DE2741761A1 - Verfahren zur steuerung eines gassystems zum verschweissen von faservliesen - Google Patents
Verfahren zur steuerung eines gassystems zum verschweissen von faservliesenInfo
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Description
DR. BHRU DIPL-ING. STAPF DIPL-ING. SCIWABE DR. DK. SaNDMAIR 2741 76 1
Anwaltsakte 28 419
Be/Sch
Be/Sch
Monsanto Company St. Louis, Missouri / USA
"Verfahren zur Steuerung eines Gassystems zum Verschweißen
von Faservliesen"
Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung eines Gassystems
zum Verbinden bzw. Verschweißen und im besonderen die Steuerung der Temperatur und der Zusammensetzung eines Aktivierungsgases
zum Verbinden bzw. Verschweißen von Faservliesen (Faservlies-Verstrammen) aus Nylonfäden.
Faservliese, die eine Vielzahl von im wesentlichen kontinuier-
14-52-0086
• (019) 9JI272 Mauerturcherett 45 MOO München W Basken:
9» 1273 Telegramme: Bayerische Vereinsbank München 453 WO
911274 BERGSTAPfTATENT München Hwo-Bank Manchen 3*90002624
μ η π a 1 ί ι η β 0 8
lichen und willkürlich abgelagerten Fäden eines thermoplastischen Polymerisats enthalten, sind allgemein bekannt. Es gibt
viele unterschiedliche Verfahren, derartige Flaservliese herzustellen, und es fehlen ihnen, so wie sie anfangs hergestellt
sind, ausreichende Festigkeit und andere wünschenswerte physikalische Eigenschaften, die für ihre technische Brauchbarkeit
erforderlich sind. Es ist daher üblich, die Faservliese durch miteinander Verbinden bzw. Verschweißen der Fäden zu verstrammen ·
Verfahren zur Herstellung und sum Verschweißen von Faservliesen in kontinuierlicher Weise sind in der U.S.-Patentschrift
3 5^2 615 "Process for Producing a Nylon Nonwoven Fabrik",
U.S.-Patentschrift 3 676 244 "Process for Forming High Strength
Spun Bonded Fabrik by Autogenous Bonding of Filaments" und U.S.-Patentschrift 3 705 068 "Process and Apparatur for Producing Nonwoven Fabrics" beschrieben. In diesen Patentschriften wird das Verschweißen bzw. Verbinden dadurch erreicht, daß
man ein Vlies durch eine Kammer laufen läßt, die mit einem Aktivierungsgas gefüllt ist, wobei die Verweilzeit auereichend
ist, die Absorption von Gas in die Fäden zu ermöglichen. Das bevorzugte Aktivierungsgas ist Chlorwasserstoff. Beschrieben
ist in diesen Patentschriften die Herstellung eines Faserflächengebildes aus "nonwoven" kontinuierlichen Fäden, die aus
geschmolzenem Polyamid gesponnen sind, das pneumatische Schwächen bzw. Verstrecken der Fäden und dann das Ablagern auf
einem Förderband, um ein kohärentes, einheitliches Faservlies zu bilden. Das Vlies wird dann in eine Kammer geleitet, wo es
einer Chlorwasserstoffatmosphäre unterworfen wird. Das Ver-
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schweißen erfolgt autogen bei den Fadenuberkreuzungspunkten.
Nach ausreichender Verweilzeit in der Kammer oder Gaszelle, um die Oberflächenabsorption des Aktivierungsgases zu ermöglichen,
wird das Faservlies dann verdichtet, gewaschen und gesammelt.
Für ein wirksames und wirtschaftliches Verfahren ist die Steuerung des Aktivierungsgases, das in die Gaszelle eingeführt
wird, absolut wesentlich. Um eine ausreichende Verbindung bzw. Verschweißung bei den Fadenuberkreuzungspunkten sicherzustellen,
muß die Konzentration und Temperatur des Gases sorgfältig gesteuert und überwacht werden. Ein wirtschaftliches Verfahren
zeichnet sich durch eine hohe Produktausbeute aus. Hohe Ausbeuten
werden dadurch erreicht, daß man ein einheitliches Produkt mit minimalen Fehlern herstellt. Eine zufriedenstellende
Steuerung des Aktivierungsgases ist daher für ein wirtschaftliches Hochleistungsverfahren kritisch. So kann beispielsweise
die Oberflächenqualität von Faservliesen dadurch geschädigt werden, daß die Ausbeute durch das Aktivierungsgas gesenkt .
wird, wenn die Säurekonzentration nicht innerhalb sorgfältig vorgeschriebener Grenzen gehalten wird.
Das in dem Verschweißungssystem der Erfindung verwendete Aktivierungsgas
besteht aus drei Komponenten, Luft, HCl und Wasser. Das Verschweißen wird dadurch erreicht, daß man das Faservlies
mit einem Gemisch von Chlorwasserstoff, Wasser und Luft ausreichend lange in Kontakt bringt, daß die Nylonfäden HCl und
Wasser absorbieren können. Die Geschwindigkeit der Absorption von HCl und Wasser ist abhängig von verschiedenen Parametern,
einschließlich dem Anfangswassergehalt der Fäden, den HCl- und
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HpO-Konzentrationen in dem Schweißgas und der Temperatur des
Schweißgases. Aus diesem Grund ist es notwendig, eine genaue Kontrolle über die Gaskonzentration und Temperatur zu erreichen,
um den Grad des erreichten Verschweißens zu regulieren. Zwei Systeme wurden bisher in den Verfahren verwendet, die vorausgehend
angegeben wurden, um das Aktivierungsgas zuzuführen.
Jedes System hat wechselnden Erfolg und jedes weist Verfahrensnachteile auf, die für das spezifische System eigentümlich sind
Ein System besteht in einem einzigen Durchgang, bei dem ein Luftstrom mit ausreichendem Volumen zugeführt wird, um die erforderliche
Luft zur Verfügung zu haben. Der Luftstrom wird durch einen Luftkonditionierungsablauf auf die gewünschte Temperatur
und den gewünschten Feuchtigkeitsgehalt gebracht. Dann wird gasförmiges HCl in diesen konditionieren Luftstrom eingemessen,
wodurch die gewünschte Säurekonzentration geschaffen wird. Das Gas wird einmal durch die Gaszelle geleitet. Nach
Kontakt mit dem Stoff wird der austretende Strom mit Wasser gewaschen, um das nicht verbrauchte HCl zu entfernen, entnebelt
und in die Atmosphäre abgegeben.
Ein zweites System, das ein Umlaufsystem ist, besteht darin,
daß das Aktivierungsgas aus zwei Mttel im Kreislauf geführtem
Gas und einem Drittel Ergänzungsluft besteht. Ein Teil des HCl-Wasser-Luftgemischs, das aus der Gaszelle entfernt wird,
wird im Kreislauf zurückgeführt und der nicht verwendete Teil wird mit Wasser gewaschen, entnebelt und abgegeben. Der Ausgleich
an Aktivierungsgas wird dadurch geschaffen, daß man einen Luftstrom durch einen Konditionierungsablauf leitet und
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diesen dann mit dem im Kreislauf geführten Teil mischt. Das gesamte Gas kann nicht im Kreislauf geführt werden, weil konstante
Gastemperaturen erforderlich sind, um die Verdichtungswärme zu entfernen, die durch ein Luftumwälzgebläse zugeführt
wird. Dies wird dadurch erreicht, daß man Ergänzungelufttemperatur so unter der Rückführungsgastemperatur halt, daß das
erhaltene Gemisch die genaue Temperatur aufweist. Es ist nicht praktisch, einen normalen Wärmeaustauscher zu verwenden, um
die Verdichtungswärme zu entfernen, weil HCl und Vasser zur Kondensation neigen.
Diese beiden Systeme sind durch Nachteile gekennzeichnet, daß (1) relativ große Mengen an HCl zu Verlust gehen, wobei dies
nicht nur teuer ist, sondern ebenso ein ökologisches Problea
darstellt, und daß (2) ein genau gesteuerter Ergänzungsluftstrom mit niederem Feuchtigkeitsgehalt erforderlich ist. Darüberhinaus
ist das im Kreislauf geführte System inherent unstabil, weil die Raumluft, die eine nicht gesteuerte Wassernenge
bei wechselnden Temperaturen enthält, konstant in die Gaszelle während der Kreislaufführung eingebracht wird.
Die vorliegende Erfindung schafft ein stabiles gasaktiviertes Schweißsystem, das die Möglichkeit bietet, die Temperatur und
Zusammensetzung des Schweißgases zu steuern. Darüberhinaus wird das Schweißgas konstant der Gaszelle bei einer Temperatur
unmittelbar über seinem Taupunkt zugeführt. Dadurch wird ein wirksameres und schnelleres Verfahren eichergestellt, weil
eine schnellere Verschweißung stattfindet. Das Schweißgas ist mit der kondensierbaren Komponente, HCl, gesättigt und die Ge-
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schwindigkeit des Verschweißens erfolgt maximal. Das Verfahren
ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß man das gesamte HCl-Gas,
das nicht während dem Verschweißen in der Gaszelle verbraucht wird, im Kreislauf zurückführt. Durch diese vollständige
Verwendung werden Kosten an Produkt gesenkt und das Verfahren ist weiterhin ökologisch günstig. Es ist weniger Kapitalaufwand
erforderlich, um nicht verbrauchte Säure zu neutralisieren.
Die Vorteile der Erfindung können wie folgt zusammengefaßt
werden:
(1) ein stabiles Verfahren durch genaue Steuerung von Temperatur und Zusammensetzung des Schweißgases,
(2) eine hohe Verschweißungsgeschwindigkeit, weil das Gas mit
HCl gesättigt ist,
(3) ein ökologisch und verunreinigungsfreies Verfahren, weil das gesamte HCl verbraucht oder im Kreislauf geführt wird.
Die Erfindung sieht ein Verfahren vor, bei dem man (a) eine überwachte Konzentration von Salzsäure, die man bei einer vorbestimmten
Temperatur hält, einer Abstrippkolonne zuführt, ein HCl-Wasser-Luftgemisch, das einen geringen Volumprozentsatζ
HCl enthält, durch die Abstrippkolonne so zirkulieren läßt,
daß das Gemisch einen Teil der Säure verdampft, wobei der Volumprozentsatz an HCl in dem Gemisch erhöht wird und dadurch
ein Schweißgas der gewünschten HCl-Konzentration bildet, die
Temperatur des Gases, wenn es von der Kolonne abgezogen wird, so steuert, daß das Gas eine HCl-Konzentration unmittelbar über
seinem Taupunkt aufweist und daß man das Gas einer Gaszelle zu-
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führt.
Es sind demgemäß Gegenstände der vorliegenden Erfindung:
- ein Verfahren zur Steuerung der Temperatur und Zusammensetzung eines Schweißgases,
- ein Verfahren zur Zuführung eines Schweißgases bei einer Temperatur unmittelbar über seinem Taupunkt und
- ein Verfahren, bei dem das Schweißgas, das während dem Verschweißen nicht verbraucht wird, im Kreislauf geführt wird.
Figur 1 zeigt in schematischer Weise ein System nach der Erfindung.
Unter Bezugnahme auf Figur 1 wird Schweißgas einer Gaszelle 10 aus einer Abstrippkolonne 20 zugeführt. Dieses Gas erhält man
durch Abstreifen von Salzsäure und Wasser, die man von oben in die Kolonne einführt, im Gegenstrom bei einem flachen gasförmigen
HCl-Wasserdampf-Luftgemisch, das man in den unteren Teil der Kolonne einführt.
Bei einem typischen Arbeitsverfahren des Systems dieser Erfindung wird ein Gas für das Verschweißen von Faservliesen vom
Kopf der Abstrippkolonne 20 über die Leitung 1 abgezogen. Die
Temperatur des Gases wird mittels einer Temperaturregulierungsvorrichtung 2 gesteuert. Durch diese Regulierungsvorrichtung
kann dann über die Leitung 3 in einen Wärmeaustauscher 4-, der sich in der Leitung 1 befindet, geleitet werden,
wenn es notwendig ist, die Temperatur des Schweißgases zu erhöhen. So wie der Begriff hier verwendet wird, ist unter einem
Schweißgas ein Dreikomponentengassystem zu verstehen, das Was-
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serdampf, gasförmigen HCl und Luft enthält. Die Bezeichnungen
"Schweißgas" und "Aktivierungsgas11 sind für die Zwecke dieser
Beschreibung äquivalent und können untereinander ausgetauscht werden.
Das Schweißgas wird mit einer voraus bestimmten Temperatur und Zusammensetzung der Gaszelle 10 über die Leitung 5 zugeführt.
Die Temperatur und Zusammensetzung des Gases wird innerhalb eines breiten Bereiches von 21 bis 52°C, 0,1 bis 10# HCl, 0,2
bis 2% H2O gehalten, wobei ein engerer Bereich 21 bis 380C,
0,1 bis 1# HCl, 1 bis 2% H2O und insbesondere 32°C und 0
HCl, 1,31# H2O ist. Ein Faservlies 6 aus kontinuierlichen Nylonfäden
wird in die Gaskammer bei 7 eingeführt, mit dem Aktivierungsgas in Kontakt gebracht, wobei es während der Verweilzeit
in der Zelle eine Gasmenge absorbiert. Wenn das Vlies die Kammer bei 8 verläßt, hat sich sein Gewicht als Ergebnis der
Absorption einer Wasser- und Säuremenge erhöht. So wie sie hier verwendet werden, sind alle Gaskonzentrationen als Mol
oder Vol.# ausgedrückt.
Das nicht verbrauchte Schweißgas ist nunmehr angereichert mit Luft und teilentleert hinsichtlich HCl und Wasser, sodaß es
als schwaches Gas die Gaszelle über die Leitung 9 verläßt und einem Gasumwälzgebläse 11 zugeführt wird. Eine Ergänzung an
gasförmigem HCl vdaofl. dem schwachen Gasgemisch durch die Leitung
12 aus einer Versorgungsquelle, nicht gezeigt, zugeführt. Diese
Ergänzungssäure versorgt das schwache Gasgemisch mit der Menge Säure, die durch das Faservlies absorbiert wird. Die
Zusammensetzung des schwachen Gases ist etwa 0,41JIi HCl und die
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Säureergänzung bringt die Zubereitung auf bis zu etwa 0,44 %
HCl. Wie in Figur 1 gezeigt, wird Dampf in die Leitung 13 über die Leitung 14 eingeführt. Der Zweck der Zugabe von Dampf besteht
darin, das Wasser zu ersetzen, das durch das Faservlies 6 absorbiert wird. Es wird Dampf verwendet, weil das erforderliche
Wasservolumen gering ist und um die Wassermenge genau zu steuern, wird diese in der Gasphase zugemessen. Das
schwache Gas, das die zugeführte Ergänzungssäure und Ergänzungswasser enthält, wird dann über die Leitung 13 am unteren
Teil der Abstrippkolonne 20 zugeführt.
Aus einem Behälter 15, der Salzsäure enthält, wird Säure dem
oberen Teil der Abstrippkolonne zugeführt. Säure wird über die
Leitung 16 zu einer Umwälzpumpe 17 zu einem Wärmeaustauscher
über die Leitung 19 geleitet.
Die Säure wird dem Wärmeaustauscher 18 zugeführt, worin die Temperatur vor dem Einführen der Säure in die Abstrippkolonne
eingestellt wird. Die Temperatureinstellung ist erforderlich, weil dem Schweißgas, wenn es durch das System, wie in Figur 1
gezeigt, im Kreislauf geführt wird, Wärme zugeführt wird und diese Wärme muß aus dem System entfernt werden. Durch den
Wärmeaustauscher 4 kann zusätzliche Wärme zugeführt werden. Als Folge der adiabatischen Verdichtungswärme wird Wärme ebenso
zugeführt, wenn das Schweißgas durch das Umwälzgebläse 11 geleitet wird. Wenn das warme Schweißgas in der Abstreifkolonne
aufsteigt, wird es mit dem Kühleren fallenden flüssigen HCl und Wasser in Kontakt gebracht. Es folgt ein unmittelbarer
Flüssigkeits-Gasaustausch, bei dem die Wärme, die das Schweiß-
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gas enthält, in die Flüssigkeit überführt und die flüssige HCl- und Wassertemperatur erhöht und die Temperatur des Schweiß
gases entsprechend verringert wird. Wenn die Flüssigkeit in den Behälter 15 über die Leitung 21 vom Boden der Abstrippkolonne
verläßt, hat sie eine höhere Temperatur als die beim Einführen in die Abstrippkolonne. Die Temperatur der Flüssigkeit muß verringert
werden und dies erreicht man durch Steuerung der Temperatur mittels Wasser, das über die Leitung 22 zugeführt und
danach über die Leitung 23 abgeführt wird.
Eine überwachte Konzentration von Salzsäure, die auf einer vorbestimmten
Temperatur gehalten wird, wird dem oberen Teil der Abstrippkolonne über die Leitung 24 zugeführt. Die Konzentration
der Säure wird im Bereich von 20 bis 30 Gew.% und die Temperatur im Bereich von 21 bis 520C gehalten. Die Säure und
Wasser tropfen in der Kolonne abwärts und kommen in Kontakt mit Böden, Platten, Packungen und anderen Vorrichtungen, die
in der Kolonne enthalten sind. Das Wasserdampf-, gasförmiges HCl- und Luftgemisch, das einen niederen Volumproζentβatz HCl
enthält, wird am Boden der Kolonne eingeführt und steigt aufwärts, wobei HCl und Wasserdampf von dem unterfließenden Gemisch
von Säure und Wasser so entfernt wird, daß der Volumprozentsatz HCl in dem Gemisch erhöht wird. Das Gas, das über
die Leitung 1 abgezogen wird, ist gesättigt und bei seinem Taupunkt. Das System dieser Erfindung weist demgemäß ein Wasserdampf-,
gasförmiges HCl und Luftschweißgasgemisch auf, das man durch Kreislaufführung des gesamten SchweißgasStroms durch eine
gepackte Kolonne erhält, die kontiniierlich im Gegenstrom von
konzentrierter wäßriger Salzsäure benetzt wird.
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In Figur 1 ist weiterhin ein zirkulierender Luftstrom (25 und 26) gezeigt, der die Funktion hat, Endverschlüsse zu bilden,
um die Gaszelle gegenüber der Umgebung zu isolieren. Diese Ströme verhindern, daß das Schweißgas aus der Gaszelle entweicht
und daß die die Gaszelle umgebende atmosphärische Luft eintritt und die Schweißbedingungen in der Gaszelle beeinflußt.
Nachdem das Schweißgas auf das Faservlies eingewirkt hat, wird dieses zwischen ein Rollenpaar 27 und 28 gepreßt und verdichtet
und dann einem Waschbehälter 30 zugeführt. Unter Verwendung
von üblichen Vorrichtungen, wie Zugrollen und Rollenlagern, wird das Faservlies aus der Gaszelle durch die Presswalzen,
dem Waschstand und zu den nachfolgenden Verarbeitungsstationen bewegt. Die Leitung 29 funktioniert d.s Umgehungsvorrichtung,
wenn Schweißgas der Gaszelle nicht zugeführt wird, beispielsweise während Ruhezeiten oder Funktionsstörungen der Vorrichtung.
Einer der wesentlichen Vorteile dieser Erfindung gegenüber den Verfahren nach dem Stand der Technik besteht darin, daß die
Zuführung von Schweißgas mittels vereinfachter Steuerungsverfahren
möglich ist. Das in Gleichgewicht bringen von Schweißgas und flüssiger Salzsäure stellt sicher, daß das aus der
Kolonne abgezogene Gas sich sehr nahe dem Taupunkt befindet. Die Steuerung der Temperatur des Schweißgases bei diesem Punkt
ist wesentlich. Die Geschwindigkeit und das Basisgewicht des Faserflächengebildes 6 beeinflußt das Absorptionspdential des
Schweißgases und kann über weite Bereiche variieren. Um die durch die verschiedenen Gewebe geschaffenen Bedingungen zu
kompensieren, muß der Taupunkt des Gases regulierbar sein.
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Dies kann mittels Temperaturregulierungsvorrichtungen 2 erreicht werden. Dem Fachmann ist bekannt, daß die begleitende
Zeichnung nur schematisch ist und daß Flüssigkeitsübertragungsvorrichtungen, Instrumente, usw. im allgemeinen nicht abgebildet
sind. Wenn jedoch Kühlwasser und Dampf verwendet werden, werden ebenso Temperaturvorrichtungen verwendet. Es ist wesentlich,
die Ergänzungs-HCl-Fließgeschwindigkeit der Leitung
12 zu steuern, um eine konstante Salzsäurekonzentration in der Abstrippkolonne beizubehalten. Instrumente zur kontinuierlichen
Messung der Salzsäurekonzentration können Vorrichtungen zum Messen der Leitfähigkeit und des spezifischen Gewichts
beinhalten. Die Kolonnentemperatur wird ebenso durch den Wärmeaustauscher 18 konstant gehalten.
Die nachfolgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung, ohne daß dadurch der Erfindungsbereich eingeschränkt
werden soll.
Dieses Beispiel ist ein errechneter Materialausgleich, der das erfindungsgemäße Verfahren erläutert, bei dem 108,86 kg/Std.
Faservlies mit einem Basisgewicht von 10,17 g/m mit einer Geschwindigkeit
von 117 m/Min, bearbeitet werden. Die Temperaturen, Drücke, Fließgeschwindigkeiten und Zusammensetzungen der
einzelnen Ströme sind in der nachfolgenden Tabelle I angegeben.
Die in Klammern unter den einzelnen Strömen angegebenen Bezugszahlen sind die gleichen wie in Figur 1 verwendet und sollen
den Vergleich zwischen diesem Beispiel und der Zeichnung erleichtern.
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Zus ammens et zung
des Stroms
des Stroms
Schwachgas
(HCl-H2O) zu
(HCl-H2O) zu
Schweiß- nicht ver- Ergängas zu brauchtes zungs-
der Abstripp- Gaszelle Sc^eiß- saugvorrichtung
gaS Zugabe
(13) (5) (9) (12)
Ergän- Zirkulie- Zirkuliezungs- ren der ren der
wasser- Flüssig- Flüssigzugabe keit zum keit zur Wärmeaus- Abstripptauscher vorrich-(19) tung
wasser- Flüssig- Flüssigzugabe keit zum keit zur Wärmeaus- Abstripptauscher vorrich-(19) tung
| HCl, kg/Std. | 57,79 | 62,37 | 57,79 | 4,58 | - | 10,204 | 10,204 | .50 |
| H2O, kg/Std. | 14-5,33 | 150,63 | 145,33 | - | 5,32 | 30,534 | 30,534 | |
| Luft, kg/Std. | 10,648 | 10,648 | 10,648 | - | - | - | - | |
| Nylon, kg/Std. | - | - | - | - | - | - | - | 18,39 |
| Gesamt, kg/Std. | 10,851,50 | 10,861. | 39 10,851.50 | 4,50 | 11,7 | 40,738.50 | 40,738. | 1,140. |
| Normal, l/Min. | (21,319) | (21,338) | (21,592) | (1,85) | (7,23) | 594 | 594 | 31, |
| Maximum, l/Min. | (22,712) | (22,712) | (22,712) | (9,08) | (31,04) | 757 | 757 | .62 |
| Druck, kg/cm2 | (+5,16) | (o,0) | (-2,76) | 42,44 | 21,23 | 18,39 | ,53 | |
| Dichte, kg/m* | 1,13 | 1,13 | 1,12 | 5,54 | 1,64 | 1,140.62 | Flüssig keit |
|
| Temperatur, 0C | 35,89 | 31,53 | 32,22 | 29,44 | 134,5 | 31,67 | ||
| Zustand | Gas | Gas | Gas | Gas | Dampf | Flüssig keit |
Stromkomponente
Nicht begastes Vlies (6)
Begastes Vlies
(8)
Luftzirku- HCl-HpO lierung
durch die Gaszelle (25)
Tempera- Tempetursteue- raturrung Was- steuerung serzufüh- Wasserab-
Aufnähme
durch die
durch die
rende^Luft runS führung
(26) (22) (25)
Dampf für für die Temperaturregulie rung
(3)
| HCl, kg/Std. | - | 5,81 | - | 0,77 | - | - | - |
| H2O, kg/Std. | 2,18 | 5,55 | — | 1,95 | 1,568.5 1 | ,568.5 | 5,76 (Normal) 67,77 (max |
| Luft, kg/Std. | - | - | 140.56 | 140.56 | - | - | - |
| Nylon, kg/Std. | 108.86 | 108.86 | - | - | - | - | - |
| Gesamt, kg/Std. | 111.05 | 118.21 | 140.57 | 145.29 | 1,568.5 1 | .568.5 | 5,76 (Normal) 67,77 (max |
| Normal, l/Min. | - | - | (276) | (285.9) | 26.12 | 26.12 | (5.65) |
| Maximum, l/Min. | - | - | (276) | (285.9) | 117 | 117 | (64.55) |
| Druck, kg/cm | - | - | (0.0) | (0.0) | - | - | 55.37 |
| Dichte, kg/m5 | 1140.62 | 1140.62 | 1.14 | 1.12 | 999.65 | 999.65 | 2.29 |
| Temperatur, 0C | 25.56 | 52.22 | 26.67 | 52.22 | 7.22 | 12.78 | 147.78 |
| Zustand | Peststoff | Peststoff | Gas | Gas | Flüssig keit |
Flüssig keit |
Dampf |
Dieses Beispiel zeigt, daß etwa 9,9# gasförmiges HCl und Wasserdampfkomponenten
des Schweißgasgemischs durch das Faservlies 6 absorbiert werden. Der nicht verbrauchte Teil wird
durch das System nach der Erfindung im Kreislauf geführt.
Diese Beispiele erläutern das Verfahren der Erfindung unter
Verwendung eines typischen Herstellungsverfahrens. Eine Anord nung ist in der U.S.-Patentschrift 3 542 615 und 3 676 244 be
schrieben und arbeitet bei einer Geschwindigkeit von etwa 41,1 m/Min, mit einem Faservlies mit einem Basisgewicht von
25»4-3 g/m und einer Geschwindigkeit von etwa 102,05 kg/Std.
Die in den folgenden Tabellen aufgezeigten Stromkomponenten wurden in einer dem Fachmann bekannten Weise gemessen. Die Be
zugsnummern, soweit sie in Klammern unter den Stromangaben er scheinen, sind die gleichen wie in Figur 1 verwendet, sodaß
ein Vergleich zwischen diesen Beispielen und der Zeichnung möglich ist.
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Stromkomponente
Schweißgas aus der Ab strippvorrichtung
(D
(D
Schweißgas zur Gaskammer (5)
nicht ver brauchtes Schweißgas (9)
nicht be- begastes Be-
gastes Vlies häl-
Vlies ter
(8) (8) (15)
Zirkulieren der Flüssigkeit zum Wärmeaustauscher (19)
| HCl, kg/Std. x - | 14.39 | 12.70 | _ | 1. | 69 | * | — | ö | — |
| H2O, kg/Std. | — | — | 1.00 | 5. | 42 | - | 0 | - | |
| Nylon, kp/St. | - | - | 102.05 | 102. | ÖS> | - | - | ||
| Gesamt. ke/Std. 15,565 | 3,913 | - | IO5.O5 | 107. | 1b | - | 550.0 | ||
| WasserrluB,1/Min. | - | - | - | - | - | 5Ο.6 | |||
| Temperatur,"C 29.7 | 52.2 | - | - | - | 24. | — | |||
| Gewicht 56, HCl | - | - | — | - | 761. | — | |||
| Gewicht, #, H2O | — | — | — | — | |||||
| Tabelle III | - | ||||||||
| 15.46 | — | ^ . | 19 | — | 0 | - | |||
| nUl, Κρζ/ουα.. — | - | 12.27 | 1.65 | 7. | 10 | - | 0 | — | |
| H2O, kg/Std. | — | - | 102.05 | 102. | O1J? | - | - | ||
| Nylon, kp/Std. | 4,045 | — | IÖ5.60 | 112. | 34 | - | - | ||
| Gesamt, kg/Std· 15,763 | — | - | — | ■■ | - | 550.0 | |||
| WasserrluB,l/Min. | ^2.2 | - | - | 24. | 5Ο.7 | ||||
| Temperatur, 0C 29.7 | - | - | — | 76. | - | ||||
| Gewicht %, HCl | - | — | — | — | |||||
| Gewicht %, H2O | — | ||||||||
Die in den Tabellen II und III aufgezeigten Werte, die an zwei unterschiedlichen Tagen ermittelt wurden, zeigen, daß die Temperatur
des ßchweißgases, wie es von der Abstrippvorrichtung
abgezogen und der Gaszelle zugeleitet wird, konstant bleibt. Darüberhinaus wird in dem Verfahren dieser Erfindung entsprechend
dem in Figur 1 gezeigten System im wesentlichen das gesamte nicht verbrauchte Schweißgasgemisch im Kreislauf zurückgeführt
.
Obgleich das Verfahren dieser Erfindung in Einzelheiten dargestellt
wurde, können Modifikationen und Änderungen vorgenommen werden, ohne von dem Erfindungsgedanken abzuweichen.
Zusammenfassend betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Steuerung eines Schweißgassystems. In dem Verfahren
wird die Temperatur und Zusammensetzung eines Aktivierungs gases gesteuert, das zum Verbinden bzw. Verschweißen eines
Faservlieses aus kontinuierlichen Nylonfäden verwendet wird, wobei das Gas einer Gaszelle bei einer Temperatur unmittelbar
über seinem Taupunkt eingeführt wird. Eine überwachte Konzentration von Salzsäure, die bei einer vorbestimmten Temperatur
gehalten wird, wird eine Abstrippkolonne zugeführt; ein Gemisch
aus Gasförmigem HCl-Wasser und Wasserdampf, das einen
niederen Volumprozentsatz HCl enthält, wird so durch die Abstrippkolonne geleitet, daß das Gemisch einen Teil der Säure
verdampft, wodurch der Volumprozentsatz an HCl in dem Gemisch
erhöht und dadurch ein Schweißgas mit der gewünschten HCl-Konzentration
gebildet wird. Die Temperatur des Schweißgases, das die Abstrippkolonne verläßt, wird so gesteuert, daß die HCI-
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Konzentration dee Gases unmittelbar über dessen Taupunkt liegt
und dann wird das Gas der Gaszelle zugeführt.
-Patentansprüche 809813/0808
Claims (2)
1. Verfahren zur Steuerung der Temperatur und Zusammensetzung eines Schweißgases zum Verbinden bzw. Verschweißen eines Faservlieses
aus kontinuierlichen Polyamidfäden, dadurch
gekennzeichnet , daß man
- Salzsäure einer Abstrippkolonne zuführt,
- ein Gemisch aus gasförmigem HCl, Wasserdampf und Luft, das einen niederen Volumprozentsatz an gasförmigem HCl enthält,
durch die Abstrippkolonne so leitet, daß das Gemisch in Grenzflächenkontakt
mit einem Teil der Salzsäure kommt, wodurch der Volumprozentsatz an gasförmigem HCl in dem Gemisch sich erhöht
und dadurch ein Schweißgas der gewünschten gasförmigen HCl-Konzentration erhalten wird,
- die Temperatur des Gases, das die Kolonne verläßt, so steuert, daß diese unmittelbar über dem Taupunkt des Gases liegt und
- daß man das Gas einer Gaszelle zuführt.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß man als Schweißgas ein Gemisch, in Vol.#,
von etwa 0,1 bis 10# gasförmigem HCl, etwa 0,2 bis 2# Wasserdampf
und den Rest Luft und als Temperatur des Schweißgases etwa 21 bis 520C verwendet.
3· Kontinuierliches Verfahren in Form eines geschlossenen Systems
zum Verschweißen eines Faservlieses aus kontinuierlichen Polyamidfäden, dadurch gekennzeichnet,
daß man
809813/0808
ORIGINAL INSPECTED
- Salzsäure einer Abstrippkolonne zuführt,
- ein Gemisch aus gasförmigem HCl, Wasserdampf und Luft, das einen niederen Volumprozentsatz an gasförmigem HCl enthält,
durch die Abstrippkolonne so leitet, daß das Gemisch in Grenzflächenkontakt mit einem Teil der Salzsäure kommt, wodurch der
Volumprozentsatz an gasförmigem HCl in dem Gemisch erhöht wird und dadurch ein Schweißgas mit einer gewünschten gasförmigen
HCl-Konzentration gebildet wird,
- die Temperatur des Gases, das die Kolonne verläßt, so einstellt,
daß diese genau über dessen Taupunkt liegt,
- das Schweißgas einer Gaszelle zuführt, durch die ein Faservlies aus kontinuierlichen Polyamidfäden geleitet wird,
- das Vlies mit dem Schweißgas in Kontakt bringt, wodurch man in dem Vlies eine Menge gasförmigen HCl und Wasserdampf absorbiert
und
- das erhaltene gasförmige HCl-Wasserdampf-Luftgemisch, das
einen geringeren Volumprozentsatz an gasförmigem HCl und Wasserdampf enthält, zu der Abstrippkolonne zurückführt.
809813/0808
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/724,038 US4065399A (en) | 1976-09-17 | 1976-09-17 | Process for controlling a bonding gas system |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2741761A1 true DE2741761A1 (de) | 1978-03-30 |
Family
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Family Applications (1)
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Country Status (11)
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| US (1) | US4065399A (de) |
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|---|
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