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DE2638852A1 - Gips mit verbesserten eigenschaften - Google Patents

Gips mit verbesserten eigenschaften

Info

Publication number
DE2638852A1
DE2638852A1 DE19762638852 DE2638852A DE2638852A1 DE 2638852 A1 DE2638852 A1 DE 2638852A1 DE 19762638852 DE19762638852 DE 19762638852 DE 2638852 A DE2638852 A DE 2638852A DE 2638852 A1 DE2638852 A1 DE 2638852A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plaster
paris
added
derivative
phosphonic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19762638852
Other languages
English (en)
Inventor
Franz-Josef Dipl Chem Dr Dany
Joachim Dipl Chem Dr Kandler
Peter Prestin
Guenter Sorbe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DE19762638852 priority Critical patent/DE2638852A1/de
Priority to CH859877A priority patent/CH633240A5/de
Priority to NL7709348A priority patent/NL7709348A/xx
Priority to LU78018A priority patent/LU78018A1/xx
Priority to BE180445A priority patent/BE858132A/xx
Priority to FR7726122A priority patent/FR2362798A1/fr
Publication of DE2638852A1 publication Critical patent/DE2638852A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B24/00Use of organic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. plasticisers
    • C04B24/003Phosphorus-containing compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist Gips mit verbesserten Eigenschaften, ■insbesondere Gips für Bau- und Stückarbeiten. Uie Ycx-iicszcrvx,^ der Eigenschaften bezieht sich sowohl auf die Verarbeitung ces plastischen Gipses als auch auf die Zait nach, der Verarbeitung*
Gips hat die Eigenschaft, nach dem Anrühren mit Wasser innerhalb kurzer Zeit unter Kristallwasse rauf nähme zu 'irstarren und rasch abzubinden. Bei gewissen Arbeiten, z.B. Herstellung von Formabdrücken, ist ein rasches Abbirden erwünscht. Andere Arbeiten erfordern aber Verarbeitungsseitspannen, die ein verzögertes Abbinden voraussetzen, z.B. bei der Herstellung größerer Ansatzmengen, five den Transport der angerührten Gipcrnass* an den Verarbeitungsort oder das Auftragen und insbesoidere das Glätten der Gipsmasse mittels Kelle bei großen Flächen. Aber auch das Abreiben und Filzen z.B. eines Gipsputzes muß noch in der Abb.indezeit erfolgen.
Es ist deshalb für die Verarbeitung von Gips von. entscheidender .Bedeutung, daß einerseits das Abbinden während des Transports und des Auftragensverzögert werden"-soll, andererseits das Abbinden nach dem Glätten und Abreiben bald erfolgen soll, um unnötige Wartezeiten 2.u vermeiden.
- 2
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OhiiatNAL
In dem Aufsatz von W.C. Riddel, zitiert in "Zement, Kalk und Gips", Bd. 8 (1955), Seiten 4c9 bis 411,- Wird eine große Anzahl von Zuschlagstoffen benannt, die die Abbindezeit von Gips verlängern. Als Abbindeverzögerer werden in diener Arbeit beispielsweise Natrium- oder Ammoniumsalze der Phosphorsäure, Borax oder organische Oxipolysäuren untersucht. Um eine Abbindeverzögerung von 1 Stunde oder mehr zu erreichen, sind Zusatzmengen anorganischer Salze von mehr als 0,25 Gew^X» nötig. Als Nachteil so hoher Zuschlagmengen anorganischer Salze muß eine starke Verschlechterung der Gipsqualität in Kauf genommen werden. So wird z.B. die Biegezugfestigkeit des Gipses schon beiiTi Zusatz von Trinatriumphosphat von 18, S kg/cm
auf 12,6 kg/cm verschlechtert; entsprechendes gilt für Triammoniumphosphat, wo die Biegezugfestigkeit von 1.9,6 kg/cm auf 15,0 kg/cm abfällt. Werden Abbindezeiten von etwa 3 Stunden verlangt, so müssen anorganische Salze in Mengen von mehr als 0,5 GewJ'o dem Gips zugesetzt werden. Außer einer weiteren Verschlechterung der physikalischen Gipsquölität, z.B. der Biegezugfestigkeit, kommt denn noch das "Ausblühen des Gipses hinzu, unter "Ausblühen" des Gipses wird das Auskristallisieren dieser Zuschlagstoffe an der Oberfläche verstanden. Durch Diffusionsvorgänge wird die Oberfläche rauh. Aufgetragene F^rbe blättert dabei da.
Beim Einsatz von Polycarbonsäuren als Abbindeverzögerer kommt es zur Bildung von Schimmelpilzen, besonders in feuchten Räur men, wodurch der Gips "fault" und abbröckelt.
Um eine Aussage über die Wirksamkeit von Substanzen für die Eignung als Abbindeverzögerer von Gips zu erhalten, wird das Abbindeende in einer VICAT-Apparatur nach DIN 1168, Teil 2, Juli 1975, bestimmt.
Dazu werden in eirem RILEM-CEM-Mischer nach DIN 1164, Blatt 7> Juni 1970, der Abbindeverzögerer bei Rührstufe 1 in 1 Liter
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Wasser 5 min lang gerührt. Innerhalb von 3o see werden 1,5 kg Gips zugegeben und die Suspension 2,5 min bei Rührstufe 1 weitergerührt.
KLt einem Teil dieser Mischung wird ein viCATRING (Hartgummiring) mit einem Durchmesser von 65/75 mm und 4o mm Höhe gefüllt. Auf die Oberfläche des Gipskörpers wird nun die konische Stahlnadel (die Spitze der ITMel hat einen Durchmesser von 1 mm, die Nadel hat einen Durchmesser von 3 mm) aufgesetzt und die Auslösevorrichtung der Nadel in der VICAT-Apparatur plötzlich freigegeben. Das Afcbindeende des Gipses ist dann erreicht, wenn die Nadel nicht mehr in die Gipsoberfläche eindringt. Die Abbindezeit ist die Zeitspanne, die vom Sinstreuen des Gipses bis zu dem Zeitpunkt vergangen ist, wo die Nadel nicht mehr in die Gipsoberfläche eindringt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Substanzen zu finden, die, in einer Menge von höchstens 0,1 Gewj6, bezogen auf die Gipsmenge, die Abbindezeit dos Gipses auf mehr als 1 Stunde verlängern, aber keine Veränderung der Biegezugfestigkeit des Gipses bewirken und das Gipsteil durch Schimmelpilz nicht zerstören.
Es wurde nun überraschend gefunden, dp.ß Phosphonsäuren der allgemeinen Formel
R - P(O)(OH)2
in v/elcher R ein Alkyl,ein Cycloalkyl, ein Aryl oder ein Aralkyl mit 1 bis 18 C-Atomen, insbesondere 1 bis 1o C-Atomen, oder ein substituiertes Derivat dieser Reste darstellt, deren Neutralisationsprodukte mit anorganischen oder organischen Basen und/ oder der Mono- oder Diedter äußerst wirksame Abbindeverzögerer für Gips sind. Weiter würde überraschend gefunden, daß die Phos-
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phonsäuren in dem Gips als Fungizide wirken, d.h. auch in feuchten Räumen siedeln lr.eine Schimmelpilze auf der Gipsoberfläche.
Es hat sich herausgestellt, daß es unerheblich ist, ob die Phosphonsäure als Säure, als voll- oder teilneutralisierte Substanz, insbesondere als deren Alkali-, Ammonium- oder Erdalkalisalze, oder in Form ihrer Mono- oder Diester verwendet wird, wobei als Esterreste insbesondere Alkyl mit 1 bis 8 C-Atomen oder ein substituiertes Derivat dieser Reste infrage kommt.
Es hat sich weiter gezeigt, daß solche Phosphonsäuren oder deren Derivate besonders wirksame Abbindeverzögerer für Gipse sind, bei denen der Rest R ein oder mehrere Substituenten der Carboxi-, Carbäthoxi-, Carbomethoxigruppen oder dergleichen enthält. D.ie erfindungsgemäß einzusetzenden Phosphonsäuren sind aber keineswegs auf diese Derivate bzw. Substituenten beschränkt.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die Phosphonsäuren oder deren Derivate in Gehalten von 0,01 bis 0,1 Gew%, vorzugsweise von 0,025 bis 0,075 Gev/%, bezogen auf den Gips, zuzugeben. Bei Zusätzen von höchstens 0,1 Gev/% Phosphonsäure oder deren Derivat steigt überraschend die Biegezugfestigkeit des Gipses an. Vorzugsweise wird dem Gip-i, zur Vermeidung der Bildung von Schimmelpilzen, der höhere Anteil an Phosphonsäuren oder deren Derivate zugesetzt, wenn das Gipsteil spater in feuchter Atmosphäre gehalten wird.
Die Phosphonsäure oder deren Derivat kann wahlweise dem Ausgangsgips (Calciumsulfat-halbhydrat) bereits beigemischt sein oder aber erst beim Anrühren vor oder nach der Gipszugabe der wässerigen Phase zugegeben werden.
Bei der Anwendung von Phosphonsäure oder deren Derivat als Abbindeverzögerer ist es weiter unerheblich, ob der Gips weitere Hilfsstoffe enthält, wie z.B. Netzmittel, Plastifizierungsmittel oder Streckmittel, wie Calcit, Schwerspat, Bentonit.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand von Beispielen näher
erläutert:
Beispiel 1
In einem RILEM-CEM-Mischer wird 1 1 V/asser mit 0,75 g 1,2,5-Tricarboxipentanphosphonsäure - entsprechend einem Gehalt von 0,05 Gev.'Jo, bezogen auf den zugesetzten Gips - aj.s Abbindeverzögerer 5 min lang bei Rührstufe 1 vorgemischt. Innerhalb von 3o see werden 1,5 kg Calciumsulfat-halbhydrat zugegeben und 2,5 min bei Rührstufe 1 v/eiterge rührt.
Die mit dem VICAT-Gerät bestimmte Abbindezeit und die Druck- und Zugfestigkeit des Probekörpers ist in der Tabelle wiedergegeben.
Beispiele 2 bis 22
Analog Beispiel 1 werden die Beispiele 2 bis 22 durchgeführt mit der Ausnahme, daß als Abbindeverzögerer unterschiedliche Mengen von unterschiedlichen Phosphonsäuren oder deren Derivaten dem Gips zugesetzt werden. Die Ergebnisse sind in der TaDeIIe wiedergegeben.
Beispiel 23 (Vergleichsbeispiel)
Analog Beispiel 1 wird Beispiel 23 durchgeführt, mit der Ausnahme, daß kein Abbindeverzögerer dem Gips zugesetzt wird. Die Ergebnisse sind in der Tabelle wiedergegeben.
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TABELLE
Beispiel Abbindeverzögerer Name ohne Zuatz Menge i Abtinde- Biegezug-
Nr. (Gew?5) zuit feütigkoit
1,3,5-Tricarboxipentanphosphonsäure 0,05 (h) (Kp/cra2)
1 It 0,025 24,3
2 f! 0,075 1.2 23,7
3 T! 0,01 6 25,0
4 1,3,5-DicarOoxipentanphosphonsäure- 0,1 0,6 28,6
5 Mononatriumsalz 8 42,0
Carboxiäthanphosphonsäure 0,0"
σ
C
6 !I 0,025 0,9 34.,, 3
cc
α
7 !! 0,05 2,8 32.,O
C
cc
8 !I 0,075 "a ** 33,1
9 2-Carboxiäthanphosphonsäurc 0,025 LuZ ' 29,0
c: 1ο Il 0,075 2,9 32,5
ν: 11 " ' -Calciumsalz 0,075 4,2 32,9
12 Dekanphosphonsäure 0,05 4,0 35,8
13 Methanpho sphonsäure 0,025 0,8 40t0
14 Ii 0,075 2,3 4if2
15 Carbäthoximethanphosphonsäurediäthylester. 0,05 4,0 42,1
16 Carbox'.methar.phosphonsäuredimethylester 0,25 0,8 3b, 5
17 Phocphonobernsteinsäure 0,05 0,8 37,6
18 Il 0,1 1,9 28,5
19 Carbomethoxymethanphosphonsäuredimethylester 0,025 6-, 4 . 25,2
2ο 2-Phenyläthan-1-phosphonsäure 0,025 0,8 41,8
21 It 0,075 35,6
22 2,9 34,2
23 0,6 18,5

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    -1. Gips mit verbesserten Eigenschaften, insbesondere Gips für Bau- und Stuckarbeiten, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Phosphonsäuren der allgemeinen Fornel
    R P(O)(OH)2
    in welcher R ein Alkyl, ein Cycloalkyl, ein Aryl oder ein Aralkyl mit 1 bis 18 C-Atomen, insbesondere 1 bis 10 C-Atoiflen, oder ein substituiertes Derivat dieser Reste darstellt.
    2. Gips nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dia
    Phosphonsäure als Abbindeverzögerer eingesetzt wird in Form ihres Moncesters der allgemeinen Formel
    R P(O)(OH)(OX)
    in welcher R die oben genannte Bedeutung hat und X ein Alkyl mit 1 bis 8 C-Atomen oder ein substituiertes Derivat dieses· Restes darstellt.
    3. Gips nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
    Phosphonsäure als Abbindeverzögerer eingesetzt wird in Form ihres Diesters der allgemeinen Formel
    R P(O)(OX)(OY)
    in welcher R und X oben genannte Bedeutungen haben und Y ein Alkyl mit 1 bis 8 C-Atomen oder ein substituiertes Derivat dieses Restes darstellt.
    4. Gips nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Phosphonsäure als Abbindeverzögerer in voll- oder teilneutraH-
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    sierter Substanz, insbesondere als deren Alkali-, Ammonium- oder Erdalkalisalz eingesetzt wird.
    Gips nach einem der voranstellenden Ansprüche, dadurch ge- . Kennzeichnet, daß der Rest R ein oder mehrere Substituenten der Carboxi-, Carbäthoxi-, Carbomethoxigruppen oder dergleichen enthält.
    6. Gips nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Phosphonsäure oder deren Derivat in Gehalten von 0,01 bis 0,1 Gewxchvs%, verzugsweise von 0.025 bis 0,075 Gewichts5i, bezogen auf den Gips, zugegeben wird.
    7. Gips nach einem der voranstellenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Phosphonsäuren oder deren Derivat dem Ausgangsgips bereits beigemischt ist oder erst beim Anrühren vor oder nach der Gipszugabe der wässerigem Phase zugegeben wird.
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DE19762638852 1976-08-28 1976-08-28 Gips mit verbesserten eigenschaften Withdrawn DE2638852A1 (de)

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LU78018A LU78018A1 (de) 1976-08-28 1977-08-24
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DE2851840A1 (de) * 1977-12-14 1979-06-21 Protex Manuf Prod Chimiq Zusatzstoffe fuer massen auf basis von gebranntem gips, gips oder anhydrit und deren verwendung

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