DE3105615A1 - Entwaesserungspresse zum trocknen von feuchten papierbahnen u.dgl. - Google Patents
Entwaesserungspresse zum trocknen von feuchten papierbahnen u.dgl.Info
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Entwässerungspresse sun Trocknen
von feuchten Papierbahnen entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1. . \'
Pressenpartien und' Naßfilze werden üblicherweise in der Papierindustrie
zur Verringerung des Feuchtigkeitsgehaltes von feuchten Papierbahnen verwendet. Dabei wird die feuchte Papierbahn durch
zwei Preßwalzen geführt, welche die Bahn quetschen, un den Ent«
wasserungsVorgang zu erleichtern. Die Papierbahn wird dabei rr.it-
~els eines endlosen-Filzes zwischen die Preßwalzen geführt. Der
Filz nimmt Wasser von der Papierbahn auf und das Wasser wird im folgenden durch entsprechende Mittel entlang des Weges des Filzes
entfernt, meistens mittels Saugkästen und Gebläsen.
Entwässerungspressen1 sind beispielsweise aus den US-PS 3 093 535 3
3 214 329, 3 214 330, 3 214 331, 3 257 268, 3 278 368, 3 325 351, 3 556 940 und 3 840 429 bekannt geworden. Einige dieser Entwässerungspressen
verwenden mehr als einen endlosen Pilz zu::; Hindurchführen
der Papierbahnen durch die Klemmstellen der Pre^wal-zsr..
Eoi den bekannten Preßwalzen läßt sich der Feuchtigkeitsgehalt der
Bahr, auf etwa 60? verringern. Eine weitergehende Trocknung war bisher
nicht möglich, da ein Teil der von den Preßwalzer, aus der Bahn
herausgepreßten Flüssigkeit, die in der Klemmstelle von der. eder
den Trockenfilzen aufgenommen wurde, wieder i:i die rapierbahr, zurückgesaugt·
wird. Dieser Vorgang" wird als Wiederbefeuchtung bezeichnet.
Eer Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Entwässerungspresse
zu schaffen, bei der ein Wiederbefeuchten der ausgequetschten. Papierbahn
oder einer anderen feuchten Bahn vermieden wird, so äaß
ein h3herer Trocknungsgrad erreicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Kennzeichen des
J:130061/0478
&%&&.'Λ.-·.., jL^^sssmsmmmBsm^^^^^^} :..s :v, . , ..^,.
Merkmals des Anspruchs 1 gelöst.'
Der mit der feuchten Papierbahn oder dergl. ir» Berührung kcnr.ende
zweite endlose Filz ist aufgrund seiner Herstellung aua Zellulcsefacern
in der Lage, das aus der feuchten Bahn herausgepreßte Uasser
aufzusaugen und festzuhalten, so daß ein Wiederbenetzen der Bahn verhindert ist. Dadurch läßt sich der Feuchtigkeitsgehalt
einer Papierbahn auf etwa ^t55» senken.
Der erfindungsgemäße Vorschlag ist sowohl besonders wirksam in
Be-jug auf die Verringerung des Wassergehaltes als auch in Be-iuc
auf Wirtschaftlichkeit. Vierin der mit der Papierbahn in Kontakt kcinr.er.de- Filz aufgrund der verhältnismäßig brüchigen Faser.: abgenutzt
ist, kann er einfach ersetzt werden.-Es wäre demgegenüber
unwirtschaftlich, Baumwolle oder andere Zellulosefanern in cie Oberfläche eines konventionellen Preßfilzes zu nadeln, da dann
die gesamte Bahn ersetzt werden müßte, wenn die Fasern abgenutzt sind. Die Verwendung nur eines Baumwollfilzes würde andererseits
aufgrund der beträchtlichen Abnutzung äußerst kurzlebig sein. Die vorgeschlagene .Kombination eines mit der Papierbahn oder dergl.
in Kontakt kommenden, die Feuchtigkeit entfernenden Filzes rr.it
einen inneren endlosen Filz aus Polyamid oder dergl. zur Erzielung
eines Polstereffektes und zur Verringerung der Abnutzung ist eine äußerst brauchbare und zufriedensteilende Lösung.
Eine besonders intensive Trocknung einer feuchten Papierbahn oder
dergl." wird erreicht, wenn die Papierbahn zwischen zwei endlosen Filzen aus Zellulosefaser, in die Klemmsteile zwischen den Preßwalzen
geführt wird, was dadurch erreicht wird, daß auch um die andere Preßwalze ein endloser verschleißfester Filz und auf diesen
ein endloser Filz aus Zellulosefasern geführt wird.
Jeder mit der feuchten Bahr«, in Kontakt kommende endlose FiI? besteht
vorzugsweise aus Baumwolle, während der verschleißfestere,
130061/
den Zellulosefilz tragende endlose Filz aus Polyamid gewebt und mit einer Polyamidbahn yernadelt und dann zu hoher Dichte kombiniert
wurde. Eine derartige Kombination hat sich als besonders brauchbar erwiesen.
Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren züto Entwässern
einer feuchten Papierbahn.mit Hilfe eines Walzenpaares, durch dessen Klemmstelle ein endloser Filz geführt ist und das eine
wesentlich bessere Entfeuchtung ergibt als die bisherigen Verfahren. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird durch die Klenr,-stelle
des Preßwalzenpaares ein zweiter endloser Filz über den ersten Filz geführt, der aus Zellulosefasern besteht, während der
erste.aus einem Material mit größerer Verschleißfestigkeit als der
zweite besteht und in der Lage ist, in der Klemmstelle ein Polster •zu. bilden, und dann die feuchte Papierbahn durch die Klemmstelle
über den zweiten endlosen Filz geführt wird, derart, daß die aus der Papierbahn ausgequetschte Flüssigkeit von dem zweiten endloser.
Filz aufgenommen wird. Zur Erzielung einer noch besseren Entwässerung kann vor dem Durchführen der feuchten Papierbahn ein
dritter und ein vierter endloser Filz durch.die Klemmstelle des Freßwalzenpaares geführt werden, wobei der vierte endlose Filz
wiederum aus Zellulosefasern besteht und in der Klemmstelle auf dem dritten endlosen Filz liegt, und dann die feuchte Papierbahn
zwischen dem zweiten und dem vierten endlosen Filz, die beide aus Zellulosefasern bestehen, durch die Klemmstelle geführt wird.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher beschrieben, in der ein Ausführungsbeispiel einer erfindangsr.
Entwässerungspresse dargestellt ist.
Zinc- .feuchte Papierbahn 10 wird durch eine der Pressenpartier. 12
einer Papiermaschine hindurchgeführt. Wie bekannt, können mehrere solcher Pressenpartien 12 in der Maschine vorhanden sein. Die
Pressenpartie 12 v/eist zwei Quetschwalzen 14 und 16 auf, die übereinander angeordnet sind. Zwei endlose innere oder Stützfilze 18
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. ; , t §A5 ORIGINAL
JJ
und 18* laufen über die Quetschwälzen 14 und 16 und über eine
Mehrzahl von Führungsrollen 20. Die Stützfilze 18, 18' bestehen aus einem Material, das sowohl haltbar als auch in der Lage ist,
einen Dämpfungs- oder Polstereffekt in der Klemmstelle des Quet'schwalzenpaares 14, 16 zu erzeugen. Als besonders vorteilhaft hat
sich ein 10055 aus Polyamid bestehender Filz erwiesen, der aus einem Gewebe besteht, das mit einer Polyamid-Bahn vernadelt ist
und hochverdichtet wurde.
Zwei endlose Kontakt- oder Saugfilze 22 und Ü2f sind ebenfalls
über Führungsrollen 20 und zwischen die Quetschwalzen 14 uni 16 geführt. Die Papierbahn 10 läuft zwischen den Saugfilzen 22, 22'
und steht mit diesen in Berührung. Wenn die Papierbahn 10 durch die Klemmstelle der Quetschwalzen 14, 16 geführt wird, wird an
der Stelle, an der sie zwischen die Quetschwalzen 14, 16 eintritt, Wasser aus ihr herausgepreßt und von den Saugfilzen 22, 22' aufgenommen.
Wenn die Papierbahn 12 aus der Klemmstelle der Quetschwalzen-14,
16 austritt, besteht bei den bekannten Entwässerungspressen
die Gefahr, daß ein Teil der herausgequetschten Flüssigkeit; wieder von der Papierbahn aufgenommen wird. Konventionelle
■Trockenpartien können daher den Feuchtigkeitsgehalt der Papierbahn nur auf etwa 60% verringern. Aufgrund des geschilderter. Wiederbefeuchtungsproblems
gelangt man zu «inem Punkt, wo zusätzliche konventionelle Pressen den Feuchtigkeitsgehalt nicht mehr
verringern. Es hat sich nun gezeigt, daß Filze aus Baumwolle oder anderen Zellulosefasern das Wiederbefeuchtungsproblem wirksam
lösen können. Bei dem erfindungsgemäßen Vorschlag sind die Saugfilze
22, 22' aus einem Garn aus solchen Fasern gewoben. Die Stützfilze l8, 18', die, wie vorher erwähnt, aus Polyamid bestehen,
werden dazu verwendet, der Kombination eine lange Lebensdauer und eine geringe Abnützung zu verleihen. Dadurch kann die in der
Zeichnung dargestellte Anordnung in Verbindung mit konventionellen Pressenpartien verwendet werden. Die dargestellte Presse vermeidet
das Viiederbefeuchtungsproblem wirksam und kann hinter konventionellen Pressen angeordnet werden, um die Feuchtigkeit der Papier-
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fern·'
bahn auf etwa k5% zu verringern.
! Nach dem Austritt aus den Pressenpartien wird die Papierbahn r.icht gezeigten, mit Dampf betriebenen Trockenapparaten zugeführt,
um den Feuchtigkeitsgehalt noch weiter zu verringern. Es ist ersichtlich, daß durch die Verwendung der erfindungsgemäir-en
Fresse beträchtliche Dampf kosten eingespart werden können,· wobei
die Einsparungen üblr 50% betragen können.
Irr. Betrieb laufen die um die obere Quetschwalze 14 herumgeführter.
Filze 18 und 22 entgegen dem Uhrzeigersinn, während die um die ur.tere Quetschwalze 16 geführten Filze 18' und 22' im Uhrzeigersinn
laufen. Wenn die Papierbahn 10 aus der Klemmstelle der Quetschwalzen
Ih3 l6 heraustritt, verhindern die Saugfilze 22 und 22', die
Flüssigkeit von beiden Seiten der Papierbahn aufgenommen haben,
"eine nennenswerte Wiederbenetzung der Papierbahn. Dadurch wird eine beträchtliche Verringerung des Feuchtigkeitsgehalts der Papierbahn
erreicht. Die Papierbahn kann dann in üblicher Weise einer weiteren Behandlung unterworfen werden.
Zie Filze werden vor dem Wiedereintritt in die Klemmstelie zwischen
den Quetschwalzen I1J, 16 durch bekannte Filzbehandlungsstaticr.er.
2- geführt, in denen Flüssigkeit und andere Stoffe von den Filzer,
entfernt werden.
BADCRiGlNAL
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Claims (9)
- Pat entansprüchewässerur.gspresse zum Trocknen von feuchten Papierbahnen und dergleichen, mit einem Paar von Preßwalzen, die zusarnr.en eine Kleirmstelle bilden und zwischen denen die Papierbahn oder dergleichen mit Hilfe eines endlosen,- um eine der Preßwal-^en geführten Trockenfilsen hindurchgefühnt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter endloser. Filz (22) auf dem erster. File (13) um dieselbe Preäwalze (14) geführt ist und den ersten Filz (IS) im Klemmbereich der Preßwalaen (14,16) berührt und ücer-. läppt und aus Zellulosefasern besteht', während der erste endlose Filz (18) aus einem Material besteht, das eine größere Verschleißfestigkeit als der zweite endlose Pilz (22) aufweist ur.d ir. der Lage ist, im Kiemmbereich ein Polster zu bilden.
- 2. Er.twässerungspresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daS um die andere Preßwalze (16) ein dritter endloser Filz (l8'J und auf diesen ein vierter endloser Filz (22') geführt ist, der der. dritten Filz (l8f) im Klemmbereich der Preßwalzen (1*. ,:!''>)■ berührt und überlappt und aus Zellulosefasern besteht, während130061/0478Γ"BABORiGINAL JBankverbindung: Hypobank Gauting Konto Nr. 3750123448 (BLZ 700 260 01)COPYder dritte Pilz (18') aus einem Material besteht, das eine größere Verschleißfestigkeit als der vierte Filz (22f) hat und in der Lage ist, im Klemmbereich ein Polster zu bilden.
- 3. Entwässerungspresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite bzw. der zweite und der vierte endlose Filz (22 bzw. 22*) aus Baumwolle besteht bzw. bestehen.
- '4. Er.twässerungspresse nach Anspruch 1 oder 3> dadurch gekennzeichnet, daß der erste endlose Filz (18) gewebt und genadelt ist unter Verwendung einer Polyamid-Bahn, und zu hoher Dichte zusammengedrückt ist.
- 5- Er.twässerungspresse nach Anspruch 2, 3 oder *i, daß auch der dritte endlose Filz (IS1) gewebt und unter Verwendung einer Pclyamid-Bahn genadelt und zu hoher Dichte zusammengedrückt ist
- z. Verfahren cum Entwässern einer feuchten Papierbahr, mit Hilfe eines Preßwalzenpaares, durch dessen Klemmstelle ein endloser Filz geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß durch die i:iendstelle des Preßwaisenpaares ein zweiter endloser Filz über der. ersten Filz geführt wird, der aus Zellulosefasern bestehr, während ler erste aus einem Material mit größerer Verschleißfestigkeit als der zweite besteht und in der Lage ist, ir. der ?:iemmstelle ein Polster zu bilden, und dann die feuchte Papierbahn durch die Klemmstelle über den zweiten endlosen Filz geführt wird, derart, "daß die aus der Papierbahn ausgequetschte Flüssigkeit von dem zweiten endlosen Filz aufgenonunen wird
- 7· Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß vcr den: ' Durchführen der feuchten Papierbahn ein dritter und ein vierter endloser Filz durch die Klemir.stelle des Preßwalzenpaares geführ' wird, wobei der vierte endlose Filz aus Zellulosefasern besteht und in der Klemmstelle auf dem dritten endlosen Filz lieg^, und daß dann die feuchte Papierbahn zwischen dem zweiten und130061/0478COPYBAD ORIGINAL31Q5615dem vierten endlosen FiIs durch die Klemmstelle geführt wird.
- 8. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet s daß als zweiter endloser Pilz bzw. als zweiter und vierter endloser Filz ein solcher aus Baumwolle verwendet wird.
- 9. Verfahren nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß als erster endloser Filz bzv;. als erster oder dritter endloser Filz ein gewebter und mittels einer Polyamidbahn ge- . nadelter und zu hoher Dichte verdichteter Filz verwendet wird»r" ' λ ÜAD ORIGINAL M130081/0478
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