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DE2621466A1 - Verfahren zur herstellung von vinylhalogenidpolymerisaten - Google Patents

Verfahren zur herstellung von vinylhalogenidpolymerisaten

Info

Publication number
DE2621466A1
DE2621466A1 DE19762621466 DE2621466A DE2621466A1 DE 2621466 A1 DE2621466 A1 DE 2621466A1 DE 19762621466 DE19762621466 DE 19762621466 DE 2621466 A DE2621466 A DE 2621466A DE 2621466 A1 DE2621466 A1 DE 2621466A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
initiator
plasticizer
vinyl
esters
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19762621466
Other languages
English (en)
Inventor
Kang Yang
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ConocoPhillips Co
Original Assignee
Continental Oil Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Continental Oil Co filed Critical Continental Oil Co
Publication of DE2621466A1 publication Critical patent/DE2621466A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F14/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen
    • C08F14/02Monomers containing chlorine
    • C08F14/04Monomers containing two carbon atoms
    • C08F14/06Vinyl chloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Polymerisation Methods In General (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE A. GRÜNECKER
DIPL.-ING.
H. KINKELDEY
DR.-I NG.
O ß O 1 / R R W" STOCKMAlR
/ D Z I 4ÖÖ DR.-INQ. · AeE (CALTECH)
K. SCHUMANN
. DR. RER. NAT. · DIPL.-PHYO.
P. H. JAKOB
DIPL.-INQ.
G. BEZOLD
DR. RER. NAT. · DIPL.-CHEM.
MÜNCHEN
E. K. WEIL
DR. RER. OEC. INQ.
LINDAU
8 MÜNCHEN 22
MAXIMILIANSTRASSE 43
14. Mai 1975 P 10 191-60/co
Continental Oil Company,
P.O.Box 1267, Ponca City, Oklahoma 74601, V.St.A.
Verfahren zur Herstellung von Vinylhalogenidpolymerisaten
Die Herstellung von Vinylhalogenidpolymerisaten durch Suspensionspolymerisation von Vinylhalogeniden, entweder allein oder in Kombination mit anderen Monomeren, ist "bekannt. Das Verfahren besteht darin, daß man Wasser, Monomeres, Initiator und Dispergator in einem ummantelten Reaktionskessel vorlegt und nach Erreichen der gewünschten Temperatur die Temperatur auf dem vorbestimmten Wert hält. Bei dieser Temperatursteuerung erfolgt die Reaktion nahezu bei konstantem Druck bis etwa 70 Prozent Umsatz erreicht sind, wonach der Druck mit zunehmendem Umsatz abnimmt. Im allgemeinen dauert es eine gewisse Zeit bis zum Druckabfall. Bei der Durchführung der Polymerisation unter identischen Bedingungen bedeutet ein früherer Druckabfall, daß der gleiche Umsatz in kürzerer Zeit erreicht worden ist.
609886/1021 ORiGiNAL INSPECTED
TELEFON (O8O) 222862 TELEX OE-QÖ380 TELEGRAMME MONAPAT
Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur K .r · stellung von Vinylhalogenidpolymerisaten mit verkürzter Reaktionszeit zur Verfugung zu stellen. Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung von Vinylhalogenidpolymerisaten durch Suspensionspolymerisation von Vinylhalogeniden, gegebenenfalls zusammen mit anderen Comonomeren, in Gegenwart von Initiatoren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man den Initiator in Form einer Weichmacherlösung zusetzt.
Es ist zwar bekannt, dem Polymerisationsansatζ bei der Suspensionspolymerisation von Vinylchlorid von Anfang an einen Weichmacher zuzusetzen (US-PS 2 689 836 und 3 812 073); es ist jedoch nicht bekannt, die Zugabe des Initiators so durchzuführen, daß man den Initiator in Form einer Lösung in einem Weichmacher dem Polymerisationsansatz einverleibt. Erfindungsgemäß wird eine erhebliche Verkürzung der Polymerisationszeit erzielt.
Als Vinylhalogenid wird vorzugsweise Vinylchlorid verwendet. Ss können jedoch auch andere Vinylhalogenide, wie Vinylbromid oder Vinylfluorid, Verwendung finden. Nachfolgend ist die Erfindung am Beispiel Vinylchlorid beschrieben.
Beispiele für geeignete Comonomere, die mit Vinylchlorid copolymerisierbar sind, sind Vinylidenchlorid; Vinylacetat; Vinylalkylester (wie .Vinylneodecanoat); Äthylen; Propylen; Isobutylen; Acrylnitril; Ester von Acryl- und Methacrylsäure, wie Methyl-, Äthyl-, Butyl-, Propyl—, 2-Äthylhexyl- oder Hexylacrylat bzw. -Biethacrylat; oder Ester von Maleinsäure, wie Diäthyl-, Dipropyl-, Dihexyl- oder Dioctylmaleat.
Erfindungsgemäß sind die bei der Suspensionspolymerisation von Vinylchlorid üblichen Initiatoren geeignet. Beispiele hierfür sind organische Peroxide, wie Benzoylperoxid, Lauroylperoxidf Diisopropylperoxydicarbonat, Di-2-äthylhexylperoxydicarbonat
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_. 3 —
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oder Di-sek.-butylperoxydicarbonat; Azoverbindungen, wie Azobirisobutyronitril; und ähnliche öllösliche Initiatoren.
Bevorzugte Initiatoren sind Diisopropylperoxydicarbonat, Di-2-äthylhexylperoxydicarbonat und Di-sek.-butylperoxydicarbonat.
Es finden die bei der Suspensionspolymerisation von Vinylchlorid üblichen Dispergatoren bzw. Schutzkolloide Verwendung. Beispiele hierfür sind natürlich hochmolekulare Stoffe, wie Stärke oder Gelatine, sowie synthetische hochmolekulare Stoffe, wie partiell verseifter Polyvinylalkohol, Methylcellulose, Ä'thylcellulose, Hydroxypropoxymethylcellulose, Maleinsäureanhydrid— Vinyläther-Copolymerisate oder Polyvinylpyrrolidon.
Erfindungsgemäß finden herkömmliche, primäre oder sekundäre Weichmacher Verwendung, die üblicherweise bei der Herstellung von Vinylpolymerisaten verwendet werden.
Beispiele für geeignete Weichmacher sind Ester von Polycarbonsäuren, wie Phthalsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure, Adipinsäure, Sebacinsäure, Pimelinsäure, Azelainsäure, Suberinsäure, 1,A-Cyclohexandicarbonsäure, Naphthalinsäure, Dinicotinsäure, Acridinsäure oder 3»4-Chinolindicarbonsäure. Weitere geeignete Weichmacher sind Phosphorsäureester, wie Trioctyl-, Tritolyl- oder Trixylylphosphat.
Bevorzugte Weichmacher sind die C2 .. ,-Alkylester von Dicarbonsäuren. Die Bezeichnung "Dicarbonsäuren" umfaßt sowohl aromatische als auch aliphatische Säuren. Beispiele für besonders bevorzugte Weichmacher sind Dibutylphthalat, Dihexylphthalat, Dioctylphthalat, Diisooctylphthalat, Dinonylphthalat, Diisodecylphth.alat, Ditridecylphthalat, Butylbenzylphthalat, Dibutyladipat, Dihexyladipat, Dioctyladipat, Dibutylsebacat und Dioctylsebacat.
Von den vorgenannten Verbindungen werden die Phthalsäureester besonders bevorzugt.
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Aufgrund der erfindungsgemäßen Lehre, eine Lösung des Initiator in einem Weichmacher zu verwenden, kann der Fachmann die optimale Menge jeweils leicht bestimmen. Im allgemeinen wird der Weichmacher in einer Menge von etwa 0,1 bis etwa 10 Gewichtsprozent, bezogen auf Monomeres, im allgemeinen Vinyl halogenid, verwendet. Der Initiator wird im allgemeinen in einer Menge von etwa 0,1 bis etwa 10 Gewichtsprozent, bezogen auf Weichmacher, verwendet.
Aufgrund der umfangreichen Fachliteratur, zum Beispiel Patentliteratur und Handbücher, in denen die Mengen an Wasser, Monomeren! und Dispergator, die bei der Suspensionspolymerisation Verwendung finden, beschrieben sind, kann hier diesbezüglich auf eine weitergehende Beschreibung verzichtet werden.
Das Verfahren der Erfindung wird unter Standard-Suspensionspolymerisationsbedingungen bezüglich Temperatur und Druck durchgeführt. Der einzige Unterschied zu bekannten Verfahren besteht darin, daß die Reaktion früher beendet ist.
Der bei dem Verfahren der Erfindung anfallende Polymerisatioiisschlamm wird aus dem Reaktionskessel abgezogen und in einen anderen Behälter überführt. Gegebenenfalls wird das Reaktionsprodukt einer Dampfbehandlung oder anderen Behandlungen unterworfen, um nicht-umgesetztes Monomeres zu entfernen. Die Aufarbeitung erfolgt nach üblichen Methoden, indem man zum Beispiel das Wasser durch Filtration entfernt und das Polymerisat anschließend trocknet.
Das Beispiel erläutert die Erfindung.
Beispiel
Es werden drei Polymerisationsansätze zur Suspensionspolymerisation von Vinylchlorid durchgeführt. Beim Ansatz A werden herkömmliche Bedingungen angewendet, das heißt der Initiator wird dem Vinylchlorid-Wasser-Gemisch zugesetzt. Beim Ansatz B wird der Initiator in geruchlosem Testbenzin zugesetzt. Beim Ansatz G
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erfolgt die Zugabe des Initiators in einer Lösung aus Dioctyl-phthalat. In allen drei Ansätzen wird als Initiator Di-sek.-butylperoxydicarbonat verwendet. Die Rezeptur ist wie folgt:
Komponente Menge (g)
Vinylchlorid 97
entionisiertes Wasser 165
Dispergator 10
Ant i s cliaummi 11 el ' 0,03
Die Polymerisation wird bei einer Temperatur von 55 bis 56 C in einem Reaktionskessel aus nichtrostendem Stahl durchgeführt,
Die Konzentration des Initiators im Vinylchlorid beträgt 5,3 χ 10""^ beim Ansatz A,und 5,5 x 10-/* bei den Ansätzen B und C, wobei die Konzentration ausgedrückt ist in Gewichtsteilen Initiator pro Gewichtsteil Vinylchlorid. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt.
Zeit Ansatz A
(Std.) (Stand der Technik)
Druck (atü)
1 8,23
2 8,23
3 8,23
4 7,52
5 7,31
6 6,96
Ansatz B Ansatz C
Initiator Initiator
in Testbenzin in DOP *)
Druck (atü) Druck (atü)
8,02 8,16
8,02 8,16
7,66 8,16
7,31 5,63
7,03 -
6,75
*) DOP = Dioctylphthalat
Die Ergebnisse zeigen, daß das Verfahren der Erfindung schneller als die bekannten Verfahren verläuft.
Patentansprüche
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Claims (1)

  1. 262U66
    Patentansprüche
    Verfahren zur Herstellung von Vinylhalogenidpolymerisaten durch Suspensionspolymerisation von Vinylhalogeniden, gegebenenfalls in Kombination mit anderen Comonomeren, in Gegenwart von Initiatoren, dadurch gekennzeichnet , daß man den Initiator dem Polymerisationsansatz in Form einer Lösung in einem Weichmacher einverleibt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Weichmacher in einer Menge von etwa 0,1 bis etwa 10 Gewichtsprozent, bezogen auf Monomeres, und den Initiator in einer Menge von etwa 0,1 bis etwa 10 Gewichtsprozent, bezogen auf Weichmacher, verwendet.
    3. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Weichmacher Ester von Polycarbonsäuren, Phosphorsäureester oder Cp *.-Alkylester von Dicarbonsäuren verwendet.
    4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß man als Vinylhalogenid Vinylchlorid verwendet.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Y/eichmacher einen Cp«/-Alkylester einer Dicarbonsäure verwendet.
    6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß man als Initiator ein organisches Peroxid verwendet.
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man als Weichmacher Dioctylphthalat verwendet.
    609886/1021
    ~ 7 —
    δ. Verfahren nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß nail als Initiator Di-sek.-butylperoxydicarbonat verwendet. .
    9. Verfahren nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß man als Initiator Di-2-äthylhexylperoxydicarbonat verwendet.
    10. Verfahren nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß man als Initiator Benzoylperoxid verwendet.
    609886/1021 ORiGiNAL INSPECTED
DE19762621466 1975-07-30 1976-05-14 Verfahren zur herstellung von vinylhalogenidpolymerisaten Pending DE2621466A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

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US60075675A 1975-07-30 1975-07-30

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Publication Number Publication Date
DE2621466A1 true DE2621466A1 (de) 1977-02-10

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DE19762621466 Pending DE2621466A1 (de) 1975-07-30 1976-05-14 Verfahren zur herstellung von vinylhalogenidpolymerisaten

Country Status (7)

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JP (1) JPS5216587A (de)
BE (1) BE840920A (de)
DE (1) DE2621466A1 (de)
FR (1) FR2319652A1 (de)
GB (1) GB1501594A (de)
NO (1) NO761321L (de)
ZA (1) ZA762388B (de)

Families Citing this family (4)

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BE1009969A3 (fr) * 1996-01-25 1997-11-04 Solvay Procede pour la polymerisation en suspension aqueuse du chlorure de vinyle a l'intervention de peroxydicarbonates de dialkyle.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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NL78736C (de) * 1950-03-14
US2858280A (en) * 1953-09-29 1958-10-28 Konink Ind Mij Voorbeen Noury Process for the preparation of essentially anhydrous pastes of organic peroxides

Also Published As

Publication number Publication date
GB1501594A (en) 1978-02-15
FR2319652A1 (fr) 1977-02-25
BE840920A (fr) 1976-10-20
JPS5216587A (en) 1977-02-07
NO761321L (de) 1977-02-01
ZA762388B (en) 1977-04-27

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