DE2613071B2 - Einrichtung zur unterdrueckung von einschwing-stoerspitzen in fernsehsignalen - Google Patents
Einrichtung zur unterdrueckung von einschwing-stoerspitzen in fernsehsignalenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegeben ist. Dabei
handelt es sich speziell um eine Einrichtung zur
4c Verminderung oder Unterdrückung flüchtiger, durch
Einschwingvorgänge hervorgerufener Störungen in fernsehsignalverarbeitenden Schaltungen, bei denen
Maßnahmen zur Verbesserung der Bildschärfe getroffen sind.
Die Unterdrückung solcher unerwünschter flüchtiger Störungen in fernsehsignalverarbeitenden Anlagen
oder Geräten ist ssit langem ein Problem, insbesondere wenn diese spezielle Schaltungen enthalten, welche
relativ hochfrequente Komponenten des Fernsehsignals
(z. B. relativ hochfrequente Leuchtdichtesignalkomponenten) im Vergleich zu anderen Komponenten
anheben, um die Schärfe des wiedergegebenen Bildes zu verbessern.
Das Vorhandensein flüchtiger, durch Einschwingvorgänge hervorgerufene Störungen im Leuchtdichtesignal eines Fernsehsignalgemischs äußert sich in Form von Flecken oder Punkten im wiedergegebenen Bild.
Das Vorhandensein flüchtiger, durch Einschwingvorgänge hervorgerufene Störungen im Leuchtdichtesignal eines Fernsehsignalgemischs äußert sich in Form von Flecken oder Punkten im wiedergegebenen Bild.
Die Amplituden solcher Einschwingstörungen können verschiedenen Grauwerten eines wiedergegebenen
do Bildes entsprechen. Flüchtige Störungen mit Amplituden
nahe dem Weißwert sind besonders unangenehm, weil sie zu deutlich erkennbaren weißen Flecken führen.
Ferner sind flüchtige Störungen unerwünscht sowohl in Signalen, die weißen Bereichen eines wiedergegebenen
<>5 Bildes entsprechen, als auch in Signalen, die schwarzen
Biidbereichen entsprechen. So führen beispielsweise
flüchtige Störungen mit einer nahe dem Weißwert liegenden Amplitude in einem Signal, welches einem
ichwarzen Hintergrund entspricht, zu deutlich sichtbaen
Lichtpunkten. In einem Weiß entsprechenden Signal tonnen solche WeiD-Störkomponenten bewirken, daß
η der zur Bildwiedergabe verwendeten Bi'dröhre eine Defokussierung des Leuchtflecks, ein übermäßiger
Strahlstrom und eine Signalgleichrichtung eintritt.
Die erwähnten flüchtigen Störungen können verschiedene Ursachen haben. So kann beispielsweise die
Bandfilterschaltung des Zwischenfrequenzteils (ZF-Teil) auf ein !mpulssignal hin in einen abklingenden
Schwingungszustand geraten, wobei sie einen im Mittelteil ihres Durchlaßbereichs liegenden Schwingimpuls
erzeugt Da die Träger der Fernsehsignalkomponenten gegenüber der Mittenfrequenz der ZF-Bandfilterschaltung
versetzt sind, kann diese abklingende is Schwingung zu einer Schwebung mit einem Träger
führen, so daß sich eine flüchtige Störkomponente in einem oberen Teil des Frequenzbandes des Leuchtdichtesignals
etwa bei 1,8MHz ergibt. Dieses Störsignal ist
besonders unerwünscht, weil es in denjenigen Frequenzbereich des Leuchtdichtesignals fällt, der zur Verbesserung
der Bildschärfe selektiv verstärkt wird. Es ist daher schwierig, eine solche flüchtige Störung zu unterdrükken,
ohne gleichzeitig die Bildqualität zu beeinträchtigen.
Solche flüchtigen, auf Einschwingvorgänge zurückgehenden Störungen sind besonders schwerwiegend,
wenn der Fernsehempfänger in seinem ZF-Verstärkerteil
einen Synchrondetektor statt eines Hüllkurvendetektors enthält. Während nämlich ein Hüükurvendetektor
die Hüllkurve des Fernsehsignalgemischs gleichrichtet
und somit Einschwingstöße in einer Richtung (typischerweise in Richtung auf den Schwarzwert hin)
bewirkt, reproduziert ein Synchrondetektor den ZF-Schwingungsstoß in einer solchen Weise, daß sowohl
weiße als auch schwarze Störflecke erzeugt werden. Zwar sind sowohl weiße als auch schwarze Störflecke
unangenehm, es wurde jedoch beobachtet, daß schwarze Störflecke für einen Betrachter weniger lästig sind als
weiße Störflecke.
Es sind Schaltungen bekannt, mit denen sich Störsignale unterdrücken lassen. Beispielsweise ist in
der US-PS 28 34 884 eine Schaltung beschrieben, die Signal- und Störkomponenten bei einem vorbestimmten
Schwellenwert begrenzt. Andere Schaltungen leiten aus einem Hauptsignal ein Hilfssignal ab, welches gegenüber
den Störkomponenten im Hauptsignal eine derartige Amplitude und zeitliche Verzögerung hat, daß
bei seiner Vereinigung mit dem Hauptsignal die Störung ausgelöscht wird. In der US-PS 28 54 508 und 28 85 474
sind Schaltungen beschrieben, in denen das die Störung auslöschende Signal von Komponenten des Fernsehsignals
in einem vorbestimmten Frequenzbereich abgeleitet wird. Weiterhin erläutert die US-PS 38 62 361 eine
Schaltung, die einen Teil eines Signals oberhalb eines vorbestimmten Schwellenwertes invertiert, um flüchtige
Störungen auszuschalten.
Es ist weiterhin bekannt, daß man einen gewünschten Frequenzgang der Amplitude und/oder Phase ohne
Einführung von Phasen-Nichtlinearitäten oder Phasen- <>o
Verzerrungen erhalten kann, indem man an verschiedenen Anschlüssen oder Anzapfungen längs einer
Verzögerungsleitung oder einer ähnlichen Einrichtung verzögerte Signale ableitet und diese Signale in einer
vorbestimmten Weise miteinander kombiniert. Eine f«5
entsprechende Einrichtung, die manchmal als »Transversal-Entzerrer«
oder »Transversal-Filter« bezeichnet wird, ist in der US-PS 22 63 376 sowie in folgenden
Veröffentlichungen beschrieben: »Transversal Filters« von H. E. K a 11 m a η (erschienen in Proceedings of the
IRE, Bd. 28, Nr. 7, Seiten 302 bis 310, Juli 1940), »Selectivity and Transient Response Synthesis« von
R. V/. S ο η η e η f e 1 d t (erschienen in IRE Transactions on Broadcast and Television Receivers, Band BTR-I,
Nr. 3, Seiten 1—8, Juli 1975) und »A Transversal Equalizer for Television Circuits« von R.V.Sperry
und D. Surenian (erschienen in Bell System Technical Journal, Band 39, Nr. 2, Seiten 405 bis 422,
März 1960).
Transversal-Entzerrer haben auf dem Gebiet der Signalverarbeitung die verschiedensten Anwendungen;
beispielsweise eignen sie sich zur Korrektur der Strahlapertur in horizontaler und vertikaler Richtung,
wie es in der US-PS 27 59 044 beschrieben ist. Ferner sind in der DT-OS 25 29 967 Transversal-Entzerrer
beschrieben, die in fernsehsignalverarbeitenden Schaltungen verwendet werden können, um die Amplituden
relativ hochfrequenter Komponenten des Leuchtdichtesignals eines Fernsehsignalgemischs anzuheben und
gleichzeitig die Amplituden der Farbart- und/oder der Tonsignale des Signalgemischs zu dämpfen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun in der Aufgabe von Maßnahmen, die verhindern, daß der zur
Störsignalunterdrückung dienende Teil der fernsehsignalverarbeitenden Schaltung die Arbeitsweise anderer
Teile der Schaltung nicht beeinträchtigt. Die störsignalunterdrückende
Schaltung soll also mit denjenigen Teilen der signalverarbeitenden Anordnung, die das Bild
durch Anheben relativ hochfrequenter Komponenten des Leuchtdichtesignals schärfer machen, verträglich
sein und auch nicht auf die relativ niederfrequenten Komponenten des Leuchtdichtesignals einwirken, in
denen relativ wenige durch Einschwingvorgänge hervorgerufene Störungen auftreten.
Diese Aufgabe wird bei einer Einrichtung, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegeben ist, erfindungsgemäß
durch die in seinem Kennzeichenteil angeführten Merkmale gelöst.
Hierbei werden die Fernsehsignaie einer Schmalbandanordnung
zugeführt, die in einem relativ schmalen Band bei Gleichstrom und bei einer Frequenz /, wo die
Fernsehsignale gedämpft werden sollen (beispielsweise der Frequenz des Farbhilfsträgers oder des Tonhilfsträgers),
eine hohe Dämpfung bewirkt und bei einer Frequenz zwischen 0 und f, wo die Videosignale
angehoben werden sollen (z. B. im relativ weit oben liegenden Frequenzbereich der Leuchtdichtesignale),
eine hohe Amplitude ergibt Eine Schwellenschaltung sorgt dafür, daß die oberhalb einer vorbestimmten
Schwelle liegenden Amplitudenteile des Schmalbandsignals zurückgehalten werden. Die Fernsehsignale
werden ferner einer Breitbandanordnung zugeführt, die ein Breitbandsignal mit Signalkomponenten in einem
Frequenzbereich zwischen Gleichstrom und f liefert. Das Breitbandsignal wird mit dem amplitudenbegrenzten
Schmalbandsignal zu einem Ausgangsüignal kombiniert,
welches relativ frei von flüchtigen, durch hinschwingvorgänge hervorgerufenen Störungen ist
und worin beispielsweise die Farbart- oder Tonsignale eine Dämpfung und relativ hochfrequente Leuchtdichtesignale
eine Anhebung erfahren haben. Auf diese Weise läßt sich vermeiden, daß bei der Unterdrückung
von durch Einschwingvorgänge erzeugten Störsignalen unerwünschte Beeinflussungen anderer Schaltungsteile
in Kauf genommen werden müssen und daß in der Grauskala des Bildes in Verbindung mit den relativ
niederfrequenten Leuchtdichtekomponenten unerwünschte Nichtlinearitäten eingeführt werden.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist eine Signalverzögerungseinrichtung vorgesehen, welche die
Fernsehsignale empfängt und eine Vielzahl von Anschlüssen oder Anzapfungen aufweist, um verzögerte
Signale abzuleiten. Mindestens eines der verzögerten Signale wird zur Gewinnung des Breitbandsignals
verwendet. Zwei andere der verzögerten Signale, bei denen der Mittelwert ihrer Verzögerungen ungefähr
gleich ist der Verzögerungszeit des ersten verzögerten Signals, werden mit dem Breitbandsignal kombiniert,
um das Schmalbandsignal abzuleiten.
Die Erfindung wird nachstehend an Ausführungsbeispielen anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt teilweise in Blockform und teilweise als
Detailschaltbild den allgemeinen Aufbau eines Farbfernsehempfängers, der eine Aüsführungsform der
Erfindung enthält;
Fig.2 enthält graphische Darstellungen verschiedener,
der Ausführungsform nach F i g. 1 zugeordneter Zeitfunktionen (Originalfunktionen oder Oberfunktionen);
F i g. 3 enthält graphische Darstellungen verschiedener, der Ausführungsform nach Fig. 1 zugeordneter
Übertragungsfunktionen oder Spektralfunktionen (Amplitude über der Frequenz);
Fig.4 ist das Schaltbild einer Schaltungsanordnung
zur Realisierung der Ausführungsform nach Fig. 1;
Fig.5 zeigt teilweise in Blockform und teilweise als
Detailschaltbild eine andere Ausführungsform der Erfindung;
Fi g. 6 ist eine graphische Darstellung verschiedener,
der Ausführungsform nach Fig.5 zugeordneter Spektral-bzw.
Übertragungsfunktionen.
Der in F i g. 1 in seinem allgemeinen Aufbau dargestellte und die vorliegende Erfindung enthaltende
Fernsehempfänger besitzt eine signalverarbeitende Einheit 12 (Empfangsteil), der von einer Antenne
aufgefangene HF-Fernsehsignale empfängt und daraus mittels geeigneter ZF-Schaltungen (nicht dargestellt)
und Demodulatoren (nicht dargestellt) ein Fernsehsignalgemisch erzeugt, welches aus Farbartsignalen,
Leuchtdichtesignalen, Tonsignalen und Synchronsignalen besteht Der Empfangs teil 12 kann beispielsweise
einen Synchrondetektor enthalten, der in bekannter Weise entweder mit angehobenem Träger arbeitet oder
als Produkt-Demodulator ausgebildet ist Ein mit angehobenem Träger arbeitender Synchrondetektor,
der sich zur Verwendung im Empfangsteil 12 eignet, ist in der US-Patentschrift 38 12 289 beschrieben.
Das Ausgangssignal des Empfangsteils 12 wird auf einen Farbartkanal 14, einen Leuchtdichtekanal 16 und
einen Kanal 18 zur Verarbeitung der Synchronimpulse und auf einen (nicht dargestellten) Kanal zur Verarbeitung
der Tonsignale gegeben.
Der Farbartkanal 14 enthält eine sogenannte Farbschaltung 20, die aus dem Farbartsignal des
Fernsehsignalgemischs Farbsignale ableitet z. B. die
Farbdifferenzsignale R-Y, B-Y und G-Y.
Im Leuchtdichtekanal 16 befindet sich eine sogenannte Leuchtdichteschaltung 22. Diese Schaltung dämpft
die im Leuchtdichtekanal 16 enthaltenen unerwünschten Signalkomponenten wie z. B. die Komponenten des
Farbartsignals und/oder des Tonsignals, während sie die Amplituden relativ hochfrequenter Komponenten des
Leuchtdichtesignals anhebt (sogenannte Versteilerung), um das Einschwingverhalten und die Feinauflösung des
Fernsehempfängers zu verbessern. Die Leuchtdichteschaltung 22 enthält außerdem Einrichtungen, welche
relativ hochfrequente Komponenten mit Amplituden oberhalb eines vorbestimmten Schwellenwerts reduzieren
oder unterdrücken, um durch Einschwingvorgänge hervorgerufene Störungen zu unterdrücken. Schließlich
können in der Leuchtdichteschaltung 22 noch Maßnahmen getroffen sein, um die unterschiedliche Zeitverzögerung
der im Farbartkanal 14 und im Leuchtdichteka-
,o nal 16 verarbeiteten Signale auszugleichen.
Der Ausgang der Leuchtdichteschaltung 22 ist mit einem weiteren Leuchtdichteverstärker 24 gekoppelt,
der die Ausgangssignale der Leuchtdichteschaltung 22 verstärkt und noch anderweitig behandelt um das
Ausgangssignal Y des Leuchtdichtekanals 16 bereitzustellen.
Das K-Signal vom Ausgang des Leuchtdichtekanals
16 und die Farbdifferenzsignale R-Y, G-Y\md B-Yvom
Ausgang des Farbartkanals 14 werden der Ansteuerschaltung 26 für die Bildröhre zugeführt wo aus ihnen
durch Matrizierung die Farbsignale R, G und B gebildet
werden. Mit diesen Farbsignalen R, G und B wird die Bildröhre 28 angesteuert Alternativ können das
Leuchtdichtesignal und die Farbdifferenzsignale, wie bekannt auch in der Bildröhre 28 matriziert werden.
Mit dem Leuchtdichteverstärker 24 ist ein Kontrastregler 30 verbunden, um die Amplitude der Leuchtdichtesignale
und somit den Kontrast der von der Bildröhre 28 erzeugten Bilder zu regeln. Der Kontrastregler 30
kann auch mit der Farbschaltung 20 verbunden sein, um die Amplitude der Farbartsignale und somit die
Sättigung der von der Bildröhre 28 erzeugten Bilder zu regeln.
Mit dem Leuchtdichteverstärker 24 ist ferner ein Helligkeitsregler 32 verbunden, um den Gleichstromanteil
des Leuchtdichtesignals und somit die Helligkeit der von der Bildröhre 28 wiedergegebenen Bilder zu regeln.
Geeignete Kontrast- und Helligkeitsregler sind in der US-Patentschrift 38 04 981 beschrieben.
Der Kanal 18 enthält eine Synchronimpuls-Abtrennstufe 34, welche die Horizontal- und Vertikalsynchronimpulse
vom Fernsehsignal abtrennt Die Synchronimpulse werden von der Abtrennstufe 34 auf die
Ablenkschaltung 36 gegeben. Die Ablenkschaltung 36 ist mit der Bildröhre 28 und mit einer Hochspannungseinheit
38 verbunden, um die Ablenkung eines Elektronenstrahls in der Bildröhre 28 zu steuern. Die
Ablenkschaltung 36 erzeugt außerdem Austastsignale, die auf den Leuchtdichteverstärker 24 gekoppelt
werden, um das Ausgangssignal des Leuchtdichteverstärkers 24 während der Horizontal- und Vertikal-Rücklaufzeiten
zu sperren und somit sicherzustellen, daß die Bildröhre während dieser Zeiten ausgeschaltet ist
Die in F i g. 1 dargestellte allgemeine Anordnung eignet sich zur Verwendung in einem Farbfernsehempfänger, wie er beispielsweise als Empfängertyp CTC-68 in den RCA Color Television Service Data 1973, Nr. C-8, beschrieben ist (herausgegeben von der RCA-Corporation, Indianapolis, Indiana).
Die in F i g. 1 dargestellte allgemeine Anordnung eignet sich zur Verwendung in einem Farbfernsehempfänger, wie er beispielsweise als Empfängertyp CTC-68 in den RCA Color Television Service Data 1973, Nr. C-8, beschrieben ist (herausgegeben von der RCA-Corporation, Indianapolis, Indiana).
Die Leuchtdichteschaltung 22 enthält eine Signalverzögerungseinrichtung
110, die als Verzögerungsleitung dargestellt ist. Diese Verzögerungseinrichtung 110
empfängt ein Videosignal v, und ist an aufeinanderfolgenden Punkten mit einer Vielzahl von Anschlüssen
oder Anzapfungen 112a, 1126,112c und U2d versehen.
Die Kombination der Verzögerungseinrichtung 110 und der Anzapfungen 112a, 112b, 112c und U2d wird
manchmal als angezapfte Verzögerungsleitung bezeich-
net. In der Zeichnung ist die Verzögerungseinrichtung
tlO als induktive oder spulenförmige Verzögerungsleitung
dargestellt, sie kann jedoch auch aus beliebigen anderen Mitteln zur Verzögerung eines Videosignals
bestehen, beispielsweise aus einer Reihe ladungsgekoppelter Elemente (CCD) oder ladungsübertragender
Elemente. Obwohl die Anzapfungen 112a, 112b, 112c und 112c/ in Direkt- oder Gleichstromverbindung mit
der Verzögerungsleitung 110 dargestellt sind, können sie auch auf irgendeine andere für Signalkopplung to
geeignete Weise an die Verzögerungsleitung angeschlossen sein, beispielsweise mittels kapazitiver Kopplung
oder dergleichen.
Die Anzapfungen 112a, 1126, 112c und 112t/ sind an
beabstandeten Stellen an der Verzögerungsleitung HO angeschlossen, um verzögerte Videosignale a, 6, cund d
abzuleiten, die (in dieser Reihenfolge) gegenüber dem Signal v, um Zeitintervalle T0, TD+T{, TD+ T\ + T2 und
To+Ti + Γ2+Τ3 zeitlich verzögert sind. Ein vor der
Anzapfung 112a liegender Teil 116 der Verzögerungsleitung 110, der eine Verzögerungszeit To hat, ist dazu
ausgelegt, die unterschiedlichen Laufzeiten der im Leuchtdichtekanal und im Farbartkanal des Empfängers
verarbeiteten Signale auszugleichen. Zum Zwecke dieses Ausgleichs ist es zweckmäßig, wenn die Summe
von Td, Τ] und γ(Τζ)-gleich ist der Differenz zwischen
der Verzögerungszeit der im Farbartkanal verarbeiteten Signale und der Verzögerungszeit der im Leuchtdichtekanal
verarbeiteten Signale. Außerdem ist festzuhalten, daß ein Signal, welches sich durch Kombination
von Signalen ergibt, die an symmetrisch beidseitig eines gegebenen Punkts einer Verzögerungsleitung liegenden
Anzapfungen abgegriffen werden, als Signal mit einer dem Mittelwert der Verzögerungszeiten der kombinierten
Signale gleichen Verzögerungszeit betrachtet werden kann. Wenn also die Anzapfungen 112a, 1126,
112c und 112t/symmetrisch unreinen mitten zwischen
den Anzapfungen 112a und 112t/ liegenden Punkt der
Verzögerungsleitung 110 liegen, dann hat das durch Kombination der an den Anzapfungen 112a, 1126,112c
und 112t/abgegriffenen Signale entstehende Signal auch
eine Verzögenmgszeit, die gleich ist der erforderlichen
Verzögerung zum Ausgleich der Laufzeitunterschiede im Farbartkanal und Leuchtdichtekanal.
Die verzögerten Signale 6 und c werden auf eine Summierschaltung 118 gegeben, wo sie algebraisch
miteinander addiert werden, um ein relativ Ijreitbandiges
Signal Vb zu erzeugen. Wie noch zu erkennen sein
wird, wird die Bandbreite der Leuchtdichteschaltung 22 in erster Linie durch v<, bestimmt Die Summierschaltung
118 kann irgendeine geeignete Schaltungsanordnung zur algebraischen Summierung von Signalen sein, etwa
ein Funktionsverstärker, eine Widerstandsmatrix oder dergleichen. Die Summierschaltung 118 kann auch dazu
dienen, die Amplitude (d. h. das Gewicht) der Signale b und c vor ihrer Addition zu modifizieren.
Die verzögerten Signale a und d und das Signal vb
gelangen zu einer weiteren Summierschaltung 120, welche die Signale a und d algebraisch vom Signal vb fo
subtrahiert, um ein relativ schmalbandiges Signal vp zu
erzeugen. Die Summierschaltung 120 kann ähnlich wie die Summierschaltung 118 ausgebildet sein und so
ausgelegt sein, daß sie die Amplitude (d. h. das Gewicht) der Signale a, d und v/, vor der Subtraktion modifiziert. (\s
Wie noch zu erkennen sein wird, wird die Anhebungscharakteristik (Versteilerungscharakteristik) der
Leuchtdichteschaltung 22 hauptsächlich von v„ bestimmt.
Das Ausgangssignal vp der Summierschaltung 120
wird auf ein Glied 122 veränderbarer Verstärkung gegeben, welches dazu dient, die Amplitude von vp so zu
modifizieren, daß ein Signal Pvp erzeugt wird, wobei P
der Verstärkungsfaktor (oder Dämpfungsfaktor) des veränderbaren Gliedes 122 ist. Das Glied 122, welches
beispielsweise ein Verstärker mit veränderbarem Verstärkungsfaktor (Regelverstärker) sein kann, ist so
ausgelegt, daß es unter dem Einfluß eines von einer Versteilerungs-Steuerschaltung 124 kommenden Signals
Verstärkungen im Bereich von Werten unterhalb 1 bis auf Werte oberhalb 1 bewirken kann. Die
Schaltung 124 kann irgendeine geeignete Einrichtung sein, die ein Steuersignal beispielsweise abhängig von
einer manuellen Einstellung liefert. Alternativ kann die Schaltung 124 auch so ausgelegt sein, daß sie aus einem
Teil des Fernsehsignalgemischs ein for die Bildqualität charakteristisches Steuersignal ableitet.
Das Ausgangssignal Pvp des Gliedes 122 wird einer
Schwellenschaltung 126 zugeführt, die dazu dient, oberhalb eines vorbestimmten Schwellenwerts liegende
Teile des Signals Pvp zu reduzieren oder zu sperren, um
flüchtige, auf Einschwingvorgänge zurückzuführende Störungen zu unterdrücken. Die Schwellenschaltung
126 kann beispielsweise eine Begrenzerschaltung sein, um eine modifizierte Form des Signals Pvp zu liefern,
worin flüchtige Teile, die oberhalb einer vorbestimmten Schwelle liegen, »abgekappt« sind. Eine solche Begrenzerschaltung
ist als Teil der Leuchtdichteschaltung 22 in Fig.3 dargestellt. Die Schwellenschaltung 126
kann auch beispielsweise aus einem Störsignal-lnverter oder »Spotter« bestehen, um das Signal Pvp so zu
modifizieren, daß flüchtige, oberhalb eines vorbestimmten Schwellenwerts liegende Teile im wesentlichen
invertiert sind. Eine solche Schaltung ist in der weiter obenerwähnten US-Patentschrift 38 62 361 beschrieben.
Die Arbeitsweise der Schaltung 126 für verschiedene Konfigurationen ist in Fi g. 2 demonstriert. Diese Figur
zeigt in graphischer Darstellung ein Signal Pvp mit
einem Teil 214a, der einem Wechsel von weiß nach schwarz entspricht, einem Teil 216a, der einem Wechsel
von schwarz nach weiß entspricht, und einem Teil 218a, der einer flüchtigen Störung entspricht, die beispielsweise
durch eine abklingende Schwingung im ZF-Teil der Empfangsschaltung 12 nach F i g. 1 erzeugt worden ist.
In der Fig.2 entsprechen die oberhalb der Zeitachse
liegenden Signalteile Ausschlägen in Weißrichtung, während die unterhalb der Zeitachse liegenden
Signalteile Ausschlägen in Schwarzrichtung entsprechen. Es sei bemerkt, daß Pvp ein relativ schmalbandiges
Signal ist, welches nur verhältnismäßig hochfrequente Komponenten des Leuchtdichtesignals enthält. Die
Arbeitsweise der Schwellenschaltung 126 zur Herbeiführung der bei relativ hohen Frequenzen liegender
Schmalbandcharakteristik für das Signal Pvp wird weitei
unten in Verbindung mit F i g. 3 erläutert
Die Wellenform 212b entspricht einer amplitudenbe
grenzten Form des Signals Pv>, t_;e erhalten wird, wem
die Schwellenschaltung 126 nach F i g. 1 als Begrenzer schaltung ausgebildet ist. Die oberhalb einem vorbe
stimmten Schwellenwert 2206 liegenden Teile de Wellenform 2126 sind »abgekappt« worden, um einei
flachen Teil 2226 zu bilden. Es sind nur diejenigen Teil· des Signals Pvp geändert worden, die oberhalb de
Schwellenwerts 2206 liegen.
Die Wellenform 212c entspricht einer amplituden unterdrückten Form des Signals Pvp, wie man sie dam
709537/4S
ίο
erhält, wenn die Schwellenschaltung 126 nach F i g. 1 als
Störsignal-Inverter ausgebildet ist Die oberhalb einer
vorbestimmten Schwelle 220c gelegenen Teile der Wellenform 212c sind im wesentlichen invertiert Nur
die oberhalb des vorbestimmten Schwellenwerts 220c liegenden Teile des Signals Pvp haben eine Änderung
erfahren.
Vorstehend wurde der Fall beschrieben, daß die Sehwellenschaltung 126 diejenigen Teile des Signals Pvp
unterdrückt, die oberhalb eines vorbestimmten Schwellenwerts in Weißrichtung liegen. Die Schwellenschaltung kann jedoch auch so ausgelegt sein, daß sie
Signalteile unterdrückt, die unterhalb eines vorbestimmten Schwellenwerts in Schwarzrichtung liegen, oder sie
kann so ausgebildet sein, daß sie sowohl in Weißrichtung gehende als auch in Schwarzrichtung gehende
flüchtige Störsignale unterdrückt
,Das von flüchtigen Störspitzen befreite Signal Pvp
und das Signal v/, werden auf eine Summierschaltung
128 gegeben.; Diese Schaltung ist ähnlich wie die Summierschaltungen 118 und 120 ausgebildet und dient
zur algebraischen Addition des von flüchtigen Störspitzen befreiten Signals Pvp und des Signals Vb zur
Erzeugung eines Ausgangssignals vo der Leuchtdichteschaltung 22.
Der vorbestimmte Schwellenwert der Schwellenschaltung 126 kann auch entsprechend der Amplitude
des Signals Pvp gesteuert werden. Zu diesem Zweck
kann das von der Versteilerungs-Steuerschaltung 124 gewonnene Signal, wie mit der gestrichelten Linie 130
angedeutet, auf die Schwellenschaltung 126 gegeben werden, um den Schwellenwert in direkter Beziehung
zur Amplitude des Signals Pvp zu steuern. Hierbei ist es
zweckmäßig, wenn das von der Versteilerungs-Steuerschaltung 124 gewonnene Signal ein Gleichstromsignal
ist In ähnlicher Weise kann, wie mit der gestrichelten
Linie 132 angedeutet, das vom Kontrastregler 30 abgeleitete Signal (zweckmäßigerweise ein Gleichstromsignal) auf die Schwellenschaltung 126 gegeben
werden, um den- dort eingestellten Schwellenwert in direkter Beziehung zur Amplitude des Leuchtdichtesignals Yzu steuern.
Um die Arbeitsweise der Leuchtdichteschaltung 22 nach F i g. 1 leichter verstehen zu können, sei die
Übertragungsfunktion (Frequenzgang der Amplitude) einer angezapften Verzögerungsleitung oder einer
ähnlichen Einrichtung diskutiert Die Übertragungsfunktion eines Teils einer Verzögerungsleitung, die
einem zugeführten Signal eine Zeitverzögerung f mitteilt, läßt sich ausdrücken als Koeffizient, der sich
exponentiell mit der Frequenz ändert, d. h. e->"', wobei e
die Basis der natürlichen Logarithmen und ω die Kreisfrequenz ist Wenn man an zwei Anzapfungen
einer solchen Verzögerungsleitung, die symmetrisch beidseitig eines Bezugspunkts liegen (d. h. + ί und - fjt
zwei Signale ableitet und algebraisch miteinander addiert, dann folgt der Frequenzgang der Amplitude für
das resultierende Signal einer Kosinusfunktion.
Als Beispiel sei angenommen, daß die Anzapfungen 112a, \\2d, 112/7und 112csymmetrisch zu einem mitten
zwischen den Anzapfungen 112a und 112c/ liegenden Punkt der Verzögerungsleitung 110 liegen und daß die
die Frequenz einer Signalkomponente von v, ist die
unerwünschterweise im Leuchtdichtekanal 16 nach Fig. 1 vorhanden ist Bei /'kann es sich beispielsweise
um die Frequenz eines Signals in demjenigen Frequenzbereich handeln, der den Farbhilfsträger oder den
Tonhilfsträger oder beides enthält Im Falle der USA.-Fernsehnorm kann /die Farbhilfsträgerfrequenz
von z. B. 338 MHz oder die Ton-Intercarrierfrequenz
von z. B. 4,5 MHz sein. Ferner sei als Beispiel angenommen, daß die Summierschaltung 118 die
Amplituden der verzögerten Signale 6und emit jeweils
einem Gewicht von y versieht oder bewertet Die
Summierschaltung 120 sei so ausgelegt, daß sie die
Amplituden der verzögerten Signale a und d mit
Im allgemeinen ist es zweckmäßig/den zeitlichen Abstand zwischen den beiden verzögerten Signalen a
und d gleich einem vorbestimmten
NT
Intervall -=— zu
machen, wobei Λ/eine ganze Zahl und T der Kehrwert
der Frequenz / ist Der Bereich für N umfaßt vorzugsweise ganze Zahlen zwischen 2 und 5. Im oben
beschriebenen Beispiel wurde für N die Zahl 3 gewählt. In anderen speziellen Anwendungsfällen können auch
andere Werte fürJVzweckmäßig sein.
Mit den oben als Beispiel angegebenen Zahlenwerten ergeben sich folgende Beziehungen zwischen den
Signalen v& Vp, Pvp und vo und den verzögerten Signalen
S,b,CuTfudi
j(b+c) - y
On = I
Die Fig.3 zeigt in graphischer Darstellung die Frequenzgänge der Amplitude, die zu den Signalen
-j(a+d),
Pvp und V0 gehören. Der zu vb gehörende
Frequenzgang ist eine Kosinusfunktion mit einer Periode von 4f, während der zu \(a+d) gehörende
4
von j/"ist Im Frequenzbereich von Gleichstrom (d. h
von der Nullfrequenz) bis /ist Vt, relativ breitbandig, unc
das Maß seiner Bandbreite ist bestimmt durch di< Zeitverzögerung zwischen den verzögerten Signalen J
und c Der zu vp gehörende Frequenzgang ist relativ
schmalbandig bei Gleichstrom, und bei / hat er eini
Spitzenwert. Der Ort der Spitzenamplitude des für ν zutreffenden Frequenzgangs wird durch die Zeitverzö
gerung zwischen den verzögerten Signalen a und < bestimmt Der für vo zutreffende Frequenzgang de
Amplitude ist bei ^- /relativ angehoben und bei /relati
gedämpft
Da die Amplitude des für vp zutreffenden Frequenzgangs bei Gleichstrom und bei f gleich 0 ist, führen
Verstellungen von P, mit denen die Amplitude des
wird, nicht zur Beeinflussung der Amplitude des Frequenzgangs bei Gleichstrom oder bei f.
Dies ist auch wünschenswert, weil die Amplitude des Signals Vo, welches durch Addition der Signale vt und
Pvp (nach Gleichung 4) gebildet wird, somit in der |O
gleichzeitig die Amplitude (1) des Frequenzgangs bei Gleichstrom Oder die Amplitude (0) bei /zu beeinflussen. Dies ist ein wichtiges Merkmal, denn die Amplitude
des Frequenzgangs bei Gleichstrom, d.h. die Gleichstromkomponente von V0, bestimmt die Helligkeit eines
mit Vo wiedergegebenen Bildes, und die Amplitude des
Frequenzgangs bei t bestimmt die Dämpfung unerwünschter Komponenten des Signals V0.
Die Amplitudensprünge von vo enthalten sowohl
einen Vorschwinger (Uriterschwung) als auch einen
Nachschwinger (Oberschwung), wie es in F i g. 2 gezeigt ist: Diese Unter- und Überschwünge akzentuieren den
Helligkeitswechsel in dem mit V0 gebildeten Bild, weil
hierbei das wiedergegebene Bild direkt vor einem Übergang von ζ. B. Weiß nach Schwarz weißer als in
der Originalszene erscheint, während es direkt nach dem Übergang schwärzer als in der Originalszene
erscheint Außerdem stehen die Frequenzgänge der Phase in Beziehung zu den Unter- und Überschwüngen.
Ein' Uneat-er Frequenzgang der Phase entspricht
beispielsweise der Bildung leicher Unter- und Überschwünge. Die Unter- und Überschwünge werden durch
das Signal bestimmt, welches durch Summierung der verzögerten Signale a und d entsteht Im vorstehenden
Beispiel wurden die Gewichte von a und d vor ihrer Summierung in der Summierschaltung 120 einander
gleich gewählt Und auch die Zeitintervalle 71 und T3
wurden einander gleichgewählt, was zu einem linearen Frequenzgang der Phase führt. Die Leuchtdichteschaltung 22 kann jedoch auch so modifiziert werden, daß
ungleiche Unter- und Überschwünge gebildet werden, um irgendwelche in anderen Teilen der fernsehsignalverarbeitenden Anordnung vorhandene Nichtlinearitä-
ten des Frequenzgangs der Phase zu kompensieren.
Wie bereits weiter oben erwähnt wurde, dient die Schwellenschaltung 126nach Fig. 1 zur Unterdrückung
von oberhalb oder unterhalb eines vorbestimmten Schwellenwerts liegenden Amplitudenteilen des Signals
Pvp, um die flüchtigen Störkomponenten zu beseitigen.
Die Schwellenschaltung 126 ist so ausgelegt daß sie auf Signale hoher Frequenz in einem schmalen Frequenzbereich wirkt der praktisch frei von niederfrequenten
Komponenten ist. Daher werden relativ niederfrequente Komponenten durch den Betrieb der Schaltung 126
nicht beeinflußt Die Schaltung 126 bringt nicht unnötig irgendwelche unerwünschten Nichtlinearitäten in der
Grauskala des Bildes bezüglich niederfrequenter Signale.
Es sei auch darauf hingewiesen, daß, wenn P unbeabsichtigt über eine zulässige Grenze hinaus erhöht
wird, die Schaltung 126 verhindert, daß die resultierenden übermäßigen Über- und Unterschwünge über einen
vorbestimmten Schwellenwert hinausgehen. Übermäßige in Weißrichtung gehende Unter- oder Überschwünge bringen nämlich die Gefahr eines unerwünschten
allzustarken Strahlstroms und somit einer Defokussierung des Leuchtflechs mit sich.
Ferner sei darauf hingewiesen, daß die Signale Vf, und
Pvp wegen der ihnen innewohnenden gleichen Zeitverzögerung zueinander in der richtigen zeitlichen
Beziehung stehen und die richtige Polarität haben, wenn sie zur Bildung des Signals vo kombiniert werden, so daß
zusätzliche signalverzögernde Schaltungen nicht erforderlich sind.
Wenn man die USA.-Fernsehnorm zugrunde legt, ist
es vorteilhaft, die Zeitintervalle T1, Ti und Tj jeweils
gleich 140 Nanosekunden zu wählen (d. h. die Hälfte des Kehrwerts der Farbhilfsträgerfrequenz von 3,58 MHz),
da der für vo zutreffende Frequenzgang der Amplitude
dann eine Spitzenamplitude bei einer relativ hohen Frequenz nicht weit von 3,58MHz hat (ungefähr bei
2/3 · 3,58MHz "- 2,4MHz), während bei 3,58MHz
selbst eine Sperrung erfolgt Es können jedoch auch andere Werte für Ti, T2 und T3 gewählt werden.
Beispielsweise kann es zweckmäßig sein, T2 gleich UO Nanosekunden und Tt und Ti = 140 Nanosekunden
zu wählen. In diesem Fall hat der für v0 zutreffende
Frequenzgang der Amplitude praktisch eine Nullstelle bei etwa 4,1 MHz und eine Spitzenamplitude bei
ungefähr 2/3 · 3,58 - 2,4 MHz. Mit dieser Modifizierung führt die signalverarbeitende Einrichtung nach
F i g. 1 dazu, daß Frequenzkomponenten im Bereich sowohl des Farbhilfsträgers als auch des Tonhilfsträgers
des Videosignals relativ gedämpft werden, während verhältnismäßig hochfrequente Komponenten des
Leuchtdichtesignals in ihrer Amplitude relativ angehoben werden.
In F i g. 4 ist eine Ausführungsform der Leuchtdichteschaltung 22 nach F i g. 1 dargestellt, und ein wesentlicher Teil dieser Schaltung (innerhalb der gestrichelten
Umrahmung 400) eignet sich für integrierte Bauweise. Die in Fig.4 dargestellte Schaltung ist mit der
angegebenen Dimensionierung ihrer Widerstände dazu ausgelegt Signale zu liefern, die im Einklang mit dem
Beispiel stehen, welches vorstehend bei der Erläuterung der Arbeitsweise der Schaltung nach Fig. 1 benutzt
wurde. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß die Schaltung nach F i g. 4 auch auf andere Verhältnisse
zugeschnitten werden kann.
In der Schaltung nach F i g. 4 ist die Verzögerungsleitung 410 so ausgelegt, daß sie die Laufzeitunterschiede
der im Farbartkanal 14 und im Leuchtdichtekanal 16 nach Fig. 1 verarbeiteten Signale ausgleicht Die
Verzögerungsleitung 410 verzögert außerdem das eingangsseitig zugeführte Videosignal v, zwischen
aufeinanderfolgenden Anzapfungen 412a, 412ft, 412c und 412d um Zeiten gleich den Verzögerungsintervauen
Ta TD+ Ti, Td+T^ + Ti und T0+ Tj + T2+ T3, um
verzögerte Signale a, b, c und d bereitzustellen. Die
Quelle der Videosignale (nicht dargestellt) hat typi scherweise eine Ausgangsimpedanz, die ungefähr gleicl
dem Wellenwiderstand der Verzögerungsleitung 410 isi
damit Signalreflexionen am Eingangsanschluß de Verzögerungsleitung 410 möglichst klein gehaltei
werden. Die Verzögerungsleitung 410 ist mit eine Impedanz 408 abgeschlossen, deren Wert ebenfall
ungefähr gleich dem Wellenwiderstand der Verzöge rungsleitung 410 ist, damit Reflexionen am Ende de
Verzögerungsleitung möglichst klein gehalten werden.
Die Anzapfungen 412a und 412d sind gesondert m
zwei Eingängen eines aus N PN-Transistoren 411 ur 418 gebildeten Differenzverstärkers 414 verbunden, w
die verzögerten Signale a und d mit bestimmte Gewichten arithmetisch miteinander addiert werde
um am Verbindungspunkt der Widerstände 420 und 422 des Differenzverstärkers 414 ein Signal ^(a+d) zu
gewinnen. Die Eingangsimpedanz des Differenzverstärkers
414 ist gegenüber dem Wellenwiderstand der Verzögerungsleitung 410 relativ hoch bemessen, was
man durch geeignete Dimensionierung der Emitterwiderstände der Transistoren 411 und 418 erreicht
Die Anzapfungen 4126 und 412c sind jeweils über einen Widerstand 424 bzw. 426 mit der Basis eines
Transistors 416 verbunden, der in Kollektorschaltung angeordnet ist und zusammen mit den Widerständen
424 und 426 eine Schaltung bildet, welche die verzögerten Signale b und c mit einem bestimmten
Gewicht bewertet und algebraisch addiert Die Widerstandswerte der Widerstände 424 und 426 sind im
Vergleich zum Wellenwiderstand der Verzögerungsleitung 410 relativ hoch bemessen, um die Verzögerungsleitung
410 nicht zu belasten. Das am Emitter des
Transistors 416 gewonnene Signal ist gleich ^(b+ c),
d. h. das Signal Vf>
Das Signal -j-(b+ c) kann in der gleichen Weise wie
das Signal ^ (a + d) erzeugt werden, jedoch wird im
dargestellten Fall hierzu die aus dem Transistor 416 und den Widerständen 424 und 426 bestehende Summierschaltung
verwendet, um Eingangsanschlüsse an der integrierten Schaltung einzusparen.
Die Signale yfö-t- c)und j(a + d) werden jeweils über
eine aus einem NPN-Transistor 428 bzw. 430 bestehende Emitterfolgerstufe auf die Eingänge eines Differenzverstärkers
432 gegeben. Der Differenzverstärker 432 besteht aus NPN-Transistoren 436 und 434, und in ihm
wird das Signal j(a + d) vom Signal^+^subtrahiert,
um am Kollektor des Transistors 434 ein Signal P~(b+c)-j(a + d) zu erhalten, d.h. das Signal Pvp,
wobei P der Verstärkungsfaktor des Differenzverstärkers 432 ist.
Der Verstärkungsfaktor P des Differenzverstärkers 432 kann verändert werden, indem man die Spannung
an einem Anschluß einer Versteilerungs-Steuerschaltung verstellt, die aus NPN-Transistoren 438, 448, 450
gebildet ist. Diese Verstellung entspricht der Einstellung des Verstärkungsfaktors des veränderbaren Gliedes 122
nach Fig. 1. Die Versteilerungs-Steuerschaltung ist derart mit dem Emitter- und dem Kollektorkreis des
Transistors 434 verbunden, daß sich der Verstärkungsfaktor des Differenzverstärkers 432 abhängig von der
Versteilerungs-Steuerspannung ändern läßt, ohne daß Jie Gleichspannung am Ausgang des Differenzverstärkers
432 eine wesentliche Änderung erfährt. Das heißt, der vom Kollektor des Transistors 448 gelieferte Strom
ist so bemessen, daß die Gleichstromkomponente des Ausgangssignals des Differenzverstärkers 432 trotz
Änderungen der Versteilerungs-Steuerspannung im wesentlichen konstant bleibt.
Das Ausgangssignal Pvpdzs Differenzverstärkers 432
wird auf den Emitter eines PNP-Transistors 452 gegeben, der gemeinsam mit einem veränderlichen
Widerstand 456 und den Widerständen 454 und 458 eine
Begrenzerschaltung darstellt, um die oberhalb eines vorbestimmten Schwellenwerts liegenden Teile des
Signals Pvn zu entfernen oder abzuschneiden und dadurch flüchtige Störspitzen zu unterdrücken. Der
vorbestimmte Schwellenwert wird mit der Position des Schleifers des veränderlichen Widerstands 456 bestimmt,
wodurch eine Spannung an der Basis des Transistors 452 eingestellt wird. Wenn die Amplitude
des Signals Pvn die Spannung an der Basis des Transistors 452 um ungefähr 0,6 Volt übersteigt dann
leitet der Basis-Emitter-Übergang des Transistors 452.
Dies hat zur Folge, daß die Amplitude des Signals Pvp
ίο auf einen Wert begrenzt wird, der gleich ist der
Spannung an der Basis des Transistors 452 plus ungefähr 0,6 Volt.
Im Falle der Fig.4 ist die Begrenzerschaltung so
ausgelegt, daß sie diejenigen Teile des Signals Pvp
is abschneidet, die in positiver Richtung, d. h. in Richtung
weißer Störspitzen, über einem vorbestimmten Schwellenwert liegen. Die Begrenzerschaltung kann jedoch
auch so modifiziert werden, daß sie in Schwarzrichtung gehende Störspitzen oder auch Störspitzen sowohl in
Schwarzrichtung als auch in Weißrichtung abschneidet.
Anstelle der Begrenzerschaltung können auch andere geeignete Schaltungen zur Fortnahme der über einen
vorbestimmten St :iwellenwert hinausgehenden Störspitzen
verwendet werden, z. B. ein Störsignal-Inverter
oder »Spotter«. Außerdem kann die Versteilerungs- oder Kontrast-Steuergleichspannung derart auf den
Transistor 452 gekoppelt werden, daß der vorbestimmte Schwellenwert entsprechend der einen oder der
anderen dieser Steuerspannungen geregelt wird.
Die modifizierte Form des Signals Pvp wird auf die
Basis eines N PN-Transistors 440 gegeben, der gemeinsam mit einer Reihenschaltung aus Widerständen 442,
444 und 446 eine Emitterfolgerschaltung bildet. Das am Emitter des N PN-Transistors 428 erscheinende Signal
3S ^-(b+ c) wird über einen Widerstand 459 zum Verbindungspunkt
der Widerstände 444 und 446 geleitet, wo es algebraisch mit der modifizierten Form des Signals Pvp
addiert wird, um das Ausgangssignal vo zu gewinnen.
Die Fig.5 zeigt in Blockform eine andere Ausführungsform,
die anstelle der Leuchtdichteschaltung 22 nach F i g. 1 verwendet werden kann. Die Ausführungsform nach F i g. 5 ist der Leuchtdichteschaltung 22 nach
F i g. 1 in gewisser Hinsicht ähnlich, s;e ist jedoch weniger komplex, da sie mit weniger Anzapfungen der
Verzögerungsleitung auskommt.
Die Leuchtdichteschaltung nach Fig.5 enthält eine
auf ein Eingangs-Videosignal v/ ansprechende Verzögerungsleitung
510 mit mehreren beabstandeten Anschlüssen oder Anzapfungen 512a, 5126 und 512c, an denen
verzögerte Signale a', 6'und c' abgenommen werden,
die gegenüber v/ um die Zeitintervalle To, Td + T\ und
Td'+ Ti'+ T2' verzögert sind. Die Verzögerungsleitung
510 hat vor der Anzapfung 512a einen Teil 516 mit einer Verzögerungszeit Tb', dergegenüber den anderen
Teilen der Verzögerungsleitung 510 so bemessen ist, daß die Laufzeitunterschiede der im Leuchtdichtekanal
und im Farbartkanal des Empfängers nach Fig. 1 verarbeiteten Signale ausgeglichen werden.
Die verzögerten Signale a', b' und c' werden einer Summierschaltung 518 zugeführt, wo a' und c'
algebraisch von b' subtrahiert werden, um ein relativ schmalbandiges Signal vp' zu bilden. Das Ausgangssignal
Vp der Summierschaltung 518 wird einem Glied
ί'ί 522 mit veränderbarem Verstärkungsfaktor zugeführt,
welches abhängig von einem durch die Versteilerungs-Steuerschaltung 524 erzeugten Steuersignal die Amplitude
des Signals vp so modifiziert, daß ein Signal P'vp'
Aß
;ebildet wird, wobei P' der Verstärkungsfaktor des
Uliedes 522 ist. Das Ausgangssignal P'vp des in seinem
Verstärkungsfaktor veränderbaren Gliedes 522 wird auf
iie Schwellenschaltung 426 gegeben, worin die oberhalb :ines vorbestimmten Schwellenwerts liegenden Teile >
des Signals P'vp unterdrückt werden, um Störspitzen zu
beseitigen. Der vorbestimmte Schwellenwert der Schaltung 526 kann abhängig von der Amplitude des
Signals P'v/ geregelt werden, wie es mit der gestrichelten Linie 530 angedeutet ist. Der Schwellenwert
kann auch abhängig von der Amplitude des Leuchtdichtesignals geregelt werden, wie es durch die
mit »Kontrastregler« beschriftete gestrichelte Linie angedeutet ist.
Die modifizierte Form des Signals P'vp und das
Signal b' werden auf eine Summierschaltung 528 gegeben, wo sie algebraisch miteinander addiert
werden, um das Ausgangsstgnal v0' zu bilden.
Die Arbeitsweise der Leuchtdichteschaltung nach F i g. 5 sei als Beispiel für den Fall erläutert, daß Ti' und
T{ gleich ^,ist, wobei f die Frequenz einer Komponente
des Signals v/ sei, die unerwünschterweise im Leuchtdichtekanal 16 nach F i g. 1 vorhanden sein kann,
z. B. die Frequenz eines Farbhilfsträgers oder eines Tonhilfsträgers. Außerdem sei als Beispiel der Fall
angenommen, daß die Summierschaltung 518 die Signale a', b' und c' vor ihrer Vereinigung mit
Gewichten T, 1 und ^ bewertet. Mit diesen Werten
ergeben sich folgende Beziehungen zwischen den Signalen vp, F'vp'und v0' und den verzögerten Signalen
a'./j'undc':
v'p = h' - y (a' + c'),
(5)
(6)
(7)
35
40
45
Allgemein ist es zweckmäßig, die verzögerten Signale
N' T'
a'und c'zeitlich um ein vorbestimmtes Intervall —r— zu
a'und c'zeitlich um ein vorbestimmtes Intervall —r— zu
beabstanden, wobei N' eine ganze Zahl und T der
Kehrwert der Frequenz Pist. Der Bereich für N'umfaßt
vorzugsweise ganze Zahlen zwischen 2 und 5. Im vorstehend genannten Beispiel wurde für N' die Zahl 4
gewählt. In anderen besonderen Fällen können auch andere Werte für W geeignet sein.
Die Fig.6 zeigt in graphischer Darstellung die Frequenzgänge der Amplitude, die den Signalen b',
Vp, P'vp' und Vo' zuzuordnen sind. Der
Frequenzgang für b' ist flach, d. h. relativ breitbandig. Der für -j(a'+c') zutreffende Frequenzgang der
Amplitude ist eine Kosinusfunktion mit einer Periode von P und einer Minimumamplitude bei ungeradzahligen
Vielfachen von -x-P. Die Frequenzgänge der
Amplitude für vp und P'vp' sind relativ schmalbandig
und haben Amplituden vom Wert 0 bei Gleichstrom und bei ganzzahligen Vielfachen von P und Spitzenamplituden
bei ungeradzahligen Vielfachen von , /'. Der Frequenzgang für v0' hat eine Spitzenamplitude bei
ungeradzahligen Vielfachen von , /"'und eine Amplitude
von 1 bei Gleichstrom und bei ganzzahligen Vielfachen von /'. Die F i g. 6 zeigt ais Beispiel den Fall, daß p'gleich
0,5 ist, was dazu führt, daß die Spitzenamplitude, d. h. das Amplitudenmaximum, von V0' gleich 2 ist.
Es ist festzustellen, daß vo' bei -5-P relativ angehoben
und bei /' relativ abgeschwächt ist. Wenn für /' die
Frequenz des Farbhilfsträgers (d.h. 3,58 MHz im Falle der USA.-Fernsehnorm) gewählt wird, dann werden
daher Signale in der Umgebung des Farbhilfsträgers (d.h. Farbartsignale) relativ abgeschwächt, während
Signale in der Umgebung von 1,8MHz (d.h. relativ hochfrequente Leuchtdichtesignale) relativ angehoben
werden. Da beim vorliegenden Beispiel die Amplitude bei 3,58 MHz gleich 1 ist, kann es zweckmäßig sein,
entweder vor oder hinter der signalbehandelnden Schaltung nach F i g. 5 ein Filter oder eine Bandsperre
vorzusehen, um Farbartsignale weiter zu dämpfen.
Es sei ferner darauf hingewiesen, daß die Amplitudensprünge von V0' jeweils einen Vorschwinger (Unterschwung)
und einen Nachschwinger (Überschwung) enthalten, durch welche die Amplitudensprünge akzentuiert
werden, indem ein von V0' wiedergegebenes Bild direkt vor einem Übergang von beispielsweise Weiß
nach Schwarz weißer als in der Originalszene erscheint und direkt nach dem Übergang schwärzer als in der
Originalszene. Diese Unter- und Überschwünge werden beeinflußt durch die verzögerten Signale a'und c". Die
Unter- und Überschwünge stehen außerdem im Zusammenhang mit der Phasenlinearität der Leuchtdichteschaltung
nach F i g. 5. Im vorstehenden Beispiel wurden die verzögerten Signale a' und c' so gewählt,
daß im wesentlichen gleiche Unter- und Überschwünge entstehen, was einen linearen Frequenzgang der Phase
bedeutet. Die verzögerten Signale a' und c' können jedoch auch so gewählt werden, daß sie ungleiche
Unter- und Überschwünge erzeugen, um in anderen Teilen des Empfängers nach F i g. 1 vorkommende
Phasen-Nichtlinearitäten zu kompensieren.
Wenn man P' zur Änderung der Amplitude des angehobenen Teils des für v0' geltenden Frequenzgangs
verstellt, dann wird die Amplitude des für vo' geltenden
Frequenzgangs bei Gleichstrom oder bei P nicht beeinflußt. Somit wird bei Verstellungen von P' weder
die von v0' bestimmte Helligkeit noch die Dämpfung unerwünschter Signalteile von vo' beeinträchtigt.
Da P'Vp'ein relativ schmalbandiges Signal ist, welches
einen verhältnismäßig weit oben liegenden Frequenzbereich besetzt, werden durch den amplitudenunterdrükkenden
Betrieb der Schwellenschaltung 526 nach F i g. ί relativ niederfrequente Komponenten nicht beeinflußt
Daher beeinträchtigt die Schaltung 526 nicht die Grauskala derjenigen Teile eines von v0' wiedergegebe
nen Bildes, die sich auf relativ niederfrequent« Komponenten von vo' beziehen.
Die Schaltung 526 verhindert auch einen übermäßi gen Strahlstrom und eine damit verbundene Defokus
sierung des Leuchtflecks, die bei übermäßig großei Unter- und Überschwüngen auftreten könnte, wenn f
unbeabsichtigt über eine zulässige Grenze hinaus erhöh wird.
Das relativ breitbandige Signal b' und die von de Leuchtdichteschaltung nach F i g. 5 erzeugte modifiziei
709 537/4
des relativ schmalbandigen Signals P'vp'
π ihrer zeitlichen Lage im wesentlichen i haben auch die richtige Polarität, so daß sie
Bildung des Signals v</ vereinigt werden
die Erfindung vorstehend anhand spezieller gsformen beschrieben wurde, können ver-
schiedene zusätzliche Modifikationen vorgenommen werden. Anstatt das Breitbandsignal und das Schmalbandsignal
jeweils durch Teile eiiies Transversalfilters zu erzeugen, können auch andere Mittel vorgesehen
werden, um Signale zu bilden, deren Frequenzgänge der Amplitude ähnlich denjenigen des Breitbandsignals und
des Schmalbandsignals sind.
Hierzu 5 Blatt Zeidiiumuen
Claims (11)
1. Einrichtung zur Unterdrückung von Einschwing-Störspritzen
in Fernsehsignalen mit einer Quelle für Videosignale, einer auf die Videosignale
ansprechenden Breitbandanordnung zur Gewinnung eines relativ breitbandigen Signals, welches
Komponenten im Bereich zwischen 0 Hz und einer Frequenz / enthält, ferner mit einer auf die
Videosignale ansprechenden und ein Schmalbandsignal liefernden Schmalbandanordnung, deren Frequenzgang
der Amplitude eine Maximalamplitude bei einer zwischen 0 Hz und / liegenden Frequenz
hat und eine niedrigere Amplitude bei der Frequenz 0 Hz und bei der Frequenz /hat, gekennzeichnet
durch eine auf das Schmalbandsignal (vp) ansprechende Schwellenschaltung (126), welche
oberhalb eines vorbestimmten Schwellenwerts liegende Amplitudenteiie des Schmalbandsignals unterdrückt,
und eine Ausgangsschaltung (128), welche das amplitudenbegrenzte Schmalbandsignal mit dem
Breitbandsignal (vb) zu einem Ausgangssignal (v0)
derart vereinigt, daß die hochfrequenten Signalkomponenten angehoben sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmalbandanordnung (120) einen
Frequenzgang der Amplitude aufweist, dessen Amplitude bei 0 Hz und bei /im wesentlichen gleich
Oist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwellenschaltung (126)
eine Anordnung (452) zum Abschneiden der oberhalb des vorbestimmten Schwellenwerts liegenden
Amplitudenteile enthält.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die SchweL'enschaltung (126)
eine Einrichtung enthält, welche die oberhalb des vorbestimmten Schwellenwerts liegenden Amplitudenteile
invertiert.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitverzögerung des Breitbandsignals
(vb) bezüglich des Videosignals (vi) im
wesentlichen gleich ist der Zeitverzögerung des Schmalbandsignals (vp) bezüglich des Videosignals.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Quelle (12) der
Videosignale (v,) eine Verzögerungseinrichtung
(110; 510) verbunden ist, die eine Vielzahl von Anschlüssen (112a, 1126,112(/JZUr Abnahme von in
unterschiedlichem Maß verzögerten Signalen aufweist; daß die Schmalbandanordnung (120) ein
erstes kombiniertes Signal (vp) liefert, welches die
Summe mindestens zweier der verzögerten Signale (a+d) ist, die zueinander um ein Zeitintervall von im
wesentlichen gleich N772 verzögert sind, wobei T der Kehrwert der Frequenz /und N eine ganze Zahl
ist; daß die Breitbandanordnung (118; 518) das Breitbandsignal aus mindestens einem weiteren der
verzögerten Signale gewinnt und das Breitbandsignal eine Verzögerungszeit hat, die gleich ist dem
Mittelwert der Verzögerungszeiten der das erste kombinierte Signal bildenden Signale; daß die
Schmalbandanordnung (120) das Schmalbandsignal durch Vereinigung des Breitbandsignals mit dem
ersten kombinierten Signal gewinnt
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schmalbandanordnung (120) die
Differenz zwischen dem Breitbandsignal (vb) und
dem ersten kombinierten Signal (a+d) bildet.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsschaltung (128) die
Summe des modifizierten Schmalbandsignals (Pvp) mi! dem Breitbandsignal (vt,) bildet
9. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Schmalbandanordnung (120, 122)
eine Einrichtung (124) enthält, welche die Maximalampiitude
des Frequenzgangs abhängig von einem Steuersignal beeinflußt
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwellenschaltung eine auf
das besagte Steuersignal ansprechende Einrichtung zur Beeinflussung des vorbestimmten Schwellenwerts
enthält.
11. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breitbandanordnung und
die Schmalbandanordnung durch einen auf die Videosignale ansprechenden Transvcsal-Entzerrer
gebildet sind, der relativ hochfrequente Komponenten der Videosignale anhebt, um ein Ausgangssignal
mit Ucterschwüngen und Überschwüngen zur Betonung von Amplitudensprüngen zu erzeugen,
und daß die Schwellenschaltung mit dem Transversal-Entzerrer gekoppelt ist, um in Weißrichtung der
Videosignal-Amplitudensprünge gehende Unterschwünge und Überschwünge im Sinne einer
Verringerung der Beeinträchtigung der Detailwiedergabe durch einen vorbestimmten Pegel in
Weißrichtung überschreitende Amplitudensprünge zu dämpfen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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