DE2628269C3 - Gasturbinenanlage für Kraftfahrzeuge, wie Ackerschlepper - Google Patents
Gasturbinenanlage für Kraftfahrzeuge, wie AckerschlepperInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Gasturbinenanlage für Kraftfahrzeuge, wie Ackerschlepper, mil den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Eine solche Gasturbinenanlage ist aus der GB-PS 7 19 775 bekannt. Diese weist ein Wärmetauschergehäuse
auf, an dem einzelne, über den Umfang und den Querschnitt verteilte, sich im wesentlichen axial erstrekkende
gesonderte Leitungen angeflanscht sind. Die gesamter, heißen Abgase der Turbinenstufe werden von
einem zentral angeordneten, axial langgestreckten ringförmigen Diffusor aufgenommen und über ein Sieb einer
axial anschließenden divergenten Abgassammeikammer zugeführt. An diese schließt ein gestellfester
Wärmeübertrager an, der jedoch auch als regenerativ arbeitender, also um eine zur Maschinenachse etwa
fluchtend angeordnete Achse drehbarer Wärmeübertrager ausgebildet sein kann. Dieser Wärmeübertrager
wird von den Abgasen über seine ganze Querschnitlsausdehnung in axialer Richtung durchströmt. Von den
an das Wärmeübertragergehäuse angeflanschten Leitungen dienen einige dazu, die kalte komprimierte Luft
einem stromabwärtsliegenden Abschnitt des Wärmeübertragergehäuses zuzuführen, während andere dieser
Leitungen dazu dienen, die erhitzte komprimierte Luft von dem stromaufwärtsliegenden Abschnitt des Wärmeübertragergehäuses
aufzunehmen und den Brennkammern der Turbinenanlage zuzuführen.
Die aus dem Abgasdiffusor, der Abgassammelkammer, dem Gehäuse des Wärmeübertragers und den zu
verschiedenen Zwecken dienenden äußeren Rohrleitungen bestehende Anordnung der bekannten Gasturbinenanlage
führt, abgesehen von große ι Abmessungen und hohen Strömungsverlusten, zu einer sehr komplizierten
Ausbildung des Gehäuses aufgrund der Aufteilung der Strömungswege für die kalte und die erwärmte
komprimierte Luft auf einzelne in Umfangsrichtung verteilte Strömungskanäle von jeweils geringer Umfangsausdehnung.
Das komplizierte Gehäuse wird dadurch außerdem sehr schwer.
Es ist fernerhin eine zweistufige Gasturbinenanlage mit zwei Wellen bekannt, bei der die Lager der einen
Welle, welche den Verdichter und die erste Turbinenstufe miteinander verbindet, von einem Gehäuseabschnitt
getragen werden, der keinerlei Strömungswege für die Abgase bzw. für die kalte oder erwärmte komprimierte
Luft zeigt (vgl. GB-PS 7 10 959). Für diese sind vielmehr je zwei gesonderte Leitungen vorgesehen, die
jeweils über Flansche an bestimmte Abschnitte der Gasturbinenanlage angeschlossen sind. Eine solche Anordnung
ist jedoch außerordentlich aufwendig und eignet sich nicht als Antrieb für Kraftfahrzeuge, wie Ackerschlepper.
Mit scheibenförmigen Wärmeübertragern ausgerüstete Gasturbinenanlagen sind in verschiedenen Ausführungsformen
bekannt. Bei einer Ausführungsweise
weist der Scheibenwärmeübertrager nur zwei in entgegengesetzte axiale Richtungen einerseits von der komprimierten
Luft und andererseits von den heißen Abgasen durchströmte Abschnitte auf (vgl. US-PS 32 52 506).
Hierbei ist jedoch die Drehachse des scheibenförmigen Wärmeübertragers etwa senkrecht zur allgemeinen
Achse der Gasturbinenanlage und der Wärmeübertrager selbst an der Peripherie der Gasturbinenanlage angeordnet
um so den relativ großen Durchmesser des scheibenförmigen Wärmsübertragers der Länge der w
Turbinenanlage zuzuordnen, weil sie die radialen Abmessungen der Gasturbinenanlage wesentlich übersteigt.
Auch diese Anordnung ist kompliziert und aufwendig und erfordert erhebliche zusätzliche Umlenkungen
in der Gas- und Luftführung. Es ist aber auch bekannt, Scheibenwärmetauscher um eine Achse anzutreiben,
die im wesentlichen parallel oder gleichachsig zur Achse der Gasturbinenanlage angeordnet ist (vgl. die
obengenannte GB-PS 710 959 und die US-PS 38 18 696). In beiden Fällen erstreckt sich der Scheiben-Wärmeübertrager
in radialer Richtung erheblich über den normalen Umfang der Gasturbinenanlage hinaus.
Außerdem sind hier jeweils mehrere getrennte und in Umfangsrichtung verteilte und sich außen entlang der
Turbine erstreckende Leitungen erforderlich, um die heißen Abgase und die kalte komprimierte Luft jeweils
mehreren verschiedenen Stellen des Querschnittsbereiches des Scheibenwärmeübertragers zuführen zu können
bzw. die erwärmte Luft der Turbine zuzuleiten. Dabei sind auch komplizierte aufwendige Gehäuse notwendig,
die außerdem sowohl in axialer Richtung als auch bezüglich der radialen Abmessungen sehr raumbeanspruchend
sind.
Um die radialen Abmessungen kleiner zu halten, ist ein regenerativ arbeitender rotierend angetriebener
Wärmeübertrager der Trommelbauart bekannt, der in Richtung parallel zur Trommelachse von den heißen
Gasen einerseits und von der Luft andererseits in entgegengesetzten axialen Richtungen durchströmt wird. Es
ist ein mehrteiliges Wärmeübertragergehäuse vorgesehen, das so ausgebildet ist, daß die komprimierte Kaltluft
über den ganzen Umfang des trommeiförmigen Wärmeübertragers auf die in die allgemeine Strömungsrichtung weisende Stirnseite des Wärmeübertragers geleitet
wird, während juf dessen entgegengesetzter Seite ein Verteiler für die heißen Abgase angeordnet ist, der
die Gase auf den größeren Teil der stirnseitigen Ringfläche des trommeiförmigen Wärmeübertragers verteilt
(vgl.US-PS35 16 482).
Es sind auch mehrfach Vorschläge gemacht worden. um den mit der Turbinenwelle gleichachsig drehb?r angeordneten
regenerativ arbeitenden Scheibenwärmeübertrager so auszubilden und anzuordnen, daß dieser
die Turbine ringförmig umschließt (vgl. z. B. die US-PS 29 69 644). Zwar ergeben sich hierbei relativ einfache
und kurze Strömungswege, wobei jedoch Kaltluft und Abgase jeweils mehreren Umfangsstellen des Wärmeübertragers
zugeleitet werden. Insgesamt ergibt sich bei einer solchen Ausbildung ein komplizierter Aufbau des
Turbinengehäuses und eine hohe Raumbeanspruchung in radialer Richtung.
Bei einer anderen bekannten Gasturbinenanlage mit gleichachsig zur Turbinenwelle rotierend angeordnetem
regenerativ arbeitenden Trommelwärmeübertrager ergeben sich insbesondere für die heißen Abgase
relativ enge Strömungswege, so daß die Abgase mit hoher Geschwindigkeit und damit hohem Druckverlust
den Trommelwärmeübertrager durchströmen. Das Turbinengehäuse bildet zwischen einem die Turbine einschließenden
zylindrischen Gehäuse und einem äußeren zylindrischen Mantel einen ringförmigen Kanal, über
den die komprimierte Kaltluft dem Wärmeübertrager zugeleitet wird. Die erhitzte Luft wird vom Wärmeübertrager
zurück zur Brennkammer innerhalb des den ringförmigen Kanal nach innen begrenzenden zylindrischen
Gehäuses geführt Dadurch verbleiben für den Strömungsweg der heißen Abgase nur geringe Querschnitte
innerhalb des Turbinengehäuses übrig. Außerdem sind der Aufbau des Turbinengehäuses und des Wärmeübertragergehäuses
relativ kompliziert (vgl. FR-OS 20 22 729).
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Gasturbinenanlage
der eingangs näher bezeichneten Art so weiterzubilden, daß bei geringer Länge der Anlage und
bei einfacher Führung der Strömungswege für Luft und Gase das Gehäuse der Gasturbinenanlage in relativ einfacher
und kompakter Weise bei geringem Gewicht hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs i gelöst
Aufgrund dieser Ausbildung weist der Scheibenwärmeübertrager eine für die Wärmeübertragung wirksame
radiale Ausdehnung auf, die sich nahezu über den gesamten Querschnitt der Gasturbinenanlage erstreckt.
Dadurch erlangt der Scheibenwärmeübertrager einen hohen Wirkungsgrad und kann dennoch innerhalb der
Querschnittsabmessungen der übrigen Teile der Gasturbinenanlage untergebracht werden, ohne die radialen
Abmessungen der Anlage zu vergrößern. Der Turbinengehäuse-Hauptteil läßt sich einstückig, z. B. auf dem
Wege des Spritzgießens, herstellen. Der Turbinengehäuse-Hauptteil dient zur Lagerung der Turbinenwelle
und unterstützt das Wärmeübertragergehäuse. Der Turbinengehäuse-Hauptteil dient weiterhin zur Lagerung
aller weiteren zur Turbine gehörenden Teile. Dabei ist der einstückige Turbinengehäuse-Hauptteil besonders
einfach gestaltet, weil er nur einen einzigen am Außenumfang liegenden Kanalabschnitt für kalte verdichtete
Luft aufweist, der bei geringer axialer Länge und großer Umfangsausdehnung besonders günstige
Strömungsverhältnisse für die kalte komprimierte Luft bildet. An seinem Eintrittsende weist der Kanalabschnitt
eine Sammelkammer auf, welche die Abströmseite des Radialverdichters ringförmig einschließt. Bezogen auf
den Außenumfang des Gehäuses ist dieser Kaltluftkanal an der gleichen Seite weitergeführt, an welcher der für
die Erwärmung der komprimierten Luft bestimmte Abschnitt des Wärmeübertragers gelegen ist. An seinem
Austrittsende bildet der Kaltluftkanal einen teilringförmigen Querschnitt, der an einen entsprechenden Kanal
des Wärmeübertragergehäuses anschließt, der seinerseits zu der in allgemeiner Strömungsrichtung v/eisenden
Seite des für die komprimierte Luft bestimmten Abschnittes des Scheibenwärmeübertragers führt. Man
erhält so einen kurzen geradlinigen Strömungskanal für die kalte komprimierte Luft, der nur geringen Strömungswiderstand
aufweist. Wegen des großen Querschnittes kann die Luft mit relativ geringer Geschwindigkeit
ciurch den Wärmeübertrager strömen, wodurch Druckverluste im Wärmeübertrager gering gehalten
werden. Unmittelbar radial innerhalb des Kanals für die komprimierte Kaltluft bildet der Turbinengehäuse-Hauptteil
einen zu seiner Achse konzentrischen ringförmigen Rückströmkanal für die gesamte erhitzte und
komprimierte Luft. Dieser grenzt eintrittsseitig an die ringförmige Austrittsseite eines im übrigen teilringför-
niigen, an den entsprechenden Umfangsabschnitt des
Scheibenwärmeübertragers angrenzenden Sammelkanals an. Der Rückströmkanal liegt also an der gleichen
Seite wie der Kaltluftkanal und bietet ebenfalls für die erhitzte komprimierte Luft einen kurzen geradlinigen
Rückströmweg von großem Querschnitt an. Dabei ist die Gestaltung des Turbinengehäuse-Hauptteils maßgeblich
für die Ausbildung und Weiterführung der Kanäle in dem Wärmeübertragergehäuse. Wegen der geradlinigen
axialen Durchströmung bietet in dieser Verbindung gerade die Verwendung des Scheibenwärmeübertragers
eine einfache Führung der Strömungskanäie ohne nennenswerte Strömungsumlenkung bei großen
in Umfangsrichtung auseinandergezogenen Strömungsquerschnitten.
Durch diese Ausbildung der Gasturbinenanlage erhält man eine sowohl bezüglich der axialen Länge als auch
hinsichtlich der radialen Ausdehnung kompakte Bauweise bei geringer Länge und großem Querschnitt der
Strömungskanäle. Der einfache Aufbau des Gehäuses ermöglicht zusätzlich ein geringes Gewicht, so daß die«e
Gasturbinenanlage sich besonders für Kraftfahrzeuge wie Ackerschlepper eignet.
Durch die einstückige Ausbildung des Gehäusehauptteils und die direkte Unterstützung des Gehäuses des
Scheibenwärmeübertragers durch den Gehäusehauptteil erhält man überdies eine zuverlässige rasche
Wärmeverteilung, so daß Wärmespannungen oder Wärmestaus mit deren nachteiligen Folgen weitgehend
vermieden werden. Die radialen Abmessungen der Gasturbinenanlage werden dabei weitgehend durch die
radialen Abmessungen des Scheibenwärmeübertragers bestimmt.
Der Gehäusehauptteil kann zweckmäßigerweise einen integralen inneren Wandabschnitt aufweisen, der
über die axiale Länge des Gehäusehauptteils einen an den Radialdiffusor des Verdichters anschließenden
Umlenkkanal, die Sammelkammer und den teilringförmigen Bereich des Kanalabschnittes von dem Rückströmkanal
trennt und einen tangential nach außen ragenden, integralen Gehäuseabschnitt zur Aufnahme
einer Brennkammer aufweist. Der innere Wandabschnitt übernimmt so verschiedene Funktionen und
dient gleichzeitig zur Erhöhung der Festigkeit und der besseren Wärmeverteilung über alle Bereiche der
Gasturbinenanlage.
Das Wärmeübertragergehäuse begrenzt zweckmäßigerweise eine Abgassammeikammer und weist einen
konzentrisch in den Gehäusehauptteil ragenden, den Turbinenaustritt bildenden Nabenabschnitt auf der
Eintrittsseite sowie einen auf der dem teilringförmigen Kanalabschnitt abgewandten Seite der Achse der
Gasturbinenanlage liegenden und axial an einen Umfangsabschnitt des Scheibenwärmeübertragers anschließenden
Austrittsabschnitt auf. Dabei ist darauf hinzuweisen, daß auch das Wärmeübertragergehäuse
ähnlich einfach und in ähnlicher Gestaltung aufgebaut ist wie der Gehäusehauptteil, wobei durch die
Durchdringung der Teile die Abstützung des Wärmeübertragergehäuses
an dem Gehäusehauptteil noch zuverlässiger gestaltet wird.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer
Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht einer Gasturbinenanlage gemäß der Erfindung,
F i g. 2 einen die Achse der Gasturbinenanlage enthaltenden senkrechten Schnitt durch die Anlage
nach Fig. 1,
Fig.3 eine rückwärtige Stirnansicht des Gehäusehauptteils
der Gasturbinenanlage,
Fig.4 einen Schnitt entlang der Schnittlinie IV-IV
der F i g. 2,
F i g. 5 eine rückwärtige Stirnansicht des Wärmeübertragergehäuses,
Fig.6 eine rückwärtige Stirnansicht eines das Wärmeübertragergehäuse stirnseitig abschließenden
Deckels,
F i g. 7 einen die Drehachsen enthaltenden senkrechten Schnitt durch ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel
der Gasturbinenanlage.
Die in F i g. 1 gezeigte Gasturbinenanlage 10 weist ein
Gehäusehauptteil 22 mit tangential anschließendem Brennkammergehäuse 29 auf. An der rückwärtigen
Seite schließt sich einstückig der ringförmige, als Gitter 168 ausgebildete Lufteinlaß mit etwa dreieckförmigen
Lufteinlaßöffnungen 24 an. An diesen ist ein Getriebegehäuse 14 angeflanscht, das weitere Einrichtungen, wie
einen elektrischen Startmotor 16, einen ölfilter 18 und ein Kraftstoffsteuersystem 20 trägt. An der vorderen
Stirnseite des Gehäusehauptteils 22 ist ein Wärmeübertragergehäuse
32 angeflanscht, welches durch einen stirnseitigen Deckel 36 abgeschlossen wird. Dieser
bildet im oberen Bereich einen radial weisenden Auslaß 38 für die Abgase. Die Drehachse der Gasturbinenanlage
ist mit 12 bezeichnet. Die Frischluft gelangt durch die Eintrittsöffnungen 24 und einen ringförmigen radial von
außen nach innen ragenden Umlenkkanal 40 in axialer Richtung durch die Leitschaufeln 44 in das axial
weisende Eintrittsende eines Radialverdichters 46. Von der radialen Abströmseite des Verdichters 46 gelangt
die Luft durch einen Diffusor 48 in einen ringförmigen, die Luftströmung axial zu einer ringförmigen Luftsammeikammer
50 führenden Verbindungsabschnitt 170. Der Kanal 170 ebenso wie die ringförmige Sammelkammer
50 werden in den Gehäusehaupttei! 22 zwischen der äußeren Umfangswand 54 des Gehäusehauptteils
22 und einem integralen inneren Wandabschnitt 56 begrenzt Diese beiden Wände begrenzen außerdem in
der unteren Hälfte des Gehäusehauptteils 22 einen teilringförmigen und sich in allgemeiner axialer
Durchströmrichtung erstreckenden Kanal 58 für die kalte komprimierte Luft Das an den Gehäusehaupttei]
22 angeflanschte Wärmeübertragergehäuse 32 weist in entsprechender Weise in der unteren Hälfte zwei
zueinander etwa konzentrische äußere und innere Wändäbschnittc 60, 52 auf, die eine teUringförmige
Fortsetzung des Kanals 58 für die kalte komprimierte Luft begrenzen. Der Kanal 58 führt in der unteren
Hälfte der Gasturbinenanlage an dem äußeren Umfang 74 eines drehbaren und regenerativ arbeitenden
Scheibenwärmeübertragers 34 vorbei zu dessen vorderer Stirnseite, die durch eine etwa senkrecht zur Achse
12 verlaufende Wand 390 der unteren Hälfte 64 des Gehäusedeckels 36 eingeschlossen wird. Der Deckel 36
ist mit seinem Randflansch 70 an den Randflansch 348 des Wärmeübertragergehäuses 32 angeschlossen. Das
Wärmeübertragergehäuse 32 weist einen zweiten integralen Wandabschnitt 75 auf. Dieser weist einen
ersten Bereich 324 auf, der sich im axialen Abstand und etwa parallel zu der der allgemeinen Durchströmrichtung
entgegengesetzt weisenden Austrittsseite der unteren Hälfte des Wärmeübertragers 34 erstreckt und
mit dem ersten inneren Wandabschnitt 62 eine Sammelkammer für die erhitzte komprimierte Luft
begrenzt Dicht unterhalb der Achse 12 weist der
Bereich 324 einen horizontal verlaufenden Quersteg 352 zur Unterstützung einer mit dem Wärmeübertrager 34
zusammenwirkenden Dichtung 72 auf. Gerade im unteren Umfangsabschnitt engt sich die Sammelkammer
zu einem teilringförmigen Sammelkanal 78 ein, der sich entgegen der allgemeinen Durchströmrichtung zu
einem ringförmigen Rückströmkanal 82 für die gesamte erhitzte verdichtete Luft erweitert. Dazu weist der
innere Wandabschnitt 76 einen in Richtung auf den Gehäusehauptteil 22 sich trichterförmig verengenden
Wandbereich 326 auf, der in dem Wärmeübertragergehäuse 32 eine Abgassammelkammer 80 begrenzt und
mit einem zylindrischen Nabenabschnitt konzentrisch in das Gehäusehauptteil 22 ragt und dort die axiale
Abströmseite der einzigen Turbinenstufe 52 begrenzt.
Tangential an die äußere Umfangswand 54 des Gehäusehauptteils 22 schließt sich einstückig das
Gehäuse 29 für eine Brennkammer 28 an. Das Gehäuse 29 ist, wie F i g. 4 zeigt, integral mit der Außenwand 54
und dem inneren Wandabschnitt 56 des Gehäusehauptteils verbunden. Der zylindrische Abschnitt 172 des
Brennkammergehäuses 29 bildet mit der Brennkammer 28 einen ringförmigen Verteilerkanal 174, der mit dem
ringförmigen Rückströmkanal 82 für die erhitzte verdichtete Luft in Verbindung steht Die Austrittsseite
180 der Brennkammer 28 mündet in das Innere 182 eines Spiralgehäuses 26, das als gesondertes Bauteil zusammen
mit der Brennkammer im Inneren des ringförmigen Rückströmkanals 82 angeordnet ist An dem Brennkammergehäuse
29 ist eine Zündkerze 30 und eine Kraftstoff zuführeinrichtung 178 angeschlossen. Die
heißen Verbrennungsgase gelangen über Leitschaufeln 84 in radialer Richtung von außen nach innen in die
einzige Turbinenstufe 52.
An die axiale Abströmseite der Turbinenstufe 52 schließt sich ein Radialdiffusor 86 an, der als
gesonderter Bauteil innerhalb der Abgassammelkammer 80 angeordnet und an dem Wandbereich 326 des
inneren Wandabschnittes 76 des Wärmeübertragergehäuses 32 abgestützt ist Der Radialdiffusor besteht im
wesentlichen aus den beiden Wandteilen 360 und 370, die durch Abstandshalter 372 im gegenseitigen Abstand
gehalten werden.
Die heißen Abgase werden durch den inneren Wandabschnitt 76 in die obere Hälfte der Abgassammelkammer
80 gelenkt von wo die Gase durch die obere Hälfte des Scheibenwärmeübertragers 34 in
allgemeiner Durchströmrichtung in eine kanalartige Erweiterung 394 des das Wärmeübertragergehäuse 3ZJj;
abschließenden Deckels 36 gelangen.
Der Deckel 36 weist der Dichtung 72 gegenüberliegend einen querverlaufenden Steg 392 für eine Dichtung
66 auf, wobei sich die Dichtungen 66 und 72 auch über den oberen Umfang sowohl des Deckels 36 als auch des
Wärmeübertragergehäuses 32 erstrecken, um die in der unteren Hälfte liegenden Kanäle von den in der oberen
Hälfte liegenden Bereichen abzudichten. Weiterhin unterstützt der Deckel 36 einen Antriebsmotor 398,
dessen Welle 402 mit der Nabe 68 des Scheibenwärmeübertragers 34 antriebsmäßig verbunden ist
Die Turbinenwelle 152, welche die Turbinenstufe 52 ebenso wie den Radialverdichter 46 trägt ist bei 156 in
dem Gehäusehauptteil 22 drehbar gelagert Zu dem Getriebegehäuse 14 hin ist der Gehäusehauptteil 22
über den Flansch 164 mit dem Flansch 166 eines mit Wandteilen teilweise in den Gehäusehauptteil 22
ragenden Stirnwandteils 42 verbunden.
Man erkennt daß im Bereich zwischen dem Radialverdichter 46 und dem die Turbinenstufe 52
konzentrisch umgebenden Spiralgehäuse 26 Raum für die Sammelkammer 50 für die kalte verdichtete Luft
verbleibt, wobei durch geschickte Anordnung des Spiralgehäuses 26 der zwischen diesem und der äußeren
Umfangswand 54 des Gehäusehauptteils 22 verbleibende teilringförmige Bereich für die Durchführung des
teilringförmigen Kanälabschnittes 58 ohne Vergrößerung der radialen Abmessungen der Maschine und bei
großem Strömungsquerschnitt für den Kanalabschnitt 58 geschaffen wird, so daß die komprimierte Luft aus
der ringförmigen Sammelkammer 50 ohne Strömungsverlust und ohne Umlenkung auf kürzestem Wege zu
der Vorderseite der unteren Hälfte des Scheibenwärmeübertragers 34 gelangt. Die geschickte Ausbildung
der Abgassammelkammer 80 bietet die Möglichkeit, auch den teilringförmigen Sammelkanal 78 und
Rückströmkanal 82 für die erhitzte komprimierte Luft ohne nennenswerte Vergrößerung der radialen Abmessungen
mit relativ geradlinigen Strömungswegen und großem Strömungsquerschnitt unterzubringen.
Das Ausführungsbeispiel nach F i g. 7 unterscheidet sich von dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel im
wesentlichen dadurch, daß die Drehachse 528 des Scheibenwärmeübertragers 526 gegenüber der Drehachse
504 der Turbinenwelle 502 radial nach oben versetzt angeordnet ist. Der Gehäusehauptteil 542 der
Gasturbinenanlage 500 ist eintrittsseitig mit einem Lufteinlaßgehäuse 540 verbunden, welches zugleich ein
rückwärtiges Hauptlager 512 für die Turbinenwelle 502 unterstützt, deren vorderes Ende durch ein zweites
Hauptlager 512 in dem Gehäusehauptteil 542 unterstützt ist Der Radialverdichter 506 mit Diffusor 520 und
ringförmiger Sammelkammer 522 für die kalte verdichtete Luft liegen in einer senkrecht zur Achse 504
verlaufenden Ebene vor dem vorderen Hauptlager 512, während die Turbinenstufe 508 mit Leitschaufelkranz
536 und Spiralgehäuse 534 in einer entsprechenden Ebene auf der vorderen Seite des vorderen Hauptlagers
512 angeordnet ist Der Scheibenwärmeübertrager 526 ist praktisch in dem Gehäusedeckel 562 angeordnet der
seinerseits über einen Gehäusezwischenabschnitt 548 mit dem Gehäusehauptteil 542 verbunden ist Die
Abgassammelkammer 532 und die axiale Abströmseite der Turbinenstufe 508 werden durch innere Wandabschnitte
554, 560 des Zwischengehäuses 548 begrenzt, der auch den Abgasdiffusor 538 trägt Der Sammelkanal
für die heiße komprimierte Luft ist mit 530 und der zu dem Scheibenwärmeübertrager 526 führende Kanal für
die kalte komprimierte Luft mit 524 bezeichnet, wobei der letztere durch die Gehäusewandabschnitte 544,546
des Gehäusehauptteils und 550,552 des Zwischengehäuses 548 begrenzt ist
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Gasturbinenanlage für Kraftfahrzeuge, wie Akkerschlepper, bei der entlang einer zentralen Achse
in allgemeiner Durchströmrichtung der Gasturbinenanlage hintereinander in einem Turbinengehäuse
ein einstufiger Radialverdichter mit radialer Abströmung, eine einzige, mit diesem direkt gekuppelte,
radial von außen angeströmte Turbinenstufe mit axialer Abströmung und in einem Wärmeübertragergehäuse
ein von den heißen Abgasen in der allgemeinen Durchströmrichtung durchströmter, regenerativ
arbeitender und um eine zur Maschinenachse etwa fluchtend angeordnete Achse drehbarer Warmeübertrager
angeordnet sind, der von der komprimierten Luft in abweichender Richtung durchströmt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeübertrager als Scheibenwärmeübertrager
(34) ausgebildet ist, der nahezu den ganzen Querschnitt der Gasturbinenanlage einnimmt und mit nur
zwei in entgegengesetzten axialen Richtungen einerseits von der komprimierten Luft und andererseits
von den heißen Abgasen durchströmten Abschnitten versehen ist, daß der das Wärmeübertragergehäuse
(32) tragende und zugleich zur Lagerung der Turbinenwelle (!52) dienende Turbinengehäuse-Hauptteil
(22) einstückig ausgebildet ist und einen einzigen, am Außenumfang liegenden Kanalabschnitt
(58) für kalte, verdichtete Luft aufweist, der an seinem einen Ende die Abströmseite des Radialverdichters
(48) in Form einer Sammeäkarnmer (50) ringförmig einschließt, in der allgemeinen Strömungsrichtung
mit teilringförmigem Querschnitt und — auf den Außenumfang bezogen — an der
gleichen Seite weiterführt, an welcher der für die Erwärmung der komprimierten Luft bestimmte Abschnitt
des Scheibenwärmeübertragers (34) gelegen ist, und an seinem anderen Ende an einen Kanal von
entsprechendem Querschnitt des Wärmeübertragergehäuses (32) anschließt, welcher zu der in allgemeiner
Strömungsrichtung weisenden Seite des für die Erwärmung der komprimierten Luft bestimmten
Abschnittes des Scheibenwärmeübertragers (34) führt, und daß der Turbinengehäuse-Hauptteil (22)
einen zur Gasturbinenanlagenachse (12) im wesentlichen konzentrischen, im Bereich des Kanalabschnitts
(58) radial innerhalb dieses liegenden ringförmigen Rückströmkanal (82) für die gesamte erhitzte
und komprimierte Luft begrenzt, der eintrittsseitig an die ringförmige Austrittsseite eines im übrigen
teilringförmigen, an dem für die komprimierte Luft bestimmten Abschnitt des Scheibenwärmeübertragers
(34) angrenzenden Sammelkanals (78) des Wärmeübertragergehäuses (32) anschließt.
2. Gasturbinenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehäusehauptteü (22)
einen integralen, inneren Wandabschnitt (56) aufweist, der über die axiale Länge des Gehäusehauptteils
(22) einen an den Radialdiffusor (48) des Verdichters anschließenden Umlenkkanal (170), die
Sammelkammer (50) und den teilringförmigen Bereich des Kanalabschnittes (58) von dem Rückströmkanal
(82) trennt und einen tangential nach außen ragenden, integralen Gehäuseabschnitt (172)
zur Aufnahme einer Brennkammer (28) aufweist.
3. Gasturbinenanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Wärmeübertragergehäuse
(32) eine Abgassammeikammer (80) begrenzt und einen konzentrisch in den Gehäusehauptteü
(22) ragenden, den Turbinenaustritt bildenden Nabenabschnitt auf der Eintrittsseite und einen
auf der dem teilringförmigen Kanalabschnitt (58) abgewandten Seite der Gasturbinenanlagenachse
(12) liegenden und axial an einen Umfangsabschnitt des Scheibenwärmeübertragers (34) anschließenden
Austrittsabschnitt aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/589,679 US4040249A (en) | 1975-06-24 | 1975-06-24 | Single shaft gas turbine engine with axially mounted disk regenerator |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2628269A1 DE2628269A1 (de) | 1976-12-30 |
| DE2628269B2 DE2628269B2 (de) | 1980-10-09 |
| DE2628269C3 true DE2628269C3 (de) | 1985-06-20 |
Family
ID=24359034
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2628269A Expired DE2628269C3 (de) | 1975-06-24 | 1976-06-24 | Gasturbinenanlage für Kraftfahrzeuge, wie Ackerschlepper |
Country Status (8)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4040249A (de) |
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