DE2630234A1 - Schutzsystem mit pruefmoeglichkeit - Google Patents
Schutzsystem mit pruefmoeglichkeitInfo
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Description
Die Erfindung betrifft allgemein Schutzsysteme für Betriebssysteme
und insbesondere zur Überwachung und Prüfung des Schutzsystems unter Beibehaltung des Schutzes des Betriebssystems.
In Betriebssystemen (in Betrieb befindlichen Systemen), beispielsweise Dampfturbinen-Generatorsystemen, war es
üblich, verschiedene Fehler-Sensoren vorzusehen, um bestimmte kritische Zustände des Systems zu überwachen, beispielsweise
die Turbinendrehzahl, die elektrische Belastung, den Dampfdruck usw. Diese Fehler-Sensoren führen
diese Information den mit ihnen zusammenwirkenden Schutzsystemen zu, die für den Fall eines Ausfalls oder eines
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fehlerhaften Betriebs des Betriebssystems Einrichtungen betätigen, die entweder den Zustand korrigieren oder das
Betriebssystem so lange stillegen können, bis die Ursache des Problems festgestellt werden kann und die nötigen Reparaturen
an dem Betriebssystem vorgenommen werden können.
Es war üblich, in solchen Schutzsystemen eine Redundanz vorzusehen, so daß ein Bauteil des Systems überprüft werden
kann, während ein zweites Bauteil das Betriebssystem schützt. Zur Prüfung eines Bauteils des Schutzsystems war es üblich,
diesem Bauteil ein Signal ähnlich dem Signal zuzuführen, welches das Bauteil im Betrieb betätigen soll oder, mit
anderen Worten, ihm ein simuliertes Fehlersignal zuzuführen. Im Stand der Technik waren diese Bauteile in Reihe geschaltet,
so daß die Überprüfung eines Bauteils keine Feststellung eines Fehlers und Betätigung der entsprechenden
Einrichtungen durch das Schutzsystem bewirkte. Diese Anordnung war auch als eine logische UND-Verknüpfung oder
als UND-Glied bekannt, da zur Vervollständigung des Schaltkreises beide Bauteile betätigt werden mußten. Solche vorbekannte
Schutzsysteme besaßen einen bedeutenden Nachteil. In einer Situation mit einem wirklichen Fehler war es zur
Auslösung der vorbekannten Schutzsysteme erforderlich, beide in Reihe geschaltete Bauteile auszulösen. Venn daher
einer der Bauteile dadurch nicht richtig funktionierte, daß er nicht auslöste, dann löste auch das Schutzsystem
nicht aus und die Fehlerinformation wurde nicht den Einrichtungen zugeleitet, welche entweder den Fehler korrigieren
oder das Betriebssystem stillsetzen.
Dieser mit solchen vorbekannten Schutzsystemen verbundene Nachteil wurde durch ein Schutzsystem gemäß der Offenbarung
der U.S.-Patentschrift 3 7^8 5^0 dadurch überwunden,
daß ein Bauteil des Schutzsystems getestet werden konnte,
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ohne das Betriebssystem auszulösen, wobei noch der Ausfall
eines solchen Bauteils so lange keinen Ausfall der Auslösung durch das Schutzsystem bewirkte, solange nur die
anderen Bauteile des Schutzsystems normal funktionierten.
Solche vorbekannten Schutzsysteme konnten jedoch völlig unwirksam gemacht werden, wenn alle Bauteile des Systems
effektiv zur Überprüfung aus dem Schutzsystem herausgenommen (gesperrt) wurden.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Schutzsystem zu schaffen, in dem bei einem
versehentlichen Versuch, gleichzeitig beide redundante Bauteile herauszunehmen, das Schutzsystem nicht außer Betrieb
gesetzt oder unwirksam gemacht wird.
Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Schutzsystem zu schaffen, bei dem trotz der Prüfung eines
der redundanten Bauteile das System über das verbleibende Bauteil auf irgendexnen wirklichen Fehler weiter ansprechen
kann, welcher während dieser Überprüfung auftritt.
Die vorliegende Erfindung sieht in einem Schutzsystem für ein Betriebssystem redundante Auslösebauteile (trip components)
vor, die in Reihe mit redundanten Sperrbauteilen (lock-out components) geschaltet sind. Die Auslösebauteile
erhalten Signale von Fehler-Sensoren, die kritische Zustände oder Verhältnisse des Betriebssystems überwachen.
Diese Auslösebauteile erzeugen ein Ausgangesignal, das
die Zustände anzeigt und bestimmten betätigten Einrichtungen zugeführt wird, die entweder den Zustand korrigieren
oder das Betriebssystem so lange stillsetzen, bis die Ursache des Problems festgestellt werden kann und die notwendigen
Reparaturen vorgenommen werden können. Wenn eine Prüfung eines dieser Auslösebauteile erwünscht ist, dann
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aktiviert oder betätigt der Bedienungsmann das entsprechende Sperrbauteil und führt die notwendige Prüfung durch.
Die Betätigung dieses Sperrbauteils bewirkt, daß das Ausgangssignal des Schutzsystems (das Ausgangesignal für die
betätigten Einrichtungen zur Korrektur des Fehlers oder zur Stillegung des Systems) unabhängig von der Ausgangsgröße
des Auslösebauteils wird, wenn dieses überprüft wird. Venn ein Bedienungsmann versehentlich gleichzeitig beide Sperrbauteile
aktiviert, dann ist das Ausgangssignal des Schutzsystems nur eine Funktion des Fehler-Sensor-Eingangssignals
zu einem ersten Auslösebauteil und eines Steuersignals (driving signal) für das Schutzsystem. Daher wird ein Fehlersignal
zu dem ersten Auslösebauteil ein Fehlerausgangssignal vom Schutzsystem für die betätigten Einrichtungen
sogar dann erzeugen, wenn beide Sperrbauteile gleichzeitig aktiviert werden.
Ein besseres Verständnis der Erfindung ergibt sich aus der nachstehenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform,
wie sie als Beispiel in den Abbildungen gezeigt wird.
Figur 1 ist ein Blockschaltbild eines Schutzsystems, das eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.
Die Figur 2 zeigt ein logisches Diagramm eines ersten Sperrbauteils
der Figur 1.
Die Figur 3 ist eine vereinfachte schematische Darstellung des Schutzsystems der Figur 1.
Die Figur 1 zeigt ein Schutzsystem zur Feststellung oder Erfassung von Veränderungen in einem abgetasteten oder
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überwachten Zustand eines Betriebssystems und zur Durchführung von Maßnahmen zum Schutz des Betriebssystems. Das
Schutzsystem umfaßt erste und zweite Auslösebauteile 10 und Ii, die in einer Schaltung mit ersten und zweiten Sperrbauteilen
12 und 13 verbunden sind. Der erste Auslösebauteil 10 erhält als Eingangssignale ein erstes Signal Ik
für einen erfaßten Zustand (Zustandesignal) und ein konstantes
Steuersignal 15. Das erste erfaßte Zustandssignal Ik ist ein Signal von einem geeigneten Sensor (nicht gezeigt),
der einen Fehlerzustand in einem zugeordneten Betriebssystem erfaßt.
Da das Prinzip der Arbeitsweise des Schutzsystems gemäß der Erfindung auf jeden Typ eines Schutzsystems mit Prüfmöglichkeit
anwendbar ist, werden die Eingangssignale und Ausgangssignale zu den Bauteilen des Schutzsystems durch
logische odur Boole'sehe Größen 0 und 1 dargestellt. Das
erste Zustandssignal Ik wird als eine 1 dargestellt, wenn kein Fehler erfaßt wird, und als eine 0, wenn ein Fehler
erfaßt wird. Wenn kein Fehler festgestellt wird, dann befindet sich das Auslösebauteil oder Auslöseglied in einem
rückgesetzten Zustand (reset mode). Venn ein Fehler erfaßt wird, dann befindet sich das Auslösebauteil in einem ausgelösten
oder durchgeschalteten Zustand (tripped mode). Ein zweites Eingangssignal zu dem ersten Auslösebauteil
ist ein konstantes Steuersignal 15» das eine Antriebsoder Steuerleistung liefert, die für den Betrieb des Schutzsystems
notwendig ist. Dieses konstante Steuersignal besitzt einen konstanten logischen Wert 1, wenn das Schutzsystem
normal arbeitet. Das Aus^angssignal 16 des ersten Auslösebauteils 10 ist eine 1 und dies zeigt an, daß es
sich in dem rückgesetzten Zustand befindet, wenn das konstante Steuersignal 15 und das erste Zustandssignal Ik
beide 1 sind. Daher bildet das erste Auslösebauteil ein logisches UND-Glied, da beide Eingangsgrößen einen Wert 1
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besitzen müssen, wenn die Ausgangsgröße den Vert I haben
soll.
Das Ausgangssignal des ersten Auslösebauteils 10 wird einem ersten Sperrbauteil 12 als Eingangssignal zugeführt. Das
konstante Steuersignal 15 wird ebenfalls dem ersten Sperrbauteil als ein zweites Eingangssignal zugeführt. Ein
drittes Eingangssignal für das Sperrbauteil ist ein erstes Sperrsignal 17. Wenn eine Prüfung des ersten Auslösebauteils
erwünscht wird, dann wird das erste Sperrbauteil durch den Bedienungsmann durch das Sperrsignal 17 aktiviert
oder betätigt. D.h. der Wert des ersten Sperrsignals wird von O (dem Wert, den es bei dem normalen Betrieb des
Schutzsystems besitzt) auf den Wert 1 verändert, welcher anzeigt, daß das erste Auslösebauteil gerade getestet wird.
Das Ausgangssignal 18 des ersten Sperrbauteils wird den gleichen Wert besitzen wie das am Eingang zu diesem Bauteil
zugeführte konstante Steuersignal 15» wenn der Wert des
ersten Sperrsignals 17 eine 1 ist (wenn das erste Auslösebauteil gerade getestet wird), oder es wird den Wert des
Aüsgangssignals 16 des ersten Auslösebauteils besitzen, wenn der Wert des ersten Sperrsignals 17 eine O ist (normaler
Betrieb). Es ist daher leicht ersichtlich, daß bei alleiniger Betätigung dieses ersten Sperrbauteils das erste
Auslösebauteil effektiv aus dem Schutzsystem herausgenommen wird, so daß das Ausgangssignal des Schutzsystems unabhängig
vom Ausgangssignal des ersten Auslösebauteils ist, wenn dieser Bauteil beispielsweise dadurch getestet wird,
daß ein Fehler im Betriebssystem dadurch nachgeahmt wird, daß man dem ersten Zustandesignal 14 die Größe 0 gibt.
Die Figur 1 zeigt ein zweites Auslösebauteil 11, das als
Eingangssignale das Ausgangssignal 18 vom ersten Sperrbauteil
12 und ein zweites Zustandssignal 19 für einen
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•rfaßten oder abgetasteten Zustand erhält. Das zweite Auslösebauteil
bildet, ähnlich wie das erste Auslösebauteil, ein logisches UND-Glied. Vie das erste Zustandssignal 14
ist auch das zweite Zustandssignal 19 ein Signal von einem geeigneten Sensor (nicht gezeigt), der einen Fehler in dem
zugeordneten Betriebssystem feststellt. Dieses zweite Zustandssignal besitzt wie das erste Zustandssignal den wert O,
wenn der Sensor einen Fehler in dem Betriebssystem feststellt, und einen Vert 1, wenn kein Fehler festgestellt
wird. Vie das erste Auslösebauteil wird auch das zweite Auslösebauteil nur dann die Größe 1 als Ausgangssignal 20
besitzen, wenn beide Eingangssignale zu diesem Bauteil den Vert I besitzen.
Dem zweiten Auslösebauteil ist ein zweites Sperrbauteil zugeordnet. Dieses zweite Sperrbauteil besitzt als Eingangsgrößen
das Ausgangssignal 16 vom ersten Auslösebaufceil
10, das Ausgangssignal 20 vom zweiten Auslösebauteil und ein zweites Sperrsignal 21, das genau wie das erste
Sperrsignal 17 den Vert 1 besitzt, wenn das Bauteil aktiviert ist, und den Vert 0 besitzt, wenn es nicht aktiviert
ist. Das zweite Sperrbauteil ist nur dann aktiviert (d.h. das zweite Sperrsignal 21 besitzt einen Vert 1), wenn das
zweite Auslösebauteil überprüft werden soll.
Vie aus der Figur 1 ersichtlich, stellt das Ausgangssignal des zweiten Sperrbauteils 13 das Ausgangssignal des gesamten
Schutzsystems dar. Es bildet ein Signal, das bestimmten betätigten Einrichtungen zugeführt wird, die entweder
den Fehler korrigieren oder das Betriebssystem so lange stillegen können, bis die Ursache des Problems festgestellt
werden kann und die notwendigen Reparaturen vorgenommen werden können. Dieses Ausgangssignal des Schutzsystems
besitzt einen Vert 0, wenn das Schutzsystem ausgelöst
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worden ist oder den Wert 1, wenn es sich in einem rückgestellten
oder rückgesetzten Zustand befindet.
Es wird nunmehr auf die Figur 2 Bezug genommen, die ein
logisches Diagramm des ersten Sperrbauteils 12 zeigt. Wie aus der Figur 2 ersichtlich, umfaßt dieses Sperrbauteil
zwei logische UND-Glieder 23 und 24, ein logisches ODER-Glied 25 und einen Inverter 26. Das erste logische UND-Glied
23 erhält die Eingangssignale A (in diesem Falle ist dies das Ausgangssignal 16 des ersten Auslösebauteils) und (Τ.
Die Größe C wird erhalten durch Umkehrung eines Signals C (in diesem Falle ist dies das erste Sperrsignal 17). Die
Ausgangsgröße des ersten logischen UND-Gliedes ist daher AU. Dieses Aus^ ,.tngssignal wird dem logischen ODER-Glied 25 zugeführt.
Das zweite logische UND-Glied 24 erhält Eingangssignale B und C, wobei B in diesem Falle das konstante
Steuersignal 15 und C das erste Sperrsignal 17 ist. Die Ausgangsgröße des zweiten logischen UND-Gliedes 24 ist
daher BC. Die Zuführung der Ausgangsgröße AC von dem ersten logischen UND-Glied 24 und des Ausgangssignals BC von dem
zweiten logischen UND-Glied 24 zu dem logischen ODER-Glied ergibt eine Ausgangsgröße D für das gesamte Sperrbauteil
in der Form AC + BC. Daher ist für dieses Sperrbauteil bei einem Sperrsignal C mit der Größe O, d.h. das Sperrbauteil
ist nicht aktiviert, die Ausgangsgröße von dem Sperrbauteil das Ausgangssignal A von dem ersten Auslösebauteil.
Wenn es jedoch erwünscht ist, das erste Auslösebauteil zu testen, dann wird die Sperreinrichtung betätigt und das
Sperrsignal C wird 1 und die Ausgangsgröße D von dem Gesamtbauteil ist das konstante Steuersignal B.
Das zweite Sperrbauteil 13 kann wie das erste Sperrbauteil durch das logische Diagramm der Figur 2 beschrieben werden.
Für dieses zweite Sperrbauteil 13 ist jedoch in Figur 2
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die Größe A das Ausgangssignal 20 vom zweiten Auslösebauteil und die Größe B ist das Ausgangssignal 16 vom ersten
Auslösebauteil. C ist das zweite Sperrsignal. Die Ausgangsgröße D von diesem zweiten Sperrbauteil besitzt ebenfalls
die Form AC! + BC.
Unter Bezugnahme auf Figur 1 wird zunächst die Arbeitsweise der Anordnung beschrieben. Wenn das erste Auslösebauteil
getestet wird, dann wird das erste Sperrbauteil 12 dadurch aktiviert, daß das erste Sperrsignal zu 1 gemacht wird und
das Ausgangesignal 18 von dem Sperrbauteil (die Eingangsgröße
zum zweiten Auslösebauteil) das konstante Steuersignal 15
ist, das gewöhnlich einen Wert 1 besitzt. Wenn daher die mit dem zweiten Auslösebauteil 11 zusammenwirkenden Sensoren
einen Fehler im Betriebssystem feststellen, dann wird die Ausgangsgröße 20 des zweiten Auslösebauteils 0
sein. Gewöhnlich wird bei der Aktivierung des ersten Sperrbauteils zur Überprüfung des ersten Auslösebauteils das
zweite Sperrbauteil nicht aktiviert. Die Eingangsgröße 20 mit dem wert 0 für das zweite Sperrbauteil 13 von dem zweiten
Auslösebauteil wird daher die Ausgangsgröße 22 des gesamten Schutzsystems, da das zweite Sperrsignal einen Wert 0
besitzt.
In ähnlicher Weise wird bei der Überprüfung des zweiten Auslösebauteils
11 das zweite üperrbauteil 13 aktiviert und damit erhält das zweite Sperrsignal die Größe 1 und die
Ausgangsgröße 22 von demselben (die Ausgangsgröße des Systems) ist die Ausgangsgröße 16 von dem ersten Auslösebauteil.
Wenn daher die mit dem ersten Auslösebauteil 10 zusammenwirkenden Sensoren einen Fehler in dem Betriebssystem
erfassen, dann wird die Ausgangsgröße 16 vom ersten Auslösebauteil 0 sein. Daher wird die Ausgangsgröße 22
des Systems unter diesen Bedingungen den Wert 0 besitzen.
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Es ist daher ersichtlich, daß die Aktivierung irgendeines einzigen Sperrbauteils bewirkt, daß die Ausgangsgröße vom
Schutzsystem unabhängig von der Ausgangsgröße des entsprechenden Auslösebauteils wird und nur noch von der Ausgangsgröße
des redundanten (verbleibenden) Auslösebauteils abhängig ist.
Venn jedoch ein Bedienungsmann veisehentlich beide Sperrbauteile
aktiviert, dann wird das Schutzsystem immer noch auf irgendwelche Fehlersignale ansprechen, die ihm von
einem im Betriebssystem verwendeten Fehler-Sensor zugeführt werden. Aus Figur 1 ist ersichtlich, daß bei Aktivierung
des ersten Sperrbauteils 12 das Ausgangssignal
von demselben die Größe des konstanten Steuersignals 15
besitzt. Venn jedoch versehentlich das zweite Sperrbauteil ebenfalls aktiviert wird, dann wird die Ausgangsgröße
22 von diesem Bauteil (die Ausgangsgröße des Systems) den gleichen Vert besitzen wie die Ausgangsgröße 16 von
dem ersten Auslösebauteil und dadurch wird es füx das Schutzsystem
Möglich, einen Fehler gemäß dem ersten Zus*andssignal
14 dem ersten Auslösebauteil anzuzeigen, obwohl versehentlich beide Sperrbauteile aktiviert wurden.
Es wird nunmehr auf die Figur 3 Bezug genommen, die eine
Ausführungsform den Schutzsystems gemäß der Erfindung in
der Form eines hydraulischen Schutzsystems zeigt. Das System nach Figur 3 enthält die standardmäßige symbolische Bezeichnungsweise
und umfaßt vier hydraulische Ventile 27,28,29 und 30, dxe jeweils einzelne zugeordnete Betätigungseinrichtungen
oder Stellglieder 31,32,33,34 besitzen. Im allgemeinen können die Stellglieder mechanisch oder elektrisch
betätigt werden. Mit einem ersten Auslöseventil (Schaltventil)
27 wird eine Quelle P^ für konstanten hydraulischen Druck verbunden und mit einem ersten Sperrventil 28 wird
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eine Quelle P2 für einen konstanten hydraulischen Druck
gleicher Größe verbunden. Wenn eine Prüfung des ersten Auslöseventils 27 gewünscht wird, dann wird das erste Sperrventil
28 dadurch betätigt, daß sein Stellglied 32 einen Leitungsweg zwischen der Quelle P2 für konstanten hydraulischen
Druck und dem Ausgang des ersten Sperrventils öffnet. In ähnlicher Weise werden ein zweites Auslöseventil 29
und ein zugeordnetes Sperrventil 30 verwendet. Wenn eine Prüfung des zweiten Auslöseventils 29 gewünscht wird, dann
wird das zweite Sperrventil 30 dadurch aktiviert, daß sein Stellglied 3h einen Leitungsweg von dem Ausgang des ersten
Auslöseventils zu dem Ausgang des zweiten Sperrventils öffnet. Die Ausgangsgröße von dem zweiten Sperrventil ist
die Ausgangsgröße 35 des Systems. Die Sperrventile 2fa und werden durch erste und zweite Sperrsignale 36 bzw. 37 aktiviert,
welche den Stellgliedern 32 bzw. 33 für die Ventile zugeführt werden. Die Auslöseventil 27 und 29 werden durch
erste und zweite Zustandesignale 38 bzw. 39 für erfaßte
Zustände aktiviert, welche den Stellgliedern 31 bzw. 33 durch nicht gezeigte Senoren des Betriebssystems zugeführt
werden. In Figur 3 sind die Ventile 27 und 29 in ihrem ausgelösten oder durchgeschalteten Zustand dargestellt.
Es ist ersichtlich, daß bei Rücksetzen oder Rückstellen des Systems ein Flüssigkeitsleitungsweg von der Quelle Pl für
konstanten Druck durch das ers^e Auslöseventil, das erste
Sperrventil, das zweite Auslöseventil und das zweite Sperrventil geöffnet wird. Wenn daher das System zurückgesetzt
wird, dann ii.t die Systemausgangsgröße 35 eine hydraulische
Flüssigkeit mit dem gleichen Druck wie P, oder P2*
In Figur 3 sind die Auslöseventile 27 und 29 im ausgelösten Zustand gezeigt. Es ist, jedoch zu beachten, daß in dieser
Form der Leitungsweg zwischen der Quelle P. für konstanten
Flüssigkeitsdruck und dem Ausgang des Auslöseventils 27
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gesperrt ist ebenso wie der Leitui^sweg zwischen dem Ausgang
des ersten Sperrventils 28 und dem Ausgang des Auslöseventils 29.
Wenn eines der beiden Auslöseventile überprüft werden soll, dann wird das entsprechende Sperrventil betätigt. Wenn
das erste Auslöseventil 27 geprüft werden soll, dann wird das erste Sperrventil 28 betätigt und ein Flüssigkeitsleitungsweg
von der Quelle P2 mit konstantem Flüssigkeitsdruck
durch dieses Sperrventil zum zweiten Auslöseventil 29 geöffnet. Wenn das zweite Auslöseventil 29 zurückgesetzt
ist (es wird ihm kein Fehlerzustandssignal zugeführt), dann
is» ein Flüssigkeitsleitungsweg durch dieses Auslöseventil
geöffnet ebenso wie ein Leitungsweg durch das zweite Sperrventil, und der konstante Flüssigkeitsdruck der Quelle P2
wird dem Systemausgang 35 zugeführt. Wenn das zweite Auslöseventil 29 geprüft werden soll, dann wird das zweite
Sperrventil 30 betätigt und ein Flüssigkeitsleitungsweg von dem Ausgang des ersten Auslöseventils 27 zum Systemausgang
35 geöffnet. Wenn das erste Auslöseventil 27 zurückgesetzt wird, dann wird ein Flüssigkeitsleitungsweg
zwiscjuen der Quelle P. mit konstantem Flüssigkeitsdruck
und dem Ausgang dieses Ventils geöffnet, so daß der konstante
Flüssigkeitsdruck der Quelle P1 dem Systemausgang 35
zugeführt wird. Es ist ersichtlich, daß bei Auslösung eines der beiuen Auslöseventile während der Prüfung des anderen
Ventils die Leitungswege zwischen den Quellen P1 oder P2
für konstanten Flüssigkeitsdruck und dem Systemausgang 35 geschlossen sein werden, so daß dem Systemausgang ein
Druck 0 zugeführt wird.
Wenn jedoch beide Sperrventile versehentlich betätigt werden,
dann wird ein Flüssigkeitsleituagsweg zwischen dem Ausgang
des ersten Ausloseventils 2? and dem Systesaiasgang 35
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geöffnet. Daher wird ein dem Stellglied 31 zugeführtes
erstes Fehlerzustandssignal 38 den normalerweise geöffneten Leitungsweg (Rucksetzzustand) *.wischen der Quelle P>
für konstanten Flüssigkeitsdruck und dem Systemausgang 35 verschließen, am Systemausgang 35 einen Druck O zuführen
und die geeigneten betätigten Einrichtungen betätigen, um entweder den Fehler zu korrigieren oder das Betriebssystem
stillzulegen.
Es ist daher ersichtlich, daß die vorliegende Erfindung
ein verbessertes Schutzsystem schafft, bei dem ein fehlerhafter oder versehentlicher Versuch zur gleichzeitigen
Prüfung von redundanten Auslösebauteilen in diesem System das System nicht unempfindlich gegen Fehler macht, die
in dem Betriebssystem auftreten, in welchem dieses Schutzsystem verwendet wird. Eine solche versehentliche Betätigung
der Sperrbauteile wird vielmehr das Schutzsystem unempfindlich für irgendwelche Fehlersignale machen, welche
nur einem der Auslösebauteile zugeführt werden, und dadurch den weiteren wirksamen Betrieb des Schutzsystems
durch den weiteren wirksamen Betrieb des redundanten Auslösebauteils gewährleisten.
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Claims (3)
- Patentansprüche;(1.) Schutzsystem mi* Prüfmöglichkeit zur Feststellung von Veränderungen in einem erfaßten Zustand eines Betriebssystems und zur Durchführung von Maßnahmen zum Schutz dieses Betriebssystems, dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt:ein erstes auf den erfaßten Zustand ansprechendes Auslösebauteil (10) zur Erzeugung eines Ausgangssignals zur Anzeige der Änderungen des erfaßten Zustandes, ein erstes Sperrbauteil (12), das mit dem ersten Auslösebauteil (lO) in Reihe geschaltet ist, wobei dieses erste Sperrbauteil (12) Einrichtungen enthält, um das Ausgangssignal des Schutzsystems unabhängig vom Ausgangssignal des ersten Auslösebauteils ^iO) zu machen, wenn dieses Bauteil getestet wird,ein zweites Auslösebauteil (H), das in Reihe mit dem ersten Sperrbauteil (12) geschaltet ist und auf den erfaßten Zustand anspricht zur Erzeugung eines Ausgangssignals als Anzeige des erfaßten Zustandes, und ein zweites Sperrbauteil (l3)> das in Reihe mit dem zweiten Auslösebauteil (11) geschaltet ist, wobei das zweite Sperrbauteil Einrichtungen enthält, um das Ausgangssignal des Schutzsystems unabhängig vom Ausgangssignal des gerade geprüften zweiten Auslösebauteils zu machen, wobei das erste und zweite Auslösebauteil (10,11) jeweils logische UND-Glieder enthalten, und das erste und zweite Sperrbauteil (12,13) jeweils logische Einrichtungen (23,24,25,26) zur Ausführung der logischen Funktion gemäß dem Boole'sehen AusdruckAC + BC = Denthalten, wobei D die Ausgangsgröße der logischen Einrichtung und A, B und C Eingangsgrößen derselben sind.— 15 —709807/0668
- 2.) Schutzsystem mit Prüfmöglichkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Auslösebauteil (lO) als Eingangssignale ein konstantes Steuersignal (15) und ein erstes Zustandesignal (14) für einen erfaßten Zustand besitzt,das zweite Auslösebauteil (11) als Eingangssignale die Ausgangsgröße (18) des ersten Sperrbauteils (12) und ein zweites Zustandssignal (19) besitzt,
wobei für das erste Sperrbauteil (12) gilt:
A ist das Ausgang signal (l6) des ersten Auslösebauteils (10),B ist das konstante Steuersignal (15)»
C ist ein erstes Sperrsignal (17)» und
für das zweite Sfjerrbauteil (13) gilt:
A ist das Ausgangssignal (20) des zweiten Auslösebauteils (11),B ist das Ausgangssignal (l6) vom ersten Auslösebauteil (10),
C ist ein zweites Sperrsignal (21). - 3.) Schutzsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und zweite Sperrbauteil (12,13) jeweils umfassen:ein erstes logisches UND-Glied (23) zum Empfang der Eingangssignale AC und zur Erzeugung eines ersten logischen Ausgangssignals,ein zweites logisches UND-Glied (24) zum Empfang der Eingangssignale BC und zur Erzeugung eines zweiten
logischen Ausgangssignals, undein erstes logisches ODER-Glied (25) zum Empfang der ersten und zweiten logischen Ausgangssignale und zur Erzeugung eines logischen Ausgangssignals D.709807/0668
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