[go: up one dir, main page]

DE2632429A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von synthetischen fasern aus schmelzen - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur herstellung von synthetischen fasern aus schmelzen

Info

Publication number
DE2632429A1
DE2632429A1 DE19762632429 DE2632429A DE2632429A1 DE 2632429 A1 DE2632429 A1 DE 2632429A1 DE 19762632429 DE19762632429 DE 19762632429 DE 2632429 A DE2632429 A DE 2632429A DE 2632429 A1 DE2632429 A1 DE 2632429A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
melt
spinning plate
fibers
cooling
spinning
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19762632429
Other languages
English (en)
Inventor
Gabor Druzsbaczky
Frigyes Dr Geleji
Laszlo Dr Meiszel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Magyar Viscosagyar
Original Assignee
Magyar Viscosagyar
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Magyar Viscosagyar filed Critical Magyar Viscosagyar
Publication of DE2632429A1 publication Critical patent/DE2632429A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/08Melt spinning methods
    • D01D5/088Cooling filaments, threads or the like, leaving the spinnerettes
    • D01D5/0885Cooling filaments, threads or the like, leaving the spinnerettes by means of a liquid

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)
  • Inorganic Fibers (AREA)

Description

VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG VON SYNTHETISCHEN FASERN AUS SCHBiELZEN
(Priorität: 18. Februar 1976 - Ungarn - Nr. MA-2744)
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von synthetischen Fasern aus Schmelzen, bei welchem die aus der Spinnplatte austretenden Schmelzstrahlen mit organischer oder anorganischer Flüssigkeit gekühlt sind, ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, welche Schmelzvorbereitungs- und Schmelzzuführeinrichtung, Spinnplatte, Kühlgerät und Abzugeinrichtung hat.
Einer der Hauptzwecke der Weiterentwicklung der Verfahren zur Herstellung von synthetischen Fasern ist die Erhöhung der Leistung, der Produktivität und der Wirtschaftlichkeit. Gemäß der heute schon traditionell nennbaren Faserbildungsverfahren aus Schmelzen werden die verschiedenen Polymere - den Wortgebrauch unserer Beschreibung verwendend - in sogenannten Sehnelzvorbereitungs- und Schmelzzuführeinrichtungen, zweckmäßigerweise in den bekannten Spritzmaschinen geschmolzen und mit Hilfe von Präzisionszahnradpumpen in geregelten Mengen durch eine mit Bohrungen versehene Spinnplatte gepreßt. Die Kühlung der austretenden Schmelzfasern wird im allgemeinen mit der zu den Fasern in Kreuzrichtung strömenden Kühlluft in mehrere Meter
09834/0853
tiefen Spinnschächten durchgeführt, wo die Fasern mit Hilfe der Abzugeinrichtung von der Spinnplatte abgezogen werden.
Ein Nachteil der bekannten Vorrichtungen besteht darin, daß infolge des hohen Gebäudes und der unbedingt nötigen Klimatisierung beträchtliche Investitionskosten erforderlich sind. Bei der Kühlung mit Luft ist die Anzahl der durch eine Spinnplatte durchgepreßten Fasern von der verwendbaren Luftgeschwindigkeit nachteilig begrenzt, da die Ableitung der Wärmemenge je eines Faserbündels durch die Temperatur und Geschwindigkeit der Kühlluft bestimmt ist. Ein weiterer Nachteil ist, daß die Fasern zweckmäßigerweise binnen kurzem, d.h. in einer kurzen Strecke von der Temperatur der Schmelze unter den Erweichungspunkt des gegebenen Polymers abgekühlt v/erden müssen, um die Anzahl der zusammengeklebten Fasern auf das Minimum vermindern zu können.
Die erhaltenen ungestreckten oder rohen Fasern sind aufgewikkelt oder in Kanne angeordnet, am Unterteil des Spinnschachtes gesammelt. Diese Fasern sollen, von dem Zweck der endgültigen Verwendung abhängig, auf das 3 bis 8-fache der ursprünglichen Länge gestreckt werden, um die entsprechenden Festigkeitseigenschaften erreichen zu können. Zu diesem Zweck werden bei der Herstellung der sogenannten Chemiespinnfasern zum Verzug und zur Nachbehandlung von dicken Kabeln geeignete Vorrichtungen, im Falle von sogenannten Filament-Fasern dagegen Verzugseinrichtungen bzw. Streckzwirnmaschinen mit mehreren Streckstellen verwendet.
Eine Methode zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens ist das Zusammenlegen der einzelnen Vorgänge. In dieser Weise sind durch die Zusammenlegung des Verzugs und des Bauschverfahrens das Verzugsbausehverfahren bzw. durch das Zusammenlegen des Spinnens und Verzugs das Streckaufwindverfahren und entsprechende Vorrichtungen entwickelt worden. Zur Herstellung der Filament-Fasern in der letzteren Weise
709834/0853
- r-
slnd sehr kostspielige und bedeutende Wartung erfordernde Streckaufwindeinrtchtungen nötig. An solchen Einrichtungen, welche z.B. in der OE-PS 293 597 beschrieben sind, ist die Geschwindigkeit der Faser in ungestrecktem Zustand max. 1000 m/ min, in gestrecktem Zustand höchstens 4000 m/min. Da die Spinngeschwindigkeit bei dem herkömmlichen zweistufigen Verfahren sogar 1500 m/min erreichen kann, kann die Geschwindigkeit der ungestreckten Faser unbedingt bis zu diesem Viert erhöht werden, so daß die Aufwindungsgeschwindigkeit, dem Streckverhältnis entsprechend, bis zu einem Wert von etwa 6000 m/min erhöht werden könnte. Dieser Wert ist heute noch nicht erreicht, bei den Filament-Fasern geht aber die Entwicklung in dieser Richtung.
Die Lage ist bei den Chemiespinnfasern ganz anders. In diesem Falle ist der Verzug am dicken Kabel durchgeführt und die Geschwindigkeit der gestreckten Faser übersteigt den Wert von 150 m/min im allgemeinen nicht. Zwecks Zusammenziehung des Spinnens und des Verzugs soll hier die Spinnmethode verändert werden, da die Geschwindigkeit des Streckens nicht bedeutend erhöht werden kann. Dies geschieht in solcher Weise, daß der Gesamttiter des erhaltenen Kabels und die Geschwindigkeit der ungestreckten Faser den Erfordernissen des Streckens entsprechen. Diese üblichen Verfahren arbeiten dem Streckverhältnis entsprechend mit einer maximalen Spinngeschwindigkeit von 30 bis 40 m/min. Diese Methode erfordert infolge der verhältnismäßig kleinen Geschwindigkeit das parallele Spinnen von zahlreichen Elementarfasern, um die wirtschaftliche Produktion der Chemiespinnfasern zu ermöglichen.
Solche bisher bekannten, abgekürzten oder integrierten Spinnverfahren haben zur Kühlung der Fasern praktisch ausschließlich Luft verwendet. Diese Tatsache hat aber zwei bedeutende Nachteile:
709834/0853
Im Falle einer sehr großen Anzahl von Elementarfasern ist die Luft von entsprechender Geschwindigkeit zum Wärmeentzug schon nicht mehr geeignet, so daß die mögliche Spinngeschwindigkeit von 30 bis 40 m/min nicht erreichbar ist und man sich mit einer Geschwindigkeit von 7 bis 10 m/min zufriedengeben muß, anderenfalls die Anzahl der zusammengeklebten Fasern sich bedeutend erhöht;
ebenfalls infolge der schlechten Wärmetauschmöglichkeiten sind diese Verfahren zur Herstellung von Elementarfasern von schlechterem Titer als der Viert von etwa 40 bis 70 dtex praktisch ungeeignet, wo 1 dtex das in g ausgedrückte Gewicht einer 10 km langen Faser ist.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wurden andere Methoden ausgearbeitet.
ImFaIIe von wenigen, z.B. höchstens zwanzig Elementarfaserh kann die in der GB-PS 1 297 289 beschriebene Kühlwalze verwendet werden, welche mit den Fasern in Berührung kommend die Wärme entzieht. Ihr Nachteil besteht darin, daß sie im Falle einer größeren Anzahl, z.B. mehrerer Hundert Elementarfasern schon nicht mehr verwendet werden kann.
Bei der Herstellung von Kunststoffdrähten bzw. Schnüren wird z.B. gemäß der DL-PS 102 732 und der CH-PS 511 294 zur Kühlung ein Wasserbad verwendet. Die Mindestdicke der in dieser Weise zusammengefügten Drähte macht 0,08 mm aus. Diese Dicke entspricht der Feinheit von etwa 100 bis 120 dtex für die Elementarfaser, von der Dichte des Polymers abhängig. Folglich übertrifft sie bedeutend den für die Zwecke der Textilindustrie verwendeten Feinheitsbereich von 1 bis 17 dtex, bzw. für bestimmte spezielle Zwecke verwendeten gröberen Feinheitsbereich von 20 bis 80 dtex.
Die Aufgabe der Erfindung ist die Ausarbeitung eines solchen
709834/0853
Verfahrens und einer Vorrichtung, mit welchen synthetische Fasern mit einer für die Textilindustrie geeigneten Feinheit mit großer Produktivität hergestellt werden können.
Der erste Versuch zur Lösung dieser Aufgabe war aber erfolglos, da infolge der engen Anordnung von Bohrungen an der Spinnplatte die einander zu nahe kommenden Schmelzfasern an der Oberfläche des Wassers in kleinen Gruppen gesammelt unter die Wasserfläche gemeinsam eingetreten sind. Dabei klebten die sich noch im Schmelzzustand befindlichen Fasern zusammen und das Kabel bestand aus Litzen solcher zusammengklebten Fasern. Diese zusammengeklebten Fasern haben sich nicht einmal während des Verzuges getrennt.
Darauf wurden einerseits zum Wasser oberflächenaktive Substanzen gegeben, andererseits wurde die Wassertemperatur zwecks Verminderung der Oberflächenspannung erhöht. Eine kleine Verbesserung wurde erreicht, das Zusammenkleben der Fasern konnte aber auch auf diese Weise nicht beseitigt v/erden.
Überraschend gute Ergebnisse wurden aber erreicht, wenn die Oberfläche des Wasserbades der Spinnplatte genähert wurde. Die Elementarfasern haben sich dann getrennt und sind einzeln, parallel zueinander in das Wasserbad gegangen, und im Fertigprodukt wurden keine zusammengeklebten Fasern vorgefunden. Diese Kühliaethode war sogar im Falle der Elementarfasern von 2 dtex Feinheit erfolgreich, obwohl eine Spinnplatte mit großer Bohrungszahl verwendet wurde.
In dieser Weise wurde die Lösung gemäß der Erfindung gefunden, gemäß welcher die bei der Herstellung von groben Fasern verwendete, eine gute Wärmeübergabe sichernde Flüssigkeitskühlung auch bei der Produktion von wesentlich dünneren Textil-r fasern verwendet werden, kann. Durch die Einstellung der Entfernung zwischen der Spinnplatte und der Kühlflüssigkeit kann man erreichen, daß die Oberflächenspannung die Schmelzfasern
709834/0853
nicht zusammenfügt. Das Bad von kleiner Viskosität haftet nämlich der Schmelzfaser von großer Viskosität an land schützt die Elementarfaser sozusagen wie eine Hülle vor dem Zusammenkleben.
Die Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Entfernung (y) zwischen dem Austrittspunkt der Schmelze aus der Spinnplatte und ihrem Berührungspunkt mit der Kühlflüssigkeit als ein Wert von höchstens y = 50 χ + 50 mm bestimmt ist, wo χ die in mm angegebene gegenseitige Nennentfernung der Bohrungen der Spinnplatte bedeutet, während die Grenzflächenspannung zwischen der Kühlflüssigkeit und dem Schmalzstrahl unter die Nennspannung der Grenzfläche zwischen dem destillierten Wasser von 200C Temperatur und dem gegebenen Schmelzstrahl gebracht ist und ungestreckte Fasern von 2 bis 1000 dteχ Feinheit hergestellt werden, welche dann zweckmäßigerweise in einer an sich bekannten -"V/eise gestreckt werden.
Das Wesen der Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht darin, daß der im Verhältnis zur Spinnplatte befestigt angeordnete Kühlmittelbehälter des Kühlgerätes mit einem Niveauregler ausgerüstet ist oder der Kühlmittelbehälter an einer Hubvorrichtung angeordnet ist.
Die Kühlflüssigkeit hat eine wesentlich höhere Wärmekapazität und demgemäß viel gleichmäßigere Temperatur, als die bisher zur Kühlung verwendeten strömenden Gase* Dadurch sind die Gleichmäßigkeit der Faser-Struktur und die homogenen mechanischen Eigenschaften der Fasern gesichert. Die Wirkung zeigt sich bei der Herstellung von Filamentfasern, durch günstige Streuungswerte bei Jeder Fasereigenschaft.. Die schnelle Abkühlung beeinflußt günstig die Faserstruktur, bzw. durch die Veränderung der Badtemperatur können die den Verwendungszwecken am meisten entsprechenden Fasereigenschaften eingestellt werden.
Das Verfahren bietet verschiedenartige Möglichkeiten auch zur
709834/085 3
Herstellung von speziellen Fasertypen, so kann es z.B. bei der Chemiespinnfaserherstellung zur Produktion der sogenannten Hochbauschfaser in solcher Weise angewendet werden, daß ein Teil der aus der Spinnplatte der Spritzmaschine austretenden Fasern mit einer Kühlflüssigkeit von einer Temperatur T1, deren anderer Teil dagegen mit einer anderen Kühlflüssigkeit von einer Temperatur T2 gekühlt wird, wobei der Unterschied der Badtemperaturen zweckmäßigerweise wenigstens 5O0C beträgt. Die erhaltenen Halbkabel sind zusammengefügt und gemeinsam gestreckt. In dieser Weise wird eine solche Fasermischung erhalten, die Fasern von verschiedener Schrumpffähigkeit enthält.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens. Im Vergleich mit den bekannten Spinnverfahren ergibt sich eine bedeutende Ersparung aus einer niedrigeren Deckenhöhe der Betriebsstätte und aus dem Fortfall der kostspieligen Klimaanlagen. Im Vergleich mit den bekannten, mit Verzug verbundenen Spinnverfahren kann auch die Leistung sprungweise erhöht v/erden, da die im Falle von Spinnplatten von großer Bohrungszahl bei Luftkühlung verwendbare Verzugsgeschwindigkeit von 7 bis 10 m/min in unserem Falle auf einen Wert von 30 bis 40 m/min erhöht werden kann. Diese Geschwindigkeit ist nur durch die Geschwindigkeit der gegenwärtig gebräuchlichen Kabelstrecken begrenzt, die Flüssigkeitskühlung selbst kann bis zu einem Wert von etwa 100 m/min auch bei den einfachen Vorrichtungen verwendet werden. Diese Leistung ist etwa das Zehnfache der Leistung des Luftkühlungsverfahrens.
Wenn die Entfernung zwischen der Spinnplatte und dem Bad um einige Millimeter vermindert wurde, hat die von der Bewegung des Kabels verursachte Wellenbewegung Störungen verursacht. Wenn nämlich die Amplitude der Wellen mit der Entfernung zwischen der Flüssigkeit und der Spinnplatte zusammenhängt, stört die Wellenbewegung die Bildung gleichmäßiger Fasern, Deshalb wurde zur Beseitigung von Wellen die Verwendung des
709834/0853
sogenannten gespannten Flüssigkeitspiegels für zweckmäßig gehalten.
Zur Beseitigung von Wellen kann jede bekannte Lösung verwendet werden, es ist nur wesentlich, daß die entstehenden Vie Ilen nur einmal an der Oberfläche des Bades durchlaufen können und keine Reflexion oder Interferenz vorkommen können.
Die Erfindung wird im weiteren mit Hilfe der Zeichnung eingehend beschrieben. In der Zeichnung ist
Abbildung 1 die schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels der Vorrichtung,
Abbildung 2 das Bild der empirischen Funktion zwischen der nominellen Bohrungsentfernung.der Spinnplatte und der von der KÜhlflüssigkeitsflache gemessenen Entfernung zur Spinnplatte.
Die Spinnplatte 2 ist in der in der Zeichnung nicht dargestellten Schmelzvorbereitungs- und Schmelzzuführeinrichtung der Vorrichtung, zweckmäßigerweise in dem Faserbildungskopf (Spinnkopf) 1 einer in Reihe geschalteten Spritzmaschine und einer Präzisionszahnradpumpe eingespannt. Unter der Spinnplatte 2 ist der Kühlmediumbehälter 3 der Kühlanlage angeordnet. Die aus der Spinnplatte austretenden Fasern 4 sind mit Hilfe von Ablenkrollen 5 durch die Kühlflüssigkeit auf die Abzugeinrichtung geführt. Die Bewegungsrichtung der Fasern 4 ist mit Pfeilen bezeichnet.
Der Kühlmittelbehälter 3 ist mit einem Sammelkanal 7 versehen, so daß sein oberer Rand als Überlaufkante wirkt. Dadurch ist die Oberfläche der Kühlflüssigkeit wellenfrei. Diese Aufgabe kann mit jeder bekannten Wellenbefreiungseinrichtung gelöst werden. Die Eintrittsleitung, die Austrittsleitung 9 und der ,
709834/0883
Sammelkanal 7 der Kühlflüssigkeit sind zweckmäßigerweise in einem mit einer Pumpe 10 ausgerüsteten Umlaufsystem zusammengefaßt. Der Kühlmittelbehälter 3 ist in gegebenem Falle an einer Hubvorrichtung 11 angeordnet, mit deren Hilfe die Entfernung zwischen der Spinnplatte 2 und dem Flüssigkeitsbad, den Anforderungen entsprechend, eingestellt werden kann.
Es soll erwähnt werden, daß bei einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung der Kühlmittelbehälter 3 fest ist und die Entfernung y mit einem am Kühlmittelbehälter montierten Niveauregler von beliebiger Ausführung eingestellt werden kann.
In Abbildung 2 ist das Bild der aufgrund unserer Versuche bestimmten empirischen Funktion zwischen der Entfernung der Spinnplatte und der Oberfläche des Flüssigkeitsbades und der Nennentfernung χ der an der Spinnplatte 1 ausgestalteten Bohrungen dargestellt. Unter der Nennentfernung χ der Bohrungen ist die Entfernung gemäß der Wekzeichnung zwischen den geometrischen Achsen der einzelnen Bohrungen verstanden. Das Feld der Arbeitspunkte des Verfahrens gemäß der Erfindung ist im Diagramm mit senkrechter Schraffierung bezeichnet.
Im weiteren wird das Verfahren mit Hilfe von Beispielen beschrieben.
Beispiel 1
Mit Hilfe einer Spritzmaschine von 45 mm Schneckendurchmesser und einer Präzisionszahnradpumpe von 10 cm /Umdrehung Leistung als einer Schmelzvorbereitungs- und Schmelzzuführeinrichtung wurde eine Polypropylenschmelze hergestellt und auf eine mit 500 Bohrungen versehene Spinnplatte geführt, bei welcher
die Nennentfernung der Bohrungen der Spinnplatte χ = 3 mm, die Entfernung zwischen der Spinnplatte und der Oberfläche des Flüssigkeitsbades y = 20 bis 30 mm war.
709834/0853
Die aus der Spinnplatte austretende Schmelze wurde ins Wasserbad geleitet. Als oberflächenaktives Behandlungsmittel hat das Bad 0,5% Fettalkoholsulfonat enthalten, seine Temperatur war 40 bis 450C. Die Umdrehungszahl der Zumeßpumpe war 10 bis 25 Umdrehungen/min, die Geschwindigkeit der Abzugeinrichtung 30 bis 100 m/min. Die Fasern wurden danach in einem separaten
Schritt im Verhältnis 1:4 bis 1:7 gestreckt. Die textilmechanischen Eigenschaften der gestreckten Fasern waren wir folgt:
Titer (dtex) 3 5 15 30 80
Zerreißfestigkeit
(p/dtex) 6,12 6,02 5,68 6,18 5,42
Zerreißdehnung
(%) 38,3 48,2 64,3 44,2 68,3
Zusammengeklebte
Fasern (St/100 g) 0 0 0 0 0
Beispiel 2
Die Vorrichtung hat der im Beispiel 1 beschriebenen Vorrichtung entsprochen, mit der Ergänzung, daß nach der Abzugeinrichtung ein Streckwerk eingefügt wurde, mit dessen Hilfe
das Kabel kontinuierlich gestreckt wurde. Die im Beispiel 1 angegebenen Parameter beachtend, wurden mit dem Polypropylen bei einem Streckverhältnis von 1:6 die folgenden Fasereigenschaften erreicht:
Titer (dtex) 3 5 15 30 80
Zerreißfestigkeit
(p/dtex) 6,2 6,05 6,12 6,17 5,82
Zerreißdehnung
(%) 36,3 46,1 51,5 44,3 60,1
Zusammengeklebte
Fasern (St/100g) 0 0 0 0 0
Beispiel 3 · ·
Die Vorrichtung und die Betriebsparameter haben den im Bei-
709834/0853
-X-
spiel 1 beschriebenen entsprochen. Die aus getrocknetem PoIyamid-6-Granulat hergestellten Fasern wurden in gesondertem
Arbeitsvorgang gestreckt. Die Kennzeichen der Fasern waren wie folgt:
Titer (dtex) 3 VJl 15 30 80
Zerreißfestigkeit
(p/dtex)
.6,7 6,84 6,42 6,03 6,08
Zerreißdehnung 46,0 42,7 49,3 54,0 54,5
Zusammengeklebte
Fasern (St/100 g)
0 0 O 0 0
Beispiel 4
Die Vorrichtung war die gleiche wie im Beispiel 1, mit dem
Unterschied, daß die Anzahl der Bohrungen der Spinnplatte in diesem Falle 160 war und
die Nennentfernung der Bohrungen der Spinnplatte χ = 2 mm,
die Entfernung zwischen der Spinnplatte und der Oberfläche des Flüssigkeitsbades y = 10 mm war.
Der Rohstoff war Polypropylengranulat. Die Parameter der Faserherstellung waren:
Umdrehungszahl der Pumpe 10 bis 20 Umdrehungen/min,
Umfangsgeschwindigkeit der Abzugeinrichtung 30 bis 80 m/min. Der Kühlmittelbehälter war mit einem Vellenbefreiungswerk versehen.
Die Prüfergebnisse der gestreckten Faser waren wie folgt:
Titer (dtex) 50 80 100 150
Zerreißfestigkeit 6 ,6 6 ,85 6 ,86 6 ,62
(p/dtex) 62 ,5 60 ,8 62 ,3 65 ,6
Zerreißdehnung {%)
Zusammenge klebte
Fasern (St/100 g)
7Q9834/0853
Beispiel 5
Die Vorrichtung war die gleiche wie im Beispiel 1 mit dem Unterschied, daß die Anzahl der Bohrungen der Spinnplatte diesmal 160 war und unabhängig voneinander zwei Spinnplatten verwendet wurden, wo
die Nennentfernung der Bohrungen der Spinnplatte χ = 2 mm,
die Entfernung zwischen der Spinnplatte und der Oberfläche des Flüssigkeitsbades y = 100 mm war.
Die erhaltenen Kabel wurden mit Hilfe des zweiten nachgeschalteten Galettewerkes gestreckt und einzeln aufgewickelt.
Die Kennzeichen der Fasern waren wie folgt:
Titer (dtex) Zerreißfestigkeit Zerreißdehnung
Beispiel 6
Die verwendete Vorrichtung hat der -im Beispiel 1 beschriebenen entsprochen. Das Kühlmittel war Tetrachlorkohlenstoff, in welchem 0,1?6 Benzoylperoxid als Polymerisationsanreger gelöst wurde. Das Kabel wurde nun, durch ein 5% Methacrylsäure ent-.haltendes wässeriges Bad, dann durch ein Waschbad gezogen, gepfropft und in dieser Weise wurde eine mit basischem Farbstoff gut färbbare Polypropylenfaser erhalten.
Beispiel 7
Die verwendete Vorrichtung weicht von der im Beispiel 1 beschriebenen Vorrichtung insofern ab * als die Spritzmaschine mit zwei Zahnradpumpen von 6 cm /Umdrehung Leistung und mit zwei über 160 Bohrungen verfügenden Spinnplatten ausgerüstet
2700 3200
5,65 5,81
60,5 59,8
Htm/.osii
wurde. Unter den Spinnplatten wurden selbständige Kühlmitte1-behälter angeordnet., In einem Behälter wurde die Temperatur der Kühlflüssigkeit auf 350C, in dem anderen auf 950C eingestellt. Die zwei aus Polyamid-6-Polymer hergestellten Kabel wurden in einem Streckverhältnis von 1:5 zusammen gestreckt. Der Krumpfenunterschied der zwei Fasersorten war bei 1000C, im Wasser gemessen, 12,3°6. Die aus diesen Materialien mit einer Mischung von 50:50% hergestellten Flechtfasern haben nach der Dampfbehandlung gute Griffigkeit und große Raumfüllung gehabt und waren hochbauschig.
709834/0 853

Claims (8)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von synthetischen Fasern aus Schmelzen, bei welchem die aus der Spinnplatte austretenden Schmelzstrahlen mit organischer oder anorganischer Flüssigkeit gekühlt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Entfernung (y) zwischen dem Austrittspunkt der Schmelze aus der Spinnplatte und ihrem Berührungspunkt mit der Kühlflüssigkeit auf einen Wert von höchstens
y = 50 χ + 50 mm
eingestellt ist, wo χ die in mm angegebene Nennentfernung der Bohrungen der Spinnplatte bedeutet, während die Grenzflächenspannung zwischen der Kühlflüssigkeit und dem Schmelzstrahl unter die Nennspannung der Grenzfläche zwischen destilliertem Wasser von 200C Temperatur und dem gegebenen Schmelzstrahl vermindert wird und ungestreckte Fasern von 2 bis 1000 dtex Feinheit hergestellt werden, welche dann zweckmäßigerweise in einer an und für sich bekannten Weise gestreckt werden.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grenzflächenspannung durch die Erwärmung der Kühlflüssigkeit vermindert wird.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, d a d ύ r c h gekennzeichnet , daß die Grenzflächenspannung durch die Zumischung in die Kühlflüssigkeit von oberflächenaktivem
709834/0853
Zusatz vermindert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Schmelzstrahlen nach ihrem Austritt aus der Spinnplatte zweckmäßigerweise in zwei Gruppen geteilt und einzeln in Kühlflüssigkeiten von voneinander wenigstens um 500C abweichender Temperatur abgekühlt werden.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Ansprüchen 1 bis 4, welche eine Schmelzvorbereitungs- und eine Schmelzzuführeinrichtung, eine Spinnplatte, ein Kühlgerät, sowie eine Abzugeinrichtung hat, dadurch gekennzeichnet , daß der mit Bezug auf die Spinnplatte (2) fest angeordnete Kühlmittelbehälter (3) des Kühlgerätes mit einem Niveauregler versehen ist.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Ansprüchen 1 bis 4, welche eine Schmelzvorbereitungs- und eine Schmelzzuführeinrichtung, eine Spinnplatte, ein Kühlgerät, sowie eine Abzugeinrichtung hat, dadurch gekenn-2 e lehne t , daß der Kühlmittelbehälter (3) des Kühlgeräts an einer Hubvorrichtung (11) angeordnet ist.
7. Vorrichtung gemäß Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn zeichnet, daß der Kühlmittelbehälter (3) mit einem Wellenbefreiungswerk ausgerüstet ist.
709834/0853
8. Vorrichtlang gemäß einem der Ansprüche 5 /bis 7, da d.u.r ch gekennzeichnet , daß der Kühlmittelbehälter (3) zweckmäßigerweise in zwei voneinander unabhängige Hälften geteilt ist.
709834/0853
DE19762632429 1976-02-18 1976-07-19 Verfahren und vorrichtung zur herstellung von synthetischen fasern aus schmelzen Pending DE2632429A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
HU76MA2744A HU175628B (hu) 1976-02-18 1976-02-18 Sposob i ustrojstvo dlja izgotovlenija iz rasplava sinteticheskikh volokon

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2632429A1 true DE2632429A1 (de) 1977-08-25

Family

ID=10998826

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19762659843 Pending DE2659843A1 (de) 1976-02-18 1976-07-19 Verfahren zur herstellung von bauschfaehigem garn aus synthetischen fasern
DE19762632429 Pending DE2632429A1 (de) 1976-02-18 1976-07-19 Verfahren und vorrichtung zur herstellung von synthetischen fasern aus schmelzen

Family Applications Before (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19762659843 Pending DE2659843A1 (de) 1976-02-18 1976-07-19 Verfahren zur herstellung von bauschfaehigem garn aus synthetischen fasern

Country Status (13)

Country Link
AR (1) AR207924A1 (de)
BR (1) BR7606698A (de)
CS (1) CS194242B2 (de)
DD (1) DD125943A5 (de)
DE (2) DE2659843A1 (de)
ES (1) ES454024A1 (de)
FR (1) FR2341672A1 (de)
GB (1) GB1540912A (de)
HU (1) HU175628B (de)
IT (1) IT1071521B (de)
PL (1) PL106096B1 (de)
PT (1) PT65579B (de)
RO (1) RO85033B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3539185A1 (de) * 1984-12-01 1986-06-05 Barmag Barmer Maschinenfabrik Ag, 5630 Remscheid Verfahren zur herstellung von polypropylen-faeden
WO1996020300A3 (de) * 1994-12-22 1996-09-06 Chemiefaser Lenzing Ag Spinnvorrichtung

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US9334585B2 (en) 2011-06-15 2016-05-10 Truetzschler Nonwovens Gmbh Spinning bath vat
CN102817090A (zh) * 2012-08-01 2012-12-12 太仓市天翔化纤有限公司 化纤设备冷却器

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3539185A1 (de) * 1984-12-01 1986-06-05 Barmag Barmer Maschinenfabrik Ag, 5630 Remscheid Verfahren zur herstellung von polypropylen-faeden
WO1996020300A3 (de) * 1994-12-22 1996-09-06 Chemiefaser Lenzing Ag Spinnvorrichtung
EP0887444A1 (de) * 1994-12-22 1998-12-30 Lenzing Aktiengesellschaft Spinnvorrichtung
DE19581437B4 (de) * 1994-12-22 2004-04-29 Lenzing Ag Spinnvorrichtung

Also Published As

Publication number Publication date
RO85033A (ro) 1984-08-17
FR2341672A1 (fr) 1977-09-16
IT1071521B (it) 1985-04-10
PT65579B (en) 1978-03-28
HU175628B (hu) 1980-09-28
DE2659843A1 (de) 1977-11-10
FR2341672B3 (de) 1979-05-04
RO85033B (ro) 1984-09-30
CS194242B2 (en) 1979-11-30
GB1540912A (en) 1979-02-21
ES454024A1 (es) 1977-11-16
PL106096B1 (pl) 1979-11-30
DD125943A5 (de) 1977-06-01
PT65579A (en) 1976-10-01
BR7606698A (pt) 1977-11-16
AR207924A1 (es) 1976-11-08

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3781313T3 (de) Verfahren und Vorrichtung.
DE1660651C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines mehrkernigen Verbundfadens
DE2846720C3 (de) Verfahren zur Herstellung von bauschfähigem Polyester-Filamentgarn
DE3783030T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von polypropylenfaeden.
EP0937791A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen eines multifilen Fadens
DE102009038496A1 (de) Vorrichtung zum Schmelzspinnen und Aufwickeln mehrerer synthetischer Fäden
EP2719801A1 (de) Spinnbad und Verfahren zur Verfestigung eines Formkörpers
EP2567008B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum schmelzspinnen, verstrecken und aufwickeln mehrerer synthetischer fäden
DE3539185C2 (de)
DE102009021118A1 (de) Vorrichtung zum Schmelzspinnen, Abziehen und Aufwickeln mehrerer Fäden
DE1959034B2 (de) Anlage zum kontinuierlichen herstellen und aufwickeln von endlosen synethetischen faeden
EP1280946A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur zugspannungsfreien förderung von endlosformkörpern
DE2632429A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von synthetischen fasern aus schmelzen
EP2737114B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines hmls garnes
EP2737113B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines endlosen fadens
DE102015016800A1 (de) Verfahren zum Schmelzspinnen, Abziehen, Verstrecken, Relaxieren und Aufwickeln eines synthetischen Fadens für technische Anwendungszwecke und eine zugehörige Vorrichtung
WO1992001093A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von kunststoffäden oder -fasern aus polymeren, insbesondere polyamid, polyester oder polypropylen
DE10355542A1 (de) Spinnanlage
EP1797227B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von bändchen
DE3735752C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Glattgarn aus Polyamid oder Polyester
DE1660363B2 (de) Verfahren zum gleichmaessigen verstrecken von endlosen, unverstreckten faeden aus thermoplastischen, synthetischen, organischen polymeren mit hoher geschwindigkeit
DE112007001828T5 (de) Verfahren zur Herstellung einer Cellulosefaser aus einer Lösung von Cellulose in einem tertiären Aminoxid und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
EP3568511B1 (de) Vorrichtung und verfahren zur erzeugung eines texturierten filamentes oder garnes
DE4120460A1 (de) Verfahren und vorrichtung fuer die herstellung von polypropylengarn
DE2650039A1 (de) Vorrichtung zum herstellen von aus kraeuselfaehigen filamenten bestehenden faeden

Legal Events

Date Code Title Description
OHJ Non-payment of the annual fee