DE2619441A1 - Schiebehuelse fuer die aufnahme von fuellgutstiften, z.b. deodorantstiften u.dgl. - Google Patents
Schiebehuelse fuer die aufnahme von fuellgutstiften, z.b. deodorantstiften u.dgl.Info
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Description
Patentanmeldung
der Firma
Josef Wiseherath KG, 5023 Lövenich Bez. Köln, Fuchsweg
Schiebehülse für die Aufnahme von Füllgutstiften, z.B.
Deodorantstiften u.dgl.
Die Erfindung betrifft eine Schiebehülse für die Aufnahme eines Füllgutstiftes, wie z.B. Deodorantstiftes, Klebestiftes
u.dgl., mit einem den Füllgutstift stützenden Kolben, der zum Herausschieben des Füllgutstiftes in die Gebrauchslage in der Hülse verschiebbar geführt ist, wobei die Hülse
an ihrer Entnahmeöffnung mittels einer abnehmbaren, etwa topfförmigen Verschlußkappe verschließbar und der Hülsenraum
an der Unterseite des Kolbens mit der äußeren Atmosphäre verbunden ist.
7Ö9347/OO3 '!
Für die Verpackung und Handhabung von Deodorantstiften, Klebestiften oder anderen aus kosmetischen oder sonstigen
Erzeugnissen besxenenden Füllgutstiften sind Kunststoff-Drenhülsen
gebräuchlich, bei welchen der den Füllgutstift tragende Kolben mittels eines Drehfußes und einer Spindel
aus der Hülse ausgefahren und nach Gebrauch in diese zurückgefahren wird. Bei Gebrauch muß zunächst die Verschlußkappe
abgeschraubt und dann der Füllgutstift durch Drehen des Drehfußes in die Gebrauchslage ausgefahren werden. Ss sind
hier also zwei gesonderte Handbetätigungen erforderlich, um den Füllgutstift in die Gebrauchslage zu bringen.
Dasselbe gilt für bekannte Schiebehülsen, bei welchen der den Füllgutstift tragende Kolben nach dem Entfernen der
Verschlußkappe mit dem von der Bodenseite in die Hülse eingeführten Finger so weit vorgeschoben werden muß, daß der
Füllgutstift hinreichend weit aus der Entnahmeöffnung austritt .
Aufgabe der Erfindung ist es vor allem, eine Schiebehülse zu schaffen, die sich durch vereinfachte Handhabung und zugleich
auch einfache Ausbildung auszeichnet und die sich insbesondere aus Kunststoff preisgünstig herstellen läßt.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung eines den Füllgutstift beim Abnehmen der Verschlußkappe
selbsttätig in die Gebrauchslage ausschiebenden Unterdruckes im Inneren der Verschlußkappe eine den Ringspalt zwischen
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dem zylindrischen Mantel der Verschlußkappe und dein Außenumfang
der Hülse dichtende Umfangsdichtung vorgesehen ist.
Bei einer solchen Schiebehülse wird der Füllgutstift durch das Abnehmen der Verschlußkappe automatisch in die Gebrauchslage
vorgezogen, so daß der Stift nach Abnehmen der Kappe sofort präsent ist. Der automatische Vorschub
des Füllgutstiftes erfolgt unter der Einwirkung des Unterdruckes, der sich beim Abnehmen der Verschlußkappe zwischen
der Kappeninnenseite und dem Füllgutstift aufbaut» Da an der Unterseite des Füllgutstiftes bzw. des ihn tragenden
Kolbens Atmosphärendruck herrscht, ergibt sich ein ausreichend großes Druckgefälle, welches den automatischen Ausschub
des Füllgutstiftes bewirkt. Damit sich beim Abnehmen der Verschlußkappe an der Oberseite des Füllgutstiftes innerhalb
der Kappe ein ausreichend großer Unterdruck aufbauen kann, ist die genannte Umfangsdichtung vorgesehen. Von besonderer
Bedeutung ist, daß das Maß, um welches sich der Füllgutstift beim Abnehmen der Verschlußkappe aus der Hülse
herausschiebt, abhängig ist von der Lage der genannten Umfangsdichtung in bezug auf die Verschlußkappe und die
Hülse. Durch entsprechende Lageanordnung läßt sich somit das Ausschubmaß einstellen, um welches der Füllgutstift
beim Abnehmen der Verschlußkappe aus der Hülse ausschiebt.
Die erfindungsgemäße Schiebehülse läßt sich aus nur wenigen und einfach ausgebildeten Einzelteilen preisgünstig herstellen.
Sie wird vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt.
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Um zu verhindern, daß sich beim Aufsetzen der Verschlußkappe in dieser ein Überdruck einstellt, wird zweckmäßig
die Umfangsdichtung so ausgebildet, daß sie eine gewisse Ventilfunktion hat, also durch den sich einstellenden Überdruck
von der Dichtwandung abgehoben wird und damit den Überdruck abbaut. Es empfiehlt sich im übrigen, die Umfangsdichtung
an der Hülse, vorzugsweise in einer Ringnut derselben, anzuordnen, obwohl sie gegebenenfalls auch an
der Innenseite des zylindrischen Mantels der topfförmigen Verschlußkappe angeordnet werden könnte. Die Hülse weist
an ihrem Außenumfang einen Verbindungsabschnitt, insbesondere einen Gewindeabschnitt, für die Festlegung der Verschlußkappe
in der Verschlußlage auf0 Es empfiehlt sich,
als Verschlußkappe eine Schraubkappe zu verwenden, die auf den genannten Gewindeabschnitt aufschraubbar ist. Statt
dessen könnte aber auch eine Steckkappe vorgesehen werden, die mit Klemmung auf den Z0B0 leicht konisch ausgebildeten
Verbindungsabschnitt der Hülse aufsteckbar ist. Der Sitz der Umfangsdichtung kann oberhalb oder unterhalb des Verbindungs
abschnittes bzw. des Gewindeabschnittes an der Hülse angeordnet werden. Im erstgenannten Fall wird der Sitz der Umfangsdichtung
zweckmäßig in einem axialen Abstand von dem Verbindungsabschnitt der Hülse angeordnet, der etwa gleich
demjenigen Maß ist, um welches der Füllgutstift in der Gebrauchslage aus der Entnahmeöffnung der Hülse herausragt.
Günstiger ist aber im allgemeinen die Anordnung der Umfangsdichtung unterhalb des Verbindungs- bzw. Gewindeabschnittes
der Hülse, da in diesem Fall Beschädigungen der Dichtung
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durch das Gewinde der Verschlußkappe beim Abziehen und Aufstecken derselben nicht eintreten können. Die Verschlußkappe
erhält bei dieser Ausführung unterhalb ihres Verbindungsbzw. Gewindeabschnittes eine gewindefreie axiale Mantelverlängerung,
deren axiale Länge mindestens etwa gleich der axialen Länge des Verbindungs- bzw. Gewindeabschnittes der
Hülse ist. Damit wird sichergestellt, daß zumindest etwa während des gesamten Abschraubens der Kappe die Dichtung
zwischen Hülse und Kappe und damit der Unterdruck im Inneren der Kappe wirksam bleibt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird für die genannte Umfangsdichtung ein Dichtring verwendet,
der eine durch den Unterdruck in der Verschlußkappe gegen die Dichtfläche anpreßbare und sich beim Überdruck in der
Verschlußkappe von der Dichtfläche abhebende elastische Dichtlippe od.dgl. aufweist. Eine solche Dichtung hat die
vorgenannte Ventilfunktion, da sie beim Aufschrauben der Verschlußkappe die Bildung eines Überdrucks im Inneren der
Kappe verhindert und damit sicherstellt, daß sich beim Abdrehen der Verschlußkappe das für den Ausschub des Füllgutstiftes
erforderliche Druckgefälle einstellt. Besonders zweckmäßig in dieser Hinsicht ist ein Dichtring, dessen Dichtlippe
nach Art einer Ventilklappe an dem Fußring der Umfangsdichtung angeordnet ist, vorzugsweise über eine Einziehung,
welche ein flexibles Gelenk bildet. Die Dichtlippe kann hierbei außenseitig gewölbt bzw. sichelförmig geformt und so an-
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geordnet sein, daß sie sich mit ihrer konvex gewölbten Außenseite gegen die Dichtfläche legt. Um auch in der die
Umfangsdichtung aufnehmenden Nut eine ausreichende Abdichtung zu erzielen, empfiehlt es sich, den Fußring der Dichtung
an der Bodenfläche mit einer Einziehung zu versehen und so auszubilden, daß sich in den Eckbereichen Dichtkanten
bilden, die eine zuverlässige Abdichtung in den Eckbereichen der Ringnut bewirken.
Um die Schiebehülse auch im Kolbenbereich zuverlässig abzudichten,
was insbesondere bei solchen Füllgutstiften erforderlich
ist, die leicht flüchtige Bestandteile enthalten und zum Schrumpfen neigen, wird zweckmäßig am Kolben
ebenfalls eine Dichtung vorgesehen, die vorzugsweise aus einer elastischen Dichtrippe oder Dichtlippe od.dgl. besteht.
Es empfiehlt sich, die Dichtrippe bzw. Dichtlippe spitzwinklig zur Kolbenachse derart geneigt anzuordnen, daß
sie beim Kolbeneinschub eine größere Wandreibung hat als beim Kolbenausschub. Damit wird vermieden, daß der in die
Gebrauchslage ausgefahrene Füllgutstift bei Benutzung sich
unbeabsichtigt in die Hülse zurückschiebt. Andererseits ist aber die Wandreibung des Kolbens in Ausschubrichtung so gering,
daß er unter dem genannten Druckgefälle zusammen mit dem Füllgutstift ungehindert ausfahren kann.
Es empfiehlt sich im übrigen, den Kolben topfförmig auszubilden und derart anzuordnen, daß er mit seiner Öffnung dem
Hülsenfuß zugewandt ist, wobei sich der Füllgutstift auf der
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Außenfläche des Topfbodens abstützt. Diese Anordnung hat vor
allem den Vorteil, daß der Füllgutstift praktisch restlos aufgebraucht werden kann und keine größeren Restmengen an
Füllmasse ungenutzt am Kolben zurückbleiben. An der Außenfläche des Topfbodens wird in der Kolbenachse vorteilhafterweise
ein etwa knopf- oder pilzförmiges Verankerungsorgan vorgesehen, welches eine zuverlässige Verankerung des Füllgutstiftes
an dem Kolben bewirkte
Bei der sogenannten Magazinabfüllung der Schiebehülsen kann der Topfboden geschlossen sein, so daß die Füllmasse beim
Eingießen nicht in das Kolbeninnere fließen kann. Wird aber mit Direktabfüllung gearbeitet, so empfiehlt es sich, den
Kolbenboden mit mindestens einer Durchbrechung zu versehen, damit die Füllmasse beim Eingießen in die Hülse in den topfförmigen
Kolben fließen kann. Um dabei den Kolbeninnenraum gegenüber dem Fuß der Hülse abzudichten und zu verhindern,
daß die Füllmasse am Hülsenfuß ausfließt, wird zweckmäßig in den Kolben ein Adapteretück od.dgl. eingesetzt, welches
den topfföraigen Kolben an der Unterseite verschließt. Vorzugsweise
erfolgt die Verbindung und Abdichtung zwischen dem Kolben und dem Adapterstück mittels eines in eine Umfangseinziehung
einfassenden Umfangswulstes, wobei der Umfangswulst
zweckmäßig an dem inneren Stirnende des Adapterstückes und die Umfangseinziehung im Übergangsbereich zwischen Kolbenmantel
und Kolbenboden liegt. Vorteilhafterweise weist das Adapteretück einen unten aus den Kolben herausragenden Fuß
auf, ait dem es den Kolben in der unteren Endlage gegen die
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Hülse abstützt. Die Verwendung des Adapterstückes macht es möglich, die für die Magazinabfüllung und die Direktabfüllung
verwendeten Kolben im gleichen Spritzgußwerkzeug herzustellen, wobei lediglich im Falle der Direktabfüllung die
Kolbenbodendurchbrechungen mit Hilfe eines in das Werkzeug eingelegten Kernes od.dgl. hergestellt zu werden brauchen.
Weitere wesentliche Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den einzelnen Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung
der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Schiebehülse gemäß der Erfindung im Längsschnitt bei aufgeschraubter Verschlußkappe
und voll eingefahrenem Füllgutstift;
Fig. 2 die Schiebehülse gemäß Fig. 1 bei abgenommener Verschlußkappe und in die Gebrauchslage
ausgefahrenem Füllgutstift;
Fig. 5 in größerem Maßstab und im Schnitt die am Hülsenhals angeordnete Umfangsdichtung der
Schiebehülse gemäß den Fig» 1 und 2;
Fig. 4 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schiebehülse im Axialschnitt.
Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Schiebehülse besteht
aus einer zylindrischen Hülse 10, die am Kopf mittels einer topfförmigen Verschlußkappe 11 verschließbar ist (Fig. 1).
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Die Hülse 10 und die Verschlußkappe 11 sind vorzugsweise aus Kunststoff gefertigt. Die Hülse 10 nimmt den Füllgutstift 12,
z.B. einen Deodorant- oder Klebestift oder einen Stift aus einer anderen Wirkstoff masse für kosmetische oder sonstige
Zwecke, auf. Solche Stifte werden im allgemeinen durch Gießen und Aushärten der Füllgutmasse innerhalb der Hülse 10 hergestellt.
Der Füllgutstift 12 stützt sich mit seiner Unterseite an einem Kolben 13 ab, der zweckmäßig ebenfalls aus Kunststoff
gefertigt und topfförmig ausgebildet ist. Am zylindrischen
Außenumfang des Kolbens 13 sind etwa zahn- oder dornartige Dicht- und Führungsrippen 14 angeformt, mit welchen sich
der Kolben 13 an der zylindrischen Innenwand der Hülse 10 dichtend führt. Wie dargestellt, sind die schmalen Rippen
14 so am Kolbenmantel angeformt, daß sie zur Kolben- und Hülsenachse unter einem spitzen Winkel geneigt sindj, derart,
daß beim Kolbenausschub nur eine verhältnismäßig geringe Wandreibung vorhanden ist, während sie dem Kolbeneinschub
eine demgegenüber größere Wandreibung entgegensetzen. Hiermit wird erreicht, daß der gemäß Fig. 2 in die
Gebrauchslage ausgefahrene Füllgutstift 12 sich bei Benutzung nicht unbeabsichtigt wieder in die Hülse 10 zurückschiebt.
Der Kolben 13 ist auf der Außenfläche seines Kolbenbodens glattflächig ausgebildet, so daß der Füllgutstift 12 praktisch
vollständig aufgebraucht werden kann, ohne daß am
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Kolben 13 größere Füllgut-Restmengen zurückbleiben.
Die Hülse 10 ist an der Bodenseite durch einen Boden 16 verschlossen, der aus einer in eine Nut 17 der Hülse von unten
eingesprengten Kunststoffscheibe besteht. Die Scheibe 16
weist eine Öffnung 18 auf, welche sicherstellt, daß in dem Raum 19 unterhalb des Kolbens 13 stets der äußere Atmosphärendruck
herrscht.
Die Hülse 10 weist am gegenüberliegenden Ende einen im Außendurchmesser verjüngten Hals 20 sowie ein Außengewinde
21 auf. Die als Schraubkappe ausgebildete Verschlußkappe 11 ist mittels eines Innengewindes 22 auf den Gewindeabschnitt
21 der Hülse 10 aufschraubbar. Es ist erkennbar,
daß im Verschlußzustand zwischen dem zylindrischen Mantel der topfförmigen Verschlußkappe 11 und dem Hülsenhals
20 ein Ringspalt 23 vorhanden ist. Dieser Ringspalt wird von einer aus Kunststoff oder einem sonstigen elastischen
Material gefertigten Umfangedichtung 24 abgedichtet. Wie insbesondere Fig. 3 zeigt, besteht die Dichtung 24 aus
einem Dichtring, der mit seinem im Querschnitt etwa rechteckigen Dichtringkörper 25 in einer Ringnut 26 in Nähe des
oberen Endes des Hülsenhalses 20 sitzt und an dem eine im Querschnitt etwa sichelförmig ausgebildete elastische Dichtlippe
27 angeformt ist, welche sich im Dichtzustand mit ihrer äußeren, konvex gewölbten Lippenfläche gegen die zylindrische
Innenwand 28 der Verschlußkappe 11 legt.
Am Boden 29 der topfförmigen Kappe 11 ist ein weiterer Dicht-
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ring 30 eingesetzt, welcher sich im Schließzustand gegen die
Stirnfläche 31 an der Entnahmeöffnung der Hülse 10 dichtend anpreßt *
Wird die Verschlußkappe 11 von der Hülse 10 abgedreht, so stellt sich in dem Raum 32 innerhalb der Verschlußkappe
zwischen deren Boden 29 und dem Füllgutstift 12 zwangsläufig ein Unterdruck ein, da der Raum 32 einerseits über die Umfangsdichtung 24 und andererseits über den Füllgutstift 12 und den Kolben 13 nebst dessen Dicht- und Führungsrippen 14 abgedichtet ist und auch solange abgedichtet bleibt, bis die Verschlußkappe 11 vollständig von der Hülse 10 abgeschraubt ist. Unter dem sich einstellenden
Unterdruck im Raum 32 wird die elastische Dichtlippe 27
fest gegen die Innenwand 26 der Kappe 11 gezogen, so daß
eine zuverlässig® Dichtung erzielt wird. Da an der Unterseite des Füllgutstiftes 12 und des hier befindlichen Kolbens 13 der normale Ätmosphärendruck herrscht, wird unter der Wirkung des sich in der Verschlußkappe 11 einstellenden Unterdruckes der Füllgutstift 12 beim Abschrauben der Kappe 11 aus der Hülse 10 in die Gebrauchslage auegeschoben, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Das Maß Y9 um welches der Füllgutstift 12 aus der Hülse 10 ausgefahren wird, ist
gleich dra Maß X, welches dem Abstand der Umfangsdichtung 24 von dta Gewindeabschnitt 21 entspricht. Durch Wahl des Maßes X kann demgemäß der Ausschub des Füllgutstiftes aus der Hülse bestimmt werden0
zwischen deren Boden 29 und dem Füllgutstift 12 zwangsläufig ein Unterdruck ein, da der Raum 32 einerseits über die Umfangsdichtung 24 und andererseits über den Füllgutstift 12 und den Kolben 13 nebst dessen Dicht- und Führungsrippen 14 abgedichtet ist und auch solange abgedichtet bleibt, bis die Verschlußkappe 11 vollständig von der Hülse 10 abgeschraubt ist. Unter dem sich einstellenden
Unterdruck im Raum 32 wird die elastische Dichtlippe 27
fest gegen die Innenwand 26 der Kappe 11 gezogen, so daß
eine zuverlässig® Dichtung erzielt wird. Da an der Unterseite des Füllgutstiftes 12 und des hier befindlichen Kolbens 13 der normale Ätmosphärendruck herrscht, wird unter der Wirkung des sich in der Verschlußkappe 11 einstellenden Unterdruckes der Füllgutstift 12 beim Abschrauben der Kappe 11 aus der Hülse 10 in die Gebrauchslage auegeschoben, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Das Maß Y9 um welches der Füllgutstift 12 aus der Hülse 10 ausgefahren wird, ist
gleich dra Maß X, welches dem Abstand der Umfangsdichtung 24 von dta Gewindeabschnitt 21 entspricht. Durch Wahl des Maßes X kann demgemäß der Ausschub des Füllgutstiftes aus der Hülse bestimmt werden0
Beim Aufsetzen der Verschlußkappe 11 wird der ausgefahrene Füllgutstift 12 durch den Anschlag am Kappenboden selbsttätig
in die Hülse 10 zurückgeschoben. Es ist erkennbar, daß sich beim Aufschrauben der Kappe 11 auf das Gewinde 21
das Volumen des Raumes 32 im Inneren der Kappe 11 vermindert,
so daß sich in dem Raum 32 ein Überdruck einstellt. Dieser Überdruck bewirkt, daß sich die Dichtlippe 27 der
Umfangsdichtung 24 von der Innenwand 28 der Kappe 11 abhebt, wodurch der Überdruck abgebaut wird. Die Umfangsdichtung
24 mit ihrer elastischen Dichtlippe 27 hat demgemäß eine Ventilfunktion, welche den Raum 32 nur beim Abdrehen
der Verschlußkappe, nicht aber beim Aufdrehen der Verschlußkappe dichtet. Durch das Abdrehen der Verschlußkappe
11 wird somit der Füllgutstift 12 automatisch in die Gebrauchslage vorgezog©n, so daß er nach dem Abnehmen der
Kappe sofort präsent ist. Es ist erkennbar, daß die dargestellte Schiebehülse aus nur wenigen, einfach und billig
herzustellenden Einzelteilen besteht und daher preisgünstig gefertigt werden kann.
In Fig. 4 ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Schiebehülse dargestellt. Bei dieser Ausführungsform ist die Umfangsdichtung 50 und die sie aufnehmende
Ringnut 51 unmittelbar unterhalb des Gewindeabschnittes 21
angeordnet, auf welchen die topfförmige Verschlußkappe 11
mit ihrem Gewindeabschnitt 52 aufschraubbar ist. Die Verschlußkappe 11 weist unterhalb ihres Gewindeabschnittes 52
eine im Durchmesser erweiterte flanschartige Mantelverlänge-
"7OS 847/003 ■
rung 53 auf, gegen deren gewindefreie zylindrische Innenfläche sich die Dichtlippe 54 mit ihrer gewölbten Außenfläche
dichtend legt. Die axiale Länge der Mantelverlängerung ist so bemessen, daß die Abdichtung zwischen der Dichtlippe
54 und der zylindrischen Innenfläche der Mantelverlängerung zumindest solange erhalten bleibt, bis die Verschlußkappe 11
vollständig von der Hülse abgeschraubt ist« Die Hülse weist an dem von der Mantelverlängerung 53 umgriffenen Teil eine
Umfangseinziehung 55 auf, so daß hier der Ringspalt 23 zwischen dem Mantel der Verschlußkappe und der Hülse gebildet
wird. Die Dichtlippe 54 der Umfangsdichtung ist nach Art einer Ventilklappe über eine Profileinziehung bzw. ein
flexibles Gelenk 56 an dem Fußring 57 der Umfangsdichtung angeformt. Der Fußring 57 weist an seiner Bodenfläche eine
konkave Einziehung 58 mit Dichtkanten 59 und 60 auf, v/elche eine zuverlässige Abdichtung im Grund der Ringnut 51 bewirken.
Die Hülse 10 ist im Fußbereich bei 61 offen. Der in der Hülse geführte Kolben 62 weist an seiner den Füllgutstift tragenden
Kolbenbodenfläche 63 mittig einen atwa knopf- oder pilzförmigen
axialen Vorsprung 64 auf, welcher eine zuverlässige Verankerung des FüllgutStiftes an dem Kolben bewirkt. Der
Mantel des topfförmigen Kolbens 62 ist an dem die untere Kolbenöffnung umschließenden Bereich als Dichtlippe 65 ausgeformt,
die schräg zur Kolbenachse geneigt ist und sich mit ihrer Dichtkante 66 elastisch gegen die zylindrische Innenwand
der Hülse 10 anlegt. Außerdem weist der Kolbenmantel
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2619U1
oberhalb der elastischen Dichtlippe 65 eine weitere umlaufende Dichtlippe 67 auf, die sich ebenfalls dichtend gegen die
zylindrische Innenfläche der Hülse legt. Die Dichtlippe 67 liegt zwischen zwei Kolbenmanteleinziehungen. Mit 68 und 69
sind zylindrische Kolbenführungsflächen bezeichnet, mit denen sich der Kolben zu beiden Seiten der Dichtlippe 67 an
der Innenwand der Hülse 10 führt. Die Schräglage der Dichtlippe 65 bewirkt, daß die Wandreibung beim Kolbeneinschub
größer ist als beim Kolbenausschub.
In Fig. 4 ist links von der Mittellinie ein Kolben dargestellt, dessen den Füllgutstift tragender Kolbenboden 63
geschlossen ist. Ein solcher Kolben eignet sich für die Magazinabfüllung, bei der die fließfähige Füllgutmasse von
oben in die Hülse 10 eingegossen und anschließend in einer Kühleinrichtung zum Aushärten gebracht wird. Falls mit der
Direktabfüllung gearbeitet wird, kann ein Kolben verwendet werden, wie er in Fig. 4 rechts von der Mittellinie gezeigt
ist. Dieser Kolben weist an seinem Kolbenboden 63 Durchbrechungen 70 auf. Außerdem ist in den Kolben von unten ein
Kunststoff-Adapterstück 71 eingesteckt, welches einen horizontalen
Boden 72 und einen zylindrischen Mantel 73 aufweist, dessen obere Stirnkante einen Umfangswulst 74 bildet, der
sich in eine Umfangseinziehung 75 im Ubergangsbereich zwischen Kolbenmantel und Kolbenboden dichtend hineinlegt. Der
Boden 72 des Adapterstüokes dichtet den Innenraum des Kolbens nach unten ab. Das Adapterstück 71 weist unterhalb seines
Bodens 72 ein zylindrisches Fußstück 76 auf, mit dem es
709847/0037
3.0
sich an einer flanschartigen Fußeinziehung 77 der Hülse 10 abstützen kann«
Bei der Direktabfüllung wird die flüssige Füllmasse von oben in die Hülse 10 gegossen, wobei die Füllmasse über die Kolbendurchbrechungen
70 auch in den Kolbeninnenraum fließen kann, welcher aber durch das Adapterstück 71 nach unten abgedichtet
wird. Nach dem Füllvorgang wird die Verschlußkappe 11 aufgeschraubt und die gesamte Schiebehülse auf den
Kopf gestellt. Hierbei fließt die Füllmasse durch die Kolbenbodendurchbrechungen
70 aus dem Kolbeninnenraum in den Innenraum der Hülse zurück, wo sie unter Ausformung des Füllgut
Stiftes erhärtet.
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Leerseite
Claims (21)
1.\Schiebehülse für die Aufnahme eines Füllgutstiftes, wie
.B. Deodorantstiftes, Klebestiftes u.dgl., mit einem
den Füllgutstift stützenden Kolben, der zum Herausschieben des Füllgutstiftes in die Gebrauchslage in der Hülse
verschiebbar geführt ist, wobei die Hülse an ihrer Entnahmeöffnung mittels einer abnehmbaren, etwa topfförmigen
Verschlußkappe verschließbar und der Hülsenraum an der Unterseite des Kolbens mit der äußeren Atmosphäre
verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung eines den Füllgutstift (12) beim Abnehmen der
Verschlußkappe (11) selbsttätig in die Gebrauchslage ausschiebenden Unterdruckes im Inneren der Verschlußkappe
eine den Ringspalt (23) zwischen dem zylindrischen Mantel der Verschlußkappe und dem Außenumfang der Hülse
(10) dichtende Umfangsdichtung (24, 50) vorgesehen ist.
2. Schiebehülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsdichtung (24, 50) an der Hülse (10), vorzugsweise
in einer Ringnut (26, 51) derselben, gehalten ist.
3. Schiebehülse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Hülse (10) ein Verbindungsabschnitt (21),
insbesondere ein Gewindeabschnitt, für die Festlegung der Verschlußkappe (11) in der Verschlußlage angeordnet
ist, und daß der Sitz der Umfangsdichtung (24, 50)
;;0 9847/003 '
ORIGINAL INSPECTED
ORIGINAL INSPECTED
oberhalb oder unterhalb des Verbindungsabschnittes (21)
an der Hülse (10) angeordnet ist.
4. Schiebehülse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der gegenüber dem Verbindungsabschnitt (21) zur Entnahmeöffnung
der Hülse (10) hin versetzte Sitz der Umfangsdiclitung (24) in einem axialen Abstand (X) von dem Verbindungsabschnitt
(21) angeordnet ist, der etwa gleich demjenigen Maß ist, um welches der Füllgutstift (12) in
der Gebrauchslage aus der Entnahmeöffnung der Hülse (10) herausragt.
5. Schiebehülse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsdichtung (50) unmittelbar unterhalb des Verbindungsabschnittes
(21) der Hülse (10) angeordnet ist und die Verschlußkappe (11) unterhalb ihres Verbindungsabschnittes
eine gewindefreie axiale Mantelverlängerung (53) aufweist, deren axiale Länge mindestens etwa gleich der axialen
Länge des Verbindungsabschnittes (21) der Hülse ist.
6. Schiebehülse nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die zylindrische Hülse (10) unterhalb des Sitzes der umfangsdichtung (24, 50) einen im Außendurchmesser
verjüngten gewindefreien Hülsenhals (20, ^) aufweist.
7« Schiebehülse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umfangsdichtung (24, 50) aus einem Dichtring besteht, der eine durch den Unterdruck in der
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Verschlußkappe (11) gegen die Dichtfläche (28) anpreßbare und sich beim Überdruck in der Verschlußkappe von
der Dichtfläche abhebende elastische Dichtlippe (27, 54) aufweist.
8. Schiebehülse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtlippe (27, 54) etwa sichelförmig geformt
ist und sich mit ihrer konvex gewölbten Außenseite gegen die Dichtfläche legt.
9. Schiebehülse nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtlippe (54) über ein flexibles Scharnier
(56) mit dem Fußring (57) der Umfangsdichtung (50) verbunden ist.
10. Schiebehülse nach einem der Ansprüche 7 bis 9» dadurch
gekennzeichnet, daß der Fußring (57) der Umfangsdichtung (50) an seiner nach innen eingezogenen Bodenfläche Dichtkanten
(59, 60) aufweist.
11. Schiebehülse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß am Boden (29) der Verschlußkappe (11)
eine sich im Verschlußzustand gegen die Stirnfläche (31) der Hülse (10) anpressende, nachgiebige Axialdichtung
(30) vorgesehen ist.
12. Schiebehülse nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang des Kolbens (13, 62) mindestens
eine an der zylindrischen Innenwandung der Hül-
• 709847/003?
se (10) anliegende schmale, elastische Dichtrippe, Dichtlippe
(14, 65, 67) od,dgl. angeordnet ist.
13. Schiebehülse nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtrippe oder Dichtlippe (14, 65) spitzwinklig
zur Kolbenachse derart geneigt ist, daß sie beim Kolbeneinschub eine größere Wandreibung hat als beim Kolbenausschub.
14. Schiebehülse nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem aus Kunststoff bestehenden Kolben (13, 62) mehrere umlaufende Dichtrippen oder Dichtlippen
(14, 65, 67) angeformt sind.
15o Schiebehülse nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kolben (13, 62) topfförmig ausgebildet
und mit seiner Öffnung dem Hülsenfuß zugewandt ist, wobei sich der Füllgutstift (12) auf der Außenfläche des
Topfbodens abstützt.
16. Schiebehülse nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Hantel des topfförmigen Kolbens (62) im Bereich
der Kolbenöffnung zu einer schräg nach außen geneigten Dichtlippe (65) ausgeformt ist.
17. Schiebehülse nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß am Kolbenmantel oberhalb der Dichtlippe zwischen zylindrischen
Kolbenführungsflächen (68, 69) mindestens eine radiale Dichtlippe (67) angeformt ist.
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18. Schiebehülse nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß am Boden (63) des Kolbens (62) in der
Kolbenachse ein etwa knopf- oder pilzförmiges Verankerungsorgan (64) für den Füllgutstift (12) angeordnet ist.
19. Schiebehülse nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der topfförmige Kolben (62) an seiner
oben liegenden Kolbenfläche (63) mindestens eine Durchbrechung (70) aufweist und in den Kolben ein ihn an der
Unterseite verschließendes Adapterstück (71) eingesetzt ist.
20. Schiebehülse nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Adapterstück (71) und der Kolben (62) mittels
eines in eine Umfangseinziehung (75) einfassenden Umfangswulstes (74) dichtend miteinander verbunden sind.
21. Schiebehülse nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet,
daß das Adapterstück (71) einen unten aus dem Kolben (62) herausragenden Fuß (76) aufweist.
'?09847/O03 ?
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