DE2635654A1 - Verfahren zum zusammenbau einer turbomaschine, werkzeugsatz zur durchfuehrung des verfahrens und eine nach diesem verfahren hergestellte turbomaschine - Google Patents
Verfahren zum zusammenbau einer turbomaschine, werkzeugsatz zur durchfuehrung des verfahrens und eine nach diesem verfahren hergestellte turbomaschineInfo
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Description
STAL-LAVAL Turbin AB Finspang/Schweden
Verfahren zum Zusammenbau einer Turbomaschine, Werkzeugsatζ
zur Durchführung; des Verfahrens und eine nach diesem Verfahren hergestellte Turbomaschine
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zusammenbau einer Turbomaschine, die nach ihrem Zusammenbau mit einer anderen
Maschine mit horizontaler Welle zusammengebaut werden soll. Die Erfindung betrifft ferner einen Werkzeugsatz zur Durchführung
dieses Verfahrens und eine nach diesem Verfahren hergestellte Turbomaschine. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zum Zusammenbau einer Turbomaschine nebst dem dazu erforderlichen Werkzeug zu entwickeln, welches den Zusammenbau
auch sehr großer Maschinen mit ungeteiltem Statorgehäuse in relativ einfacher und wenig aufwendiger Weise ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 vorgeschlagen, das erfindungsgemäß die im kennzeichnenden
Teil des Anspruches 1 genannten Merkmale hat. Vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens sind in den Unteransprüchen
2-4 genannt.
— 2 —
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Zur Durchführung des Verfahrens wird ein Werkzeugsatz verwendet, der gemäß der Erfindung die im kennzeichnenden Teil des Anspruches
5 genannten Merkmale hat· Eine vorteilhafte Weiterbildung dieses Werkzeugsatzes ist in dem Unteranspruch 6 genannt.
Schließlich wird eine Turbomaschine, die gemäß dem Verfahren nach der Erfindung hergestellt wird, vorgeschlagen, welche die im
kennzeichnenden Teil des Anspruches 7 genannten Merkmale hat.
Vorteilhafte Weiterbildungen iÄ- der Turbomaschine sind in den
Unte ran sprächen 8 und 9 genannt.
Gemäß der Erfindung erfolgt der Zusammenbau der Turbomaschine in einer Lage, bei der die Welle vertikal verläuft. Hierdurch
und durch das anschließende Kippen in die horizontale Lage für den Zusammenbau mit der anderen Maschine wird die gesamte
Montage sehr einfach und erfordert nur wenig Hilfsmittel. Das Verfahren eignet sich hinsichtlich des Aufwandes und der erreichten
Stabilität besonders für den Zusammenbau großer Maschinen mit ungeteiltem Statorgehäuse.
Anhand der Figuren soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 einen Axialsehnitt durch eine Ausführungsform
einer Turbomaschine nach der Erfindung in ihrer für den Zusammenbau gewählten Lage mit vertikaler
Welle,
Fig. 2 die Turbomaschine gemäß Fig. 1 in einer Lage mit horizontaler Welle sowie die Anschlußteile der
Maschine, mit der die Turbomaschine zusammengekuPOelt
wird. 709803/032S _
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Wie Fig. 1 zeigt, wird das Statorgehäuse 1 mit vertikaler Welle auf einer Unterlage 2 plaziert, die beispielsweise eine
Kante oder einen Plansch 3 haben kann, der um die Unterkante des Statorgehäuses paßt. Ferner kann das Statorgehäuse vorzugsweise
mittels Bolzen 4 an der Unterlage 2 festgespannt werden. Etwa gleichzeitig v/erden axiale Bolzen 5 auf der Unterlage 2
plaziert, vorzugsweise in dafür vorgesehenen Aussparungen, die um den Kopf dieser Bolzen passen. Diese Bolzen, die den Rotor zusammenhalten
sollen, können auch zusammen mit dem ersten laufrad 7 angebracht werden. Vorher muß jedoch der unterste Leitschaufel satz 6
an seiner im Stator vorgesehenen Stelle eingefügt werden. Dieser Leitschaufeisatz 6 kann jedoch auch abschließend eingefügt werden,
nachdem die fertige Maschine von der Unterlage 2 entfernt worden ist.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel besteht der Rotor aus Laufrädern
7, 10, 13 usw. und zwischen diesen liegenden Distanzringen 9, 12,
15 usw. Der Rotor wird durch axiale Bolzen 5 und 49 (siehe Fig. 2) zusammengehalten. Der Rotor hat also keine durchgehende Welle.
Hierdurch ist es möglich, die mit dem Rotor koaxiale Welle einer anderen Maschine durch den Rotor hindurchzuführen.
Nachdem die Teile 1-5 montiert sind, können die Schaufelringe von Stator und Rotor aufeinandergeschichtet werden. Es werden
also die Leitschaufeln 6, 8, 11, 14 usw. des Stators, die Laufräder 7, .10, 13, 16 usw. und die Distanzringe 9f 12, 15 usw. in der
genannten Reihenfolge eingesetzt. Das obersteLaufrad 34 hat vorzugsweise
eine Nabe, die in einen Wellenzapfen 35 übergeht. Auf das
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laufrad 34 kann ein Dichtungsring 36 für eine Labyrinthdichtung gelegt werden, wonach der Rotor mittels der Muttern 37 und der
Bolzen 5'zusammenge spannt wird.. Am besten werden die inneren
Distanzringe 9» 12, 15 usw. durch äußere Distanzringe 9'f 12', 15*
usw. ergänzt.
Danach werden Stator und Rotor durch ein deckelähnliches Werkzeug 38 miteinander verbunden. Die Außenkante des deckelähnlichen
Werkzeuges 38 paßt mit der oberen Kante des Statorgehäuses zusammen
und wird mit dieser verschraubt. Die Innenkante 40 des deekelähnlichen
Werkzeugs 38 wird durch Bolzen mit dem Wellenzapfen 35 verbunden. Gleichzeitig kann ein mit Hebeösen 42 versehener Plansch 41 an der
Kante 40 angeschraubt werden, so daß die gesamte Maschine angehoben werden kann.
Vorher muß jedoch die Zentrierung des Rotors im Stator durch radiale
Stützbolzen 43 gesichert werden, die durch das Statorgehäuse geschraubt werden, so daß sie gegen den Rotor drücken, beispielsweise
gegen die äußeren Distanzringe. Danach können die Bolzen 4 zwischen Stator und Unterlage 2 entfernt werden, und die Maschine kann angehoben
und zwecks Zusammenkupplung mit einer anderen Maschine in die horizontale Lage gebracht werden, wie es in Fig. 2 gezeigt
ist.
In Pig. 2 ist die Turbomaschine etwas vereinfacht dargestellt. Die
wesentlichen Teile, nämlich das Statorgehäuse 1, der von den Bolzen
5 zusammengehaltene Rotor, der den Stator und den Rotor zusammenhaltende Deckel 38/ die radialen Stützbolzen 43 sind dargestellt.
und
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Von der anderen Maschine ist nur das eine Ende gezeigt mit dem Statorgehäuse 44 und dem Wellenende 45. Die Turbomaschine nach
der Erfindung kann beispielsweise ein Turbokompressor sein, von
dem Druckluft in einen ringförmigen Kanal 46 zwischen Statorgehäuse 44 und einer zylindrischen Wand 47 gepreßt wird. Vom Kanal 46 kann
die Druckluft z.B. zu einer oder mehreren Brennkammern einer Gasturbine geführt werden, die den Turbokompressor über das im Lager
48 gelagerte Wellenende 45 antreibt.
Nachdem die beiden Maschinen in horizontaler Richtung zusammengeführt
sind, können die beiden Statorgehäuse 1 und 44 durch einen Planschverband, wie gezeigt, verbunden werden. Danach wird der Rotor durch
axiale Bolzen 49, die in einen Plansch am Wellenende geschraubt
werden, am Wellenende 45 befestigt. Dieser Plansch hat vorzugsweise
eine Öffnung oder Aussparung für die Köpfe der Bolzen 5, die dabei das Drehmoment zwischen den Rotoren der beiden Maschinen übertragen
können.
Wie erläutert, sollen die Bolzen 5 vorzugsweise den gezeigten Rotor bei der Montage zusammenhalten, während die Bolzen 49 die
beiden Rotoren beim Betrieb und unter Belastung zusammenhalten sollen. Die Anzahl der Bolzen 5 kann daher relativ klein sein,
beispielsweise halb so groß wie die Anzahl der Bolzen 49·
Nachdem die Statorgehäuse und Rotoren zusammenmontiert sind, können
der Deckel 38 und die Stützbolzen 43 entfernt werden. Dann kann der Endabschnitt für das Statorgehäuse 1 mit der Lagerung für den
Wellenzapfen 35 montiert werden, wonach die Maschine im wesentlichen betriebsfertig ist.
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Die Erfindung ermöglicht eine einfache Konstruktion und eine
einfache Montage auch für große Maschinen mit ungeteiltem Statorgehäuse. Man erkennt, daß das erforderliche Werkzeug,
nämlich die Unterlage 2, der Deckel 38 und die radialen Stütz-"bolzen
43 im Verhältnis zur Maschine sehr geringfügig ist.
— T —
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Claims (1)
- 2. 8. 1976 20.205 PPatentansprüche tΠ.) Verfahren zum Zusammenbau einer Turbomaschine, die nach ihrem Zusammenbau mit einer anderen Maschine mit horizontaler Welle zusammengebaut werden soll, dadurch gekennzeichnet, daß das Statorgehäuse der Turbomaschine mit einer Stirnseite (vertikale Wellenlage) auf einer horizontalen Unterlage (2) plaziert wird, die für Stator und Rotor sowohl in axialer als auch in radialer Richtung eine Stütze bilden, worauf die Leitschaufeln, (6, 8, usw.) des Stators und die laufräder (7, 10, 13 usw.) des Rotors an die für sie vorgesehene Stelle gebracht und befestigt werden, worauf die oberen Enden von Stator und Rotor mittels eines deckelähnlichen Werkzeugs (38) miteinander verbunden werden, welches am Statorgehäuse und am Rotor befestigt wird und diese zusammenhält, worauf der Stator und Rotor gemeinsam in die horizontale Lage gekippt und mit der anderen Maschine zusammengebaut werden.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Stator und Rotor mittels die Wand des Statorgehäuses (1) durchdringende radiale Stützen (43) zusätzlich im Verhältnis zueinander fixiert werden.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Rotor aus laufrädern und Distanzringen besteht, die von axialen Bolzen zusammengehalten werden, dadurch, gekennzeichnet, daß einige der genannten Bolzen (5) montiert werden und den Rotor während des Zusammenbaus in der vertikalen lage zusammenhalt en, während die restlichen Balzen (49) beim Zusammenbau mit der anderen Maschine in der horizontalen lage eingesetzt werden und die Rotoren der beiden Maschinen verbinden. 709809/0325 -8-2. 8. 1976 20.205 P4. Verfahren nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß die erstgenannten Bolzen (5) in der Unterlage (2) plaziert werden, bevor das Schaufelgitter des Stators und Rotors eingesetzt wird.5. Werkzeugsatz zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einer Unterlage (2) mit Stützflächen für den Stator (1) und den Rotor sowie einem zur Verbindung der oberen Enden von Stator und Rotor dienenden deckelähnlichen Teil (38) besteht, welches ebenfalls Stützflächen für Stator und Rotor sowie Öffnungen oder Aussparungen für Befestigungsbolzen zwischen den verschiedenen Teilen hat.6. Werkzeugsatz nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß er zusätzlich radiale Stützen (43) für den Rotor enthält, die im Stator (1) angeordnet werden können.7. Turbomaschine, die nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4 hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß Stator (1) und Rotor mit führenden Anlageflächen sowohl für die Unterlage (2) wie für den Stator (44) und Rotor (45) der genannten anderen Maschine versehen sind.8. Turbomaschine nach Anspruch 7, bei welcher der Rotor aus Laufrad und Distanzringen besteht, die von axialen Bolzen zusammengehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß einige dieser Bolzen (5) an dem während der Montage nach unten zeigenden Ende der Turbomaschine mit einem Kopf versehen sind, während die übrigen- 9 709809/03252. 8. 1976 n 20.205 PBolzen (49) an diesem Ende mit Gewinde zum Einschrauben in den Rotor (45) der anderen Maschine versehen sind«9. Turbomaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Köpfe der Bolzen (5) den entsprechenden Öffnungen oder Aussparungen in der anderen Maschine (45) derart angepaßt sind, daß sie das Drehmoment zwischen den beiden Rotoren übertragen können,709809/0325
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