DE2619085A1 - Schneidvorrichtung zum laengsschneiden von materialbahnen - Google Patents
Schneidvorrichtung zum laengsschneiden von materialbahnenInfo
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Description
BASF Aktiengesellschaft-
Unser Zeichen: O.Z. 31 970 Sp/DK
6700 Ludwigshafen, 27.4.1976
Die Erfindung geht aus von einer Schneidvorrichtung, die nach dem Kreisfedermesserschnittprinzip aufgebaut ist und aus durch Traversen
verbundenen Wangen, in denen eine Unter- und eine Obermesserwelle gelagert sind, und aus Einstellmitteln, mittels derer die Messerwellen
zueinander einstellbar sind, besteht, wobei während der Einstellung der Messerwellen die Schneidvorrichtung von der Sehneidmaschine
getrennt sein kann.
Es sind Schneidvorrichtungen bekannt, bei denen das eigentliche Schneidwerkzeug durch kreisförmige Messer gebildet ist, die auf
einer Untermesserwelle und einer Obermesserwelle so angeordnet sind, daß sie ineinandergreifen« In der Praxis werden in der Hauptsache
drei Konstruktionsformen angewendet, die sich, abgesehen von der Ausbildung der Messer, im wesentlichen in der Lagerung der
Messerwellen und deren Einstellung unterscheiden.
Bei einer nach dem Kreisfederschnitt arbeitenden Vorrichtung sind auf einer Untermesserwelle als Messer eine Vielzahl von Ringen angeordnet,
die an einer ihrer Außenkanten in einem Winkel von 2° bis 3° zum Wellenradius abgeschrägt sind» Dieser Winkel wird als Freiwinkel
bezeichnet. In gleicher Anzahl sind Scheiben, die an ihrer Peripherie schneidenförmig ausgebildet sind und von denen jede auf
jeweils einer Muffe befestigt ist, mittels der Muffen auf einer Obermesserwelle angeordnet. Im betriebsfertig eingestellten Zustand
der Schneidvorrichtung tauchen die Scheiben der Obermesserwelle geringfügig in die Lücken zwischen den als Messer dienenden Ringen
der Untermesserwelle ein und werden mittels in axialer Richtung wirkender Federelemente an die abgeschrägte Fläche der Ringe gedrückt
.
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Zur Einstellung dieser Messerteile zueinander ist die Obermesserwelle
in drei Richtungen verstellbar?
- axial zum Andrücken der Messer und
- in ihrem Abstand zur Untermesserwelle zum Einstellen des Eintauchmaßes
der Messer mittels eines in den beiden Richtungen wirkenden Schneckengetriebes,
- sowie in ihrer Schrägstellung zum Einstellen der Schränkung der Messerwellen gegeneinander mit Hilfe von an beiden Wellenenden
vorgesehenen exzentrisch verstellbaren, kugelförmigen Lagern, um eine sichere Berührung der Schneidflächen der Unter- und
Obermesser zu gewährleisten=
Die Einstellung der Messerwellen wird in der Schneidmaschine vorgenommen,
ebenso das gegenseitige Einlaufen der Schneidkanten, so daß die Schneidmaschine für die Zeit dieser Wartungsmaßnahmen dem Produktionsprozeß
nicht zur Verfügung steht» Die Stillstandszeit der Schneidmaschine beträgt dadurch oft mehrere Stunden» Weiterhin ist
als nachteilig anzusehen, daß die Obermesserwelle zu ihrer Einstellung an beiden Wellenenden mit einem exzentrisch verstellbaren,
kugelförmigen Lager versehen ist» Mit derartigen Lagern läßt sich nur sehr schwer die Schränkung so einstellen, daß der Kreuzungspunkt in der Mitte beider MesserweIlen liegt» Außerdem ist es bei
dieser Schneidvorrichtung kaum möglich, die Obermesserwelle exakt und mit ausreichender Wiederholbarkeit zu fixieren, da die axiale
Einstellung und die Einstellung des Eintauchmaßes der Messer mit Hilfe eines Stellantriebs vorgenommen wird» Durch diese ungünstig
ausgebildeten Einstellmechaniken und auch durch schlechte Zugänglichkeit der betreffenden Teile ist die erforderliche Präzision
beim Einstellen der Messer nur schwer zu erreichen.
Eine weitere, nach dem oben genannten Prinzip aufgebaute Schneidvorrichtung, die nach dem sogenannten Rollscherschnitt verfährt,
besteht im wesentlichen aus zwei, von der Schneidmaschine trennbaren, Seitenteilen, die durch Traversen in genauer Lage zueinander
gehalten werden, wobei in diesen Seitenteilen Aussparungen für die Lagerung der Unter- und Obermesserwelle vorgesehen sind. Die
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Untermesserwelle ist mittels Büchsen in den Aussparungen gelagert und mit Prismen festgeklemmt. Die Obermesserwelle ist an beiden
Enden mit einem in Abstandsrichtung der beiden Messerwellen verschiebbaren Lager versehen, durch das diese mit Hilfe von Einstellschrauben
in radialer Richtung der Welle bewegbar ist.
Somit ist nur der Achsabstand der Messerwellen zum Einstellen des Eintauchmaßes der Messer veränderbar. Zudem sind keine Federelemente
für die Messer vorgesehen, so daß hohe Anforderungen an die Präzision der Messer und Zwischenringe und ihre Anordnung auf den
Messerwellen gestellt werden.
Bei einer ähnlich konstruierten "Vorrichtung, die nach dem Scheiblettenschnitt
arbeitet, sind als Messer auf der Unter- und Obermesserwelle dünne Scheiben mit ebenfalls rechtwinkeligen Schneidkanten
eingesetzt. Die Messer wirken dabei als Federelemente<, Zur
Einstellung der Andruckkraft, mit der Unter- und Obermesser gegeneinander
gedrückt werden, sind bei dieser Schneidvorrichtung die Messerwellen auch in axialer Richtung zueinander verstellbar. Es
fehlt jedoch auch hier die Möglichkeit, die beiden Messerwellen gegeneinander zu schränken, so daß eine gleichmäßig gute Schneidwirkung
über die gesamte Anordnung der Messer auf den Messerwellen nicht sichei'gesteilt ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schneidvorrichtung bereitzustellen, bei der Unter- und Obermesserwelle
außerhalb der Schneidmaschine in axialer Richtung und im Achsabstand exakt zueinander eingestellt und die Schränkung der
Messerwellen gegeneinander auf einfache Weise so hergestellt werden können, daß sich die Messerwellen genau in der Mitte ihrer Längsausdehnung
kreuzen. Eine diesbezügliche Einzelaufgabe ist es, eine Stellvorrichtung zur exakten axialen Einstellung einer der beiden
Messerwellen zu schaffen, mit der außerdem Daten zum Vergleich von Schneidergebnissen erhältlich sind.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß jede der
beiden Messerwellen einerseits in einem Festlager axial und radial
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spielfrei und andererseits der Wellen in einem Loslager radial spielfrei
und axial verschiebbar gelagert ist, wobei das Pestlager einer der beiden Kssserwellen axial verschiebbar ist und das Festlager
und Loslager der anderen Messerwelle in Abstandsrichtung der beiden Messerwellen verschiebbar und, zur Schränkung der beiden Messerwellen
gegeneinander, einstellbar sind»
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist die Untermesserwelle
in Aussparungen der Wangen&uf der Pestlagerseite mittels
eines Wälzlagers in einer Büchse axial und radial spielfrei gelagert, 'rtouei die Büchse innerhalb einer Lagerbüchse axial verschiebbar
und mit dieser fest verbindbar ist, und auf der Loslagerseite mittels eines Loslagers in einer Büchse radial spielfrei und axial verschiebbar
gelagert, wobei die Aussparungen durch mit den Wangen lösbar verbundenen Brücken abgeschlossen sind3 und jede der Brücken
je eine fixierbare Druckschraube trägt, an der jeweils ein Prisma zum Peststellen der Lagerbüchse und der Büchse vorgesehen ist»
Ferner ist die Obermesserwelle auf der Festlagerseite mittels Wälzlager
in einer ersten Büchse axial und radial spielfrei und auf der Loslagerseite mittels eines Loslagers in einer zweiten Büchse
radial spielfrei und axial verschiebbar gelagert, wobei die beiden Büchsen auf austauschbaren, in Aussparungen der Wangen angeordneten
Auflageteilen in Abstandsrichtung der beiden Messerwellen verschiebbar und zur die Schränkung bildenden Schrägstellung der Obermesserwelle
drehbar, gelagert sind =
In weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßeη Schneidvorrichtung
sind die beiden Büchsen für die Obermesserwellenlager mittels auf ihre Oberseite wirkende, durch fixierbare Druckschrauben betätigbare
Druckstücke in ihrer Lage auf den Auflageteilen festlegbar.
In der bevorzugten Ausfuhrungsform der erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung
sind die Lagerflächen der beiden Büchsen für die Obermesserwellenlager und der Auflageteile zylindrisch ausgebildet und
die Zylinderachsen senkrecht zu den Achsen der Messerwellen gerichtet.
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Die erfindungsgemäße Schneidvorrichtung zeichnet sieh weiterhin dadurch
aus, daß das Wellenende der axial zu verschiebenden Messerwelle mit der Achse eines mittels eines Druckmediums betätigbaren
Stellorgans verbunden ist, wobei die Achse mit einer deren Verschiebungsweg anzeigenden Keßeinrichtung in Verbindung steht.
In einer vorteilhaften Ausführungsform des Stellorgans besteht dieses
aus einem pneumatisch betätigbaren Stellzylinder, dessen Achse einerseits in die Zentrumsbohrung der axial zu verschiebenden
Messerwelle eingreift und andererseits der Achse mit dem Meßfühler einer Meßuhr zur Anzeige der Axialverschiebung der Messerwelle in
Verbindung steht»
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Schneidvorrichtung wird
in vorteilhafter Weise erreicht, daß das Eintauchmaß der Messer der Ober- und Untermesserwelle und die die Schränkung bildende
Schrägstellung einer Messerwelle durch präzise und zweckmäßig gestaltete
Lager der Messerwellen sehr genau und wiederholbar eingestellt werden können= Weiterhin ist von Vorteil, daß die axiale
Verschiebung einer der Messerwellen fein dosiert und genau sowie unter Messung der Stellkraft und des Verschiebungsweges vorgenommen
werden kann, so daß aus den Einstelldaten Rückschlüsse auf die Genauigkeit der Messerwellen und den Zustand der Messer gezogen
werden können« Darüberhinaus wird durch die erfindungsgemäße Lagerung
der Messerwellen verhindert, daß diese bei stoßartiger Belastung, z.Bo. durch Klebestellen der Materialbahn, auseinandergedrückt
und dadurch beschädigt werden- Ein weiterer Vorteil besteht darin,
daß durch den Einsatz eines Peinregelgetriebes die Geschwindigkeiten der Ober- und Untermesser kontinuierlich zu regeln und abgleichbar
sind. Schließlich ist es noch für die Wirtschaftlichkeit der Schneidvorrichtung von Bedeutung, daß die Stillstandszeit der
Schneidmaschine beim Messerwechsel auf weniger als ein Zehntel der bisher üblichen Stillstandszeit verringert ist.
Nachfolgend wird die erfindungsgemäße Schneidvorrichtung anhand
eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
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Es zeigen
Fig. 1 eine Gesamtansicht der Schneidvorrichtung Fig. 2 eine Seitenansicht der Schneidvorrichtung
Fig. 3 eine Gesamtansicht eines Lagers der Obermesserwelle Fig. h eine Schnittansicht des Stellorgans für die axiale
Verschiebung der Untermesserwelle
Figur 1 veranschaulicht den Gesamtaufbau der erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung, die für die Einstellung der Messerwellen 2, 3
und das Einlaufen der Messer 4, 5 von der Schneidmaschine (in den
Zeichnungen nur teilweise dargestellt) trennbar ist» In zwei durch Traversen 6 in genauer Lage zueinander gehaltenen Wangen 7 sind
die Untermesserwelle 2 und die Obermesserwelle 3 gelagert»
Die Untermesserwelle 2 ist auf der Festlagerseite in einem Wälzlager
8a, das zur Einstellung der Untermesserwelle mittels einer Büchse in einer Lagerbüchse axial verschiebbar angeordnet ist,
axial und radial spielfrei gehalten» Während des Betriebs der Schneidvorrichtung sind die Büchse 8 mit dem Wälzlager 8a und
die Lagerbüchse 9 mittels Verschraubung fest miteinander verbunden, beispielsweise durch auf die an beiden Enden mit einem Außengewinde
versehene Büchse 8 aufschraubbare Teile, die die Lagerbüchse 9 einspannen» Auf der Loslagerseite wird die Untermesserwelle 2 beispielsweise
durch ein Nadellager 8b, das ebenfalls in einer Büchse 11 aufgenommen ist, radial spielfrei und axial verschiebbar geführt
.
L Die Lagerbüchse 9 und die Büchse 11 liegen in zur Vorderfront der
_, Schneidvorrichtung offenen Aussparungen der Wangen 7 (Fig. 2). Über
der offenen Seite der Aussparungen ist jeweils eine Brücke 12 mit den Wangen 7 durch Schrauben und Stifte fest und lagegenau verbunden.
In den Brücken 12 ist durch Gewinde je eine Druckschraube 13 geführt, an der ein Prisma 14 so befestigt ist, daß dieses durch
Drehen der Druckschraube 13 mit seinem Einschnitt 15 gegen die Lagerbüchse 9 bzw. die Büchse 11 zu deren Feststellung drückbar
ist. Mit den Kontermuttern 16 können die Druckschrauben 13 und damit
die Prismen 14 gegen unerwünschte Verstellung gesichert werden.
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Für die Lagerung der Obermesserwelle 3 sind ebenfalls auf der Festlagerseite
ein Wälzlager und auf der Loslagerseite beispielsweise ein Nadellager vorgesehen» Beide Lager sind jeweils in einer Büchse
18 gehalten (Fig» 3), die mittels eines Auflageteils 19 und eines Druckstücks 26 in einer Aussparung der Wange 7 angeordnet ist.
Die Büchse 18 gemäß der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist ein quaderförmiger
Körper, der aus einem beidseitig abgeflachten Zylinder gebildet und an den abgeflachten Seiten 20 zur Aufnahme des Lagers
der Obermesserwelle 3 durchbohrt ist. Die zylindrischen Flächen der Büchse 18 werden als Führungs- und Lagerflächen benötigt, mit
deren unterer Fläche die Büchse 18 zur exakten Positionierung und Fixierung der Wellenlager auf dem Auflageteil 19 verschiebbar liegt.
Das Auflageteil 19 besitzt dazu eine der Fläche der Büchse 18 angepaßte zylindrische Innenwölbung und ist dabei so in einer Aussparung
der Wange austauschbar angeordnet, daß die Zylinderachsen der Büchse 18 und der Obermesserwelle 3 senkrecht zueinander gerichtet
sind» Es ist dadurch möglich, die Obermesserwelle 3 in Richtung zur Untermesserwelle 2 zu verschieben und durch unterschiedlich
dicke Auflageteile 19 auf der Festlagerseite und Loslagerseite schräg zu stellen, so daß die horizontalen Mittelachsenebenen der
beiden Messerwellen 2, 3 einen die Schränkung der Messerwellen 2, 3 gegeneinander darstellenden Winkel bilden» Es ist damit auf einfache
Weise erreichbar, daß durch Anfertigen von Auflageteile-Paaren mit lehrengleichen Toleranzen der Kreuzungspunkt der beiden
Messerwellen 2, 3 in der Wellenmitte liegt»
Zur Einstellung des Abstandes der beiden Messerwellen 2, 3 und damit
des Eintauchmaßes der Messer 4, 5 ist an der Stirnseite jeder Büchse 18 ein mit einem Feingewinde versehener Bolzen 22 befestigt,
der mit Hilfe einer Mutter 23 nach einer der Gewindesteigung entsprechenden Skaleneinteilung bewegbar ist» Die Mutter 23 ist dabei
im Ausschnitt 24 eines auf der Wange 7 vorzugsweise mittels Schrauben
befestigten Wangenoberteils 25 gehalten 'Pig» 2).
Zum Feststellen der beLden Büchsen 18 dient jeweils das über diesen
angeordnete und der oberen zylindrischen P Lache der Büchse 18
7 f) Π 0 4 0 / Q 1 6 5 - R -
/ι
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angepaßte Druckstück 26, das an einer Druckschraube 27 lose befestigt
ist. Durch Drehen der Druckschrauben 27, die in den Wangen 7 durch Gewinde geführt sind, können die Druckstücke 26 gegen die obere
zylindrische Fläche der beiden Büchsen 18 gedrückt werden, wobei durch jeweils eine Kontermutter 28 die Fixierung der Büchsen 18 gesichert
werden kann« Zur seitlichen Führung der Druckstücke 26, sowie auch der beiden Auflageteile 19, sind die Aussparungen der
Wangen 7 mit Führungsleisten 29 versehen.
Zur Herstellung des Kontaktes zwischen Untermesser 4 und Obermesser
5, die nach der bekannten, nach dem eingangs beschriebenen Kreisfederschnitt arbeitenden Schneidmaschine ausgeführt sind, ist
die Untermesserwelle 2 - wie bereits erläutert - mittels der Lagerbüchse
9 und der Büchse 11 in den Aussparungen der Wangen 7 axial verschiebbar gehalten» Die erforderliche Verschiebung wird durch
ein mittels eines Druckmediums betätigbares Stellorgan 30 (Fig„ 4),
vorzugsweise durch einen pneumatischen Stellzylinder, vorgenommen. Das aus drei miteinander verschraubten Teilen 31, 32, 33 bestehende
Gehäuse des Stellzylinders 30 besitzt an der Stirnseite des Gehäuseunterteils
31 eine Ausdrehung 34, mit der sich der Stellzylinder beim Anschrauben an die Außenseite der Wange 7 auf der Loslagerseite
auf dem Flansch der Büchse 11 der Untermesserwelle 2 zentriert.
Eine Zentrierung ist auch über mindestens zwei Paßschrauben möglich» Zwischen Gehäuseunterteil 31 und Gehäusemittelteil 32 ist
eine Rollmembran 35 und zwischen Gehäusemittelteil 32 und Gehäuseoberteil 33 eine weitere, kleinere Rollmembran 36 eingespannt. Im
Zentrum des Gehäuses 31, 32, 33 ist eine Achse 40 verschiebbar angeordnet,
die mit ihrem spitzen Ende 41 zum axialen Verschieben
der Untermesserwelle 2 durch eine öffnung in der Stirnwand des Gehäuseunterteils 31 in die Zentrumsbohrung der Untermesserwelle 2
eingreift» Diese Achse 40 ist nahe dem spitzen Ende 41 mit einem Achsbund 43 versehen, der zusammen mit einer am anderen Ende der
Achse 40 aufgeschraubten Mutter 39 einen Deckel 38 mit der Kontur
des Gehäuseinnenraums und ein Zwischenstück 57 mit T-Profil einspannt.,
Dabei ist zwischen dem Deckel 38 und dem Zwischenstück 37
einerseits die größere RoILmerbran 35 und zwischen der Mutter 39
und dem Zwischenstück 37 andererseits die kLeinere Rollmembran 56
7 Π Π Π A fi / 0 1 6 5 _ () _
eingeklemmt. Die Achse 40 wird damit im wesentlichen mittels der Rollmembran 35, 36 im Gehäuse 31, 32, 33 geführt. Auf der Achse
ist eine an der Stirnwand des Gehäuseunterteils 31 sich abstützende Schraubenfeder 42 angeordnet, die gegen den Achsbund 43 drückt und
deren Rückstellkraft zwischen 500 ρ und 2 000 p, vorzugsweise zwischen 600 ρ und 85Ο ρ liegt« Auf die Stirnseite des durch eine
Öffnung im Gehäuseoberteil 33 ragenden Achsendes 44 ist der Meßfühler
45 einer Meßuhr 46 aufgesetzt« Diese wird von einem Halter 47 getragen, der an der Stirnseite des Gehäuseoberteils 33 befestigt
ist. Zum axialen Verschieben der Untermesserwelle 2 wird die im wesentlichen durch die beiden Rollmembranen 35, 36 gebildete Kammer
im Gehäuse 31, 32, 33 beispielsweise mit Druckluft beaufschlagt, wobei der Druck mittels eines handeis Glichen regelbaren Druckminderventils
48, das mit einem Manometer ausgestattet ist, einstellbar ist. An der Meßuhr 46 kann_dann die Axialverschiebung der
Untermesserwelle 2 abgelesen werden» Im drucklosen Zustand des Stellzylinders 30 wird die Achse 40 durch die Schraubenfeder 42 von
der Untermesserwelle 2 entfernt und in ihre Ruhestellung gebracht.
Die wirksame Stellkraft Pn (in Kilopond) des Stellzylinders 30 errechnet
sich nach der Beziehung
Ps(99,78) = [I1 - a£] ο P-Pp
aus folgenden Größen, wobei die in runden Klammern angegebenen Werte ein AusfUhrungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung
betreffent
A. = Zylinderfläche der großen Rollmembran in cm ( 38,5)
A„ = Zylinderfläche der kleinen Rollmembran in cm (7»1)
ρ = am Manometer angezeigter Druck in kp/cm (3,2) Fp = Rückstellkraft der Schraubenfeder in kp (0,7)
Die Walkreibung der Rollmembran soll dabei vernachlässigbar gering
sein.
Durch die Druck- und Weganzeige stehen bei der Einstellung der Messerwellen 2, 3 Daten zur Verfügung, die mit den Schneidergeb-
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nissen verglichen werden können, so daß beispielsweise mittels einer statistischen Auswertung die Einstellung der Messerwelle
optimiert werden kann. Ferner gibt der vom Druck abhängige Verschiebungsweg der Untermesserwelle 2 Aufschluß über die Genauigkeit
der Abstandsmaße der Unter- und Obermesser 4,5 bzw. über den Zustand der Messer, da die für einen bestimmten Verschiebungsweg
notwendige Kraft von der Anzahl der gleichzeitig in Kontakt kommender Unter- und Obermesser abhängt.
Der Antrieb der Untermesserwelle 2 erfolgt in bisher üblicher Weise
von einem Elektromotor, während die Obermesserwelle 3 bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung über ein handelsübliches Peinregelgetriebe - beispielsweise mit einem Übersetzungsverhältnis 1 : 1,4 von
der Untermesserwelle 2 angetrieben wirdo Durch dieses Feinregelgetriebe ist ein genauer Abgleich der Messergeschwindigkeiten
möglich, was besonders bei Veränderung der Durchmesser der Obermesser 5 nach deren Nachschliff von Bedeutung ist. Diese zweckmäßige
Ausgestaltung des Messerwellenantriebs wirkt sich vorteilhaft auf die Schnittqualität und die Standzeit der Unter- und
Obermesser aus.
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Claims (7)
1. \ Schneidvorrichtung nach dem Kreisfederschnittprinzip bestehend
aus durch Traversen verbundenen Wangen, in denen eine Unter- und eine Obermesserwelle gelagert sind, und aus Einstellmitteln,
mittels derer die Messerwellen zueinander einstellbar sind, wobei während der Einstellung der Messerwellen die Schneidvorrichtung
von der Schneidmaschine getrennt sein kann, dadurch gekennzeichnet, daß jede der beiden Messerwellen (2, 3) einerseits
in einem Pestlager (8a) axial und radial spielfrei unr1
andererseits der Wellen (2, 3) in einem Loslager (8b) radia". spielfrei und axial verschiebbar gelagert ist, wobei das Pestlager
(8a) einer der beiden Messerwellen (2) axial verschiebbar ist und das Pestlager (8a) und Loslager (8b) der anderen
Messerwelle (3) in AbStandsrichtung der beiden Messerwellen
(2,3) verschiebbar und, zur Schränkung der beiden Messerwellen (2, 3) gegeneinander, einstellbar sindo
2. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Untermesserwelle (2) in Aussparungen der Wangen (7) auf der Pestlagerseite mittels eines Wälzlagers (8a) in einer
Büchse axial und radial spielfrei gelagert ist, wobei die Büchse innerhalb einer Lagerbüchse (9) axial verschiebbar und
mit dieser fest verbindbar ist, und auf der Loslagerseite mittels eines Loslagers (8b) in einer Büchse 11 radial spielfrei
und axial verschiebbar gelagert ist, wobei die Aussparungen durch mit den Wangen (7) lösbar verbundene Brücken (12) abgeschlossen
sind, und jede der Brücken (12) je eine fixierbare Druckschraube (13) trägt, an der jeweils ein Prisma (I1J) zum
Peststellen der Lagerbüchse (9) und der Büchse (11) vorgesehen ist,
3. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Obermesserwelle (3) auf der Pestlagerseite mittels eines Wälzlagers (8a) in einer ersten Büchse (18) axial und
radial spielfrei und auf der Loslagerseite mittels eines Loslagers (8b) in einer zweiten Büchse (18) radial spielfrei und
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axial verschiebbar gelagert ist, wobei die beiden Büchsen (18) auf austauschbaren, in Aussparungen der Wangen (7) angeordneten
Auflageteilen (19) in Abstandsrichtung der beiden Messerwellen (2, 3) verschiebbar und zur die Schränkung bildenden Schrägstellung
der Obermesserwelle (3) drehbar- gelagert sind»
4. Schneidvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Büchsen (18) für die Obermesserwellenlager mittels auf ihre Oberfläche wirkende, durch fixierbare Druckschrauben
(27) betätigbare Druckstücke (26) in ihrer Lage auf ;'.:.;; Auflagst eilen (19) festlegbar sind»
5. Schneidvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerflächen der beiden Büchsen (18) für die Obermesserwellenlager und der Auflageteile (19) zylindrisch ausgebildet
und die Zylinderachsen senkrecht zu den Achsen der Messerwellen (2, 3) gerichtet sind»
6. Schneidvorrichtung nach dem Kreisfederschnittprinzip, bestehend
aus durch Traversen verbundene Wangen, in denen eine ünter- und eine Obermesserwelle gelagert sind, und aus Einstellmitteln,
mittels derer die Messerwellen zueinander einstellbar sind, wobei während der Einstellung der Messerwellen die
Schneidvorrichtung von der Schneidmaschine getrennt sein kann, dadurchgekennzeichnet, daß das Wellenende der axial zu verschiebenden
Messerwelle mit der Achse (40) eines mittels eines Druckmediums betätigbaren Stellorgans (30) verbunden ist, wobei
die Achse (40) mit einer deren Verschiebungsweg anzeigenden Meßeinrichtung (46) in Verbindung steht»
7. Schneidvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stellorgan (30) ein pneumatisch betätigbarer Stellzylinder ist, dessen Achse (40) einerseits in die Zentrumsbohrung der axial zu verschiebenden Messerwelle (2) eingreift
und andererseits der Achse (40) mit dem Meßfühler (45) einer Meßuhr (46) zur Anzeige der Axialverschiebung der Messerwelle
(2) in Verbindung steht.
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BASF Aktiengesellschaft Zeichn.
Priority Applications (5)
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