DE2741240C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Computer-Tomographen
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ein derartiger
Computer-Tomograph ist aus der DE-25 13 137 A1 bekannt.
Die grundlegenden Merkmale eines Computer-Tomographen
sind in der US-PS 39 73 126 beschrieben. Weitere Grund
lageninformationen über den Stand der Technik kann einem
Artikel von R. Gordon, G. T. Herman und S. A. Johnson in
der Zeitschrift "Scientific American" vom October 1975,
Band 233, Nr. 4, Seite 56, mit dem Titel "Image Recon
struction From Projections" entnommen werden.
Die Erkennung von Brusttumoren hängt von der Möglichkeit
ab, zwischen der Strahlenschwächung durch das normale
Gewebe und der Schwächung durch den Tumor oder ein anderes
bösartiges Gewebe unterscheiden zu können, das im wesent
lichen die gleiche Dichte besitzt. Bis jetzt wurden Röntgen
filme, Durchleuchtungsschirme und xero-röntgenographische
Platten als Röntgenstrahl-Abtasteinrichtung verwendet;
keine dieser Einrichtungen besaß jedoch ausreichende
Empfindlichkeit, um zwischen dem normalen und dem anor
malen Gewebe zu unterscheiden.
Kürzlich entwickelte Verfahren zur Unterscheidung von
weichem Gewebe mit Röntgenstrahlen, wobei eine Abtast
methode verwendet wird, sind in den US-PS′en
37 78 614, 38 67 634 und 38 81 110 beschrieben. Dort wird
ein oder mehrere fein kollimierte Gamma- oder Röntgen
strahlbündel von einer gemeinsamen Quelle durch das Unter
suchungsobjekt zu einer Detektoranordnung geleitet, die
bezüglich des Objekts auf der der Quelle gegenüberliegenden
Seite angeordnet ist. Bei einem Verfahrensablauf werden
die Quelle und der Detektor vor- und zurückbewegt, und
am Ende jeder Translationsbewegung werden die Quelle und
der Detektor schrittweise gedreht. Die den wahrgenommenen
Dichteschwankungen entsprechenden Signale werden einem
Rechner zugeführt, der, wenn die Information eines ge
samten Abtastvorgangs vollständig ist, Daten erzeugt,
die die Dichteänderungen in der Querebene kennzeichnen.
Diese Daten können verwendet werden, um eine geeignete
Anzeigeeinrichtung, wie z. B. eine Bildröhre, zu steuern,
die die Sichtbarmachung des rekonstruierten Bildes er
möglicht. Dieses Verfahren stellt eine Abwandlung der
üblichen Tomographie dar.
Die Berechnung der Bilddaten wird vereinfacht, wenn die
Haut/Luft-Grenzfläche und Dichteschwankungen längs des
Abtaststrahls dadurch verringert werden, daß der Körper
teil von einem Fluid umgeben wird, das eine Dichte oder
Röntgenstrahl-Durchlässigkeit besitzt, die im wesentlichen
gleich derjenigen des Gewebes ist. Wie in der bereits
genannten US-PS 38 81 110 erwähnt ist, erfüllt Wasser
diese Bedingung ganz gut. Andererseits ist es bei bekannten
Computer-Tomographen zur Untersuchung anderer Körperteile
als der Brust nicht immer vorteilhaft, das Untersuchungs
objekt mit Wasser zu umgeben, und wenn derartige Teile
mit einer neuen Vorrichtung der hier beschriebenen Art
untersucht werden, ist es nicht immer ratsam, den Unter
suchungsgegenstand mit Wasser zu umgeben, aber eine rechner
gestützte Bildkonstruktion ist trotzdem möglich, wenn
geeignete Bedingungen vorliegen. Bisher erreichten Röntgen
strahl-Abtastvorrichtungen nicht die Werte der Bilderstellung
und Untersuchungsgeschwindigkeit, die für praktische
Massen-Bildschirmuntersuchungen der weiblichen Brust be
nötigt werden. Ferner war bisher kein Gerät verfügbar,
das Brustuntersuchungen oder Untersuchungen anderer Körper
teile durch Abtastverfahren ermöglichte und mit einer
Röntgenstrahldosierung arbeitete, die näher an den niedrigen
Dosierungen liegt, die theoretisch möglich sind.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Computer-Tomographen
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß ein
Körper mit geringerer Strahlendosis bei verbessertem Auf
lösungsvermögen schneller untersucht werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Maßnahmen des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen ins
besondere darin, daß das Intervall zwischen zwei Impulsen
Zeit gibt, um in dem Detektor und zugeordneten Signal
integratoren irgendwelche Restwirkungen des Strahlungs
flusses oder Photonenintensitäten, die die Transmission
durch den Körper während eines Impulses bei einem vor
hergehenden Drehwinkel darstellen, zu löschen bzw. zu
beseitigen.
Ein weiterer Vorteil wird darin gesehen, daß durch den
Pulsbetrieb der Röntgenquelle eine verminderte Strahlungs
dosis für den Untersuchungsgegenstand ohne Einbuße an
Datenqualität erhalten wird, da, wenn ein Impuls besteht,
die Strahlungsintensität so hoch wie erforderlich sein
kann, um gute Daten zu erhalten, und zwischen den Impulsen
empfängt der Untersuchungsgegenstand (Körper) keine Strah
lung. Vorteilhafterweise werden die Impulse mit der Wechsel
spannungs-Netzfrequenz synchronisiert, so daß die Impulse
immer an dem gleichen Punkt auf der Wechselspannungskurve
auftreten. Dadurch kann der Strahlstrom einer Röntgen
röhre immer die gleiche Energie haben und die Strahl
intensität kann immer die gleiche sein während eines Momentes,
in dem eine Röntgenaufnahme gemacht wird. Das heißt mit
anderen Worten, alle Röntgenaufnahmen können mit dem gleichen
Spektralgehalt der auftreffenden Welle gemacht werden.
Es ist auch zu beachten, daß bei einer nicht gepulsten
Röntgenquelle das kontinuierlich auf den gleichen Brennfleck
gerichtete Strahlenbündel zu einem schnellen Verschleiß
an der Anode führt und ein scharfer Brennpunkt verloren
geht. Demgegenüber sorgt der gepulste Betrieb für Erholungs
zeiten, so daß ein kleineres Wärmeabfuhrvermögen der Anode
ausreicht.
Die Erfindung wird nun anhand der Beschreibung und Zeich
nung von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung der wesentlichen
mechanischen Bauteile eines Computer-Tomographen
(CT);
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Lage eines
Patienten in bezug auf eine Brustabtast
vorrichtung;
Fig. 3 ein Blockschaltbild der Datensammel- und Steuer
komponenten des Tomographen;
Fig. 4 ein Blockschaltbild eines Teils eines
Kodierers;
Fig. 5 eine Gruppe von Kurven zur Erläuterung des
Betriebs des Kodierers;
Fig. 6 ein Blockschaltbild, das einige elektrische Kompo
nenten zeigt, die mit dem Anhalten des Tomographen
befaßt sind;
Fig. 7 eine Form der Logik, die zur Steuerung der Drehung
oder des Azimuths des Tomographen verwendet
wird;
Fig. 8 ein Blockschaltbild des Azimuthantriebs;
Fig. 9 ein Schaltbild einer beispielhaften Logikschaltung
zur Steuerung der Vorschubeinrichtung oder Arbeits
bühne;
Fig. 10 einige Kurvenverläufe, die bei der Erläuterung der
Logikfunktionen der Arbeitsbühne nützlich sind;
Fig. 11 ein Schaltbild des Antriebs der Arbeitsbühne;
Fig. 12 eine isolierte und zum Teil schematische Ansicht der
Kabelaufnahmevorrichtung, wobei Teile weggebrochen
sind und die Kabel in einem ungewickelten Zustand
dargestellt sind;
Fig. 13 eine der Fig. 12 entsprechende Darstellung, wobei
die Kabel in einem gewickelten Zustand gezeigt sind;
Fig. 14 eine schematische Darstellung von Kabelhalterungs-
Spiralfedern und der Spannrolle, die in den Aufnah
meeinrichtungen gemäß der Fig. 12, 13 und 15 ver
wendet werden;
Fig. 15 einen vertikalen Teilschnitt der tatsächlichen Kabel
aufnahmeeinrichtung, der durch die vertikale Ebene
15-15 der schematisch in Fig. 1 dargestellten Vor
richtung verläuft;
Fig. 16 und 17 eine Vorderansicht und Seitenansicht eines Gesamt-
Körper-Röntgenstrahlabtastgeräts, bei dem mehrere
der erläuterten Konzepte verwendet werden können.
Fig. 2 zeigt in schematischer
Form eine Brustabtastvorrichtung mit einem Gehäuse 10. Innerhalb des Gehäuses befindet
sich eine Quelle 11 für durchdringende Strahlung, wie z. B.
Röntgen- oder Gammastrahlung. Diametral der Quelle gegen
überliegend befindet sich auf einem Drehkreis 12 eine mit Viel
fachelementen versehene Strahlungsdetektoranordnung 13. Wie
noch erläutert wird, sind die Strahlungsquelle 11 und der De
tektor 13 auf einem Abtastarm oder Rotor angeordnet, der um eine
Achse 14 rotiert, die bevorzugt im wesentlichen mit dem Zen
trum des Bildfeldes zusammenfällt. Die Quelle N und der Detek
tor 13 besitzen nicht notwendigerweise denselben Radius von
der Drehachse. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 verläuft
die Drehachse vertikal, wie das bei der Brustabtastung
der Fall ist. Bei Aus
führungsformen, die nicht auf die Abtastung der menschlichen
Brust spezialisiert sind, sondern die sich zur Untersuchung
und Abtastung anderer Körperteile oder des gesamten Körpers
eignen, kann die Drehachse horizontal oder unter irgendeinem
bestimmten Winkel verlaufen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 wird das Brustuntersu
chungsobjekt 15 in eine nach unten gerichtete Stellung in ei
nem Halterahmen 16 gebracht, der in der US-PS 39 73 126 be
schrieben ist.
In Fig. 2 ist
eine der Brüste 17 während eines Zeitpunktes in einem Wasser
behälter 18 zu Untersuchungszwecken angeordnet. Der Körper um
die Brust wird auf einer mit einer Öffnung versehenen Ober
fläche 20 gehalten, die teilweise dargestellt ist.
Bei den Brustuntersuchungs- und Gesamtkörperabtast-Ausführungs
formen wird der von einem
kleinen Punkt in der Quelle 11 ausgehende Röntgenstrahl in
einen relativ dünnen, fächerförmigen Strahl gebracht, der ho
rizontal genügend stark auf den Detektor 13 zu divergiert, um
alle Teile des zu untersuchenden Körpers zu erfassen. Bei der
Brustabtastung die hier beschrieben und dargestellt ist, läuft der Strahl
ferner durch das Wasser in den Behältern 21 und 22, die den Wasser
behälter 18 bilden. Der fächerförmige Strahl ist
vorzugsweise in Richtung der Drehachse des Rotors dünn. Der
Strahl kann typischerweise einen Zentimeter oder etwas mehr
oder weniger dick sein. Die Quelle 11 und der Detektor 13 um
laufen den Körper gemeinsam, um die in einer einzigen Ebene
aufgenommenen Bilder zu speichern, anschließend wird der Rotor,
der die Quelle und den Detektor trägt, in einem Schritt nach
unten geführt, und die Drehrichtung des Rotors wird bei der
nächsten Abtastung umgekehrt. Während einer 360°C-Drehabtastung
werden die elektrischen Signale, die den Röntgenstrahl
intensitäten der Schritte entsprechen, bei denen der Strahl
unter unterschiedlichen Winkeln während der Abtastung ver
läuft, von einer Detektoranordnung 13 mit mehreren Elementen
ausgelesen und in einem Rechner 19 gespeichert, in der diese
Signale für eine Anzeige weiter verarbeitet werden.
Die grundlegenden mechanischen Bauteile der Vorrichtung werden
nun unter Bezugnahme auf Fig. 1 näher erläutert. Die zu be
schreibende Vorrichtung wird speziell für eine Brustabtast
vorrichtung verwendet, die Abtast- und Röntgenstrahlimpuls-
Steuerprinzipien, die hier beschrieben werden, eignen sich je
doch auch für eine Gesamtkörper-Abtastvorrichtung, wie der
Fachmann leicht erkennt.
Gemäß der in Fig. 1 dargestellten Einzelteilansicht wird die
zu untersuchende Brust des Patienten in einen inneren Behälter
21 eingebracht, der mit einem Fluid, z. B. Wasser, gefüllt ist
und während des Abtastbetriebs feststeht. Das Wasser ist daher
ebenfalls stationär, und die Brust ist ebenfalls feststehend,
was erforderlich ist, um gültige Röntgenstrahlintensitätsdaten
zu erhalten. Der innere Behälter 21 ist in Fig. 1 zylindrisch
dargestellt, er kann jedoch ebenfalls konisch oder vertikal
zugespitzt verlaufen, um besser mit der Brust übereinzustimmen.
Das ausgewählte Fluid erzeugt Röntgenstrahlintensitäten, die im
wesentlichen gleichförmig über das Detektorfeld und im wesent
lichen gleich demjenigen Intensitäten des weichen Gewebes sind,
so daß sie immer innerhalb des dynamischen Empfindlichkeits
bereichs des Röntgenstrahldetektors fallen. Das Fluid kann z. B.
Wasser enthalten, das Benetzungsmittel, Keimtötungs
mittel und Konservierungsmittel enthalten kann, um die Blasen
bildung und Schaumbildung im inneren Behälter 21 auf ein Mini
mum zu reduzieren, und um die Benetzung sicherzustellen und
das Wachstum von Mikroorganismen zu verhindern.
Der Behälter 21 wird von einem äußeren Behälter 22 umgeben,
der einen Umgebungsraum 23 definiert, der während einer Unter
suchung bevorzugt ebenfalls mit demselben Fluid gefüllt ist.
Der äußere Behälter 22 dreht sich während einer Untersuchung
mit dem Rotor, auf dem sich die Röntgenstrahlquelle 11 und
der Detektor 13 befindet, der äußere Behälter führt jedoch
keine axiale Translationsbewegung längs der vertikalen Dreh
achse 14 aus. Ein Teil der Anordnung, auf der ein Teil des
Körpers des Patienten, der die Brust umgibt, gehalten wird,
ist mit dem Bezugszeichen 20 gekennzeichnet.
Der Rotoraufbau, der manchmal auch als Abtastarm bezeichnet
wird, ist allgemein mit dem Bezugszeichen 25 versehen und ent
hält einen Rahmen 24, der einen in der Mitte offenen Raum 26
festlegt. Die Röntgenquelle 11 aus einem Gehäuse und
einer in dem Gehäuse nicht sichtbaren Röntgenröhre, ist auf
einer Seite des Rotors 25 befestigt. Die Röntgenquelle
besitzt einen Kollimator 27, der den dünnen, fächerförmig di
vergierenden Röntgenstrahl bildet. Eine bogenförmig ange
ordnete Gruppe 28 aus Röntgenstrahldetektoren,
ist auf dem Rahmen der
Röntgenquelle diametral entgegengesetzt in der Ebene
des Strahls angeordnet. Die Detektorgruppe 28 ist auf einem
Behälter 29 angeordnet, in dem sich, nicht sichtbar, elektro
nische Einrichtungen befinden, die die Speicherung und das
Multiplexieren der elektrischen Signale zur weiteren Verarbei
tung im Rechner 19 erleichtern, wobei die Signale in Koinzidenz
mit den Röntgenstrahlimpulsen während der Abtastung gewonnen
werden. Ein geeigneter Röntgenstrahldetektor 28 mit Vielfach
element ist in der BE-PS 8 46 449 dargestellt.
Bei dem hier beschriebenen, rechnergestützten Bildre
konstruktionssystem muß eine räumliche Verteilung von Röntgen
strahlintensitäten durch den Detektor 28 in elektrische Signale
derart umgewandelt werden, daß die Signale mittels eines geeig
neten Rechner-Algorithmus verarbeitet werden und ein zusammen
gesetztes vollständiges Bild ergeben. Bei der vorliegenden Aus
führungsform wird die Röntgenquelle gepulst, um eine Im
pulsgruppe mit regelmäßig beabstandeten Rotationswinkeln wäh
rend einer Abtastung durch den Rotor zu erzeugen, wobei alle
Detektorelemente bestrahlt werden. Die Zeit zwischen den Im
pulsen wird verwendet, um die Detekktorelemente abzulesen. Das
Kodiersystem, das später beschrieben wird, steuert die Abfolge
der Röntgenstrahlimpulse. Als eine nicht dargestellte Alter
native zu dem wiederholten pulsförmigen Bestrahlen und der
Drehung um kleine Winkel kann das Kodiersystem auch verwendet
werden, um die Drehung in einer derartigen Weise zu steuern,
daß der die Röntgenstrahlröhre und die Detektoren tragende
Rotor in sich wiederholenden Schritten um kleine Winkel be
wegt wird und während der Zeit zur Ruhe kommt, während der
die Quelle gepulst wird.
In Fig. 1 sind die Einrichtungen, die den äußeren Wasserbe
hälter 22 drehend antreiben, ohne ihn axial zu versetzen, sym
bolisch dargestellt. Sie enthalten einen Stab 30, der an der
Abtasteinrichtung oder dem Rotor 25 befestigt ist, und zwei
Walzen 31, die auf Stützen 32 angeordnet sind. Die
Stützen 32 sind mit einem Element 33 verbunden, an dem der äußere
Behälter 22 befestigt ist. Wenn der Rotor 25 in Verbindung
mit dem Abtastvorgang nach oben und nach unten bewegt wird,
können die Walzen 31 der Oberfläche des Stabs 30 folgen, und
der Stab treibt den äußeren Behälter 22 bei jeglicher Hub
bewegung des Rotors 25 in einer Drehbewegung an. Es ist daher
offensichtlich, daß der innere, mit Wasser gefüllte Behälter
21 sich nicht dreht, daß sich dagegen der äußere, mit Wasser
gefüllte Behälter 22 in einer Drehbewegung angetrieben wird,
und daß beide Behälter ständig auf derselben konstanten Höhe
befindlich sind.
In dieser Ausführungsform besitzt der untere Teil des Rotors
25 einen Ring 35, der am Rotor 25 befestigt ist. Der Ring be
sitzt ferner ein konzentrisches Ringzahnrad 36, dessen Zähne
nach außen gerichtet sind. Der Ring 35 und dessen zugeordnetes
Zahnrad 36 sind mit einem Lager 37 verbunden,
das auf einem ringförmigen Element 38 getragen wird, welches
auf einem axial verschiebbaren Rahmen oder Arbeitsbühne an
geordnet ist, die allgemein mit dem Bezugszeichen 39 gekenn
zeichnet ist. Die Anordnung des Rotors 35 auf dem Lager 37
ermöglicht es, daß der Rotor sich um 360° und mehr alterna
tiv in entgegengesetzten Richtungen drehen kann, wie das wäh
rend des Abtastvorgangs erforderlich ist. Wenn der Rotor 25
auf diese Weise von der Arbeitsbühne 39 getragen wird, kann
der Rotor schrittweise dadurch angehoben und abgesenkt wer
den, daß die Arbeitsbühne schrittweise nach jedem Abtastvor
gang bewegt wird. Das Ringzahnrad 36 wird verwendet, um einen
Kodierer 40 anzutreiben, der zusammen mit weiteren elektri
schen, noch näher zu erläuternden Komponenten in einem Ge
häuse 41 sitzt, das in gestrichelten Linien dargestellt ist.
Auf der Arbeitsbühne 39 ist ein Servomotor 45 angeordnet, um
den Rotor 35 azimutal oder in Drehbewegung zu bewegen. Die
Motorwelle besitzt eine Riemenscheibe 46. Die Riemenscheibe
treibt einen Riemen 47 an, der fragmentarisch dargestellt ist.
Der Riemen läuft auf dem Umfang des Rings 35, der am Unter
teil des Rotors 25 befestigt ist.
Der Riemen wird durch eine Hilfsriemenscheibe 48
gespannt, die auf einem Arm 49 sitzt, der an der Arbeitsbühne
39 befestigt ist. Bei dieser schematischen Darstellung der
Vorrichtung besitzt die Arbeitsbühne zwei Querleisten 50 und
51. Jede Querleiste besitzt zwei gefütterte und mit Innenge
winde versehene Löcher 52 und 53, die zur Aufnahme von ange
triebenen Führungsschrauben dienen, die die Arbeitsbühne 39
und den Rotor 25 schrittweise nach unten antreiben, wie wäh
rend eine Abtastverfahrens gefordert wird.
Um darzustellen, wie die Arbeitsbühne 39 mit dem Grundaufbau
54 zusammengebaut wird, um die Halterung und den Antrieb der
Arbeitsbühne zu ermöglichen, ist eine der Querleisten 50, die
mit 50′ bezeichnet ist, fragmentarisch im Grundaufbau 54 dar
gestellt, wobei eine der vier Führungsschrauben 55 bis 58
durch die Querleiste geschraubt ist. Es ist erkennbar, daß
die Arbeitsbühne 39 sich aufwärts oder abwärts je nach der
Drehrichtung der Führungsschrauben bewegt, wenn die in Tan
dems gekoppelten Führungsschrauben gedreht werden.
Die Führungsschrauben werden durch einen Servomotor 60 über
einen Riemen und eine Riemenscheibe 61 angetrieben. Der Rie
men treibt gewisse Wellen 62 und 63 in Getriebekästen 64 und
65, in denen die Führungsschrauben angeordnet und angetrieben
werden. Diese Getriebekästen sind herkömmlicher Bauart, und
ihre Funktion ist dem Fachmann bekannt. Querwellen 66 und 67
koppeln die Getriebekästen 64 und 65 mit einem weiteren Paar
von Getriebekästen 67 und 68, die die Führungsschrauben 57
und 58 antreiben. Auf der Innenseite des Grundrahmens 54 ist
auf einer kastenförmigen Struktur 69 eine neue Kabelaufnahme
vorrichtung angeordnet, die allgemein mit dem Bezugszeichen 70
bezeichnet ist und nachfolgend in Einzelheiten erläutert wird.
Wenn die Vorrichtung nach Fig. 1 im Gegensatz zu der auseinan
dergezogenen, gezeigten Darstellung tatsächlich zusammengebaut
ist, wird die Arbeitsbühne 39 auf den Führungsschrauben im
Grundaufbau 54 gehalten, und der Rotor 25 ist drehbar auf der
Arbeitsbühne gelagert. Die Arbeitsbühne 39 besitzt eine zen
trale Öffnung 71, um die Kabelaufnahmeeinrichtung 70 darin auf
zunehmen. Die mit Wasser gefüllten Behälter 21 und 22 sind
im Pfad des fächerförmigen Röntgenstrahls zwischen der Quelle
11 und der Detektorgruppe 28 angeordnet.
Bevor mit einer in Einzelheiten gehenden Beschreibung der
speziellen Verbesserungen fortgefahren wird, wird zuerst ein
Überblick über das gesamte System an Hand Fig. 3 gegeben.
Das System basiert darauf, daß ein Strahl einer Röntgenstrah
lung durch eine Schicht des Untersuchungsobjekts projiziert
wird und die durch das Objekt hindurchtretenden Strahlen auf
eine Gruppe von Detektoren fallen. Die Röntgenquelle
und die Detektoren umkreisen gemeinsam das Untersuchungsobjekt,
und die Quelle wird in vorgegebenen Intervallen derart ge
pulst, daß die Detektoren eine Abfolge elektrischer Signale
erzeugen, die der Absorption der Volumenzunahmen oder Volumen
inkremente in der Schicht zugeordnet sind. Von jeder Schicht
wird eine ähnliche Abtastung vorgenommen. Die Schwächungs
daten werden digitalisiert und gewöhnlicherweise in einem Spei
cher gespeichert, der einem Rechner zugeordnet ist. Der Rech
ner wird durch ein geeignetes Programm gesteuert, das einen
Algorithmus ausführt, der die Daten derart verarbeitet, daß
digitale Zahlen gewonnen werden, die den Schwächungskoeffi
zienten für jedes Schichtelement innerhalb irgendeiner gewählten
Schicht darstellen. Dies ermöglicht die Rekonstruktion und die
Anzeige des Bildes, das abgetastet wurde. Es ist selbstver
ständlich notwendig, jedes Schwächungskoeffizienten-Rohdaten
wort dem Abtastwinkel und der Schicht zuzuordnen, innerhalb
der es gewonnen wurde. Die Rotor- oder Abtastarm-Azimuthwin
kel, bei denen die Schwächungsmessungen innerhalb eines Ab
tastvorganges begonnen und beendet werden, müssen präzise be
stimmt sein. Die Azimuthwinkel des Rotors müssen zu allen Zei
ten bekannt sein.
Bei der Körperabtastvorrichtung, insbesondere bei der speziell
hierin beschriebenen Brustabtastvorrichtung, kann die Abtast
vorrichtung als in der 0°-Azimutstellung betrachtet werden,
wenn die Röntgenquelle 11 und die Detektoren 28 in Fig. 2
in einer Linie und parallel mit dem Papier angeordnet
sind, mit dem Wert null am Fußende des Objekts. Vom oberen
Ende der Fig. 2 her gesehen werden Azimutwinkel im Uhrzei
gersinn als positiv, und Winkel im Gegenuhrzeigersinn als
negativ betrachtet. Gemäß den beschriebenen Ausführungsbeispielen der Erfindung wird die
Röntgenstrahlquelle während der Zeit, während der Abtastarm
bevorzugt um 360° gedreht wird, gepulst.
Es wurde eine Vereinbarung zur Festlegung der Azimut- oder
Rotationswinkel des Abtastarms übernommen, der in dieser Be
schreibung auch als Rotor bezeichnet wird. Wenn das Untersu
chungsobjekt entsprechend der Fig. 2 positioniert ist, befin
det sich der Azimutwert null für die Röntgenquelle am
Fußende des Patienten auf einer Linie, die sich von den Füßen
des Patienten bis zum Kopf des Patienten erstreckt. Der Kopf
liegt bei dieser Figur bei einem Azimutwinkel von 180°. Wenn
der Patient auf die Vorrichtung gelegt wird, wird der Rotor,
und insbesondere die Röntgenröhre auf die Stellung mit
90° Azimutwinkel oder einer Viertelumdrehung über die 0°-
Azimutwinkelstellung gebracht, wobei zu beachten ist, daß die
Röntgenquelle, von oberhalb des Patienten her gesehen,
aus der 0°-Stellung im Uhrzeigersinn positioniert wurde. Da
der Patient und die Vorrichtung bei einer Stellung der Röntgen
quelle vorbereitet werden, die nach ungefähr 90° einer
Drehung im Uhrzeigersinn eingenommen ist, und da der erste Ab
tastvorgang im Uhrzeigersinn erfolgen soll, wird der Rotor
nicht im Gegenuhrzeigersinn zurück zur 0°-Azimutstellung zum
Start gebracht, sondern der Rotor startet im Uhrzeigersinn bei
der 90°-Azimutstellung. In dem im Uhrzeigersinn zählenden
Winkel zwischen ungefähr 90°- und genau 135°-Azimut kann
der Rotor beschleunigen und eine konstante
Winkelgeschwindigkeit zu erreichen. Bei genau 135° wird der
Impulsbetrieb der Röntgenstrahlen ausgelöst. Dieser Azimut
winkel von 135° stellt für den Röntgenstrahlimpulsbetrieb den
0-Grad-Punkt dar, und wenn ein Winkel von 360° der Rotordrehung
addiert wird, so ist dieser Punkt ebenso der Abschalt- oder
360°-Punkt, bei dem der Röntgenstrahlimpulsbetrieb für die ab
zutastende Körperschicht beendet wird. Anschließend wird in
dieser Beschreibung aus Einfachheitsgründen die 0°-Röntgen
strahlstellung verwendet, um den Azimutwinkel zu kennzeich
nen, bei dem der Röntgenstrahlimpulsbetrieb beginnt, und es
wird die 360°-Röntgenstrahlstellung verwendet, die tatsächlich
mit dem Wert 0 zusammenfällt, um den Winkel zu kennzeichnen,
bei dem der Röntgenstrahlimpulsbetrieb beendet wird.
Bei der gerade erläuterten, im Uhrzeigersinn erfolgenden Ab
tastung beträgt der wahre Azimutwinkel der Röntgenquelle,
dessen 0°-Wert am Fußende liegt, 135° plus 360°, wenn der Im
pulsbetrieb endet, was gleich 495° ist. Danach kann der Rotor
weitere 45° freilaufen, und er wird, sofern er nicht vorher
anhält, bei 540° abgebremst.
Eine Abtastung im Gegenuhrzeigersinn wird von dem wahren Azi
mutwinkel von ungefähr 540° oder weniger aus begonnen, und es
werden wiederum 45° oder weniger gegeben, in denen der Rotor
und die Röntgenquelle beschleunigt werden und eine kon
stante Geschwindigkeit erreichen, wobei diese konstante Ge
schwindigkeit bei einem wahren Azimutwinkel von genau 495°
vorliegt, wobei in dieser Stellung der Röntgenstrahlimpulsbe
trieb für Abtastungen im Gegenuhrzeigersinn ausgelöst wird.
Dieser wahre Azimutwinkel von 495° stimmt mit dem wahren Azi
mutwinkel von 135° überein, an dem der Röntgenstrahlimpulsbe
trieb bei Rotation im Uhrzeigersinn startet, und dieser Wert
kann wiederum als 0°-Röntgenstrahlstellung betrachtet werden.
Der Röntgenstrahlimpulsbetrieb bei einer Abtastung im Gegen
uhrzeigersinn wird genau bei einem wahren Azimutwinkel von
495° minus 360° oder 135° beendet, und der Rotor läuft wiede
rum bis zu 45° frei und erreicht den wahren Azimutwinkel von
90°, bei dem die vorausgegangene Abtastung im Uhrzeigersinn
gestartet ist, und von dem die nächste Abtastung starten wird.
Beispielsweise wird
in einer Ausführungsform der Erfindung die Röntgen
quelle alle 3,6° der Drehung in jeder Schicht gepulst.
Die Impulshülle dauert ungefähr 0,5° oder 4,4 Millisekunden
an. Innerhalb jeder Röntgenstrahl-Impulshülle treten vier Ko
dierimpulse in Intervallen von 1,1 ms auf. Zwischen den Rönt
genstrahlimpulsen sind ungefähr 100 ms verfügbar, um die De
tektoren auszulesen. In diesem Beispiel sind in der Detektor
gruppe 28 ungefähr 128 Detektorelemente vorgesehen.
Der Abtastrotor wird in diesem Beispiel mit 6 Umdrehungen pro
Minute angetrieben, wodurch sich eine 360°-Abtastung einer
Körperschicht in 10 Sekunden, bzw. eine 180°-Abtastung, sofern
eine halbe Umdrehung verwendet wird, in 5 Sekunden vollenden
läßt. Jede Schicht ist 1 cm dick, es wird jedoch überlegt,
auch dünnere Schichten zu verwenden. Die maximale Größe einer
Brust beträgt normalerseise ungefähr 15 cm, so daß sie in
einem Gesamtwert von ungefähr 150 s an tatsächlicher Abtast
zeit untersucht werden kann, wobei Abtastungen mit 10 Sekunden
erfolgen.
Kleinere Brüste erfordern weniger Abtastungen und können in
einer kürzeren Zeit untersucht werden. Das Bedienungspersonal
kann die Anzahl der Schichten einstellen, die abgetastet wer
den sollen, um die gesamte Brust, im wesentlichen aber nicht
mehr, zu bedecken. Bei der Ausführungsform der Abtastvorrich
tung, die den Torso oder andere größere, gesamte Körperteile
untersucht, lassen sich nach Wahl des Bedienungspersonals
mehr oder weniger Schichten abtasten.
Die oben genannten Werte sind, wie schon darauf hingewiesen
wurde, nur als Beispiel angegeben. In anderen Ausführungs
formen werden z. B. Abtastgeschwindigkeiten von 6,25 und 12,5
Umdrehungen pro Minute und 4,8 und 9,6 s pro Abtastung ver
wendet. Ein wichtiger Gesichtspunkt besteht darin, daß die
Impulse räumlich und zeitlich mit den Abtastwinkeln, und, wie
noch erläutert wird, mit der Netzfrequenz synchronisiert sind.
Ein wesentliches Merkmal stellt ein Kodierer 40
dar, der noch näher erläutert wird und der dies mit
hoher Genauigkeit möglich macht.
In Fig. 3 ist ein Block 77, der mit "Tischelektronik" be
zeichnet ist, kennzeichnend für die Schaltung zur Bestimmung
und Steuerung der Abtastwinkel und für die Wahl der Schichten.
Die Tischelektronikschaltungen sind über eine Datenerfassungs-
Eingabe/Ausgabetafel 78 mit dem Rechner verbunden.
Es sind Einrichtungen vorgesehen, um die Röntgenquelle 11
zu speisen und zu steuern. Die Röntgenstrahl-Steuereinrichtung 79
dient zur Bereitstellung der Betriebsparameter der Röntgen
röhre, wie z. B. des Potentials und des Heizstroms. Die
se Betriebsparameter müssen konstant gehalten werden, um ver
wendbare Absorptionsdaten zu erhalten, und zu diesem Zweck
steuert die Steuereinrichtung 79 Röntgen-Speiseeinheit 80,
die ihrerseits den Hochspannungsausgang des Röntgen
transformators 81 festlegt. Die angelegte Spannung kann in
einem Filter, das durch den Block 82 symbolisiert ist, gefil
tert werden. Der Block 83 stellt eine Gittervorspannungssteue
rung dar, um das Gittervorspannungspotential der Röntgen
röhre, welches die Röntgenstrahlimpulse startet und stoppt,
einzuschalten und auszuschalten. Das Röntgenstrahlsystem ist
mittels einer Eingabe/Ausgabetafel 84 mit dem Rechner verbun
den.
Die erforderlichen Schwächungsdaten werden in digitaler Form
in einem Plattenspeicher 85 gespeichert, um gemäß dem Rech
neralgorithmus weiterverarbeitet zu werden. Das Rechnerpro
gramm ist in einem Magnetbandmodul 86 gespeichert. Das Band
gerät ist mit 87 bezeichnet. Die digitalen Daten, die ein Bild
kennzeichnen, können auf einem Monitor für eine weiche oder
harte Kopie angezeigt werden, der durch den Block 88 symbolisiert
ist. Es sind Einrichtungen vorgesehen, um einen Teil des
Bildes auszuwählen, der einen speziellen Kontrastbereich
oder Grauskala besitzt, und um diesem Bildteil die volle
Kontrastskala von weiß bis schwarz zukommen zu lassen.
Derartige Einrichtungen werden durch den Block 89 dargestellt,
der als W-L-Steuerblock bezeichnet ist. An der Anzeigekonsole
90 steht dem Bedingungspersol eine Steuertafel 91 zur Ver
fügung, um verschiedene Befehle zum Anzeigesteuersystem 96 zu
senden. Die Anzeigekonsole kann ferner den Monitor 92 ent
halten, um den Ausgang des Röntgengenerators zu über
wachen. An der Maschine selbst befindet sich eine Operator
konsole 93, die ebenfalls eine Steuertafel 94 zur Steuerung
des Systems enthält. Die Fernanzeigekonsole ist mit dem Rech
ner über eine Anzeige-Eingabe/Ausgabetafel 95 und einem An
zeigesteuersystem 96 verbunden. Der Abtastvorgang erfolgt au
tomatisch unter der Steuerung eines Rechners, nachdem der Pa
tient eingebracht ist und ein Startbefehl vom Bedienungsper
sonal ausgelöst ist.
Ein wesentliches und wichtiges Merkmal der rotierenden
Abtastvorrichtung stellt der Kodierer (Kodiersystem) dar. Seine
primäre Funktion besteht darin, der Systemsteuereinrichtung,
die als ein Rechner oder ein separater Mikroprozessor ausge
bildet sein kann und nicht dargestellt ist, als Funktion der
Position der Abtasteinrichtungen mit Impulsen zu versehen.
Diese Impulse lösen, nachdem sie in der Systemsteuereinrich
tung oder dem Rechner verarbeitet wurden, Röntgenimpuls
befehle als Funktion der Drehposition der Abtasteinrichtung
und der Netzfrequenz aus. Die Impulsfrequenz des Kodierers wird
von der Systemsteuereinrichtung verwendet, um die Drehgeschwin
digkeit der Abtasteinrichtung festzulegen.
Es wird nun zur Beschreibung einer Ausführungsform des Kodierers 40
auf die Fig. 4 und 5 Bezug genommen. In Fig. 4
stellt der Block 100 die Abtasteinrichtung (Scanner) dar, die
den Rotor 25 gemäß Fig. 1 enthält, auf der die Röntgen
quelle 11 und die Detektoranordnung 13 angeordnet ist. Der
Kodierer 40 erzeugt Ausgangsimpulse in Abhängigkeit von der
Rotordrehung und stellt eine kommerziell erhältliche Bauart
dar, von der Einzelheiten nicht dargestellt sind. Der Kodierer 40
kann eine Platte mit Löchern enthalten, die in gleichen Winkel
abständen auf einem Kreis angeordnet sind. Eine Lichtquelle,
wie z. B. eine lichtemittierende Diode, befindet sich auf der
einen Seite der Scheibe, und ein Lichtsensor auf der anderen
Seite der Scheibe. Wenn die Löcher aufgrund der Drehung der
Welle des Kodierers durch den Lichtstrahl hindurchlaufen, er
zeugt der Sensor eine Folge elektrischer Impulse. Beispiels
weise erzeugt der Kodierer in einer tatsächlichen Ausführungs
form 500 Impulse pro Umdrehung der Kodiererwelle. Da das Ge
triebeverhältnis zwischen dem Kodierer und der Abtasteinrich
tung, gekennzeichnet durch den Block 101 in Fig. 4, den Wert
18 : 1 besitzt, erscheinen auf der Leitung A bei jeder Um
drehung der Abtasteinrichtung um 360° eine Anzahl von 9000
Ausgangsimpulsen. Die Impulse werden mit einer konstanten Fre
quenz während des Abtastens erzeugt, da die Geschwindigkeit
des Servomotors der Abtasteinrichtung konstant gehalten wird.
Wenn die Abtasteinrichtung vor und nach Erreichen der 0°-
Stellung, bei der der Röntgenstrahlimpulsbetrieb
stoppt, beschleunigt oder verlangsamt wird, werden die Impulse
des Kodierers mit einer variierenden Frequenz erzeugt.
Auf der Ausgangsleitung B liefert der Kodierer 40 ferner einen
Impuls pro Umdrehung der Kodiererwelle oder 18 Impulse bei je
der ganzen Umdrehung des Abtastrotors 25. Ein drittes Impuls
signal, das auf der Leitung C erscheint, wird unabhängig vom
Kodierer erzeugt. Die Impulsrate auf der Leitung C beträgt
1 Impuls pro 360°-Abtastumdrehung, und dieser Impuls wird un
gefähr bei dem Azimutwinkel von 0° Röntgenstrahlstellung er
zeugt. Die Impulse auf der Leitung C werden unabhängig vom
Kodierer erzeugt, wobei fotoelektrische Elemente verwendet
werden, die eine Lichtquelle 102, einen Detektor 103 und ein
mit einer Blende versehenes Element 104 enthalten. Das Impuls
signal C besitzt eine Breite oder Apertur von 10°.
Wie sich aus Fig. 5 entnehmen läßt, in der die Kurvenverläufe
dargestellt sind, besitzt der Kodierer eine solche Phase, daß
das Impulssignal B innerhalb die Apertur oder Breite des Im
pulssignals C fällt. Die Impulsserien A und B stehen notwendi
gerweise zeitlich und räumlich untereinander in Beziehung, da
sie von derselben Kodiererwelle erzeugt werden. Die Impuls
signale B und C fallen einmal pro Umdrehung der Abtasteinrich
tung zusammen, und die Mitte des Impulses B fällt mit dem An
stieg des ersten Impulses der Gruppe A zusammen, wie aus Fig. 5
entnommen werden kann, in der die 0°-Röntgenstrahlstel
lung durch eine gestrichelte Linie festgelegt ist, so daß eine
präzise räumliche Ausrichtung oder Übereinstimmung der Null
stellung bezüglich der Impulsgruppe A erreicht ist. Der Aus
gangsimpuls, der die Nullstellung kennzeichnet, erscheint auf
der Leitung D in Fig. 4 und wird durch die UND-Funktion des
Tors 105 bewirkt, welches ein Ausgangssignal D bei Koinzidenz
der Signale B und C erzeugt.
Die Impulsgruppe A wird über einen UND-Tortreiber 106 zur
Systemsteuereinrichtung geleitet. Geeignete Treiber sind durch
den Bautyp National DM 8830 oder durch äquivalente Bautypen
gegeben. Bei jedem Impuls der Gruppe A geht die Ausgangsleitung
107 des Treibers auf einen hohen Wert, und die Ausgangsleitung
108 wird niedergehalten. Die die Nullstellung anzeigende Im
pulse D, die von der Koinzidenz der Impulse B und C herrühren,
werden über Leitungen 110 und 111 einem Treiber 109 und der
Systemsteuereinrichtung zugeführt. Alle Leitungen sind am
Empfangsende elektrisch isoliert, wobei lichtgekoppelte Iso
latoren verwendet werden, die nicht dargestellt sind. Als
Empfänger kann z. B. der Typ Fairchild FDC 820 oder ein Äqui
valent verwendet werden, dem ein Schmitt-Triggerpuffer vom
Typ SW 7414 folgt, wobei weder Empfänger noch Schmitt-Trigger
gezeigt sind.
Wie in Fig. 5 dargestellt ist, erscheinen die Impulse des
Kodierers in der Gruppe A mit einer gleichförmigen Frequenz.
Dies ist nur der Fall, wenn die Abtasteinrichtung mit einer
gleichförmigen Winkelgeschwindigkeit rotiert. Das System ist
derart aufgebaut, daß der erste Röntgenstrahlimpuls nur aus
gelöst wird, wenn die Drehgeschwindigkeit der Abtasteinrich
tung und damit die Impulsfrequenz einen vorgegebenen konstan
ten Wert besitzt. Eine konstante Winkelgeschwindigkeit der
Abtasteinrichtung wird mit dem Azimut-Antrieb erzielt, der
später beschrieben wird.
Wenn eine Schicht des Körpers des Untersuchungsobjekts, wie
z. B. der Brust, untersucht werden soll, wobei angenommen wird,
daß das Objekt richtig eingefügt ist, startet die Abtastein
richtung oder der Rotor die Drehbewegung von einem Winkel von
etwa 45° vor der 0°-Röntgenstrahlstellung aus, wobei diese
Stellung oben definiert ist. Dies ermöglicht es dem Abtast
einrichtungs- oder Azimutantrieb, eine Beschleunigung zu durch
laufen und eine konstante Geschwindigkeit zu erreichen, wenn
die 0°-Röntgenstrahlstellung oder die Einschaltstellung er
reicht ist und der erste Röntgenstrahlimpuls ausgelöst wird.
Der erste Röntgenstrahlimpuls wird nur ausgelöst, wenn der
Rotor 25 sich auf einer konstanten vorgegebenen Geschwindig
keit befindet, wenn er die 0°-Röntgenstrahlstellung bei der
einen Abtastrichtung, und die 360°-Röntgenstrahlstellung -
was dieselbe Stellung ist - für die andere Abtastrichtung er
reicht. Die Abtastung wird automatisch unterlassen, wenn die
Rotorgeschwindigkeit zum Zeitpunkt, zu dem der Rotor die 0°-
Röntgenstrahlstellung erreicht, nicht konstant ist.
Der Kodierer liefert auf jeden Fall einen kontinuierlichen
Impulszug während der Rotorbeschleunigung, während des Inter
valls gleichförmiger Geschwindigkeit und während der Abbrem
sung der Abtasteinrichtung. Dies wird im Impulszug E der Fig. 5
beispielshalber dargestellt, und diese Impulse sind
tatsächlich diejenigen, die auf der Leitung A in Fig. 4 er
scheinen. Es ist ersichtlich, daß links von der 0°-Röntgen
strahlstellungsmarkierung die Impulse in der Impulsgruppe E
ungleichförmig sind und einen abnehmenden Zwischenraum zwischen
sich besitzen, wodurch Beschleunigung gekennzeichnet ist. Un
mittelbar vor der Nullstellung, und von der Nullstellung bis
unmittelbar über 360° der Drehung hinaus, wo die Röntgenstrahl
impulse gestoppt werden, sind die Impulse des Kodierers gleich
förmig, da der Azimutantrieb mit einer konstanten Geschwindig
keit läuft. Nach einer Drehung um 360° oder der Röntgenstrahl-
Ausschaltstellung verlangsamt sich die Abtasteinrichtung und
kommt unter normalen Bedingungen nach ungefähr 45° zur Ruhe.
Entsprechend umgekehrte Winkel gelten für den Fall der in um
gekehrter Richtung verlaufenden Rotordrehung. Geeignete Grenz
schalter und Halteinrichtungen sind vorgesehen, um die Drehung
auf nicht mehr als 90° in beiden Richtungen über die 0°-Rönt
genstrahlstellung oder die 360°-Röntgenstrahlstellung - für den
Fall in umgekehrter Richtung laufender Abtastumdrehungen -
zu begrenzen. Dies wird später näher erläutert.
In Fig. 5 ist das Röntgenstrahlimpulsintervall auf der Linie
F dargestellt, und der erste Impuls wird bei der 0°-Röntgen
strahlstellung der Abtasteinrichtung oder des Rotors ausgelöst
und alle 3,6° der Drehung des Rotors und der Röntgen
quelle gemäß diesem Beispiel wiederholt, wie oben erwähnt wur
de. Es können auch andere Widerholfrequenzen verwendet werden.
In diesem Beispiel beträgt, wie schon erwähnt, die Impulsdauer
4,4 ms, und innerhalb dieser Zeit treten vier Kodiererimpulse
112 mit einem Abstand von 1,1 ms auf. Es sei jedoch bemerkt,
daß die Frequenz der Röntgenstrahlimpulse von den gerade als
Beispiel gegebenen Werten abweichen kann, und daß dies von der
verfügbaren Röntgenstrahlintensität, der individuellen Impuls
dauer, der Abtastgeschwindigkeit, dem zur Rekonstruktion des
Bildes verwendeten Rechneralgorithmus und u. a. auch von dem
Grad der geforderten Bildauflösung abhängt. Das Geschwindig
keitsabfühlsystem erlaubt eine Pufferperiode von 5° zur Über
wachung und Feststellung, ob die Abtasteinrichtung mit der
konstanten Geschwindigkeit betrieben wird. Die Röntgenstrahl
impulse beginnen nur, wenn die Rotorgeschwindigkeit konstant
ist. Die Abtastung wird automatisch unterlassen oder beendet,
wenn die Geschwindigkeit nicht konstant ist. Ist die Abtast
geschwindigkeit konstant, so kann die Röntgenstrahlung bei
der 0°-Röntgenstrahlstellung eingeschaltet werden. Der Rech
ner befindet sich bei der Durchführung seiner Steuerfunktionen
im Gleichlauf mit den Röntgenstrahlimpulsen und indiziert die
se und veranlaßt, daß die Hochspannung an der Röntgen
quelle sich am Ende jeder Abtastung ausschaltet.
Im folgenden wird nun ein Schema zur Steuerung der Röntgen
belichtungen beschrieben, das gegenüber dem vorausgehend
beschriebenen bevorzugt wird. In der vorstehenden Ausführungs
form wurde jeder Röntgenstrahlimpuls oder Belichtungsintervall
gestartet, wenn eine vorgegebene Anzahl von Impulsen des Ko
dierers gezählt wurde. Wenn kürzere oder längere Röntgenstrahl
impulse gewählt wurden, um verringerte oder erhöhte Belichtun
gen zu erhalten, wurden die Röntgenstrahlimpulse auf einer Sei
te des Startpunktes kontrahiert und expandiert. In anderen Wor
ten, die Röntgenstrahlimpulse waren nicht um die Winkel zwi
schen den Impulsen zentriert. Dies verkompliziert den vom Rech
ner zur Rekonstruktion des Röntgenbildes verwendeten Al
gorithmus.
Im vorausgegangenen Schema waren die Röntgenstrahlimpulse
räumlich oder winkelmäßig synchronisiert, es war jedoch nicht
sichergestellt, daß eine Synchronisation der Röntgenstrahlim
pulse mit der Netzfrequenz erfolgte. Gemäß der bevorzugten
Ausführungsform wird eine Netzfrequenz-Synchronisation vorge
nommen, und die Röntgenstrahlimpulse sind symmetrisch um
ihre Abstandswinkel, die vom Kodierer festgelegt sind. Die
Mitten oder Zentren aller Röntgenstrahlimpulse in allen Schich
ten des Körpers sind dann unabhängig von der Länge der Impulse
kongruent.
In der bevorzugten Ausführungsform wird der Rotor 25 synchron
mit der Frequenz des Netzes angetrieben, wobei ein Wechselstrom-
Synchronmotor als Azimutantriebsmotor 45 verwendet wird, ver
gleiche Fig. 8. Alle Parameter werden dann gemäß der vor
herrschenden Netzfrequenz gewählt, die in Deutschland 50 Hz
beträgt und in anderen Ländern manchmal auch 25, 40 oder 60 Hz
betragen kann. Im vorliegenden Beispiel werden die auf einer
60-Hz-Netzfrequenz basierenden Zahlen verwendet, um das bevor
zugte System zu beschreiben.
Es wird nun auf die Fig. 1, 4 und 8 Bezug genommen, nach
denen der Rotor 25 wiederum ein Ringzahnrad 36 aufweist, um
einen von einer Welle angetriebenen Präzisionskodierer 40 in
Drehbewegung zu versetzen. In diesem Fall ist aus Gründen, die
noch klarer werden, das Getriebeverhältnis derart gewählt, daß
eine Umdrehung des Ringzahnrads 36 in 24 Umdrehungen der Ko
diererwelle umgesetzt wird. Der Kodierer erzeugt ein Vielfaches
von 60 Hz, nämlich 360 Impulse pro Umdrehung der Welle, so daß
der Impulszug A in Fig. 4 8640 Kodiererimpulse bei jeder Azi
mut- oder vollen 360°-Rotorumdrehung aufweist. Wie in der vor
ausgegangenen Ausführungsform liefert der Kodierer einen zwei
ten Ausgang als Impuls B, der lediglich einmal pro Umdrehung
der Kodiererwelle auftritt. Dieser Impuls wird einem UND-Tor
105 mit einem separaten, vom Azimut abgeleiteten Impuls C vom
Sensor 103 zugeführt, wobei dieser Impuls nur einmal pro Azi
mutumdrehung auftritt. Die Impulse B und C besitzen eine der
artige Phase, daß sie einmal pro Azimutumdrehung zusammenfallen,
und diese Impulse bewirken, wenn sie zusammenfallen, einen Aus
gangsimpuls vom UND-Tor 105, der bei der 0°-Röntgenstrahlstel
lung und der 360°-Röntgenstrahlstellung auftritt, wobei die
letzteren Winkel früher definiert wurden. Da die beiden Kodie
rerausgänge Teile derselben Wellenanordnung sind, ist ihre Be
ziehung untereinander invariant, und die räumlichen Beziehun
gen zwischen der 0°-Röntgenstrahlstellung und der 360°-Rönt
genstrahlstellung ist bezüglich des Rotors 25 invariant.
Das Ausgangssignal des Kodierers mit 8640 Impulsen stellt da
her ein netzsynchrones Taktsignal für die räumliche Synchroni
sierung der Start-, Mitten- und Endpunkte jedes Impulses und
zur Festlegung der Dauer der Röntgenstrahlimpulse dar. In dem
als Beispiel gewählten System erfolgen während einer Rotor
drehung um 360° für jede Körperschicht 288 Röntgenstrahlim
pulse oder Belichtungen und Ansichten. Zwischen den Mitten
der Röntgenstrahlimpulse liegen 1,25°. Je nach der geforderten
Bildauflösung können mehr oder weniger Belichtungen durchge
führt werden.
Die Zeitperiode zwischen den Röntgenstrahlimpulsen wird durch
Zählung der Kodiererimpulse bestimmt, und dies kann in einem
nicht dargestellten Mikroprozessor erfolgen, der als System
steuereinrichtung dient, oder es kann durch den Rechner er
folgen, der dann die Steuerfunktionen ausführt. Die Dauer wird
ebenfalls durch die Zählung von Kodiererimpulsen festgelegt.
In diesem Beispiel beträgt die Periode 8640/288 oder 30 Kodie
rerimpulse zwischen den Röntgenstrahlimpulsen. Da der Rotor
25 netzsynchron angetrieben ist, treten die Röntgenstrahlim
pulse synchron mit der Netzfrequenz auf. Bei der tatsächlichen
Vorrichtung sind Geschwindigkeiten der Abtastung von 12,5 und
6,25 Umdrehungen pro Minute vorgesehen. Bei 12,5 Umdrehungen
pro Minute benötigt eine Abtastung 4,8 Sekunden, so daß
4,8/288=1/60 Sekunden das Intervall zwischen den Impulsen
darstellt. Bei 6,25 Umdrehungen pro Minute benötigt eine Ab
tastung 9,6 Sekunden, so daß 9,6/288=1/30 s die Intervall
zeit ist. Diese Zeiten stellen synchrone Perioden für eine
60-Hz-Netzfrequenz dar, und es ist für einen Fachmann einfach,
diese Werte an andere Netzfrequenzen anzupassen.
Falls eine Abtastung 4,8 s beträgt, beträgt die Dauer
jedes Kodiererimpulses 1/60 : 30 oder 0,555 ms. Bei einer Ab
tastungszeit von 9,6 s beträgt diese Impulsdauer 1,11 ms. Bei
einer Abtastung von 4,8 s kann der Zähler die Röntgenstrahl-
Belichtungsimpulse in den Schritten von 0,555 ms bis zur be
liebigen Längen steuern. Tatsächlich wird der Zähler program
miert, um die Belichtungen in Schritten von 2 Kodiererimpulsen
aus Gründen zu steuern, die noch erläutert werden.
Gemäß einer Ausführungsform
stellt der Zähler für Kodiererimpulse einen Teil einer Steu
ereinrichtung dar, die tatsächlich als ein Intel 8080 Mikro
prozessor ausgebildet ist, und gemäß einer anderen Ausführungs
form wird die Zählung der Kodiererimpulse mit dem Rechner durch
geführt, der auch die Bilder aus den Daten rekonstruiert und
andere Steuerfunktionen ausführt.
Die Steuereinrichtung ist programmiert, um tatsächlich den
Mitten- oder Zentrumspunkt jedes Röntgenstrahlimpulses zu be
stimmen, und jeden Impuls, unabhängig von der Länge des Rönt
genstrahlimpulses symmetrisch um die Mitte zu starten und zu
beenden.
Die Steuereinrichtung startet die Röntgenstrahlimpulse bei
einer ersten Winkelstellung, die jenseits der 0°-Röntgen
strahlstellung oder der 360°-Röntgenstrahlstellung in beiden
Richtungen liegt, und er beendet die Röntgenstrahlimpulse bei
der 360°-Röntgenstrahlstellung bzw. der 0°-Röntgenstrahlstel
lung. Bei einer Drehung des Rotors im Uhrzeigersinn, z. B. bei
einer 4,8 s dauernden, 288 Impulse enthaltenden Abtastung um
360°, liegt dann die Mitte des ersten Röntgenstrahlimpulses
bei 1,25° oder 30 Kodiererimpulse nach der 0°-Röntgenstrahl
stellung. Die Mitten oder Zentren der folgenden Röntgenstrahl
impulse liegen immer 30 Kodiererimpulse nach dem vorausgegan
genen Impuls. Da für die Röntgenstrahlimpulse Symmetrie gefor
dert ist, und die Dauer der Impulse durch die Abzählung von
Kodierimpulsen bestimmt wird, muß immer eine gleiche Zahl von
Kodierimpulsen auf beiden Seiten der Mitte vorhanden sein, so
daß die Gesamtzahl der Kodiererimpulse während eines Röntgen
strahlimpulses eine gerade Zahl sein muß. Aus diesem Grund ist
der Kodierer so programmiert, daß er die Belichtung in Schrit
ten von zwei Kodiererimpulsen steuert.
Die Steuereinrichtung ist derart programmiert, daß sie einen
Röntgenstrahlimpuls eine ganze Zahl von Kodiererimpulsen vor
der Impulsmitte startet, und daß sie den Röntgenstrahlimpuls
nach derselben Anzahl nach der Impulsmitte beendet. Wenn z. B.
Röntgenstrahlimpulse mit 1,1 ms Dauer gesteuert werden, so
entspricht dies zwei Kodiererimpulsen, jeweils einen Kodierer
impuls auf jeder Seite der Impulsmitte beim Zahlenwert 30.
Die Steuereinrichtung ist also derart programmiert, daß sie
den Startpunkt einen Kodiererimpuls vor der Impulsmitte vor
wegnimmt. Die Steuereinrichtung liefert einen Triggerimpuls
bevor der Röntgenstrahlimpuls gestartet wird, dessen Breite
gleich einem Kodierer- oder Positionsimpuls ist. Zwischen dem
Ende des Triggerimpulses und dem Start des Röntgenstrahlim
pulses ist keine Trennung oder Separation vorhanden. Nachdem
dann zwei Kodiererimpulse gezählt sind, entregt die Steuer
einrichtung die Röntgenstrahlimpulsquelle. Dieser Prozeß wie
derholt sich, und der letzte Röntgenstrahlimpuls innerhalb
einer vollen Abtastung wird bei diesem Beispiel einer Drehung
im Uhrzeigersinn bei der 360°-Röntgenstrahlstellung zentriert.
Allgemein betrachtet bedeutet dies, daß alle Röntgenstrahl
impulse die Dauer von 2 n Kodiererimpulsen besitzen, wobei n
eine ganze Zahl ist. Die Mitte oder das Zentrum der Röntgen
strahlimpulse befindet sich dann 2n/2 Kodiererimpulse nach
dem Belichtungsstart.
Die folgende Tabelle liefert die Zahl n für die beiden Geschwindigkeits
beispiele und die verschiedenen Belichtungs-Wahlmöglichkeiten
des Bedienungspersonals.
Die nachfolgende Tabelle gibt den relativen
Zählerinhalt bezüglich des 0-Zählerinhalts
bei der 0°-Röntgenstrahlstellung=0°-Azimut
stellung am Start, in der Mitte und am Ende
des ersten und letzten Röntgenstrahl-Belich
tungsimpulses für das System wieder, das in
einer 4,8-s-Abtastungsbetriebsart betrieben
wird, wobei die vom Bedienungspersonal aus
gewählten Belichtungszeiten 1,11, 2,22 oder
3,33 ms betragen.
0° stellt den von einem Punkt gemessenen Azi
mutwinkel dar, wobei dieser Punkt, wie schon
früher erläutert, ein willkürlicher Nullpunkt,
und nicht die 0°-Röntgenstrahlstellung ist.
Für synchrone 50-Hz-Rotorantriebssysteme können Abtastungen
in 5,76 s bei langsamer Geschwindigkeit, und in 11,52 s bei
hoher Geschwindigkeit durchgeführt werden. Die Dauer der Ko
diererimpulse beträgt 1/50 : 30=0,6666 ms für die schnelle
Abtastung und 1,3333 ms für die langsame Abtastung, sofern
dasselbe Kodierer- und Getriebeverhältnis verwendet wird wie
in dem oben genannten 60-Hz-Netzfrequenzbeispiel, wobei wiede
rum angenommen wird, daß 288 Belichtungen pro Azimutumdrehung
gewünscht werden.
Es wird nun der Azimutantrieb und dessen Steuerung erläutert.
Es sei daran erinnert, daß die Abtasteinrichtung oder der Rotor
25 gemäß Fig. 1 durch den Servomotor 45 in einer Drehbewegung
angetrieben wird. Das logische System und die Komponenten des
Azimutantriebssystems sind in den Fig. 7 bzw. 8 dargestellt,
auf die nun Bezug genommen wird.
In Fig. 8 ist der Servomotor 45 für den Azimutantrieb schema
tisch derart dargestellt, daß er in einer Antriebsverbindung mit
dem Abtastrotor 25 steht. Der Motor 45 ist ferner mit einem
Tachometer 115 gekoppelt, das seine Signale in einer Rückkopp
lungsschleife einem Servoverstärker 116 abgibt. Der Servover
stärker steuert seinerseits die dem Motor 45 gelieferte Span
nung und damit dessen Drehgeschwindigkeit. Der Servoverstärker
116 erhält normalerweise eine Wechselstromleistung über eine
Eingangsleitung 114. Diese Leistung wird von einer Triac-Trei
berschaltung 291 erhalten, die in Fig. 6 dargestellt ist.
Der Ankerkreis des Azimutantriebmotors 45 besitzt einen norma
lerweise offenen Kontakt 177, der durch das Relais CR 8 in
Fig. 6 geschlossen wird, um den Motor zu betreiben, wenn meh
rere zusätzliche Betriebsbedingungen erfüllt sind. Es wird an
schließend bei der Beschreibung der Fig. 6 gezeigt, daß alle
Funktionen der Arbeitsbühne und des Rotorantriebs durch Ent
regung der Triac-Treiberschaltung und durch Schaltung gewisser
Relaiskontakte angehalten werden können, wenn bestimmte Bedin
gungen vorliegen.
Wie schon erwähnt, wird durch den Kodierer 40 eine Gruppe von
Zeitsteuerimpulsen erzeugt, wenn das System gespeist wird und
der Azimutantrieb arbeitet. Mittels eines Getriebes, das in
Fig. 8 durch den Block 117 symbolisiert ist, treibt der Ro
tor 25 ein Potentiometer 118 an, das eine Spannung erzeugt,
die den augenblicklich vorliegenden Rotor-Azimutwinkel kenn
zeichnet. Das Getriebe 117 und das Potentiometer 118 befinden
sich tatsächlich in dem Gehäuse 41 der Fig. 1, sie sind je
doch in Fig. 1 nicht sichtbar. Der Arm des Potentiometers
118, von dem die den Azimutwinkel kennzeichnende Spannung er
halten wird, ist über einen Kontakt 196 einer Relaisspule CR 5,
die in Fig. 6 dargestellt ist, angeschlossen. Die Relais
spule CR 5 wird immer dann erregt, wenn ein Befehl für den
Rotor gegeben wird, sich um einen bestimmten Winkel zu drehen,
sofern alle Bedingungen für den Antrieb erfüllt sind. Wenn sich
der Kontakt 196 schließt, werden die Kontakte 197 und 199 des
Relais CR 5 in Fig. 8 geöffnet. Das Signal vom Potentiometer
118 geht über den Kontakt 196 zu einem Summierpunkt 119, der
den Eingang für einen Nullkomparator 121 bildet. Analogspan
nungssignale von vorgesetzten Werten, die den Rotordrehbefehlen
entsprechen, werden vor Abtastung des Patienten und vor dem
Auflegen oder Einfügen des Patienten über einen Leiter 120
empfangen, der an den Summierpunkt 119 angeschlossen ist. Es
soll später erläutert werden, wie die Analogspannungssignale
erzeugt und ausgewählt werden. Die Analogsignale werden über
den Kontakt 198 in Fig. 8 weiter gegeben, der durch eine Re
laisspule CR 4 in Fig. 6 gesteuert wird. Der Ausgang des
Null-Komparators 121 ist mit dem Servoverstärker 116 verbunden,
und der Eingang des Null-Komparators 121 liegt am Summierpunkt
119. Wenn die analoge Befehlsspannung auf der Leitung 120 das
Signal vom Potentiometer 118 auf den Wert null bringt, reagiert
der Null-Komparator dadurch, daß er dem Servoverstärker ein
Signal zukommen läßt, um den Motor 45 des Rotorantriebs zu
deaktivieren. Solange wie der Komparator 121 nicht auf den
Wert null gebracht ist, erscheint ein Signal auf einer seiner
Ausgangsleitungen 122, wobei in Serie mit dieser Leitung eine
Kurzzeit-Verzögerungseinrichtung 123 angeordnet ist. Das Signal
auf der Leitung 122 soll dem Steuerteil des Rechners mitteilen,
wenn die befohlene Richtung und Drehung und Winkelstellung des
Rotors erreicht ist. Das Ausgangssignal vom Komparator 121
stellt das Eingangssignal von zwei UND-Toren 124 und 125 dar.
Wenn ein Uhrzeigersinn-Signal befohlen wird, so liegt am Ein
gang 126 des Tors 124 ein Auslösesignal, wodurch das Ausgangs
signal des Tors 124 den Zustand ändert, wenn der Wert null
erreicht ist, und dieses Signal wird über eine hohe und über
eine niedere Treiberleitung 126 und 127 zurück zur Steuerein
heit geliefert, wobei in der niederen Treiberleitung 127 ein
Inverter 128 zwischengeschaltet ist. Wenn ein Gegenuhrzeiger
sinn-Befehl gegeben wird wird der Eingang 129 des UND-Tors
125 ausgesteuert, und das Differenzsignal oder ein Null-Signal,
das den Wert null angibt, wird dem anderen Eingang des Tors
125 über einen Inverter 130 zugeführt. Wenn der Wert null er
reicht ist, ändert das Ausgangssignal der Tors 125 seinen Zu
stand, und dieses Signal wird über Leitungen 131 und 132 der
Steuereinheit zugeführt, wobei sich in der Leitung 132 ein
Inverter 133 befindet.
Dem Motor des Azimutantriebs oder Rotorantriebs kann durch ein
Signal mitgeteilt werden, daß er durch ein von Hand erzeugtes
Befehlssignal angetrieben wird. Derartige Befehle werden ver
wendet, um den Rotor 25 in gewisse Stellungen zu bringen, wenn
der Patient sich in das Gerät begibt, oder wenn das Gerät ge
wartet wird.
Ein logisches System, das wichtige Logikfunktionen des Azimut
antriebs verwirklicht, ist in Fig. 7 dargestellt. Dieses
System besitzt drei Befehlssignal-Eingangsstufen 141, 142 und
143. Die Stufe 141 ist mit der Steuerung der Abtastdrehung im
Uhrzeigersinn befaßt. Die Stufe 142 ist mit der Abtastdrehung
im Gegenuhrzeigersinn befaßt. Die Stufe 143 ist vorgesehen,
um die Abtasteinrichtung seitlich von der Längsachse des Unter
suchungsobjekts anzuordnen, wenn das Objekt für die Untersuchung
vorbereitet wird. Dies ermöglicht es, die Brust durch den trans
parenten Wasserbehälter zu sehen, um sicherzustellen, daß die
Brust für das Abtasten richtig ausgerichtet und positioniert
ist. Es wird dabei ein Blick auf die Anordnung geworfen, wenn
die Abtasteinrichtung longitudinal ausgerichtet ist, ein ande
rer Blick wird darauf geworfen, wenn die Abtasteinrichtung in
seitlich ausgeschwenkter Stellung steht. Die Abtasteinrichtung
wird bezüglich des Patienten in Längsrichtung gedreht, um eine
Interferenz mit der Sichtlinie des Bedienenden zu vermeiden.
Beim Einbringen des Patienten befindet sich die Abtasteinrich
tung in seitlicher Position, um Raum zu schaffen, um die Unter
lage für den Patienten in geneigte Stellung zu bringen.
In Fig. 7 besitzt die Eingangsstufe 141 für die Steuerung
des Rotors im Uhrzeigersinn (CW) ein ODER-Tor 144 mit zwei Ein
gängen. Ein Eingangsanschluß empfängt ein Signal von einem von
Hand betätigbaren Druckschalter 145, der verwendet wird, wenn
das Bedienungspersonal einen speziellen Azimutwinkel oder eine
Drehung der Abtasteinrichtung im Uhrzeigersinn wünscht. Das
Signal kann von einer nicht dargestellten Logikpegel-Spannungs
quelle abgeleitet werden, die mit dem Eingangsanschluß 146 ver
bunden ist. Der andere Eingangsanschluß des ODER-Tors 144 be
sitzt einen Empfänger 147 in Serie mit sich, und der Empfänger
erhält Befehlssignale auf dem Eingangsanschluß 148. Diese Sig
nale werden während der automatischen Abtastung ohne Einwir
kung des Bedienungspersonals geliefert. Der Empfänger 147
stellt einen kommerziell erhältlichen, lichtgekoppelten Iso
lator dar.
Die Eingangsstufe 142, die Drehungen im Gegenuhrzeigersinn
(CCW) steuert, besitzt ebenfalls eine Drucktaste 150, einen
Empfänger 151, Eingangsanschlüsse 152 und 153 und ein ODER-
Tor 154. Die Stufe 143 für seitliche Steuerung besitzt in
ähnlicher Weise eine Drucktaste 154, einen Empfänger 155,
Eingangsanschlüsse 156 und 157 und ein ODER-Tor 158. Auto
matische Befehlssignale, wie sie von den Eingangsanschlüssen
148, 153 und 157 empfangen werden, besitzen die Gestalt von
Impulsen kurzer Dauer. Jegliches Eingangssignal zu einer Stu
fe veranlaßt eines der dieser Stufe zugeordneten ODER-Tore
144 bzw. 154 oder 158, auf einen hohen Wert zu gehen. Die
Logik ist derart ausgelegt, daß die Befehle nicht in Konflikt
geraten können. Wenn irgendein Ausgangssignal der ODER-Tore
144, 154 oder 158 der Eingangsstufen veranlaßt wird, auf ei
nen hohen Wert zu gehen, so wird eine der Relaisspulen CR 1,
CR 2 oder CR 3 exklusiv erregt. Dadurch wird eine geeignete Ana
logspannung über die Leitung 120 dem Summierpunkt 119 am Null-
Komparator 121 in Fig. 8 zugeführt, wodurch der Rotor 25 sich
um den richtigen Azimutwinkel und in die richtige Richtung
dreht und dann stoppt, wenn keine Differenz zwischen der Ana
logspannung und der Spannung vom Potentiometer 118 vorhanden
ist.
Die logische Schaltung in Fig. 7 enthält ODER-Tore 160 bis
163, UND-Tore 164 bis 169 und Flip-Flops 170 bis 172. Die Aus
gangssignale der entsprechenden Flip-Flops werden über Trei
ber 173, 175 weitergeleitet, die den Relaisspulen CR 1 bis CR 3
zugeordnet sind, die die Analogspannungen über die Kontakte
185 bzw. 187 oder 194 in Fig. 8 auswählen.
Es werden weiterhin Funktionen der Azimut-Logikschaltung ge
mäß Fig. 7 erläutert. Es wird angenommen, daß ein automati
sches Uhrzeigersinn-Impulsbefehlssignal auf dem Eingangsan
schluß 148 empfangen wird, oder daß ein von Hand ausgelöstes
Signal durch Betätigung der Drucktaste 145 geliefert wird.
Der Ausgang des ODER-Tors 144 geht dann auf einen hohen Wert.
Dadurch geht der Ausgangsanschluß des ODER-Tors 160 auf einen
hohen Wert. Die beiden hohen Ausgangssignale der ODER-Tore 144
und 160 werden den Eingangsanschlüssen des UND-Tors 154 zuge
führt, und dessen Ausgangssignal geht auf einen hohen Wert, wo
durch der Ausgang 176 des Flip-Flops 170 auf einen hohen Wert
gesetzt wird. Dadurch wird das Relais CR 1 erregt und der Kon
takt 185 in Fig. 8 geschlossen. Der Servomotor 45 in Fig. 8
treibt dann den Rotor 25 in die gewünschte Azimutwinkelstel
lung für eine Abtastung im Uhrzeigersinn. Es wird weiter unten
erläutert, wie dies erreicht wird. Wenn die Eingangsanschlüsse
des UND-Tors 164 beide hoch liegen, so läßt sich erkennen, daß
einer der Eingänge zum benachbarten UND-Tor 165 hoch liegt und
der andere Eingang, der vom ODER-Tor 161 herkommt, auf einem
niederen Wert ist, so daß der Konfliktfall nicht vorhanden ist,
das Flip-Flop 170 zu der Zeit zurückzusetzen, während der sein
Ausgang 176 auf einen hohen Wert gesetzt ist, da der Ausgang
des UND-Tors 165 auf einem niedrigen Wert bleibt. Die anderen
Flip-Flops 171 und 172 werden jedoch in ihren Rücksetzzustand,
d. h. in den Zustand mit niederen oder keinen Ausgangssignalen,
gebracht. Das Flip-Flop 171 befindet sich im Rücksetzzustand,
da zu dieser Zeit beide Eingangsanschlüsse des UND-Tors 167
hoch liegen und dessen Ausgang hoch liegt, wodurch ein Rück
setzsignal zum Flip-Flop 171 geliefert wird. Andererseits ist
ein Eingang des UND-Tors 166 niedrig, da der Ausgang des ODER-
Tors 154 niedrig liegt und der andere Eingang dieses UND-Tors
aufgrund des hoch liegenden Ausgangs des ODER-Tors 160 hoch
liegt.
Zur gleichen Zeit wird das Flip-Flop 172 in seinem zurückge
setzten Zustand, d. h. ohne Ausgangssignal gehalten, da dessen
zugeordnetes UND-Tor 169 zwei hoch liegende Eingänge und einen
hoch liegenden Ausgang besitzt und daher die Zurücksetzung be
wirkt. Es besteht keine Tendenz, das Flip-Flop 172 zu setzen,
da der Ausgang des zugeordneten UND-Tors 168 auf einem niedri
gen Wert liegt, da einer der Eingänge des UND-Tors 168 hoch
liegt und der andere Eingang vom ODER-Tor 158 in der Stufe für
Seitenbefehl niedrig ist.
Wenn ein Gegenuhrzeigersinn-Befehlsimpuls auf den Eingangsan
schlüssen 153 oder durch Betätigung des Druckschalters 150
empfangen wird, geht der Ausgang des ODER-Tors 154 hoch, wo
durch der Ausgang des ODER-Tors 160 auf einen hohen Wert geht.
Dadurch gehen die unteren Eingangsanschlüsse des UND-Tors 164
auf einen hohen Wert, der obere Eingang ist jedoch so niedrig,
daß das Tor 164 kein Ausgangssignal liefert, und das Flip-Flop
170 nicht gesetzt wird. Es gehen jedoch beide Eingänge des
UND-Tors 165 und dessen Ausgang auf einen hohen Wert, so daß
das Flip-Flop 170 zurückgesetzt wird. Das Flip-Flop 172 wird
ebenfalls dadurch zurückgesetzt, daß der Ausgang des UND-Tors
169 hoch liegt, weil seine beiden Eingänge hoch liegen. Einer
der hohen Eingänge des UND-Tors 169 resultiert vom hohen Aus
gang des ODER-Tors 160. Der andere hohe Eingang rührt vom
hohen Ausgang des ODER-Tors 160 her. Der andere hohe Eingang
resultiert von dem hohen Ausgang des ODER-Tors 163, das ge
schaltet wurde, als der Ausgang des ODER-Tors 164 auf einen
hohen Wert ging. Es besteht keine Tendenz, das Flip-Flop 172
zu setzen, da der Ausgang des zugehörenden UND-Tors 168 nie
der liegt, weil der Ausgang des ODER-Tors 158 in Abwesenheit
eines Seitenbefehlssignals niedrig liegt. Der untere Eingang
des UND-Tors 167, der dem Flip-Flop 171 zugeordnet ist, liegt
hoch, aber der obere Eingang liegt niedrig, so daß vom UND-
Tor 167 kein Ausgangssignal geliefert wird, welches das Flip-
Flop zurücksetzen würde. Beide Eingänge des UND-Tors 166 lie
gen jedoch hoch, und dessen Ausgang liegt hoch, so daß das
Flip-Flop 171 gesetzt wird und das Relais CR 2 erregt wird.
Dadurch wird eine Analogspannung an den Summierpunkt 119 in
Fig. 8 angelegt, und es wird bewirkt, daß der Azimutmotor 45
den Rotor 25 in eine vorbestimmte Winkelposition treibt.
Aus Gründen der Kürze werden die Abläufe bei Empfang eines
Seitenbefehlssignals in der Stufe 143 nicht in Einzelheiten
erläutert. Es läßt sich jedoch leicht erkennen, daß bei Emp
fang eines derartigen Signals beide Eingänge des UND-Tors 168,
das dem Flip-Flop 172 zugeordnet ist, und dessen Ausgang auf
einen hohen Wert gehen, so daß das Flip-Flop 172 gesetzt und
das Relais CR 3 erregt wird, und daß eine analoge Spannung dem
Summierpunkt 119 in Fig. 8 zugeführt wird, die die Lageände
rung des Rotors 25 in seitlicher Richtung bewirkt. Die anderen
Flip-Flops 170 und 171 werden dadurch zurückgesetzt, daß beide
Eingänge der zugeordneten UND-Tore 165 und 167 hoch liegen, so
daß deren Flip-Flops zurückgesetzt werden.
Die selektive Erregung der Relaisspulen CR 1, CR 2 und CR 3 in
Fig. 7 bewirkt das Anlegen eines vorgegebenen Analogspannungs
signals an den Summierpunkt 119 am Eingang des Null-Komparators
121 in Fig. 8, wie schon erläutert wurde. Diese Spannungen
werden von den Potentiometern 180, 181 und 182 in Fig. 8 er
halten. Die gemeinsamen Anschlüsse der Potentiometer sind mit
einer Spannungsquelle, die nicht dargestellt ist, über die An
schlüsse 183 und 184 verbunden. Es soll angenommen werden, daß
die Relaisspule CR 1 in Fig. 7 erregt ist, um die Drehung der
Abtasteinrichtung oder des Rotors 25 im Uhrzeigersinn zu er
zwingen. Dies hat zur Folge, daß der normalerweise offene Kon
takt 185 des Relais CR 1 in Fig. 8 sich schließt, und daß der
normalerweise geschlossene Kontakt 186 sich öffnet. Durch an
dere Einrichtungen, die noch erläutert werden, wird der norma
lerweise offene Kontakt 198 des Relais CR 4, das unter Bezug
nahme auf Fig. 6 beschrieben wird, geschlossen, und der benach
barte, normalerweise geschlossene Kontakt öffnet sich, um die
vorgesetzte Analogspannung vom Abriffsanschluß des Potentio
meters 180 dem Summierpunkt 119 zuzuführen. Wenn das Poten
tiometer 118, das durch den Rotor 25 angetrieben wird, keine
Abgleichsspannung erzeugt, so veranlaßt die Spannungsdifferenz,
daß der Null-Komparator den Servoverstärker 116 und den Azimut
motor antreibt. Die Drehung des Rotors 25 bewirkt, daß das
Potentiometer 118 angetrieben wird, bis dessen Ausgangsspannung
die analoge Eingangsspannung vom Potentiometer 180 ausgleicht,
und wenn der Wert null erreicht ist, wird der Servoverstärker
116 entregt, und der Motor 45 des Azimutantriebs hält an.
In ähnlicher Weise werden, wenn die Relaisspule CR 2 in Fig. 7
erregt wird, die die Drehung im Gegenuhrzeigersinn steuert, die
zugehörenden Kontakte 187 bzw. 188 in Fig. 8 geschlossen bzw.
geöffnet, und es wird eine Spannung dem Summierpunkt 119 zuge
führt, die mit der vom rotorgetriebenen Potentiometer 118 ge
lieferten Spannung verglichen wird, die den vorhandenen Azimut
winkel des Rotors 25 kennzeichnet.
Der Betrieb der Relaisspule CR 3 in Abhängigkeit von einem Sei
tenbefehl-Signal bewirkt, daß die Analogspannung vom Potentio
meter 182 an den Summierpunkt 119 gegeben wird, um einen Ver
gleich mit dem existierenden Potential vom Potentiometer 118
durchzuführen. Wenn die Spule CR 3 erregt ist, schließt der Kon
takt 194, und der Kontakt 195 öffnet sich, wodurch die Analog
spannung angelegt wird. In beiden letzteren Fällen sowie im
ersteren Fall wird der Motor 45 des Azimutantriebs erregt, und
der Rotor 25 wird so lange angetrieben, bis der Wert null er
reicht ist, und der Rotor wird anhalten oder freilaufen, bis
er anderweitig angehalten wird. In allen Fällen wird das Poten
tial vom Potentiometer 118, das den Azimutwinkel angibt, über
die Kontakte 196 angelegt, wobei die Kontakte durch den System
stoppkreis gesteuert werden, der in Fig. 6 dargestellt ist und
später erläutert wird.
Bevor Fig. 8 verlassen wird, sei bemerkt, daß Grenzwertschal
ter 189 und 190 vorgesehen sind, die durch Nocken 191 und 192
betätigt werden. Der Schalter 189 öffnet sich in Abhängigkeit
davon, daß der Rotor 25 seine letzte Stellung erreicht, die
bis zu 90° mehr sein kann als der Ausschaltpunkt der Röntgen
strahlen der Uhrzeigersinn-Drehrichtung. Der Grenzschalter 190
öffnet sich, wenn die Drehung im Gegenuhrzeigersinn um ungefähr
90° über den Röntgenstrahl-Ausschaltpunkt hinaus erfolgt ist.
Unter weiterer Bezugnahme auf Fig. 7 sei bemerkt, daß die ODER-
Tore 161, 162 und 163 die Ausgangs-Flip-Flops 170 bis 172 aus
lösen und garantieren, daß nichtselektierte Befehle die nicht
selektierten Flip-Flops 170 bis 172 auf null zurücksetzen.
In der Fig. 7 ist ferner eine Leitung 193 vorgesehen, auf der
ein Steuersignal alle Q-Ausgänge der Flip-Flops 170 bis 172
unter noch näher zu erläuternden Bedingungen auf null zurück
setzt.
Nachdem nun die Azimutlogik und das Azimutantriebssystem in
Verbindung mit den Fig. 7 und 8 beschrieben wurde, wird
nun auf die Einrichtungen eingegangen, die den Rotor von Kör
perschicht zu Körperschicht verschieben, wobei diese Einrich
tungen insbesondere durch die Arbeitsbühnenlogik und den Ar
beitsbühnenantrieb gegeben sind. Diese Einrichtungen werden
primär unter Bezugnahme auf die Fig. 9 bis 11 erläutert.
Die Arbeitsbühne ist in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 39 be
zeichnet, auf ihr ist der Rotor 25 angeordnet, der azimutal
angetrieben wird. Das nun zu beschreibende Logik- und Antriebs
system ist auf jede Verschiebevorrichtung in Röntgenstrahlab
tastgeräten verwendbar, gleichgültig, ob die Verschiebevorrich
tung in vertikaler Richtung oder in horizontaler Richtung
Schritte ausführt, und gleichgültig, ob das Abtastgerät auf
Brustuntersuchungen spezialisiert ist oder sich zur Abtastung
anderer Teile des Körpers oder des gesamten Körpers eignet.
Das Verschiebesystem für die Abtasteinrichtung, das im Fall der
Brustabtasteinrichtung sich längs einer vertikalen Linie nach
oben und nach unten bewegt, wird als Arbeitsbühne 39 bezeich
net und ist in Fig. 1 dargestellt. Eine Funktion der Arbeits
bühne 39 besteht darin, es der umlaufenden Abtasteinrichtung
oder dem Rotor 25 zu gestatten, daß er in einem Schritt zur
nächsten Gewebeschicht weitergeführt wird, nachdem die jewei
lige Umlaufabtastung abgeschlosen ist. Eine weitere Funktion
besteht darin, es zu ermöglichen, daß die umlaufende Abtastein
richtung bei der Vorbereitung zur Durchführung einer Abtast
folge auf einen ursprünglichen Pegel angehoben wird, um sicher
zustellen, daß die Abtastungen auf einem geeigneten Pegel star
ten. Das Steuersystem der Arbeitsbühne ist derart einstellbar,
daß es die Abtastfolge beendet, wenn der unterste Pegel oder
die Spitze der Brust oder die gewünschte Grenze irgendeines
anderen Körperteils erreicht ist. Die Arbeitsbühne wird in
diesem Beispiel während der Schichtabtastfolge schrittweise
automatisch nach unten bewegt.
Die Arbeitsbühne 39 spricht ebenso auf einen Befehl an, um
auf einen Eichpegel zu wandern. Dies ist eine Stellung oder
ein Pegel, bei dem der Röntgenstrahl vom Bedienungspersonal
angeschaltet werden kann und durch einen wiederholbaren Pe
gel der Brustbehälter und des darin enthaltenen Wassers pro
jeziert werden kann, mit dem Ziel, die Detektoren unmittel
bar vor der Untersuchung jedes Objekts oder, sofern erwünscht,
bei derartigen anderen Zeiten auf null abzugleichen.
Die Arbeitsbühne 39 ist ferner mit einer Halteeinrichtung für
den Antrieb versehen, die in Verbindung mit Fig. 6 noch näher
erläutert wird. Die Halteeinrichtung spricht auf Befehl der
Systemsteuereinrichtung an, die den Vorrang über alle zuvor
ausgegebenen Befehle annehmen. Ein Rücksetzeingabebefehl für
das Arbeitsbühnensystem bewirkt, daß die Arbeitsbühne in die
Ausgangsstellung zurückgebracht wird, die in diesem Beispiel
gleich der obersten Stellung ist, obwohl die Ausgangsstellung
auch wahlweise die unterste Stellung sein kann.
Das Antriebssystem für die Arbeitsbühne ist in Fig. 11 dar
gestellt. Die Arbeitsbühne ist symbolisch dargestellt und wie
in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 39 versehen. Die Arbeitsbühne
wird in vertikaler Richtung durch Führungsschrauben, z. B. 55,
angetrieben, die durch den Servomotor 60 angetrieben werden.
Der Ankerkreis des Antriebsmotors 60 der Arbeitsbühne besitzt
einen normalerweise offenen Kontakt 178, der zum Betreiben des
Motors durch das Relais CR 8 in Fig. 6 zum Schließen gebracht
wird, wenn einige notwendigen Bedingungen für den Motorbetrieb
erfüllt sind. Der Servomotor wird von einem Servosignalver
stärker 200 gespeist. Der Verstärker wird über die Leitung 114
von einem Triac-Treiber in Fig. 6 mit Wechselstromleistung
versorgt, ähnlich dem Servoverstärker 116 beim oben erläuterten
Azimutantrieb, der in Fig. 8 dargestellt ist.
Ein Tachometer TA-201 wird von der Welle des Servomotors 60 an
getrieben. Der Tachometer liefert ein Rückkopplungssignal an
den Verstärker 200, das bewirkt, daß der Motor 60 bei einer
konstanten Geschwindigkeit läuft. Ein Grenzschalter 202 ist
vorgesehen, um die Unterbrechung des Antriebs der Arbeitsbühne
bei der obersten, akzeptierbaren Pegelgrenze oder Höhengrenze
der Arbeitsbühne sicherzustellen. Vorgesehen ist ebenfalls ein
Schalter 203 für die untere Pegelgrenze oder Höhengrenze. Das
Grenzschalterbetätigungsglied ist durch eine mit Zähnen ver
sehene Stange 204 dargestellt, auf der die oberen und unteren
Grenzschalter 202 bzw. 203 vorgesehen sind. Die Zahnstange
treibt ferner ein Antriebsrad oder -zahnrad 207 an, das mit
einem die Höhe oder den Pegel der Arbeitsbühne anzeigenden Po
tentiometer 208 verkoppelt ist. Die Ausgangsspannung auf der
Leitung 209 vom Potentiometer 208 ist zu allen Zeiten funktio
nal der Höhe der Arbeitsbühne zugeordnet.
Ein Null-Komparator 210, dessen Ausgangszustand den Betrieb des
Servomotors 60 bestimmt, besitzt einen Eingang, der mit einem
Summierpunkt 211 verbunden ist. Wie noch erläutert wird, werden
dem Summierpunkt 211 über eine Leitung 212 Analogspannungssig
nale zugeführt, die jeweils den verschiedenen Höhen oder Pegeln
entsprechen, auf die die Arbeitsbühne bewegt werden soll. Das
Ausgleichs-Spannungssignal vom Potentiometer 208 wird ebenfalls
über die Leitung 209 dem Summierpunkt über den Kontakt 216 in
Fig. 11 zugeführt, der durch das Relais CR 7 der Fig. 6 ge
steuert ist. Wenn immer eine Differenz zwischen der Analogspan
nung, die einen Höhenbefehl für die Arbeitsbühne kennzeichnet,
und der Spannung auf der Potentiometerleitung 209 vorhanden ist,
wird diese Differenz durch den Null-Komparator abgefühlt, der
veranlaßt, daß der Motor 60 die Arbeitsbühne und das Potentio
meter 208 so lange antreibt, bis die Differenz auf null reduziert
oder auf null gebracht ist und der Motor anhält. In der Leitung
212, die zum Summierpunkt 211 führt, befinden sich zwei Kontakte
213 und 214, die durch das Relais CR 6 gesteuert werden, dessen
Stellung und Funktion später in Verbindung mit dem Systemstopp
kreis der Fig. 6 beschrieben wird. Der Kontakt 213 wird von
einem Digital-Analogwandler 215 mit Analogsignalen versorgt,
die die Höhe oder den Pegel kennzeichnen. Ein weiteres Kontakte
paar in der Potentiometerleitung ist mit 216 und 217 bezeichnet.
Diese Kontakte werden durch eine Relaisspule CR 7 in Fig. 6 ge
steuert, die später beschrieben wird. Zur Zeit genügt es, zu
beobachten, daß es möglich ist, wenn die Relaiskontakte 213 und
216 geschlossen und 214 und 217 offen sind, die den gewünschten
Arbeitsbühnenhöhen entsprechenden Signale und das Ausgleichs
signal vom Konverter 215 bzw. der Potentiometerleitung 209 an
den Summierpunkt 211 zu liefern. Dadurch wird der Antrieb der
Arbeitsbühne betätigt, bis der Wert null erreicht ist. Wenn der
Arbeitsbühnenschritt erreicht ist, der von einem Analogsignal
vom Digital-Analogwandler 215 herrührt, wird vom Komparator 210
durch die Ausgangssignale des einen oder des anderen von zwei
UND-Toren 219 und 220 ein Signal zur Rechnersteuerung geliefert.
Die Tore erhalten vom Komparator über eine Kurzzeit-Verzöge
rungseinrichtung 259 ihre Eingangssignale. Das Tor 219 erhält
ein Aufwärts-Auslösesignal, wenn die Aufwärtsrichtung befohlen
ist. Das Tor 220 erhält ein Abwärts-Auslösesignal, wenn die Ar
beitsbühne nach unten befohlen wird. Wenn durch Befehl die Ar
beitsbühne aufwärts gehen soll, liegen beide Eingänge des UND-
Tortreibers 219 hoch, bis der Wert null erreicht ist. Zu dieser
Zeit stellt der Inverter 256 sicher, daß das andere Abwärts-
UND-Tor gesperrt ist. Wenn das Ausgangssignal vom Komparator
210 eine entgegengesetzte Polarität aufweist, sind beide Ein
gänge des Abwärts-UND-Tors 220 im Auslösezustand. Die Inverter
257 und 258 ermöglichen ein niedriges Ausgangssignal zusammen
mit einem hohen Ausgangssignal.
Der Digital-Analogwandler 215 braucht kein sehr ausgeklügelter
Typ zu sein. In gewissem Sinn dient er als Spannungsteiler mit
mehreren Abgriffen, die selektiv mit dem Kontakt 213 derart
verbunden werden können, daß die Schrittspannungen verschiede
nen Höhen der Arbeitsbühne entspricht. Der richtige Abgriff
kann durch die vierstellige binäre digitale Zahl ausgewählt
werden, die auf den vier Eingangsanschlüssen 218 des Wandlers
erscheint. Auf Grund der vier Eingangsanschlüsse besitzt die
höchstmögliche binäre Zahl, die dem Wandler zugeführt werden
kann, den Wert 15. Einschließlich des Werts null ermöglicht
es dies, daß die Arbeitsbühne auf irgendeine von 16 diskreten
Höhen oder Körperschichten in Schritten geschaltet werden kann.
Um die Auflösung der abgetasteten Ebenen zu erhöhen, lassen
sich natürlich unterschiedliche Schrittzahlen verwenden. Die
Körperabtast-Ausführungsform sieht Einrichtungen vor, um den
Patienten eine genügende Anzahl von Ebenen oder Schritten zu
transportieren, um denjenigen Teil der Länge des Körpers zu
überstreichen, der für die Untersuchung ausgewählt wird.
In Fig. 9 ist eine Logikschaltung für die Arbeitsbühne darge
stellt, um die Hauptprinzipien bei der Steuerung der Arbeits
bühne aufzuzeigen. Die vier Ausgangsanschlüsse 218 in Fig. 9
sind mit denjenigen Anschlüssen der Fig. 11 verbunden, die
mit dem gleichen Bezugszeichen versehen sind. Als binäre Zahl
lassen sich die Werte von 0 bis 15 erreichen, wie erläutert
wurde. Die kleinste bis größte Ziffernstellen (digits) sind
in Fig. 9 mit Exponentialzahlen bezeichnet. Ob eine spezielle
Stelle 1 oder 0 ist, hängt vom Ausgangszustand jedes einzelnen
Flip-Flops in der Flip-Flop-Gruppe 221 bis 224 ab. Eine Lei
stung zuführende Rücksetz-Sammelleitung 225 ist mit allen Flip-
Flops verbunden, so daß ein geeignetes Signal auf dieser Lei
tung alle Ausgänge der Flip-Flops 221 bis 224 auf null setzt.
Eine weitere Sammelleitung 226 verbindet ebenfalls alle Flip-
Flops. Wenn die Sammelleitung 226 ein hohes Signal führt, wer
den alle Flip-Flops ausgelöst. D. h. es ist möglich, deren Aus
gangszustand durch ein hohes Signal an ihren mit S gekenn
zeichneten Setzeingängen von einem niederen auf einen hohen
Wert zu schalten. Wie am Flip-Flop 221 verdeutlicht ist, befin
det sich zwischen jeder Setzleitung und jedem Rücksetzanschluß
R jedes Flip-Flops ein Inverter 227. Dadurch ist sichergestellt,
daß, wenn irgendeine Setzleitung auf einen hohen Wert geht, um
den Zustand eines Flip-Flop-Ausgangs zu ändern, eine 0 am Rück
setzanschluß erscheint, so daß der Eingang zu einem Flip-Flop-
Setzanschluß zur 0 gemacht wird, wobei der Ausgang des Inverters
auf einen hohen Wert geht, um die Rücksetzung zu bewirken, und
um den Ausgang des Flip-Flops auf einen niederen Wert zu legen.
Es wird nun auf den linken Bereich der Fig. 9 Bezug genommen.
Dieser Bereich besitzt drei Eingangsstufen 228 bis 230 für Be
fehlssignale. Es soll zuerst die oberste Stufe 228 betrachtet
werden. Diese Stufe verarbeitet Befehlssignale, entweder von
Hand eingegebene oder automatische Befehlssignale, die eine
Schrittbewegung der Arbeitsbühne 39 nach unten befehlen. Die
Stufe 228 besitzt ein ODER-Tor 231. Eine seiner Eingänge 232
besitzt einen manuell betätigten Drucktastenschalter 233. Der
Drucktastenschalter 233 ist mit einer nicht dargestellten Logik
spannungsquelle derart verbunden, daß der Ausgang des ODER-
Tors 321 auf einen hohen Wert geht und bewirkt, daß die Arbeits
bühne aus noch näher zu erläuternden Gründen einen Schritt nach
unten schreitet, wenn der Drucktastenschalter geschlossen ist.
Ein weiterer Eingang 234 des ODER-Tors 231 besitzt mit sich in
Serienschaltung einen Empfänger 235. Der Empfänger ist einfach
ein Isolator des optischen Typs. Automatische Befehlssignale,
um die Arbeitsbühne am Ende jeder Abtastung während einer Un
tersuchung um einen Schritt nach unten schreiten zu lassen,
werden auf dem Eingangsanschluß 236 von der Systemsteuereinrich
tung empfangen. Diese Impulsbefehlssignale bewirken ferner, daß
der Ausgangsanschluß des ODER-Tors 231 auf einen hohen Wert
geht, und sie bewirken einen der Abwärtsschritte der Arbeits
bühne.
Die Stufe 229 dient dazu, die Arbeitsbühne auf eine Höhe oder
einen Pegel anzutreiben, in der der fächerförmige Röntgenstrahl
und der Detektor in einer Ebene der Brustbehälter liegen, in
der die Eichung bei eingeschalteter Röntgenstrahlleistung ausge
führt wird, bevor die Abtastfolge ausgelöst wird, wie schon
erläutert wurde. Die Stufe 229 enthält ein ODER-Tor 239, eine
von Hand betätigbare Drucktaste 240, einen Empfänger 241 und
einen monostabilen Multivibrator 242. Eine Bewegung d 36781 00070 552 001000280000000200012000285913667000040 0002002741240 00004 36662er Arbeits
bühne auf die Eichhöhe kann dadurch bewirkt werden, daß die
Drucktaste 240 für einen kurzen Augenblick niedergedrückt wird.
Von der Systemsteuereinheit werden automatische Impulsbefehls
signale an den Eingangsanschluß 243 geleitet, um die Arbeits
bühne in Eichstellung zu bringen. Ein durch den Drucktasten
schalter 240 hervorgerufenes momentanes Befehlssignal oder ein
an den Eingangsanschluß 243 angelegtes Impulsbefehlssignal be
wirkt, daß der Ausgang des ODER-Tors 239 seinen Zustand ändert
und den Eichbetrieb verwirklicht.
Die Eingangsstufe 230 signalisiert der Arbeitsbühne, auf ihre
oberste oder Ruhestellung zu gehen. Sie empfängt von Hand aus
gelöste und Impulssignalbefehle von der Systemsteuereinrichtung.
Die Stufe 230 enthält ein ODER-Tor 244, einen Drucktastenschal
ter 245, einen optischen isolierenden Empfänger 246 und einen
Eingangsanschluß 247 zum Empfang von Impulsbefehlssignalen von
der Steuereinrichtung. Die Drucktaste 245 wird von einer sepa
raten Spannungsquelle versorgt, wie schon in Verbindung mit
den anderen Drucktastenschaltern erläutert wurde.
Die Arbeitsbühnenbefehle werden durch einen Schaltkreismodul
ausgeführt, der in einer kommerziellen Ausführungsform durch
eine Schaltung vom Modell K220 der Firma Digital Equipment
Corporation gegeben ist und in Blockform in Fig. 9 dargestellt
und mit 250 bezeichnet ist. Der Modul 250 ist mit vier der ver
fügbaren Ausgangsanschlüsse 215 bis 254 dargestellt. Wenn irgend
einer der Ausgänge auf einen hohen Wert geht, wird das zugeord
nete Flip-Flop in der Gruppe 221 bis 224 gesetzt, und der Q-
Ausgang des Flip-Flops stellt eine binäre 1 dar. Der entgegen
gesetzte Vorgang tritt auf, wenn ein Ausgang des Moduls 250 auf
einen niederen Wert geht. Dessen zugeordnetes Flip-Flop wird
dann zurückgesetzt, und der Q-Ausgang des Flip-Flops in der
Gruppe der Ausgänge 218 geht auf null, so daß die Folge von
16 binären Zahlen mit den vier Flip-Flops gebildet werden kann.
Der Modul 250 besitzt einen Takt und einen Zähler. Eine Verbin
dung zum Modul erfolgt von einem UND-Tor 255. Wenn ein Abwärts
schrittsignal durch die Stufe 228 abgegeben wird, geht der Aus
gang des UND-Tors 255 auf einen hohen Wert. Wenn der Ausgang
des UND-Tors 255 auf einen hohen Wert geht, zählt der Modul
250 einen Taktimpuls und bewirkt, daß die binäre Zahl 0001
auf den Ausgängen 2⁰ bis 2³ der Flip-Flops 221 bis 224 er
scheint. Der nächste Befehlsimpuls ruft einen anderen Ausgangs
impuls vom UND-Tor 255 hervor, und das binäre Ausgangssignal
wechselt auf 0010. Aufeinanderfolgende Befehlssignale bewirken
schließlich, daß die binäre Zahl 1111 oder Dezimalzahl 15 er
zeugt wird, sofern nicht die Flip-Flops vorher automatisch
aufgrund der Länge der abzutastenden Brust zurückgesetzt wer
den.
Im folgenden wird die vollständige Betriebsweise der Arbeits
bühnenlogik gemäß Fig. 9 in Verbindung mit Fig. 10 beschrie
ben. Die Logikelemente sind als ODER-Tor 260, monostabile Mul
tivibratoren 261 und 262, UND-Tor 263, Inverter 264, UND-Tore
265 und 266 und ein ODER-Tor 267 gegeben. Die Schaltung wird
zusammen mit ihrer Betriebsweise beschrieben. Es wird zuerst
angenommen, daß ein Impulssignal durch die Stufe 228 empfangen
wird, um die Arbeitsbühne zu veranlassen, einen Schritt nach
unten zu schreiten. Der Ausgang 237 des ODER-Tors 231 geht auf
einen hohen Wert. Dadurch wird ein Eingang des UND-Tors 255
hoch gehen. Ferner wird das ODER-Tor 260 geschaltet, so daß
dessen Aufgang auf einen hohen Wert geht. Wenn der Ausgang des
ODER-Tors 260 auf einen hohen Wert geht, wird der monostabile
Multivibrator 261 getriggert, um den Impuls A in Fig. 10 zu
erzeugen, der auf der in Fig. 9 mit A bezeichneten Leitung
erscheint. Wenn die Leitung A momentan hoch liegt, sind die bei
den Eingänge des UND-Tors 255 hoch, und dessen Ausgang ist hoch,
wodurch veranlaßt wird, daß der Modul 215 eine Änderung der
binären Zahl am Ausgang durchführt. Der Multivibrator 262 emp
fängt ein Eingangssignal vom Ausgang des ODER-Tors 260 gleich
zeitig mit dem Multivibrator 261. Das Ausgangssignal vom Multi
vibrator 262 ist in Fig. 9 und in der Kurvenverlaufsdarstellung
der Fig. 10 mit B bzeichnet. Das Impulssignal A wird vom In
verter 264 invertiert und einem Eingangsanschluß des UND-Tors
263 zugeführt. Wenn A auf einen niederen Wert geht, ist B noch
auf einem hohen Wert, wie sich aus Fig. 10 ersehen läßt, und
der andere Eingang des UND-Tors 263 geht aufgrund der Inversion
von A auf einen hohen Wert. Dadurch wird der Ausgang des UND-
Tors 263 hoch gelegt, und an diesem Ausgang wird ein Auslöse
signal an verschiedene Flip-Flops 221 bis 224 geliefert. Der
Zählwert des Moduls 250 wird dann registriert. Beachte, daß
wenn C hoch liegt, ein Eingang der beiden UND-Tore 265 und 266
ebenfalls hoch liegt, daß jedoch deren Ausgänge sich nicht än
dern, da der jeweils andere Eingang nieder liegt. Es kann daher
zwischen dem Schrittzählwert, den Rücksetz- und den Eichsignalen
kein Konflikt auftreten. Das UND-Tor 266 wird entregt (disable),
da, obwohl C hoch liegt, der andere Eingang niedrig bleibt.
Um die Arbeitsbühne 39 auf die Eichhöhe anzutreiben, wird ein
Befehlsimpuls dem ODER-Tor 239 in der Stufe 229 zugeführt. Der
Ausgang des ODER-Tors 239 geht auf einen hohen Wert, und der
Impuls D erscheint an seinem Ausgang. Der Impuls D steigt an,
und der Eingang des ODER-Tors 260 geht auf einen hohen Wert,
so daß dessen Ausgang auf einen hohen Wert geht, um die beiden
monostabilen Multivibratoren 261 und 262 zu triggern. C geht
auf einen hohen Wert, um ein Auslösesignal zu erzeugen, das den
Flip-Flops 221 bis 224 zugeführt wird. Wenn C nach D auf einen
hohen Wert ansteigt, sind beide Impulse wie auch die Eingänge
des UND-Tors 266 auf einen hohen Wert. Folglich geht dessen Aus
gang auf einen hohen Wert, wobei dieses Ausgangssignal den Modul
triggert, um die binäre Zahl der Flip-Flops 221 bis 224 zu set
zen, die der Höhe entspricht, die zur Eichung gewählt wurde.
Vorgesehen ist eine Programmierrangierbaugruppe, die durch den
Block 269 dargestellt ist. Beim Eichbetrieb wird die Anstiegs
höhe durch die Rangierbaugruppe gesetzt. Andere Programmier
einrichtungen können ersetzt werden.
Die Arbeitsbühne wird durch ein Befehlssignal durch die Stufe
230 auf ihrer Spitze, die oberste oder hohe Stellung angetrie
ben. Ein derartiges Signal bewirkt, daß der Ausgang des ODER-
Tors 244 auf einen hohen Wert geht. Dieses Signal wird als ein
Eingangssignal dem ODER-Tor 260 zugeführt, der die monostabilen
Multivibratoren 261 und 262 triggert und schließlich die C-
Kurvenform hervorbringt, die die Flip-Flops 221 bis 224 eine
Änderung ausführen läßt. Das hohe Ausgangssignal vom ODER-
Tor 244 wird ferner einem Eingang des ODER-Tors 267 zugeführt,
dessen Ausgang seinen Zustand ändert. Dies bestimmt, daß der
Modul 250 eine binäre Zahl 0 erzeugt, die der Spitzen- oder
Rücksetzstellung der Arbeitsbühne entspricht.
Da alle binären Zahlen in die Flip-Flop-Gruppe 221 bis 224
laufen, wenn sie erzeugt werden, werden die Zahlen kontinuier
lich mittels des Anschlusses 218 dem Digital-Analogwandler 250
in Fig. 11 zugeführt. Dieser treibt den Servomotor 60 der Ar
beitsbühne, bis das Potentiometer 208 das Nullsignal erzeugt,
das dem angelegten Signal entspricht, wodurch der Motor anhält.
Ein wichtiger Aspekt des Steuersystems stellt das Stoppsystem
dar, dessen Schaltbild in Fig. 6 dargestellt ist. Diese Schal
tung besitzt mehrere wichtige Funktionen. Sie stellt sicher,
daß das Bedienungspersonal mit der Einschaltung entweder der
Azimut- oder Höhenverstellantriebe befaßt ist. Sie besitzt
Einrichtungen, um die Azimut- und Höhenverstellmotorantriebe
am Arbeiten zu hindern, wenn einer der Antriebe sich in einer
Grenzstellung befindet, wobei derartige Einrichtungen unabhän
gig von der Servoantriebssteuerung sind. Die Schaltung enthält
eine Einrichtung für einen Systemstoppbefehl, um die Azimut- und
Höhenverstellmotorantriebe beide durch die normale Servoantriebs
steuerung und redundant durch die Ankersteuerschaltung anzuhal
ten. Sie ermöglicht die Einschaltung des Stoppsystems entweder
durch einen Drucktastenbefehl vom Bedienungspersonal oder auto
matisch durch die Systemsteuereinrichtung, wenn die Aufgabe der
Abtastung aus irgendeinem von mehreren Gründen angezeigt wird,
z. B. weil die Abtastgeschwindigkeit nicht richtig ist. Die
Schaltung enthält eine Einrichtung, die verlangt, daß das Be
dienungspersonal eingreift, bevor entweder der Azimutantrieb
oder der Arbeitsbühnenantrieb entweder nach einem Systemstopp
befehl oder einer Grenzschalterbetätigung erneut eingeschaltet
werden kann.
In Fig. 6 sind Relaisspulen CR 4 bis CR 8 dargestellt. Das
Relais CR 4 muß erregt sein, um die redundanten Sicherheits
kontakte 77 im Ankerkreis des Motors 45 in Fig. 8 und um 178
im Ankerkreis des Motors 60 in Fig. 11 zu schließen und den
Betrieb dieser Motoren zu ermöglichen. Die Relais CR 4 und CR 5
steuern die Kontakte 198, 199, 196, 197 in der Azimutantriebs
schaltung nach Fig. 8. Die Relais CR 4 und CR 5 müssen erregt
sein, damit der Azimutantriebsmotor erregt werden kann. Die
Relais CR 6 und CR 7 steuern Kontakte im Arbeitsbühnenantriebs
system der Fig. 11. CR 6 steuert die Kontakte 213 und 214, und
CR 7 steuert die Kontakte 216 und 217. Die Entregung irgend
eines dieser Relais bewirkt, daß alle Antriebe anhalten. Sie
müssen alle erregt sein, um irgendeinen Antrieb zu starten.
Die Funktionen und der Aufbau der Systemstoppschaltung in Fig. 6
werden gleichzeitig beschrieben. Es wird angenommen, daß das
Flip-Flop 281 durch ein Speise-Rücksetzsignal ausgelöst ist.
Zu diesem Zeitpunkt liegt die Auslöseleitung 289 auf tief oder
auf einem logischen Nullwert. Dies hat zur Folge, daß beide
Eingänge des UND-Tors 280 und beide Eingänge des ODER-Tors 294
auf tief liegen. Der Ausgang des ODER-Tors 294 liegt dann auf
einem niedrigen Wert, und die UND-Tore 295 und 296 und 290 wer
den gesperrt, wodurch die Auslösung der CR-Trei
berkreise verhindert wird.
Das Bedienungspersonal kann tätig werden, um das System da
durch auszulösen, daß der momentane Drucktastenschalter 299
geschlossen wird und dadurch ein auf einen hohen Wert gehen
des Setzsignal über die Leitung 288 dem Flip-Flop 281 zuge
führt wird, wodurch dessen Q-Ausgang und die Auslöseleitung
289 auf einen hohen Wert gehen. Über das ODER-Tor 294 geht der
gemeinsame Eingang der UND-Tore 295, 296 und 290 hoch. Sofern
jedoch irgendeiner der Azimutschalter 189 oder 190 oder der
Arbeitsbühnengrenzschalter 202 oder 203 offen sind, hält der
Logikspannungs-Pegelwandler 286 einen niedrigen Wert am ande
ren Eingang des UND-Tors 295 aufrecht und verhindert damit
das Auslösen von CR 8, während gleichzeitig durch den Inverter
285 und das ODER-Tor 284 das Flip-Flop 281 zum Rücksetzen ver
anlaßt wird, und die Leitung 289 auf einen tiefen Wert
geht, wobei die Auslösesignale von den gemeinsamen UND-Toren
295, 296 und 290 entfernt werden. Wenn jedoch die Grenzschal
ter alle geschlossen sind, so ist das Flip-Flop 281 zurückge
setzt, und beide Eingänge des UND-Tors 295 liegen hoch, wo
durch das Triac-Treiber 291 in die Lage gesetzt wird, CR 8 zu
erregen, wodurch die Kontakte 177 und 178 in den Ankerkreisen
des Azimutmotors und des Höhenverstellmotors geschlossen wer
den und diese Motoren in die Lage gesetzt werden, um auf Ser
vobefehle anzusprechen.
Wenn irgendein Grenzschalter ursprünglich offen war und dann
anschließend geschlossen wurde, ist eine Systemrücksetzeingabe
mittels des Drucktastenschalters 299 erforderlich, um die Lei
tung 289 und die Treiber für die Relais CR 4 bis CR 8 auszulösen.
Ein offener Grenzschalter macht das Ausgangssignal des Logik
wandlers 286 niedrig, und dieses Signal wird vom Inverter 285
in ein hohes Signal gewandelt, so daß der Ausgang des ODER-
Tors 284 einen hohen Wert annimmt, und ein Rücksetzimpuls dem
Flip-Flop 281 zugeführt wird, und die Leitung 289 sperrt.
Das Setzen des Systems mittels des Druck
tastenschalters 299 wird dann erforderlich, selbst wenn der
Grenzschalter wieder geschlossen ist.
Die Antriebssysteme werden ebenfalls durch automatische Befehle
von der Steuereinrichtung gestoppt. Ein auf einen hohen Wert
gehendes Befehlssignal auf der Leitung 288 wird derart durch
den Opto-Isolatorempfänger 287 gekoppelt, daß der Ausgang des
ODER-Tors 284 auf einen hohen Wert geht und das Flip-Flop 281
zurückgesetzt wird. Der Azimut- und der Arbeitsbühnenantrieb
können ebenfalls zu jedem Zeitpunkt durch den Benutzer dadurch
gestoppt werden, daß der Drucktastenschalter 298 gedrückt wird,
wodurch ein hohes Logiksignal geliefert wird, das durch das
ODER-Tor 284 geleitet wird, um das Flip-Flop 281 zurückzusetzen.
Wenn daher ein vom Benutzer ausgelöstes Systemstoppsignal vom
Schalter 298, oder ein automatisches Systemstoppsignal auf der
Leitung 288 angelegt wird, so wird die Ausgangsleitung 289 des
Flip-Flops 281 gesperrt, und die Relais CR 4 bis
CR 8 werden entregt. Wiederum muß der Benutzer oder das Bedie
nungspersonal tätig werden und ein Rücksetzeingabesignal mit
der Drucktaste 298 liefern, bevor die Relais wieder erregt wer
den können.
Steuersignale, um den Azimutmotor zu betreiben, werden an die
Leitung 275 angelegt. Ein Azimutbetriebssignal wird durch das
ODER-Tor 297 gekoppelt, um einen Eingang des UND-Tors 280 an
zuheben, das UND-Tor 280 löst jedoch das Relais CR 8 nicht aus,
bis die Leitung 289 ausgelöst wird. Wenn die Leitung 289 aus
gelöst ist, wird der Azimutrelaistreiber 292 geschaltet, und
die Relais CR 4 und CR 5 werden erregt, wodurch die Kontakte 196,
197 und 198 und 199 in der Azimutantriebsschaltung nach Fig. 8
geschaltet werden, was es dem Servomotor ermöglicht, Azimut
antriebsbefehle durch die Kontakte 185, 187 und 194 anzunehmen,
die durch die Relais CR 1, CR 2 bzw. CR 3 in Fig. 7 gesteuert
werden. Wie schon erwähnt, kann der Azimutantrieb zu jedem Zeit
punkt durch den Willen des Benutzers oder durch einen System
befehl, der mittels der Drucktaste 298 dem ODER-Tor 284 zuge
führt wird, oder durch ein Stoppsignal von der Systemsteuer
einrichtung gestoppt werden, welches an die Leitung 288 ange
legt wird.
Den Eingängen eines ODER-Tors 279 werden selektiv auf einen
hohen Wert gehende Befehlssignale zum Rücksetzen der Arbeits
bühne in Ruhestellung, oder zum schrittweisen Weiterführen nach
oben oder unten, oder zum Weiterleiten in eine Eichstellung zu
geführt. Irgendein auf einen hohen Wert gehendes Eingangssignal
bewirkt, daß der Ausgang des ODER-Tors 297 auf einen hohen
Wert geht, und dieses hohe Signal wird durch das ODER-Tor 297
einem Eingang des UND-Tors 280, und direkt dem UND-Tor 290
zugeführt, um CR 6 und CR 7 auszulösen, und an den Relaistreiber
293. Wenn CR 6 und CR 7 erregt sind, schließen sich die Kontakte
213 und 216 in Fig. 11, und ermöglichen dadurch die Summie
rung des durch Kontakt 216 kommenden Positionssignals und eines
durch den Kontakt 213 kommenden Analogsignals für die gewünsch
te Stellung, so daß der Arbeitsbühnen-Servoantrieb läuft, bis
der Wert null erreicht ist, wie schon erläutert wurde.
Im folgenden wird unter besonderer Bezugnahme auf die Fig. 12
bis 15 die Kabelaufnahmevorrichtung beschrieben, die insgesamt
mit dem Bezugszeichen 70 bezeichnet ist.
Wie schon erläutert, dreht sich der Rotor- oder Abtastarm 25
um mehr als eine volle Umdrehung in jeder Richtung. Eine große
Anzahl von Kabeln und anderen Leitern, die von der Außenseite
des Geräts zur Röntgenquelle 11 und zur Detektoranord
nung 13 führen, müssen um diese großen, einander entgegengesetz
ten Azimutwinkel geschoben oder mitgeführt werden. Die Gruppe
von Kabeln oder anderen Leitern ist unten in Fig. 12 allgemein
mit dem Bezugszeichen 301 bezeichnet. Beispiele dieser Kabel
in dieser Gruppe stellen die Hochspannungskabel dar, die zur
Röntgenquelle 11 führen. Weitere Kabel führen den Heiz
strom der Röntgenstrahlröhre. Ferner sind z. B. Leiter vorge
sehen, um den Stator zu versorgen, der die sich drehende Anode
der Röntgenquelle antreibt, und es sind Kabel vorhanden
für die Detektor-Datenerfassungseinrichtungen und für die Lei
stungsversorgung. Die Kabelaufnahmeeinrichtung, die in
Einzelheiten in den Fig. 12 bis 15 gezeigt ist, verhindert,
daß die Kabel sich im Aufbau des Geräts verheddern. Sie ver
hindert außerdem, daß die Kabel oder andere Leiter scharf ge
knickt, überbeansprucht werden oder sich mit sich selbst ver
heddern. Die Aufnahmeeinrichtung bündelt die Kabel vielmehr in
einer solchen Weise, daß sie nur einen unwesentlichen Wider
stand der Rotordrehung entgegensetzen.
Die Kabelaufnahmeeinrichtung ist schematisch in Fig. 12 dar
gestellt. Sie enthält eine feststehende zylindrische Basis 300,
durch deren Umfang die Gruppe von Kabeln 301 tangential ein
tritt. Die Einrichtung besitzt ein zentrales feststehendes zy
lindrisches Element 302. Ein Hilfszylinder 303 ist konzentrisch
mit dem Zylinder 302 angeordnet und dreht sich frei auf letzte
rem. Eine sich radial erstreckende Platte 304 ist am Hilfszy
linder 303 befestigt. Die Platte 304 teilt die Einrichtung in
einen oberen Toroidraum 305 und einen unteren Toroidraum 306.
Die Platte 304 greift in eine äußere und untere Zylinderwand
307. In Fig. 12 läuft das Anfangsende 308 der Kabelgruppe 301
durch eine geeignete Öffnung in der Wand des stationären Zylin
ders 300, und die Kabel werden durch eine Klemme 309 gehalten.
Die Klemme 309 ist im Innern des Zylinders 300 befestigt, un
mittelbar nachdem die Kabelgruppe eintritt. Von der Klemme 309
an führt die Kabelgruppe eine Spiraldrehung in dem unteren
Raum 306 aus und läuft durch eine Öffnung 310 in der Platte
304 nach oben in den oberen Raum 305. Bevor die Kabelgruppe
nach oben läuft, wird sie am Hilfszylinder 303 mittels einer
Klemme 311 befestigt. Nachdem die Kabelgruppe durch die Öffnung
310 hindurchtrat, wird sie mittels einer Klemme 312 im oberen
Raum 305 an den Hilfszylinder 303 angeklemmt. Im Anschluß an
die Klemme 312 verführt die Kabelgruppe eine Spiraldrehung und
erreicht eine Klemme 313, die eine von mehreren Klemmen dar
stellt, die behilflich sind, die Kabel in einer geordneten
parallelen Gruppe zu führen, die jedoch nicht an irgendeinem
Zylinder befestigt sind. Die Kabelgruppe wird dann nach oben
gebogen und in einem Paar von Klemmen 314 und 315 gehalten,
die auf einem Arm 316 sitzen. Ein Haltearm 317 erstreckt sich
vom Arm 316. Der Haltearm 317 ist an einem Lagerring 33 be
festigt, der in Fig. 1 als dasjenige Teil dargestellt ist,
welches den äußeren Wasserbehälter 18 bei der Drehung trägt.
Der Ring 33 befindet sich auf einem Lager 318, das sich rela
tiv zum zentralen stationären Zylinder 302 dreht. Der Ring und
der Lageraufbau sind in tatsächlicher Form in Fig. 18 darge
stellt, die später erläutert wird. In Fig. 12 besitzt der
Ring 33 einen Arm 32 und zwei Kugellager 31. Der Ring wird um
eine vertikale Achse gedreht, wenn die Lager 31 von dem Stab 30
in Drehbewegung gesetzt werden, wie schon kurz in Verbindung
mit Fig. 1 erläutert wurde. Es sei daran erinnert, daß der
Stab 30 am Abtastarm oder Rotor 25 befestigt ist und mit diesem
umläuft. Da der Rotor 25 sich auch aufwärts und abwärts bewegt,
da er auf der Arbeitsbühne 39 angeordnet ist, dreht sich der
Ring 33 unter dem Einfluß des umlaufenden Stabs 30, während
der Ring 33 sich vertikal nicht bewegt. Die Drehung des Rings
33, die mit der Drehung des Abtastarms 25 koordiniert ist, be
wirkt, daß sich die spiralförmigen Kabelgruppen in dem oberen
und dem unteren Raum 305 und 306 zusammen auf- und abwickeln.
Bei einer vollen 1,5fachen Umdrehung des Rotors 25 machen die
Rotoraustrittskabelklemmen 314 und 350 die volle 1,5fache
Umdrehung mit, die klemme 312 und der Hilfszylinder 303 drehen
sich ungefähr eine 3/4-Umdrehung, und die Klemme 325 am Kabel
eingang bleibt stationär. Auf diese Weise wickeln sich die Ka
belspiralen im oberen und im unteren Raum 305 und 306 beide
gemäß dieser Ausführungsform um eine 3/4-Umdrehung auf und ab.
Periodisch sind längs der Kabelgruppe zusätzliche Klemmen, z. B.
320, 321 und 322 vorgesehen. Diese Klemmen halten lediglich
die Kabel parallel, wobei die neutrale Biegeachse jedes Kabels
vertikal relativ zu den anderen Kabeln angeordnet ist, um eine
richtige Ausrichtung sicherzustellen, wenn sich die Kabel als
Gruppe biegen. Diese Klemmen halten lediglich die Kabel.
Zusammen mit den Kabeln laufen im unteren Raum parallele obere
und untere Federmetallbänder 324 und 324′ von Klemme zu Klemme.
Die Bänder 324 und 324′ sind an sich entsprechenden Enden z. B.
an der feststehenden Klemme 309 an der Stelle 325 befestigt.
Die Bänderspirale umläuft den unteren Raum 306, und die anderen
Enden der Bänder sind an der Stelle 326 an der Klemme 311 be
festigt. Wie schon erwähnt, ist die Klemme 311 am Hilfszylinder
303 befestigt.
Die Kabelgruppe im oberen Raum 305 besitzt ebenfalls ein
oberes und ein unteres Federmetallhalteband 327 und 327′.
Eines der Enden 328 ist an der Klemme 312 befestigt, die
ebenfalls am Hilfszylinder 303 befestigt ist. Auch das andere
Ende 329 der Bänder 327 und 327′ ist ferner an der letzten
Klemme 313 im oberen Raum 305 befestigt.
Fig. 14 zeigt schematisch eines der beiden Federbänder 324
vom unteren Raum, und das Federband 327 vom oberen Raum, um
die Beziehung der Bänder klarer darzustellen. Das äußere Ende
325 des typischen unteren Federbands 324 ist wirksam an der
Innenseite der äußeren stationären Zylinderwand 306 befestigt.
Das innere Ende 326 ist am Hilfszylinder 303 befestigt, wie
dargestellt ist. Das innere Ende des typischen oberen Feder
bands 327 ist am Hilfszylinder 303 befestigt, und das äußere
Ende 329 ist an der Klemme 313, und effektiv am Arm 316 be
festigt. Wird Fig. 14 von oben betrachtet, und wird dabei das
untere Federband 324 verfolgt, so läßt sich erkennen, daß dieses
Band vom festen Punkt 325 spiralförmig im Uhrzeigersinn zum
Punkt 326 auf dem inneren Zylinder umläuft. Wird die Figur noch
einmal von oben betrachtet, so läßt sich feststellen, daß das
obere Federband 327 am Punkt 328 befestigt ist und spiralförmig
im Uhrzeigersinn zu seinem freien Ende 329 läuft. Die Spiral
federbandpaare 324 und 327 sind in ihrem tatsächlichen Aufbau
also abgewickelt oder offen, wenn der Abtastarm 25, der das
Ende 329 dreht, seine maximale Stellung im Gegenuhrzeigersinn
besitzt.
Wenn der Abtastarm 25 gegen seine Drehgrenze im Uhrzeigersinn
gedreht ist, bewegt sich das Ende 329 des Bands 327 im Uhr
zeigersinn, wenn von oben betrachtet wird. Es läuft am Punkt
328 auf dem Hilfszylinder 303 radial außen vorbei, während
sich die Wicklung oder Spule aufwickelt. Es läßt sich daher
erkennen, daß sich der äußere Teil des oberen Federbands um
den inneren Teil herum windet oder wickelt, während es sich
aufgrund der Drehung im Uhrzeigersinn strafft. Zur gleichen
Zeit wird der Hilfszylinder 303 angetrieben, und zieht das
innere Ende 326 des unteren Federbands 324 mit sich in Uhr
zeigersinnrichtung, wobei das untere Band von innen nach
außen gestrafft wird.
Fig. 12 entspricht der maximalen Drehung des Abtastarms im
Gegenuhrzeigersinn, wobei die Kabelschleifen in dem oberen
und dem unteren Raum 305 und 306 abgewickelt oder offen sind.
Fig. 13 zeigt die Kabelaufnahmeeinrichtung, wenn der Abtast
arm oder Rotor 25 sich in seine maximal in Uhrzeigerrichtung
gedrehte Stellung bewegt hat. Im letzteren Fall sind die Ka
bel im oberen und im unteren Raum 305 und 306 straffer aufge
wickelt. Ihrem Aufbau nach sind die Fig. 12 und 13 gleich,
bezüglich Fig. 12 ist jedoch Fig. 13 um 90° gedreht, um die
Lage einer Kabelgruppe klarer zeigen zu können, wenn die Kabel
straff aufgewickelt sind. Es sei bemerkt, daß die Federbänder
324 und 327 relativ dünn und breit sind, um Flexibilität zu ge
winnen, und daß sie genügend Steifheit besitzen, um die Kabel
in den oberen und unteren Spiralen zu halten, die in einzelnen
Ebenen liegen. Die Federbandspiralen besitzen beabstandete
Öffnungen, um sich mit den Klammern verbinden zu lassen und
eine richtige Beabstandung der Klammern sicherzustellen.
In Fig. 12 ist ein Teil des Abtastarms oder Rotors 25 oben
rechts dargestellt. Zwei Pfeile sind in der Nähe dieses Teil
stücks dargestellt, um anzudeuten, daß der Rotor sich dreht
und sich anhebt bzw. absenkt. Es wurde die Kompensation der
Ortsveränderung durch Drehbewegung für die Kabel beschrieben.
Die Kompensation für die sich ändernde Höhe des Rotors 25 wird
dadurch erhalten, daß das äußere Ende der Kabel in einer frei
en Schleife 331 geführt ist, wie insbesondere in Fig. 12 gut
sichtbar ist.
Einige Eigenschaften des mit Federbändern versehenen Kabelauf
nahmesystems, die bisher mehr zufällig erwähnt wurden, werden
nun erneut betrachtet, und andere Eigenschaften, die noch nicht
erwähnt wurden, werden nun erläutert. So sei z. B. darauf hinge
wiesen, daß die Federbandpaare 324 und 324′ und 327 und 327′
ihre neutrale Biegeachse so eng wie möglich haben, damit sie verti
kal zusammenfallen oder über und unter den neutralen Biege
achsen der Kabel in jeder Gruppe liegen. Dadurch wird ein Bei
trag zur Vermeidung von Beanspruchungen geliefert, die als un
erwünschte Steifheit der Kabel- und Federkombination in der
horizontalen Ebene auftreten würden und in unerwünschter Weise
zur Folge hätten, daß eine größere Torsionskraft erforderlich
wäre, um die Kabel spiralförmig auf- und abzuwickeln. Obwohl
eine gute Flexibilität der Kabel und Federn in den Biegeebenen
erzielt wird, zeigen die Federn dennoch eine Steifheit in einer
Richtung, die normal zu den Biegeebenen ist, um das vertikale
Durchsacken der Kabel zu begrenzen.
Obwohl es sich nicht darstellen läßt, sind die Federbänder vor
geformt, bevor sie in den Kabelgruppen angeordnet werden. Wenn
die Bänder nicht am inneren Endbereich angeordnet werden, ver
suchen die Bänder, wie auch die Kabel, nach außen zu drücken
und eine Reibungskraft zu erzeugen, wenn sie sich abwickeln.
Eine gleichförmige Spiralfeder, deren Gestalt mit der mathema
tischen Gleichung einer Spirale übereinstimmt, deren äußeres
Ende an einem festen Element, und deren inneres Ende an einem
drehbaren Element, wie z. B. dem Hilfszylinder 302 befestigt
ist, wird, wenn sie straffer gewickelt wird, an ihrem inneren
Endbereich einen schärferen oder kleineren Radius annehmen und
sich rascher gegen den Hilfszylinder anziehen, während der
äußere Teil noch offener oder radial expandiert ist. Auch hier
aus resultiert eine Reibungsbelastung und ein ungleichförmiges
Drehmoment. Wie schon erwähnt, hat diese Belastung oder Wider
stand beim Abwickeln vielleicht stärkere Folgen. Gemäß der Er
findung besitzen die Federbänder eine lange Radiuskrümmung von
dem äußeren Ende auf das innere Ende hin, und wenn ein Bereich
in der Nähe des inneren Endes erreicht ist, wird der Krümmungs
radius erheblich reduziert. Wenn dann das Federband als eine
Näherungsspirale ausgeformt wird, wobei beide Enden befestigt
sind, und die Teile zwischen den Enden an die Kabel angeklemmt
sind, besitzen die Bänder die Gestalt, um sich richtig abzu
wickeln, d. h. um sich abzuwickeln, ohne daß die Innenwindungen
gegeneinander schleifen. Wird auf diese Weise ein gleichförmiger
Aufwickel- und Abwickelvorgang und eine richtige Kontur der Ka
bel erzielt und aufrecht erhalten, so werden die Kabel zu keiner
Zeit scharf gebogen, so daß ihre Überbelastung verhindert wird
und eine Reibungsabnutzung und Verwicklung der Kabel oder ande
rer gehaltener flexibler Elemente der Gruppe vermieden wird.
In Fig. 15 ist ein Vertikalschnitt des tatsächlichen Aufbaus
der Kabelaufnehmeeinrichtung gezeigt. In dieser Figur tragen
Teile, die den in den Fig. 12 bis 14 dargestellten Teile
entsprechen, dieselben Bezugszeichen. Ein freidrehender Hilfs
zylinder 303 ist konzentrisch mit dem feststehenden inneren Zy
linder 302 angeordnet. Der Hilfszylinder besitzt mehrere am Um
fang beabstandet angeordnete Lagereinsätze, wie z. B. 332 und
333. Diese Einsätze können aus Material kleiner Reibung, wie
z. B. aus Delrin oder Nylon bestehen. Die Innenkabelklemme 312
im unteren Raum 306 ist am Hilfszylinder 303 befestigt darge
stellt. Die anderen Kabelklemmen oder Halter, z. B. 321 im obe
ren Raum 305, oder im unteren Raum, z. B. 334, machen die Ab
wickel- und Aufwickelbewegung mit. Ein Teilstück des drehbaren
und vertikal beweglichen Abtastarms 25 ist mit dem Bezugszei
chen gemäß Fig. 12 dargestellt.
In den Fig. 16 und 17 ist ein Computer-Tomograph
zur Abtastung eines ganzen Körpers schematisch darge
stellt, bei dem die meisten bisher erläuterten Merkmale an
wendbar sind. Das Gehäuse 530 der Röntgenröhre ist
auf einem drehbaren Ring 531 angeordnet. Eine Vielfach-Detek
toranordnung 532 befindet sich auf der Halterung 533, die
ebenso auf dem Ring 531 angeordnet ist. Die Röntgen
quelle enthält einen Kollimator 534, der den im wesentlichen
von einer Punktquelle herkommenden Strahl in einen fächer
förmigen Strahl überführt, der innerhalb der durch die ge
strichelten Linien 535 und 536 dargestellten Grenzen liegt.
Der fächerförmige Strahl wird in eine dünne Schicht kolli
miert, wie schon erläutert wurde, der Ring 531 ist auf einem
Rahmen 537 auf Rollen, z. B. 538 angeordnet. Der Ring 531
ist auf diese Weise um eine im wesentlichen horizontale Achse
drehbar, so daß die Röntgenröhre 530 und die Detektor
anordnung 532 gemeinsam um die Patienten zur Abtastung einer
einzelnen Schicht des Körpers zu einem Zeitpunkt herumlaufen
können, wenn ein Patient auf der horizontalen Achse gehalten
wird. Der Rahmen 537 ist auf Säulen 539 und 540 angeordnet.
Die Motorantriebseinrichtungen zur Drehung des Rings 531 sind
nicht dargestellt. Zusätzlich können die Röntgenquelle
530 und die Detektoren 532 auf dem Ring 531 angeordnet sein,
wobei in diesem Fall die Drehabtastgeschwindigkeit erhöht
werden kann.
Fig. 17 zeigt, wie der Körper des Patienten auf der Drehachse
des Ring 531 gehalten wird. Ein teilweise dargestellter,
Röntgenstrahlen durchlassender Tisch 541 wird zum Tragen des
Körpers 542 verwendet. Der Tisch ist axial beweglich, wie
durch den Pfeil 543 angedeutet ist.
Der Betrieb des Ganzkörper-Abtastausführung der Fig. 16
und 17 wurde schon erläutert und es ist lediglich erforder
lich, darauf hinzuweisen, daß der fächerförmige Strahl eine
Schicht abtastet, und daß dann der Körper axial um einen
Wert weitergeführt wird, der im wesentlichen gleich der Dicke
des Strahls ist. Dieser Prozeß wird so lange wiederholt, bis
alle Schichten des interessierenden Körpers abgetastet wurden,
und die Röntgenstrahl-Intensitätsdaten aufgenommen sind.
Die Ganzkörper-Abtastausführungsform gemäß den Fig. 16 und 17
weist zwar nicht das Merkmal auf, daß der Körper von Wasser
umgeben ist, aber es werden die Röntgenstrahl-Intensitäts
daten mit dem durch Kodierer gesteuerten System aufgenommen.
Claims (13)
1. Computer-Tomograph zur Untersuchung mindestens eines
Teils eines Körpers
mit einer rotierenden Abtasteinrichtung, die eine Röntgen quelle mit einem Strahlenfächer und auf der gegenüberlie genden Seite der Drehachse eine aus einer Vielzahl von Detektoren bestehenden Detektoranordnung enthält,
wobei die Abtasteinrichtung durch eine Antriebseinrichtung drehbar ist, deren Antriebswelle mit einem Kodierer gekop pelt ist, der Zeitsteuerimpulse liefert, die jeweils einem Drehwinkel der Abtasteinrichtung entsprechen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitsteuerimpulse einer Steuereinrichtung (79) zugeführt sind, die die Röntgenquelle (11) während der Drehung der Abtasteinrichtung (25) pulsartig ein- bzw. ausschaltet.
mit einer rotierenden Abtasteinrichtung, die eine Röntgen quelle mit einem Strahlenfächer und auf der gegenüberlie genden Seite der Drehachse eine aus einer Vielzahl von Detektoren bestehenden Detektoranordnung enthält,
wobei die Abtasteinrichtung durch eine Antriebseinrichtung drehbar ist, deren Antriebswelle mit einem Kodierer gekop pelt ist, der Zeitsteuerimpulse liefert, die jeweils einem Drehwinkel der Abtasteinrichtung entsprechen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitsteuerimpulse einer Steuereinrichtung (79) zugeführt sind, die die Röntgenquelle (11) während der Drehung der Abtasteinrichtung (25) pulsartig ein- bzw. ausschaltet.
2. Computer-Tomograph nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (79) für die Röntgenquelle (11)
auf das Auftreffen aufeinanderfolgender, vorgegebener
Anzahlen der Zeitsteuerimpulse derart anspricht, daß die
Röntgenquelle (11) für die Zeitdauer einer gegebenen Zahl
von Zeitsteuerimpulsen an vorgegebenen Winkelinkrementen
der Abtasteinrichtung (25) einschaltet.
3. Computer-Tomograph nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinrichtung (45, 47) die Abtasteinrichtung
(25) abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen antreibt
zum wiederholten Abtasten des Körpers in der einen Dreh
richtung und dann, nachdem das Abtasten in jeder Richtung
abgeschlossen ist, in der entgegengesetzten Drehrichtung,
und daß mittels einer zweiten Antriebseinrichtung die
Abtasteinrichtung (25) zwischen zwei Abtastvorgängen um
eine vorgebbare Strecke verschoben wird.
4. Computer-Tomograph nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinrichtung (45, 47) einen Motor (45)
aufweist, der synchron mit der Netzfrequenz arbeitet und
die Röntgenquelle synchron mit der Netzfrequenz gepulst
wird.
5. Computer-Tomograph nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abtasteinrichtung (25) während einer Abtastung um einen ersten Drehwinkel, bei dem die Röntgenquelle ausgeschaltet ist, um einen zweiten Drehwinkel, in dem die Röntgenquelle pulsartig ein- und ausgeschaltet wird, und um einen dritten Drehwinkel ge dreht wird, bei dem die Röntgenquelle ausgeschaltet ist, der Motor (45) die Abtasteinrichtung (25) mit einer Winkel geschwindigkeit antreibt, die eine konstante Beziehung zur Frequenz und Periodizität der Netz-Wechselspannung be sitzt, und der Kodierer (40) eine feste Anzahl an Zeitsteuer impulsen während der Drehung der Abtasteinrichtung (25) durch den zweiten Drehwinkel erzeugt, wobei die Anzahl der Röntgenbelichtungsimpulse in dem zweiten Drehwinkel derart gewählt ist, daß, wenn diese Anzahl durch die Zeit, in Sekunden, für die Drehung der Abtasteinrichtung (25) um den zweiten Drehwinkel dividiert wird, sich als Ergebnis eine Größe ergibt, die gleich der Netzspannungsperiode (Periodizität) oder einem Vielfachen oder Untervielfachen davon ist, und daß der Kodierer (40) in jedem Winkelinkrement eine spezielle Anzahl von Zeitsteuerimpulsen zwischen den Röntgeneinschaltimpulsen erzeugt,
daß Mittel zum Erzeugen eines Anfangssignals vorgesehen sind, welches mit dem Start der Zeitsteuerimpulsgruppe zusammenfällt, die dem zweiten Drehwinkel entspricht, daß Mittel zum Zählen der Kodierer-Zeitsteuerimpulse vorge sehen sind und
daß die Steuereinrichtung (79) auf die gezählten Zeitsteuer impulse anspricht und die Röntgenquelle (11) zum ersten mal nach Auftreten des Anfangssignals einschaltet und dann die Röntgenquelle bei gleichen Winkelinkrementen pulsartig einschaltet entsprechend dem Auftreten der spe ziellen Anzahl der Zeitsteuerimpulse während der Drehung durch den zweiten Drehwinkelbereich.
daß die Abtasteinrichtung (25) während einer Abtastung um einen ersten Drehwinkel, bei dem die Röntgenquelle ausgeschaltet ist, um einen zweiten Drehwinkel, in dem die Röntgenquelle pulsartig ein- und ausgeschaltet wird, und um einen dritten Drehwinkel ge dreht wird, bei dem die Röntgenquelle ausgeschaltet ist, der Motor (45) die Abtasteinrichtung (25) mit einer Winkel geschwindigkeit antreibt, die eine konstante Beziehung zur Frequenz und Periodizität der Netz-Wechselspannung be sitzt, und der Kodierer (40) eine feste Anzahl an Zeitsteuer impulsen während der Drehung der Abtasteinrichtung (25) durch den zweiten Drehwinkel erzeugt, wobei die Anzahl der Röntgenbelichtungsimpulse in dem zweiten Drehwinkel derart gewählt ist, daß, wenn diese Anzahl durch die Zeit, in Sekunden, für die Drehung der Abtasteinrichtung (25) um den zweiten Drehwinkel dividiert wird, sich als Ergebnis eine Größe ergibt, die gleich der Netzspannungsperiode (Periodizität) oder einem Vielfachen oder Untervielfachen davon ist, und daß der Kodierer (40) in jedem Winkelinkrement eine spezielle Anzahl von Zeitsteuerimpulsen zwischen den Röntgeneinschaltimpulsen erzeugt,
daß Mittel zum Erzeugen eines Anfangssignals vorgesehen sind, welches mit dem Start der Zeitsteuerimpulsgruppe zusammenfällt, die dem zweiten Drehwinkel entspricht, daß Mittel zum Zählen der Kodierer-Zeitsteuerimpulse vorge sehen sind und
daß die Steuereinrichtung (79) auf die gezählten Zeitsteuer impulse anspricht und die Röntgenquelle (11) zum ersten mal nach Auftreten des Anfangssignals einschaltet und dann die Röntgenquelle bei gleichen Winkelinkrementen pulsartig einschaltet entsprechend dem Auftreten der spe ziellen Anzahl der Zeitsteuerimpulse während der Drehung durch den zweiten Drehwinkelbereich.
6. Computer-Tomograph nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuereinrichtung (79) auf das Zählen eines oder mehrerer
Zeitsteuerimpulse, so lange deren Zahl kleiner als die spe
zielle Anzahl ist, in jedem Winkelinkrement anspricht zum
Einschalten der Röntgenquelle, damit jeder Röntgenimpuls
gestartet wird, und die Steuereinrichtung (79) auf ent
sprechende, gezählte ein oder mehrere Zeitsteuerimpulse
anspricht zum Beenden des Röntgenimpulses, wobei alle
Röntgenimpulse um die spezielle Anzahl der Zeitsteuerimpulse
unabhängig von der Dauer der Röntgenimpulse zentriert sind.
7. Computer-Tomograph nach Anspruch 5,
gekennzeichnet durch
Mittel zum Erfassen der Zeitintervalle zwischen den Impulsen
der Zeitsteuerimpulskette, wenn sich die Abtasteinrichtung
(25) während des Durchlaufens des ersten Drehwinkels vor
dem Start des zweiten Drehwinkels beschleunigt, wenn die
Abtasteinrichtung (25) sich im zweiten Drehwinkel befindet
und nachdem sich die Abtasteinrichtung (25) über den zweiten
Winkelbereich hinaus in den dritten Drehwinkelbereich gedreht
hat, und daß, wenn die Zeitintervalle zwischen den Impulsen
im ersten Drehwinkelbereich zeitlich gleichförmig auftreten
und somit die Abtasteinrichtung auf eine bestimmte Dreh
geschwindigkeit beschleunigt hat, die Röntgenimpulse während
einer Abtastung im zweiten Drehwinkel ausgestrahlt werden.
8. Computer-Tomograph nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Einrichtung, wenn sich die Abtasteinrichtung (25)
beim Abtasten einer Schicht in den dritten Drehwinkel gedreht
hat, eine relative Verschiebung zwischen der Abtastein
richtung (25) und dem Körper durchführt.
9. Computer-Tomograph nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Einrichtung beim Start der Zeitsteuerimpulskette,
die dem zweiten Drehwinkel in einer der beiden Drehrichtungen
entspricht, ein Anfangssignal erzeugt, und daß eine Ein
richtung auf das Vorhandensein einer vorgegebenen Anzahl
von Zeitsteuerimpulsen nach dem Anfangssignal anspricht und
die Röntgenquelle (11) derart steuert, daß sie zu vorge
gebenen Intervallen während der Dauer einer ersten vorge
gebenen Zahl von Zeitsteuerimpulsen eingeschaltet und während
einer zweiten vorgegebenen Zahl zwischen den Zeitsteuer
impulsen ausgeschaltet ist.
10. Computer-Tomograph nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung zur Erzeugung des Anfangssignals Mittel
zur Erzeugung eines ersten Impulssignals, welches einmal
pro Umdrehung der Welle des Kodierers (40) auftritt, Mittel
zur Erzeugung eines zweiten Impulssignals, welches ein
mal pro Umdrehung der Abtasteinrichtung (25) in Phase
mit dem vorausgehenden Signal auftritt, und Mittel ent
hält, die auf die Koinzidenz des ersten und des zweiten
Signals ansprechen und das Anfangssignal erzeugen.
11. Computer-Tomograph nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
sich bei Teilung derjenigen Zeit, die die Abtasteinrichtung
(25) zum Drehen um den zweiten Drehwinkel benötigt, durch
die Anzahl der innerhalb des zweiten Drehwinkels auf
tretenden Röntgenimpulse ein Wert ergibt, der gleich der
Periode der Netzwechselspannung ist.
12. Computer-Tomograph nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß sich bei Teilung der Zeit,
die die Abtasteinrichtung (25) zur Drehung um den zweiten
Drehwinkel benötigt, durch die Zahl der innerhalb des
zweiten Drehwinkels auftretenden Röntgenimpulse ein Wert
ergibt, der gleich einem Vielfachen oder Untervielfachen
der Periode der Netzwechselspannung ist.
13. Computer-Tomograph nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Anfangssignal in allen Schichten an dem gleichen Dreh
winkel auftritt, wobei sich entsprechende Röntgenimpulse,
die in allen Schichten auftreten, überlagert und phasengleich
sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US72394176A | 1976-09-16 | 1976-09-16 | |
| US05/723,799 US4107531A (en) | 1976-09-16 | 1976-09-16 | X-ray body scanner using encoder for generating system controlling timing pulse train |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2741240A1 DE2741240A1 (de) | 1978-03-23 |
| DE2741240C2 true DE2741240C2 (de) | 1990-10-18 |
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| DE19933537B4 (de) * | 1998-08-18 | 2005-03-17 | Siemens Ag | Röntgen-Computertomographie-Gerät mit Mitteln zur Modulation der Röntgenleistung einer Röntgenstrahlenquelle |
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