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Arbeitsmaschine
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Die Erfindung betrifft eine Arbeutsmaschine mit einem Fahrgestell,
das einen Ausleger und eine für eine Bediegungsperson vorgesehene Kabine trägt,
in der Steuergliedes zum Steuern von Steuerorgan der Arbeitsmaschine angeordnet
sind.
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Unter Fahrgestell wird hierbei derjenige Teil der Arbeitsmaschine
verstehen, der das Fahrwerk bildet und den Ausleger und die Kabine trägt. Demnach
kann das Fahrgestell aus einem das Fahrwerk bildenden Unterwagen und einem auf diesem
drehbar gelagerten builden, auf dem dann der Ausleger und die Kabine Fahrwerk bilden,
auf dem dann der Ausleger und die Kabine gelagert sind. Arbeitsmaschinen mit Auslegern
sind als Bagger, Krane od.dgl. bekannt.
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Die Vorderseite der Kabine einer solchen Arbeitsmaschine muß ftlr
das Arbeiten mit dem Ausleger dem Ausleger zugekehrt sein. Dies hat aber den Nachteil,
daß beim Fahren der Ausleger das Sichfeld der in der Kabine uneingeschränkte Bedienungsperson
geschränkt. Für eine uneingeschränkte Straßenverfahrbarkeit sind jedoch die Forderungen
zu erfüllen, 1) daß das Fahrzeug von Mitte Lenkrad nicht weiter als 3,5 m nach vorne
ragt und 2) daß keine Sichtfeldbeschränkung vorliegt.
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Diese Forderungen können bei einer Arbeitsmaschine der oben genannten
Art wegen des vor der Vorderseite der Kabine befindlichen Auslegers nicht erfüllt
werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Arbeitsmaschine zu
schaffen, die auf Straßen uneingeschränkt verfahrbar ist.
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Diese Aufgabe ist einer Arbeitsmaschine der eingangs genannten Art
gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Arbeitsmaschine für eine Vorwärtsfahrrichtung
mit dem Ausleger vorliegender Kabine ausgebildet ist, daß die Kabine gegenüber dem
Farhgestell um eine vertikale Drehachse aus einer Arbeitsstellung, in der die Vordereseite
der Kabine dem Ausleger zugekehrt ist, um 180° in eine Fahrstellung und zurück drehbar
gelagert ist, in der die Vorderseite der Kabine vom Ausleger abgekehrt ist,daß in
der Fahrstellung mindestens die f<ar das Fahren erforderlichen Steuerorgane und
i der Arbeitsstellung mindestens die für die Arbeit erforderlichen Steuerorgane
mit den zugeordneten Steuergliedern der kabine verbunden sind.
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Dadurch wird erreicht, daß in der Arbeitsstellung der Kabine diese,
wie bei den bekannten Arbeitsnaschinen, mit ihrer Vorderseite dem Ausleger zugekehrt
ist, so daß die Bedienungsperson beim Bedienen des Auslegers diesen einwandfrei
beobachten kann. In der Fahrstellung ist jedoch dia Vorderseite der Kabine vom Ausleger
abgekehrt, so daß nun das Sichtfeld von der Kabine aus durch den Ausleger nicht
behindert ist Aus Gewichtsgründen ist es hierbei vorteilhaft, die Kabine zwischen
dem an einem Ende des Fahrgestells anteordneten Ausleger und einem an anderen Ende
des Fahrgestells angeordneten Gegengewicht anzuordnen.
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Um die Verbindung der Steuerorgane an Fahrgestell mit den Steuergliedern
in der Kabine sowohl in der Arbeitsstellung als aucn in der Fahrstellung der Kabine
sicherzustellen, können mechanische Kupplungen vorgesehen sein, die sich i-n den
entsprechenden Stellungen einkuppeln. Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung
ist jedich dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerglieder zum Steuern von elektrischen
Strömen oder einen Druckmittels vorgesehen sind und mit den zugehörigen Steuerorqanen
durch biegsame Kabel bzw. Schläuche verbunden sind, deren Länge so bemessen ist,
daß sie eine ilin-und Herdrehung der Kabine um mindestens 180° um deren vertikale
Drehachse zulassen. Die Verbindungsleitungen können auch
mit Drehgelenken
oder Drehdurchführungen versehen sein, so daß dannsowohl Schläuche als auch Rohre
verwendbar sind.
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Um die Kabine sowohl in der Arbeitsstellung als auch in der Fahrstellung
immer in die jeweils optimale Stellung einstellen zu können, ist bei einer vorteilhaften
Ausführungsforrn der Erfindung vorgesehen, daß die Kabine vertikal verstellbar und
in verschiedenen Höhenfeststellbar ist und daß für die Vertikalbewegung ein Hebeantrieb
vorhanden ist. Dadurch wird erreicht, daß die Kabine bei normalem Arbeitseinsatz
zum Senken des Schwerpunktes in ihrer tifsten Stellung und beim Verladen von Waggons,
z.B. mittels eines als Arbeitsmaschine dienenden Krans, in ihrer höchsten Stellung
und bei der Straßenfahrt in ihrer Fahrstellung in einer leicht erhöhten Stellung
eingestellt werden kann, durch die das- Sichtfeld durch den vorderen Teil des Fahrgestells
und gegebenenfalls durch den dort befindlichen Fahrmotor am geringsten eingeschränkt
wird. Diese leicht erhöhte Stellung kann so gewählt werden, daß die Arbeitsmaschine
nocti die minimalsten Durcfahrtshöhen passieren kann.
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Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
an Hand eines in der Zeichnung schematisch vereinfacht dargestellten Ausführungsbeispiels
im einzelnen erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht einer als Hebekran ausgebildeten,-
verfahrbaren Arbeitsmaschine; Fig. 2 ein hydraulisches Teilschaltbild von zwei als
Hebeantriebe dienenden Hub zylindern.
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Die in der Zeichnung dargestellte Arbeitsmaschine weist ein Fahrgestell
mit einem Unterwagen 1' und einem Oberwagen 1 auf, der an dem in der Zeichnung rechten
Ende als Gegengewicht
ein an Fahrmotor 2 und an seinem in der Zeichnung
linken Ende einen abgebrochen dargestellten Ausleger 3 aufweist, der um eine waagerechte
Achse 4 verschwenkbar mit dem Oberwagen 1 verbunde ist. Zwischen dem Ausleger 3
und dem Fahrmotor 2 ist eine um ein vertikale Achse 5 drehbare hohle vertikale Säule
6 in Lagern 7 gelagert. An der Säule 6 sind zwei Parallelogrammgestänga 8 angelenkt,
deren freie Enden mit einer Kabine 9 verbunden sind und an denen je ein hydraulischer
Hubzylinder 10 so angreift, daß beim Herausfahren der Kolbenstangen 11 der Hubzylinder
die Kabine 9 aus der in der Zeichnung ausgezogen dargestellten tiefsten Stellung
in die strichpunktiert dargestellte höchste Stellung bewegt wird. Durch entsprechende
Betätigung des Hubzylinders kann die Kabine in jeder Zwischenstelung angehalten
werden.
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In Fig. 2 sind die Druckmittelzu- und -ableitungen der doppelwirkanden
Hubzylinder 6 dargestellt. Zwei Leitungen 14 und-15 verbinden ein in der Zeichnung
nicht dargestelltes Steuerventil mit den Druckräumen 16 bzw. den RUckstellräumen
17 der beiden Hubzylinder 6. Die Leitung 14 ist über eine einstellbare Drossel 18
mit einem Hydrospeicher 19 verbunden, in dem der mit den Druckräumen 16 der Hubzylinder
6 kommunizierende Raum für das Druckmittel und damit auch der Raum, zu dem die Druckrume
16 gehören, an eine elastisch nachgiebige Wand, nämlich eine Membran 21, angrenzt.
Dadurch wird erreicht, daß von der Arbeitsmaschine kommende Stöße gedämpft werden
und nur eine langsame, die Bedienungsperson nicht behindernde, schnell abklingende
Bewegung der Kabine 9 verursachen.
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Eine andere Möglichkeit der Dämpfung der auf die Kabine einwirkenden
Stöße besteht darin, daß an Stelle des Hydrospeichers 19 und der Drossel 18 in den
Druckräumen 16 in Fig. 2 gestrichelt dargestellte, elastisch nachgiebige und mit
einem gasförmigen Druckmittel gefüllte Druckblasen 22 vorgesehen sind.
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Mit der Säule 6 ist ein in der Zeichnung nicht dargestellter Antrieb
verbunden, mittels dessen sie um ihre Hochachse um
180° gedreht
werden kann. Hierbei kann als Antrieb ein Motor vorgesehen sein, der mit einem Zahnradtriebe
mit der Säule verbunden ist. Es kann aber auch ein Hubzylinder vorgesehen sein,
der über ein in der Zeichnung nicht dargestelltes hebelgestänge an der Säule angreift.
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Dieser in der Zeichnung nicht dargestellte Antrieb zum Drehen sder
Säule 6 um ihre vertikale Achse 5 dient dazu, die Kabine 9 aus der in der Zeichnung
ausgezogen dargestellten Arbeitsstellung in eine in der Zeichnungs rechts dargestellt
Fahrstellung zu schwenken. Damit diese Schwenkbewegung der Kabine jedoch durch die
Aufbauten auf dem Fahrgestell und insbesondere durch den Fahrmotor nicht behindert
wird, muß die Kabine zunächst in eine Zwischenstellung angehoben und dann in die
Fahrstellung geschwenkt werden, wie das in der Zeichnung strichpunktiert daregstellt
ist. Dadurch wird erreicht, daß die Kabine für die Fahrt eine leicht angehobene
Stzellung besitzt, wodurch der Fahrer ein sehr übersichtliches Sichtfeld hat. Diese
Zwischenstellung der Kabine ist dabei so gewählt, daß die Arbeitsmaschine mit herabgelassenem
Ausleger die minimalsten Durchfahrtsthöhen durchfahren kann.
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In der Arbeitsstellung kann di- Kabine 9 z.B. bei Normalbetrieb in
der in der Zeichnung tiefsten Stellung angeordnet sein.
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Sie kann aJer auch z.B. zum Verladen von Waggons od.dgl. in die in
der Zeichnung höchste Stellung bewegt werden.
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Um die in der Kabine 9 befindlichen, in Ger Zeichnung nicht dargestellten
Steuerglieder mit den dazugehörigen, am Oberwagen angeordneten Steuerorganen zu
verbinden, sind di2 Steuern glieder zum Steuern eines Druckmittels vorgesehen, das
die zugehörigen Steuerorgane betätigt, wobei jedes Steuerglied über einen biegsamen
Schlauch mit dem dazugehörigen Stcuerorgan verbunden ist. Die Schläuche sind hierbei
durch die Säule 6 und entlang eines der Parallelrgrammgestänge 8 geführt und in
der Länge so bemessen,daß sie sowohl die Auf- und Abbewegung
der
Kabine als auch die Schwenkbewegung der Kabine zulassen.
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Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, kann die Kabine in der Arbeitsstellung
in jede beliebige Höhenstellung eingestellt und dort festgnstellt werden, wobei
ihre Vorderseite 13 dem Ausleger zugekehrt ist, so daß die Bediegungsperson diesen
immer einwandfrei beobachten kann. In der in der Zeichnung rechts strichpunktiert
dargestellten Fahrstellung ist die Kabine leicht angehoben und mit ihrer Vorderseite
13 in Fahrtrichutng azusgferichtet, so daß Bedienungsperson in der Kabine die Fahrbahn
bequem und ohne Sichtbehinderung übersehen kann. Sowohl beim Fahren als auch beim
Arbeiten werden die vom Fahrwerk 1 bzw. vom Ausleger 3 kommendem Stöße den Hydrospeicher
19 stark gedämpft.
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bei einem in der Zeichnung nicht dargestellten abgewandelten Ausführungsbeispiel
ist das Parallelogrammgestänge 8 unmittelbar am Oberwagen 1 angelenkt und trägt
an seinem ferien Ende eine Plattform, auf der die Kabine 9 mittels eines Drehkranzes
um ihre mittelbare Hocachse drehbar gelagert ist.
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Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß die Kabine sowohl i der
Arbeitsstellung als auch in der Fahrtstellunq immer etwa die gleiche Lage zwischen
dem Fahrmotor und dem Ausleger besitzt und in der Fahrstellung auch die tiefste
Stellung einnehmen kann.
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Bei einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsfrom dient die
Säule 6 als Führungsschiene für eine Auf- und Abwärtsbewegung der Kabine 9, die
dann, ähnlich wie beim dargstellten Ausfügrungsbeispiel, um die Säule drehbar gelagert
ist. Hierbei kann die Säule z.B. konzentrisch zur mittleren Hochachse der Kabine
9 angeordnet sein. Ein als Hubzylinder ausgebildeter Hebeantrieb für die Kabine
kann hierbei in. Innern der Säule angeordmet sein.
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L e e r s e i t e