DE2634769C3 - Vorrichtung zum Reinigen von Fasergut, insbesondere Baumwolle - Google Patents
Vorrichtung zum Reinigen von Fasergut, insbesondere BaumwolleInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen von Fasergut, insbesondere Baumwolle,
mit einer an eine Saugvorrichtung angeschlossenen und von einem Gehäuse umgebenen Siebtrommel mit
mindestens einer zwischen der Faserzuführstelle und der Faserabnahmestelle angeordneten Arbeitswalze
und einer dieser zugeordneten Abstreifwalze.
Es gehört zum allgemeinen Stand der Technik, daß zur Vorbereitung für das Feinspinnen das mit
Verunreinigungen durchsetzte Fasermaterial Öffnungsund Reinigungsmaschinen sowie Kardiermaschinen
durchläuft, um es aufzulösen, zu reinigen und zu 5&
mischen. Eine genügende Reinigung des Fasermaterials wird mit diesen Maschinen aber nicht in allen Fällen
erreicht, vielmehr verbleiben insbesondere noch Staub, Faserfragmente und zu einem geringeren Teil auch
gröbere Verunreinigungen im Fasermaterial. Dies gilt 5S
auclf für die Reinigungsarbeit eines zur Abscheidung
von Verunreinigungen einschließlich Staub entwickelten Kaskadenreinigers (US-PS 30 06 034). Hierbei wird
das Fasermaterial an der Einlaufseite der Maschine auf einer als Zuführvorrichtung dienenden Siebtrommel mit
zugehöriger Verdichtungswalze verdichtet und danach von einer Abstreifwalze, die die gleiche Drehrichtung
wie die Siebtrommel hat, von der Siebtrommel abgestreift Die Schlagstellen des Kaskadenreinigers
sind über Kanäle indirekt mit der Siebtrommel verbunden, um Staub von den Schlagstellen durch die
Siebtrommel hindurch abzusaugen. Hierfür kann jedoch nur ein schwacher Saugluftstrom eingesetzt werden, da
andernfalls mit dem Staub größere Mengen Fasermaterial von den Schlagstellen wieder zur Siebtrommel
zurückgeführt würden. Die Staubabführung ist damit unbefriedigend.
Es wurde auch schon vorgeschlagen, zum Reinigen von Flocken aus Naturfasern mehrere an eine
Saugvorrichtung angeschlossene Siebtrommeln in Hintereinanderfolge
anzuordnen, so daß das- Faservlies wechselseitig an den Siebtrommeln zur Anlage kommt,
und gegebenenfalls an der Abgabestelle einer dieser Siebtrommeln eine öffner- oder Bürstenwalze vorzusehen
(DE-OS 24 31 018). Damit ist zwar eine wirksamere
Reinigung bzw. Entstaubung als bisher möglich. Die Hintereinanderschaltung mehrerer Siebtrommeln ist
jedoch platz- und kostenaufwendig und erfordert überdies eine hohe, durch ein oder mehrere Sauggebläse
zu erbringende Saugleistung, was diese bekannte Vorrichtung insgesamt unwirtschaftlich macht
Nach einem anderen bekannten Vorschlag soll eine verbesserte Reinigung dadurch erzielt werden, daß das
Fasermateria! von einer an eine Saugvorrichtung angeschlossenen und von einem Gehäuse umgebenen
Siebtrommel mehrmals abgenommen und danach wieder auf ihr abgelegt wird (US-PS 22 69 085). Die
Abnahme des Fasermaterials erfolgt durch einen Blasluftstrom oder mechanisch durch Garniturwalzen
mit zugehöriger Abstreifwalze, Nadelwalzen oder Flügelwalzen, die die gleiche Drehrichtung wie die
Siebtrommel haben. Die bekannte Vorrichtung hat Nachteile, die in der Abnahme des Fasermaterials und in
den vorhandenen Luftströmungen begründet sind und die angestrebte Verbesserung der Reinigungswirkung in
Frage stellen. So soll zwar das Fasermaterial durch die
Nadel- oder Flügelwalzen von der Siebtrommel abgeschlagen und aufwärts in den vom Gehäuse
umschlossenen freien Raum gefördert werden, jedoch erfolgt dieser Vorgang außerhalb der Saugluftbereiche
der Siebtrommel und damit jeweils in Zonen ohne Reinigungswirkung. Die Venvendue^ von Garniturwalzen
verteuert die Vorrichtung und ist schon insofern für die Reinigung ungünstig, als mit diesen kein mit einer
Aufwirbelung des Fasermaterials verbundener Abschlageffekt zu erzielen ist Außerdem besteht durch die
Gegenläufigkeit der Garniturwalze und der Siebtrommel an der Abnahmestelle die Gefahr einer Nissenbildung
im Fasermaterial. Wenn ferner wie vorgesehen, der das Fasermaterial zur Siebtrommel fördernde
Blasluftstrom gleichzeitig die von den Saugbereichen der Siebtrommel benötigte Luft zu liefern hat so
besteht die Notwendigkeit, entweder die Saugleistung so gering zu halten, daß der Blasluftstrom zur
Bedienung aller Saugbereiche ausreicht oder bei hoher Saugleistung den Blasluftstrom entsprechend zu verstärken.
Im ersteren Fall verschlechtert sich die Reinigungswirkung infolge der geringen Saugwirkung,
der das Fasermaterial ausgesetzt ist, und im zweiten Fall dadurch, daß zumindest ein Teil der Fasern von dem
starken Luftstrom zwischen Siebtrommel und Abdekkung in Richtung zur Auslaufseite der Siebtrommel
mitgerissen wird und sich der Reinigung an den vorgesehenen Siebtrommelabschnitten entzieht
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine wirksamere Faserreinigungsvorrichtung zu schaffen, die
auf einfache Weise, mit geringer Saugleistung und in raumsparender Anordnung das Fasermaterial von
Verunreinigungen, insbesondere staubförmiger Art, befreit.
daß die Arbeitswalze aus einer Glättwalze besteht,
deren Umfangsgeschwindigkeit im wesentlichen der Umfangsgeschwindigkeit der Siebtrommel entspricht
und beide an der Arbeitsstelle gleichgerichtet sind,
wobei die Glättwalze gleichzeitig die vor und nach ihr durch das Gehäuse radial in die Siebtrommel eintretenden
Saugluftströme trennt, und daß die Abstreifwalze eine das Fasergut im Bereich des Saugluftstromes
aufwirbelnde Wende- und Förderwalze ist; deren
Drehrichtung der Drehrichtung der Siebtrommel ι ο entgegengerichtet und deren Umfangsgeschwindigkeit
um ehr Mehrfaches höher als die der Siebtrommel ist
Dadurch wird eine die Reinigung begünstigende Aufwirbelung des Fasermaterials im Einflußbereich des
Saugluftstromes erreicht und der Saugluftstrom kon- is
zentriert zur Einwirkung auf das aufgewirbelte Fasermaterial gebracht, indem er durch die als Dichtelement
wirkenden Glättwalzen in Teilströme getrennt wird.
Vorteilhaft sind auf dem Umfang der Siebtrommel eine Mehrzahl von Glättwalzen und Wende- und
Förderwagen in Aufeinanderfolge verteilt und die Glättwalzen und Wende- und Förderwalzc-n jeweils
paarweise angeordnet Auf diese Weise wird die Zahl der Umschichtungen erhöht und die Reinigungswirkung
weiter verstärkt Außerdem wird die Reinigungsfläche der Siebtrommel bestmöglich ausgenutzt und gleichzeitig
eine fortlaufende Reinigung der Glättwalzen durch die Wende- und Förderwalzen erreicht Die Ablösung
und Abführung des Fasermaterials von der Siebtrommel wird verbessert durch einen im Bereich der Faserabnahmestelle
innerhalb der Siebtrommel angeordneten und die mechanische Faserabnahme von der Siebtrommel
unterstützenden, an sich bekannten Blasluftkanal.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend
anhand der Zeichnung erläutert Es zeigt
Fig. 1 eine Gesamtansicht der Vorrichtung im Längsschnitt;
Das zu reinigende Fasermaterial liegt gemäß Fig. 1 als Wickel Wvor, der auf einer Rolle 1 aufliegt Die vom
Wickel W ablaufende Wattebahn wird mittels eines Speisetisches 10 und einer Speisewalze 11 einer ersten
Garniturwalze 12 zugeführt, der eine zweite Garniturwalze 13 nachgeordnet ist Im Zwickel, den die beiden
Garniturwalzen 12 und 13 bilden, ist eine weitere Garniturwälze 14 angeordnet Unter Garniturwalzen
werden Walzen verstanden, die mit einer Sägezahngarnitur, einer Feinbenadelung oder ähnlichen Faserauflöseelementen
garniert sind. Die erste Garniturwalze 12 läuft mit einer gegenüber der zweiten Garniturwalze 13
höheren Umlaufgeschwindigkeit um, während die Umlaufgeschwindigkeit der dritten Garniturwalze 14
um ein Mehrfaches höher ist als die der Garniturwalzen 12 und 13. Die Garnituren der Garniturwalzen 12, 13
und 14 arbeiten untereinander zusammen, derart, daß zwischen der ersten Garniturwalze 12 und der zweiten
Garniturwalze 13 eine Kardierung des Fasermaterials stattrindet und durch die dritte Garniturwalze 14 eine
Abnahme des Fasermaterials von den Garniturwalzen 12 und 13 bei weiterer Auflösung in Einzelfasern. Die &o
Garniturwalzen 12 und 13 arbeiten außerdem mit Abstreifkanten 15, 16 und 17 zusammen und die
Garniturwalze 14 mit einer Abstreifkante 18.
Die Garniturwalze 14 bildet den oberen seitlichen Abschluß eines Zuführkanals 20 zu einer Siebtrommel 2,
die zur Erzeugung eines Unterdruckes in ihrem Innern durch einen Saugkanal ,32 mit einer Saugvorrichtung
(nicht gezeigt) verbunden ist Zwischen dem Zuführkanal 20 und einer noch zu beschreibenden Abnahmevorrichtung
für das Fasermaterial sind über den Umfang
der Siebtrommel 2 eine Mehrzahl von Glättwalzen 3 zum Andrücken des Fasermaterials an die Siebtrommel
2 und Wende- und Förderwalzen 4 verteilt Die Wende- und Förderwalzen 4 lösen das Fasermaterial von der
Siebtrommel 2 ab und fördern es in Drehrichtung der Siebtrommel, wobei sie, wie noch erläutert wird, einen
Wirbeleffekt auf die Fasern ausüben. Durch diese Aufwirbelung wird das Fasermaterial jeweils gewendet
bzw. umgeschichtet Zweckmäßig folgt, in Drehrichtung P der Siebtrommel 2 gesehen, jeweils auf eine
Glättwalze 3 eine Wende- und Förderwalze 4. Vorteilhaft sind jeweils eine Glättwalze 3 und die ihr
folgende Wende- und Förderwalze 4 paarweise und jedes Paar in einem Abstand von nachfolgenden
angeordnet Dadurch wird zum einen die wirksame Reinigungsfläche der Siebtrommel 2 bestmöglich
ausgenutzt, und zum anderen können die aus Kunststoff, Leder oder dergL bestehenden Blätter der Wende- und
Förderwalzen 4 in Kontakt mit den Glattwalzen 3 und üben so eine kontinuierliche Reinigungwirkung auf
letztere aus. Die Möglichkeit, die Wende- und Förderwalzen 4 in einem Abstand zu den Glättwalzen 3
zu lagern, ist aber ebenfalls gegeben. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind sechs Paare von Glättwalzen 3 und Wende- und Förderwalzen 4 in Aufeinanderfolge
über den Umfang der Siebtrommel verteilt jedoch kann deren Zahl je nach dem Verschmutzungsgrad und dem
Durchmesser der Siebtrommel 2 auch erhöht oder auch bis auf eine Glättwalze 3 und eine Wende- und
Förderwalze 4 verringert werden. Die Glättwalzen 3 und Wende- und Förderwalzen 4 haben die gleiche, der
Drehrichtung P der Siebtrommel 2 entgegengesetzte, Drehrichtung bei unterschiedlicher Umfangsgeschwindigkeit
Während die Umfangsgeschwindigkeit der Glättwalzen 3 im wesentlichen der Umfangsgeschwindigkeit
der Siebtrommel 2 entspricht ist die Umfangsgeschwindigkeit der Wende- und Förderwalzen um ein
Mehrfaches höher. Im Innern der Siebtrommel 2 sind AL-deckblenden 5 ortsfest angebracht die mindestens
den Arbeitsbereich der Wende- und Förderwalzen 4 auf der Siebtrommel 2, zweckmäßig aber auch den
Arbeitsbereich der Glättwalzen 3 strömungsfrei halten. Den, in Drehrichtung P der Siebtrommel 2 gesehen,
letzten, aus einer Glättwalze 3 und Wende- und Förderwalze 4 bestehenden Walzenpaar folgt in einem
Abstand nochmals eine Glättwalze 3, wahlweise auch eine zweite Glättwalze 3', so daß das Fasermaterial in
Vliesform zu einer im Faserabführbereich angeordneten Abstreifwalze 6 gelangt Durch die Abstreifwalze 6
erfolgt die endgültige Ablösung des Fasermaterials von der Siebtrommel 2, das in geeigneter Weise, beispielsweise
mittels eines Luftstromes Pi durch eine Transportleitung
7 zu einer nachfolgenden Maschine abgeführt wird. Dabei hält eine Abdeckblende 50 im
Innern der Siebtrommel 2, die sich von der auf das letzte Walzenpaar folgenden Glattwalze 3 bis zum Zuführkanal
20 erstreckt, Jen Unterdruck in der Siebtrommel vom Faserabführbereich fern. Zur Unterstützung der
Vliesabnahme von der Siebtrommel 2 durch die Abstreifwalze 6 ist dieser Abstreifwaize dn Blasluftkanal
8 zugeordnet der durch eine halbkreisförmige Aussparung der Abdeckblende 50 an ihrer dem Mantel
der Siebtrommel 2 zugewandten Fläche gebildet ist Der Blasluftkanal 8 erstreckt sich über die Arbeitsbreite der
Siebtrommel 2 und ist durch eine Leitung 70 mit einem einen Blasluftstrom P3 erzeugenden Gebläse (nicht
gezeigt) verbunden. An der Abdeckblende 50 angebrachte Abdichtungen 51 trennen die Luftströme Pt und
P3 von dem in das Innere der Siebtrommel 2 einfließenden Saugluftstrom Pt. Derartige Abdichtungen
können auch an den Abdeckblenden 5 vorgesehen werden.
Zweckmäßig sind die Siebtrommel 2 und die auf ihrem Umfang in Aufeinanderfolge verteilten Glattwalzen
3 und Wende- und Förderwalzen 4 von einem mit Luftschlitzen versehenen Gehäuse 21 umgeben, derart,
daß zwischen diesem und der Siebtrommel 2 ein ringförmiger, sich vom Zuführkanal 20 bis zu der durch
die Abstreifwalze 6 definierten Faserabführstelle erstreckender Kanal 9 entsteht, in dem die Glättwalzen
3 und Wende- und Forderwalzen 4 liegen. Dabei übernehmen die Glättwalzen 3 insofern die Funktion
von Dichtelementen im Kanal 9, als sie die Saugluftströmp Ρ* in Hpn pimrplnpn Rpinffionniyehprpirhpn 7u/icrhpn
den Walzenpaaren trennen.
Die Siebtrommel 2 wird über eine Antriebswelle 23
mit Antriebsscheibe 24 (F i g. 2), die in einem Gestell 25 gelagert ist, in Richtung des Pfeiles P (Fig. 1)
angetrieben und ist damit gleichzeitig an der Antriebsseite durch die Lagerung der Antriebswelle 23 gestützt.
An ihrem anderen, seitlich offenen Ende ist die Siebtrommel 2 auf Rollen 26 frei drehbar gelagert Das
Gestell 25 hat an dieser Seite eine öffnung. Damit ist der Innenraum der Siebtrommel 2 auf der der Antriebsseite
gegenüberliegenden Seite für die Einbringung der Abdeckblenden 5 und 50, die in geeigneter Weise durch
Abstützungen (nicht gezeigt) in ihrer Lage fixiert werden, zugänglich. Der Antrieb der ebenfalls im
Gestell 25 gelagerten Glättwalzen 3 und Wende- und Förderwalzen 4 erfolgt über Antriebsscheiben 30 bzw.
40.
Die Funktionsweise ist folgende: Die der ersten Garniturwalze 12 unter Klemmung durch die Speisewalze
11 zugeführte Wattebahn wird von dieser durchkämmt Durch die 21usammenarbeit der Garniturwalze
12 mit der Abstreifkante 15 erfolgt eine erste Abscheidung von meist gröberen Unreinigkeiten aus
den von der Garniturwalze 12 mitgenommenen Faserbüscheln. Zwischen den Garniturwalzen 12 und 13
wird auf die Fasern eine kandierende Wirkung ausgeübt
so daß die Fasern gestreckt werden. Die von der zweiten Garniturwalze 13 übernommenen Fasern
werden an den Abstreifkanten 16 und 17 vorbeigeführt wo eine zweite und dritte Schmutzabscheidung erfolgt
Die dritte Garniturwalze 14, deren Umfangsgeschwindigkeit um ein Mehrfaches höher als die der ersten
Garniturwalze 12 und der zweiten Garniturwalze 13 ist nimmt die Fasern von den Garniturwalzen 12 und 13 ab
und schleudert das derart bis zur Einzelfaser aufgelöste Fasermaterial in den Zuführkanal 20, nachdem durch die
Zusammenarbeit der dritten Garniturwalze 14 mit der Abstreifkante 18 nochmals Schmutz aus dem Material
ausgeschieden wurde.
Das so intensiv von Fremdpartikeln gereinigte und in Einzelfasern aufgelöste Fasermaterial gelangt nach
Passieren des Zuführkanals 20 in den durch Pfeile P1 angedeuteten Saugluftstrom, der durch die Luftschlitze
des Gehäuses 21 und das Sieb der Siebtrommel 2 in deren Inneres strömt und eine erste Reinigungswirkung
auf die Fasern ausübt Während Staub und Faserfragmente das Sieb der Siebtrommel 2 passieren und durch
den Kanal 22 einem nicht gezeigten Staubfilter zugeführt werden, setzen sich die Fasern an der
Siebtrommel 2 ab. Sie werden von der ersten Glättwalze 3 an die Siebtrommel 2 angedrückt und geglättet und
danach von der ihr nachgeordneten Wende- und Förderwalze 4 von der Siebtrommel 2 abgestreift Da
die Umfangsgeschwindigkeit der Wende- und Förder- °>
walzen 4 um ein Mehrfaches höher als die der Siebtrommel 2 ist, erfolgt dieses Abstreifen unter
starker Beschleunigung der Fasern, so daß diese entgegen dem Saugluftstrom P\ aufgewirbelt und dabei
gleichzeitig in Drehrichtung P der Siebtrommel 2
•υ gefördert werden. Es ist deshalb wesentlich, den
Saugluftstrom so zu regulieren, daß einerseits ein genügendes Absaugen des Staubes erfolgt andererseits
aber nicht eine genügende Aufwirbelung und damit Umschichtung des Fasermaterials verhindert wird.
> > Hierzu ist zweckmäßig eine Reguliervorrichtung für den Saugluftstrom vorgesehen, um eine Einstellung auf
verschiedene Fasermaterialien zu ermöglichen.
unter dem Einfluß des Saugluftstromes P\ wiederum zu
2" einem Vlies auf der Oberfläche der Siebtrommel 2.
Dieses wird nun von der nächstfolgenden Glättwalze 3 an die Siebtrommel 2 gedrückt und geglättet und von
der ihr zugeordneten Wende- und Förderwalze 4 unter Aufwirbelung abgestreift, wobei die Wende- und
·'"> Förderwalzen ständig eine Klopfwirkung auf die
Siebtrommel 2 ausüben und so ein Verstopfen der Perforation der Siebtrommel verhindern. Dieser Vorgang
wiederholt sich in der beschriebenen Weise fortlaufend über den Umfang der Siebtrommel 2, bis das
i<> von der letzten Glattwalze 3 oder 3' verdichtete Vlies
durch die Abstreifwalze 6 von der Siebtrommel 2 abgestreift und die Fasern abgeführt werden. Es ist
ersichtlich, daß, bedingt durch den Wirbeleffekt der Wende- und Förderwalzen 4, zwisschen jedem Walzen-
i) paar eine Umschichtung der Fasern in dem nachfolgend
gebildeten Vlies erfolgt Dadurch gelangen im Verlauf des Reinigungsprozesses auch die Fasern in unmittelbaren
Kontakt mit dem Siebmantel der Siebtrommel 2, die ursprünglich vom Siebmantel weiter entfernt lagen.
Dies führt, ebenso wie die Konzentration des Saugluftstromes
P\ auf die Reinigungsstellen zwischen den Abdeckblenden 5 bzw. 50 und dessen vor der jeweiligen
Vliesbildung erfolgende Einwirkung auf die Fasern in aufgewirbeltem Zustand, zu einer intensiven Reinigung
•i des Fasermaterials vom Staub und staubähnlichen
Verunreinigungen. Diese intensive Reinigung ist auch dann gewährleistet wenn ein relativ dickes Faservlies
die Siebtrommel 2 passiert das zur Erreichung einer hohen Produktionsleistung der Vorrichtung angestrebt
>° wird.
Die Zuführung des Fasermaterials zur Siebtrommel 2 kann auch auf andere Weise erfolgen, beispielsweise
pneumatisch. Wesentlich günstiger ist jedoch die gezeigte und beschriebene Zuführvorrichtung, da
« dadurch in einer einzigen kompakten Baueinheit sowohl
die Ausscheidung grober als auch staubförmiger Verunreinigungen bei gleichzeitiger Auflösung des
Fasermaterials in Einzelfasern möglich ist Diese Baueinheit kann einer nachfolgenden Maschine, insbe-
M sondere einer Karde, vorgeschaltet werden, indem das
gereinigte Fasergut durch die Transportleitung 7 in einen Füllschacht gespeist wird. Die Abführung des
Fasermaterials von der Siebtrommel 2 kann gegebenenfalls auch in Vliesform durch Abzugswalzen anstelle der
"' Abstreifwalze δ erfolgen und das Vlies entweder zu
einem Wickel geformt oder direkt einer Karde zugeführt werden, indem beispielsweise den Abzugswalzen eine Speicherkammer nachgeordnet wird.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Reinigen von Fasergut, insbesondere Baumwolle, mit einer an eine Saugvorrichtung
angeschlossenen und von einem Gehäuse umgebenen Siebtrommel mit mindestens einer
zwischen der Faserzuführstelle und der Faserabnahmestelle angeordneten Arbeitswalze und einer
dieser zugeordneten Abstreifwalze, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitswalze aus
einer Glättwalze (3) besteht, deren Umfangsgeschwindigkeit
im wesentlichen der Umfangsgeschwindigkeit der Siebtrommel (2) entspricht und beide an der Arbeitsstelle gleichgerichtet sind, wobei
die Glättwalze (3) gleichzeitig die vor und nach ihr 's
durch das Gehäuse (21) radial in die Siebtrommel (2) eintretenden Saugluftströme (Pi) trennt, und daß die
Abstreifwalze eine das Fasergut im Bereich des Saugluftstromes aufwirbelnde Wende- und Förderwalze
(4) köderen Drehrichtung der Drehrichtung (P)dsT Siebtrommel (2) entgegengerichtet und deren
Umfangsgeschwindigkeit um ein Mehrfaches höher als die der Siebtrommel (2) ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Umfang der Siebtrommel (2) 2s
eine Mehrzahl von Glättwalzen (3) und Wende- und Förderwalzen (4) in Aufeinanderfolge verteilt und
die Glättwalzen (3) und Wende- und Förderwalzen (4) jeweils paarweise geordnet sind
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, *>
gekennzeichnet durch einen im Bereich der Faserabnahmestelle innerhalb der Siebtrommel (2) angeordneten
und die mechanische Faserabnahme von der Siebtrommel (2) unterstützenden, an sich bekannten
Blasluftkanal (8). «
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| DE19762634769 DE2634769C3 (de) | 1976-08-03 | 1976-08-03 | Vorrichtung zum Reinigen von Fasergut, insbesondere Baumwolle |
Publications (3)
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| DE2634769B2 DE2634769B2 (de) | 1979-02-08 |
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ID=5984555
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Also Published As
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