DE19738171A1 - Bohrgerät - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Bohrgerät gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Derartige bekannte Bohrgeräte sind für das Arbeiten
mit Bohrern bzw. Bohrrohren mit vorgegebenem Durchmesser
ausgelegt und sind in großer Anzahl mit Erfolg im Einsatz,
um Pfahlgründungen für Gebäude durchzuführen.
Für Neubauten in schon bebauten Bereichen einer Ortschaft
wurde schon vorgeschlagen (DE 195 12 109 A1) die auf den
Bohrer bzw. das Bohrrohr Antriebsschlitten in der Nach
barschaft ihres freien Endes radial besonders kompakt
auszubilden, damit man ein Bohrloch in unmittelbarer Nähe
einer bestehenden Gebäudewand erzeugen kann.
Man könnte nun in der unmittelbaren Nachbarschaft von
schon bestehenden Gebäuden für manche Anwendungsfälle,
in denen ein sehr hoch belastbares Fundament nicht benötigt
wird, auch mit kleinerem Durchmesser aufweisenden Pfählen
auskommen. Entsprechende Bohrgeräte stehen aber bisher
nicht zur Verfügung. Es wäre zwar denkbar, Bohrgeräte
generell für das Arbeiten mit kleinerem Durchmesser
aufweisenden Bohrern und Bohrrohren auszulegen, derartige
Bohrgeräte wären aber nur zum Teil auszulasten, da ein
großer Teil durchzuführender Gründungsarbeiten doch
die bisher verwendeten größeren Durchmesser aufweisenden
Pfähle benötigt.
Durch die vorliegende Erfindung soll daher ein Bohrgerät
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 dahingehend wei
tergebildet werden, daß es gleichermaßen mit Bohrern
und/oder Bohrrohren unterschiedlichen Durchmessers ver
wendet werden kann.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Bohr
gerät mit dem in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Bei einem Bohrgerät gemäß Anspruch 2 erfolgt die Anpassung
an den jeweils gewünschten Durchmesser von Bohrer und/oder
Bohrrohr dadurch, daß man am Antriebsschlitten eine
auf den Bohrer beziehungsweise das Bohrrohr arbeitenden
Antriebseinheit austauscht. Damit wechselt man nicht nur
das eigentliche Antriebsteil sondern zugleich auch den
Antrieb aus, der aus Motor und Untersetzungsgetriebe
besteht. Auf diese Weise erhält man mit der Einstellung
des gewünschten Bohrer- bzw. Bohrrohrdurchmessers auch
eine entsprechende Anpassung des Antriebes selbst.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 ist
im Hinblick auf ein einfaches und doch präzises Ansetzen
der Antriebeinheit am Schlittenkörper von Vorteil.
Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 4
wird erreicht, daß weitere auf dem Bohrgerät angeordnete
Hilfsmittel wie Seilzüge zum Bewegen von Lasten gleicher
maßen verwendet werden können, gleich, für welchen Bohrer-
oder Bohrrohrdurchmesser das Bohrgerät gerade eingestellt
ist.
Bei einem Bohrgerät gemäß Anspruch 5 braucht man keine
schwereren Teile abzubauen, um vom Arbeiten mit einem
Bohrer bzw. Bohrrohr ersten Durchmessers auf ein Arbeiten
mit einem Bohrer bzw. Bohrrohr zweiten Durchmessers
umzustellen. Man braucht nur das eigentliche auf den
Bohrer beziehungsweise das Bohrrohr arbeitende Antriebs
teil durch ein anderes zu ersetzen.
Im Anspruch 6 ist eine besonders einfache Lagerung für
derartige austauschbare Antriebsteile angegeben.
Bei einem Bohrgerät gemäß Anspruch 7 ist automatisch
gewährleistet, daß die am weitesten vom Mäkler abliegende
Mantelfläche des Bohrers bzw. Bohrrohres bei Bohrern
bzw. Bohrrohren unterschiedlichen Durchmessers im wesent
lichen gleich liegt. Dies ermöglicht es, durch im wesent
lichen identische Bewegungen eines das Bohrgerät tragenden
Fahrgestelles Bohrlöcher für Reihen von Pfählen unter
schiedlichen Durchmessers vor einer schon existierenden
Gebäudewand zu erzeugen. Erfolgen die Gründungsarbeiten
unter numerischer Steuerung des das Bohrgerät tragenden
Fahrgestelles, so braucht die Steuerung beim Wechsel des
Bohrerdurchmessers bzw. Bohrrohrdurchmessers nicht voll
ständig neu programmiert zu werden; kleinere Änderungen
am Programm sind ausreichend.
Bei einem Bohrgerät gemäß Anspruch 8 erhält man durch
eine einzige Bewegung das Anpassen der Lageranordnung
an den jeweiligen Durchmesser des Bohrers bzw. Bohrrohres
und das Ineingriffbringen eines Ritzels der Antriebsein
heit mit einem Antriebszahnkranz des auf Bohrer bzw.
Bohrrohr arbeitenden Antriebsteiles.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 9 ist
im Hinblick auf gute Lastaufnahme der Lageranordnung
von Vorteil.
Bei einem Bohrgerät gemäß Anspruch 10 läßt sich auch
ein der Erdoberfläche benachbartes Führungsteil für Bohrer
oder Bohrrohr leicht im Arbeitsdurchmesser anpassen.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
In dieser zeigen:
Fig. 1 Eine seitliche Ansicht eines Doppelkopf-Bohrge
rätes zum Erzeugen von Bohrlöchern in unmittel
barer Nachbarschaft einer Gebäudewand;
Fig. 2 Eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, in welcher
jedoch das Bohrgerät einen kleineren Durchmesser
aufweisenden Bohrer und einen kleineren Durch
messer aufweisendes Bohrrohr antreibt:;
Fig. 3 Eine Aufsicht auf den Bohrrohrantrieb des Bohr
gerätes nach Fig. 1, teilweise geschnitten;
Fig. 4 Eine Aufsicht auf den Bohrrohrantrieb des Bohr
gerätes nach Fig. 2, teilweise geschnitten;
Fig. 5 Eine Aufsicht auf einen abgewandelten Bohrrohr
antrieb in der Einstellung für großen Durchmesser
aufweisende Bohrrohre;
Fig. 6 Eine ähnliche Ansicht wie Fig. 5, in welcher
der Bohrrohrantrieb aber für ein Bohrrohr kleinen
Durchmessers eingestellt ist;
Fig. 7 einen axialen Schnitt durch den Bohrrohrantrieb
von Fig. 7 längs der dortigen Schnittlinie
VII-VII; und
Fig. 8 und 9 Eine ähnliche Ansicht wie Fig. 6, in
welcher jedoch ein nochmals abgewandelter Bohr
rohrantrieb gezeigt ist; und
Fig. 10 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 3, in der je
doch ein nochmals abgewandelter Bohrrohrantrieb
wiedergegeben ist.
In Fig. 1 ist mit 10 insgesamt ein Bagger-Fahrgestell
bezeichnet. Dieses trägt über eine insgesamt mit 12
bezeichnete Lenkeranordnung einstellbar einen Mäkler 14.
Auf den Mäkler ist ein Antriebsschlitten 16 in vertikaler
Richtung verfahrbar, der über ein Antriebsrohr 18 auf
ein Bohrrohr 20 arbeitet.
Oberhalb des Antriebsschlittens 16 liegend ist auf den
Mäkler 14 ein weiterer Antriebsschlitten 22 verfahrbar,
der auf eine Antriebsstange 24 arbeitet. Letztere trägt
einen Bohrer 26, der sich durch das Bohrrohr 20 erstreckt.
Am unteren Ende des Mäklers ist ein Rohrführungskopf 27
vorgesehen, der ein Radiallager für das Bohrrohr 20 bildet.
Zum Erzeugen eines Bohrloches in unmittelbarer Nähe eines
schematisch angedeuteten Gebäudes 28 wird der Bohrer
26 gedreht und ins Erdreich hineingedrückt. Gemäß dem
Fortschritt des Bohrers 26 wird auch das Bohrrohr 20
unter Drehung ins Erdreich gedrückt. Der Bohrer 26 fördert
das gelöste Erdreich ständig in Bohrrohr 20 nach oben,
von wo es über Öffnungen 30 im Antriebsrohr 18 nach
unten fallen kann.
Hat der Bohrer 26 die gewünschte Tiefe erreicht, so
wird er durch Nachobenbewegen des Antriebsschlittens 22
aus dem Bohrrohr herausgezogen. Soll der zu erzeugende
Pfahl armiert sein, so wird eine Armierung ins Bohrrohr
20 hinabgelassen, und anschließend wird das Bohrrohr
20 mit Ortsbeton verfüllt und unter Drehen aus dem Bohr
loch herausgezogen.
Der oben beschriebene Vorgang wird wiederholt, derart,
daß man eine Reihe nebeneinanderliegender Ortsbetonpfähle
erhält, die somit ein Gebäudefundament bilden können,
das in unmittelbarer Nachbarschaft des Gebäudes 28 liegt.
Das oben beschriebene Bohrgerät kann vom Arbeiten mit
großem Durchmesser aufweisendem Bohrrohr 20 und großem
Durchmessen aufweisendem Bohrer 26, wie in Fig. 1 gezeigt,
auf das Arbeiten mit kleinem Durchmesser aufweisendem
Bohrrohr und kleinem Durchmesser aufweisendem Bohrer
26 umgerüstet werden, wie in Fig. 2 dargestellt.
Um diese Umrüstung einfach vornehmen zu können, haben
die Antriebsschlitten 16 und 22 jeweils den in Fig.
3 bzw. 4 gezeigten Aufbau, wobei diese Figuren den Antriebs
schlitten für das Bohrrohr zeigen, der Antriebsschlitten
für den Bohrer und den Rohrführungskopf sind analog
gestaltet.
In Abwandlung kann man den oberen Antriebsschlitten
22 so ausbilden, daß er für die Verwendung zusammen
mit dem den kleinsten Durchmesser aufweisenden Bohrer
geeignet ist, wobei die Antriebsstangen für die Bohrer
größeren Durchmessers dann unverändert sind.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, hat der Antriebsschlitten
16 ein Schlittengrundteil 32, welches mit seitlichen
Wangen 34, Führungsleisten 36 umgreift, die bei den
Ecken des Mäklers 14 vorgesehen sind. Auf einer Schulter 38
des Schlittengrundteiles 32 ruht ein hinterer Endab
schnitt 40 eines Kastenrahmens 41 einer insgesamt mit 42
bezeichneten Antriebseinheit. Letztere hat eine nach unten
hängende Platte 44, die an der Vorderseite des Schlitten
grundteiles 32 anliegt.
Auf der Schulter 38 sind Positionierstifte 46 vorge
sehen, die mit Positionsöffnungen 48 zusammenarbeiten,
die im Endabschnitt 40 der Antriebseinheit 42 vorgesehen
sind. Zum lösbaren Verbinden der Antriebseinheit 42
mit dem Schlittegrundteil 32 dienen Schrauben 50, die
mit Gewindebohrungen 52 in der Schulter 38 zusammen
arbeiten. Weitere Schrauben 54 erstrecken sich durch
die vertikale Platte 44 und sind in die vordere Begren
zungsfläche des Schlittengrundteiles 32 eingeschraubt.
Die Antriebseinheit 42 trägt zwei Hydromotoren 56, 58,
die über Ritzel 60, 62 auf ein Zwischenritzel 64 arbeiten.
Letzteres kämmt mit einem Zahnkranz 66, der auf der
Außenfläche einer Antriebshülse 68 ausgebildet ist,
und diese ist über ein in Fig. 3 nicht näher gezeigtes
Radial-/Axiallager im vorderen Abschnitt der Antriebs
einheit 42 gelagert. Dabei sind die Dicke der Antriebs
hülse 68 und der sie umgebende Steg des Kastenrahmens 41
der Antriebseinheit 42 so klein gewählt, wie dies im
Hinblick auf die mechanischen Beanspruchungen noch ver
tretbar ist. Auf diese Weise steht die Antriebseinheit
42 nur geringfügig in radialer Richtung über die Außen
fläche eines mit der Antriebshülse 68 verbundenen Bohr
rohres 20 über, wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich.
Der Antriebsschlitten 22 für den Bohrer ist ähnlich
ausgebildet, mit dem Unterschied, daß anstelle der Antriebs
hülse 68 eine Antreibscheibe vorgesehen ist, die in
der Mitte eine polygonale (in der Regel quadratische)
Aufnahme für eine Bohrstange aufweist.
Der Rohrführungskopf 27 ist ebenfalls ähnlich wie der
Antriebsschlitten 16 aufgebaut, enthält aber eine vom
Schlittengrundteil abbaubare Radiallagereinheit, die
mit der Außenfläche des Bohrrohres zusammenarbeitet.
Wünscht man das Bohrgerät auf das Arbeiten mit kleinerem
Durchmesser aufweisendem Bohrer und kleinerem Durchmesser
aufweisendem Bohrrohr umzustellen, werden die Schrauben
50 und 54 gelöst und mit Hilfe eines in Fig. 1 und
2 schematisch bei 70 angedeuteten Hebezeuges wird die
Antriebseinheit 42 des Antriebsschlittens 22 und anschlie
ßend des Antriebsschlittens 16 angehoben und auf dem
Erdboden abgelegt. Dann wird die Radiallagereinheit des
Rohrführungskopfs 27 abgebaut. Anschließend werden eine
neue Radiallagereinheit und neue Antriebseinheiten 72
aufgenommen und in umgekehrter Reihenfolge wieder an den
Schlittengrundteilen 32 des Rohrführungskopfs 27, des
Antriebsschlittens 16 und des Antriebsschlittens 22
befestigt. Die neue Radiallagereinheit und die neuen
Antriebseinheiten haben gleiche Geometrie wie die ersetzten
Einheiten mit der Maßgabe, daß sie für unterschiedlichen
Durchmesser von Bohrer bzw. Bohrrohr ausgelegt sind. Z.B.
hat am Antriebsschlitten 16 die Antriebshülse 68 nun den
gewünschten kleineren Durchmesser hat, und ist das Zwischen
ritzel 64 entsprechend vergrößert.
Da kleinere Durchmesser aufweisende Bohrer und Bohrrohre
mit kleinerem Drehmoment im Erdreich gedreht werden
können, kann man auch die Hydromotoren 56, 58 kleiner
auslegen.
Man erkennt, daß ein Bohrgerät, wie es oben beschrieben
wurde, sehr rasch für das Bohren von Bohrlöchern unter
schiedlichen Durchmessers umgerüstet werden kann.
Bei dem in den Fig. 5 und 6 gezeigten Ausführungsbei
spiel sind Teile des Antriebsschlittens, die funktions
mäßig oben schon unter Bezugnahme auf die Fig. 3
und 4 erläuterten Teile entsprechen, wieder mit demselben
Bezugszeichen versehen. Diese Teile werden nachstehend
nicht nocheinmal im einzelnen detailliert beschrieben.
Eine obere Platte des Kastenrahmens 41 der Antriebseinheit
42 hat nun eine rechteckige Ausnehmung 74. Deren zum
freien Ende der Antriebseinheit verlaufende Ränder dienen
zugleich als Führungsschiene für Führungsnuten 76, die
in Seitenflächen einer Motorplatte 78 vorgesehen sind.
Die Motorplatte 78 trägt die Hydromotoren 56, 58 sowie
das Zwischenritzel 64. Zum Bewegen der Motorplatte 78 in
horizontaler zum Mäkler senkrechter Richtung dienen zwei
Hydraulikzylinder 80, die am hinteren Endabschnitt 40 des
Gehäuses 41 der Antriebseinheit 42 abgestützt sind.
Das Zwischenritzel 64 hat einen unterhalb seines Zahn
kranzes liegenden Lagerbund 82, der über den Ritzel-
Zahnkranz 66 radial übersteht und axial unterhalb der
Ritzel 60, 62 hindurchläuft. Der Lagerbund 82 hat trapez
förmigen Querschnitt. Unterhalb des Zahnkranzes 66 ist
in der Antriebshülse 68 eine Lagernut 84 eingestochen, die
zum Lagerbund 82 passenden Querschnitt hat.
Beim freien Ende der Antriebseinheit 72 sind kleinen
Durchmesser aufweisende Lagerrollen 86, 88 gelagert,
deren Kontur ebenfalls der Lagernut 84 angepaßt ist.
Die Antriebshülse 68 ist somit durch das Zwischenritzel
64 mit seinem Lagerbund 82 und die Lagerrollen 86, 88
gelagert.
Durch Bewegen der Motorplatte 78 in Richtung auf den
Mäkler 14 zu kann der Lagerbund 82 so weit von der Antriebs
hülse 68 wegbewegt werden, daß letztere von den Lagerrollen
86, 88 freikommt und dem Kastenrahmen 41 entnommen werden
kann. Man kann dann eine einen kleineren Durchmesser
aufweisende Antriebshülse 68 einsetzen und die Motorplatte
78 so weit vom Mäkler wegbewegen, daß die Lagerhülse
68 wieder gleichzeitig mit dem Lagerbund 82 und den
Lagerrollen 86 und 88 in Eingriff steht. Dann ist zu
gleich auch ein korrekter Eingriff zwischen dem Zahn
kranz des Zwischenritzels 64 und dem Zahnkranz 66 der
Antriebshülse 68 gegeben, da alle zusammen mit dem Antriebs
schlitten zu verwendenden Antriebshülsen Zahnkränze
aufweisen, die sich aus Zähnen gleicher Form zusammen
setzen.
Die Eingriffsverhältnisse zwischen dem Zwischenritzel
68 und den Lagerrollen 86, 88 einerseits und der An
triebshülse 68 andererseits sind der abgewinkelten Schnitt
ansicht von Fig. 7 gut zu entnehmen.
Das weiter abgehandelte Ausführungsbeispiel nach Fig.
8 unterscheidet sich von demjenigen nach Fig. 5 nur
dadurch, daß anstelle eines einzigen Zwischenritzels
64 zwei Zwischenritzel 64a und 64b verwendet sind, die
symmetrisch zur in Fig. 8 vertikalen Mittelebene des
Antriebsschlittens 16 angeordnet sind.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 sind die Lagerrollen
86, 88 von einer Lagerplatte 90 getragen, die mit Führungs
schuhen 92 die seitlichen Ränder des Kastenrahmens 41 über
greift. Die Lagerplatte 90 ist durch Hydraulikzylinder
80 verstellbar und verrieglbar. Auch auf diese Weise kann
der Antriebsschlitten 16 Bohrrohre mit unterschiedlichem
Durchmesser lagern und antreiben.
Es versteht sich, daß man anstelle der in den Fig.
5 bis 9 gezeigten Lagerrollen 86, 88 auch Gleitlagerteile
verwenden kann, die mit der Lagernut 84 zusammenarbeiten
und sich über einen nur kleinen Umfangsbereich erstrecken,
so daß sie mit kreisförmigen Lagernuten unterschiedlichen
Durchmessers gleichermaßen zusammenarbeiten können.
Bei dem Antriebsschlitten gemäß Fig. 10 sind die Hydro
motoren 56, 58 auf Tragplatten 94, 96 angebracht, die
unabhängig vom Gehäuse 41 am Schlittengrundteil 32 ange
bracht sind und in Ausnehmungen 98, 100 des Gehäuses 41
Aufnahme finden. Das Anpassen des Antriebsschlittens an den
jeweiligen Bohrrohrdurchmesser erfolgt nun durch bloßen
Austausch der Lager- und Getriebeeinheit, welche durch die
Komponenten 41, 64, 66, 68 gebildet ist. Damit ist die
auszutauschende Einheit billiger, und die Verbindungen
zu den Hydromotoren brauchen zum Umstellen des Borrohr
durchmessers nicht gelöst zu werden.
Claims (10)
1. Bohrgerät mit einem Mäkler (14), mit mindestens
einem auf dem Mäkler verfahrbaren Antriebsschlitten
(16; 22), der mit einem Bohrer (26) bzw. einem Bohrrohr
(20) zusammenarbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antriebsschlitten (16; 22) auf Bohrer (26) oder Bohrrohre
(20) unterschiedlichen Durchmessers umrüstbar oder umstell
bar ist.
2. Bohrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Antriebsschlitten (16; 22) ein auf
dem Mäkler (14) verfahrbares Schlittengrundteil (32)
und eine lösbar auf diesem befestigte Antriebseinheit
(42) oder einen lösbaren Teil einer solchen, insbesondere
eine Lager- und Getriebeeinheit (41, 64, 66, 68), aufweist.
3. Bohrgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinheit (42) über Positioniermittel
(46, 48) auf dem Schlittengrundteil (32) positioniert
ist.
4. Bohrgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Antriebseinheiten (42) zur Verwendung mit
Bohrern (26) bzw. Bohrrohren (20) unterschiedlichen
Durchmessers gleiche Grundgeometrie haben.
5. Bohrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Antriebsschlitten (16; 22) eine ausbaubare
oder umstellbare Lageranordnung (82 bis 88) aufweist
und eine Motoreinheit (56, 58, 78) in bezüglich der
Achse des Bohrers bzw. des Bohrrohres radialer Richtung
bewegbar auf dem Antriebsschlitten (16; 22) angeordnet
ist und daß Zahnkränze (66) von auf die Bohrer bzw.
Bohrrohre unterschiedlichen Durchmessers arbeitenden
Antriebsteilen (68) aus Zähnen gleicher Kontur aufgebaut
sind.
6. Bohrgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lageranordnung eine Mehrzahl von Lagerrollen
(82, 86, 88) oder von Gleitlagerelementen aufweist,
welche in eine Lagernut (84) des Antriebsteiles (68)
eingreifen, wobei von den Lagerrollen (82, 86, 88) min
destens eine bezüglich der Achse des Antriebsteiles
(68) in radialer Richtung bewegbar ist.
7 Bohrgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lageranordnung zwei feststehende Lagerrollen
(86, 88) aufweist, die dem von Mäkler (14) abliegenden
Ende des Antriebsschlittens (16; 22) benachbart sind,
wobei sie vorzugsweise symmetrisch zu einer durch die
Achse des Antriebsteiles (68) gehenden Mittelebene des
Antriebsschlittens (16; 22) angeordnet sind.
8. Bohrgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lageranordnung eine einzige bewegliche Lager
rolle (82) oder zwei symmetrisch zur Mittelebene des
Antriebsschlittens (16; 22) angeordnete bewegliche Lager
rollen (82a, 82b) aufweist.
9. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lagerrollen (82, 86, 88)
Kegelrollen sind und in einer Lagernut (84) des Antriebs
teiles (68) laufen, die hierzu passenden, komplementären
Querschnitt hat.
10. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
daß mindestens ein Führungsschlitten (27) ein auf
dem Mäkler (14) verfahrbares Schlittengrundteil (32)
und eine lösbar auf diesem befestigte Radiallagereinheit
aufweist.
Priority Applications (3)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19738171A DE19738171A1 (de) | 1997-09-01 | 1997-09-01 | Bohrgerät |
Publications (1)
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Family
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Family Applications (1)
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| DE19738171A Withdrawn DE19738171A1 (de) | 1997-09-01 | 1997-09-01 | Bohrgerät |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US6263985B1 (de) |
| EP (1) | EP1010854A1 (de) |
| DE (1) | DE19738171A1 (de) |
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