werden, womit sie bei Bedarf auf einem konstanten Wert
gehalten werden kann. Hierzu ermöglicht der Nebenkreis 8 durch Betätigen der Schieber
9 und 10 ein Einmischen von von der
Anlage 1 kommendem heißen Arbeitsmittel
in das von den Kühlaggregaten des Turmes 2 kommende gekühlte Arbeitsmittel in sämtlichen
Mengenverhältnissen.
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Die charakteristischen Eigenschaften des Turmes 2 und insbesondere
die Anzahl der in ihm enthaltenen Kühlaggregate 5 werden augenscheinlich im Hinblick
auf eine ausreichende Kühlung des heißen Arbeitsmittels bestimmt. Dabei wird die
sehr starke Hitze berücksichtigt, auf die die in dem Turm umlaufende Kühlluft vor
ihrem Durchlauf durch die Kühlaggregate 5 treffen kann.
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Falls die Luft vor ihrem Durchtritt durch die Kühlaggregate 5 kalt
ist, wird die Kühlkapazität des Turmes äußerst wichtig. Es kann der Fall eintreten,
daß das in den Kühlaggregaten 5 umlaufende Arbeitsmittel zu stark abgekühlt wird
und seine Temperatur unter einen kritischen Wert abfällt. Hierbei kann es sich zum
Beispiel um eine Temperatur handeln, bei der das Arbeitsmittel seinen Zustand ändert,
insbesondere ein Gel im Fall einer Flüssigkeit.
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Eine erste Ausführungsform zum Herabsetzen der Kühlkapazität des Turmes
liegt in der Einrichtung eines eine Pumpe 12 enthaltenden Rückführungskreises 11.
Nach der Darstellung in Fig. 2 ist der Rückführungskreis 11 an die Sammelleitungen
6 und 7 angeschlossen. Das heißt, daß er die Abführungssammelleitung 7 strömungsabwärts
des Schiebers 10 an die Zuführungssammelleitung 6 anschließt.
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Bei e Einschalten der Pumpe 12 strömt das Arbeitsmittel in Richtung
der Pfeile. Damit erhöht sich die Menge des die Kühlaggregate 5 durchlaufenden Arbeitsmittels.
Ein Teil des auf diese Weise dem Eingang der Kühlaggregate 5 zugeführten Arbeitsmittels
stammt von deren Ausgang. Entsprechend wird die Temperatur des Arbeitsmittels am
Eingang der Kühlaggregate herabgesetzt. Diese doppelte Wirkung hat zur Folge, daß
die von den Kühlaggregaten entnommene Wärme wie auch der Temperaturabfall des Arbeitsmittels
sinken und damit schließlich die Temperatur des Arbeitsmittels am Ausgang der Kühlaggregate
ansteigt. Beide Wärme- bzw. Temperaturbeträge bzw. -werte sind im übrigen einander
gleich. Die Inbetriebnahme
der Rückführung ermöglicht insbesondere
die gleiche Wärmeabgabe der Kühl aggregate auch bei tieferen Kühllufttemperaturen
wie der zufinden, wobei die Temperatur am Ausgang der Kühlaggregate auf einem Wert
gehalten wird, der über dem kritischen Wert liegt oder diesem gleich ist.
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In Fig. 3 zeigt die Kurve I die Kühlkapazität des Turmes ohne Rückführung
und Kurve II zeigt die Kühlkapazität des gleichen Turmes mit Rückführung. Man erkennt,
daß die Temperatur t1, das heißt die Eingangstemperatur ohne RUckfthrung,über der
Temperatur t1 liegt, die die Eingangstemperatur mit Rückführung darstellt.
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Dies steht im Gegensatz dazu, daß die Austrittstemperatur t2 ohne
Rückführung tiefer als die Austrittstemperatur t'2 mit Rückführung liegt.
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Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, die in dem Fall angewendet
wird, in dem sich die Kühlaggregate aus zwei oder mehreren für das zu kühlende Arbeitsmittel
in Reihe liegenden Kühlelementen zusammensetzt. Das heißt, daß eine Kette von KUhlaggregaten
vorliegt. Diese Ausführungsform der Erfindung besteht in der Ausbildung von mindestens
einem Einleitungskreis 13, der vorzugsweise strömungsabwärts des Schiebers 10 und
strömungsaufwärts des Nebenkreises 8 an die Sammelleitung 6 angeschlossen ist. Im
Rahmen der Erfindung liegt, den Kreis 13 strömungsaufwärts des Schiebers 10 anzuschließen,
und dies kann sowohl strömungsaufwärts als auch strömungsabwärts des Anschlusses
des Nebenkreises 8 liegen. Der Eibeitungskreis 13 enthält vorzugsweise mindestens
eine Pumpe 14. Diese dient bei Bedarf zum Erhöhen der Menge des zu kühlenden Arbeitsmittels
am Eingang der Kühlelemente, die dem ersten Kühlelement jeder Kühlkette unmittelbar
folgen, das heißt gerechnet von den Elementen der zweiten Reihe.
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In Reihe mit der Pumpe 14 ist im Einleitungskreis 13 gleichermaßen
noch ein Schieber 15 vorgesehen. Mit diesem wird die Menge des durch den Einleitungskreis
strömenden Arbeitsmittels geregelt. Gegebenenfalls wird der Einleitungskreis auch
vollständig abgeschaltet.
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Fig. 5 zeigt mehrere Kühlelemente 5a, 5b, 5c ... 5n-1 und 5n. Diese
liegen miteinander in Reihe. Der Einleitungskreis 13 bildet dann eine Hilfssammelleitung
131. Von dieser gehen Nebenkreise 13b, 13c ... 13n aus. Diese führen zum Eingang
der Kühlelemente Sb, 5c ... 5n. Jede Nebenleitung weist einen Schieber 16b, 16c
16n-1, 16n und eine Pumpe 17b, 17c ... 17n-1, 17n auf. Mit diesen können die in
die verschiedenen Kühlelemente einzuleitenden Mengen geregelt werden. Damit wird
der Wärmeverlust des Arbeitsmittels nach dessen Durchlauf durch das vorhergehende
Kühlelementberücksichtigt und bewirkt, daß heißes Arbeitsmittel jedesmal ohne Ausbildung
einer Gegenströmung in das Kühlelement der entsprechenden Reihe eingeleitet wird.
In einer nicht dargestellten abgewandelten Ausführungsform können die Pumpen 14
einerseits und 17b bis 17n andererseits weggelassen werden. Die den verschiedenen
Kühlaggregaten dann zugeführten Mengen werden dann mit den Schiebern 15 und 16b
bis 16n geregelt.
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Fig. 6 zeigt eine analoge Anordnung, in der die aus den Kühlelementen
5a, Sb ... 5n bestehenden Ketten jedoch in Gruppen G1, G2 ... angeordnet sind. Damit
befinden sich die Kühlelemente in sogenannter "Serien-Parallel-Schaltung". Wie schon
weiter oben sind Wiedereinleitungs-Hilfsleitungen 131 vorgesehen und im gezeigten
Beispiel mit den Nebenleitungen 13b und 13c verbunden. Jede Leitung weist einen
Schieber 16b, 16c und gegebenenfalls auch eine Pumpe 17§, 17c auf. Die besagten
Nebenleitungen führen gleichermaßen zum Eingang der Kühlelemente, die dem ersten
unmittelbar folgen.
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Man sieht, daß die Drücke und Mengen des bei dieser Anordnung wieder
eingeleiteten heißen Arbeitsmittels für jede Reihe der Kühlelemente gleich sind.
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Das heiße Arbeitsmittel, das am Eingang der Elemente der Kette der
Kühlaggregate eingeleitet wird, bewirkt, daß der Temperaturunterschied zwischen
dem Eingang und dem Ausgang dieser Kette von KUhleleienten sinkt und daß das abgekühlte
Arbeitsmittel über der kritischen Temperatur bleibt.
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Die obigen Ausführungen erhellen auch aus Fig. 7. In dieser ist die
Kurve I aus Fig. 3 dargestellt. Diese zeigt die ohne Rückführung und ohne Wiedereinleitung
erreichte Abkühlung. Das erste Element 5a der oben beschriebenen Kette, sei es in
bezug auf Fig.
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5 oder in bezug auf Fig. 6, erhält das zu kühlende Arbeitsmittel auf
der Temperatur t1. Die durch dieses Element durchströmende Menge an Arbeitsmittel
ist jedoch infolge der Abzapfung herabgesetzt, mit der die Einleitung beginnend
am Element der zweiten Reihe sichergestellt wird. Infolgedessen erhöht sich der
Temperaturabfall des Arbeitsmittels im ersten Element. Illit dem in das Element
5b eingeleiteten heißen Arbeitsmittel wird die Temperatur am Eingang auf t5b erhöht.
Diese Temperatur liegt unter t1.
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Die Menge im Element 5b ist wichtiger als die im Element 5a und die
sich aus diesem Gemisch ergebende Eingangstemperatur ist schwächer und infolgedessen
ist auch der Temperaturabfall geringer. zie folgende, im Element 5c stattfindende
Einleitung erhöht die Temperatur an dessen Eingang bis auf t5c. Diese Temperatur
kann tiefer als die Temperatur t5b gewählt werden. Hierzu wird die in den Einfang
des Elementes 5c eingeleitete Menge geregelt.
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Die enge im Element 5c liegt damit höher und die Temperatur an dessen
Eingang ist somit schwächer als die im Element 5b. Damit ist der Temperaturabfall
in diesem Element 5c schwächer als der Temperaturabfall im Element 5b. Das gleiche
gilt für die weiteren Elemente 5d und 5e, in denen sich die durchlaufenden Mengen
erhöhen und die Temperaturabfälle damit in entsprechender Weise herabgesetzt werden.
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Durch zweckmäßige Auswahl der in die folgenden Elemente eingeleiteten
mengen kann die Temperatur am Eingang jeden Elementes geregelt werden. Damit wird
die Temperatur an deren Ausgang auf einer Temperatur T gehalten.Diese liegt gerade
oberhalb der kritischen Temperatur Tc. In Fig. 7 wird dieses dargestellt.
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Fig. 8 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform. Bei dieser ist ausschließlich
der Einleitungskreis 13 vorgesehen. Ein Rückführungskreis besteht nicht. Der Ableitungskreis
8 mit dem Schieber 9 wird jedoch beibehalten.
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In den Figuren 9 und 10 werden bevorzugte Ausführungsformen der Kühlelemente
dargestellt, die die aus diesen Elementen bestehende Kette bilden.
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Nach Fig. 9 weisen zwei mit 20 und 21 bezeichnete Kühlgruppen, die
zum Beispiel aus Rohren oder rippen bestehen, jeweils einen unteren Kasten 22, 23
und einen oberen Kasten 24, 25 auf. Das über die Sammelleitung 6 zugeführte heiße
Arbeitsmittel wird in den Rasten 22 eingeleitet und durchläuft dann die Gruppe 20
und anschließend den Kasten 24. Uber eine Leitung 26 tritt es dann in den Kasten
25 der Gruppe 21 ein und erreicht durch diese den Sammler 7. Der Einleitungskreis
13 ist vorzugsweise unmittelbar an den Kasten 25 der Gruppe 21 angeschlossen. Zum
Ausbilden der Kühlkette können mehrere Einrichtungen der gleichen Art in Reihe angeordnet
werden.
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Gemäß Fig. 10 sind die Gruppen 20 und 21 nah aneinandergerückt und
an ihrem oberen Ende über einen Übertragungskasten 27 miteinander verbunden. In
diesen mündet, vorzugsweise oberhalb der Gruppe 21, der Einleitungskreis 13. Bei
dieser Ausführungsform weist der untere Kasten 28 eine Trennwand 29 auf. Uber die
beiden von dieser gebildeten Kammern ist der Kasten weiter einerseits mit der Sammelleitung
6 und andererseits mit der Sammelleitung 7 verbunden.
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Bei dieser letzteren Ausführungsform können die Rippen oder die anderen
die Wärme abgebenden Elemente für die beiden gruppen 20 und 21 gemeinsam vorgesehen
sein.
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Gemäß den Figuren 11 bis 13 besteht jeder Kühler 5 auçs zwei Gruppen
20 und 21, die in ihrem oberen Bereich durch eine Leitung 26 miteinander verbunden
sind. Diese kann durch einen Verbindungskasten gebildet sein. Mit ihren unteren
Bereichen sind die Gruppen 20 und 21 über Leitungen 31 und 32 parallel an die Sammelleitungen
6 und 7 angeschlossen. In den Leitungen 31 und 32 liegen Sperrschieber a und b.
Zur Verbindung derjenigen Abschnitte der beiden Leitungen 31 und 32, die zwischen
den beiden Gruppen 20 und 21 und den Sperrschiebern a und b verlaufen, ist
noch
eine Verbindungsleitung 33 vorgesehen. In dieser Verbindungsleitung 33 liegt ein
Schieber c.
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Bei der in Fig. 12 gezeigten Ausführungsform steht die die oberen
Bereiche der beiden Gruppen 20 und 21 miteinander verbindende Leitung 26 mit einer
einen Schieber e1 aufweisenden Leitung 34 in Verbindung. Diese Leitung 34 führt
zum Hauptabführungssammler 7.
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Auf wunsch kann die Leitung 34 durch eine einen Schieber e2 enthaltende
und zum Hauptzuführungssammler 6 führende Leitung 34a ersetzt werden.
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Die vorstehend beschriebene Ausführungsform führt eine neue Einrichtung
ein zum Ändern der Kühlkapazität des trockenen Turmes.
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Diese liegt in einer linderung des Umlaufes in den Wärmetauscher.
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Die Ausführungsform gestattet tatsächlich die Ausbildung eines sogenannten
methodischen Umlaufes in den Gruppen 20 und 21, da das zu kühlende Arbeitsmittel
diese in der durch die Pfeile f1 angegebenen Richtung durchläuft und die Umwälzluft
in Richtung des Pfeiles f2 umläuft. Das heißt, daß die Gruppen in Reihe liegen oder
daß ein Umlauf vorliegt, für den sich die beiden Gruppen 20 und 21 parallel befinden.
Dieses Ergebnis ergibt sich durch Einwirkung auf die weiter oben beschriebenen Schieber.
Um von einem methodischen Umlauf zu einem Parallel- oder wechselweisen Umlauf zu
gelangen, werden die Schieber gemäß der folgenden Tabelle I bedient. In dieser bedeutet
das Zeichen 1 geöffneter Schieber und das Zeichen 0 bedeutet geschlossener Schieber.
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TABELLE I Schieber a b c d e1 e2 methodisch 1 1 0 0 0 0 parallel
e1 1 0 1 0 1 parallel e2 O 1 1 0 1 Fig. 12 zeigt, daß die eben beschriebene Ausführungsform
gleichermaßen gestattet, bestimmte Kühlaggregate abzuschalten und sie leicht zu
leeren. Tatsächlich reicht es aus, eine Leitung 35 an die Verbindungsleitung 33
anzuschließen, die Leitung 35 mit einem
Schieber d zu versehen
und dessen Ausgang mit einem Wiedergewinnungsbecken 36 zu verbinden. Zusätzlich
wird eine zur iitmosphire führende Leitung 37 vorgesehen. Diese ist an die die oberen
Bereiche der beiden Gruppen 20 und 21 verbindende Leitung 26 angeschlossen und enthält
selbst noch einen Schieber g.
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Zur icherstellung der methodischen iLrbeitsweise, des p Parallelbetriebes
bzw. der Leerung und der Fullung wird die stellung der Schieber und die Arbeitseweise
in der anschließenden Tabelle II genannt.
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Für den Füllzustand muß noch ein Detektor vorgesehen werden, der das
Auftreten von Arbeitsmittel in der zur Atmosphäre führenden Leitung 37 feststellt,
um den Schieber g bei diesem Auftreten von Arbeitsmittel zu schließen.
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bei bestimmten Anwendungen, insbesondere falls das 5 umlaufende Arbeitsmittel
eine gefrierfähige Flüssigkeit oder eine Lösung ist, die unterhalb einer bestimmten
Temperaturgrenze dekantieren oder kristallisieren kann, müssen nicht nur die Gruppen
20 und 1, sondern zusätzlich auch die zu deren Speisung dienenden Leitungen und
1schliisse geleert werden können. Bei diesen Anwendungen achtet man darauf, daß
sich die Sammelleitungen 6 und 7 immer in einem Gebiet befinden, in dem die Gefahr
eines Friedrens, einer Dekantierung oder Kristallisation nicht besteht,und. die
Schieber a, b und c werden so nah wie möglich an den Sammelleitungen angebracht.
Weiter wird der Schieber e1, wie Fig. 13 zeigt, so nahe wie möglich an dem Wiedergewinnungsbecken
36 angeordnet, das seinerseits in einer auf einer passenden Temperatur gehaltenen
Umgebung angeordnet ist.
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Für die Entleerung insbesondere der Leitung 34, die notwendigerweise
bis zum oberen Bereich der Gruppen 20 und 21 verläuft, schließt man an diese gerade
vor dem Schieber i e1 eine zum Wiedergewinnungsbecken 36 führende Leitung 37 mit
geringem Querschnitt an und ordnet in dieser einen kleinen Hahn r an. Auf diese
Weise läßt sich die Entleerung immer unter guten Bedingungen durchführen ebenso
wie die Füllung, selbst falls der Druck in
dem Hauptabführungssammler
7 über a Atmosphärendruck liegen sollte.
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Die Erfindung ist nicht auf die in Einzelheiten dargestellten und
beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, denen einige Abwandlungen können
innerhalb des Erfindungsbereiches an diesen vorgenommen werden. Insbesondere läßt
sich der Turm 1 mit Einrichtungen zum Verändern des Luftdurchsatzes versehen. Diese
Einrichtungen können aus im mantel 4 des Turmes angeordneten Klappen 30 bestehen,
die die aerodynamischen Eigenschaften verändern. Die lappen 30 können gegebenenfalls
mit mindestens einigen der lxühlaggregate verbunden werden, die zusätzlich mit weiteren
Einrichtungen zu ihrem Abschalten und gegebenenfalls auch zu ihrer Leerung versehen
sein können.
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TABELLE II Schieber a b c d e1 e2 g methoidisch 1 1 0 0 0 0 0 parallel
e1 1 0 1 0 1 0 parallel e2 0 1 1 0 1 0 Leerung 0 0 1 1 0 0 1 Füllung 0 1 0 0 0 1