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Neue Derivate des Indols, Verfahren zu deren Herstellung sowie
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diese enthaltende Arzneimittel Die folgende Anmeldung ist eine Zusatzanmeldung
zur Patentanmeldung P 25 08 251.3.
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Die Stammanmeidung betrifft neue Derivate des Indols der allgemeinen
Formel I
in der A einen Alkylenrest, B ein Schwefelatom oder einen Valenzstrich, R1 einen
niederen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest, R2 eine Alkyl-, Hydroxyalkyl-,
Alkoxyalkyl- oder Pivaloyloxymethyl-Gruppe bedeuten deren pharmakologisch verträgliche
Salze, Verfahren zur Herstellung derselben sowie pharmazeutische Zubereitungen mit
einem Gehalt an Verbindungen der allgemeinen Formel I.
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Es wurde nun gefunden, daß Indoldcrivate, der obigen Formel, die in
2-Stellung am Indolring zusätzlich noch eine niedere Alkyl-, Hydroxyalkyl-, Pivaloyloxyalkyl-,
Alkoxyalkyl-, Alkoxycarbonyl--odcr Carbamidogruppe tragen,den Verbindungen der Stammanmeldung
in ihrer pharmakologischen Wirkung gleichkommen oder sie sogar noch übertreffen.
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Gegenstand der Erfindung sind deshalb neue Derivate des Indols der
allgemeinen Formel I'
in der A einen Alkylenrest, B ein Schwefelatom oder einen Valenzstrich, R1 einen
niederen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest, R2 eine Alkyl-, Hydroxyalkyl-,
Alkoxyalkyl- oder Pivaloyloxymethylgruppe R3 eine niedere Alkyl-, Hydroxyalkyl-,
Pivaloyloxymethyl, Alkoxyalkyl-, Alkoxycarbonylgruppe oder der Rest
wobei R4 und R5 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe
bedeuten, deren pharmakologisch verträgliche Salze, Verfahren zur Herstellung derselben
sowie pharmazeutische Zubereitungen mit einem Gehalt an Verbindungen der allgemeinen
Formel 1.
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Die Alkylenreste A sind bevorzugt verzweigt und können 2 bis 6 Ixohlenstoffatome,
vorzugsweise 2 bis 4 Kohlenstoffatome enthalten. Die Alkylreste der Substituenten
R1 bis R3 können 1 bis 5 Kohlenstoffatome enthalten.
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Bevorzugt sind die Methylgruppe, die Äthylgruppe sowie verzweigte
Propyl- und Butylgruppen.
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Die neuen Verbindungen sowie ihre pharmakologisch verträglichen Salze
bewirken eine ifemrnung adrenergischer ß-Rezeptoren und eignen sich daher zur Behandlung
oder Prophylaxe bei Herz-und Kreislauferkrankungen.
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Die Herstellung der neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet,
daß man in an sich bekannter Weise entweder a) eine Verbindung der allgemeinen Formel
II
in der R2 u. R3 die oben angegebene Bedeutung haben, Y einen reaktiven Rest darstellt
und X die Gruppe
bedeutet, wobei A eine Hydroxyl-Gruppe oder auch zusammen mit Y ein Sauerstoffatom
sein kann,
mit einer Verbindung der allgemeinen Formel III H2N-A-B-R1
(III), in der A, B und R1 die oben angegebene Bedeutung haben, umsetzt oder b) eine
Verbindung der allgemeinen Formel IV
in der R2 und R3 die oben angegebene Bedeutung haben, mit einer Verbindung der allgemeinen
Formel V
in der X, Y, A, B und.R1 die obengenannte Bedeutung haben, umsetzt oder c) für den
Fall, daß B ein Schwefelatom darstellt, eine Verbindung der allgemeinen Formel VI
in der A, R2 und R3 die oben angegebene Bedeutung haben und X'
die Gruppe
bedeutet, mit Mercaptanen der allgemeinen Formel VII EIS - R' (VII), in der R' ein
Wasserstoffatom vorstellt oder dieselbe Bedeutung wie R1 hat, umsetzt und für den
Fall, daß R' ein Wasserstoffatom bedeutet, nachträglich am Schwefelatom alkyliert
oder d) für den Fall, das R2 bzw. R3 den Pivaloyloxymethyl-Rest darstellt eine Verbindung
ig der allgemeinen Formel VIII
bzw. eine Verbindung der allgemeinen Formel VIII'
in der A, , R1, R2 bzw. R3 und X' die oben angegebene Bedeutung
haben, mit Pivalinsäure oder einem reaktionsEähigen Derivat derselben umsetzt oder
e) für den Fall, daß R2hzw. R3 eine llydroxymethylgruppe darstellen eine Verbindung
der Formel
in der A, B, X', R1 die oben angegebene Bedeutung haben und R2' bzw. R3' ein niederer
Alkoxycarbonylrest sind bzw. die Bedeutung R2 und R3 haben1 mit einem komplexen
Metallhydrid, vorzugsweise mit Lithiumaluminiumhydrid,reduziert, und für den Fall,
daß X bzw. X' die Gruppe
bedeutet, anschließend reduziert.
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die gemäß Verfahren a, b, c oder d erhaltenen Verbindungen der allgemeinen
Formel I können anschließend gegebenenfalls in ihre pharmakologisch verträglichen
Salze umgewandelt werden.
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Reaktive Reste Y in Verbindungen der Formeln II und V sind insbesondere
Säurereste, z. B. von Halogenwasserstoffsäuren und Sulfonsäuren.
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Dic crfindungsgcmäßen Verfahren werden zweckmäßig in einem unter den
Reaktionsbedingungen inerten organischen Lösungsmittel, z. B. Toluol, Dioxan, Aethylenglykoldimethyläther,
Aethanol, n-Butanol oder Dimethylformamid, gegebenenfalls in Gegenwart eines säurbindenden
Mittels durchgeführt. Die Reaktion kann aber auch nach Mischen der Reaktionskomponenten
durch Stehenlassen bei Raumtemperatur oder durch Erhitzen bewirkt werden.
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Die Umsetzungen der Verbindungen der allgemeinen Formel IV mit den
Substanzen der allgemeinen Formel V gemäß Verfahrenb) erfolgt zweckmäßig unter Sauerstoffausschluß
in Gegenwart eines Säureakzeptors. Man kann aber auch Alkalisalze der Hydroxyverbindungen
der Formel IV einsetzen.
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Die S-Alkylierung - für den Fall, daß R' in Formel VII ein Wasserstoffatom
bedeutet - wird ebenfalls zweckmäßig in Lösungsmitteln der oben genannten Art unter
Sauerstoffausschluß mit üblichen S-Alkylierungsmitteln durchgeführt.
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Die Einführung des Pivaloylrestes in die Hydroxymethylen-Gruppe der
Verbindungen der Formel VIII gemäß Verfahrend.) erfolgt unter üblichen Acylierungsbedingungen,
z. B. durch Umsetzung von Verbindungen der Formel VIII mit Pivaloylchlorid unter
Kühlung in Gegenwart einer Base, wie Pyridin.
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Die gegebenenfalls durchzuführende Reduktion der Gruppe
erfolgt mittels komplexer Metallhydride wie z. B. Natriumborhydrid oder durch katalytische
Hydrierung mit Edelmetallkatalysatoren.
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Zur überführung der Verbindungen der allgemeinen Formel 1' in ihre
pharmakologisch unbedenklichen Salze setzt man diese, vorzugsweise in einem organischen
Lösungsmittel, mit der äquivalenten Mengen einer anorganischen oder organischen
Säure, z. B.
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Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Phosphorsäure, Schwefelsäure, Essigsäure,
Citronensäure, Maleinsäure, Benzoesäure um.
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Zur Herstellung von Arzneimitteln werden die Substanzen I' in an sich
bekannter Weise mit geeigneten pharmazeutischen Trägersubstanzen, Aroma-, Geschmacks-
und Farbstoffen gemischt und beispielsweise als Tabletten oder Dragees ausgeformt
oder unter Zugabe entsprechender Hilfsstoffe in Wasser oder öl, wie z. B. Olivenöl,
suspendiert oder gelöst.
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Die erfindungsgemäßen neuen Substanzen I und ihre Salze kö.qnen in
flüssiger oder fester Form enteral oder parenteral ppliziert werden. Als Injektionsmedium
kommt vorzugsweise Wasser zur Anwendung, welches die bei Injektionslösungen üblichen
Zusätze wie Stabilisierungsmittel, Lösungsvermittler oder Puffer enthält. Derartige
Zusätze sind z. B. Tartrat- und Citratpuffer, Äthanol, Komplexbildner (wie Äthylendiamintetraessigsäure
und deren nicht-toxische Salze), hochmolekulare Polymere (wie flüssiges Polyäthy3enoxyd)
zur Viskositätsregulierung. Feste Trägerstoffe sind z. B. Stärke, Lactose, Mannit,
Methylcellulose, Talkum, hochdisperse Kieselsäuren, höhermolekulare Fettsäuren (wie
Stearinsäure), Gelatine, Agar-Agar, Calciumphosphat, Magnesiumstearat,tierische
und pflanzliche Fette und feste hochmolekulare Polymere (wie Polyäthylenglykole),
für orale Applikation geeignete Zubereitungen können gewünschtenfalls Geschmacks-
und Süßstoffe enthalten.
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Bevorzugt im Sinne der vorliegenden Anmeldung sind außer den in den
folgenden Beispielen genannten Verbindungen die folgenden: 4-(2-Hydroxy-3-sek.-butylamino-propoxy)-2-aethOxyCarbonyl-6-methylindol
4-(2-Hydroxy-3-sek.-butylamino-propoxy)-2-hydroxymethyl-6-methylindol 4- (2-Hydroxy-3-sek
. -butylamino-propoxy) -2. 6-dimethylindol
4- [ 2-1-Iydroxy-3-
(l-aeuwlmercapto-2-methyl-isopropylamino) -propoxy]-2,6-dimethylindol 4-[2-Hydroxy-3-(1-isopropylmercapto-2-methyl-isopropylamino9-propoxy
]- 9 2. 6-dimethylindol 4- (2-Hydroxy-3-isopropylamino-propoxy) -2-carbamoyl- 6-methylindol
4-(2-Hydroxy-3-sek.-butylamino-propoxy)-2-carbamoyl-6-methylindol 4-(2-Hydroxy-3-tert.-butylamino-propoxy)-2-dimethylaminocarbonyl-6-methylindol
4-(2-Hydroxy-3-sek.-butylamino-propoxy)-2-dimethylaminocarbonyl-6-methylindo 1 4-(2-Hydroxy-3-isopropylamino-propoxy)-2-pivaloyloxymethyl-6-methylindol
4- (2-Hydroxy-3-sek. -butylamino-propoxy) -2-pivaloyloxymethyl-6-methylindol 4-(2-Hydroxy-3-tert.-butylamino-propoxy)-2-pivaloyloxymethyl-6-methylindol
In den folgenden Beispielen ist die Erfindung näher erläutert.
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BEISPIEL 1 4- (2-I!ydroxy-3-tert.-butylamìno-propoxy)-2-aethOxyCarbonyl-6-methylindol
1.7 g 4- (2. 3-Epoxypropoxy) -2-aethoxycarbonyl-6-methylindol werden in 25 ml tert.-Butylamin
gelöst. Die Lösung wird drei Tage bei Raumtemperatur aufbewahrt und anschließend
im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird mit Äther verrieben und abgesaugt. Das
Rohprodukt wird in heißem Essigester aufgenommen und die Lösung mit 0.3 ml Eisessig
versetzt. Der nach Erkalten der Lösung ausgefallene Niederschlag wird abgesaugt
und getrocknet. Man erhält 1.8 g (~ 71 % d. Th.) 4-(2-Hydroxy-3-tert.-butylamino-propoxy)-2-aethoxycarbonyl-6-methylindol
als Acetat vom Schmp. 181 - 183 °C.
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Das als Ausgangsmaterial verwendete 4-(2.3-Epoxypropoxy)-2-aethoxycarbonyl-6-methylindol
wird folgendermaßen hergestellt: Zu einer Mischung von 39.5 g 2.5-Dimethyl-3-nitrophenol
(erhalten nach St. v. Kostanecki, B. 19, ,2318 [18861), 33.0 g getrocknetem und
gepulvertem Kaliumcarbonat sowie 250 ml abs.
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DMF tropft man unter Rühren bei Raumtemperatur 30 ml Benzylchlorid.
Der Ansatz wird noch weitere 2 - 3 Tage gerührt und dann abgesaugt. Das Filtrat
wird im Vakuum eingedampft und der ölige Rückstand in ca. 1 ltr. Eiswasser eingerührt.
Der ausgefallene Niederschlag wird abgesaugt und aus Isopropanol umkristallisiert.
Man erhält 45.7 g (# 75 % d. Th.) 2.5-Dimethyl-3-nitro-0-benzylphenol vom Schmp.
69 - 71 °C.
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25.7 g des so erhaltenen 2.5-Dimethyl-3-nitro-0-benzylphenols werden
portionsweise unter Rühren zu einer Mischung von 17 g frisch hergestelltem Kalium-tert.-butylat
und 120 ml Oxalsäurediaethylester gegeben. Nach Beendigung der Zugabe wird
noch
2 Stunden unter Rühren auf 60 OC erhitzt Nach Erkalten wird die Mischung mit 200
ml Äther versetzt und mit verdünnter Essigsäure vorsichtig angesäuert. Die Ätherphase
wird mit Wasser neutral gewaschen, getrocknet und eingedampft.
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Der noch vorhandene Oxalester wird im Wasserstrahlvakuum bei erhöhter
fladtemperatur abdestilliert. Der Rückstand wird in Äther aufgenommen und die Lösung
vorsichtig mit Ligroin versetzt. Nach Absaugen und Trocknen erhält man 30.6 g (~
85 X d. Th.) 2-Benzyloxy-4-methyl-6-nitro-phenylbrenztraubensäure aethylester vom
Schmp. 809 - 82 °C.
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Die Lösung von 30.6 g des so hergestellten 2-Benzyloxy-4-methyl-6-nitrophenylbrenztraubensäureaethylesters
in einer Mischung von 250 ml Eisessig und 15 ml Wasser wird zum Sieden gebracht.
Die Heizung wird entfernt und die Lösung in der Weise mit insgesamt 33.6 g Zinkstaub
versetzt, daß die Siedetemperatur gehalten wird. Danach werden noch weitere 5.6
g Zinkstaub zugesetzt und anschließend 30 Minuten zum Sieden erhitzt. Die Mischung
wird noch heiß vom überschüssigen Zinkstaub abgesaugt.
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Der Filterkuchen wird gut mit Eisessig und Äthanol gewaschen.
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Der beim Erkalten des Filtrats ausgefallene Niederschlag wird abgesaugt
und getrocknet Man erhält 15.7 g (~ 59 90 d. Th.) 4-Benzyloxy-2-aethoxycarbonyl-6-methylindol
vom Schmp. 167 -168 OC.
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11.0 g des so erhaltenen 4-Benzyloxy-2-aethoxycarbonyl-6-methylindols
werden in 150 ml Methanol auspendiert und nach Zugabe einer Suspension von 1.0 g
10 96 Pd/C in 20 ml Äthanol bei Normaldruck in einer Schüttelente hydriert. Der
Katalysator wird abgesaugt und das Filtrat eingedampft. Man erhält reines 4-Hydroxy-2-aethoxycarbonyl-6-methylindol
in praktisch quantitativer Ausbeute.
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7.8 g des so erhaltenen 4-Hydroxy-2-aethoxycarbonyl-6-methylindols
werden in 100 ml Epichlorhydrin auf genommen und die Lösung nach Zugabe von 5 -
6 Tropfen Piperidin zum Sieden erhitzt. Nach ca.
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3 - 4 Stunden wird im Vakuum eingedampft und der Rückstand aus Isopropanol
umkristallisiert. Man erhält 6.4 g ( 64 % d. Th.) 4- (2.3-Epoxypropoxy)-2-aethoxycarbonyl-6-methylindol
vom Schmp.
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173 - 175 OC.
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BEISPIEL 2 4- (2-Hydroxy-3-isopropylamino-propoxy)-2-aethoxyCarhonyl-6-methylindol
2.0 g 4- (2. 3-Epoxypropoxy) -2-aethoxycarbonyl-6-methylindoi werden in 25 m Isopropylamin
gelöst. Die Lösung wird zwei Taye bei Raumtemperatur aufbewahrt und anschließend
noch 8 - 10 Stunden zum Sieden erhitzt. überschüssiges Isopropylamin wird im Vakuum
entfernt und der Rückstand mit Äther verrieben.
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Das Rohprodukt wird unter Erhitzen in wenig Isopropanol gelöst.
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Nach Zugabe von 0.42 ml Eisessig läßt man erkalten. Der ausgefallene
Niederschlag wird abgesaugt und aus wenig Isopropanol umkristallisiert. Man erhält
1.6 g (55 % d. Th.) 4-(2-Ilydroxy-3-isopropylaminopropoxy) -2-aethoxycarbonyl-6-methylindol
als Acetat vom Schmp. 163 - 165 OC.
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BEISPIEL 3 4- [2-Hydroxy-3- (l-methylmercapto-2-methyl-isopropylamino)
-propoxyl]-2-aethoxycarbonyl-6-methylindol 2.0 g 4- (2.3-Epoxypropoxy)-2-aethoxycarbonyl-6-methylindol
und 1.8 g l-Methylmercapto-2-methylpropylamin-2 werden in einem Ölbad vorsichtig
erwärmt, bis eine homogene Mischung entstanden ist. Nach zweitägigem Stehen bei
Raumtemperatur wird in Essigester auf genommen und die Lösung mit verdünnter Essigsäure
extrahiert. Der Extrakt wird mit Natronlauge alkalisch gestellt und anschließend
mit Äther/Essigester (1:1) ausgeschüttelt. Die organische Phase wird getrocknet
und eingedampft.
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Der Rückstand wird mehrmals in Toluol gelöst und eingedampft.
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Schließlich wird in Äther gelöst und die Lösung mit 1.2 g Benzoesäure
versetzt. Der ausgefallene Niederschlag wird abgesaugt und aus Essigester umkristallisiert.
Man erhält 1.5 g
(40 % d. Th.) 4-[2-Hydroxy-3-(1-methylmercapto-2-methylisopropylamino)
-propoxy -2-aethoxycarbonyl-6-methylindol als Benzoat vom Schmp. 114 - 116 OC.
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BEISPIEL 4 4-[2-HydrOxy-3-(l-metllylraercapto-isopropylamino)-propOxy]-2-aethoxy-carbonyl-6-methylindol
1.5 g 4-(2.3-Epoxypropoxy)-2-aethoxycarbonyl-6-methylindol und 1.2 g 1-Methylmercapto-propylamin-2
werden in 20 ml Aethylenglykoldimethyläther ca. 24 Stunden zum Sieden erhitzt. Die
Lösung wird zunächst im Wasserstrahl-, dann im Hochvakuum bei ca. 100°C Badtemperatur
eingedampft. Die weitere Aufarbeitung erfolgt analog Beispiel 3. Das Rohprodukt
wird in Essigester gelöst und der nach Zugabe von 0.G g Benzoesäure ausgefallene
Niederschlag abgesaugt. Nach Umkristallisieren aus Essigester erhält man 1.0 g (~
36 % d. Th.) 4-(2-Hydroxy-3-(l-methylmercapto-isopropylamino) -propoxy -2-aethoxacarbonyl-6-methylindol
als Benzoat vom Schmp. 102 - 104 OC.
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BEISPIEL 5 4- (2-Hydroxy-3-isopropylamino-propoxy) -2-hydroxymethyl-6-methylindol
Zu einer auf 0°C gekühlten Suspension von 0.9 g Lithiumaluminiumhydrid in 20 ml
abs. THF gibt man langsam eine Suspension von 4- (2-Hydroxy-3-isopropylamino-propoxy)-2-aethoxycarbonyl-6-methylindol
(vgl. Beispiel 2) in 50 ml abs. THF. Man rührt eine weitere Stunde bei 0°C nach
und zersetzt dann mit 5 ml konz. Kochsalzlösung. Der ausgefallene Niederschlag wird
abgesaugt und gründlich mit Äther/
THF nachgewaschen. Das Filtrat
wird eingedampft und der Rückstand heiß in Essigester gelöst. nei Zugabe von 0.5
ml Eisessig fällt ein öliger Niederschlag aus, der nach ca.
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halbstündigem Erhitzen und anschließendem Erkalten der Mischung kristallin
wird. Das Rohprodukt wird aus Isopropanol umkristallisiert. Man erhält 1.4 g ( 51
% d.
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Th.) 4-(2-Hydroxy-3-isopropylamino-propoxy)-2-hydroxymethyl-6-methylindol
als Acetat vom Schmp. 126 - 128 OC.
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BEISPIEL 6 4- (2-Hydroxy-3-tert.-butylamino-propoxy)-2-hydroxymethyl-6-methylindol
Analog Beispiel 5 erhält man durch Reduktion von 2.7 g 4- (2-Hydroxy-3-tert.-butylamino-propoxy)-2-aethOxyCarbonyl-6-methylindol
(vgl. Beispiel 1) mit 0.9 g Lithiumaluminiumhydrid nach Aufarbeitung und Umkristallisation
aus Isopropanol 2.0 g (70 % d. Th.) 4-(2-Hydroxy-3-tert-butylamino-propoxy)-2-hydroxymethyl-6-methylindol
als Acetat vom Schmp 158 - 160 OC BEISPIEL 7 4- (2-Hydroxy-3-isopropylamino-propoxy)-2.6-dimethylindol
3.0 g 4-(2.3-Epoxypropoxy)-2.6-dimethylindol werden in 25 ml Isopropylamin gelöst.
Die Lösung wird zwei Tage bei Raumtemperatur aufbewahrt und anschließend im Vakuum
eingedampft.
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Der Rückstand wird in Chloroform gelöst und die Chloroformphase mit
verd. Essigsäure extrahiert. Der saure Extrakt wird alkalisch gestellt und mit Sther/Essigester
(1:1) ausgeschüttelt. Die organische Phase wird getrocknet und eingedampft.
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Der Rückstand wird in wenig Xther/Essigester (1:1) aufgenommen und
die Lösung mit 0.7 g Benzoesäure versetzt. Der ausgefallene Niederschlag wird abgesaugt
und aus Essigester umkristallisiert.
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Man erhält 1.1 g (20 % d. Th.) 4-(2-Hydroxy-3-isopropylamino-propoxy)
-2 6-dimethylindol als Benzoat vom Schmp. 171 - 173 OC.
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Das als Ausgangsmaterial verwendete 4-(2.3-Epoxypropoxy)-2.6.-dimethylindol
wird folgendermaßen hergestellt: Zu einer auf - 5 bis 0°C gekühlten Suspension von
3.0 Lithiumaluminiumhydrid in 75 ml äbs. THF tropft man langsam (eine Reaktionstemperatur
von 0°C sollte unbedingt eingehalten werden) eine Lösung von 17.5 g 5-Benzyloxy-2-aethoxycarbonyl-6-methylindol
(vgl. Herstellung der Ausgangsmaterialien nach Beispiel 1) in 100 ml abs. THF. Nach
Beendigung der Zugabe rührt man noch weitere 3 Stunden bei 0 OC. Man zersetzt vorsichtig
durch tropfenweise Zugabe von 100 ml konz.
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Kochsalzlösung und verdünnt anschließend mit 200 ml Wasser.
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Die Mischung wird mehrmals mit Äther extrahiert und die Ätherphase
ihrerseits mit Kochsalzlösung und Wasser geschüttelt. Die Ätherphase wird getrocknet,
mit Aktivkohle geklärt und bei möglichst tiefer Temperatur eingedampft. Der feste
Rückstand wird mit wenig Äther verrieben und abgesaugt. Man erhält 14.3 g (s 96
% d. Th.) 4-Benzyloxy-2-hydroxymethyl-6-methylindol vom Schmp 173 OC.
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Eine Lösung von 24.0 g des so erhaltenen 4-Benzyloxy-24ydroxymethyl>6-methylindols
in 50 ml abs. Pyridin wird unter Rühren und Kühlen auf 0 - 10 °C mit 50 ml Acetanhydrid
versetzt. Man läßt die Mischung langsam auf Raumtemperatur kommen und gießt nach
ca. 3 Stunden unter starkem Rühren vorsichtig in 1.5 - 2 ltr. Eiswasser ein. Der
ausgefallene Niederschlag wird abgesaugt und getrocknet. Man erhält in praktisch
quantitativer Ausbeute 4-Benzyloxy-2-acetoxymethyl-6-methylindol vom Schmp.
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94 - 95 °C.
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25.0 g des so erhaltenen 4-Benzyloxy-2-acetoxymethyl-6-methylindols
werden in 200 ml Methanol unter Zusatz von 1.0 g 10 % Pd/C bei Normaldruck hydriert.
Nach Aufnahme der theoretischen Menge Wasserstoff wird Katalysator abgesaugt und
das Filtrat unter Luftausschluß vorsichtig eingedampft. Man erhält in fast quantitativer
Ausbeute 4-Hydroxy-2.6-dimethylindol als Öl, das wegen seiner Luftempfindlichkeit
nicht weiter charakterisiert, sondern umgehend für die nächste Umsetzung verwendet
wurde.
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Die Lösung des oben erhaltenen Rückstands in 200 ml Epichlorhydrin
wird nach Zusatz von 5-6 Tropfen Piperidin 2 Stunden zum Sieden erhitzt. Die Lösung
wird im Vakuum eingedampft und der Rückstand an einer Kieselgelsäule mit Methylenchlorid
als Laufmittel chromatographiert. Nach Eindampfen der substanzhaltigen Fraktionen
erhält man 9.1 g (~ 51 % d. Th., bezogen auf das vorletzte Zwischenprodukt 4-Benzyloxy-2-acetoxymethyl-6-methylindol)
4-(2.3-Epoxypropoxy)-2.6-dimethylindol als Öl.
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BEISPIEL 8 4- (2-Hydroxy-3-tert.-butylamino-propoxy)-2.6-dimethylindol
Aus 3.0 g 4-(2.3-Epoxypropoxy)-2.6-dimethylindol und 25 ml tert. Butylamin erhält
man nach Aufarbeitung analog Beispiel 7 1.8 g (31 9s d. Th.) 4-(2-Hydroxy-3-tert.-butylamino-propoxy)
2.6-dimethylindol als Benzoat vom Schmp. 158 - 161 OC
BEISPIEL
9 4- (2-Hydroxy-3- (l-methylmercapto-2-methyl-isopropylamino) -propoxy] -2. 6-dimetbylindol
Eine Mischung aus 5.0 g 4-(2.3-Epoxypropoxy)-2.6-dimethylindol und 2.7 g l-Methylmercapto-2-methylpropylamin-2
wird zwei Tage bei Raumtemperatur aufbewahrt. De Aufarbeitung erfolgt analog Beispiel
3. Nach Umkristallisieren aus Essigester erhält man 2.0 g (19 % d.Th.) 4-/2-Hydroxy-3-(l-methylmercapto-2-methyl-isopropylamino)
-propoxy7-2 . 6-dimethylindol als Benzoat vom Schmp. 139-140°C.
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BEISPIEL 10 4-(2-Hydroxy-3-tert.-butylamino-propoxy)-2-carbamoyl-6-methylindol
Die Lösung von 1.5 g 4-(2.3-Epoxypropoxy)-2-carbamyl-6-methylindol in 25 ml tert.-Butylamin
wird 24 Stunden zum Sieden erhitzt. Anschließend wird eingedampft und der Rückstand
in Chloroform gelöst. Die Chloroformlösung wird mit Wasser gewaschen, getrocknet
und eingedampft. Der Rückstand wird in heißem Essigester suspendiert und mit o.8
g Benzoesäure versetzt. Dabei entsteht eine klare Lösung, aus der beim Erkalten
ein Niederschlag fällt. Dieser wird abgesaugt und aus 100 ml Essigester umkristallisiert.
Man erhält 1.5 g (55 9s d. Th.) 4-(2-Hydroxy-3-tert.-butylaminopropoxy)-2-carbamoyl-6-methylindol
als Benzoat vom Schmp 213 - 214 °C.
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Das als Ausgangsmaterial verwendete 4-(2.3-Epoxypropoxy)-2-carbamoyl-
6-methylindol wird folgendermaßen erhalten: 20.0 g 4-Benzyloxy-2-aethoxycarbonyl-6-methylindol
(s. Herstellung der Vorprodukte im Anschluß an Beispiel 1) werden
zusammen
mit je 200 ml Methanol und flüssigem Ammoniak 16 Stunden im Autoklaven auf 100 OC
erhitzt. Dann wird eingedampft und der Rückstand an Kieselgel chromatographiert
(Laufmittel: Chloroform/Methanol 98:2). Man erhält 8.5 g (# 46 5 d. Th.) 4-Benzyloxy-2-carbamoyl-6-methylindol
vom Schmp. 185 - 187 °C.
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8.5 g des so erhaltenen 4-Benzyloxy-2-carbamoyl-6-methylindols werden
in einer Mischung von 100'ml Methanol und 50 ml Aethylenglykol-dimethyläther unter
Zusatz von 1.0 g 10 % Pd/C bis zur Aufnahme der theoretischen Menge Wasserstoff
hydriert. Der Katalysator wird abgesaugt und das Filtrat im Vakuum eingedampft.
Man erhält 5.4 g (~ 93 % d. Th.) 4-Hydroxy-2-carbamoyl-6-methylindol als hellgelben
Sirup.
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Das oben erhaltene Material (5.4 'g) wird in 50 ml Rpichlorhydrin
gelöst. Zu dieser Lösung tropft man unter Rühren bei Raumtemperatur während ca.
12 Stunden 28.4 ml 2N Natriummethylatlösung. Danach läßt man noch 4 - 6 Stunden
weiterrühren und dampft ein. Der Rückstand wird in Chloroform aufgenommen und die
Chloroformlösung neutral gewaschen, mit Aktivkohle sowie Bleicherde behandelt, getrocknet
und eingedampft. Der Rückstand wird an Kieselgel chromatographiert (Laufmittel:
Chloroform/Methanol 98:2)'. Man erhält 1.5 g ( 21 % d. Th.) 4- (2. 3-Epoxy-propoxy)
-2-carbamoyl-6-methylindol als farblosen Sirup.
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BEISPIEL 11 4- (2-Hydroxy-3-isopropylamino-propoxy) -2-dimethylaminocarbonyl-6-methylindol
Die Suspension von 2.5 g 4-(2.3-Epoxypropoxy)-2-dimethylaminocarbonyl-6-methylindol
in einer Mischung von 25 ml Isopropylamin und 10 ml DMF wird 24 Stunden zum Sieden
erhitzt. Die Lösung wird im Vakuum eingedampft und der Rückstand
mit
Äther verrieben und aligesaugt. Das feste Material wird in 35 ml Isopropanol heiß
gelöst und die Lösung mit 1.0 g Benzoesäure versetzt. Der ausgefallene Niederschlag
wird abgesaugt und aus Isopropanol umkristallisiert. Man erhält 2.3 g (55 2s d.
Th.) 4-(2-Hydroxy-3-isopropylaminopropoxy)-2-dimethylaminocarbonyl-6-methylindol
als Benzoat vom Schmp. 169 - 171 °C.
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Das als Ausgangsmaterial verwendete 4-(2.3-Epoxypropoxy)-2-dimethylaminocarbonyl-6-methylindol
wird wie folgt erhalten.
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31.0 g 4-Benzyloxy-2-aethoxycarbonyl-6-methylindol (5. Herstellung
der Vorprodukte im Anschluß an Beispiel 1) werden in einer Mischung von 100 ml Äthanol
und 100 ml Wasser unter Zusatz von 7.0 g Kaliumhydroxid 2 - 3 Stunden zum Sieden
erhitzt.
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Danach wird das Äthanol im Vakuum abgedampft und die zurückbleibende,
wäßrige-alkalische Lösung mit konz. Salzsäure angesäuert. Der ausgefallene Niederschlag
wird abgesaugt, gründlich mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält 27.6 g
(% 95 90 d. Th.) 4-Benzyloxy-2-carboxy-6-methylindol vom Schmp. 178 -180 OC.
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5.4 g der oben erhaltenen Säure gibt man zu einer aus 10.9 g Imidazol
und 3.0 ml Thionylchlorid in 50 ml abs. THF bereiteten und zuvor von ausgefallenem
Imidazol-Hydrochlorid abgesaugten Lösung von N,N'-Thionyldiimidazol.Man läßt 3 Stunden
bei Raumtemperatur rühren und leitet anschließend bei 0 OC trockenes Dimethylamin
ein (% 0.5 - 1.0 Stunden). Danach wird im Vakuum eingedampft und der Rückstand in
Chloroform aufgenommen. Die Chloroformphase wird mehrfach mit Wasser gewaschen,
getrocknet und eingedampft. Nach Umkristallisieren aus Butanol unter Zusatz von
Aktivkohle erhält man 2.4 g (~ 40 % d. Th.) 4-Benzyloxy-2-dimethylaminocarbonyl-6-methylindol
vom Schmp. 205-207 C.
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10.7 g des so hergestellten 4-Benzyloxy-2-dimethylaminocarbonyl-6-methylindols
werden in einer Mischung von 100 ml Methanol und 100 ml Aethyl englyko ldimethyläther
suspendiert und nach Zugabe von 1.0 g 10 % Pd/C hydriert. Der Katalysator wird abgesaugt
und das Filtrat eingedampft. Man erhält 7.6 g (% 98 % d. Th.) 4-IIydroxy-2-dimethylaminocarbonyl-6-methylindol
als bräunlichen Festkörper, der ohne Reinigung weiterverarbeitet wird.
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Das oben erhaltene Rohprodukt (7.6 g) wird in 75 ml Epichlorhydrin
aufgenommen und die Lösung unter Rühren bei Raumtemperatur während 7 - 8 Stunden
tropfenweise mit 21.0 ml 2N Natriummethylatlösung versetzt. Man läßt über Nacht
bei Raumtemperatur stehen und dampft dann ein. Der Rückstand wird in Chloroform
aufgenommen und die Chloroformlösung mehrfach mit Wasser gewaschen, getrocknet,
mit Aktivkohle sowie Bleicherde behandelt und eingedampft. Der feste Rückstand wird
mit wenig Äther verrieben und abgesaugt. Man erhält 4.9 g (~ 51 % d. Th.) 4- (2.
3-Epoxypropoxy) -2-dimethylaminocarbonyl-6-methylindol (Schmp. 197 - 204 OC), das
noch mit wenig 4-(2-Hydroxy-3-chlorpropoxy) -2-dimethylaminocarbonyl-6-methylindol
verunreinigt ist.