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DE262579C - - Google Patents

Info

Publication number
DE262579C
DE262579C DENDAT262579D DE262579DA DE262579C DE 262579 C DE262579 C DE 262579C DE NDAT262579 D DENDAT262579 D DE NDAT262579D DE 262579D A DE262579D A DE 262579DA DE 262579 C DE262579 C DE 262579C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
felt
suction
paper
roll
press
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT262579D
Other languages
English (en)
Publication of DE262579C publication Critical patent/DE262579C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F3/00Press section of machines for making continuous webs of paper
    • D21F3/02Wet presses
    • D21F3/04Arrangements thereof

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
191Ö
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 262579 KLASSE 55 d. GRUPPE
Papiermaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Juli 1912 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember igoo auf Grund der Anmeldung in Großbritannien vom 9. August 1911 anerkannt.
die Priorität
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vervollkommnung der Papiermaschine, und zwar handelt es sich insbesondere um den Teil einer Papiermaschine, bei dem die Stoffbahn ■ durch die Naßpressen läuft. Es ist zwar bekannt, bei der Gautschpresse, wo also noch der Papierstoff auf dem Sieb ruht, die Gautschwalze durch eine Saugwalze zu ersetzen; in vorliegendem Falle handelt es sich aber um die Einführung der Saugwalze bei den Näßpressen der Filzpartie. Der Grund, daß man bei diesen Naßpressen im Gegensatz zu der Gautschpresse bisher Saugwalzen vermieden hat, liegt in der Verschiedenheit der Bedingungen, die in dem Falle, wo es sich um die Bildung der Papierschicht aus dem Brei auf dem Sieb handelt, wesentlich andere sind als im Falle der Entwässerung der bereits gebildeten, vom Naßfilz getragenen Stoffschicht.
Während es im ersteren Fall unvorteilhaft wäre, die Gautschpresse zu ersetzen durch eine Saugwalze, die mit einer Preßwalze zusammen arbeitet, gegenüber dem Ersatz der Gautschpresse durch eine Saugwalze allein, ist bei einer Naßpresse das Auspressen der gebildeten Stoffbahn auf dem Filz an sich vorteilhaft, und es kommen andere Momente in Frage, insbesondere eine möglichst rasche Entwässerung des Filzes selbst und eine sichere Verhinderung der Beschädigung der Stoffbahn durch die Mitnahme derselben vom Unterlagefilz ab auf die auf der Stoffbahn liegende Preßwalze. Mit Rücksicht auf diese Bedingung ist die neue Papiermaschine dadurch gekennzeichnet, daß die von der Form (Zylindersieb oder Langsieb) abgenommene Papierstoffbahn auf einem Filz zwischen zwei Walzen hindurchgeführt wird, von denen die eine eine Saugwalze und die andere eine Preßwalze ist, und die im Saugfeld der Saugwalze derart zusammen wirken, daß die Papierstoffbahn und der Filz der Saug- und Druckwirkung ausgesetzt sind. Hierdurch wird ermöglicht, auch bei hohen Geschwindigkeiten das Papier in der Naßpartie vorteilhafter zu behandeln und besser zu trocknen als durch Auspressen mittels mechanischen Druckes allein, so daß durch die Trockenpartie weniger Wasser verdampft zu werden braucht. Weiter wird auch die Reißgefahr verringert und die Lebensdauer der Filze erhöht. Insbesondere wird auch die Notwendigkeit des häufigen Waschens des ersten Filzes vermieden. Einzelne besondere Vorteile bezüglich der gegenseitigen Anordnung der zusammen wirkenden Preß- und Saugwalzen ergeben sich aus der folgenden Beschreibung.
Die Zeichnung zeigt schematisch eine Papiermaschine gemäß der Erfindung.
Bei dem gewählten Ausführungsbeispiel ist 1 das endlose Sieb einer Langsiebmaschine, bei welcher die übliche Gautschpresse in bekannter
Weise durch eine Saugwalze 2 ersetzt ist, die am Abgabeende des Langsiebes angeordnet ist, welches über die Saugwalze 2 läuft und durch sie angetrieben wird. Diese Saugwalze ist mit einer nicht dargestellten Pumpvorrichtung versehen, welche so beschaffen ist, daß sie eine annähernd gleichmäßige Luftleere unter Bewältigung großer Mengen von Luft und Wasser aufrechterhält, so daß eine große Menge Luft gleichmäßig durch den Papierstoff gezogen wird, wodurch dieser gleichmäßig geschlossen und wirksamer getrocknet wird als durch Pressen zwischen den üblichen Gautschwalzen. Nach dem Übergang über die Saugfläche 2a der Saugwalze 2 wird die Stoffbahn, sei es von Hand oder mechanisch, vorteilhaft mittels eines im Innern der Saugwalze angeordneten Blasrohres von der Saugwalze 2 abgenommen und auf den endlosen Filz 3 übertragen, welcher im weiteren als der erste Filz bezeichnet werden soll. Der Filz 3 wird durch Spannrollen 4 gespannt gehalten und mittels Rollen 5, 6 und 7 angetrieben. Dieser die Papierstoffbahn mitnehmende Filz 3 läuft zwisehen einer Saugwalze 6 und einer mit dieser zusammen arbeitenden Preßwalze 7 hindurch. In diesem Augenblick ist indessen die Papierstoffbahn nicht nur dem Druck zwischen den genannten Walzen ausgesetzt, sondern auch der Wirkung einer Luftleere beim Übertritt über die Saugstelle 6a, wobei naturgemäß auch die Saugwalze 6 mit einer entsprechenden Pumpvorrichtung verbunden ist.
Die Saugkammer der Saugwalze 6 ist so angeordnet, daß die Saugstelle 6a zu beiden Seiten über den Berührungspunkt der beiden Walzen 6 und 7 hinausreicht, um Wasser und Luft von dem Filz auf der Ankunftseite zu entfernen und andererseits. die Stoffbahn auf der entgegengesetzten oder Auslaufseite gegen den Filz niederzuhalten und dadurch an dem Bestreben, auf der Walze 7 aufzulaufen, zu verhindern. Die Aufgabe der Saugrolle 6 ist 'also nicht nur die, die Papierstoffbahn zu trocknen, sondern auch den Filz zu trocknen und die Stoffbahn in Berührung mit dem Filz zu halten. Das nachteilige Ansammeln und Anstauen eines Wasserstreifens an der Berührüngsstelle der Walzen ist hierdurch verhütet, und es hat sich weiter herausgestellt, daß die Saugwalze auch eine reinigende Wirkung auf den Filz ausübt, so daß es nicht mehr nötig ist, diesen, wie bisher üblich, täglich zu waschen. Ein zweiter Filz 8, welcher durch Rollen 9 gespannt ist, läuft über eine Saugwalze 10 und wird durch diese angetrieben. Diese Saugwalze arbeitet mit zwei Walzen 5 und 11 zusammen, zwischen denen sie angeordnet ist. Die Walze 5 ist vorteilhaft aus weichem Gummi. Die Saugwalze 10, die ebenfalls mit einer Luftpumpe verbunden ist, ist mit zwei Saugkammern versehen, so daß Saugstellen τοα und ip* entstehen, von denen die eine an der Preßrolle 11 sich befindet. Die Saugstelle ίο*1 erstreckt sich zu beiden "65 Seiten der Berührungsstelle der Walzen 5 und 10, während das Saugfeld ίο6 an der einen Seite der Berührungsstelle zwischen den Walzen 10 und 11 liegt, und zwar auf der Einlaufseite der Papierstoffbahn. Die Saugkammer ΐοΛ 7ο entfernt durch ihre Saugwirkung jeden Überfluß an Feuchtigkeit und Luft von dem ersten Filz 3 und bewirkt, daß die Stoffbahn sich nach dem Durchgang durch die Walzenberührungsstelle gegen den zweiten Filz 8 anlegt. Der zweite Filz 8 mit der Papierstoffbahn läuft dann über die Saugkammer 10*, welche die Luft und das Wasser vom zweiten Filz 8 entfernt. Nachdem die Papierstoff bahn die Berührungsstelle der Walzen 10 und 11 verlassen hat, besitzt sie kein Bestreben mehr, sich gegen den Filz 8 zu legen, so daß die Rolle 11 die Papierstoff bahn vom Filz abnimmt und um sich herum mitnimmt, von wo sie auf die Trockenwalze 13 läuft. Es kann indessen, zusammenwirkend mit der Walze 11, eine zusätzliche Walze 12 von Gummi, Stein, Holz ο. dgl. angeordnet sein. Die Papierstoffbahn läuft allein zwischen diesen Rollen 11 und 12 hindurch, welche alle Eindrücke des Filzes aus ihr herausdrücken.
Die beiden Filze 3 und 8 sind so angeordnet, daß sie die Papierstoffbahn an entgegengesetzten Seiten aufnehmen, wodurch die Schwierigkeit vermieden wird, die Bahn umzuwenden, um die Glättwirkung und einen Druck auf · beiden Seiten der Papierstoffbahn zu erzielen. In der dargestellten Anordnung übernehmen fünf Walzen die Arbeit von sechs Preß walzen der bekannten Langsiebmaschine, welche in der Regel mit drei Paaren von Preßwalzen versehen sind, wobei die Papierstoffbahn in der Regel durch die erste und zweite Naßpresse mittels eines Filzes geführt wird und durch die dritte Presse meistens allein läuft.
Es ist offensichtlich, daß die dargestellte Anordnung, wenn es für vorteilhaft befunden wird, auch erweitert werden kann, indem man eine solche Anzahl von Saugwalzen, die mit Preßwalzen zusammen wirken, benutzt, wie es wünschenswert erscheint.
Die Wirkung der Maschine ist vollkommen selbsttätig, da sie die Papierstoffbahn, nach- <.· dem sie auf den ersten Filz gelangt ist, und nachdem sie durch die erste Presse hindurchgegangen ist, durchlaufen läßt, bis zu der Zeit, wo sie abgenommen wird. Weiter kann kein Reißen der Papierstpffbahn auf den Filzen stattfinden, so daß die Maschine mit ganz großer Geschwindigkeit laufen kann.
Die Preß walzen, welche mit den Saugwalzen zusammen wirken, können angefeuchtet wer-
den, um ihre Oberfläche instandzuhalten; sie können mit den üblichen Abnehmern versehen sein, um zu verhindern, daß die Papierstoffbahn rund um die Walze mitgenommen wird, wenn sie zuerst durch sie hindurchgeht. Jede Saugwalzenbauart kann angewendet werden, welche befähigt ist, mit hoher Luftleere zu arbeiten und die Luftleere auf einem Teil des Umfanges der Zylinderfläche aufrechtzuerhalten. Wenngleich die vorteilhafteste Ausführungsform der Erfindung die bei einer Langsiebmaschine de£ oben erwähnten Art ist, so kann sie doch auch mit Vorteil bei den gewöhnlichen Langsiebmaschinen oder anderen Papiermaschinen angewendet werden. Die Anordnung der Filze und das Zusammenwirken der Saug- und Preßwalze kann also in verschiedenster Weise abgeändert werden, ■ und ebenso kann die Zahl der zusammen wirkenden Walzen verändert werden.

Claims (7)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Papiermaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Form (Zylindersieb oder Langsieb) abgenommene Papierstoffbahn auf einem Filz (3) zwischen zwei Walzen (6 und 7) hindurchgeführt wird, von denen die eine (6) eine Saugwalze und die andere (7) eine Preßwalze ist, und welche im Saugfeld der Saugwalze (6) derart zusammen wirken, daß die Papierstoffbahn und der -Filz der Saug- und Druckwirkung ausgesetzt sind.
  2. 2. Papiermaschine nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Saugfeld der Saugwalze (6) nach beiden Seiten der Berührungslinie der beiden Walzen (6 und 7) derart erstreckt, daß an der einen Seite Wasser und Luft aus dem Filz (3) abgesaugt werden und an der anderen Seite die Papierstoffbahn gegen den Filz (3) niedergehalten wird.
  3. 3. Papiermaschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Filz (3) zwei Paar zusammen arbeitender Saug- und Preßwalzen (6,7 und 10, 5) derart angeordnet sind, daß die eine Saugwalze auf der einen, die andere Saugwalze auf der anderen Seite der Papierstoffbahn wirkt.
  4. 4. Papiermaschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß um die Saugwalze (10) des zweiten Walzenpaares ein endloser Filz (8) läuft, der die Papierstoffbahn vom ersten Filz (3) abnimmt, wobei die Abnahme durch die Wirkung der zweiten Saugwalze (10) unterstützt wird.
  5. 5. Papiermaschine nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Papierstoffbahn den zweiten Filz (8) unter Führung um eine weitere Preßwalze (11) verläßt, welche mit der zweiten Saugwalze (10) zusammen arbeitet.
  6. 6. Papiermaschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Papier-Stoffbahn beim Verlassen des zweiten Filzes (8) durch ein Preß walzenpaar (11 und 12) hindurchgeführt wird, von denen die eine Preßwalze (11) mit der Saugwalze (10) zusammen arbeitet.
  7. 7. Papiermaschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Saugwalze (10) an der Berührungsstelle mit ihrer ersten Preß walze (5) auf beiden Seiten der Berührungsstelle saugt, während sie an der Berührungsstelle mit ihrer zweiten Preß walze (n) nur vor der Berührungsstelle saugt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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