DE2626929A1 - Verfahren und vorrichtung zum schaelen von pflanzlichen produkten, insbesondere von getreide - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum schaelen von pflanzlichen produkten, insbesondere von getreideInfo
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- B02B—PREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
- B02B3/00—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming
- B02B3/12—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming by means of fluid
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- Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)
- Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
- Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
Description
DR. INQ. HANS LICHTI · DIPL-INQ. HEINER LICHTI
PATENTANWÄLTE
75 KARLSRUHE-DURLACH ■ QRÖTZINQER STRASSE 61 2626929
"' · -. TELEFON (0721)41124
"5. Juni 1976 3616/76
Centre Stephanois de Recherches Mecaniques HYDROMECANIQUE
et FROTTENENT, Andresieux Boutheon (Loire)/Frankreich
Verfahren und Vorrichtung zum Schälen von pflanzlichen Produkten, insbesondere von Getreide.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schälen von pflanzlichen Produkten, insbesondere zum Schälen von Getreide
mit einem in einer geschlossenen oder offenen Hülse befindlichen Kern.
Die bekannten Verfahren zum Schälen von Korn bestehen darin, daii das Korn mechanischen Kräften ausgesetzt wird, um das
Abplatzen der Hülse zu erreichen. So ist es beispielsweise
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bekannt, das Korn durch Zylinder mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten hindurchzuführen, wodurch eine
mechanische Reibungskraft auf die Hülle des Kerns zur Wirkung gebracht wird. Bei einem anderen bekannten Verfahren
wird das Korn beispielsweise einem Zentrifugalfeld unterworfen um es. gegen eine Wandung zu schleudern. Der
dabei austretenden Stoß bringt die Hülle des Kerns zum Platzen.
Der wesentliche Nachteil aller bekannten Verfahren und Vorrichtungen
besteht darin, daß ein erheblicher Prozentsatz der geschälten Kerne im gleichen Augenblick, wie die Hülse
aufplatzt, gesprengt werden. Bei den bekannten Verfahren mit umlaufenden Trommeln ist eine Anpassung an verschiedene Korngrößen
kaum möglich. Zwar ist der Abstand der Zylinder regelbar, um beispielsweise die Beschädigung von Kernen zu ver- ·
hindern - dann wird aber das Korn mit der kleinsten Korngröße nicht geschalt^ oder um das gesamte Korn zu schälen dann
aber werden die Kerne des größten Korns beschädigt. Die gleiche Unzuträglichkeit hinsichtlich des Verhältnisses der
ordnungsgemäß geschälten Kerne und des Anteils der beschädigten Kerne ist bei der Zentrifugalbehandlung gegeben, da der Kern
je nach Größe bei der vorhandenen Stoßkraft leichter oder weniger leicht aufplatzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung vorzuschlagen, mit Hilfe der Getreide unabhängig
von der Korngröße und ohne Gefahr einer Beschädigung des geschälten Kerns bearbeitet werden kann.
Diese Aufgabe wird in verfahrenstechnischer Hinsicht gemäß
. der Erfindung dadurch gelöst, daß eine Zone niedrigen Drucks im Bereich
/der Zuführung des zu schälenden Korns vorgesehen ist, an-
/der Zuführung des zu schälenden Korns vorgesehen ist, an-
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schließend eine Strömung oder ein Druckluftstrom, der
das Korn ansaugt und dieses einem erhöhten Druck und einer Beschleunigung aussetzt, zugeführt wird, daraufhin
das Korn immerhalb eines Kreislaufs geführt wird, innerhalb dessen es Druckänderungen ausgesetzt wird, wobei
zugleich die zwischen der Hülse und dem Kern jedes in Bewegung befindlichen Korns vorhandenen Unterschiede in der kinetischen
Energie, wie Änderungen in der Strömung und im Druck durch schnelle Druckänderungen kombiniert wird, um zwischen dem
Kern und der Hülse Kräfte zu erzeugen.
Gemäß einem weiteren verfahrenstechnischen Merkmal der Erfindung
wird das Korn in dem Kreislauf in einer turbulenten Strömung geführt, die eine Vielzahl von kleinen Stoßkräften
zwischen den Körnern oder zwischen dem Korn-und den Wänden des Kreislaufs erzeugt, wobei diese Stoßkräfte das Abtrennen
der Schale begünstigen, ohne daß der Kern aufplatzt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird das Korn durch drei aufeinander folgende Zonen transportiert,
wobei beim Durchgang von einer Zone zur folgenden Zone die dynamischen und pneumatischen Strömungsbedingungen des Korns
geändert werden. Hierbei sind im wesentlichen folgende Zonen vorgesehen:
- eine erste Zone, in der der Luftstrom direkt auf die Hülse zur Wirkung gebracht wird;
- eine zweite Zone, in der der Luftstrom schlagartig verlangsamt und der Druck vermindert wird, während das
Korn seinen in der ersten Zone erhaltenen Stoßimpuls im wesentlichen beibehält;
- eine dritte Zone, in der der gegenüber der Hülse dichtere '
Kern eine größere Geschwindigkeit aufweist als der Luft-
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strom und die den Kern umgebende Hülse.
Auf diese Weise ändern zwischen der ersten und der dritten Strömungszone die zwischen dem Kern und der Hülse jedes
Korns vorhandenen Kräfte ihren Richtungssinn.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, daß sie eine Beschleunigungseinrichtung,
bestehend aus einer von einem Druckluftstrom durchströmten Düse und einem durch einen ersten Kanal verlängerten Einlauftrichter,
in welchem das zu behandelnde Korn eingesaugt wird, aufweist und dass der erste Kanal mit seinem Ende in einen
aweiten Kanal größeren Querschnittes ausmündet, wobei die Strömungsbedingungen des bewegten Korns schlagartig sich '
ändern und daß die Vorrich-tung weiterhin mit einer Einrichtung zum Zuführen des Korns im Bereich der Düse5 eine Einrichtung
zum Entfernen der abgetrennten Hülsen und schließlich eine Sinrichtung zur Abnahme des geschälten Korns aufweist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Kanäle
so ausgebildet, daß ihre Wände auf das Korn mechanische Sekundärkräfte, wie Reibung, kleine Stöße etce, die das
Entfernen der Hülsen unterstützen, ausüben«
Erfindungsgemäß können ferner mehrere Vorrichtungen mit Düse und Einlauftrichter in Reihe hintereinander geschaltet sein,
wobei die in der ersten Stufe abgetrennten Hülset entfernt werden, während die geschälten und ungeschälten Kerne einer
zweiten Stufe zugeführt werden, wo sie von einem zweiten
"l-u eic luft strom erfaßt und in ein zweites Strömungssystem
r.xt einer Beschleunigung überführt werden«
ZLs Beschleunigungseinrichtung kann eine Kalibrierdüse auf-
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S» ^ /5
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weisen, durch die ein in Abhängigkeit von dem zu behandelnden Korn in Druck und Menge variabler Luftstrom hindurchtritt,
wobei der Druckluftstrom steigend geführt ist, indem der
Einlauftrichter den unteren Teil des ersten Kanals bildet, so daß auf diese Weise ein Unterdruck an der Basis des
Einlauftrichters entsteht, mit dessen Hilfe das Korn angesaugt wird.
Einlauftrichter den unteren Teil des ersten Kanals bildet, so daß auf diese Weise ein Unterdruck an der Basis des
Einlauftrichters entsteht, mit dessen Hilfe das Korn angesaugt wird.
Gemäß einer anderen Ausführungsform ist der Druckluftstrom
von oben nach unten gerichtet, so daß die in den Strömungskanal eingegebene Menge an Korn einerseits von der Schwerkraft, andererseits
vom Ansaugdruck der Düse und des Einlauftrichters abhängt.
Die Düse kann auch einen ringförmigen Austrittsquerschnitt zur Bildung eines zylindrischen oder konischen Hohlstrahls
aufweisen, wobei dann das zu behandelnde Korn von außen in den Strahl eingegeben wird.
Die Düse kann auch als Schlitzdüse ausgebildet sein, also einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweisen, um eine
Schichtenströmung au erreichen.
Sofern die Düse einen Hohlstrahl erzeugt, kann das Korn
entweder innen in den Hohlstrahl oder von außen in den
Hohlstrahl zugeführt oder aber zugleich von innen und außen zugeführt werden.
entweder innen in den Hohlstrahl oder von außen in den
Hohlstrahl zugeführt oder aber zugleich von innen und außen zugeführt werden.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung mündet die erste Schälstufe in eine Saug- oder Zyklonkammer zum Entfernen der
abgeschälten Hülsen ein, während die geschälten oder ungeschälten Kerne im Bereich einer zweiten Druckluftdüse entsprechend
der ersten Stufe aufgegeben werden.
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Das wesentliche Prinzip der Erfindung besteht darin, daß das Korn mit hoher Geschwindigkeit angesaugt wird, auf
das Korn Kräfte zwischen dem Kern und der Hülse zur Wirkung gebracht werden und diese Kräfte auf dem Strömungsweg schlagartig geändert werden.
Nachstehend ist die Erfindung anhand einiger in der Zeichnung dargestellter Ausführungsformen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Gesamtansicht einer mehrstufigen Schälanlage;
Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht der Beschleunigungseinrichtung ;
Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht eines Korns mit den auf das Korn wirkenden Anfangskräften;
Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht der Verzögerungseinrichtung, in der das Korn gev/endet wird;
Fig. 5 je eine vergrößerte Ansicht eines Korns, wobei un die zwischen dem Kern und der Hülse eines Korns
in der Verzögerungszone wirkenden Kräfte angedeutet sind;
Fig. 7 eine Ansicht der Ausrichtung des Korns im letzten Stadium des Schälprozesses;
Fig. 8 eine vergrößerte Ansicht eines gemäß Fig. 7 ausgerichteten Korns unter Darstellung der zwischen
dem Kern und der Hülse wirkenden Kräfte;
Fig. 9 eine Ansicht einer anderen Ausführungsform der Beschleunigungseinrichtung;
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Fig. 10 vier Ausführungsformen einer Beschleunigungseinrichtung mit geschnittener Düse und
Fig. 14 eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsform der Beschleunigungseinrichtung.
In Fig. 1 ist der Aufbau einer Schälvorrichtung mit z.B. drei Stufen dargestellt. Die Anzahl und Konstruktion der Stufen
ist selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Eine Zuführeinrichtung 1 bringt das Korn
zur Behandlung einen Behälter 2 der ersten Stufe. Der Boden des Behälters 1 bildet eine Aufnahme 3 für das Korn 4. Der
Boden weist eine Düse 5 auf, oberhalb der ein Einlauftrichter 6 angeordnet ist, der das untere Ende eines 'ersten Kanals
bildet, der seinerseits an seinem oberen Ende in einen zweiten, abgebogenen Kanal mündet. Der Querschnitt des Kanals 8 ist
wesentlich größer als der des Kanals 7.
Die Düse 5 und der Einlauftrichter 6 werden von einem kräftigen
Druckluftstrom durchströmt und bilden einen Saugstrom für das Korn. In der Zone 15 im Bereich des Durchmessersprungs der
beiden -Kanäle 7, 8 ändern sich die Druck- und Geschwindigkeitsverhältnisse schlagartig. Wie sich noch später zeigen wird,
werden in dem Kanal 8 am Korn erheblich andere Kräfte wirksam als in dem Saugkanal 7.
Das äußere Ende des Kanals 8 öffnet sich im oberen Teil eines Behälters 9 der zweiten Stufe der Vorrichtung. Ebenso wie
die erste Stufe weist diese Stufe neben dem Behälter 9 einen das Korn aufnehmenden Boden 10 mit einer aus einer- Düse 11
und einem Einlauftrichter 12 gebildeten Saugeinrichtung auf. Der Schäl-Kreislauf wird von zwei Kanälen 13, 14 mit unter-
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schiedlichen Querschnitten gebildet, die wiederum eine Zone der Strömungsverzögerung bilden.
Am oberen Ende des Behälters 9 ist eine Saugeinrichtung zum Absaugen der abgetrennten Hülsen angeordnet. Dabei
handelt es sich beispielsweise um einen Zyklon 16,
Der Kanal 14 der zweiten Stufe mündet in den oberen Teil eines Behälters 17 der dritten Stufe ein, dessen oberer
Teil wieder einen Zyklon 18 zum Absaugen der geschälten Hülsen, d.h. der weniger dichten Bestandteile des Korns
aufweist. Die Seitenwände des Behälters 17 sind mit einer beispielsweise schraubenförmigen Rutsche 19 versehen,
die an ihrem unteren Ende in einen Trichter 20 zur Abgabe bzw. Wiedergewinnung der geschälten Kerne 21, die anschließend zu einer bekannten Lese- oder Sortiereinrichtung
gelangen.
Die Figuren 2 und 8 zeigen die hauptsächlichen Zonen des Schälkreislaufs und geben die zwischen der Hülse und dem
Kern entlang dieses Kreislaufs auftretenden Beanspruchungen wieder.
Mittels eines Gebläses 22 mit regelbarer Leistung wird ein Drucicluftstrom in die Düse 3 gemäß Richtungspfeil
(Fig. 1) gefördert. Am Ausgang der Düse tritt der Druckluftstrom in den Einlauftrichter 6 und den Kanal 7 über, wobei
oberhalb des Bodens 3 des Behälters 2, wo sich das zu schälende Korn 4 sammelt, ein Unterdruck entsteht. Die
druckdifferenz P-Pq zwischen dem Druck des Druckluftstroms
■_-:"d dem am Boden 3 herrschenden Druck erzeugt eine InjektorätroiP.ung
des Korns in den Druckluftstrom gemäß Richtungspf-sil
25, Jedes Korn, das auf dem Boden 3 beim Druck PQ
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unbeweglich liegt, passiert auf der Strecke, die durch die Länge des Einlauftrichters gegeben ist, eine Zone
steigenden Drucks (Fig. 2). Das System Düse-Einlauftrichter
sorgt für den Transport des Korns in den Druckluftstrom 23,
wo es einer starken Beschleunigung ausgesetzt wird. Der Druck P der Luft kommt schließlich auf jedes in den Kanal 7
gelangende Korn zur Wirkung. Der Druckluftstrom überträgt seine Bewegungsgeschwindigkeit auf die Hülse 4a, die den
Kern in sich trägt. Die unterschiedliche Trägheit der leichteren Hülse 4a gegenüber dem schwereren Kern 4b erzeugt zwischen der
Hülse und dem Kern ein Kräftefeld. Zusätzliche Kräfte werden durch die auf das Korn während der Beschleunigungsphase wirkenden Druckänderungen wirksam. So passiert das Korn eine Zone
vom Druck PQ über den Druck P des Druckluftstrahls bis zum
Druck ρ im Inneren des Kanals 7, dessen Länge nicht kleiner als 100 mm sein sollte, um sicherzustellen, daß das Korn die
Geschwindigkeit des Druckluftstroms annimmt (Fig. 2 und 3).
Die Leistung des Gebläses kann in Abhängigkeit von der Art des zu schälenden Pflanzenproduktes eingestellt werden.
Im Innern des Kanals 7, in welchem die Beschleunigung des Korns 4 stattfindet, herrscht eine turbulente Strömung. Auf
diese Weise wird eine Vielzahl kleiner Stoßkräfte zwischen den Körnern oder zwischen dem Korn und den Wänden des Kanals
wirksam. Diese Impulse kMner Amplitude begünstigen das Abtrennen der Hülse vom Kern ohne dabei den Kern 4b zu
sprengen. Am Übergang des Kanals 7 in den Kanal 8 ist eine kräftige Querschnittsvergrößerung vorgesehen. In dieser
Zone 26 (Fig. 4) vermindert sich die Strömungsgeschwindigkeit
schlagartig. Das Korn 4 weist gegenüber der Luft eine größere Dichte und damit eine größere Trägheit auf. Sie behalten
also die Geschwindigkeit, die sie am Ausgang des Beschleunigungskanals 7 besitzen, länger bei. Dies gilt ins-
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besondere für den Kern des Korns, dessen Trägheit wiederum größer ist als die der Hülse 4a. Auf diese Weise wird der
vom Luftstrom auf die Hülse wirkende Druck bis zu einem
Wert
unterhalb des Drucks ρ liegenden/p0 abgebaut.
unterhalb des Drucks ρ liegenden/p0 abgebaut.
Durch' die Kombination dieser Phänomene in der Zone 26 ergeben
sich nachstehende Folgerungen: Vor dem Abbremsen bewegt sich das Korn 4 schneller als der Luftstrom. Der Kern 4b verlangsamt
seine Geschwindigkeit dabei weniger stark als die Hülse 4a, in deren Innenraum sich der Kern in dem Augenblick verlagert,
wo sich das Korn dreht (siehe Fig. 4). Die Zone 26 erzeugt eine Umkehrung der zwischen der Hülse und dem Kern des Korns
wirkenden Kräfte, wodurch das Abtrennen der Hülse begünstigt wird.(Fig. 5 und 6).
In dem Kanal 8, in dem sich das Einzelkorn gedreht hat, bleibt die Verlagerungsrichtung stets die gleiche (Pfeil 27). Das
Verdrehen des Korns hat seine Ursache in der Änderung der dynamischen Bedingungen in der Zone 26. Das Korn 4 bewegt sich
mit einer Geschwindigkeit V, die größer ist als die Luftgeschwindigkeit V (Fig. 7). Darüber hinaus, hat der Kern 4b
eine größere Geschwindigkeit als die Hülse 4a. Die Beanspruchungen zwischen Hülse und Kern sind umgekehrt wie im Laufe der Beschleunigungsphase
in dem Kanal 7 (Fig. 7 und S).
Die Änderung der Bewegungsgeschwindigkeit, des Drucks und die Nutzung der Differenz der tragen Massen erzeugen erhebliche
Kräfte, die zum Abtrennen der Hülse vom Kern führen. Diese Abtrennung wird durch mechanische Sekundäreffekte, z.B.
durch Reibungskräfte zwischen dem Korn, Impulskräfte zwischen dem Korn und den Wänden unterstützt, wobei diese Sekundärkräfte
nicht so groß sind, als daß der Kern beschädigt v/erden könnte.
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Selbstverständlich können mehrere Beschleunigungs- und Verzögerungszonen in Reihe geschaltet werden,, wodurch
mehrere Schälkreisläufe entstehen, aus denen die Spelzen nach Bedarf abgesaugt werden.
In den Fig. 9-13 sind verschiedene Ausführungsformen der Ansaug- und Beschleunigungseinrichtung dargestellt. Hieraus
wird ersichtlich, daß diese Einrichtungen verschiedener konstruktiver Abwandlungen fähig sind.
In Fig. 9 ist der Druckluftstrahl 30 von oben nach unten durch
die Kanäle 31 und 32 gerichtet. In diesem Fall tritt zu der Injektorwirkung der Saugeinrichtung noch die Schwerkraft.
Der Druckluftstrom kann auch von einer Düse mit ringförmiger
Öffnung erzeugt werden. Der Ringstrahl kann von zylindrischer (Fig. 10) oder konischer Form (Fig. 12) sein. Im ersten Fall
weist die Düse 33 eine Ringkammer 34, die über 35 gespeist wird, auf, und öffnet sich in einem zylindrischen Hingkanal 36 oberhalb
des Einlauftrichters 37. Im zweiten Fall (Fig. 12) ist der
Strahlaustritt der Luftströmung durch einen konischen Ringkanal bestimmt, so daß der Druckluftstrahl zur Achse des
Systems Düse 39 - Einlauftrichter 38 hin konvergiert. Bei den
in den Fig. 10 und 12 dargestellten Ausführungsformen gelangt das
Korn von außerhalb der Düse in den Druckluftstrom.
Die Düsen 43 und 49 (Fig. 1 und 13) erzeugen prinzipiell den gleichen Druckluftstrahl wie die Düsen 33 und 39 in Fig.
und 12, doch unterscheiden sie sich von diesen durch eine zentrale Öffnung 44 bzw. 50, die es gestatten, das Korn im
Innern des Luftstrahl 40, 4l(gemäß Richtungspfeil 45. oder 51) . oder aber von außen (Richtungspfeil 46 und 52) aufzugeben.
Eine andere Ausführungsform der Saugeinrichtung weist eine
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Schiitadüse 53 auf (Pig. 14). Diese Schlitzdüse kann
beispielsweise rechteckigen Querschnitt besitzen.
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'i> 1^-1 -O1 1O ^a i
Claims (13)
- - 13 - 3616/76PatentansprücheVerfahren zum Abtrennen der Hülse von pflanzlichen Produkten, insbesondere zum Schälen von Getreidekorn, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Aufgabe des zu schälenden Korns eine Unterdruckzone erzeugt, und eine Strömung oder ein komprimierter Luftstrahl injiziert wird, der das Korn ansaugt, wobei dieses eine kräftige Druck- und Geschwindigkeitsänderung erfährt, und dass das Korn in einem Kreislauf geführt wird, in welchem es Druckänderungen unterworfen wird, wobei zugleich der Unterschied in der kinetischen Energie zwischen der Hülse und dem Kern jedes in Bewegung befindlichen Korns, das unterschiedliche Strömungsverhalten und die unterschiedlichen Wirkungen von schneller Druckerhöhung und Druckerniedrigung kombiniert werden, um zwischen dem Kern un der Hülse Kräfte zu erzeugen.
- 2.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge und der Druck der das Korn im Kreislauf transportierenden Luft so gewählt sind, daß Turbulenzen erzeugt werden, die eine Vielzahl kleiner Stoßkräfte zwischen den Einzelkörnern und dem Korn und den Wänden des Kreislaufs erzeugen, wobei diese Stoßkräfte das Abtrennen der Hülse begünstigen, ohne den Kern zu beschädigen.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Korn auf seinem Strömungsweg im wesentlichen drei aufeinander folgende Zonen unter Änderung der-14-609882/0784- 14 - 3616/76dynamischen und penumatischen Bedingungen der Kornströmung durchläuft, wobei diese drei Zonen im wesentlichen folgende sind:eine erste Zone, in der der komprimierte Luftstrom unmittelbar auf die Hülse des Korns einwirkt;eine zweite Zone, in der der Luftstrom schlagartig verlangsamt wird und der Druck absinkt, wobei das Korn seinen in der ersten Zone erhaltenen Geschwindigkeitsimpuls noch beibehält;eine dritte Zone, in der der gegenüber der Hülse dichtere Kern eine größere Geschwindigkeit aufweist, als der Druckluftstrom, wobei die sich zwischen dem Kern und der Hülse jedes Korns aufbauenden Kräfte schlagartig ihre Richtung ändern.
- 4. Vorrichtung aur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Beschleunigungseinrichtung, die aus einer von einem Druckluftstrom durchströmten Düse (5) und einem Einlauftrichter (6) mit einem ersten Kanal (7), in den das Korn eingesaugt wird, besteht, durch einen am Ende des ersten Kanals anschließenden zweiten Kanal (S) mit größerem Querschnitt, in welchem die Strömungsverhältnisse schlagartig geändert werden und durch eine Einrichtung (1, 3) zum Zuführen des Korns im Bereich der Düse und des Einlauftrichters sowie durch eine Einrichtung (16) zum Entfernen der abgetrennten Hülsen sowie schließlich durch eine Einrichtung (20) zum Abnehmen der geschälten Kerne.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle (7, S) so ausgebildet sind, daß auf das Korn- 15 -609882/0784- 15 - - 3616/76mechanische Sekundäreffekte, wie Reibung, Stoßkräfte etc. sur Wirkung kommen.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Strömungskreise in Reihe hintereinander angeordnet sind, der zweite Kreis eine Vorrichtung (16) zum Entfernen der im ersten Kreis abgetrennten Hülsen aufweist, während die schon geschälten Kerne und die noch nicht geschälten Kerne in der zweiten Stufe einer Einrichtung aus Düse (11) und Einlauftrichter (12) zugeführt werden, wo sie von einem zweiten Druckluftstrom in eine zweite Strömungs- und Verzögerungsstufe transportiert werden.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine kalibrierte Düse vorgesehen ist, die von einem Druckluftstrom mit in Abhängigkeit vom zu behandelnden Korn variablen Druck und Menge durchströmt ist, wobei der Druckluftstrom hinsichtlich des mit einem Kanal versehenen Einlauftrichtere so ausgerichtet ist, daß um die Düse ein Unterdruckgebiet zur Erzeugung einer Saugstromung entsteht.
- G. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftstrom ansteigend geführt ist, indem der Einlauftrichter (6) den unteren Teil des ersten Kanals (7) bildet, so daß das Korn nach oben angesaugt wird.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (33, 39) einen ringförmigen Austritt zur Erzeugung eines hohizylindrischen oder hohlkonischen Luftstrahls aufweist.- 16 -809882/0784- 16 - 3616/76
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch • gekennzeichnet, daß die Öffnung der Düse (53) als Schlitzdüse ausgebildet ist.
- -f. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung das Korn im Bereich der Düse außerhalb des HohlStrahls der Druckluft zuführt.
- 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführeinrichtung das Korn im Innern des Hohlstrahls der Druckluft zuführt.
- 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-12, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine erste Sehälstufe aufweist, die in einem Behälter mit einem Zyklon zum Entfernen der abgetrennten Hülsen mündet, und daß eine Einrichtung vorgesehen ist, um die geschälten und ungeschälten Kerne einer Düse und einem Einlauftrichter mit einem zweiten Druckluftstrom für eine erneute Behandlung zuzuführen, während diese zweite Schälstufe in einem zweiten Behälter ausmündet, der wiederum mit einer Einrichtung zum Entfernen der Hülsen und mit einer Einrichtung zum Abführen der geschälten Kerne ausgerüstet ist.309882/0784Leerseite
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