DE2621665A1 - Anordnung zur halterung eines reserverades unter dem boden eines kraftfahrzeuges, insbesondere personenkraftfahrzeuges - Google Patents
Anordnung zur halterung eines reserverades unter dem boden eines kraftfahrzeuges, insbesondere personenkraftfahrzeugesInfo
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Description
- Anordnung zur Halterung eines Reserverades
- unter dem Boden eines Kraftfahrzeuges, insbesondere Personenkraftfahrzeuges Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Halterung eines Reserverades unter dem Boden, insbesondere eines Personenkraftfahrzeuges, bei der ein Heben und Senken des Reserverades durch ein eine Öffnung des Bodens durchdringendes Seil erfolgt, dessen eines Ende ein die Radfelge im Bereich ihrer mittleren Bohrung untergreifendes Tragstück aufweist, während an seinem anderen Ende ein Betätigungsorgan zum Heben bzw. Senken des Rades angreift.
- Aus der DT-PS 963 492 ist eine Reserveradbefestigung am Längsträger eines Kraftfahrzeuges bekannt, bei der das Reserverad mit senkrecht stehender Achse auf eine Tragschiene abgestützt ist und das Anheben und Senken des Rades mit Hilfe eines Kabels erfolgt, das mit der Tragschiene verbunden ist und über ein Rollensystem mittels eines Spindelantriebes das Rad hebt und senkt, wobei die Festlegung des Rades in seiner gehobenen Endlage durch in die Radmutternlöcher der Felge eingeführte Bolzenschrauben und Muttern am Fahrzeuglängsträger erfolgt. Der mechanische Aufwand dieser Anordnung ist groß und für Personenkraftwagen ungeeignet.
- Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Anordnung zur Halterung des Reserverades unter dem Boden, insbesondere eines Personenkraftfahrzeuges zu schaffen, die einfach in ihrem konstruktiven Aufbau ist, d. h. mit geringem baulichen Aufwand auskommt, demnach mit wenigen Handgriffen rasch, zuverlässig und mühelos das Heben und Senken des Reserverads ermöglicht und zugleich eine sichere Halterung in gehobener Endlage gewährleistet.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer Anordnung der eingangs erläuterten Art dadurch gelöst, daß ein die Radfelge untergreifendes Tragstück einen mit einer Ringnut versehenen Gewindebolzen aufweist, der beim Heben von Seil und Rad mittels einer auf das Seil aufgefädelten, am freien Seilende durch einen Anschlag gehaltenen Tellermutter in eine schlüssellochförmige Ausnehmung im Fahrzeugboden einhängbar und mit der Tellermutter das Reserverad haltend fest am Boden verschraubbar ist. Vorteilhaft ist hierbei die Tellermutter mit ihrem Außenumfang in einer entsprechenden Ausnehmung im Fahrzeugboden geführt, in der gleichzeitig die schlüsselförmige Ausnehmung für die Einhängung des Gewindebolzens exzentrisch angeordnet ist, derart daß bei fest verschraubter Tellermutter, die Ringnut des Gewindebolzens in dem Langloch der schlüssellochartigen Ausnehmung angeordnet ist, dessen Randfläche ein Widerlager für den Gewindebolzen bildet. Die Anordnung ist einfach in ihrem Aufbau, denn sie besteht aus nur wenigen kostengünstig herzustellenden Bauteilen. Die Handhabung ist mühelos. Das Rad läßt sich mit der bequem zu fassenden Tellermutter von Hand mit geringem Schwung leicht Anheben und in den Fahrzeugboden einhängen. Anschließend folgt mit nur wenigen Umdrehungen der Tellermutter die Lagesicherung des Reserverades.
- In vorteilhafter Ausbildung der erfindungsgemäßen Anordnung kann ferner das Tragstück aus einem Blechstreifen mit beiderseits abgekröpften Enden bestehen, in dessen geometrischer Mitte der Gewindebolzen befestigt ist, wobei Gewindebolzen und Blechstreifen eine axiale Bohrung besitzen, in der das am Bohrungsende gegen Durchzug gesicherte Seil angeordnet ist.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung sind anhand eines Ausführungsbeispieles in den Zeichnungen dargestellt und anschließend näher erläutert.
- Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Heckpartie eines Personenkraftfahrzeuges mit geöffnetem Kofferraum und unter dem Fahrzeugboden befestigtem Reserverad und Fig. 2 das Reserverad und die erfindungsgemäße Anordnung zu seiner Halterung in Anfangsstellung für das Heben des Rades in perspektivischer Darstellung.
- Mit 1 ist die Heckpartie eines Personenkraftfahrzeuges in Fig. 1 bezeichnet mit dem Kofferraum 2, geöffnetem Kofferraumdeckel 3, hinterer Stoßstange 4 und dem hinteren Teil des Karosseriebodens 5 unter dem das Reserverad 6 angeordnet ist.
- In Fig. 2 ist ein Ausschnitt des Karosseriebodens 5 im Kofferraumbereich gezeigt, unter dem das Reserverad 6 in Halterungsstellung zur Anlage gelangt. Ein streifenförmiges, an seinen Ende abgekröpftes Blechbiegeteil 7 trägt mittig einen angenieteten oder angeschweißten Gewindebolzen 8 mit hinterschnittener Ringnut 8'. Ein Stahlseil 9 ist durch eine mittlere Bohrung des Gewindebolzens hindurchgeführt und an der Unterseite des Blechbiegeteils 7 (nicht dargestellt) gegen Rückzug mittels Lötkopf gesichert. Es kann auch in die Bolzenbohrung eingelötet sein. Im Fahrzeugboden 5 befindet sich eine flanschförmige Einprägung 5' und eine in dieser etwas außermittig angeordnete schlüssellochartige Öffnung 10, durch welche das Stahlseil 9 hindurchgeführt und auf eine Tellermutter 11 in deren Gewindebohrung 11' aufgefädelt ist.
- Ein am Seilende anschließend angebrachter Ring 12 verbindet einen Durchzug des Seils durch die Gewindebohrung 11' der Tellermutter. Die Tellermutter ist mit ihrer Gewindebohrung auf den Gewindebolzen 8 aufschraubbar und ihr Außenumfang paßt ähnlich einem Gleitlager in die Einprägung 5'.
- Die Handhabung der Anordnung ist folgende: Ausgehend von der in Fig. 2 dargestellten Situation wird das Blechbiegeteil 7 von oben schräg nach unten durch daß mittlere Loch 6' der Radfelge 6" des z. B. auf der Fahrbahn liegenden Ersatzrades 6 geschoben, eo daß sich die abgekröpften Enden 7' an der Unterseite der Radfelge anlegen.
- Die Tellermutter wird anschließend mit beiden Händen - wie dargestellt - gefaßt und durch Anheben du Seil gestrafft.
- Anschließend wird mit Schwung durch Hochheben der Tellermutter 11 das Ersatzrad bis zum Anschlag unter den Fahrzeugboden 5 angehoben, wobei darauf zu achten ist, daß durch geringe Neigung des Seiles im Bild nach rechts der Gewindebolzen 8 durch das Schlüsselloch 10' hindurchgreift, um anschließend sofort durch eine Bewegung der Tellermutter 11 in Pfeilrichtung nach links mit seiner Ringnut 8' in das Langloch 10" der schlüssellochartigen Ausnehmung eingehängt zu werden. In dieser Lage ist das Seil entlastet, das Reserverad liegt am Fahrzeugboden an. Es wird nun mit einer Hand am Ring i2 das Seil straff gehalten und mit der anderen Hand die Tellermutter in der als Zentrierung dienenden Einprägung 5' auf dem Gewindebolzen 8 festgeschraubt. Hierzu dienen drei an der Tellermutteroberfläche angeformte Stege zur Erhöhung der Griffigkeit.
- Das Reserverad ist somit lagegesichert. Das Lösen und Herablassen des Reserverades vollzieht sich in entsprechend umgekehrter Folge.
- - Ansprüche - Leerseite
Claims (5)
- Ansprüche 1. Anordnung zur Halterung eines Reserverades unter dem Boden eines Kraftfahrzeuges, insbesondere Personenkraftfahrzeuges, bei der das Heben und Senken des Reserverades durch ein eine Öffnung des Bodens durchdringendes Seil erfolgt, dessen eines Ende ein die Radfelge im Bereich ihrer mittleren Bohrung untergreifendes Tragstück aufweist, während an seinem anderen Ende ein Betätigungsorgan zum Heben bzw. Senken des Rades angreift, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragstück (7) einen mit einer Ringnut (8') versehenen Gewindebolzen (8) aufweist, der beim Heben von Seil (9) und Rad (6) mittels einer auf das Seil aufgefädelten, am freien Seilende durch einen Anschlag (12) gehaltenen Tellermutter (11) in eine schlüssellochförmige Ausnehmung (10) im Fahrzeugboden (5) einhängbar und mit der Tellermutter das Reserverad haltend fest am Boden verschraubbar ist.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tellermutter (11) mit ihrem Außenumfang in einer entsprechenden Ausnehmung (5') im Fahrzeugboden (5) geführt ist, in der gleichzeitig die schlüsselförmige Ausnehmung (10) für die Einhängung des Gewindebolzens (8) exzentrisch angeordnet ist, derart daß bei fest verschraubter Tellermutter (11), die Ringnut (8') des Gewindebolzens (8) in dem Langloch (10") der schlüssellochartigen Ausnehmung (10) angeordnet ist, dessen Randfläche ein Widerlager für den Gewindebolzen (8) bildet.
- 3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragstück aus einem Blechstreifen (7) mit beiderseits abgekröpften Enden (7') besteht in dessen geometrischer Mitte der Gewindebolzen (8) befestigt ist.
- 4. Anordnung, insbesondere nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Gewindebolzen (8) und Blechstreifen (7) eine axiale Bohrung besitzen, in der das am Bohrungsende gegen Durchzug gesicherte Seil (9) angeordnet ist.
- 5. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Anschlag am freien Seilende ein im Durchmesser größerer Ring (12) als der freie Gewindedurchmesser (11') der Tellermutter (ii) befestigt ist.
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| DE2621665B2 DE2621665B2 (de) | 1978-07-20 |
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2670171A1 (fr) * | 1990-12-07 | 1992-06-12 | Peugeot | Dispositif de verrouillage d'un support de roue de secours. |
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1976
- 1976-05-15 DE DE19762621665 patent/DE2621665B2/de active Granted
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