Bentley Laboratories, Inc., Irvine, Calif. / USA
Blutoxygenierungsvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Blasen-Blutoxygeniervorrichtung und ein Verfahren zur Oxygenierung von Blut.
Insbesondere betrifft die Erfindung eine Blutoxygeniervorrichtung,
wie sie bei der Oberkörperchirurgie verwendet wird, insbesondere mit verbesserter Blasenbildung und verbessertem Sauerstoff-Kohlendioxyd-Austausch.
Die vorliegende Anmeldung betrifft eine Weiterbildung der in der US-Patentanmeldung Nr. 584,464 vom
6. Juni 1975 unter dem Titel "Eine verbesserte Blutoxygeniervorrichtung" beschriebenen Erfindung.
Die Erfindung stellt eine weitere Verbesserung der Vorrichtungen dar, die in den US-Patentschriften 3,615,238 vom 26. Oktober 1971
(Bentley) mit dem Titel "Oxygenator", 3,578,411 vom 11. Mai 1971
(Bentley et al) mit dem Titel "Blasenbildungseinrichtung für ein Blutbehandlungsgerät", 3,488,158 vom 6. Januar 1970 (Bentley et
al) mit dem Titel "Blasenbildungseinrichtung für Oxygenator" sowie in den gleichzeitig anhängigen Anmeldungen Nr. 436,913 mit
dem Titel "Blutoxygenator", die inzwischen fallengelassen wurde, und 565,043 mit dem Titel "Verbesserte Oxygeniervorrichtung", die
gleichzeitig anhängig ist, beschrieben sind, wobei die dortigen Beschreibungen in die vorliegende Offenbarung unter Bezugnahme
darauf einbezogen werden. Diese Vorrichtungen stellen jeweils wichtige Entwicklungen auf dem Gebiet der Blutbehandlung dar.
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Da diese Vorrichtungen aber vorübergehend die Funktion des Herzens
und der Lunge eines Patienten während bestimmter Operationen oder anderer Behandlungen des Körpers übernehmen, sind weitere
Verbesserungen erwünscht, die innerhalb dieser Vorrichtungen einen Blutbehandlungsvorgang bewirken, der so weit wie möglich
äquivalent dem natürlichen Vorgang ist, der vom Herzen und von der Lunge durchgeführt wird.
Eine Eigenschaft des menschlichen Oxygeniervorganges, die bisher
schwer nachzubilden war, betrifft das Verhältnis des Sauerstoffs im Blut zu dem Kohlendioxyd, welches gewöhnlich als physiologisches
Verhältnis von pO2 zu pCCU ausgedrückt wird. Bisher waren
Oxygeniervorrichtungen entweder nicht in der Lage, dieses Verhältnis von pO2 zu pCO2 aufrecht zu erhalten oder arbeiteten mit
geringem Wirkungsgrad und/oder in einer solchen Weise, daß dadurch das Blut ungünstigen Einflüssen ausgesetzt werden kann, und
zwar in der Absicht, das erwähnte Verhältnis über den während des Betriebs der Vorrichtungen erforderlichen Bereich von Durchflußleistungen
beizubehalten. Wenn beispielsweise eine Erhöhung des
pO2 beabsichtigt war, so konnte sie nur durch wesentliche Erhöhung
des Sauerstofflusses bezüglich des in die Vorrichtung fließenden 3lutdurchflusses erreicht werden. Ein hohes Durchflußverhältnis
von Gas zu Blut bedeutet einen Betrieb des Oxygenators mit schlechtem Wirkungsgrad und, was noch wichtiger ist, erhöht die
Gefahr der Hämolyse beträchtlich.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Blutblasenbildung und einen verbesserten Blutblasenfluß zu ermöglichen, die dazu
führen, daß das Oxygenierungsvermögen des Oxygenators verbessert wird. Insbesondere soll ein verbesserter Fluß von Blutblasen längs
des Durchganges innerhalb der Oxygenierungskammer und eine verbesserte Blutblasenbildung ermöglicht werden. Ein derartiger verbesserter
Durchfluß und die verbesserte Blasenbildung führen zur Vermeidung der Situation, in der relativ wenige nichtgleichförmige
Blutblasen zu Anfang erzeugt werden und dann nicht richtig mit freiem Sauerstoff vermischt werden, um eine optimale Sauerstoff-Kohlendioxyd-Übertragung
ohne Schädigung des Blutes zu bewirken.
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Ferner soll ein verbesserter Aufbau geschaffen werden, so daß das Anfangsvolumen der Flüssigkeit zum Inbetriebsetzen der Qxygenierungsvorrichtung
wesentlich reduziert werden kann. Diese Reduzierung ist von Vorteil bei den gewöhnlich auftretenden Situationen,
wo entweder Blut (nicht das des Patienten) allein, Blut, das mit einer Lösung zur BlutVerdünnung vermischt ist,
oder eine Blutverdünnungslösung allein als Anfangsfüllung für
den Oxygenator verwendet wird. Der Grund, weshalb eine derartige Reduzierung in der ersten vorstehend erwähnten Situation vorteilhaft
ist, d.h. wenn also Blut (nicht das des Patienten) allein als Anfangsfüllung verwendet wird, liegt darin, daß je weniger
Blut verwendet wird, das nicht das Blut' des Patienten ist, der Oxygenierungsvorgang für den Patienten umso mehr physisch annehmbar
bzw. erträglich ist. Der Grund für den Vorteil bei der zweiten Situation, d.h. wenn Blut mit einer Lösung zur Blutverdünnung
als Anfangsfüllung verwendet wird, ist der gerade erwähnte Grund genauso wie die Tatsache, daß Blut allein leichter oxygeniert
wird als Blut, das mit einer Blutverdünnungslösung vermischt ist,
und zwar aufgrund des reduzierten Anteils an roten Blutkörperchen dieses Gemische. Je weniger Gemisch also als Anfangsfüllung
verwendet wird, desto besser erfolgt die Oxygenierung während der
anfänglichen Arbeitsphasen. Der Grund für den Vorteil in der dritten Situation, d.h. wenn als Anfangsfüllung allein Blutverdünnungslösung
verwendet wird, ist derselbe wie die für die zweite Situation vorstehend erwähnten Gründe.
Durch die Erfindung soll also eine Blutoxygeniervorrichtung geschaffen
werden, durch die
a) die übertragung von Sauerstoff ins Blut wirkungsvoll und mit
gutem Wirkungsgrad bei verbesserter Gas-Blut-Durchflußleistung
erreicht wird,
b) verbesserte Blut- und Blutblasen-Durchflußeigenschaften errzielt
werden,
c) eine verbesserte Blutblasen- bzw. Blutbläschenbildung erzielt werden kann und
d) das Flüssigkeitsanfangsvolumen beträchtlich reduziert werden
..kann. ... . .; . ^ ; . . _... .
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Diese Aufgabe wird durch eine Blasen-Blutoxygeniervorrichtung gelöst, die gernaß der Erfindung gekennzeichnet ist durch eine
Oxygenierkammer mit einer Mehrzahl von darin gebildeten, Sekundärströmung
erzeugenden Umlenkeinrichtungen und einem Durchlaß, der so wirkt, daß er die Sekundarströnung von durch ihn hindurchlaufenden
Blutbläschen fördert.
Das erfindungsgemäße Blutoxygenierverfahren ist gekennzeichnet durch Bildung von Blutbläschen mit einem sauerstoffreichen Gas,
Ausübung von Kräften auf die Blutbläschen, die bewirken, daß die Bläschen eine Sekundärströnung ausführen, wodurch den Bläschen
allgemein eine Drehbewegung aufgeprägt wird, die es ermöglicht, daß eine Gasübertragung so erfolgt, daß ein wesentlicher
Betrag des im Blut ursprünglich vorhandenen Kohlendioxyds durch Sauerstoff ausgetauscht wird, und Umwandlung der oxygenierten
Blutbläschen in flüssiges Blut.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Oxygeniervorrichtung
eine Oxygenierkammer und eine Wärmeaustauschkammer. Die Oxygenierkammer umfaßt eine Blasenbildungskammer und eine Misch kammer
bzw. einen Durchlaß. Die Blasen- oder Bläschenerzeugungskammer ist mit Sauerstoff- und Bluteinlässen und mit einem Diffusions-
oder Verteilungskegel versehen. Das in die Bläschenbildungskammer eintretende Venenblut wird mit Bläschen durchsetzt
durch eine Mehrzahl von kleinen Sauerstoffstrahlen, die aus dem
Verteilungskegel austreten, und zwar in entgegengesetzter Richtung oder parallel zum Blutfluß, so daß Blutbläschen gebildet werden.
Die Blutbläschen gelangen dann in die Mischkammer. Die Mischkammer ist mit einer Mehrzahl von sekundären Durchflußeinrichtungen
versehen, die so wirken, daß ein sekundärer Fluß aus Blutbläschen, der durch diese hindurch fließt, unterstützt wird. Der
Durchlaß steuert gemeinsam mit dem Verteilungskegel die Bläschengröße und fördert in wirksamer Weise die Oxygenierung der Blutbläschen.
Die Blutbläschen, die aus der Oxygenierungskammer austreten, müssen durch eine Wärmeaustauschkammer und eine Entschäu-
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mungseinrichtung laufen, bevor sie die Oxygenierungsvorrichtung
verlassen.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Entschäumungseinrichtung
um die Oxygenierungskammer herum angeordnet. Die Blutbläschen
treten aus der Oxygenierungskammer aus und gelangen nach unten zur Außenseite der Oxygenierungskammer durch einen offenen
Raum, der durch ein Entschäumer-Trägerelement gebildet wird, das zwischen der Oxygenierkammer und Schichten aus Entschäurrungsmaterial
angeordnet ist, welches die Kammer umgibt. Die Bläschen fließen dann in das angesammelte und von Bläschen befreite Blut,
das sich um das untere Ende der Kammer herum ausbreitet und werden
im wesentlichen in flüssiges bzw. von Bläschen befreites oxygeniertes Blut und in freies Sauerstoffgas und freies Kohlendioxydgas
verwandelt, wobei letztere Gase abgeleitet werden. Das flüssige Blut läuft dann durch das Entschäumungsmaterial herum,
welches das angesammelte Blut umgibt. Bläschen, die auf ihrem Weg nach unten zur Außenseite der Bläschenbildungskammer nicht
zurückgebildet wurden, werden während ihres Durchganges seitlich
durcn das Entschäumungsmaterial hindurch beseitigt. Nachdem das Blut durch das Entschäumungsmaterial gelangt ist, fließt es in
die Wärmeaustauschkammer, damit Wärme in das Blut übertragen wird, bevor es zuir. Patienten zurückläuft. Bei einer anderen bevorzugten
Ausführungsform laufen die Blutbläschen durch die Wärmeaustauschkammer,
bevor sie durch die Entschäumungseinrichtung geleitet werden. Die Entschäumungseinrichtung ist um die Außenseite des Wärmeaustauschers
herum angeordnet und ist in ähnlicher Weise mit Entschäumungseinrichtung-Trägerelementen versehen, die das Entschäumungsmaterial
im Abstand von der Wärmeaustauschkammer halten, wodurch in ähnlicher Weise ein offener Raum für den Durchlaß
von Blutbläschen gebildet wird. Nachdem das Blut durch das Entschäumungsmaterial
geleitet wurde, wird es zum Patienten zurückgeführt.
Weitere Merkmale und Zweckmäßigkeiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Ficruren.
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Von den Figuren zeigen:
Fig. 1 eine Perspektiv-Seitenansicht der erfindungsgemäßen
Oxygeniervorrichtung, teilweise im Schnitt/ zur Darstellung der Oxygenierkammer und der Wärmeaustauschkammer;
Fig. 2 eine Seitenansicht der Oxygeniervorrichtung;
Fig. 3 eine Seitenansicht im Schnitt der Oxygenierkammer;
Fig. 4 eine Perspektivansicht der Oxygenierkammer und des Entschäumungseinrichtung-Trägerelements, zur Darstellung
des Blutflusses und der Blutbläschen vom Auslaß der Kammer;
Fig. 5 eine Ansicht der Oxygenierkammer zur Darstellung der Anordnung des Entschäumungseinrichtung-Trägerelements
und eines Spritzschirmes;
Fig. 6 eine Perspektivansicht der Bläschenerzeugungskammer und des Verteilungskegels zur Darstellung des Blut-
und Sauerstofflusses in die Bläschenerzeugungskammer und der Bildung von Blutbläschen;
Fig. 7 eine Perspektivansicht, teilweise im Schnitt, einer anderen Ausführungsform der Oxygeniervorrichtung, wobei
die Oxygenierkammer und die Wärmeaustauschkammer dargestellt sind; und
Fig. 8 eine Querschnittsansicht längs Linie 8-8 in Fig. 7.
Es wird nun im einzelnen auf die Figuren 1 bis 6 Bezug genommen. Dort ist eine der bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Oxygeniervorrichtung dargestellt. Die Vorrichtung umfaßt eine obere zylindrische Kammer, die allgemein mit dem Bezugszeichen
10 versehen ist (und gewöhnlich Oxygenierkammer genannt wird), eine schmale mittlere Kammer, die allgemein mit 11 bezeichnet ist,
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eine untere zylindrische Kammer, die allgemein mit 12 bezeichnet ist (und gewöhnlich als Wärmeaustauschkammer bezeichnet wird)
und eine allgemein mit 13 bezeichnete Sammelkammer. Im Gebrauch kann die Oxygeniervorrichtung an Haken oder mit anderen geeigneten
Einrichtungen aufgehängt werden, die durch Öffnungen 14
greifen, die an gegenüberliegenden Enden der oberen Kammer 10 gebildet sind. Im normalen Betrieb liegt der Winkel, der durch
die Achse der oberen zylindrischen Kammer 10 mit der Horizontalen gebildet wird, vorzugsweise im Bereich von etwa 35 bis 40
Grad, und zwar insbesondere von 37 bis 38 Grad.
Die Kammern 10, 11, 12 und 13 sind vorzugsweise aus Polykarbonat-Plastikmaterial
hergestellt (wird von der General Electric unter der Handelsbezeichnung "Lexan" vertrieben), das entweder durch
Vakuumverformung oder Spritzguß in zwei selbsttragende, im wesentlichen steife Schalen 15 und 16 geformt ist, welche im wesentlichen
identisch miteinander sind, außer daß die eine spiegelbildlich zur anderen ist. Die beiden Schalen sind jeweils mit einem
in der gleichen Ebene liegenden Umfangsflansch 17 versehen, und die Umfangsflansche der zwei Schalen haften durch einen geeigneten
Kleber oder andere Verbindungsverfahren aneinander, um ein einheitliches, transparentes Gebilde zu ergeben. Das Plastikmaterial
ist inert, nichtgiftig, undurchlässig gegenüber Gasen und Flüssigkeiten und kann sterilisiert werden. Es enthält keine
herauslösbaren Plastifiziermittel, die traumatisch auf das Blut einwirken können, und ist außerordentlich fest und haltbar, um
gelegentlichen Schlägen oder Stoßen zu widerstehen.
Das obere Gebilde bzw. die Oxygenierkammer 10 umfaßt eine allgemein
mit 18 bezeichnete Bläschenerzeugungseinheit gemäß der Erfindung, welche vorzugsweise so befestigt ist, daß ihre Längsachse
im wesentlichen mit der Längsachse der zylindrischen Kammer 10 zusammenfällt. Die Funktion der Bläschenerzeugungseinheit besteht
allgemein darin, Sauerstoffgas mit ankommendem Venenblut zu vermischen, so daß Blutfilme in Bläschenform gebildet werden,
die in einer Sauerstoffatmosphäre durch die Bläschenerzeugungseinheit
hindurch zu einem Auslaß geführt werden. Die Sauerstoff-
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atmosphäre existiert innerhalb jedes Blutbläschens genauso wie in der Kammer, die die Bläschen umgibt, und die dünnen Filme
aus Venenblut, die dem Sauerstoff ausgesetzt sind, bewirken eine Übertragung des Sauerstoffgases in das Hemoglobin im Blut und
die daraus folgende Freisetzung von Kohlendioxyd aus dem Hämoglobin des Blutes.
Bei der Durchführung dieses Sauerstoff-Kohlendioxyd-Austausches
ist es besonders wichtig, daß so viele Bläschen wie möglich mit gleichmäßiger Größe gebildet werden und daß eine sorgfältige Vermischung
von Blutbläschen im Durchlaß der Bläschenerzeugungseinheit sowie eine kontinuierliche Bewegung der Blutbläschen über
den gesamten Durchlaß erfolgen, um eine Staubildung im Durchlaß zu vermeiden. Ähnlich wichtig ist die Steuerung der Größe der
Blutbläschen, während sie durch den Durchlaß hindurchgelangen. Es hat sich erwiesen, daß der Aufbaader vorliegenden Bläschenerzeugungseinheit
diesbezüglich extrem v/irksam ist und in der Lage ist, ein beabsichtigtes physiologisches Verhältnis von Sauerstoff
zu Kohlendioxyd bei verbesserten Gas-Blut-Durchflußleistungen aufrecht zu erhalten. Es hat sich ferner gezeigt, daß die
Bläschenerzeugungseinheit in der Lage ist, eine beträchtliche Verstärkung der Oxygenierung des Blutes über den Bereich von sowohl
großen als auch kleinen Blutdurchflußleistungen herbeizuführen.
Der Aufbau der Bläschenerzeugungseinheit 18 ist im einzelnen am
besten aus den Figuren 1 und 3 zu ersehen, und alle Teile der Bläschenerzeugungseinheit sind vorzugsweise aus dem zuvor erwähnten
Polykarbonat-Plastikmaterial gebildet. Es wird nun auf Figur 3 Bezug genommen. Die Bläschenerzeugungseinheit 18 umfaßt ein
hohles, gestrecktes Gehäuse, das allgemein mit 19 bezeichnet ist, und umfaßt allgemein eine Bläschenerzeugungskammer 53 und einen
kontinuierlichen, geschlossenen Vermischungsdurchlaß 20. Eine Verschlußplatte 21 ist an einem Ende der Bläschenerzeugungseinheit
angeordnet und trägt eine Venenblut-Einlaßeinrichtung, die
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allgemein mit 22 bezeichnet ist, und eine allgemein mit 23 bezeichnete
Sauerstoff-Einlaßeinrichtung. Die Verschlußplatte 21
weist einen Umfangsflansch 2 4 auf, der mit geeignetem Kleber an
das untere Ende des Gehäuses 19 der Bläschenerzeugungseinheit angeheftet ist, um eine luftdichte Verbindung zu ergeben. Das andere
Ende des Gehäuses 19 der Bläschenerzeugungseinheit ist mit einer Kappe bzw. einem Abdeckelement bedeckt, das allgemein mit 25 bezeichnet
ist und entfernbar auf vier mit 25a bezeichneten Nasen befestigt ist, die kreisförmig 90 voneinander entfernt an der
Außenseite des Gehäuses 19 angebracht sind. Das Abdeckelement bzw. die Kappe ist vorzugsweise allgemein kreisförmig und ist
mit einem überhängenden Teil 26 versehen, der nach außen von den Seiten des Gehäuses 19 durch die Nasen 25a so beabstandet ist,
daß eine Auslaßöffnung 27 gebildet wird, die sich über 360° um das Gehäuse 19 herum für das Blut und die Blutbläschen erstreckt,
welche allgemein mit 28 bezeichnet sind. Ein derartiger Auslaß ermöglicht einen verbesserten Durchfluß durch die Bläschenerzeugungseinheit.
Die Kappe 25 ist, wenn sie auf den Nasen 25a aufgesetzt ist, etwa 0,31 cm (1/8 Zoll) vom obersten Teil 28 der
Bläschenerzeugungseinheit 18 entfernt. Das Gehäuse 19 ist so unterteilt,
daß ein kontinuierlicher geschlossener Vermischungsdurchlaß 20 in eine Mehrzahl von Durchlaßsegmenten aufgeteilt wird.
Ein oberes Segment 30 ist durch eine allgemein gerundete obere Wandung 31 und eine allgemein ebene Bodenwandung 32 festgelegt,
die sich von der Bläschenerzeugungskammer 53 am Einlaßabschnitt 33 aus nach oben und nach hinten von diesem weg erstreckt in Richtung
auf einen nach unten gewendeten, abgerundeten Endteil 34. Die innere Oberfläche 35 des Teils 34 richtet das Fluidmittel
von einem stromabwärts gelegenen Auslaßende 36 des Segments 30 in einen Verbindungsteil 37, durch den das obere Segment 30 in
Verbindung mit einem senkrecht daran angrenzenden Mischsegment 38 ist, wo Blutbläschen gleichförmig mit freiem Sauerstoff vermischt
werden. Der Durchflußguerschnitt des Durchlasses 20, der
am Einlaßabschnitt 33 relativ groß ist, verjüngt sich allmählich nach innen zu bzw. nimmt ab, indem er sich zum Auslaßende 36 hin
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und durch den Verbindungsteil 37 erstreckt. Das Fluidmittel wird ferner durch das Segment 38 nach unten und nach vorne gerichtet.
Das Mischsegment 38 ist durch eine gewellte Wandung 32a, die die
Rückseite der allgemein ebenen Wandung 32 ist, und eine gewellte untere Wandung 39a festgelegt. Bei den bevorzugten Ausführungsformen
umfaßt jede der Wandungen 32a und 39a eine Reihe von bogenförmigen Abschnitten bzw. sekundären flußerzeugenden Umlenkvorsprüngen
38a, die Ende an Ende angeordnet sind, um einen serpentinenförmigen
Durchlaß zu bilden. Während die Blutbläschen durch den Serpentinenförmigen Durchlaß hindurchgelangenf unterliegen
sie einem Sekundärfluß, der die Wirksamkeit des Sauerstoff-Kohlendioxyd-Austausches
beträchtlich verstärkt. Der Sekundärfluß ist eine leicht wirbelnde bzw. sich drehende Flußbewegung der Blutbläschen.
Der sekundäre Fluß wird dem Strom aus Blutbläschen aufgeprägt, während diese durch die gerundeten Teile der bogenförmigen
Abschnitte laufen, die den serpentinenförmigen Durchlaß enthalten.
Die Blutbläschen werden somit kontinuierlich in eine Wirbel- und Drehbewegung versetzt, während sie durch die Strecke
des serpentinenförmigen Durchlasses hindurchlaufen. Diese leichte
Dreh- bzw. Rotationsbewegung der Blutbläschen erleichtert bedeutend die Oxygenierung des Blutes. Das Segment 38 erstreckt sich
von seiner Verbindungsstelle 37 im hinteren Teil, der in Verbindung mit dem oberen Segment 30 ist, zu einem vorderen Auslaßende
40, wo es in Verbindung mit einem unteren Segment 41 gelangt. Der Durchflußquerschnitt des Durchlasses 20 vergrößert sich zuerst
leicht, während er sich vom stromaufwärts gelegenen Einlaßende an dem Verbindungsteil 37 zu einem mittleren Abschnitt 41a hin
erstreckt, und nimmt dann ab, während er sich in Richtung zum Auslaß 40 hin erstreckt. Die innere Oberfläche 42 des abgerundeten
Endteiles 43 richtet das Fluidmittel durch einen Verbindungsteil 44 hindurch, durch den das Segment 38 mit dem Segment 41 in
Verbindung ist. Das Auslaßende 40 und insbesondere der Verbindungsteil 44 definieren einen Abschnitt des Durchlasses 20 mit
reduziertem bzw. eingeengtem Durchflußquerschnitt, der etwas kleiner ist als der Durchflußquerschnitt des Durchlasses 20 am Aus-
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laß 36 und am Verbindungsteil 37. Das Fluidmittel wird zurückgeleitet
in Rückwärtsrichtung des Segments 41 durch die innere Oberfläche 42 des abgerundeten, nach hinten gerichteten Wandteiles
43. Das untere Segment 41 führt von seinem Verbindungsteil mit dem Mischsegment 38 fort in Richtung auf die Auslaßeinrichtung
27, die von dem Einlaßabschnitt 33 entfernt liegt. Das untere Durchlaßsegment 41 wird begrenzt von der allgemein ebenen Wandung
39, welche die Rückseite der gewellten unteren Wandung 39a ist, und eine allgemein gerundete Bodenwandung 46. Der Durchflußquerschnitt
des Durchlasses 20 im unteren Segment 41 nimmt zu, während er sich von dem Verbindungsteil 44 aus erstreckt, um einen
relativ großen und unbeengten Durchflußquerschnitt über die Länge des Segmentes 41 hinweg zu ergeben.
Das durch den Einlaßbereich eintretende Blut wandert somit durch einen Weg von der Form eines umgekehrten S und läuft zuerst durch
das obere Segment 30, wird dann nach unten gerichtet und nach vorne zurück durch das Mischsegment 38 geleitet und wird dann
nach oben gerichtet und nach hinten zurückgeleitet durch das untere Segment 41, von dem aus es durch die Auslaßeinrichtung 27
hindurch nach außen geführt wird. In den Abschnitten des Durchlasses
20, wo der Durchflußquerschnitt verkleinert ist, wird die Flußgeschwindigkeit vergrößert, so daß ein kontinuierlicher Fluß
durch die ganze Bläschenerzeugungseinheit gewährleistet ist und somit Stau bzw. Stagnation reduziert werden. Die Änderungen des
Durchflußquerschnittes des Durchlasses 2Q steuern ferner die Größe der Blutbläschen, während diese durch die Bläschenerzeugungseinheit
laufen. So sind die Blutbläschen am kleinsten, wenn sie im Bläschenerzeugungsabschnitt zuerst gebildet werden, wo der
auf die Blutbläschen einwirkende Druck als Ergebnis der oben erwähnten flußabwärts gelegenen Bläschen am größten ist. Während
die Blutbläschen nach oben in das Durchlaßsegment 30 weitergelangen, nimmt der Druck ab, und die Größe der Bläschen nimmt zu. Da
jedoch der Durchflußquerschnitt des Durchlasses 20 verkleinert wird, wird der hindurchlaufende Fluß eingeengt, und die Bläschen-
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größe wird erneut verkleinert. Während des Durchlaufens der Bläschen
durch die Bläschenerzeugungseinheit sieht also das Muster der Bläschengröße folgendermaßen aus:
Die Bläschengröße ist am kleinsten, wenn die Bläschen zuerst in dem Bläschenerzeugungsabschnitt 33 erzeugt werden;
die Bläschengröße nimmt zu, während die Blutbläschan anfangen, in dem Segment 30 nach oben weiterzulaufen;
die Bläschengröße nimmt ab, während die Blutbläschen
sich zum Auslaß 36 und zum Verbindungsteil 37 hin und durch diese hindurch bewegen; die Bläschengröße nimmt
zu, während die Blutbläschen durch das Segment 38 aus dem Verbindungsteil 37 hindurch und zu dem Mittelabschnitt
41a des Segmentes 38 gelangen, und nimmt dann ab, während die Blutbläschen zum Auslaßende 40 und zum
Verbindungsteil 44 und durch diese hindurch gelangen;
und schließlich nimmtdie Bläschengröße zu, während die
Blutbläschen vom Verbindungsteil 44 durch das Segment
zur Auslaßeinrichtung 27 gelangen.
Es wird angenommen, daß aufgrund der Tatsache, daß die Atmosphäre innerhalb der Vorrichtung mehr Sauerstoff als Kohlendioxyd aufweist,
Blutbläschen leichter Sauerstoff auf der Oberfläche der Bläschen annehmen und leichter Kohlendioxyd in das Innere der
Bläschen freisetzen. Es wird somit angenommen, daß die größeren Bläschen Kohlendioxyd leichter freisetzen und daß die kleineren
Bläschen wirkungsvoller oxygeniert werden. Daher wird diese Steuerung der Bläschengröße, und insbesondere die Änderungen der
Bläschengröße, während diese durch den Durchlaß 20 hindurchlaufen, als sehr wesentlich bei der Durchführung der beabsichtigten
Gas-Blut-Übertragung angesehen.
Am Einlaßabschnitt 3 3 befindet sich die Bläschenerzeugungskammer 53, die ein kegelförmiges Wandelement 50 aufweist, das einen allgemein
eiförmigen Verteilungskegel 51 an drei Füßen 51a trägt.
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Diese Füße 51a sind hohl und bilden einen Durchlaß von der Außenseite
des kegelförmigen Wandelements 50 zur Innenseite des Verteilungskegels
51 für Sauerstoff, welcher in den Bereich zwischen das kegelförmige Wandelement 50 und die Verschlußplatte 21 über
die Sauerstoff-Einlaßeinrichtung 23 eingeleitet wird. Die Füße 51a sind als Teil des oberen Teiles 51b des Verteilungskegels 51 ausgebildet,
wobei dieser obere Teil aus Polykarbonat-Plastikrcaterial
aufgebaut ist. Mit dem oberen Teil 51b ist ein unterer Teil 51c des Verteilungskegels verbunden, welcher aus porösem Polyäthylenmaterial
gebildet ist,welches unter der Bezeichnung "Porex" als Polyäthylen mit hoher Dichte im Handel bei der Porex Division of
Glasrock Products, Inc. erhältlich ist, mit einer Mehrzahl von kleinen Öffnungen 51d, durch die Sauerstoff in das Gehäuse 19
eingelassen wird. Dieses Material wird durch Sintern von Teilchen aus Polyäthylen zur Erzeugung einer porösen Struktur mit
relativ gleichförmiger Porengröße hergestellt. Andere Plastikmaterialien wie Polypropylen und Polyvinylidenfluorid können in
derselben Weise verarbeitet werden, wie in der Broschüre "Porex Poröse Plastikmaterialien für die Industrie, Wissenschaft und Medizin"
beschrieben ist, welche unter Bezugnahme darauf in die vorliegende Offenbarung einbezogen wird. Die Porengröße kann sich
ändern, wobei 10 bis 30 Mikron geeignet sind und 20 Mikron vorgezogen werden. Stattdessen können perforierte Elemente verwendet
werden, beispielsweise wie sie in den US-Patentschriften 3,488,158 und 3,578,411 beschrieben sind.
Wie aus Figur 6 ersichtlich ist, ist der innere Verteilungskegel zentral innerhalb der Kammer 53 angeordnet, und die innere Oberfläche
des kegelförmigen Wandelements 50 bildet eine sich erweiternde Mündung für die Einlaßöffnung 52 der Bluteinlaßeinrichtung
22, und der Bodentei]/51c liegt direkt gegenüber der Einlaßöffnung
52. Während Venenblut aus der Einlaßöffnung 52 herausfließt, wird dessen laminare Strömung gestört, und es wird ein Sekundärfluß bzw.
eine Turbulenz aufgeprägt. Das Blut ist gleichförmig um den Verteilungskegel 51 herum angeordnet und wird durch die Mehrzahl von
kleinen, strahlförmigen Strömungen des Sauerstoffes, die direkt
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in den Blutfluß gerichtet sind, sofort einer Bläschenbildung unterzogen. Durch Ausbildung des Bodenteils des Verteilungskegels
aus porösem Porex-Polyäthylen können Bläschen mit kleinem
Durchmesser und relativ gleichförmige Bläschen gebildet werden. Die Stellung und die Strukturanordnung des Verteilungskegels bewirken
nicht nur eine gleichförmige Verteilung des ankommenden Venenblutes, so daß praktisch das gesamte ankommende Blut schnell
zu Blaschenfilmen ausgebildet wird mit wirkungsvoller und schneller
Freisetzung des Blutes in Form eines Filmes gegenüber einer Sauerstoffatmosphäre, sondern gewährleistet auch eine gleichförmige
Verteilung des bläschenförmigen Blutes, das in den kontinuierlichen geschlossenen Mischdurchlaß 20 hineinfließt. Die Anzahl
der gebildeten Bläschen, die Gleichförmigkeit der Bläschen und die Strömungsverteilung in dem ankommenden Venenblut sowie
das bläschenförmige Blut, das in den geschlossenen Durchlaß hineingelangt,
tragen alle, und zwar einzeln und in Kombination, beträchtlich zu dem wirksameren Oxygenierungsvorgang bei.
Zwar wird die oben beschriebene Struktur zur Kombinierung des ankommenden Blutes mit Sauerstoff vorgezogenffkann jedoch auch
eine poröse oder durchlässige Membran verwendet werden, oder das poröse Plastikmaterial kann mit einer solchen Membran auf
seiner äußeren Oberfläche versehen sein, um eine größere Gleichförmigkeit der Bläschengröße zu erzielen.
Ferner kann die Verteilungseinrichtung praktisch jegliche Gestalt annehmen, beispielsweise konisch, rohrförmig usw., es wird jedoch
angenommen, daß die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform einen hohen Wirkungsgrad bei minimalem Risiko der Blutschädigung
ergibt.
Bei den gezeigten Ausführungsformen wird ein Venturieffekt erzeugt,
während das ankommende Blut um den Verteilungskegel herumläuft.
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Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, ist das Gehäuse 19, wenn es in Arbeitsstellung ist, nach oben geneigt. Die anfänglich in der
Bläschenerzeugungskammer 53 gebildeten Blutbläschen werden durch
die geneigte Oberfläche 54 nach oben in das obere Durchlaßsegment 30 geführt. Innerhalb des Segmentes 30 können einige Bläschen
zerplatzen und neue Bluttröpfchen bilden, während weitere andere kleine Mengen bzw. Tröpfchen aus Blut bei der Aufwärtsbewegung
des bläschenförmigen Blutes im Segment 30 mitgetragen werden können. Während die Bluttröpfchen gebildet werden, lagern
sie sich jedoch aneinander an und fließen zurück nach unten aufgrund der Schwerkraft in die Bläschenerzeugungskammer 53, wo das
Blut erneut zu Bläschen umgeformt wird und sich erneut nach oben durch das Durchlaßsegment 30 hindurch bewegt.
Während die Blutbläschen durch die Auslaßeinrichtung 27 der Bläschenerzeugungseinheit 18 gelangen, fließen die Bläschen an
der Außenseite des Gehäuses 19 nach unten zu flüssigem Blut, das in der Oxygenierkammer 10 gestaut oder angesammelt ist. Das Niveau
dieses angesammelten Blutes ist gleich demjenigen im Blutbehälter 60 der zentralen Kammer 11 und ist ungefähr durch die
in Figur 1 gezeigte strichpunktierte Linie 60a angedeutet. Einige Bläschen können sich auflösen und Bluttröpfchen bilden, während
sie an der Außenseite des Gehäuses 19 nach unten fließen, während andere Bläschen sich auflösen können, während sie in Berührung
mit der von Bläschen befreiten Blutflüssigkeit gelangen, die um die Außenseite des unteren Endes der Oxygenierkammer herum
angesammelt ist.
Es wird nun auf die Figuren 1 und 5 Bezug genommen. Auf äse Außenseite
der Bläschenerzeugingseinheit 18 ist eine Entschäumungseinrichtung-Trägereinrichtung
61 angeordnet, die den Abstand zwischen der Bläschenerzeugungseinheit 18 und einer Entschaumungseinrichtung
62 bildet, damit die Blutbläschen frei von der Auslaßeinrichtung 27 zu dem angesammelten Blut gelangen können. Diese
Entschäumungseinrichtung-Trägereinrichtung 61 ist vorzugsweise aus Polypropylen gitterwerkartig aufgebaut und besitzt eine Mehr-
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zahl von Abstandselementen 63, die parallel zueinander sind, und eine Mehrzahl von Haltebändern 64, die parallel zueinander sind,
jedoch senkrecht zu den Äbstandssegmenten 63 mit diesen befestigt sind, wobei diese Haltebänder 64 an jedem Ende der Abstandssegmente
63 fest angeordnet sind. Bestimmte von den Haltebändern 64 sind langer als andere und weisen Stifte 64a auf, die an ihren
Enden befestigt sind, welche sich radial von der Längsachse der Kammer 10 aus erstrecken, sowie Löcher 64b in den anderen Enden
zur Aufnahme der Stifte 64a. Diese Anordnung ermöglicht es, daß die Entschäumungseinrichtung-Trägereinrichtung an ihrer Stelle
befestigt v/erden kann, während sie um die Außenseite der Bläschenerzeugungseinheit
18 herumgewickelt ist, durch Einschnappen der Stifte 64a in den Löchern 64b.
Wie in Figur 4 gezeigt ist, sind die Abstandssegmente 63 vorzugsweise
so aufgebaut, daß sie eine Seite aufweisen, die eine Aufsetzverlängerung 65 an einem Ende und eine Kappenausnehmung 66
am anderen Ende aufweisen. Die anderen drei Seiten der Abstandssegmente
63 sind flach, und die Haltebänder 64 sind über die flache Seite jedes AbstandsSegmentes 63 gegenüber den Aufsetzverlängerungen
65 und den Kappenausnehmungen 66 gelegt.
Wie in Figur 5 gezeigt ist, ist die Entschäumungseinrichtung 61
um die Bläschenerzeugungseinheit 18 herumgewunden, wobei die Abstandssegmente
63 parallel zu ihrer Längsachse verlaufen und die Haltebänder 64 die Bläschenerzeugungseinheit 18 rechtwinklig zu
ihrer Längsachse umschreiben. Die einzigen Teile der Entschäumungs· einrichtung-Trägereinrichtung 61, die mit dem Gehäuse 19 der Bläschenerzeugungseinheit
in Berührung sind, sind die AufsetζVerlängerungen
65, die diese Berührung am unteren Ende des Gehäuses 19 der Bläschenerzeugungseinheit und an einem sich ausweitenden Teil
6 7 desselben vornehmen, welcher eine Einengungsoberfläche bildet,
auf der die AufsetζVerlängerungen 65 ruhen und die Entschäumungseinrichtung-Trägereinrichtung
61 an ihrer gewünschten Stelle bezüglich der Blasenerzeugungseinheit 18 halten. Die Kappenausnehmungen
66 am oberen Ende der Entschäumungseinrichtung-Trägerein-
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richtung 61 bilden eine Öffnung, durch die die Kappe 25, welche
den oberen Teil der Bläschenerzeugungseinheit 18 bedeckt, in ihrer
Arbeitsstellung zwischen der Entschäumungseinrichtung-Trägereinrichtung 61 gebracht werden kann, welche sich bis ungefähr
zur oberen Wandung 25b der Kappe 25 erstreckt, wenn die Oxygenierkammer
10 in ihrem voll zusammengesetzten Zustand ist.
Die Trägereinrichtung 61 der Entschäuraungseinrichtung wird an
ihrer Stelle um die Bläschenerzeugungseinheit 18 herum durch die Entschäumungseinrichtung 62 gehalten, die sie von dem Gehäuse
19 der Bläschenerzeugungseinheit um etwa 1,25 cm (0,5 Zoll) entfernt hält. Die Entschäumungseinrichtung 62 ist vorzugsweise
in Form einer Manschette ausgebildet, die an beiden Enden offen ist, über die äußere seitliche Oberfläche der Trägereinrichtung
61 der Entschäumungseinrichtung paßt und ein Zugband an ihrem unteren offenen Ende aufweist, welches fest um die Bläschenerzeugungseinheit
18 herumgezogen ist, so daß das gesamte aus dieser ausfließende Blut durch die Entschäumungseinrichtung 62 hindurch
fließt. Der obere Teil des Beutels paßt, wenn er auf die Trägereinrichtung 61 der Entschäumungseinrichtung aufgesetzt ist, eng
um ein zylindrisches Segment 26a der Kappe 25 herum, welches mit der oberen Wandung 2 5b der Kappe 25 verbunden ist und sich von
dieser aus weg erstreckt. Diese Anordnung ermöglicht ein Fenster, so daß die Bedienungsperson der Oxygeniervorrichtung sehen kann,
daß Blutbläschen richtig gebildet werden. Die Manschette ist aus einer Mehrzahl von ähnlich geformten Manschettenschichten 68 aus
gestricktem Maschenmaterial aufgebaut, wobei die Schichten miteinander verschachtelt sind, um eine Mehrzahl von gewundenen Durchflußwegen
zu bilden. Die gestrickten bzw. gewirkten Schichten 68 sind vorzugsweise aus Polypropylenfasern gebildet (Polyurethanschaum
kann ebenfalls genommen werden), von denen jede allgemein glatt und rund ist und keine rauhen Oberflächen aufweist (die die
roten Blutkörperchen beschädigen können) im Hinblick auf den dort hindurchfließenden Blutstrom. Die Polypropylenschichten 6 8 sind
imprägniert oder überzogen mit einer nichtgiftigen Antischaumverbindung von der Art des in der Technik wohlbekannten medizinischen
Antischaum-Silikons.
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Während sich Blutbläschen auf der Oberfläche des angesammelten
Blutes sammeln und auf der Oberfläche nach außen wandern, gelangen sie also in Berührung mit den Entschäumungsschichten, die
die Oberflächenspannung der Bläschen reduzieren, wodurch diese aufgelöst werden, und es werden Ströme oxygenierten Blutes gebildet,
wobei überschüssiger Sauerstoff und Kohlendioxyd freigesetzt werden, die die Bläschenerzeugungseinheit über die Auslaßeinrichtung
27 verlassen, gelangen dann durch die Entschäumungseinrichtung 62 und einen porösen Beutel 70 hindurch, der
die Entschäumungseinrichtung umgibt, und treten schließlich aus der Oxygenierkammer 10 durch öffnung 69 (in Figur 1 gezeigt) aus,
die für diesen Zweck nahe an dem oberen Teil bzw. Deckel der Oxygenierkammer vorgesehen ist. Dasselbe gilt für jegliche Blutbläschen,
die in Berührung mit der Entschäumungseinrichtung 62 gelangen können, bevor sie das Blut erreichen, das in der Oxygenierkammer
innerhalb der Entschäumungseinrichtung angesammelt ist.
Wie in Figur 5 gezeigt ist, bedeckt ein poröser Beutel 70 die Entschäumungseinrichtung 62 in derselben Weise, wie die Entschäumungseinrichtung
ihre Trägereinrichtung 61 bedeckt, weist jedoch Zugbänder an ihren beiden offenen Enden auf, die fest um die
Bläschenerzeugungseinheit 18 und Kappe 25 herumgezogen sind, so daß das gesamte Blut und Gas, welche aus der Bläschenerzeugungseinheit
18 herausfließen, durch den Beutel 70 gelangen. Dieser
Beutel 70 unterstützt die Halterung der Entschäumungseinrichtung 62 in ihrer gezeigten Gestalt. Der Beutel 70, der vorzugsweise
aus Nybnmaterial gebildet ist und eine Porengröße von etwa 150 Mikron aufweist, filtert ferner das Blut, während es aus der
Bläschenerzeugungseinheit 18 austritt. Bei der Oxygeniervorrichtung in Erwachsenengröße besitzt der Beutel 70 vorzugsweise eine
Oberfläche von etwa 9 30 cm (144 Ouadratzoll). Bei der Oxygeniervorrichtung
in Erwachsenengröße wird es ferner vorgezogen, etwa 4 oder 5 Schichten 68 des Polypropylennetzes vorzusehen, während
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für Kindergröße die Anzahl der Schichten erniedrigt werden kann.
Zwischen der Entschaumungseinrichtung 62 und dem porösen Beutel
70 ist ein Polyäthylenblatt 71 so angeordnet, daß es sich lam den
Boden der Bläschenerzeugungseinheit 18 über beinahe 120 erstreckt. Der bogenförmig angeordnete untere Hand des Polyäthylenblattes
71 ist normalerweise etwa 1O cm (4 Zoll) oberhalb des
unteren Endes der Oxygenierkammer 1O angeordnet, und der obere
bogenförmige Rand des Blattes 71 erstreckt sich unter die obere Wandung 25b der Kappe. Dieses Blatt 71 ist mit der Entschaumungseinrichtung
62 durch stiftähnliche linopfelemente 71a verbunden,
die widerhakenförmige Enden aufweisen, -welche durch das Blatt 71 hindurchgreifen und sich in die Entschaumungseinrichtung 62 hinein
erstrecken. Das Polyäthylenblatt 71 bildet eine durchlaßähnliche Gestalt zum Ausrichten bzw. Lenken des Stromes "von irgendwelchem
von Bläschen befreiten Blut, das durch die Entschaumungseinrichtung
62 hindurchläuft, bevor es das angesammelte
Blut in der Oxygenierkammer TO erreicht. Dieses Blatt 71 bewirkt, daß derartiges von Bläschen befreites Blut unter einem
Winkel nach unten durch die Entschaumungseinrichtung 62 innerhalb des Blattes 71 hindurchfließt, wodurch ein maximal wirksamer
Vorgang der Befreiung von Bläschen unterstützt wird, und bewirkt, daß das Blut nach und nach zum unteren Ende der Oxygenierkammer
1O fließt, damit ein weicherer Austritt daraus durch die Austrittsöffnung
72 (am besten in Figur 1 gezeigt) erfolgt. Bormalerweise wird von Bläschen befreites Blut direkt hinter Öffnung
72 gesammelt, und wenn das Blatt 71 nicht vorhanden wäre, so könnte etwas von dem von Bläschen befreiten Blut aus der Oxyge—
nierkammer 1O nach unten tropfen und auf das derart angesammelte Blut spritzen, wodurch unerwünschte Bläschenbildung verursacht
wird.
Wie am besten aus Figur 1 zu ersehen ist, ist die Bläschenerzeugungseinheit
zentriert bezüglich der Oxygenierkammer und von de-
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ren inneren Oberflächen weggehalten durch das zylindrische Segment
26a der Kappe 25, welches in eine zylindrische Ausnehmung 2 6b der oberen Wandung der Oxygenierkammer 10 paßt. Diese Gestalt
vergrößert die Stabilität der Bläschenerzeugungseinheit im Vergleich zu den vorherigen Anordnungen, bei denen die Bläschenerzeugungseinheit
an ihrem unteren Ende freitragend angeordnet ist, und reduziert beträchtlich die Gefahr, daß die Bläschenerzeugungseinheit
aufgrund von Erschütterungen bei äac Handhabung
oder Schwimmen während des Betriebs leck wird.
Die schmale mittlere bzw. Zwischenkammer 11 bildet den Behälter
60 für das oxygenierte Blut. Diese zentrale Kammer besitzt Seitenwandteile 87 (von denen nur eine gezeigt ist), die allgemein
in recht kleinem Abstand voneinander liegen und aufeinanderzu verjüngt sind, während sie sich beide von der Oxygenierkammer
10 aus zu der Wärmeaustauschkammer 12 hin erstrecken und vom oberen Ende der Oxygenierkammer zu deren Bodenende. Die Seitenwandteile
87 sind zusammen vom unteren Ende der Oxygenierkammer 10 aus zur Wärmeaustauschkammer 12 gerundet und ebenso vom oberen
Ende der Oxygenierkammer aus zu dem Wärmeaustauscher. Aufgrund des größeren Abstandes zwischen den Seitenwandteilen 87 im wesentlichen
über den gesamten Weg vom oberen Ende der Oxygenierkammer zu dem Wärmeaustauscher bildet jedoch deren Rundung zusammen eine
"V-förmige Rückwand 88 für die mittlere Kammer 11, wobei der Flansch 17 an deren Mitte nach unten läuft.
Im Gebrauch nimmt das untere Ende der zentralen Kammer bzw. des Behälters 11 ein geringes Volumen von oxygeniertem Blut in Bezug
auf das obere Ende auf und füllt sich recht schnell, so daß das Niveau des Blutes sich bevorzugt in das untere Ende der oberen
Oxygenierkammer 10 erstreckt. Diese doppelt verjüngte Gestalt ermöglicht es, daß weniger Anfangsflüssigkeit bei der Inbetriebnahme
der Oxygeniervorrichtung benötigt wird, als in den Einheiten, die in den vorstehend aufgeführten Patenten bzw. anhängigen
Anmeldungen beschrieben sind. Diese Reduzierung des benötigten Anfangsflüssigkeitsvolumens macht den Oxygeniervorgang für den
Patienten physisch besser verträglich, wenn andere Flüssigkeiten
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als sein eigenes Blut für die Anfangsfüllung verwendet werden, denn je weniger Flüssigkeit (die nicht das Blut des Patienten
ist) verwendet wird, desto besser wird der Vorgang für den Patienten verträglich, und unterstützt eine bessere Oxygenierung,
wenn Gemische aus deiti Blut und Blutverdünnungs lösungen verwendet
werden, weil Blut alleine leichter oxygeniert wird als Blutgemische
und je kleiner das Volumen von solchen Gemischen ist, die Oxygenierung umso besser ist.
Diese doppelt verjüngte Gestalt ermöglicht ferner einen gleichförmigen
Blutstrom durch die zentrale Kammer 11, was beträchtlich
die Möglichkeit verringert, daß Plättchen sich an den Seitenwandteilen 87 ansammeln. Der Grund dafür, daß dieses Gebilde
eine gleichförmige Strömung ermöglicht, liegt darin, daß die Oxygeniervorrichtung
in ihrer Arbeitsstellung in einer geneigten Stellung ist, wie vorstehend erwähnt wurde, und aufgrund dieser
Neigung das Blut dazu neigt, durch die zentrale Kammer 11 schneller im vorderen Teil zu fließen, d.h. in dem Teil, der am nächsten
an der Einlaßeinrichtung 22 liegt, wenn der Durchflußquerschnitt über eine horizontale Ebene der zentralen Kammer gleichförmig
von vorne nach hinten ist. Durch Einbau des vorstehend beschriebenen Gebildes nimmt der Durchflußquerschnitt über eine
horizontale Ebene in der zentralen Kammer ab, und zwar während des Fortschreitens von vorne nach hinten, wodurch die Tendenz
neutralisiert wird, daß größere Durchflußleistungen näher am Vorderteil der Kammer vorliegen und die gleichmäßige Strömung ermöglicht
wird, die vorteilhaft ist in Bezug auf eine Verminderung der Ansammlung von Plättchen auf den Seitenwandteilen 87
der zentralen Kammer 11.
Im Betrieb tritt Blut in die Oxygenierkammer 10 durch die Bluteinlässe
22 ein, und Sauerstoff wird durch den Einlaß 23 in die Oxygenierkammer eingeführt. Das Blut und der Sauerstoff werden
miteinander vermischt und wandern durch den Durchlaß im Inneren der Bläschenerzeugungseinheit 18, und werden insbesondere ver-
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mischt durch das obere Segment 38 und gelangen schließlich durch die Auslaßeinrichtung 27, die von der Kappe 25 begrenzt ist.
Nach dem Durchlauf durch diesen Auslaß gelangt das Blut nach außen und außen an dem Gehäuse 19 der Bläschenerzeugungseinheit
nach unten zu dem gespeicherten Blut und durch die Entschäumungseinrichtung 62 hindurch in die zentrale Kammer 11.
In der zentralen Kammer 11 wird das Blut in einer senkrechten,
allgemein blattähnlichen Säule gehalten und fließt daraus durch die Öffnung 91 in die Wärmeaustauschkammer 12, so daß seine
Temperatur vor der Rückkehr zum Patienten erhöht werden kann. Aus der Wärmeaustauschkammer wandert das Blut zu der Sammelkammer
13 für das Blut, aus der es durch die Auslaßöffnungen zum Patienten zurückgeführt v/erden kann.
Es wird nun auf die Figuren 7 und 8 Bezug genommen. Dort sind andere bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Blutoxygeniervorrichtung
gezeigt. Die Oxygeniervorrichtung besteht allgemein aus einem äußeren Gehäuse 110, in dem eine Oxygenierkammer
112 und eine Wärmeaustauschkammer 114 angeordnet sind. Die
verschiedenen Teile der Oxygeniervorrichtung bestehen vorzugsweise aus Polykarbonatmaterial. Die Oxygenierkammer umfaßt allgemein
eine Bläschenerzeugungskammer 116 und einen Mischkanal
118. Die Bläschenerzeugungskammer ist mit einem ähnlich ausgebildeten Verteilungs- bzw. Diffusionskegel 120 versehen, der vom
Sauerstoffeinlaß 122 gehalten wird. Der Bodenteil· 121 des Verteilungskegels ist vorzugsweise in ähnlicher Weise aus einem porösen
Polyäthylen mit Porengrößen von etwa 10 bis 30 Mikron. Die Bläschenerzeugungskammer
ist zusätzlich mit Einlassen 124 für Venenblut versehen, die sich in die Bläschenerzeugungskammer 116 hinein
öffnen. Der Verteilungskegel ist vorzugsweise in ähnlicher Weise zentral innerhalb der Kammer 116 angeordnet, um die laminare
Strömung des eintretenden Blutes zu stören. Der so angeordnete Verteilungskegel ermöglicht in ähnlicher Weise die Einführung eines
beträchtlichen Teils Sauerstoff in die Bläschenerzeugungskam-
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mer in Richtung direkt entgegengesetzt dem anströmenden Blut.
Der Mischdurchlaß 114 ist in ähnlicher Weise mit oberen und unteren
gewellten Wandungen 125 bzw. 126 versehen, die sich vorzugsweise über die gesamte Länge der Mischkammer 114 erstrecken.
Die gewellten Wandungen 123 und 126 umfassen in ähnlicher Weise eine Reihe von bogenförmigen Umlenkabschnitten zur Erzeugung eines
Sekundärflusses bzw. Vorsprünge 128, die so angeordnet sind,
daß sie einen serpentinenförmigen Durchlaß bilden. Der serpentinenförmige
Durchlaß funktioniert in ähnlicher Weise so, daß ein Sekundärfluß von Blutbläschen erzeugt wird, während diese durchlaufen.
Der Durchflußquerschnitt des Mischdurchlasses ändert sich in ähnlicherweise über seine Länge zur Steuerung der Größe
der Blutbläschen. Die bogenförmigen Vorsprünge 128 sind so versetzt, daß der Abstand 129 - zwischen gegenüberliegenden bogenförmigen
Vorsprüngen weniger beträgt als der Abstand 131 zwischen aufeinanderfolgenden gegenüberliegenden bogenförmigen Vorsprüngen.
Der Durchflußquerschnitt nimmt daher nach und nach zu bzw. ab über die gesamte Länge des Durchlasses 114. Diese Änderung
des Durchflußquerschnitts verbessert das Oxygeniervermögen der
Oxygeniervorrichtung.
Die Wärmeaustauschkammer 114 ist innerhalb eines Innengehäuses 130 angeordnet und umfaßt eine allgemein stumpf- bzw. kegelstumpf
förmige Umhüllung 132 mit einer Heizungsleitung 134, die schraubenförmig um die Umhüllung herumgewunden ist. Die Heizungsleitung ist vorzugsweise aus einem thermisch leitfähigen Metall
mit einem biokompatiblen Überzug gebildet. Die Heizungsleitung ist mit Einlaßleitungen 136 und Auslaßeinrichtungen 138 versehen.
Die Wandung des Innengehäuses 130 und die Wandung der Umhüllung 132 begrenzen einen schmalen Durchlaß 140, der die Heizungsleitung
enthält und ermöglicht, daß das Blut aus der Mischkammer austritt, um durch das Innengehäuse nach oben in enge Berührung
mit der Heizungsleitung zu fließen. Der dünne Film der Blutbläschen ermöglicht eine wirksamere Wärmeübertragung aus den Heizungs-
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leitungen zum Blut, wodurch eine wirksamere Regulierung der Bluttemperatur erreicht wird. Der obere Teil des Innengehäuses
130 ist mit einem Längsschlitz 142 versehen, damit die Blutbläschen
aus dem Innengehäuse austreten können.
Die Entschäumungseinrichtung 144 ist um die Außenseite des Innengehäuses
130 herum angeordnet. Die Entschäumungseinrichtung umfaßt vorzugsweise in ähnlicher Weise gestricktes bzw. gewirktes
Polypropylen oder stattdessen Polyurethanschaum bzw. Kombinationen aus Schäumen, und die Entschäumungseinrichtung ist vorzugsweise
imprägniert init einer Silikon-Antischaumverbindung. Die Entschäumungseinrichtung 144 ist ferner mit einem ähnlichen porösen
Beutel 146 versehen, der um die Außenseite der Entschäumungseinrichtung herum angeordnet ist und so wirkt, daß er die Entschäumungseinrichtung
gegen das Innengehäuse 130 hält. Der Beutel 146 ist mit einem Zugband versehen, das an der Außenseite der
Oxygenierkammer 112 und an dem nach unten stehenden Flansch 148
befestigt ist, welcher an dem Außengehäuse 110 befestigt ist. Die Entschäumungseinrichtung 144 ist um die Außenseite des Innengehäuses
130 herum so angeordnet, daß die aus dem Schlitz 142 heraustretenden Blutbläschen durch die Entschäumungseinrichtung laufen
müssen, bevor sie aus dem Gehäuse 110 austreten, das flüssige Blut jedoch einfach an der äußeren Oberfläche des Gehäuses 130
nach unten fließt. Die Wandung des Innengehäuses 130 ist vorzugsweise
mit einer Mehrzahl von Trägerrippen 150 für die Entschäumungseinrichtung versehen, die so wirken, daß die Entschäumungseinrichtung
144 im Abstand von der Wandung des Innengehäuses gehalten wird, wodurch in ähnlicher Weise ein offener Raum 152 für
den Durchlaß vonaus dem Schlitz 142 austretenden Blutbläschen gebildet wird. Die Entschäumungseinrichtung ist ferner in ähnlicher
Weise mit einem Polyäthylenblatt versehen, das zwischen der Entschäumungseinrichtung und dem porösen Beutel angeordnet ist.
Das Blatt wirkt als Durchlaß zur Ausrichtung des Stromes des von Bläschen befreiten Blutes innerhalb der Entschäumungseinrichtung.
Im Betrieb tritt das Venenblut durch den Einlaß 124 in das Gehäuse
ein, und Sauerstoff gelangt in das Gehäuse durch den Sauerstoff-
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einlaß 122. Das Blut fließt in die Blutbläschenerzeugungskaminer
116 und wird sofort in Blutbläschen verwandelt, während es am Verteilungskegel 120 vorbeigelangt. Die Blutbläschen fließen aus
der Bläschenerzeugungskammer heraus und nach oben in den Mischdurchlaß 118. Beim Austritt aus dem Mischdurchlaß 118 fließen
die Blutbläschen nach oben in die von dem Innengehäuse 130 gebildete
Kammer durch den Durchlaß 140 um die Heizungsleitung
herum. Die Blutbläschen treten aus dem Durchlaß 140 durch den Schlitz 142 hindurch aus, der im Innengehäuse 130 gebildet ist,
und fließen in den offenen Raum 152, der zwischen dem Innengehäuse und der Entschäumungseinrichtung gebildet ist. Die Bläschen
werden durch die Berührung mit dem angesammelten Blut im Raum 152 aufgelöst oder werden in Berührung mit der Entschäumungseinrichtung
gedrängt, wodurch die Bläschen in flüssiges Blut und freies Sauerstoff- und Kohlendioxydgas verwandelt werden. Die
freien Gase verlassen das Gehäuse durch Öffnung 151, die im oberen
Teil des Außengehäuses 110 gebildet ist. Das von Bläschen befreite Blut fließt an der unteren Wandung 153 des Außengehäuses
nach unten und tritt aus dem Gehäuse durch die Öffnung hindurch aus.
Durch die Erfindung können Blutoxygeniervorrichtungen wirksam
und mit hohem Wirkungsgrad Sauerstoff in Blut übertragen, bei einem verbesserten Gas-Blut-Verhältnis, während ein angestrebtes
physiologisches Sauerstoff-Kohlendioxyd-Verhältnis aufrechterhalten
wird. Zusätzlich ermöglicht die Erfindung verbesserte Bläschenbildungs-
und Strömungseigenschaften, die eine wirksamere Sauerstoff-Kohlendioxydübertragung und einen insgesamt wirksameren
Oxygeniervorgang ermöglichen, wodurch ein niedrigeres Gas-Blutdurchflußleistungsverhältnis
ermöglicht wird, das niedrigere Hemolysewerte ergibt. Ferner schafft die Erfindung eine Oxygeniervorrichtung,
die eine Reduzierung des Anfangsvolumens ermöglicht, das zur Inbetriebnahme und für den Betrieb der Einheit erforderlich
ist.
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Es wurden zwar vorstehend verschiedene Ausführungsformen und
Anwendungen der Erfindung beschrieben, es soll jedoch betont werden, daß für den Fachmann weitere Abwandlungen möglich sind,
die sich vom Erfindungsgedanken nicht entfernen.
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