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DE262148C - - Google Patents

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Publication number
DE262148C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
die
ring
pressing
wedges
wedge
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT262148D
Other languages
English (en)
Publication of DE262148C publication Critical patent/DE262148C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B5/00Machines or apparatus for embossing decorations or marks, e.g. embossing coins
    • B44B5/0052Machines or apparatus for embossing decorations or marks, e.g. embossing coins by pressing

Landscapes

  • Forging (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 262148 KLASSE 75«. GRUPPE
Schmuckringe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. April 1911 ab.
Verzierte Schmuckringe hat man lange Zeit in der Weise hergestellt, daß man auf einen flachliegenden Metallstreifen die Verzierung in einem Gesenk aufprägte und sodann den Streifen nach dem Runden zusammenlötete. Da solche gelöteten Ringe aber wenig Haltbarkeit besitzen, so ging man dazu über, sie aus einem Abschnitt eines nahtlosen Rohres herzustellen und prägte die Verzierung auf
ίο die Außenseite durch einen vertieften Stempel ein, nachdem man in das Innere des Ringes einen Stahldorn eingeführt hatte. Der Druck erfolgte in vertikaler Richtung gegen den aufrecht gestellten Ring. Der Dorn mußte dabei an der Ringstelle frei sein und an beiden Enden auf einer Unterlage aufliegen. Das bringt jedoch die Gefahr des Verbiegens des ungehärteten oder des Bruches des gehärteten Dornes mit sich und hat daher außer vielen Kosten zur Folge, daß nur mit einem niederen Druck gearbeitet werden kann, weil sich die Stärke des Dornes nicht über den Durchmesser des Ringinnern steigern läßt. Das Auswechseln des Ringes nach dem Prägen ist ziemlich umständlich, weil der Ring zwischen beiden Auflagerstellen eingeschlossen ist. Endlich bedarf man für jede Ringweite eines besonderen Dornes und eines besonderen oberen Preßstückes.
Es ist außerdem auch bekannt, den Ring mittels einer auf seinen inneren Umfang wirkenden Preßvorrichtung in ein aus zwei Teilen bestehendes, entsprechend ausgebildetes Gesenk zu pressen, wobei das Hineinpressen des Ringes in das Gesenk durch Zusammenpressen eines in den Ring einzuführenden Bolzens aus einem Material (Messing) das unter dem Preßdruck radial zum Ring ausweichen kann, oder auch mittels eines stabförmigen Preßkörpers bewirkt wird, der parallel zur Ringachse gehalten und radial zum Ring bewegbar ist. Aber auch hierbei macht sich als Ubelstand geltend, daß das Herausbringen des Bolzens aus dem Ring nach dem Prägen Schwierigkeiten bereitet (der Bolzen muß herausgebohrt werden), bzw. daß mit einem niederen Druck gearbeitet werden müß, weil der stabförmige Preßkörper nicht stärker gemacht werden kann, als der Innendurchmesser des Ringes beträgt.
Bei der im nachstehenden beschriebenen und auf der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführung dargestellten Vorrichtung, bei welcher der Ring ebenfalls durch eine auf seinen inneren Umfang wirkende Preßvorrichtung in ein aus zwei Teilen bestehendes Gesenk gepreßt wird, besteht nun, um die genannten Mängel zu beseitigen, die Preßvorrichtung gemäß der Erfindung aus zwei achsial in den Ring einzuführenden, mit dem Anzug gegeneinander versetzt angeordneten Keilen, von denen beim Prägen der eine, der treibende Keil, in Längs- und Querrichtung verschiebbar ist, während der andere, der getriebene Keil, nur in Querrichtung verschiebbar ist.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung in Draufsicht, Fig. 2 im Vertikalschnitt durch die Längsachse, die Gesenke in Prägestellung, ohne Keile und Hebevorrichtung,
Fig. 3 eine an dem in Fig. ι und 2 linken Ende der Vorrichtung sitzende Büchse,
Fig. 4 die beiden Gesenke in horizontalem Querschnitt mit Ring und Keilen.
Fig. 5 zeigt die Vorrichtung in Endansicht, bezüglich Fig. 1 und 2 von links gesehen,
Fig. 6 das linke Ende der Vorrichtung von innen gesehen.
Fig. 7 zeigt die Vorrichtung im Vertikalschnitt durch die Längsachse mit allen Teilen in der zum Auswechseln des Ringes vorgesehenen Stellung.
Fig. 8 zeigt die Gesenke im Vertikalschnitt mit Ring und Keilen in größerem Maßstabe. Fig. 9 zeigt die Vorrichtung zum Verschieben der Keile, welche zum Zusammenspannen der Gesenke dienen, in Draufsicht und
Fig. 10 deren Vorderansicht.
In dem rechteckigen, mit vier Füßen versehenen Rahmen 1, weleher an den Lappen 2 auf dem Tisch einer nicht dargestellten Presse befestigt werden kann, sind die beiden Gesenke 4 und 5 auf Leisten 3 in der Längsrichtung verschiebbar (Fig. 1, 2, 5 und 6). Die den Ring zwischen sich fassenden Seiten der Gesenke lassen auch nach Ausprägung des Ringes stets einen kleinen Zwischenraum frei, so daß die Gesenke sich niemals berühren. In Löchern der Rahmenlängswände sind die Keile 6 und 7 mit dem Anzug gegeneinander versetzt angeordnet, so daß ihre Außenkanten parallel laufen. An der Vorderseite ist in dem geteilten Lager 22 die mit zwei runden Daumen 25 versehene, ovale Platte 24 (Fig. 1, 9 und 10) um ihre vertikale Achse drehbar gelagert. Sie kann mittels des Hebels 23 gedreht werden. Die Daumen 25 greifen in zwei an der Unterseite der Keile 6, 7 befindliche Rinnen (in Fig. 9 der besseren Sichtbarkeit halber über den Keilen gezeichnet) ein. Eine Verstellung des Hebels 23 bezüglich Fig. 1 und 9 nach links bewirkt demnach eine Verschiebung des Keiles 7 nach vorn und des Keiles 6 nach hinten, wodurch deren Gesamtbreite sich verringert und der Druck auf das Gesenk 5 aufhört. Durch Rückbewegung des Hebels 23 werden die Keile im entgegengesetzten Sinne verschoben, deren Gesamtbreite vergrößert und das Gesenk 5 bezüglich Fig. 1, 2 und 7 nach links gepreßt. In der in Fig. 1, 2 und 7 linken Kopfwand des Rahmens 1 ist das Preßstück 8 mit der Achse 11 dreh- und in der Längsrichtung verschiebbar gelagert. Es kann in wagerechte oder aufrechte Stellung gebracht werden (Fig. r, 2, 6 bzw, 7), wobei der Kragen 14 eine genaue Führung sichert. Das Preßstück 8 kann bei aufrechter Stellung an der runden Stange 11 ganz in die Höhlung 19 zurückgezogen werden (Fig. 7). An dem Preßstück 8 und an dem Gesenk 4 sind Winkel 12 bzw. 13 befestigt. Die Winkel 13 können durch Drehen des Preßstückes 8 in eine solche Stellung gebracht werden, daß sie über die Winkel 12 am Gesenk 4 greifen (Fig. 7), so daß das Gesenk 4 beim Zurückziehen des Preßstückes 8 nach links von diesem mitgenommen wird. Diese Bewegungen des Preßstückes 8 erfolgen durch das in der Büchse 15 in Längsrichtung verschiebbare und drehbare zylindrische Stück 17, das mit der Stange 11 des Preßstückes 8 verbunden ist, vermöge des mit einem Kugelgriff versehenen Hebels 16 (Fig. i, 2, 5 und 7). In der Büchse 15 ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich, eine Schlitzführung 18, 20 zum Verschieben und zum Festlegen des Hebels 16 in der in Fig. 2 dargestellten Endlage vorgesehen. Der Hebel 23 ist rückwärts verlängert und trägt auf dem Arm 26 (Fig. i, 7, 9 und 10) den runden Daumen 27, weleher in die Rinne 29 des Schiebers 28 eingreift (Fig. i, 7 und 9). Dieser Schieber 28 ist mit zwei Schlitzen 35 (Fig. 1) und darin sitzenden Kopfschrauben 36 an dem Rahmen 1 befestigt und in der Längsrichtung auf Schlitzlänge beweglich. An der inneren Seite hat der Schieber 28 die beiden abwärts gerichteten Backen 30 (Fig. 7), zwischen welche der am Hebel 33 sitzende Daumen 34 eingreift (Fig. 7). Bei der Bewegung des Schiebers 28 wird der Hebe] 33 nach rechts oder links bewegt. Der Hebel 33 bewegt seinerseits die runde Achse
31, welche in der Mitte einen Bund mit einer Nase 32 trägt (Fig. 1 und 7). Der Bund verhindert das Durchschieben des Keiles 9 durch das Gesenk nach abwärts, während die Nase
32, solange die Keile 6 und 7 gegen das Gesenk 5 drücken, abwärts gerichtet ist und dem Niedergang des Keiles 10 nicht im Wege steht (Fig..7, punktierte Stellung).
Der Arbeitsvorgang ist folgender: Das Gesenk 4 befindet sich zu Anfang in Linksstellung (Fig. 7), welche gestattet, mit zwei Fingern den glatten Ring mit der schmalen Seite in die Kerbe des Gesenkes 5 einzusetzen, in welche er scharf passen muß. Das Gesenk 5 liegt dabei gegen den Keil 6 an. Dann wird durch Verschieben des Hebels 16 nach rechts das Preßstück 8 in seine Horizontallage gebracht (Fig. i, 2 und 6), so daß es gegen die Wand des Rahmens 1 zu liegen kommt. Ein geringer Druck am Hebel 23 nach rechts genügt jetzt, um die Keile 6 und 7 so zu verschieben, daß sie auf das Gesenk 5 nach links wirken und der Ring auf die gravierte Fläche des Gesenkes 4 trifft. Nun werden die Keile 9 und 10 eingesetzt und durch weiteres Rechtsdrehen des Hebels 23 die Gesenke 4 und 5 fest zusammengepreßt. Darauf wird der Druckstempel der nicht dargestellten Presse gesenkt, der den Keil 10 so stark in den Ring hineindrückt, daß dessen Umfang nach beiden Seiten in die Gesenke bzw. in die Gravierung des
Gesenkes 4 eintritt. Dreht man nun den Hebel 23 wieder nach links, so verschieben sich die Keile 6 und 7 im Sinne der Breitenverminderung, wodurch der Druck auf das Gesenk 5 aufhört und der Keil 10 in dem Ringe nur noch durch dessen Spannung gehalten wird. Bei weiterer Drehung des Hebels 23 nach links wird der Schieber 28 durch den Daumen 27 nach rechts verschoben (Fig. 7), der Hebel 33 und mit ihm die Nase 32 nach rechts gedreht, und hierdurch der niedergedrückte Keil 10 durch die Nase 32 wieder nach oben geschoben. Im Falle nicht genügend scharfer Ausprägung wird der Vorgang einfach wiederholt.
Der mittels der Keile ausgeübte Druck ist so stark, daß auch die feinsten Linien der Reliefs im Metall scharf herauskommen. Zwei Griffe an jedem der Hebel 16 und 23 genügen, neben dem Auswechseln, um einen Arbeitsvorgang zu vollziehen, wodurch ein äußerst rasches Arbeiten ermöglicht wird. Der unrunde Ring wird zuletzt durch Aufziehen auf einen Bolzen in seine richtige Form gebracht.
Der Rahmen 1 kann so stark gehalten werden, daß eine Grenze für' den auszuübenden Druck sich eigentlich gar nicht angeben läßt; eine Bruchgefahr ist nicht mehr vorhanden. Hierin sowie in der Einfachheit der Arbeitsweise liegt in erster Linie der Vorteil dieser Einrichtung; man braucht ferner nicht für jede Ringweite besondere Keile.
Der beim Pressen unvermeidlichen Ausweitung des Ringes begegnet man dadurch, daß der Durchmesser des Ringes gleich anfangs entsprechend kleiner genommen wird.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Aufpressen von Hochreliefs auf die Außenseite massiver fugenloser Schmuckringe, bei welcher der Ring mittels einer auf seinen inneren Umfang wirkenden Preßvorrichtung in ein aus zwei Teilen bestehendes Gesenk hineingepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßvorrichtung aus zwei mit dem Anzug gegeneinander versetzt angeordneten, achsial in den Ring einzuführenden Keilen (9, 10) besteht, von denen beim Prägen der eine, der treibende Keil (10), in Längs- und Querrichtung verschiebbar ist, während der andere, der getriebene Keil (9), nur in Querrichtung verschiebbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein als Widerlager für das Gesenk dienendes, um seine Mittelachse drehbares und in die Seitenwand der Maschine zurückziehbares Preßstück (8), mittels dessen der eine Gesenkteil (4) in die Arbeitsstellung gegen den anderen Gesenkteil (5) geschoben und nach dem Pressen zum Herausnehmen der Keile und des Ringes durch am Preßstück (8) und an dem einen Gesenkteil (4) befindliche, miteinander in Eingriff zu bringende Winkel (12, 13) wieder von dem anderen Gesenkteil (5) entfernt werden kann.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen unterhalb des Gesenkes (4, 5) hin und her beweglichen Schieber (28), der durch einen gleichzeitig zum Antrieb der Zusammenspannvorrichtung (6, 7) für das Gesenk dienenden Hebel (23) angetrieben wird und seinerseits mittels eines Daumens (34) und mittels zweier mit diesem in Eingriff stehender Backen (30) eine Achse (31) mit einer an dieser sitzenden Nase (32) in Drehung versetzt, die beim Entspannen des Gesenkes ein Anheben des Antriebskeiles (10) bewirkt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT262148D Active DE262148C (de)

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Country Status (1)

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DE (1) DE262148C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2503160A (en) * 1946-12-05 1950-04-04 Lapointe Gerard Vise having slidable jaw actuated by driven wedge

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2503160A (en) * 1946-12-05 1950-04-04 Lapointe Gerard Vise having slidable jaw actuated by driven wedge

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