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DE1149736B - Selbstregelndes Fuehrerbremsventil fuer indirekt wirkende Druckluftbremsen, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents

Selbstregelndes Fuehrerbremsventil fuer indirekt wirkende Druckluftbremsen, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge

Info

Publication number
DE1149736B
DE1149736B DEW28145A DEW0028145A DE1149736B DE 1149736 B DE1149736 B DE 1149736B DE W28145 A DEW28145 A DE W28145A DE W0028145 A DEW0028145 A DE W0028145A DE 1149736 B DE1149736 B DE 1149736B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
piston
pressure
chamber
driver
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW28145A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Phys Dr Karl Neubeck
Rolf Link
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Westinghouse Bremsen GmbH
Original Assignee
Westinghouse Bremsen GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Westinghouse Bremsen GmbH filed Critical Westinghouse Bremsen GmbH
Priority to DEW28145A priority Critical patent/DE1149736B/de
Priority to GB2388061A priority patent/GB972307A/en
Publication of DE1149736B publication Critical patent/DE1149736B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T15/00Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
    • B60T15/02Application and release valves
    • B60T15/04Driver's valves
    • B60T15/048Controlling pressure brakes of railway vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)
  • Braking Systems And Boosters (AREA)

Description

  • Selbstregelndes Führerbremsventil für indirekt wirkende Druckluftbremsen, insbesondere für Schienenfahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf ein selbstregelndes Führerbremsventil für indirekt wirkende Druckluftbremsen, insbesondere für Schienenfahrzeuge, mit einem das Beaufschlagen der Hauptluftleitung entsprechend der Regelung durch ein Vorsteuerventil steuernden Relaisventil und mit einer vom Vorsteuerventil regelbaren, die Steuerung des Relaisventils beim Bremsenlösen beeinflussenden Füllstoßeinrichtung zur übertragung von Füllstößen in die Hauptluftleitung.
  • Es ist bereits ein Führerbremsventil mit einer Füllstoßeinrichtung bekanntgeworden, welche den Füllstoß in Abhängigkeit von der.Zuglänge, der Art, der Bremse im Zuge und die dem Füllstoß vorangegangene Druckverminderung in der Bremsleitung regelt. Bei dieser bekannten Einrichtung muß die Länge des Füllstoßes mit Rücksicht auf die Steuerventile älterer Bauart zeitlich durch selbsttätige Regelung begrenzt sein, um ein überladen des ersten Hilfsluftbehälters dieser Steuerventile beim Lösen mit Hilfe eines Füllstoßes zu vermeiden.
  • Nachteilig ist, daß bei einem Zug, der ausschließlich mit modernen, mit wesentlich besserem überladungsschutz versehenen Steuerventilen ausgerüstet ist, die zur Lösezeitverkärzung erforderliche, wesentlich längere Dauer der Hochdruckffillperiode nicht einstellbar ist. überdies weist diese an sich bekannte Ausführung den Nachteil auf, daß die zum erstmaligen Auffüllen eines Zuges erforderliche Füllstoßdauer vorzeitig beendet wird, so daß auch hier die Möglichkeit nicht gegeben ist, den Zug in kürzester Zeit zu fällen.
  • Es ist ferner ein Führerbremsventil mit einer Füllstoßeinrichtung nicht mehr neu, bei welcher die Hochdruckfüllperiode lediglich stellungsabhängig durch den Handgriff des Führerbremsventils begrenzbar ist. Hieraus ergeben sich für den Fahrzeugführer die Schwierigkeiten, daß die von ihm eingeleitete Hochdruckfüllperiode unter Umständen zu lang bemessen und die Hilfsluftbehälter besonders bei den Steuerventilen älterer Bauart überladen werden, so daß der im Anschluß an die Hochdruckfüllperiode einsetzende Angleichvorgang zu lange dauert. Vorsichtshalber werden die Bremsen dann entweder ohne Füllstoß oder mit einem zu knapp beinessenen Füllstoß gelöst.
  • Außerdem setzt diese Anordnung voraus, daß der Fahrzeugführer bei jedem Füllstoß alle geänderten Einflüsse - wie Zuglänge, Art der Bremsen im Zuge und die dem Füllstoß vorangegangene Drucksenkung in der Hauptluftleitung - die für die Füllstoßdauer ausschlaggebend sind, erneut berücksichtigen muß, wodurch nicht immer gewährleistet ist, daß die optimale Füllstoßdauer angewandt wird.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, diese Nachteile zu vermeiden und ein Führerbremsventil mit einer Füllstoßeinrichtung zu schaffen, bei dem neben der Abhängigkeit von Zuglänge und vorangegangener Drucksenkung in der Hauptluftleitung auch die Art der Bremsen im Zuge Berücksichtigung finden. Außerdem soll diese Einrichtung so beschaffen sein, daß vom Fahrzeugführer jederzeit die Art des Füllstoßes, ob selbsttätig oder von Hand frei wählbar ist, um den in der Praxis vielfältig vorkommenden Anforderungen gerecht zu werden.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in der Füllstoßeinrichtung eine kolbengesteuerte und vom Druck in der Hauptluftleitung beaufschlagbare Ventileinrichtung zum selbsttätigen überwachen jeweils eines die Dauer der Hochdruckfüllperiode und eines die Druckhöhe bei Beginn der NiederdruckfÜllperiode regelnden Ventiles vorgesehen ist, mit einem Kolben, dessen Kolbenraum und ein damit in Verbindung stehender Behälter über eine Einstelleinrichtung mit im Hinblick auf Zugart und -länge veränderbaren Durchflußquerschnitt beaufschlagbar ist, wobei die Einstelleinrichtung ein bei Abschluß des Durchflußquerschnittes öffnendes Ventil zum Entlüften des Kolbenraumes und des Luftbehälters zur Regelung des Füllstoßes in Abhängigkeit von der Stellung des Handhebels des Führerbremsventils aufweist.
  • Zweckmäßig weist die Einstelleinrichtung zwei übereinander angeordnete und miteinander verbundene Ventile auf, von denen das den Durchflußquerschnitt verändernde Ventil geöffnet und das der Entlüftung des Kolbenraumes und des Behälters dienende Ventil geschlossen ist und umgekehrt.
  • Die beiden Ventile, der Einstelleinrichtung sind hierbei durch eine Spindel verbunden, die mit einem auf einen Wert einer Skala entsprechend der Zuglänge sowie der Art der Bremsen im Zuge einstellbaren Zeiger zusammenwirkt.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung in schematischer Weise dargestellt und in der Beschreibung erläutert.
  • Das Führerbremsventil nach der Erfindung besteht aus einem Vorsteuerventil 1 und einem Relaisventil 2. Das Vorsteuerventil 1 enthält einen Hohlstößel 3, der mittels eines Handgriffes 9 in an sich bekannter Weise in axialer Richtung bewegbar ist. Die Längsbohrung des Stößels 3 ist am oberen Ende geschlossen, am unteren Ende dagegen als Sitz für einen Ventilkörper 4 ausgebildet und steht über Radialbohrungen 5 mit einer den Stößel 3 umgebenden Ringkammer 6 sowie einer weiteren Kammer 14 in ständiger Verbindung. Am Stößel 3 befinden sich Nocken 7 und 8, die in Abhängigkeit der vom Handgriff 9 eingelegten Stellungen entweder ein federbelastetes Angleicherventil 11 oder ein federbelastetes FüRstoßventil 10 betätigen. Die Betätigungsvorrichtung für das Angleicherventil 11 kann auch so gewählt werden, daß die Betätigung über einen besonderen, vom Führerbremsventil unabhängigen Mechanismus erfolgt.
  • Der untere Teil des Vorsteuerventils 1 enthält eine Membran 15, in der ein Ventilrohr 16 befestigt ist, das auf einer Seite dichtend durch eine Trennwand 17 führt und mit seinem als Ventilsitz ausgebildeten oberen Ende, unter der als Dichtfläche dienenden Grundfläche des Ventilkörpers 4 liegt. Am anderen Ende trägt das Ventilrohr 16 einen Kolben 18, der in einer Kolbenkammer 19 dichtend geführt ist. Eine Feder 20 mit veränderbarer Vorspannung belastet die Membran 15 in Richtung auf den Ventilkörper 4. Eine die Feder 20 aufnehmende Federkammer 21 und eine Entlüftungsbohrung des Ventilrohres 16 in dieser Kammer sind mit der Atmosphäre verbunden. Zum Verändern der Vorspannung der Feder 20 dient eine Stellschraube 22.
  • Die Kammer 13 des Angleicherventils 11 ist gedrosselt über eine Leitung 23 und eine Düse 24 mit der Kammer 27 eines Füllstoßbegrenzers und über ein Ventil 28 mit einer Kammer 26 sowie über eine Leitung 30 mit einem Zeitbehälter 25 verbunden.
  • Die Kammer 12 des Füllstoßventils 10 ist über eine Leitung 31, eine Kammer 32 unterhalb der Trennwand 17 im Vorsteuerventil und eine Leitung 33 mit einer Hauptluftleitungskammer 34 unterhalb eines Membrankolbens 35 im Relaisventil 2 verbunden und steht außerdem über eine Leitung 36 mit einer Kammer 37 eines kolbengesteuerten Ventils 68 zur Regelung des Durchflußquerschnitts vom Relalsventil zur Haupfluftleitung in Verbindung.
  • Zum zeitabhängigen Entlüften der Kolbenkammer 19 des Vorsteuerventils, des Zeitbehälters 25 und damit zum zeitabhängigän Angleichen einer überladenen Hauptluftleitung an den Regeldruck dient eine in einem Federteller 38 befindliche Düse 39, die über die Federkammer 21 ins'Freie führt.
  • Eine Kammer 40 des Füllstoßventils 10 führt über eine Leitung 41, einen Raum 42 des Füllstoßbegrenzers und ein Ventil 43 in einen mit der Atmosphäre in Verbindung stehenden Raum 44. Die Räume 27 und 44 des Füllstoßbegrenzers sind durch eine Trennwand 45 voneinander abgeschlossen. Federn 46 und 47 wirken im Schließsinne auf die Ventile 43 und 28 ein. Ein Kolben 48 trennt zwei Kolbenräume 29 und 49. Der Druck in einem Behälter 75 wirkt im Kolbenraum 29 entgegen der Kraft einer Feder 50, welche im Kolbenraum 49 vorgesehen ist. Eine Einstelleinrichtung 51 gestattet es mit Hilfe einer Düsennadel 76 einen Durchströmquerschnitt zu verengen, zu erweitern oder mit Hilfe eines Ventiles 77 ganz abzuschließen. Ein an der Welle der Einstelleinrichtung 51 angebrachter Zeiger 78 gibt im Zusammenhang mit der Skala 79 (Zuglänge in Achsenzahl) die Größe des eingestellten Durchströmquerschnittes der zur Hauptluftleitung 65 führenden Leitung 80 an. Mit der Verlängerung der Düsennadel 76 der Einstelleinrichtung 51 wird ein Ventil 82 aufgestoßen (Zeiger 78 bei Punkt »X«), nachdem das Ventil 77 geschlossen wurde, und gestattet es über eine den Kolbenraum 29 mit der Einstelleinrichtung verbindende Leitung 81, den Behälter 75 und den Kolbenraum 29 des Füllstoßbegrenzers in einen Raum 83 zu entlüften.
  • Das Relaisventil 2 enthält zwei mit einem Steuerkolben oder dem Membrankolben 35 verbundene federbelastete Ventilrohre 52 und 53, die auf der einen Seite dichtend durch eine Trennwand 54 und auf der anderen Seite gleichfalls dichtend durch eine Trennwand 55 hindurchgeführt sind und die in der gezeichneten Stellung dichtend auf dem Einlaßventilsitz 56 und dem Auslaßventilsitz 57 liegen. Eine den Einlaßventilsitz enthaltende Kammer 58 ist ständig mit dem vollen Druck in der Hauptbehälterleitung 59 beaufschlagt und steht außerdem über eine Leitung 60 mit der Ringkammer 6 des Vorsteuerventils 1 in Verbindung. Eine Kammer 61 des Relaisventils oberhalb des Membrankolbens 35 ist über eine Steuerdruckleitung 62 mit einer Kammer 63 oberhalb der Trennwand 17 des Vorsteuerventils verbunden. Eine durch die Ventilrohre 52 und 53 gebildete Zylinderkammer 64 stellt einen Teil der Hauptluftleitung 65 dar, die über eine Düse 66, die Kammer 34 und die Leitung 33 mit dem Raum 32 oberhalb der Membran 15 im Vorsteuerventil verbunden ist. Zur Entlüftung der Hauptleitung 65 dient eine Kammer 67, die den Auslaßventilsitz 57 enthält und mit der Atmosphäre bei 74 verbunden ist.
  • Die Hauptluftleitung 65 ist vom Raum 64 durch das kolbengesteuerte Ventil 68, das eine Drosselbohrung 69 aufweist, getrennt und wird durch das Zusammenwirken einer Feder 70 und des Druckes in der Kammer 37 einmal über einen großen und ein anderes Mal über einen kleinen Querschnitt gespeist.
  • Am Stößel 3 des Vorsteuerventils ist ferner ein Nocken 71 angeordnet, der ein Doppelventil 72, 73 zur Entlüftung der Hauptluftleitung bei Notbremsung öffnet.
  • Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung ist wie folgt: In der Ruhelage befinden sich alle beweglichen Teile in den gezeichneten Stellungen.
  • Zum Lösen der Bremsen mittels Füllstoß gelangt beim Drehen des Handgriffes 9 in die Füllstoßstellung der Nocken 7 unter den Stößel des Füllstoßventils 10 und öffnet dieses entgegen Federkraft. Der in den Kammern 32, 34 und 37 anstehende Druck wird über das geöffnete Füllstoßventil 10, die Kammer 40, die Leitung 41, das geöffnete Ventil 43 und den Raum 44 mit der Atmosphäre in Verbindung gebracht. Gleichzeitig hebt der Nocken 8 das Angleicherventil 11 von seinem Sitz ab. Die in der Kammer 14 anstehende, über die Leitung 60 zur Ringkammer 6 geführte Hauptbehälterluft strömt über die Leitung 23, die Düse 24, die Kammer 27, sowie das geöffnete Ventil 28 in die Kammer 26 und gelangt von dort aus über die Leitung 30 in den Zeitbehälter 25, der seinen Druck der Kolbenkammer 19 mitteilt und sich zeitabhängig füllt.
  • Infolge fehlender Druckbeaufschlagung in der Kammer 32 wird das Ventilrohr 16 unter der Kraft der Feder 20 angehoben. Das Ventilrohr hebt seinerseits das Einlaßventil 4 von seinem Sitz ab, und die Kammer 63 sowie über die Leitung 62 die Steuerkammer 61 des Relaisventils werden mit Hauptbehälterluft gefüllt. Der Hauptbehälterdruck in der Steuerkammer 61 und die entlüftete Hauptluftleitungskammer 34 drückt den Merubrankolben 35 infolge ,der Entlüftung der Hauptluftleitungskammer 34 nach unten, so daß während des Füllstoßes das Ventilrohr 52 von seinem Einlaßventilsitz 56 abgehoben ist und Hauptbehälterluft ungehindert in die Zylinderkammer 64 strömen kann.
  • Nach der Entlüftung der Kammer 37 überwiegt die Kraft der Feder 70, und das kolbengestenerte Ventil 68 wird voll geöffnet. Die in der Kammer 64 anstehende Hauptbehälterluft kann jetzt ungehindert in die Hauptluftleitung 65 strömen.
  • Der Druck im Zeitbehälter 25 baut sich über eine Drosselstelle 24 verzögert auf, wobei die Höhe des Druckes der Zeitdauer des Füllstoßes proportional ist. Nach einer gewissen Füllstoßdauer erreicht der Druck im Zeitbehälter25 einen Höchstwert und bestimmt damit über das Flächenverhältnis von Kolben 18 zu Membran 15 einen Grenzwert für die Höhe des Druckes der Niederdruckfüllperiode.
  • Von der Hauptluftleitung 65 wird über die Leitung 80 und die vor dem Füllstoß auf eine bestimmte Achsenzahl eingestellte Einstelleinrichtung 51 dem Behälter 75 und der Kolbenkammer 29 des Füllstoßbegrenzers Luft zugeführt. Der Behälter 75 füllt sich in Abhängigkeit von der eingestellten Achsenzahl und der Stärke der vorangegangenen Bremsung. Hat der Druck im Behälter 75 einen bestimmten Wert erreicht, der beispielsweise so hoch liegt, daß die Hilfsluftbehälter am Anfang eines mit überladeempfindlichen Bremsen ausgerüsteten Zuges noch nicht überladen sind, so überwindet er die Kraft der eingestellten Feder 50 und bewegt den Kolben 48 des Füllstoßbegrenzers abwärts. Dadurch schließen die Ventile 28 und 43 ab und die Zufuhr von Luft über die Düse 24 zum Zeitbehälter 25 ist unterbrochen. Die Kammern 32, 34 und 37 sind ebenfalls von der Atmosphäre getrennt. über die Düse 66 stehen die Kammern 32, 34 und 37 mit der Hauptluftleitung in Verbindung, wobei der Relaiskolben 35 das Ventilrohr 52 auf seinen Sitz 56 drückt und die Zufuhr der Hauptbehälterluft zur Hauptluftleitung unterbricht. Der steigende Druck im Raum 37 schließt das Ventil 68 entgegen der Kraft der Feder 70.
  • Soll der Füllstoß nicht selbsttätig unterbrochen werden, z. B. beim erstmaligen Auffüllen einer Bremsanlage oder nach einer Notbremsung usw., so muß der Lokomotivführer vor oder während des noch nicht beendeten Füllstoßes die Einstelleinrichtung 51 derart benutzen, daß die Verbindung zwischen der Leitung 80 und 81 durch das Ventil 77 abgeschlossen wird und dieses Ventil den Behälter 75 und den Kolbenraum 29 mit der Atmosphäre verbindet. Die Kraft der Feder 50 hält dann die Ventile 28 und 43 zwangsweise geöffnet. Ebenfalls erlaubt die Einsteneinrichtung 51 nach einem selbsttätig beendeten Füllstoß noch einmal einen Füllstoß von Hand zu geben, falls dies erforderlich erscheint.
  • Während der nun folgenden Niederdruckfüllperiode bestimmt zunächst der noch in der Kammer 19 herrschende, auf den Kolben 18 wirkende Zeitbehälterdruck 25 eine Differenz zwischen dem in die Haupfluftleitung 65 eingesteuerten Druck und dem durch die Feder 20 vorgegebenen Regeldruck derart, daß der Steuerdruck für das Relaisventil 2 in der Kammer 61 entsprechend der Stellung des Ventilrohres 16 so beeinffußt ist, daß der über das Relaisventil 2 eingesteuerte Hauptluftleitungsdruck, der über die Leitung 33 auf die Membran 15 wirkt, das Ventilrohr 16 in Abschlußstellung bringt.
  • Durch die Entlüftung der Kammer 19 und des Behälters 25 über die Düse 39 wird ein Absenken des in der Haupfluftleitung vorhandenen Druckes auf den Regeldruck bewirkt. Die Entlüftungsdüse 39 ist so gewählt, daß beim Entlüften auf den Regeldruck die Zugbremssteuerventile nicht ansprechen.
  • Bei vollständiger Entlüftung der Kammer 19 ist der auf den Kolben 18 wirkende Druck gleich der eingestellten Kraft der Feder 2.
  • Bei der übemahme von überladen abgebremsten Zügen, bei denen die an den Wagen üblicherweise angeordneten Dreidrucksteuerventile in der Kammer konstanten Druckes einen höheren Steuerdruck haben als der von der Lokomotive vorgegebene Regeldruck, muß es möglich sein, den Hauptluftleitungsdruck vorübergehend über den Regeldruck zu steigem, um die Überladung der Kammer konstanten Druckes der Steuerventile einfach und gefahrlos zu beseitigen. Hierzu dient die Angleichereinrichtung. Beim Bewegen des Bedienungshebels 9 in die Angleicherstellung stößt der Nocken 8 das Angleicherventil 11 auf. Es strömt dadurch Hauptbehälterluft über die Kammer 13 und die Drosselstelle 24 in die Kammer 27 des Füllstoßbegrenzers und von dort über das geöffnete Ventil 28 in die Leitung 30, in den Zeitbehälter 25 und in die Kammer 19, nachdem die Einstelleinrichtung so eingestellt ist, daß der Zeiger 78 auf den Punkt »X« der Skala 79 zeigt und den Behälter 75 entlüftet hält.
  • Der Druckanstieg in der Kammer 19 erfolgt infolge der Drosselstelle 24 und des Zeitbehälters 25 langsam, wodurch ebenso langsam ein Ansteigen des Hauptluftleitungsdruckes bewirkt wird.
  • Die Betätigung des Ventils 11 kann entweder durch den Nocken 8 in Abhängigkeit von einer bestimmten Stellung des Handgriffes 9 erfolgen oder durch einen vom Führerbremsventil getrennten Betätigungsmechanismus.
  • Nach dem Einsteuern eines gewünschten Druckes in die Kammer 19, der dem gewünschten Hauptluftleitungsdruck entspricht, wird das Ventil 11 ge- schlossen, und der Druck in der Hauptluftleitung 65 wird - wie bereits beschrieben - durch das Entlüften der Kammer 19 über die Düse 39 so langsam dem Regeldruck angeglichen, daß die Steuerventile der Zugbremse nicht ansprechen. Dadurch ist es möglich, die Bremsen von mit einem höheren Druck gebremsten Wagen ohne Anwendung einer Hochdruckfüllperiode zu lösen. Bei einer Notbremsung wird das Doppelventil 72, 73 durch den Nocken 71 aufgestoßen, und die Hauptluftleitung 65 und der Steuerdruck aus der Kammer 61 werden schnell entlüftet.
  • Bei Betniebsbremsungen strömt die Hauptluftleitungsluft über das als Rückschlagventil wirkende kolbengesteuerte Ventil 68 und das geöffnete Ventilrohr 53 in bekannter Weise in die Kammer 67, die über einen großen Querschnitt 74 mit der Atmosphäre in Verbindung steht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Selbstregelndes Führerbremsventil für indirekt wirkende Druckluftbremsen, insbesondere für Schienenfahrzeuge, mit einem das Beaufschlagen der Haupfluftleitung entsprechend der Regelung durch ein Vorsteuerventil steuernden Relaisventil und mit einer vom Vorsteuerventil regelbaren, die Steuerung des Relaisventils beim Bremsenlösen beeinflussenden Füllstoßeinrichtung zur übertragung von Füllstößen in die Hauptluftleitung, dadurch gekennzeichnet, daß in der Füllstoßeinrichtung eine kolbengesteuerte und vom Druck in der Hauptluftleitung (65) beaufschlagbare Ventileinrichtung zum selbsttätigen überwachen jeweils eines die Dauer der Hochdruckfüllperiode und eines die Druckhöhe bei Beginn der Niederdruckfüllperiode regelnden Ventils vorgesehen ist, mit einem Kolben (48), dessen Kolbenraum (29) und ein damit in Verbindung stehender Behälter (75) über eine Einstelleinrichtung (51) mit im. Hinblick auf Zugart und -länge veränderbaren Durchflußquerschnitt beaufschlagbar ist, wobei die Einstelleinrichtung (51) ein bei Abschluß des Durchflußquerschnittes öffnendes Ventil (82) zum Entlüften des Kolbenraumes (29) und des Luftbehälters (75) zur Regelung des Füllstoßes in Abhängigkeit von der Stellung des Handhebels des Führerbremsventils aufweist.
  2. 2. Führerbremsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstelleinrichtung (51) zwei übereinander angeordnete und miteinander verbundene Ventile (77 und 82) aufweist, von denen das den Durchflußquerschnitt verändernde Ventil (77) geöffnet und das der Entlüftung des Kolbenraumes (29) und des Behälters (75) dienende Ventil (82) geschlossen ist, und umgekehrt. 3. Führerbremsventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ventile (77 und 82) der Einstelleinrichtung durch eine Spindel verbunden sind, die mit einem auf einen Wert einer Skala (79) entsprechend der Zuglänge sowie der Art der Bremsen im Zuge einstellbaren Zeiger (78) zusammenwirkt. 4. Führerbremsventil nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (48) der Ventileinrichtung mit den beiden, den Füllstoß regelnden Ventilen (28 und 43) kraftschlüssig verbunden ist. 5. Führerbremsventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (48) in Schließrichtung der den Füllstoß regelnden Ventile (28 und 43) vom Druck in der Hauptluftleitung (65) entgegen der Kraft einer Feder (50) beaufschlagbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 967 166; Zeitschrift »Organ für die Fortschritte des Eisenbahnwesens«, 93. Jahrgang, 15. April 1938, S. 147ff.; Druckschrift D 325 411, Ausgabe November 1957, der Firma Knorr-Bremse GmbH München.
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