DE2624079C2 - Verfahren und Bohrgerät zur Herstellung von Gesteins- und Erdbohrlöchern besonderen Querschnitts - Google Patents
Verfahren und Bohrgerät zur Herstellung von Gesteins- und Erdbohrlöchern besonderen QuerschnittsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Bohrgerät nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
In der schwedischen Auslegeschrift 3 65 022 ist eine Führungsanordnung zur Führung eines oder mehrerer
Bohrer beschrieben, mit der eine Reihe von nahe aneinander angrenzenden Löchern gebohrt werden kann,
wobei diese Löcher gemeinsam einen tiefen Graben
oder Spalt bilden, in den eine zapfenförmige Wand eingesetzt
werden kann. Die Bohranordnung kann auch dazu verwendet werden, Gräben mit gebogener, kreisförmiger
und rechtwinkliger Form usw. zu bilden.
Die Bohranordnung erfordert den Einsatz von Fühleinrichtungen, die während des Bohrvorganges die
Konturen eines oder mehrerer zuvor gebohrter Löcher ertasten. Die Führungsanordnung und die Fühleinrichtung
sind fest miteinander verbunden und werden bewegbar von dem oder den Bohrern an einer Stelle getragen,
die bezüglich der tatsächlich arbeitenden Spitze der Bohrkrone einwärts gelegen 1st, und sie sind während
des Bohrvorgangs so angeordnet, daß sie den oder
die Bohrer in das Loch bzw. in die Löcher über deren gesamte Tiefe begleiten, wodurch die Bohrkrone bzw.
die Bohrkronen jeweils im Abstand voneinander und mit den. korrekten Abständen bezüglich des ertasteten
Loches bzw. der ertasteten Löcher geführt werden.
Eine derartige Bohranordnung ist oft für die gerade vorliegende Arbeit nützlich, weist jedoch den Nachteil
auf, daß der Bohrvorgang in mehreren verschiedenen Stufen erfolgen muß.
Es sind auch Verfahren bzw. Bohrgeräte der einleitend genannten Art bekannt (DE-OS 16 34 487; FR-PS
13 39 533), bei denen die Bohrstangen während ihres Vorrückens mittels einer allen Bohrstangen gemeinsamen
und diese umgebenden Führungseinrichtung geführt werden, die mit dem Bohrgestänge starr verbunden
ist, wobei die eigentliche Führungsfläche, die mit der Bohrlochwand in Berührung tritt, in kurzem Abstand
hinter der Bohrkrone liegt und eine vergleichsweise kurze axiale Länge hat Eine alle Bohrstangen umgebende
Führungseinrichtung ist aber nur nut vergleichsweise
großem Aufwand herzustellen, insbesondere wenn die Tiefe der herzustellenden Bohrlöcher vergleichsweise
groß ist Eine solche Führungseinrichtung ist auch schwierig zu handhaben.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und ein Bohrgerät der einleitend genannten Art so auszuführen,
daß einwandfreie Führung auf einfache Weise gewährleistet ist. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe
durch die Merkmale der kennzeichnenden Teile der Patentansprüche 1 und 11 gelöst
Wenn gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 bzv/. 11 jede Bohrstange während ihres
Vorrückens im Bohrloch einzeln entlang der Bohrlochwand des bereits erbohrten Teils des herzustellenden
Bohrloches geführt wird, können vergleichsweise einfache Führungseinricht'ingen verwendet werden, beispielsweise
in Form von jeden einzelnen Bohrstrang umgebenden Rohren, so daß der bauliche Aufwand gering
ist. Solche Führungsrohre können auch dann vergleichsweise einfach hergestellt und gehandhabt werden,
wenn sie praktisch eine Länge entsprechend der Bohrlochtiefe haben. Ist ein besonders tiefes Loch zu
bohren, so kann die Führungseinrichtung auch in Form mehrerer kürzerer Rohrabschnitte vorhanden sein, die
nacheinander in das Bohrloch eingetrieben werden.
Weitere Ausgestaltungen des Verfahrens gemäß der Erfindung sowie des zur Durchführung des Verfahrens
dienenden Bohrgerätes sind in weiteren Ansprüchen unter Schutz gestellt
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Figuren.
Von den Figuren zeigt
F i g. 1 eine Perspektivansicht zur Darstellung des Bohrens eines im wesentlichen geradlinigen Schlitzes
mittels vier Senkbohrern, von denen jeder in einer ihn umgebenden Führungseinrichtung aufgenommen ist;
F i g. 2 eine andere Ausführungsform, bei der jeder von zwei Senkbohrern mit einem jeweiligen Bohrstab
zusammenarbeitet dem eine Abdichtungsmanschette zugeordnet ist, die so angeordnet ist, daß eine Aufprallwirkung
bezüglich einer darunter liegenden Führungseinrichtung entsteht;
F i g. 3 eine Draufsicht von unten einer abgewandelten Ausführungsform mit vier Bohrkronen, die rechtwinklig
angeordnet sind, und mit einer dazwischenliegenden Abbaueinrichtung;
Fig!4a—f Beispiele für verschiedene. Formen von
Löchern, die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. Gerät hergestellt werden können; und
Fig.5 eine Perspektivansicht mit weggeschnittenen
Teilen zur Darstellung des Bohrens während einer zweiten Phase bei der Herstellung eirjer Lt. wesentlichen
geradlinigen Ausnehmung mittels vier Senkbohrern, von denen jeder in einer ihn umgebenden Führungseinrichtung
aufgenommen ist wobei :Jn zuvor gebohrtes Loch dazu verwendet wird, die Bohrer 7U führen und die
Bohrer drei weitere daran angrenzend angeordnete Löcher bilden.
F i g. 1 zeigt einen Teil eines Bohrgerätes mit vier angrenzend aneinander angeordneten Schwerstangen 1,
von denen jeder in einem äußeren Rohr aufgenommen ist das als Führung 2 für die Schwerstange dient Die
Schwerstangen werden mittels vier Gelenkbohrstäben 3 in Drehung versetzt, die von einer äußeren nicht dargestellten
Kraftquelle angetrieben werden. Druckluft oder irgendein anderes Antriebsfluidmittel, beispielsweise
öl, wird über die Gelenkstäbe 3 den Schwerstangen zugeführt Die Führungen 2, die einfache Rohre
enthalten können, sind in geeigneter Weise zusammengefügt beispielsweise durch Schweißen.
Das Bezugszeichen 5 bezeichnet eine Welle bzw. den
Hals einer Bohrkrone 6. Das Bezugszeichen 8 bezeichnet eine Schmiereinrichtung für die Schwersisngen 1.
Auf den Gelenkstäben sind flügelähnliche Flansche 3a angeordnet, die dazu eingerichtet sind. Wandungen eines
gebohrten Loches von Erde, Steinen usw. zu reinigen, die dort hineinfallen. Bei einer derartigen Bohranordnung
übernehmen die Führungen 2 eine im wesentlichen passive Rolle, da die Bohrkronen nach den Führungen
in den Boden getrieben werden. Es kann daher nicht gesagt werden, daß die Führungen 2 irgendeine aSctive
Abbautätigkeit ausüben.
Die Bohranordnung ergibt jedoch die einfache Möglichkeit, Löcher mit verschiedenem äußeren Profil zu
bohren, indem die Führungen 2 in irgendeiner geeigneten Weise zusammengefügt werden, urn einen Schlitz
mit der geeigneten Form zu bilden. Die geschweißten Verbindungen 4 zwischen den Führungen 2 tragen zur
Säuberung der gebohrten Löcher bei. Die Bohranordnung ist besonders geeignet zum Bohren von Gestein
oder Fels, da die zuvor erwähnte beträchtliche Reibung nicht auf die Führungen wirkt, weil sie keinem Aulprall
ausgesetzt sind
Bei der in F i g. 2 gezeigten anderen Ausführungsform sind die Schwerstangen 10 oberhalb der Oberfläche des
Bodens angeordnet und begleiten nicht die Bewegung der Bohrkronen. Statt dessen ist jede Schwerstange 10
mit einem sogenannten Halsadapter 11 versehen, der über eine VerbinHungshülse 12 mit einem angelenkten
Stab 13 verbunden ist. Die Hülsen 12 sind so angeordnet daß sie Aufprallkräfte gegen die darunterliegenden
Führungen 14 der Gelenkstäbe 13 ausüben können. Unterhalb der Führungen 14 sind getrennte Abbaueinrich-
tungen 15, 16 angeordnet. Die angelenkten Stäbe 13 sind mit den Halsstücken 19 der jeweiligen Bohrkronen
18 über weitere, untere Verbindungshülsen 17 verbunden. Eine Spülflüssigkeit wird in eine Spülöffnung 22 im
Bereich der Führungen 14 eingelassen und gelangt zu den Bohrkronen 18 durch einen zentralen Kanal 21. Diese
Ausführungsform ist als flexibler zu bezeichnen als die Ausführungsform nach Fig. 1. Die Führungen 14
übernehmen eine eher aktive Rolle beim Abputzen bzw. Abwaschen des gebohrten Loches, da sie durch die Verbindungshülsen
12 nach unten gehämmert werden. Diese Ausführungsform ist daher besonders geeignet zum
Bohren in Erde und in losem Gestein. Die Bohranordnung kann von einer herkömmlichen Maschine angetrieben
werden, die oberhalb der Oberfläche des zu bohrenden Bodens angeordnet ist.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 2 ist ein geringes axiales Spie! /wischen den Führungen 14 vorgesehen.
Dies bedeutet, daß die Führungen 14 keinen Äufprallkräften ausgesetzt werden können, wenn Sie so festgehalten
werden, daß sie daran gehindert werden, hochgezogen zu werden.
Wenn eine Führung auf ein Hindernis trifft, so hebt sie die darüberliegende Verbindungshülse 12 nach oben
ab. Die Führung 14 ist somit in der Lage, das Hindernis auf ihrem Weg zu zerkleinern. Diese zusätzliche Kraft
wird durch die Schwerstangen 10 geliefert, die auf die Führungen 14 über die Verbindungshülsen 12 einwirken.
Wenn der Bohrer selbst auf ein Hindernis trifft, so werden die Führungen 14 nicht angehoben. Das Anhebsn
der Führungen 14 erfolgt nur, wenn die Führungen selbst ein Hindernis antreffen.
In Fig.3 ist eine Bohranordnung gezeigt, die vier
Bohrkronen 20 umfaßt, die in Form eines Rechteckes angeordnet sind. Die Bohrkronen sind in herkömmlieher
Weise mit Zapfen 21 und Spüllöchern 22 versehen. Zwischen den Bohrkronen ist eine kreuzförmige Abbauvorrichtung
23 angeordnet, mit einer zentralen Abbaueinrichtung 24, die als Bohrkrone dient und deren
Durchmesser kleiner ist als der Durchmesser der Bohrkronen 20.
F i g. 4 zeigt eine Anzahl von Beispielen für Lochgestalten, die unter Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens erzeugt werden können. Diese Gestalten sind nur Beispiele, und es können andere Gestalten oder
Formen als die hier gezeigten geplant werden.
F i g. 5 zeigt einen Teil des Bohrgerätes mit vier aneinander angrenzend angeordneten Schwerstangen 1,
von denen jeder in einer ihn umgebenden Führungseinrichtung 2' aufgenommen ist wobei diese Führungseinrichtungen
in besonderer Weise aufgebaut sind. Die Schwerstangen werden mittels vier angelenkten Stäben
3 in Drehung versetzt, die von einer äußeren (nicht dargestellten)
Kraftquelle angetrieben werden. Druckluft oder irgendein anderes Arbeitsmedium, beispielsweise
ÖL wird den Schwerstangen durch die Gelenkstäbe 3 hindurch zugeführt Das Bezugszeichen 5 bezeichnet die
Welle bzw. den Hals jeweils einer Schwerstange. Die Bezugszeichen 10 und 13 bezeichnen aneinander angrenzend
angeordnete Löcher, die zuvor mit den vier Schwerstangen gebohrt wurden. Während des Bohrvorganges
sind die Wandungen zwischen den nebeneinanderliegenden, zuvor gebohrten Löchern entfernt worden,
um eine durchgehende Ausnehmung zu bilden.
Bei der gezeigten Ausführungsform sind alle Führungseinrichtungen
"X mit einer Anzahl von Abst?-ndseinrichtungen
2'a in Form von radial und axial sich erstreckenden Vorsprüngen bzw. Flanschen auf den äußeren
Oberflächen der Führungseinrichtungen versehen. Die Flansche 2'a des in das zuvor gebohrte Loch 13
eingesetzten Bohrers gelangen in Eingriff mit den verbleibenden Wandungen der Löcher, um die gesamte
Bohranordnung bezüglich dieses Loches 13 zu führen, wodurch alle Bohrerspitzen 6 zentriert und bezüglich
der Achse der zuvor gebohrten Löcher ausgerichtet werden. Aufgrund der Tatsache, daß nur die Flansche
bzw. Abstandseinrichtungen 2'a mit den Wandungen der Löcher in Eingriff gelangen, wird eine beträchtliche
Reduzierung der Reibungsverluste während eines Bohrvorganges erreicht. Hierbei führen die Flansche bzw.
Abstandseinrichtungen 2'a die Bohrer für die weiteren Löcher. Dadurch wird eine genaue Führung erhalten,
auch wenn zusammengefallene Teile des Gesteins oder Bodens vorhanden sind. Die Führungseinrichtung kann
auch leicht in die gewünschte Tiefe eingesetzt werden.
Aufgrund der Tatsache, daß bei der dargestellten Ausführungsform alle Führungseinrichtungen 2' mit
Abstandselementen in Form von Flanschen versehen sind, tragen diese ferner zum Abbau der gebohrten Löcher
bei.
Wenn eine genauere Führung gewünscht wird, so können zwei oder mehr mit Abstandselementen versehene
Führungseinrichtungen in die zuvor gebohrten Löcher eingesetzt werden. Es ergibt sich auch der zusätzliche
Vorteil der Führung der Bohrerspitzen, die neue Löcher in der gewünschten Weise bohren sollen, beispielsweise
mit einer bestimmten Neigung bezüglich der zuvor gebohrten Löcher. Die Führungseinrichtungen
der Bohrstäbe sind in diesem Falle in der Lage, bezüglich ihres Winkels zu der Führungseinrichtung, die
in die zuvor gebohrten Löcher (nicht dargestellt) eingesetzt sind, eingestellt zu werden.
Es ist leicht einzusehen, daß die Abstandselemente eine andere Form aufweisen können als die von sich in
axialer Richtung erstreckenden Flanschen. Wahlweise können die Abstandselemente Teile umfassen, die von
den Führungseinrichtungen getrennt sind. In bestimmten Fällen brauchen sie sich nicht in axialer Richtung zu
erstrecken sondern können mehr oder weniger punktlinear sein.
Als Beispiel für die sich aus der Erfindung ergebenden Vorteile soll erwähnt werden, daß eine in der Praxis
verwendete Bohrkrone mit einem Durchmesser von 25 cm 35 000 schwedische Kronen kostet (Mai 1976). Bei
Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann dasselbe Ergebnis durch Anwendung von vier kleineren
Bohrkronen in Standardausführung erreicht werden, die in einer rechteckähnlichen Weise angeordnet sin'V wobei
diese Bohrkronen zusammen 5000 schwedische Kronen kosten. Aus Gründen der Vollständigkeit muß
natürlich erwähnt werden, daß die Kosten für die Führungseinrichtung usw. zu dieser Summe hinzugerechnet
werden müssen. Es ist jedoch leicht einzusehen, daß diese zusätzlichen Kosten vernachlässigbar sind im Vergleich
zu dem Gewinn, der durch die Erfindung bei den Kosten für die Bohrerkronen erzielt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (17)
1. Verfahren zur Herstellung von Gesteins- und Erdbohrlöchern besonderen Querschnitts, bei dem
zwei oder mehr mit Bohrkronen versehene Bohrstangen einzeln angetrieben werden, wobei die Gesamtheit
der einzelnen Bohrlochquerschnitte kleiner gehalten wird als die Grundfläche des sich ergebenden
Gesamtbohrlochs, bei dem des weiteren die einzelnen Bohrkronen umfangsmäßig in Kontakt zueinander
oder radial in einem kleinen Abstand voneinander und im wesentlichen auf derselben Höhe gehalten
werden, und bei dem die Bohrstangen während ihres Vorrückens im Bohrloch entlang der
Bohrlochwand des bereits erbohrten Teils des herzustellenden Bohrlochs geführt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Bohrstange während ihres ,Vorrückens im Bohrloch einzeln entlang
der Bohriofclfwand des bereits erbohrten Teils des
herzustellenden Bohrlochs geführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Führungseinrichtungen miteinander verbunden werden, wobei eine gemeinsame
Führung gebildet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtungen so zu der
gemeinsamen Führung verbunden werden, daß ein geringes axiales Spiel zwischen den einzelnen Teilen
der gemeinsemen Führung verbleibt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß t»e einzelne Führungseinrichtung
bzw. die gemeinsame Führung entlang der Wandung des während des iohrvorganges bereits
gebohrten Lochteils geführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere lappenartige
Flansche entlang den Bohrstangen angeordnet und dazu verwendet werden, die Wandungen
des während des Bohrvorganges bereits gebohrten Lochteils zu säubern.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung bzw. die
Führungseinrichtungen während des Bohrvorganges als Abbaueinrichtungen verwendet werden,
durch die Zwischenbereiche abgetragen werden, die zwischen den gebohrten Löchern vorhanden sind.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede Bohrkrone von
einer Schwerstange belastet wird, die innerhalb der ihr zugeordneten Führungseinrichtung in das Bohrloch
vorrückt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß beim Drehen und Vortreiben der
Bohrstangen komprimierte Luft verwendet wird, die einen Schmierstoff enthält, wobei ein Teil des komprimierten
Luft/Schmierstoff-Gemisches dazu verwende» wird, einen Schmierfilm zwischen der Führungseinrichtung
und der Schwerstange sowie zwischen dieser und der Bohrstange zu bilden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, für das Bohren von zwei oder mehr Löchern, die angrenzend
an eines oder mehrere zuvor gebohrte Löcher liegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung
mit einem Abstandselement versehen und in eines der zuvor gebohrten Löcher eingesetzt
wird, wobei das Abstandselement den Bohrer beim Bohren von weiteren Löchern durch Eingriff
mit den verbliebenen Wandteilen des zuvor gebohr-" ten Loches fuhrt
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr mit Abstandselementen
versehene Führungseinrichtungen miteinander verbunden und die Führungseinrichtungen mit den
Abstandselementen in eine entsprechende Anzahl von zuvor gebohrten Löchern eingesetzt we·, den.
11. Bohrgerät zur Durchführung des Verfahrens
ίο nach den Ansprüchen 1 bis 10, mit zwei oder mehr
Bohrstangen, die jeweils mit einer Bohrkrone versehen sind, welche im wesentlichen auf gleicher Höhe
angeordnet sind sowie miteinander in Kontakt stehen oder radial nur durch einen relativ geringen Abis
stand voneinander getrennt sind, und die des weiteren eine Drehbewegung jeweils nur um ihre eigene
Achse ausführen, wobei zumindest eine Einrichtung zum Führen der Bohrstangen entlang der Wandung
des bereits hergestellten Bohrlochteils vorgesehen ist. dadurch gekennzeichnet, daß jeder einzelnen
Bohrstange (3,13) für die Führung entlang der Bohrlochwand des bereits erbohrten Teils des herzustellenden
Bohrlochs eine separate Führungseinrichtung (2,14) zugeordnet ist.
12. Bohrgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Führungseinrichtungen (2) radial miteinander verbunden sind und sich die
Bohrstangen (3) jeweils axial durch eine der Führungseinrichtungen (2) erstrecken.
13. Bohrgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelne Führungseinrichtung (2) zusätzlich zur Bohrstange (3) noch eine Schwerstange
(1) umgibt.
14. Bohrgerät nach Anspruch 11 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, daß eine. Anzahl von Schwerstangen (10) mit Halsadaptern (11) und mit Verbindungshülsen (12) versehen ist, wobei die Führungseinrichtung
(14) jeweils unterhalb der Hülse (12) vorgesehen und von dieser mit einer Schlagkraft beaufschlagbar
ist
15. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der zum Einsetzen in ein zuvor gebohrtes Loch bestimmten
Führungseinrichtungen (2) mit einem Ab-Standselement (2'a) versehen ist, das an die verbleibende
Wandung des gebohrten Loches anlegbar ist
16. Bohrgerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstandselement sich radial nach außen erstreckende Vorsprünge (2'a^an der Mantelfläche
der Führungseinrichtung (2) aufweist.
17. Bohrgerät nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung (2') einer
zum Bohren eines neuen Loches vorgesehenem Bohrstange bezüglich der in dem bereits zuvor gebohrten
Loch eingesetzten Führungseinrichtung (2') winkelmäßig einstellbar ist
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