DE4330038A1 - Hydraulische Sicherheitsschaltung - Google Patents
Hydraulische SicherheitsschaltungInfo
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- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
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- F01D21/18—Trip gear involving hydraulic means
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- F15B20/001—Double valve requiring the use of both hands simultaneously
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet des Ma
schinenbaus und der Anlagentechnik. Sie betrifft eine hydrau
lische Sicherheitsschaltung für eine hydraulisch gesteuerte
und/oder geregelte Maschine oder Anlage, insbesondere zum
Zwecke der Schnellabschaltung einer Gas- oder Dampfturbine,
bei welcher Sicherheitsschaltung mehrere mittels einer Ma
gnetspule elektrisch betätigbare und im erregten Zustand der
Magnetspule geschlossene Hydraulikventile zwischen einer zur
Steuerung bzw. Regelung führenden Druckleitung und einer
Druckentlastungsleitung derart angeordnet sind, daß einer
seits beim planmäßigen Abfall eines oder mehrerer Ventile
eine durchgehende Verbindung zwischen der Druckleitung und
der Druckentlastungsleitung hergestellt und andererseits beim
Ausfall eines Teils der Ventile die Funktion von den übrigen
Ventilen übernommen werden kann.
Eine solche Sicherheitsschaltung ist z. B. aus der Deutschen
Patentschrift DE-C2 30 40 367 in Form eines sogenannten 2-
von-3-Systems bekannt.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Betrieb
einer solchen Sicherheitsschaltung.
Für Maschinen oder Anlagen, die hydraulisch mittels Servomo
toren oder dgl. gesteuert und/oder geregelt werden, sind seit
langem Sicherheitsschaltungen bekannt, die im Falle einer Be
triebsstörung für einen sofortigen Druckablaß im Hydrau
liksystem sorgen. Derartige Sicherheitsschaltungen finden
insbesondere Verwendung bei Gas- oder Dampfturbinen, bei de
nen im Falle einer Schnellabschaltung (sog. "trip"-Fall) die
Brennstoff- bzw. Dampfzufuhr sofort mittels hydraulisch ar
beitender Stellglieder unterbrochen werden soll.
Die bekannten Sicherheitsschaltungen enthalten üblicherweise
mehrere Hydraulikventile, die an die Druckleitung des Hydrau
liksystems angeschlossen sind. Die Hydraulikventile sind
meist als über eine Magnetspule elektrisch betätigbare Ven
tile ausgebildet, die nach dem Ruhestromprinzip arbeiten,
d. h. im erregten Zustand der Magnetspule geschlossen sind.
Beim Ansprechen der Sicherheitsschaltung fällt die Spannung
an den Magnetspulen ab, die Hydraulikventile öffnen und stel
len eine durchgehende Verbindung von der Druckleitung zu ei
ner Druckentlastungsleitung her, über die das hydraulische
Medium solange in einen Tank oder dgl. abfließen kann, bis
sich der Druck im Hydrauliksystem abgebaut hat.
Obgleich grundsätzlich ein einzelnes Hydraulikventil für die
beschriebene Druckentlastung ausreichen würde, sind aus Grün
den der Redundanz üblicherweise mehrere Ventile vorgesehen,
die ein Funktionieren der Schaltung auch dann sicherstellen
sollen, wenn eines der Ventile ausfällt. So werden in der EP-
B1 0 020 892 für eine Sicherheitsschaltung zu einem doppelt
wirkenden Servomotor drei parallelgeschaltete Hydraulikventi
le vorgeschlagen, die jeweils für sich genommen die Druckent
lastung bewirken können (1-aus-3-System). Die drei Ventile
sind zusätzlich noch durch eine Querleitung untereinander
verbunden, so daß, wenn beim Eintreffen eines Sicherheitssi
gnals eines der Ventile öffnet, die anderen zwei gleichfalls
öffnen, auch wenn sie selbst auf das Signal nicht ansprechen.
Problematisch ist diese Lösung, weil bei einem fehlerhaften
Abfallen bereits eines der Ventile die gesamte Sicherheits
schaltung außer Betrieb gesetzt ist. Darüber hinaus ist es
nicht möglich, einzelne Ventile während des Betriebes auf ih
re Funktionstüchtigkeit hin zu testen.
In der eingangs genannten Druckschrift wird demgegenüber ein
mit drei Ventilen arbeitendes 2-aus-3-System vorgeschlagen.
Hierbei sind die drei Ventile durch spezielle Stellmechanis
men so untereinander verschaltet, daß eine Druckentlastung
nur stattfindet, wenn wenigstens 2 der 3 Ventile auf das Si
cherheitssignal ansprechen und abfallen. Diese Schaltung hat
den Vorteil, daß der fehlerhafte Abfall eines Ventils die
Entlastung noch nicht auslösen kann, und daß beim Ausfall
eines der Ventile weiterhin die Schaltung funktionstüchtig
bleibt. Nachteilig ist hier allerdings, daß sich nach dem
Ausfall eines Ventils die Zuverlässigkeit drastisch ändert:
Während ohne vorherigen Ausfall nur 2 von 3 Ventilen korrekt
funktionieren müssen (2-aus-3), müssen nach einem Ausfall die
verbleibenden 2 Ventile unbedingt funktionieren (2-aus-2),
damit die Sicherheitsschaltung ihre Aufgabe erfüllen kann.
Darüber hinaus ist für die Verschaltung der Ventile unterein
ander eine relativ komplizierte hydraulische Schaltung not
wendig, die ein zusätzliches Sicherheitsrisiko darstellt,
insbesondere, wenn anstelle von Stellventilen mit Ventilsit
zen mit Leckagen behaftete Schieber eingesetzt werden.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine hydraulische Sicher
heitsschaltung zu schaffen, die auch nach Ausfall eines Ven
tils eine gleichbleibende Zuverlässigkeit aufweist, sowie ein
Verfahren zu deren Betrieb anzugeben.
Die Aufgabe wird bei einer Sicherheitsschaltung der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß wenigstens vier Hydraulik
ventile vorhanden sind, von denen jeweils zwei in einem Ven
til-Paar parallelgeschaltet sind, und daß die parallelge
schalteten Ventil-Paare zwischen der Druckleitung und der
Druckentlastungsleitung in Serie geschaltet sind.
Der Kern der Erfindung besteht darin, hintereinandergeschal
tet zwei gleichartige Teilsysteme mit einem parallelen Ven
til-Paar vorzusehen, von denen eines in der Sicherheitsschal
tung als 1-aus-2-System aktiv ist und das andere als Reserve-
Paar dienen kann. Beim Ausfall eines Ventils in dem aktiven
Paar kann auf das Reserve-Paar umgeschaltet werden, so daß
wegen der identischen Konfiguration der Paare wieder dieselbe
Zuverlässigkeit (1-aus-2) erreicht wird.
Eine erste bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Sicherheitsschaltung zeichnet sich dadurch aus, daß die Hy
draulikventile jeweils mit nur einem Durchgangskanal ausge
stattet und als Stellventile mit einem Ventilsitz ausgebildet
sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betrieb der Sicherheits
schaltung ist dadurch gekennzeichnet, daß im normalen Be
triebszustand die Hydraulikventile eines ersten Ventil-Paares
durch Erregung der entsprechenden Magnetspulen geschlossen
gehalten werden, während die Hydraulikventile des zweiten
Ventil-Paares offen sind, und daß zum Herstellen einer
durchgehenden Verbindung zwischen der Druckleitung und der
Druckentlastungsleitung im Abschaltfall wenigstens eines der
beiden Hydraulikventile des ersten Ventil-Paares geöffnet
wird.
Eine erste bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, daß bei einem Ausfall
eines der Hydraulikventile des ersten Ventil-Paares die bei
den Hydraulikventile des zweiten Ventil-Paares geschlossen
werden, daß das andere Hydraulikventil des ersten Ventil-
Paares geöffnet wird, und daß im Abschaltfall zum Herstellen
einer durchgehenden Verbindung zwischen der Druckleitung und
der Druckentlastungsleitung wenigstens eines der beiden Hy
draulikventile des zweiten Ventil-Paares geöffnet wird.
Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen An
sprüchen.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie
len im Zusammenhang mit den Figuren näher erläutert werden.
Es zeigen
Fig. 1 eine bekannte 2-aus-3-Sicherheitsschaltung;
Fig. 2 ein als Schieber ausgebildetes, elektrisch betätigtes
Hydraulikventil, wie es in der Schaltung nach Fig. 1
bevorzugt eingesetzt wird, in der geschlossenen (a)
und in der geöffneten (b) Stellung; und
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel für eine Sicherheitsschaltung
nach der Erfindung.
In den Fig. 1 und 2 ist eine bekannte Art einer hydraulischen
Sicherheitsschaltung 1 nach dem 2-aus-3-System dargestellt.
Eine Druckleitung 8, die über einen Zugang 6 mit einem unter
Druck stehenden Hydraulikmedium, z. B. Öl, beaufschlagt wird,
führt über einen Abgang 7 zu einem Servomotor oder einem ver
gleichbaren hydraulisch betätigten Stellglied, welches in ei
nem Störungsfall die betroffenen Maschine oder Anlage ab
schaltet. Neben der Druckleitung 8 verläuft eine Druckentla
stungsleitung 17, über die der in der Druckleitung 8 vorhan
dene Druck abgebaut werden kann, wenn eine durchgehende Ver
bindung zwischen beiden Leitungen geschaltet wird. Die
Druckentlastungsleitung 17 kann beispielsweise in einem Tank
14 für das Hydraulikmedium enden.
Die Sicherheitsschaltung 1 selbst umfaßt drei Hydraulikven
tile 2a-c, deren beispielhafter innerer Aufbau aus der Fig. 2
ersichtlich ist. Jedes der Hydraulikventile 2 bzw. 2a-c weist
zur Betätigung eine Magnetspule 3 bzw. 3a-c auf, die bei Er
regung das Ventil gegen den Druck einer Feder 5 bzw. 5a-c
schließt. Fällt die Spannung an der Magnetspule 3, 3a-c bei
Eintreffen eines Sicherheitssignals ab, öffnet das jeweilige
Ventil durch den Druck der Feder 5, 5a-c. Die Stellung des
Ventils kann mittels eines eingebauten Grenzwertgebers (10 in
Fig. 2) überwacht werden, der die Information über geeignete
Signalwandler 4a-c an die (nicht dargestellte) Steuerung ab
gibt.
Jedes der Hydraulikventile 2a-c hat zwei Durchgangskanäle,
die mit den Anschlüssen P und A bzw. T und B bezeichnet sind
(P deutet auf den Druckeingang, T auf den Tankausgang hin).
Die Ventile sind zyklisch so verschaltet, daß jeder Ausgang
A mit dem Eingang B des nächsten Ventils verbunden ist. Alle
Eingänge P sind mit der Druckleitung 8 und alle Ausgänge T
mit der Druckentlastungsleitung 17 verbunden. Auf diese Weise
ist eine durchgehende Verbindung zwischen der Druckleitung 8
und der Druckentlastungsleitung 17 nur möglich, wenn wenig
stens zwei Ventile öffnen, d. h. abfallen. Der beispielhafte
innere Aufbau eines der Hydraulikventile 2a-c ist in Fig. 2
wiedergegeben. Das Hydraulikventil 2 ist dabei in Fig. 2a in
der geschlossenen, in Fig. 2b dagegen in der geöffneten Stel
lung gezeigt. Die Verbindung der Anschlüsse P und A bzw. B
und T erfolgt über einen in einem Ventilgehäuse 9 unterge
brachten Schieber 12, der von der Magnetspule 3 über einen
Kolben 11 bewegt wird.
Wie bereits eingangs erwähnt worden ist, hat eine solche 2-
aus-3-Sicherheitsschaltung den Nachteil, daß beim Ausfall
eines Ventils die Zuverlässigkeit erheblich reduziert ist,
weil dann die beiden übrigen Ventile sicher arbeiten müssen
und eine Redundanz nicht mehr vorhanden ist. Weiterhin erfor
dert die zyklische Verschaltung der Ventile einen erheblichen
Aufwand. Werden darüber hinaus auch noch Ventile mit Schie
bern eingesetzt, ergeben sich zusätzliche unerwünschte Dich
tigkeitsprobleme.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel der er
findungsgemäßen Sicherheitsschaltung treten derartige Pro
bleme nicht auf. Bei dieser Schaltung sind wenigstens vier
Hydraulikventile 15a,b und 16a,b vorhanden, von denen jeweils
zwei, nämlich 15a,b bzw. 16a,b in einem Ventil-Paar mittels
einer Verbindungsleitung 13 parallelgeschaltet sind. Die pa
rallelgeschalteten Ventil-Paare 15a,b und 16a,b ihrerseits
sind zwischen der Druckleitung 8 und der Druckentlastungslei
tung 17 in Serie geschaltet. Jedes der Hydraulikventile 15a-
16b weist nur einen Durchgangskanal 22a-23b auf, der durch
Erregung einer Magnetspule 18a-19b gegen eine Feder geöffnet
werden kann. Die Hydraulikventile 15a-16b sind aus Gründen
der Dichtigkeit vorzugsweise als Stellventile mit einem Ven
tilsitz ausgebildet, was wegen des einen Durchgangskanals be
sonders einfach ist. Die Stellung der Hydraulikventile 15a,b
des oberen Ventil-Paares wird über Signalwandler 20a,b als
Information an eine Überwachungsschaltung 24 abgegeben, die
ihrerseits mit einer Ansteuerschaltung 25 für die Magnetspu
len 18a-19b verbunden ist.
Der Betrieb der in Fig. 3 gezeigten Schaltung läuft wie folgt
ab: Im normalen Betriebszustand werden die Hydraulikventile
15a,b des oberen (ersten) Ventil-Paares durch Erregung der
entsprechenden Magnetspulen 18a,b geschlossen gehalten. Die
Hydraulikventile 16a,b des unteren (zweiten) Ventil-Paares
sind offen und spielen damit für den normalen Betriebsablauf
keine Rolle. Kommt nun ein Sicherheitssignal (Abschaltfall),
wird zum Herstellen einer durchgehenden Verbindung zwischen
der Druckleitung 8 und der Druckentlastungsleitung 17 wenig
stens eines der beiden Hydraulikventile 15a,b des ersten Ven
til-Paares geöffnet. Dies entspricht einem 1-aus-2-System.
Bei einem Ausfall eines der Hydraulikventile 15a,b des ersten
Ventil-Paares, z. B. des Ventils 15a, der in der Überwa
chungsschaltung 24 registriert wird, werden über die Ansteu
erschaltung 25 die beiden Hydraulikventile 16a,b des zweiten
Ventil-Paares geschlossen und das andere, funktionstüchtige
Hydraulikventil 15b des ersten Ventil-Paares geöffnet. Damit
ist innerhalb des zweiten Ventil-Paares wieder eine 1-aus-2-
Situation geschaffen; im Abschaltfall wird dann zum Herstel
len einer durchgehenden Verbindung zwischen der Druckleitung
8 und der Druckentlastungsleitung 17 wenigstens eines der
beiden Hydraulikventile 16a,b des zweiten Ventil-Paares ge
öffnet. Das System weist damit nach Ausfall eines der Ventile
immer noch dieselbe Zuverlässigkeit (1-aus-2) auf wie im Nor
malzustand und ist damit dem herkömmlichen 2-aus-3-System
deutlich überlegen. Selbstverständlich können die Rollen des
ersten und zweiten Ventil-Paares auch vertauscht werden, in
dem das erste Ventil-Paar 15a,b die Rolle des Reserve-Paares
übernimmt. In diesem Falle werden die Stellungen der Hydrau
likventile 16a,b des zweiten Ventil-Paares über entsprechende
Signalwandler 21a,b an die Überwachungsschaltung 24 weiter
gemeldet.
Besonders vorteilhaft ist bei einer Schaltung gemäß Fig. 3
die Möglichkeit einer routinemäßigen Funktionsprüfung aller
Hydraulikventile 15a-16b während des normalen Betriebes. Der
Ablauf einer solchen vollständigen Funktionsprüfung läuft wie
folgt ab: In einem ersten Schritt werden die Hydraulikventile
15a,b des ersten Ventil-Paares geschlossen gehalten und die
Hydraulikventile 16a,b des zweiten Ventil-Paares erst ge
schlossen, dann geöffnet und anschließend wieder geschlos
sen. Damit ist die Überprüfung dieser Ventile abgeschlossen.
In einem zweiten Schritt werden die Hydraulikventile 16a,b
des zweiten Ventil-Paares geschlossen gehalten und die Hy
draulikventile 15a,b des ersten Ventil-Paares erst geöffnet
und anschließend wieder geschlossen. Damit ist die Überprü
fung auch dieser Ventile abgeschlossen. Zum Schluß werden in
einem dritten Schritt die Hydraulikventile 16a,b des zweiten
Ventil-Paares wieder geöffnet, so daß der ursprüngliche Be
triebszustand der Schaltung wiederhergestellt ist.
Insgesamt ergibt sich mit der Erfindung eine Sicherheits
schaltung, die auch bei Ausfall eines Ventils ihre Zuverläs
sigkeit beibehält, besonders einfach aufgebaut ist und einen
routinemäßigen Funktionstest aller Ventile während des Nor
malbetriebs ermöglicht.
Bezugszeichenliste
1 Sicherheitsschaltung (hydraulisch)
2a-c Hydraulikventil
3, 3a-c Magnetspule
4a-c Signalwandler
5a-c Feder
6 Zugang (Druckleitung)
7 Abgang (Druckleitung)
8 Druckleitung
9 Ventilgehäuse
10 Grenzwertgeber
11 Kolben
12 Schieber
13 Verbindungsleitung
14 Tank (Hydraulikmedium)
15a,b Hydraulikventil
16a,b Hydraulikventil
17 Druckentlastungsleitung
18a,b Magnetspule
19a,b Magnetspule
20a,b Signalwandler
21a,b Signalwandler
22a,b Durchgangskanal
23a,b Durchgangskanal
24 Überwachungsschaltung
25 Ansteuerschaltung
A, B, P, T Anschluß (Ventil)
2a-c Hydraulikventil
3, 3a-c Magnetspule
4a-c Signalwandler
5a-c Feder
6 Zugang (Druckleitung)
7 Abgang (Druckleitung)
8 Druckleitung
9 Ventilgehäuse
10 Grenzwertgeber
11 Kolben
12 Schieber
13 Verbindungsleitung
14 Tank (Hydraulikmedium)
15a,b Hydraulikventil
16a,b Hydraulikventil
17 Druckentlastungsleitung
18a,b Magnetspule
19a,b Magnetspule
20a,b Signalwandler
21a,b Signalwandler
22a,b Durchgangskanal
23a,b Durchgangskanal
24 Überwachungsschaltung
25 Ansteuerschaltung
A, B, P, T Anschluß (Ventil)
Claims (7)
1. Hydraulischen Sicherheitsschaltung für eine hydraulisch ge
steuerte und/oder geregelte Maschine oder Anlage, insbeson
dere zum Zwecke der Schnellabschaltung einer Gas- oder Dampf
turbine, bei welcher Sicherheitsschaltung (1) mehrere mittels
einer Magnetspule (3a-c; 18a,b; 19a,b) elektrisch betätigbare
und im erregten Zustand der Magnetspule geschlossene Hydrau
likventile (2a-c; 15a,b; 16a,b) zwischen einer Druckleitung
(8) und einer Druckentlastungsleitung (17) derart angeordnet
sind, daß einerseits beim planmäßigen Abfall eines oder
mehrerer Ventile eine durchgehende Verbindung zwischen der
Druckleitung (8) und der Druckentlastungsleitung (17) herge
stellt und andererseits beim Ausfall eines Teils der Ventile
die Funktion von den übrigen Ventilen übernommen werden kann,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens vier Hydraulikventile
(15a,b; 16a,b) vorhanden sind, von denen jeweils zwei (15a,b
bzw. 16a,b) in einem Ventil-Paar parallelgeschaltet sind, und
daß die parallelgeschalteten Ventil-Paare (15a,b; 16a,b)
zwischen der Druckleitung (8) und der Druckentlastungsleitung
(17) in Serie geschaltet sind.
2. Sicherheitsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Hydraulikventile (15a,b; 16a,b) jeweils mit nur
einem Durchgangskanal (22a,b; 23a,b) ausgestattet sind.
3. Sicherheitsschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Hydraulikventile (15a,b; 16a,b) als Stellven
tile mit einem Ventilsitz ausgebildet sind.
4. Sicherheitsschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß für wenigstens eines der parallel
geschalteten Ventil-Paare (15a,b bzw. 16a,b) eine Überwa
chungsschaltung (24) vorgesehen ist, welche die Funktion bei
der Hydraulikventile des Ventil-Paares überwacht und beim
Ausfall wenigstens eines der Hydraulikventile ein Ausfallsi
gnal abgibt, und daß für das andere Ventil-Paar (16a,b bzw.
15a,b) eine Ansteuerschaltung (25) vorgesehen ist, welche mit
der Überwachungsschaltung (24) in Verbindung steht und die
beiden Hydraulikventile des Ventil-Paares betätigt, wenn sie
von der Überwachungsschaltung (24) ein Ausfallsignal erhält.
5. Verfahren zum Betrieb einer Sicherheitsschaltung nach An
spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im normalen Betriebs
zustand die Hydraulikventile eines ersten Ventil-Paares
(15a,b bzw. 16a,b) durch Erregung der entsprechenden Magnet
spulen (18a,b bzw. 19a,b) geschlossen gehalten werden, wäh
rend die Hydraulikventile des zweiten Ventil-Paares (16a,b
bzw. 15a,b) offen sind, und daß zum Herstellen einer durch
gehenden Verbindung zwischen der Druckleitung (8) und der
Druckentlastungsleitung (17) im Abschaltfall wenigstens eines
der beiden Hydraulikventile des ersten Ventil-Paares (15a,b
bzw. 16a,b) geöffnet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
bei einem Ausfall eines der Hydraulikventile des ersten Ven
til-Paares (15a,b bzw. 16a,b) die beiden Hydraulikventile des
zweiten Ventil-Paares (16a,b bzw. 15a,b) geschlossen werden,
daß das andere Hydraulikventil des ersten Ventil-Paares
(15a,b bzw. 16a,b) geöffnet wird, und daß im Abschaltfall
zum Herstellen einer durchgehenden Verbindung zwischen der
Druckleitung (8) und der Druckentlastungsleitung (17) wenig
stens eines der beiden Hydraulikventile des zweiten Ventil-
Paares (16a,b bzw. 15a,b) geöffnet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß zum Testen der Hydraulikventile beider
Ventil-Paare (15a,b; 16a,b;) während des Normalbetriebs in
einem ersten Schritt die Hydraulikventile des ersten Ventil-
Paares (15a,b bzw. 16a,b) geschlossen gehalten und die Hy
draulikventile des zweiten Ventil-Paares (16a,b bzw. 15a,b)
geschlossen, dann geöffnet und anschließend wieder geschlos
sen werden, daß in einem zweiten Schritt die Hydraulikventi
le des zweiten Ventil-Paares (16a,b bzw. 15a,b) geschlossen
gehalten und die Hydraulikventile des ersten Ventil-Paares
(15a,b bzw. 16a,b) geöffnet und anschließend wieder ge
schlossen werden, und daß in einem dritten Schritt die Hy
draulikventile des zweiten Ventil-Paares (16a,b bzw. 15a,b)
wieder geöffnet werden.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4330038A DE4330038A1 (de) | 1993-09-06 | 1993-09-06 | Hydraulische Sicherheitsschaltung |
| EP94112814A EP0641919B1 (de) | 1993-09-06 | 1994-08-17 | Hydraulische Sicherheitsschaltung |
| DE59402992T DE59402992D1 (de) | 1993-09-06 | 1994-08-17 | Hydraulische Sicherheitsschaltung |
| JP21152894A JP3592377B2 (ja) | 1993-09-06 | 1994-09-05 | 液圧式の安全回路 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4330038A DE4330038A1 (de) | 1993-09-06 | 1993-09-06 | Hydraulische Sicherheitsschaltung |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4330038A1 true DE4330038A1 (de) | 1995-03-09 |
Family
ID=6496925
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4330038A Withdrawn DE4330038A1 (de) | 1993-09-06 | 1993-09-06 | Hydraulische Sicherheitsschaltung |
| DE59402992T Expired - Lifetime DE59402992D1 (de) | 1993-09-06 | 1994-08-17 | Hydraulische Sicherheitsschaltung |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE59402992T Expired - Lifetime DE59402992D1 (de) | 1993-09-06 | 1994-08-17 | Hydraulische Sicherheitsschaltung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0641919B1 (de) |
| JP (1) | JP3592377B2 (de) |
| DE (2) | DE4330038A1 (de) |
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