DE2622373A1 - Verfahren und vorrichtung zur aufzucht von wassertieren - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur aufzucht von wassertierenInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Aufzucht von Wassertieren
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Aufzucht von Wassertieren in einer kontrollierten Umgebung, bei
dem die Wassertiere nach Arten getrennt in vertikal stehenden Behältern gehalten werden und Wasser kontinuierlich durch die
Behälter geleitet wird.
Aus der DT-OS 21 10 091 ist ein Verfahren zur Aufzucht von Fischen bekannt, bei dem mit Sauerstoff angereichertes,vorzugsweise
aus einer Quelle oder aus einem Brunnen gepumptes Wasser kontinuierlich vnn unten nach oben durch einen vertikal
stehenden, den Lebensraum der Fische bildenden Behälter geleitet
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und zusätzlich zur Erreichung optimaler Aufzuchtbedingungen
Sauersto ff oder Sauerstoff enthaltendes Gas in den Behälter am
Boden zugeführt wird. Dabei i:;t vorgesehen, mehrere solcher Behälter
nebeneinander auf einem jeweils abgestuften Erdniveau aufzustellen und das Uberlaufwasser aus dem auf höheren Niveau stehenden
Behälter nach einer Reinigung und einer erneuten Sauerstoffanreichorung
durch den auf dem nächst niederen Niveau angeordneten Behälter mit Hilfe des aufgrund des unterschiedlichen Niveaus
zur Verfügung stehenden Wasserdruckes von unten nach oben hindurchzudrücken, wobei eine weitgehende Ausnutzung des vorhandenen
Wasserreservoirs erreicht werden kann.
Insbesondere beim Austragen der von den Fischen anfallenden Stoffwechselprodukte oder von sonstigen Abfallstoffen
aus den Behältern mit Hilfe der von unten nach oben gerichteten Wasserströmung können jedoch bei diesem bekannten Verfahren Störungen
der für die Fische günstigsten Lebensbedingungen auftreten. Ist die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers zu langsam, sinken
die Stoffwechselprodukte der Fische entgegen der von unten nach oben gerichteten Wasserströmung und entgegen der Einblasrichtung
des Sauerstoffs am Boden des Behälters nach unten auf den Boden des Behälters, wo sie dann die Sauerstoffeintragvorrichtung ver ·
stopfen,oder sie bleiben in Schwebe. In beiden Fällen ist die Aufenthaltszeit der Fäkalien in den Behältern unnötig verlängert,
was für die Aufzucht von Fischen negative Folgen, wie z.B. Ge-
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schmacksbeeinträchtigungen oder Vergiftungserscheinungen bei den
Fischen nach sich ziehen kann. Der gleiche Effekt des Absinkens der Fäkalien entgegen der Wasserströmung auf den Boden des E-halters
stellt sich bei einer zu schnellen Wasserströmung durch die dann auftretende Turbulenz des Wassers ein. Aus diesen Gründen
muß eine ganz bestimmte, oft aber nur sehr schwer einzustellen de und einzuhaltende Wassermenge durch die Behälter geleitet werden,
was den Aufzuchtbetrieb erschwert. Des weiteren kann das Einleiten eines mit dem Wachstum der Fische notwendigen größeren
Sauerstoffstromes in die Behälter ebenso zu turbulenten Wasserströmungen führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Aufzucht von Wassertieren in vertikal stehenden Behaltern zu entwickeln, mit dem die Art der Fäkalienabtrennung aus den Behältern
auf einfache Weise wirkungsvoll und ohne die Lebensbedingungen der Wassertiere zu beeinträchtigen durchgeführt werden
kann und das grundsätzlich eine wirtschaftliche Aufzucht und Haltung von Wassertieren ermöglicht.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in die Behälter
am oberen Rand tangential zur Behälterinnenwand Frischwasser eingeleitet, in den Behältern eine kreisförmige Wasserströmung aufrechterhalten
und Abwasser am unteren Ende der Behälter abgeleitet wird.
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LINOE AKTIENGESELLSCHAFT
Durch das kontinuierliche Einleiten des Frischwassers am oberen Rand der Behälter tangential zu deren I aenwand und
die Aufrechterhaltung einer kreisförmigen Wasserführung in den
Behältern von der Wasseroberfläche zum unteren Ende- der Behalte -,
z.B. durch eine zylindrische Ausbildung der Behälter,sowie das
kontinuierliche A leiten einer gleichen Wafrermenge am unteren
Ende der Behälter wird auf einfache We-Wa erreicht, daß r.:it dem
abgeleiteten Wasser unabhängig von den jeweiligen, für die verschiedenen
Arten von Wassertieren notwendigerweise unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten des Wassers in den Behältern
ungenutztes Futter,, Stoffv/echselprodukte und andere Abfalle^ ohne
mechanische Hilfseinrichtungen und ohne da3 Verunreinigungen in
den Behältern zurückbleiben,laufend ausgetragen tirerden» Da somit
eine Reinigung der Behälter über einen längeren Zeitraum hinweg
nicht erforderlich ist und die Wassertiere die ganze Zeit bis zum
Erreichen ihrer gewünschten Größe in Ihren Behältern verbleiben
können,, sind dadurch die ersten wichtigen Voraussetzungen für ein
tirirtschaffcliehes Betreiben einer Aufzuohfcanlage gegeben.
Zu einem wirtschaftlichen Betrieb einer Aufzuchtanlage von Wassertieren gehört aber auchj, daß die Tiere in hoher
Dichte, bezogen auf das vorgegebene Wasservolumen in den Behältern
gehalten werden. Dies bedingt jedoch einen hohen Sauerstoffgehalt des durch die Behält>r zu leitenden Wassers. Gleichzeitig muß
an das Wasser die Forderung nach Reinheit, um einen möglichen
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Krankheitsbefall der Wassertiere weitgehend ausschließen zu können,
und nach einem eng begrenzten Temperaturbereich geste It
werden. Denn die meisten Wassertiere gleichen als wechselwarme Meer- und Süßwassertiere ihre Körpertemperatur der Umgebung an.
Ihre Stoffwechselrate ist damit direkt von der Umgebungstemperatur abhängig. Da aus diesem Grunde das Wachstum der meisten genutzten
Wassertiere in kaltem Wasser verlangsamt ist, sollte das in die Behälter eingeleitete Frischwasser während der gesamten
Aufzuchtperiode optimal temperiert sein, um eine ganzjährige Gewichtszunahme, eine optimale Futterausnutzung und eine optinu Ie
Wachstumsrate der Wassertiere zu erhalten.
Vorteilhafterweise wird deshalb bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren als in die Behälter einzuleitendes Frischwasser zumindest tagsüber eine Mischung aus sauerstoffreichem warmem
Oberflächenwasser und keimarmem Grundwasser, beispielsweise eine Mischung aus See- oder Flußwasser und Quellwasser, verwendet.
Oberflächenwasser, wie See- oder Flußwasser, weist knapp unterhalb seines Wasserspiegels einen erhöhten Sauerstoffgehalt durch
die direkte Berührung des Wasserspiegels mit der umgebenden Atmosphäre auf und ist durch die Sonneneinstrahlung tagsüber
relativ warm, wohingegen unverseuchtes Quell- oder Grundwasser demgegenüber relativ kalt und sauerstoffarm ist, aber den Vorteil
einer weitgehenden Keimfreiheit mit sich bringt und damit die Gefahr eines Bakterien- oder Virenbefalls der Wassertiere vermindert.
Gleichzeitig steht Grundwasser für das Anlegen von Zuchtanlagen reichlicher ζ r Verfügung als das sowieso immer knapper werdende
Oberflächenwasser. 70S 849/0103
Somit kann durch Einstellen des Mischungsverhältnisses zwischen Oberflächen- und Grundwasser die Qualität des Frischwassers
den für die unterschiedlichen Lebensbedingungen der V/assertiere optimalen Wassertemperaturen und Sauerstoff gehalten
angepaßt werden. Außerdem empfiehlt sich für die Wintermonate eine Beheizung des einzuleitenden Frischwassers, um in den Behältern
die erforderlichen Temperaturen zu halten. Selbalverständlich
kann auch ungemischtes Oberflächen- oder Grundwasser, sofern es den Qualitätsansprüchen des Zuchtbetriebes entspricht, zur Anwendung
kommen.
Da cber die Sauerstoffgehalte der Oberflächengewässer
durch Umwelteinflüsse heute oft nicht ausreichen, um eine Mischung aus Oberflächen- und Grundwasser den für eine Aufzucht von Wassertieren
optimalen Sauerstoffgehalten anzupassen, erweist es sich als besonders günstig, wenn das Frischwasser zusätzlich vor dem
Einleiten in die Behälter mit nahezu reinem Sauerstoff oder mit einem Sauerstoff enthaltendem Gas auf einen, den Lebensbedingungen
der Wassertiere angepassten Sauerstoffgehalt angereichert wird. Unabhängig von den vorhandenen Sauerstoffgehalten in dem Oberflächenwasser
kann somit das Wasser in den Behältern auf einem bestimmten Sauerstoffgehalt konstant gehalten werden.
Die Sauerstoffanreicherung des Frischwassers außerhalb der Behälter verhindert zudem, daß die zur Abtrennung von Abfallprodukten
erwünschte kreisförmige Wasserführung in den Behältern
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LINDE AKTIENGESELLSCHAFT
zum Erliegen kommt, wie es z.B. bei einer Sauerstoffanreicherung
mit Hilfe von Ausströmern in den Behältern selbst durch die dabei erzeugte vertikale Kpnvektion der Fall wäre.
Wie sich gezeigt hat, sind die Lebensbedingungen für
die Wassertiere., was den Sauerstoffgehalt des Frisehwat. ~ers betrifft*
am günstigsten, wenn eine Anreicherung des Frischv/assers
auf einen Sauerstoffgehalt von 8 bis 12 mg 02/ltr Wasser vorgenommen
wird»
Als Regelgröße für den Sauerstoffgehalt des einzuleitenden
Frischwassers läßt sich der Sauerstoffgehalt des ar., unteren
Ende des Behälters abgezogenen Abwassers Verwendern Aus den im Abwasser gemessenen Werten ergibt sich der gesamte Verbrauch an
Sauerstoff in den Behältern und dementsprechend muß der Sauerstoffgehalt im Einlauf des Behälters erhöht oder erniedrigt werden.
Auf diese einfache Weise wird ein Konstanthalten des Sauerstoffgehaltes
im Behälter trotz möglicherweise unterschiedlichen Mischungsbedingungen zwischen Oberflächen- und Grundwasser und
damit unterschiedlichen Sauerstoffgehalten im Frischwasser vor der zusätzlichen Sauerstoffbegasung durchführbar.
Weiterhin hat sich i>ei der Aufzucht von Fischen herausgestellt,
daß eine Einstellung der ßiotationsgesehwindigkeit des
Wassers in den Behältern auf einen durchschnittlichen Wert voh 0,7 x Körperlänge der Fische pro Sekunde zu günstigen Aufzucht-
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bedingungen beiträgt. Dabei sollte eine Maximalgesohwindigkeit von
0,3 m/sec jedoch nicht überschritten werden, da sonst die Gegenbewegungen der Fische zu heftig werden, was einen erhöhten Energieverbrauch,
d.h. einen geringeren Fleischansatz der Fische, zur Folge hätte.
Da verschiedene Arten von Wassertieren, namentlich
manche Fische, gewohnheitsmäßig gegen di<> strömung und z.B.
Regenbogenforellen bevorzugt gegen den Uhrzeigersinn schwimmen, ist es von Vorteil, wenn das Einleiten des Frischwassers entgegen
der bevorzugten Wanderungsrichtung der Wassertiere vorgenommen wird, beispielsweise bei Regenbogenforellen im Uhrzeigersinn. Dadurch
kann die Verteilung dieser Wassertiere in den Behältern ordnend beeinflußt und die mögliche Besatzdichte in deu Behältern
erhöht werden. Des weiteren erhöhen die Wassertiere durch ihre der Wasserströmung entgegenwirkenden Schwimmbewegungen die aufgebaute
Kreisströmung in den Behältern und beschleunigen somit den Transport der angefallenen Stoffweohselprodukte und Verunreinigungen
im Wasser zum unteren Ende der Behälter hin.
Während des Ableitens dieser StoffWechselprodukte und
Verunreinigungen mit dem Abwasser aus den Behältern besteht die Gefahr einer Verstopfung der Abwasserleitungen durch die Sedimentation
der Fäkalien. Um dies zu vermeiden, ist es vorteilhaft, in den Abwasserleitungen hydraulische Stöße zu erzeugen, die ein
Wiederaufwirbeln der sich absetzenden Teilchen verursachen. Eine
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umständliche mechanische Reiniguag der Abwasserleitungen, die zudem eine Unterbrechung des Aufzuchtbetriebes bedeuten würde,
kann dann entfallen.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfaßt vorteilhafterweise mehrere zylindrische
Behälter mit je einer am oberen Rand der Behälter tangential zur Behälterinnenwand angebrachten Wasserzuleitung und mit je einer
am unteren Ende der Behälter angeschlossenen Abwasserleitung.
Dabei kann ein am unteren Ende der Behälter vor dem Anschluß der Abwasserleitung angeordnetes Gitter oder Lochblech,
dessen freie Querschnitte so gewählt werden, daß gerade die flockigen Wasserinhaltsstoffe passieren können, nicht aber die
Wassertiere, ein Abschwimmen oder Ableiten der Wassertiere aus den Behältern verhindern.
Desweiteren können die Wasserzuleitungen ein Sauerstpffanreicherungssystem
und die Abwasserleitungen eine mit dem Sauerstoffanreicherungssystem in Verbindung stehende Meßeinrichtung
zur Messung des Sauerstoffgehaltes im Abwasser aufweisen.
Über die Meßeinrichtung in den Abwasserleitungen läßt sich bei einem vorgegebenen Wert für den Mindest- und HÖchstsauerstoffgehalt
des einzuleitenden Frischwassers entsprechend den optimalen Lebensbedingungen der Wassertiere der Sauerstoffverbrauah der
Wassertiere bestimmen und das Sauerstoffanreicherungssystem in den Wasserzuleitungen exakt steuern. Ist zudem das Sauerstoffan-
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reicherungssystem beispielsweise als Füllkörpersäule ausgebildet,
die eine weitgehend verlustfreie Sauerstoffanreicherung ermöglicht
kann ein äußerst wirtschaftlicher Sauerstoffeinsatz erzielt werden.
Zur Erzeugung von hydraulischen Stößen im Abwasser, um ein Verstopfen der Abwasserleitungen zu verhindern, ist es
von Vorteil, wenn die Abwasserleitungen in einem Klärteich, dessen Wasserniveau unter dem der Behälter liegt, in Über den Wasserspiegel
des Klärteichs bis in Höhe der Wasserspiegel in den jeweiligen Behältern herausragenden Rohren enden und die letzten,
aus dem Wasser ragenden Teilstücke der Rohre abnehmbar sind. Nach dem Abnehmen dieser Teilstücke enden die Abwasserleitungen
unterhalb des Wasserspiegels der Behälter, wodurch in der Wasserströmung innerhalb der Abwasserleitungen ein hydraulischer Stoß
entsteht, der die in den Leitungen sedimentierten Abfallstoffe wieder aufrüttelt und mitreißt. Durch Wiederholen des Vorganges
ist es auf diese einfache Weise möglich, einen kontinuierlichen Abwasserablauf und damit die Reinhaltung des Wassers in den Behältern
sicherzustellen« Gleichzeibig bestimmt das Niveau der Austrittsöffnung der Rohre die Höhe des Wasserspiegels in den
Behältern.
Anhand einer schematischen Darstellung soll ein Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Aufzuchtverfahrens von Wassertieren näher erläutert
werden.
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Die Figur zeigt einen vertikal stehenden, zylindrischen, im unteren Teil trichterförmig ausgebildeten und
kontinuierlich von Wasser durchströmten Behälter 1, der den Lebensraum der Wassertiere bildet* Tangential zur Behälterinnenwand
mündet am oberen Behälterrand eine Wasserzuleitung 2 in den Behälter 1, Am unteren Ende 3 des Behälters 1 ist eine Abwasserleitung
4, die mit einem Klärteich 5 In Verbindung steht, angeschlossen.
Beim kontinuierlichen Einleiten von Wasser entsteht somit von der Wasseroberfläche im Behälter 1 bis zum unteren
Ende 3 des Behälters 1 eine kreisförmige Wasserströmung, mit der die entstandenen Fäkalien und andere Feststoffe zyklonartig
ausgetragen werden und in die Abwasserleitung 4 gelangen.
- Um zu verhindern, daß die Wassertiere ebenso in die
Abwasserleitung 4 und in den Klärteich 5 abwandern, 1st am unteren
Ende 3 des Behälters 1 vor dem Anschluß der Abwasserleitung 4 ein Gitter 6 angeordnet, dessen freie Querschnitte den flockigen
Wasserlnhaltsstoffen entsprechen*
Selbstverständlich ist, daß die Behälter 1 mit (nloht
dargestellten) Futterautomaten versehen sind und zur Steuerung der FreSlust Beleuchtungseinrichtungen für die Stimulierung
günstiger Tages« und Nachtphasen aufweisen· .
Die Wasserzuleitung 2, in der 6Ine Pumpenanlage 7
Installiert ist, verbindet den Behälter 1 Über eine Verzweigung
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mit einem See 8 und einem bis in das Grundwasser hinabreichenden Brunnen 9, so daß der Behälter 1 mit einer Mischung aus zumindest
an der Oberfläche relativ warmem und sauerstoffreichem Seewasser und demgegenüber relativ kaltem und sauerstoffarmem, dafür aber
keimfreien Grund- oder Qu^llwasser versorgt werden kann.
Da in die jeweilige Verzweigungsleitung zu dem See 8 oder Brunnen 9 Regelventile 10 oder 11 zur Steuerung des jeweiligen
Durchflußquerschnittes angeordnet sind, kann diese in den Behälter 1 einzuleitende Wassermischung den für die Wassertiere
im Behälter 1 günstigsten Temperatur- und Sauerstoffbedingungen angepaßt werden. Um eine möglichst hohe Besatzdichte der Wassertiere
in dem Behälter 1 zu erzielen, muß der Sauerstoffgehalt im einzuleitenden Wasser aber möglichst hoch sein, d.h. es sollten
ungefähr 8 bis 12 mg 02/ltr Wasser einstellbar sein. Bei Grundwasser
kann jedoch höchstens mit einem Sauerstoffgehalt von 4 bis 5 mg 0_/ltr Wasser gerechnet werden. Da eine Mischung des
Grundwassers mit Oberflächenwasser in den meisten Fällen für diese hohen Sauerstoffwerte im Frischwasser nicht ausreicht, ist in die
Wasserzuleitung 2 nach der Pumpenanlage 7 ©in Sauerstoffanreicherungssystem
12, das z.B. eine FUllkörpersäule sein kann, angeordnet.
Dieses. Sauerstoffanreicherungssystem 12 steht mit einer
Meßeinrichtung 15 in der Abwasserleitung 4 in Verbindung, die den
Sauerstoffgehalt des Abwassers mißt. Nach Vorgabe eines gewühsch-
./. 709849/0103
!;en Sauerstoffgehaltes im Behälter 1 kann somit entsprechend dem
jeweiligen gemessenen Sauerstoffverbrauch das Sauerstoffanreicherungssystem 12 gesteuerterer den.
Die Abwasserleitung 4 endet in dem Klärteich 5 ih einem
über den Wasserspiegel des Klärteiches 5 bis in Niveauhöhe des Wasserspiegels des Behälters 1 herausragenden Rohr 14, dessen
letztes Teilstück 15 abnehmbar ist. Der Wasserspiegel des Klärteiches
5 liegt unter der Wasserhöhe in dem Behälter 1. Das Entfernen des Teilstückes 15 hat damit zur Folge, daß es zwischen
dem Behälter 1 und dem Klärteich 5 zu einem Niveauausgleich kommt, der von einem hydraulischen Stoß in der Abwasserleitung 4 eingeleitet
wird. Dieser SpUlvorgang verhindert die Verschlammung der Abwasserleitung 4 durch die sich aus dem Abwasser absetzenden
Ab fa1!produkte.
Zum bequemen Abfischen der Wassertiere aus dem Behälter 1 ist eine mit einem Verschlußorgan versehene Zweigleitung 16
ebenso am unteren Ende 3 des Behälters 1 angeschlossen. Somit können
nach Entfernen des vor der Abwasserleitung 4 angeordneten
Gitters 6 und nach Öffnen des Verschlußorgans der Zweigleitung 16 die Wassertiere am Ende der Zweigleitung 16, z.B. in Sieben 17*
aufgefangen werden.
Selbstverständlich können zur gleichzeitigen Aufzucht von Wassertieren verschiedener Art oder von Wassertieren gleioher
Art aber unterschiedlicher Größe mehrere des oben beschriebenen Behälters mit Jeweils eigener Wasserzüleitung. und -ableitung
nebeneinander aufgestellt werden.
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Leerseite
Claims (1)
- LINDE AKTIENGESELLSCHAFT(G OhI) f G 76/034-Sin7bd ; 19.Mai I976Patentansprüche1. Verfahren zur Aufzucht von Wassertieren in einer kontrollierten Umgebung, bei dem die Wassertiere nach Arten getrennt in vertikal stehenden Behältern gehalten werden und Wasser kontinuierlich durch die Behälter geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß in die Behälter am oberen Rand tangential zur Behälterinnenwand Frischwasser eingeleitet, in den Behältern eine kreisförmige Wasserströmung aufrechterhalten und Abwasser am unteren Ende der Behälter abgeleitet wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Frischwasser zumindest tagsüber eine Mischung· aus sauerstoffreichem warmem Oberflächenwasser und keimarmeta Grundwasser verwendet wird.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Qualität des Frischwassers durch Einstellen des Mischungsverhältnisses zwischen Oberflächen- und Grundwasser den für die unterschiedlichen Lebensbedingungen der Wassertiere optimalen Wassertemperaturen und Sauerstoffgehalten angepaßt wird.709849/0103. LINDE AKTIENGESELLSCHAFT^. Verfahren nach ein-i der Ansprüche 1 bis j5, dadurch gekennzeichnet, daß die Qualit -; des Frischwassers vor dem Einleiten in die Behälter t.uf einen den Lebensbedingungen der Wassertiere angepaßten Sauerstoffgehalt mit nahezu reinem Sauerstoff und/oder mit einem Sauerstoff enthaltenden Gas angereichert wird,5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anreicherung des Frischwassers auf einen Sauerstoffgehalt von 8 bis 12 mg Op/ltr. Wasser vorgenommen wird.6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoffgehalt des am unteren Ende des Behälters abgezogenen Abwassers als Regelgröße für den Sauerstoffgehalt des einzuleitenden Frischwassers verwendet wird.7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6 zur Aufzucht von Fischen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsgeschwindigkeit des Wassers in den Behältern auf einen durchschnittlichen Wert von 0,7 x Körperlänge der Fische pro Sekunde, maximal Jedoch auf 0,3 m/sec, eingestellt wird.8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7* dadurch gekennzeichnet, daß das Einleiten des Frischwassers entgegen der bevorzugten Wanderungsrichtung der Wassertiere vorgenommen wird.709849/0103LINDF. AKTIENGESELLSCHAFT9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß während des Ableitens des Abwassers aus den Behältern in den Abwasserleitungen hydraulische Stöße erzeugt werden.10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch zylindrische Behälter (1), die je eine am oberen Rand der Behälter (1) tangential zur Eehälterinnenwand angebrachte Wasserzuleitung (2) und je eine am unteren Ende (j5) des Behälters (1) angeschlossene Abwasserleitung (4) aufweisen.11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende (ji) der Behälter (1) vor dem Anschluß der Abwasserleitung (4) ein Gitter (6) angeordnet ist.12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserzuleitun^en (2) ein Säuerstoffanreicherungssystem (12) und die Abwasserleitungen (4) eine mit dem Sauerstoff anreicherungssystem (12) in Verbindung stehende Meßeinrichtung (l?) zur Messung des Sauerstoffgehaltes aufweisen.709849/0103LINDE AKTIENGESELLSCHAFTVorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12 zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 9* dadurch gekennzeichnet, daß die Abwasserleitungen (4) in einem Klärteich (5) in über den Wasserspiegel des Klärteichs (5) bis in Höhe der Wasserspiegel in den jeweiligen Behältern (1) herausragenden Rohren (14) enden, wobei deren letzte Teilstücke (15) abnehmbar sind.709849/0103
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