DE2638062C2 - Unterdruck-Zündzeitpunktverstelleinrichtung - Google Patents
Unterdruck-ZündzeitpunktverstelleinrichtungInfo
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Description
ig Die Erfindung betrifft eine Unterdruck-Zündzeit-
j§ punktverstelleinrichtung gemäß dem Oberbegriff des
H? Anspruchs I.
Es sind bereits Zündzeitpunktverstelleinrichtungen
bekannt (siehe beispielsweise DE-OS 20 62 220 sowie US-PS 36 38 627), bei welchen der stromaufwärts von
der im Vergaser angeordneten Drosselklappe herrsehende Unterdruck einer von einer Membran begrenz
ten Membrankammer zugeführt wird, während der stromabwärts von der Drosselklappe herrschende
Unterdruck einer auf der anderen Seite der Membran angeordneten Membrankammer zugeführt wird. In der
ίο einen Verbindungsleitung ist dabei ein elektromagnetisch betätigbares Umschaltventil angeordnet, welches
bei Betätigung die eine Membrankammer mit dem stromabwärts von der Drosselklappe herrschenden
Unterdruck mit der Außenluft verbindet, wodurch der
Zündsignal-Generator des Zündverteilers z.B. mittels einer an der Membran der Membrandose mittig
befestigten Stange ggf. entgegen einer Federkraft verstellt wird (siehe in diesem Zusammenhang auch
FR-PS 21 87 026). Das Umschaltventil weist dabei einen
Elektromagneten mit einem Tauch-Anker und einer Feder auf, wobei je nach Erregung des Elektromagneten
die ausgangsseitig zur Membrankammer führende Leitung entweder mit dem Unterdruck oder mit dem
Atmosphärendruck beaufschlagt wird, um auf diese
Weise im Hinblick auf eine Zündzeitpunktverstellung
wahlweise die Membraji in Richtung der Federbeaufschlagung oder in der entgegengesetzten Richtung zu
bewegen.
Bei den bekannten Zündzeitpunktverstelleinrichtun-
jo gen erweist es sich ab nachteilig, daß das Umschaltventil und die Membrandose über Verbindungsleitungen
mit den beiderseits der Drosselklappe angeordneten öffnungen verbunden sind. Abgesehen davon, daß
derartige Verbindungsleitungen beispielsweise auf-
is grand von Schwingungen leicht beschädigt werden
können, wodurch Undichtheiten auftreten, die wiederum die richtige Zündzeitpunktverstellung beeinflussen,
sind zahlreiche Bauteile erforderlich, was einerseits kostspielig ist, andererseits sorgiältigevr Zusammenbau
unter beengten Verhältnissen bei der mit der Zündzeitpunktverstelleinrichtung zu versehenden Brennkraftmaschine, beispielsweise eines Kraftfahrzeuges, erfordert. Schließlich ist auch ein rascher Übergang zwischen
Vor- und Nachzündung nicht ohne weiteres möglich,
weii infolge der verhältnismäßig langen Verbindungsleitungen das ganze System nur relativ träge reagiert.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die Zündzeitpunktverstelleinrichturg der eingangs genannten Art
derart weiterzubilden, daß bei relativ einfachem Aufbau
und unter Verwendung einer geringen Anzahl von
einzelnen Bauteilen ein möglichst rascher Wechsel
zwischen einer Vorzündungs-Stellung und einer Nach
zündungs-Stellung möglich ist.
In diesem Zusammenhang sei zu erwähnen, daß die Ausbildung des Ankers als Verschlußglied des Umschaltventils bereits aufgrund der DE-OS 19 33 507
bekannt ist, während die koaxiale Anordnung von
μ Elektromagnet, Anker, Verschlußglied und Stange
bereits bei der US-PS 35 61410 aufgezeigt wird. Im
Rahmen der vorliegenden Erfindung wird jedoch erstmalig das elektromagnetisch betätigte Umschaltventil in der Membrandose integriert, so daß dasselbe
h5 eine bauliche Einheit mit jener Membrangeh;iuseschale
bildet, welche der Membrankammer zugeordnet ist. die entweder mit Atmosphärendruck oder mit dem
Unterdruck von der Öffnung stromabwärts der
Drosselklappe verbunden ist. Der die Umschaltung
bewirkende Anker liegt dabei in einer Ausnehmung der Membrangehäusesehale, wodurch in Verbindung mit
einer vorgesehenen Feder die eine Endlage bei entregtem Elektromagneten gebildet ist Das durch die
Stange erreichte Ausmaß der Verstellung des Zündzeitpunkts ist dabei beispielsweise durch eine einstellbare
Federvorspannung der Membran vorgebbar.
Aufgrund der koaxialen Anordnung von Stange, Anker, Elektromagnet und Membrandose ergibt sich im
Rahmen der vorliegenden Erfindung eine räumlich kompakte Anordnung, weiche darüber hinaus am
Gehäuse des Zündverteilers direkt befestigbar ist, und zwar vorteilhaft so, daß die Membrandose im Bereich
der das Umschaltventil aufweisenden Membrankammer seitlich am Zündverteilergehäuse angeordnet ist Aufgrund einer derartigen Bauweise wird einerseits der
Zusammenbau vereinfacht und der Raumbedarf verkleinert, andererseits kann durch Anlegen des Atmosphärendrucks innerhalb des Zündverteilers eine Luft
zugeführt werden, die gegenüber der die Anordnung umgebenden Luft gefiltert ist, so daß ungewünschte
Verschmutzungserscheinungen vermieden bzw. verringert werden.
Die Erfindung soll nunmehr anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert werden. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Teilschnittansicht der erfindungsgemäßen Zündzeitpunktverstelleinrichtung
im zusammengebauten Zustand und
Fig.2 eine Schnittansicht in Explosionsdarsiellung
derZündzeitpunktverstelleinrichtung von Fig. 1.
Gemäß den Figuren erstreckt sich eine Stange Sa
durch die Mitte einer Membran 19 und beiderseits dieser Membran 19. Sie ist an der Membran 19 mittels
einer Mutter 21 luftdicht befestigt Mit der Membran 19 sind topfförmige Membrangehäuseschalen 1 und 2
derart verbunden, daß sie die Membran 19 zwischen sich halten und jede von ihnen an einer Seite der Membran
19 längs ihres ganzen Außenumfanges anliegt Der Umfangsrand der einen Membrangehäuseschale 2 ist
luftdicht über den Umfangsrand der anderen Membrangehäuseschale 1 so gebördelt, daß die Meinbrangehäuseschalen 1 und 2 und die Membran 19 ein einziges
Ganzes bilden. Auf diese Weise sind beiderseits der 4;
Membran 19 zwischen dieser und den Membrangehäuseschalen 1 und 2 zwei Membrankammern A und R
gebildet Die Stange 5a erstreckt sich durch die Mitten der Membrangehäuseschalen 1 und 2 und ragt an deren
Außenseiten hervor. Im Boden der topf form igen >i> (zweiten) Membrangehäuseschale 2 sind ein Rohr 30,
das die erste Membrankammer A mit der Außenseite verbindet, und neben diesem \\Ά\τ 30 ein Federgehäuse
3 befestigt. An einem abgestuften Teil 52 der Stange Sa
ist mittels einer Mutter 23 eine Scheibe 22 so befestigt '>', daß sie von einem Flansch 51 der Stange 5a einen
Abstand LR hat, nachdem das hintere Ende der Stange 5a in die Scheibe 22 eingesteckt worden ist.
Das Federgehäuse 3 ist von zylindrischer Form und ist außerhalb (rechts) der Bodenwand der Membrange- bo
häuseschale 2 so befestigt, daß das aus dieser hervorstehende hintere Ende der Stange Sa mit der
Achse des Federgehäuses 3 fluchtet. Durch das offene Ende des Federgehäuses 3 ist ein Fede'sitz 20 in die
Membrankammer A so eingeführt, daß ein Flansch 201 des Federsitzes 20 in der Bodenwand des Federgehäuses 3 außen dicht anliegt. In einem die Stange 5a
umgebenden Raum ist tine erste Feder 24 angeordnet, deren eines Ende am Federsitz 20. und deren anderes
Ende an einer Scheibe 25 anliegt, die auf das Hinterende
der Stange 5a aufgesteckt und auf dje'ser mittels5 einer
Mutter 26 befestigt ist. Im Federgehäuse 3 ist ferner, eine
zweite Feder 3! von größerem Durchmesser als demjenigen der ersten Feder 24 angeordnet; deren
eines Ende liegt an dem Flansch 20J des Feäersitzes 20
und deren anderes Ende Jjegt an einem Federsitz 27 an,
der in das offene Ende des Federgehäuses 3 eingeschraubt ist Der Federsitz 27 hat ui seiner
Achsmitte eine Gewindebohrung, in die eine Einstellschraube 29 eingeschraubt ist, mittels den der Abstand
zwischen dem Hinterende der Stange 5ia und der Einstellschraube 29 auf den Betrag LA (siehe Fig. 1)
eingestellt wird. Wenn diese Einstellung geschehen ist,
wird der zwischen den Endflächen des Federsitzes 27
und der Einstellschraube 29 einerseits und dem offenen Ende des Federgehäuses 3 andererseits befindliche
Raum mit einer Bindemasse 28 gefüllt, die diese Bauteile
miteinander verbunden hält
Die erste Membrangehäusescht# 1 besitzt einep sehr
dicken Boden mit einer Öffnung 1 b, die für die Zuleitung
von Unterdruck dient und die zweite Membrankammer B mit der Außenseite verbindet Die Membrangeh^äuseschale 1 hat ferner in ihrer Achsmitte einen Verbindung'-kanal Ie1 durch den sich die Stange 5a erstreckt,
sowie eine Ausnehmung Ic Die Öffnung 16 ist mit der
Membrankammer B durch den Verbindungskanal Ie und durch die Ausnehmung Ic: verbunden. Die
Bodenwand der Membrangehäusesehale 1 hat Cerner einen kleinen Verbindungskanal la als öffnung für das
Einleiten von Außenluftdruck, wobei auch dieser Verbindungskanal la, zusätzlich zum Verbindungskanal
Ie, die Membrankammer B mit der Ausnehmung Ic
verbindet In die Mündung der öffnung \b ist ein Nippel 18 für den Anschluß einer Druckleitung eingeschraubt.
Am Innenumfang eines zylindrischen Tauch-Ankers 13 ist eine Dichtung 15 in Form einer Balgenmembran an
ihrem Außenumfang luftdicht so befestigt daß der
vorstehende Teil der Dichtung 15 sich auf der Seite'der
Membrankammer B befindet; diese Dichtung 15 ist an ihrem Innenumfang auf die Stange 5a, und zwar in einer
Nut 53 dieser Stange 5a, luftdicht aufgepreßt Der Anker 13 ist im mittleren Teil seiner Länge mit einem
flansch förmigen Ventil verschlußstuck 14 versehen, das in der Ausnehmung Ic der Membrangehäuseschale 1
angeordnet ist und das so groß ist daß es die öffnung 1 b,
die in die Ausnehmung ic mündet, überdecken kann. Der Anker 13 hat sowohl um die Stange 5a herum als
auch in dem durch die Membrangehäuseschale 1 gehenden Verbindungskanal Ie so freies radiales Spiel,
daß er längs der Stange 5a axial frei beweglich ist Neben dem Anker 13 ist mit etwas Abstand zu dipsem
eine ortsfeste Ringplatte 10 angebracht, wobei zwischen
dieser und der Endstirnfläche der Membrangehäusesehale 1 ein Dichtungsring 9 mil: Krebquersdhnitt
angeordnet ist. An der Ringplatte 10 ist eine auf einem Kunststoff-Spulenträger 7 gewickelte Spule eines
Elektromagneten 8 befestigt Im Inneren des zylindrischen Ankers 13 ist eine dritte Feder 12 so angebracht,
daß deren eines Ende an einer Schulter am Innenumfang des Ankers 13 anliegt. An dem Elektromagneten 8 liegt
ein Deckel 6 an, wobei dieser und die Ringplatte 10 an der Membrangehäusesehale 1 mittels einer Schraube 17
befestigt sind.
Der Deckel 6 besitzt in seiner Achsmitte eine öffnung, durch die die Stange 5a hindurchgeht In dieser
Öffnung ist an dem Deckel 6 durch Lötune eine
zylindrische Buchse 16 befestigt, durch die die Stange 5e
hindurchgeht. Die Buchse 16 hat an ihrer lnnenumfangs- fläche eine Schulter, gegen die das andere Ende der
dritten Feder 12 anliegt. So wird, wenn die Bauteile zusammengebaut sind, die dritte Feder 12 zwischen dem
Anker 13 und der Buchse 16 gehalten. Weiter ist über das vordere Ende der Stange Se eine Kappe 111 bis in
diejenige Stellung geschoben, in der die Dichtung 15 auf der Stange 5a befestigt ist, und ist um die Stange Sa eine
vierte Feder 11 angeordnet, deren eines Ende gegen die Kappe 111 anliegt. Diese vierte Feder U wird an ihrem
anderen Ende vom Hinterende einer Stange 5b gehalten, die auf das Vorderende der Stange 5a
geschraubt ist. Die Stange 5b ist an ihrem vorderen Ende mit der Zündzeitpunkt-Einstellplatte eines Zünd-Verteilers
verbunden, die einen Zündsignal-Generator trägt. Zwischen dem Innenumfang der Ringplatte 10 und
dem Außenumfang des Ankers 13 befindet sich als öffnung ein Spalt id. Die Membrankammer B hat
Verbindung mit der AuBeniuft über die Ausnehmung ic ?n
und den den Außenluftdruck einlassenden Verbindungskanal la. Aber wenn das Veritilverschlußstück 14 an
einem Ringwulst 101 der Ringplatte 10 anliegt, dann sperrt die Dichtwirkung des Ringwulstes 101 und des
Ventilverschlußstückes 14 die Ausnehmung Ic von der r-,
Außenluft ab, und gleichzeitig wird die Verbindungsöffnung \b mit der Membrankammer B über die
Ausnehmung Ic und den Verbindungskanal Ie verbunden.
Die Funktionsweise der beschriebenen Anordnung ist j<
> wie folgt:
Wenn der Elektromagnet 8 stromlos ist, wird der Anker 13 durch die Spannkraft der dritten Feder 12 so
zur Membrankammer B hin gedrängt, daß das Ventilverschlußstück 14 die Verbindungs-Öffnung \b
versperrt. Wenn der Elektromagnet 8 Strom enthalt, wird der Anker 13 angezogen und gegen die Spannkraft
der dritten Feder 12 von der Membrankammer B so wegbewegt, daß das Ventilverschlußstück 14 an den
Ringwulst 101 der Ringplatte 10 angelegt wird und die Verbindungs-Öffnung \bfreigibt. Das Rohr 30 ist ferner
mit einer kleinen Öffnung d verbunden, die in der Wand des Vergasers so dicht stromaufwärts einer Drosselklappe
c angeordnet ist, daß der stromaufwärts der Drosselklappe c herrschende Unterdruck in die
Membrankammer A eingeleitet wird. Andererseits ist der Nippel 18 mit einer kleinen öffnung e verbunden,
die in der Wand des Ansaugrohres stromabwärts der Drosselklappe c so angeordnet ist, daß der im
Ansaugrohr herrschende Unterdruck in die Verbin- ν dungs-öffnung 1 b eingeleitet wird. Die Stange 5b ist mit
derZündzeitpunkt-Lmstellplatte 6 des Zündverteilers a,
auf der der Zündsignal-Generator angebracht ist. verbunden.
Der Druck stromaufwärts der Drosselklappe c ist, wenn die Drosselklappe ganz geschlossen ist, nahe dem
Außenluftdruck, sinkt aber in dem Maße, wie die Drosselklappe mehr und mehr geöffnet wird, auf etwa
0,875 bar (660 mm Hg abs) ab. Bei vollständig offener Drosselklappe cbeträgt der Druck im Ansaugrohr etwa
Ο375 bar (660 mm Hg abs), sinkt aber, wenn die
Maschine leer läuft, auf etwa 0,66 bis 0,74 bar (500 bis 560 mm Hg) ab und nimmt wenn die Maschine
abbremst, noch weiter ab. Die in die Membrankammern A und B eingefüllten Drücke schwanken somit in der
oben beschriebenen Art. Daher kann die Stange 5a, die
mit der Stange 56 verbunden ist, nach links und rechts
bewegt werden, je nach dem Druckunterschied zwischen den beiden Membrankammern.
Es ist allgemein bekannt, daß, wenn die Zündung so eingestellt wird, daß sie 5° bis 10° vor dem oberen
Totpunkt stattfindet, bei Normallauf oder beim Beschleunigen die Brennkraftmaschine stabil läuft und
daß, wenn die Zündung so eingestellt ist, daß sie 5° bis 10° nach dem oberen Totpunkt stattfindet, bei Leerlauf
oder beim Bremsen die schädlichen Bestandteile des Abgases, d. h. Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe,
geringer sind. Die erfindungsgemäße Verstelleinrichtung bewirkt eine derartige Zündzeitpunktverstellung
gemäß jenen Bedingungen. Die Verstelleinrichtung wird dabei so angebracht daß, wenn die Stange 5a, die mit
der Stange 5b verbunden ist. nach rechts bewegt wird, wie in Fig. I durch den Pfeil angedeuiet, die Zündung
früher erfolgt und daß, wenn die Stange 5a nach links bewegt wird, wie in Fig. I durch den Pfeil angedeutei,
die Zündung später stattfindet.
Bei normalem Betrieb der Maschine und beim Beschleunigen wird der Elektromagnet β nicht erregt
und ist infolgedessen die Verbindungs-Öffnung \b vom Verteilerverschlußstück 14 verschlossen. Die Membrankammer
B bleibt mit der Außenluft verbunden über den Spalt id, die Ausnehmung Ic und den den Außenluftdruck
einlassenden Verbindungskanal la. Andererseits wird durch das Rohr 30 der stromaufwärts der
Drosselklappe c herrschende Druck in die Membrankammer A eingeführt, weshalb der in der Membrankammer
B ."terrschende Druck um etwa 0,133 bar
(!00 mm Hg) höher als der in der Membrankammer A herrschende Druck ist. Dieser Druckunterschied zwischen
den beiden Membrankammern A. B bewirkt, daß die Membran 19 nach rechts (in Fig. I) gebogen wird,
wodurch die Stange 5a gegen die Spannkraft der zweiten Feder 31 nach rechts bewegt wird. Dadurch
wird Hie Zündung vorverstellt Umgekehrt wird bei
Leerlauf der Maschine dieser Betriebszustand durch bekannte Mittel erfaßt und wird der Elektromagnet 8 so
erregt, daß der Anker 13 angezogen wird. Es wird also der Anker 13 nach links (in Fig. 1) bewegt, und
infolgedessen wird vom Ventilverschlußstück 14 die Verbindungs-Öffnung \b geöffnet und gleichzeitig die
durch den Spalt Xd und durch die Ausnehmung Ic
gebildete Verbindung mit der Außenluft versperrt. Dadurch wird der im Ansaugrohr herrschende Unterdruck
über den Nippel 18, die Verbindungs-Öffnung ib.
die Ausnehmung Ic, den Verbindungskanal Ie und den
den Außenluftdruck einlassenden Verbindungskanal la in die Membrankammer Beingeführt.
Beim Leerlauf der Maschine ist der Druck stromaufwärts nahe der Drosselklappe c, mit dem die
Membrankammer A beaufschlagt ist, fast gleich dem Außenluftdruck, so daß der in der Membrankammer A
herrschende Druck um etwa 0,265 bis 033 bar (200 bis 250 mm Hg) höher als der in der Membrankammer B
herrschende Druck ist Dieser Druckunterschied zwischen den beiden Membrankammern A, B bewirkt, daß
die Membran 19 nach links (in Fig. 1) gebogen und somit die Stange 5a gegen die Spannkraft der ersten
Feder 24 nach links verschoben wird. Dies bewirkt Spätzündung. Beim Bremsen wird Spätzündung in
derselben Weise wie beim Leerlauf bewirkt. Aber bei Leerlauf nimmt der im Ansaugrohr herrschende Druck
auf etwa 0,265 bis 033 bar (200 bis 250 mm Hg) ab.
Daher ist der Druckunterschied zwischen den beiden Membrankammern A, «beim Bremsen größer als beim
Leerlauf. Beim Bremsen wird die Membran sehr schnell nach links durchgebogen, und daher läßt sich große
Frühzündung sehr schnell in groBe Spätzündung ändern.
Zusammengefaßt ergibt sich somit, daß bei der erfindungsgemäßen Zündzeitpunkt-Verstelleinrichtung
ein Unterdruck dann, wenn die Zündung später geschehen soll, einer und dann, wenn die Zündung
früher geschehen soll, der anderen zweier an den Seiten einer einzigen Membran gebildeten Membrankammern
zuge'jhrt wird. Mit Hilfe des Umschaltventils, das mit
einer uer beiden Membrangehäuseschalen eine bauliche
Einheit bildet, wird ferner erreicht, daß der einen der Membrankammern ein höherer und der anderen
Membrankammer ein niedrigerer Druck als zuvor zugeführt wird, demzufolge die Membran in der einen
bzw. in der anderen der beiden einander entgegengesetzten Richtungen bewegt und somit ein'· frühere oder
spätere Zündung eingestellt wird. Die Erfindung ermöglicht es, eine Zündzeitpunkt-Verstelleinrichtung,
durch die Frühzündung und Spätzündung einstellbar ist, in gedrängter Bauart herzustellen. Das Umschaltventil
bildet ferner eine bauliche Einheit mit einer der Membrangehäuseschalen. Daher können das Umschaltventil und die Membran miteinander verbindende
Leitungen als Verbindungsöffnungen ausgebildet sein. Diese Anordnung bietet Vorteile insofern, als die Länge
der Verbindungsleitung sehr verkürzt und der durch Undichtheiten drohende Druckverlust auf das Äußerste
verringert werden, weil es weniger Verbindungsstellen im Rohrleitungssystem gibt. Darüber hinaus erlaubt die
konzentrische Anordnung von Elektromagnet 8, Stange 5a, 5b, Anker 13 und Umschaltventil eine außerordentlich raumsparende Ausführung. Die zum Umschalten
und Verstellen des Umschaltventils zwischen den zwei Stellungen nötige Kraft ist ferner viel kleiner als die
bisher übliche Kraft bei im wesentlichen unmittelbarer Betätigung der Membran. Daher braucht der bei der
Erfindung verwendete Elektromagnet nur haib so groß zu sein wie die bisher benutzten Spulen. Außerdem
braucht der Hub des Umschaltventils nur I mm zu sein, und doch arbeitet die Verstelleinrichtung befriedigend.
Daher haben der Elektromagnet und das Umschaltventil geringeren Raumbedarf als die entsprechenden
Bauteile bisheriger Verstelleinrichtungen, bei denen ein die Membran unmittelbar betätigender Elektromagnet
benutzt wurde.
Bei der beschriebenen Ausführungsform bildet das Umschaltventil einen Teil einer der beiden Membrangehäuseschalen. Es ist jedoch ebenfalls möglich, daß das
Umschaltventil mit der Ringplatte eine gemeinsame Bauteilegruppe bildet und an einei? der Membrangehäuseschalen befestigt ist. Ferner kann das Umschaltventil
unabhängig von anderen Bauteilen und zwischen' der Ringplatte und einer der Membrangehäuseschalen
angeordnet sein. Der Zusammenbau der Bauteile wird
ίο jedoch erleichtert, wenn das Umschaltventil mit einer
der Membrangehäuseschalen eine einzige Bauteilegruppe bildet, so wie das bei der beschriebenen
Aiisführungsform der Fall ist. Hei der dargestellten
Ausführungsform wird ferner der Elektromagnet, um
das Umschaltventil zu betätigen, mit Strom so gespeist,
daß es die Verbindungs-Öffnung öffnet, wenn Spätzündung eingestellt werden soll. Natürlich kann die
Verstelleinrichtung auch so gestaltet sein, daß der Elektromagnet, um das Umschaltventil zu betätigen.
stromlos gemp.cht wird, so daß es die Verbindungs-'öffnung öffnet, wenn Spätzündung eingestellt werden soll.
Bei der beschriebenen Ausführur.gsform ist die Membrankammer, in der das Umschaltventil untergebracht
ist, näher zum Zündverteiler als die andere Memljran-
kammer angeordnet. Diese Anordnung macht die Verstelleinrichtung unempfindlich gegen Schwingungseinflüsse, weil der Schwerpunkt dijr Verstelleinrich'tung
sich nahe dem Zündverteiler befindet. Bei der dargestellten Ausführungsform wird schließlich dereine
jo Frühzündung bewirkende Druck stromaufwärts der
Drosselklappe des Vergasers, und zwar nahe dieser, entnommen, während der eine Spätzündung bewirkende Druck dem Ansaugrohr entnommen wird. Es ist
jedoch einleuchtend, daß im Rahmen der vorliegenden
Erfindung beliebige andere Druckquellen benutzt
werden können, solange das Umschalten des Umschaltventils zwischen den zwei Stellungen dann erfolgt, wenn
zur Einstellung der Frühzündung in einer der Membrankammern ein höherer Druck als in der anderen
4» Membrankammer vorhanden ist, während bei der
Einstellung von Spätzündung in dieser anderen Membrankammer ein höherer Druck als in jener ersten
Kammer herrscht.
Claims (3)
1. LJnterdruck-ZOndzeitpunktverstelleinrich tung
mit etaer Membrandose mit einer ersten und einer zweiten Membrankammer, wobei die zweite Membrankammer durch einerseits eine Membran und
andererseits eine Membrangehäuseschale gebildet ist,
mit einer in der Mitte der Membran befestigten Stange zum Verstellen der Zündzeitpunkteinrichtung,
mit einer ersten Verbindur.gsleitung von der ersten
Membrankammer zum Ansaugrohr stromaufwärts der Drosselklappe,
mit einer zweiten Verbindungsleitung von der zweiten Membrankammer zum Ansaugrohr stromabwärts der Drosselklappe, und
mit einem durch einen Elektromagneten betätigbaren Umschaltventil in der zweiten Verbindungsleitung zum betriebsabhängigen Umschalten auf
Atmosphärendruck zu dessen Zuführung zur zweiten Membrankammer, wobei ein Anker des Elektromagneten zwei Stellungen einnehmen kann,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Umschaltventil mit der Membrandose eine bauliche Einheit bildet,
daß der Anker (13) als Verschlußglied des Umschaltventils ausgebildet ist, und
daß Elektromagnet (7,8), Anker (13) und Verschlußglied koaxial zur Stange (Sa) angeordnet sind.
2. Umerdruik-Zündzeitpunktverstelleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anker (13) ir? eine Luftkammer bewegbar ist, die einerseits durch eine Ausnehmung (10) in der
Membrangehäuseschale (1) und andererseits durch eine einen Ringwulst (101) aufweisende starre
Ringplatte (10) begrenzt ist,
daß ein Verbindungskanal (la, \e) von der Luftkammer zur zweiten Membrankammer (B)
vorgesehen ist, der durch das Verschlußglied nicht verschließbar ist,
daß die Membrangehäuseschale (1) eine im Bereich der Luftkammer mündende Öffnung (\b) aufweist,
an die die zweite Verbindungsleitung angeschlossen ist und die in der einen Stellung des Ankers (13)
durch das Verschlußglied verschließbar ist,
daß die Luftkammer über eine in der Ringplatte (10) vorgesehene öffnung (id) mit Atmosphärendruck
verbindbar ist, wobei die öffnung (1 d) in der anderen Stellung des Ankers (13) durch Anliegen des
Verschlußgliedes an den Ringwulst (101) verschließbar ist, und
daß Ausnehmung (ic), Ringplatte (10) und Ringwulst
(101) ebenfalls koaxial zur Stange (Sa) angeordnet sind
3. Unterdruck-Zündzeitpunktverstelleinrichtung nach Anspruch t oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Membrandose im Bereich der zweiten Membrankammer (B) und des Umschaltventil
seitlich an einem Zündverteilergehäuse angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP50102166A JPS5225939A (en) | 1975-08-25 | 1975-08-25 | Ignition timing controller |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2638062A1 DE2638062A1 (de) | 1977-03-10 |
| DE2638062C2 true DE2638062C2 (de) | 1983-07-14 |
Family
ID=14320114
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2638062A Expired DE2638062C2 (de) | 1975-08-25 | 1976-08-24 | Unterdruck-Zündzeitpunktverstelleinrichtung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4129104A (de) |
| JP (1) | JPS5225939A (de) |
| DE (1) | DE2638062C2 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US4344391A (en) * | 1978-06-13 | 1982-08-17 | Yamaha Hatsudoki Kabushiki Kaisha | Ignition timing control means for internal combustion engines |
| US4399780A (en) * | 1981-10-23 | 1983-08-23 | Outboard Marine Corporation | Spark advance control mechanism for dual fuel engine |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3521609A (en) * | 1966-08-31 | 1970-07-28 | Mitsubishi Electric Corp | Apparatus for controlling ignition time of automobile engine |
| JPS4428008Y1 (de) * | 1967-02-04 | 1969-11-21 | ||
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| US3561410A (en) * | 1968-11-29 | 1971-02-09 | Holley Carburetor Co | Engine ignition timing arrangement |
| DE1933507B2 (de) * | 1969-07-02 | 1972-12-07 | Daimler Benz Ag, 7000 Stuttgart | Verstellvorrichtung fuer zuendzeitpunkt und drosselklappenschliesstellung von brennkraftmaschinen |
| US3718126A (en) * | 1969-07-21 | 1973-02-27 | Toyota Motor Co Ltd | Ignition timing regulating device for internal combustion engines |
| US3638627A (en) * | 1970-03-03 | 1972-02-01 | Ford Motor Co | Variable advance engine ignition timing control |
| JPS4829225B1 (de) * | 1970-04-25 | 1973-09-08 | ||
| US3788290A (en) * | 1971-08-04 | 1974-01-29 | Chrysler Corp | Distributor actuator unit with solenoid advance |
| FR2187026A5 (de) * | 1972-05-30 | 1974-01-11 | Espanol Magneto Fab | |
| DE2227629A1 (de) * | 1972-06-07 | 1973-12-20 | Bosch Gmbh Robert | Einrichtung zur erzeugung elektrischer signale fuer die ausloesung der zuendvorgaenge in einer brennkraftmaschine |
| JPS5026231U (de) * | 1973-07-03 | 1975-03-26 |
-
1975
- 1975-08-25 JP JP50102166A patent/JPS5225939A/ja active Pending
-
1976
- 1976-08-17 US US05/715,155 patent/US4129104A/en not_active Expired - Lifetime
- 1976-08-24 DE DE2638062A patent/DE2638062C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2638062A1 (de) | 1977-03-10 |
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| JPS5225939A (en) | 1977-02-26 |
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