DE261833C - - Google Patents
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- DE261833C DE261833C DENDAT261833D DE261833DA DE261833C DE 261833 C DE261833 C DE 261833C DE NDAT261833 D DENDAT261833 D DE NDAT261833D DE 261833D A DE261833D A DE 261833DA DE 261833 C DE261833 C DE 261833C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T8/00—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
- B60T8/32—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
- B60T8/321—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration deceleration
- B60T8/3235—Systems specially adapted for rail vehicles
- B60T8/324—Speed measurement by means of centrifugal governers or the like
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Systems And Boosters (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 261833 KLASSE 20/. GRUPPE
FERDINAND LANCRENON in PARIS. Druckluft-Doppelbremse an Eisenbahnfahrzeugen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. September 1911 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Druckluft-Doppelbremse an Eisenbahnfahrzeugen, bei
der ein als Bremsdruckregler wirkendes Bremszylinderauslaßventil angeordnet ist, das durch
den jeweiligen Druck in der direkten Leitung mehr oder weniger belastet wird. Dieser
Druck wird beim Anstellen der selbsttätigen Bremse durch einen Verteiler zu- und abgeführt,
der die Verbindung zwischen dem
ίο Hauptluftbehälter und der direkten Leitung
überwacht und von einem durch einen Geschwindigkeitsmesser beeinflußten Regelventil
gesteuert wird. Auf diese Weise wird erreicht, daß der in den Bremszylindern zur Geltung
kommende Druck in Anpassung an die jeweilige Zuggeschwindigkeit Änderungen unterworfen
werden kann. Es findet nämlich eine Drucksteigerung statt, sobald die Geschwindigkeit
sehr groß und der Reibungskoeffizient
ao entsprechend gering ist, und es tritt eine mit
der Geschwindigkeitsabnahme, fortschreitende Druckminderung ein derart, daß ein Gleiten
der Räder ausgeschlossen ist. Es ergibt sich ,so eine aufs höchste gesteigerte Bremswirkung.
Der nachstehenden Beschreibung sowie der Zeichnung ist eine Westinghouse-Doppelbremse
zugrunde gelegt, die gemäß der Erfindung ausgestaltet ist und bei der auf der Lokomotive
ein Geschwindigkeitsanzeiger, ζ. Β. System Flamaη oder Haushälter, sich befindet.
Fig. ι zeigt die Anordnung der Bremse an einem Wagen und
Fig. 2 an der Lokomotive.
Auf jedem Wagen (Fig. 1) befinden sich die beiden Hauptleitungen A und B der selbsttätigen
und der direkten Bremse mit den beiden Zweigleitungen a, b, von denen α unter
Vermittlung des Steuerventils c und b, b1 über
das Wechselventil d zum Behälter C führt. Vom Wechselventil d führt der Abzweig b2
zum Bremszylinder D. Außer diesen Teilen der Westinghouse-Doppelbremse ist noch der
Abzweig b3 vorgesehen, der den Bremszylinder D mit der Leitung δ der direkten Bremse
unter Umgehung des Wechselventils d verbindet. In diese Zweigleitung δ? ist der Bremszylinderauslaß
E und ein Hahn oder ähnlicher Absperrkörper β eingeschaltet. Das Ventil
E wird durch eine einstellbare Feder geschlossen gehalten und ihr entgegen geöffnet,
sobald der Druck im Bremszylinder D den Druck in der Bremsleitung B um ein bestimmtes
Maß P übersteigt. Sobald die Leitung B leer ist, wird demnach der im Bremszylinder
zurückgehaltene Druck auf P beschränkt, d. h. am niedrigsten sein. Durch Abschluß des Hahnes e wird der Bremszylinderauslaß
außer Wirkung gesetzt. Er muß geschlossen werden, sobald es sich um einen Zug handelt, bei dem direkte Bremsen nicht
vorgesehen sind.
Auf der Lokomotive (Fig. 2) befindet sich der Hauptdruckluftbehälter F, von dem die
beiden Leitungen A und B der Bremsen ausgehen. In beide Leitungen sind die Führerbremshähne
Z"1 und f1 eingeschaltet. Beide
Bremshähne sind durch die Leitung G verbunden, die das Wechselventil g enthält, g1 ist
ein vom Lokomotivführer steuerbares Auslaßventil und H der Druckmesser der Brems-
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leitung B. In die Verbindungsleitung G ist ein Druckverteiler I eingeschaltet und mit dem
Behälter F durch die Leitung K, K1 verbunden. In dieser letztgenannten Leitung befindet
sich ferner ein Regelventil /, das durch den Geschwindigkeitsanzeiger gesteuert wird.
Der Verteiler I enthält den Differentialkolben L, M. Die Leitung K mündet in die
Kammer m hinter dem Kolben M und die
ίο Leitung G mündet zwischen den beiden Kolben
L, M. Die Kammer I hat bei N ständige Verbindung mit der Außenluft, so daß die
Leitung G bei entsprechender (strichpunktierter) Stellung des Kolbens L mit der Außenluft in
Verbindung gesetzt werden kann.
Das Regelventil / enthält die drei Kammern j1, j2, js. Die Kammer j1 ist durch die
Leitung K1 in ständiger Verbindung mit dem Hauptbehälter. Die Kammer /2 ist durch die
2u Leitung K mit dem Verteiler I verbunden und
von der Kammer j3 durch die Biegeplatte O
getrennt, die mittels des Bolzens R gehoben und gesenkt wird. Der Bolzen R wird mittels
des federnden zweiarmigen Hebels r1 und der Zugstange r2 durch einen (zeichnerisch nicht dargestellten)
Geschwindigkeitsanzeiger gesteuert. In der Biegeplatte O und im Bolzen R ist der
Kanal r vorgesehen, der die Kammern j2 und /3
miteinander verbindet und beim Anheben der Biegeplatte durch das Ventil 0 geschlossen
wird. Hebt sich die Biegeplatte noch weiter, so wird das Ventil 0 gleichzeitig mit einem
zweiten Ventil o1 angehoben, wodurch die Kammern 71 und j2 miteinander in Verbindung
gesetzt werden. Die Kammer jz steht durch die öffnung k in ständiger Verbindung mit
der Außenluft.
Die Wirkungsweise der Bremse ist folgende :
Ist die Zuggeschwindigkeit gering, so nehmen alle Teile des Reglers / die in Fig. 2 dargestellte
Lage ein. In der in diesem Falle an die Außenluft über r, jz, k angeschlossenen
Kammer j2 und infolgedessen auch in der Kammer m des Verteilers J, die mit der Kammer
j2 durch die Leitung K verbunden ist,
herrscht kein Druck. Die Kolben L und M des Verteilers I nehmen dagegen bei geringer
Zuggeschwindigkeit die (strichpunktierte) Lage L1 und M1 ein.
Wird nun bei geringer Zuggeschwindigkeit mittels des Führerbremshahnes f1 die selbsttätige
Bremse angestellt, so wird, da der Auslaß des Führerbremshahnes über G in den
Verteiler I mündet, die Leitung A durch N entlüftet. Die selbsttätige Bremse arbeitet
also in der üblichen Weise, nur mit dem Unterschied, daß der Druck in den Bremszylindern
auf den durch den normalen Arbeitsdruck in der Leitung A gegebenen Druck P
beschränkt ist. Die Ladung der Bremszylinder mit einem höheren Druck wird durch die
Ventile E verhindert, die den überschüssigen Druck durch b2, δ3, Ventil E und Hahn e in
die nach der Außenluft geöffnete direkte Bremsleitung B entlassen, und zwar entweder
durch das direkte Führerbremsventil f2 oder durch den Regler I bei N.
Das Wechselventil g nimmt folgende Lagen ein:
Will man die direkte Bremse anziehen und öffnet man den Führerbremshahn f2, um F.
mit der nach g führenden Leitung zu verbinden, so wird das Wechselventil g nach G hingedrückt
und infolgedessen F mit B verbunden mit der Wirkung, daß die Behälterluft
in die Leitungen B, b, b2 und von da nach dem Bremszylinder D gelangen kann.
Wird dagegen die selbsttätige Bremse angezogen, und ist die Zuggeschwindigkeit groß
genug, daß die beiden Organe J und / zur Mitwirkung kommen (L und M nehmen dann
die gezeichnete Stellung ein,), so strömt die Luft der Leitung A durch J hindurch nach
dem Wechselventil g, das dadurch nach f2 hingedrückt wird und dabei G mit B verbindet.
Die Druckluft von A gelangt so nach B und wirkt über e von rechts her auf E.
Im Falle der Anstellung der selbsttätigen Bremse bei einer Zuggeschwindigkeit, die für
das Ingangsetzen der Organe I und / nicht ausreicht (L, M steht auf L1, M1), ist g auf
beiden Seiten mit der Außenluft verbunden, bleibt also in seiner Lage, d. h. verbindet B
mit f2 oder mit G.
Steigt die Geschwindigkeit, so wirkt der Geschwindigkeitsmesser durch Vermittlung des
Zwischengestänges r2, r1 und R auf die Biegeplatte
O ein und hebt diese mehr oder weniger hoch. Dabei wird zunächst das Ventil 0 geschlossen
und alsdann das Ventil o1 geöffnet. Die Druckluft des Hauptbehälters F gelangt
in die Kammer j2 von / und durch K auch in die Kammer m von I, bis in diesen beiden
Räumen ein Druck φ1 entsteht, der der auf
den Bolzen R wirkenden Feder r1 das Gleichgewicht
hält. Die Folge ist der Schluß des Ventils o1 sowie das Umsteuern der Kolben
des Verteilers J in die Lage L, M. Der Druck φ1
ändert sich nur mit der auf R wirkenden Kraft, d. h. mit der Geschwindigkeit.
Will nun der Führer bei größerer Zuggeschwindigkeit mit Hilfe des Hahnes f1 der
selbsttätigen Bremse kräftig bremsen, so gelangt die Luft der Bremsleitung A durch den
Verteiler I und das Wechselventil g in die Leitung B der direkten Bremse. Durch die
in die Leitung b eintretende Druckluft wird das Ventil E mit dem der jeweiligen Geschwindigkeit
entsprechenden Druck belastet. Es wird daher in den Bremszylindern ein der
Geschwindigkeit entsprechender höherer Druck
zurückgehalten.' Der Druck y in der Leitung B wird durch den Verteiler / auf einen Druck p
gebracht, so daß p (S1-S) . = p1 S1 ist, wobei
S und S1 die Flächen der Kolben L bzw. M bedeuten. Es ergibt sich hieraus, daß die
Drücke p und p1 von der Zuggeschwindigkeit
abhängen. Wenn Q die Federspannung des Ventils E bezeichnet, so wird der Druck im
Bremszylinder auf Q -f- p beschränkt sein, wobei
p = dem Druck in B ist.
Nimmt im Verlaufe der Bremsung die Zuggeschwindigkeit ab, so wird die auf R wirkende
Kraft kleiner. Die Biegeplatte O - wird deshalb durch den Überdruck in der Kammer
/2 gesenkt. Ein Teil der Luft in /2 und m
entweicht dann durch das geöffnete Ventil 0 und den Kanal r nach /3. Die Kammer m
wird infolgedessen entsprechend entlüftet, so daß die Kolben im Verteiler I in die Lage
L1, M1 gelangen und dabei die Leitung G
durch N mit der Außenluft verbinden. Die Luft aus der Leitung B entweicht so lange,
bis der noch vorhandene Druck in m das Übergewicht erhält und die Kolben nach L, M
zurückgelangen. Damit ist die Verbindung zwischen der Außenluft und den Leitungen
G, B wieder unterbrochen. Mit der in B befindlichen Luft ist durch Vermittlung von E
auch ein Teil der Druckluft des Bremszylinders D entwichen. Diese Vorgänge wiederholen
sich bei jeder Geschwindigkeitsminderung. Wenn der Druck in B gleich Null
geworden ist, so hat der Druck der Bremszylinder den Wert. P. Dieser Druck reicht
aus, um bei geringer Geschwindigkeit die Räder nicht gleiten zu lassen.
Bei dieser Einrichtung arbeitet die direkte Bremse ohne jede Änderung wie gewöhnlich.
Bei der Handhabung der selbsttätigen Bremse kann ein Fall eintreten, der zwar zu
den Ausnahmen gehört, aber immerhin ein besonderes Organ erfordert. Gemeint ist der
Fall, wenn bei großen Geschwindigkeiten vor einem plötzlich aufgetauchten Hindernis die
selbsttätige Bremse gezogen wäre und sofort wieder gelüftet werden soll, weil das Hindernis
inzwischen wieder beseitigt ist. Dann bleibt schon zu Beginn der Bremsung die Leitung B
der direkten Bremse infolge Verschiebung des Kolbens des Wechselventils g nach f 2 und
Verbindung von G mit B sowie aus Anlaß der Kolbenbewegung des Verteilers I nach
L, M mit Luft gefüllt. Mit ihrer Entlüftung müßte man also warten, bis die Zuggeschwindigkeit
sich weiter verringert. Da dies aber nicht eintreten soll, so ist dem Führer ein
Mittel in Gestalt des Auslaßventils g1 an die Hand gegeben, mit dem er B entlüften kann,
selbst wenn B weder durch f2 noch N mit
der Außenluft in Verbindung steht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Dmckluft-Doppelbremse an Eisenbahnfahrzeugen, gekennzeichnet durch ein als Bremsdruckregler wirkendes Bremszylinderauslaßventil (E), das durch den jeweiligen Druck in der direkten Leitung (B) mehr oder weniger belastet wird, welcher Druck beim Anstellen der selbsttätigen Bremse η0 durch einen eine Verbindung zwischen Hauptluftbehälter und direkter Leitung ■ überwachenden und von einem durch einen Geschwindigkeitsmesser beeinflußten Regelventil (J) gesteuerten Verteiler (I) zu- und abgeführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE261833C true DE261833C (de) |
Family
ID=519359
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT261833D Active DE261833C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE261833C (de) |
-
0
- DE DENDAT261833D patent/DE261833C/de active Active
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