DE2612330A1 - Nichtfettige hautschutzmittel - Google Patents
Nichtfettige hautschutzmittelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft nichtfettige, okklusive Hautschutzmittel
zur örtlichen Anwendung.
Okklusive Hautschutzmittel, wie erweichende Salben und Handlotionen
sind seit vielen Jahren erhältlich. Im allgemeinen haben diese Produkte eine ölige oder fettige Beschaffenheit
und sind daher in bezug auf Hautgefühl und Aussehen unangenehm.
Es wurde versucht, diese fettige Beschaffenheit durch Zusatz
von Dickmitteln zu der erweichend wirkenden Grundlage, wie einem tierischen oder mineralischen öl, zu beseitigen. Bei
diesen Mitteln wird ein Dickmittel, wie Polyäthylenpulver in
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ORIGINAL INSPECTED
der erweichenden Grundlage bei erhöhten Temperaturen gelöst und die erhaltene ITdsung wird anschließend rasch zu einem Gel
abgekühlt. Jedoch behalten die gemäß diesem Verfahren hergestellten Produkte ihre fettige Beschaffenheit. Ferner sind diese
Produkte syneristisch, d.h. die erweichende Grundlage scheidet
sich beim Stehen vom Dickmittel ab.
Versuche, den vorgenannten Gelprodukten Antisyneresemittel zuzusetzen,
konnten die fettige Beschaffenheit dieser Produkte nicht beseitigen. Da die letztgenannten Mittel keine große
syneristische Y/irkung ausüben, behalten die Produkte ihre vom ästhetischen Standpunkt aus nachteilige Beschaffenheit. .
Ein weiterer Vorschlag zur Beseitigung der fettigen Beschaffenheit
von derartigen Produkten besteht darin, einer fettigen Grundlage, wie Petrolatum, eine hydrophobe Stärke zuzusetzen,
die Stärkeester mit hydrophoben Gruppen und komplexe Äther von Stärke enthält. Obwohl diese Stärken in Wasser nicht leicht
quellen, absorbieren sie das Wasser von der Haut und sind deshalb für derartige okklusive, nichtfettige Hautschutzmittel
nicht geeignet.
Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile so weit wie möglich zu beseitigen und nichtfettige, okklusive
Massen zur Verfugung zu stellen, die sich zur Herstellung ύοώ.
Hautbefeuchtungsmitteln, Hautkosmetika und als Träger für Arzneistoffe eignen.
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Gegenstand der Erfindung sind nichtfettige, okklusive Massen zur örtlichen Anwendung auf der Haut auf der Basis von fettigen,
okklusiven Massen, -enthaltend eine viskose Grundlage aus der Gruppe festes Petrolatum, tierische Öle, mineralische Öle
und synthetische Öle, wobei die Öle durch Wachse oder Kohlenwasserstoff
polymerisate eingedickt sind, die dadurch gekennzeichnet sind, daß die fettige, okklusive Grundlage durch Vermischen
von etwa 40 bis 90 Gewichtsteilen, vorzugsweise etwa
60 bis 90 Gewichtsteilen, der viskosen Grundlage mit etwa
bis 60 Gewichtsteilen, vorzugsweise etwa 10 bis 40 Gewichtsteilen,
eines festen, reizlosen, salbenbildenden Pulvers mit einem Zahlenmittel des maximalen Durchmessers von höchstens etwa
. 30 μ, das die viskose Grundlage bei Temperaturen unter etwa 500G
nicht absorbiert, in einen nichtfettigen, okklusiven Zustand versetzt worden ist.
Die Massen der Erfindung haben einen geringen Glanz und wirken daher nichtfettig. Somit sind sie vom ästhetischen Standpunkt '
aus gefällig. Sofern die Massen nicht gefärbt sind, sind sie nach der Anwendung praktisch unsichtbar, was ihre ästhetische
Wirkung unterstreicht. Die Massen der Erfindung werden von den Hautflächen, auf die sie aufgebracht sind, praktisch nicht auf
Möbel oder Kleidungsstücke übertragen. Eine Beschmutzung von Gegenständen ist somit nicht zu befürchten. Ferner zeigen diese
Massen keine Synerese. Ferner ist auch kein Austrocknen, Abschälen oder. Springen nach der Anwendung zu befürchten. Trotz
dieser Eigenschaften weisen die Massen der Erfindung eine gute Wasserfestigkeit auf. Sie können aber trotz ihrer okklusiven
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Beschaffenheit leicht mit Wasser und Seife entfernt werden. Ferner absorbieren .die Massen der Erfindung keine wesentlichen
Wassermengen von der Haut.
Überraschenderweise werden diese günstigen Eigenschaften durch den Zusatz von relativ großen Mengen eines festen, reizlosen,
im wesentlichen nicht - absorbierenden Pulvers erreicht. Dieses Ergebnis war nicht vorauszusehen, da zu erwarten war,
daß der Zusatz ύοώ. relativ großen Mengen eines derartigen Pulvers
nicht streichfähige Pasten ergeben würde.
Die hier verwendeten Ausdrücke "okklusive Masse" und "nichtfettige Masse" haben folgende Bedeutung:
a) Okklusive Masse:
. Eine Masse, die die Feuchtigkeitsdampfdurchlässigkeit
durch ein erstes poröses Substrat bei bestimmten Bedingungen um mindestens 30 Prozent vermindert.
b) Fichtfettige Masse:
Eine Masse, die weniger als etwa 5 mg Material von - einem zweiten porösen Substrat auf ein "Whatman"
Nr. 4-Filterpapier von 4,25 cm Durchmesser unter bestimmten
Bedingungen überträgt.
Die Verfahren zur Bestimmung der Feuchtigkeitsdampfdurchlässigkeit
und der Materialübertragung sowie die Beschaffenheit der verwendeten porösen Substrate sind nachstehend erkäutert.
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Im allgemeinen beträgt der Anteil der viskosen Base in der nichtfettigen Masse- der Erfindung etwa 40 bis 90 Gewichtsprozent
und vorzugsweise etwa 60 bis 90 Gewichtsprozent. Wie bereits erwähnt,- können eine Reihe von verschiedenen viskosen
Basen verwendet werden. Beispiele dafür sind festes Petrolatum oder tierische, mineralische und synthetische Öle, die durch
ein Dickmittel eingedickt sind.
Festes Petrolatum besteht aus einem Gemisch von Kohlenwasserstoffen
(einschließlich Mineralöl und mikrokristalline Kohlenwasser st off wachse) von einer solchen Beschaffenheit, daß das
-geschmolzene Material beim Abkühlen auf normale Raumtemperatur, beispielsweise 25 C, zu einem durchscheinenden, anscheinend
amorphen oder gallertartigen Material geliert. Üblicherweise wird festes Petrolatum aus asphaltfreiem rohem Petroleum durch
destillative Entfernung von flüchtigeren Fraktionen gewonnen.
Demzufolge enthält Petrolatum eine große Menge an Ölen von verschiedenartigsten Viskositäts- und Molekulargewichtswerten,
einschließlich mehr oder weniger grobkristalline Paraffine, die handelsüblichem Paraffinwachs sehr ähnlich oder mit diesem
identisch sind. In letzter Zeit wurde festes Petrolatum synthetisch hergestellt, indem man Mineralöl und mikrokristalline
Wachse und/oder Paraffinwachse mit dem Ziel vermischte, ein
halbfestes Gemisch von Kohlenwasserstoffen zu erhalten.
Spezielle Beispiele für handelsübliche, feste Petrolatumpro- . dukte sind "Vaseline Petroleum Jelly" (Handelsbezeichnung der
Cheesebrough-Ponds, Inc.), "Aquaphor" (Handelsbezeichnung der
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Duke laboratories) und "Piastibase" (Handelsbezeichnung der Firma Squibb).
mineralischen, Erfindungsgemäß können eine Reihe von tierischen ,/pflanzlichen
oder synthetischen Ölen verwendet werden. Sie können in bezug auf ihre Viskosität stark variieren. So können bei Raumtemperatur
dünnflüssige Öle oder solche, die bei Raumtemperatur nicht fließen, verwendet werden.. Vorzugsweise liegt die Viskosität
im Bereich von 5 bis 100 Centipoise bei etwa 25°C. Ferner
bewirken sie vorzugsweise keine Hautreizung.
Spezielle Beispiele für tierische Öle sind Gemische aus aeetylierten
Lanolinalkoholen, wie die unter der Handelsbezeichnung "Acetulan" der Firma American Cholesterol Products erhältlichen
Produkte, und Gemische von Fettsäuren,wie unter der Handelsbezeichnung
"Emulan" der Firma Bmulin, Inc., erhältliche Nerzöle.
Ferner kann als viskose Grundlage auch Lanolin verwendet werden.
Spezielle Beispiele für Mineralöle sind Gemische aus schwerflüssigen
Petroleumkohlenwasserstoffen, wie die unter der
Handelsbezeichnung "Uujöl" der Firma Plough, Inc. erhältlichen
Produkte, und leichte Mineralöle, wie die unter der Handelsbezeichnung
"Drakeol" der Firma Pennsylvania Refining Co. erhältlichen Produkte.
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Spezielle Beispiele für synthetische Öle sind Isopropylmyristat,
Oleylmyristat, Methyl-, Isopropyl- und Butylester von Fettsäuren,
sowie Acetoglycerinester.
Eine bevorzugt verwendete Klasse von Ölen sind die Mineralöle. Besonders bevorzugt sind schwere Mineralöle, sofern ein hoher
Grad an Okklusivität erwünscht ist, während leichte Mineralöle
bevorzugt werden, wenn ein hoher Grad an Wirkstoff-Freisetzung beabsichtigt ist.
Eine Reihe von Verbindungen haben sich als wertvolle Dickmittel für tierische, mineralische und synthetische Öle vor deren Umwandlung
in nichtfettige Massen erwiesen. Im allgemeinen werden diese in Mengen von etwa 4 bis etwa 12 Gewichtsprozent, bezogen
auf die nichtfettige Masse, zugesetzt. Beispiele für derartige Dickmittel sind Polyolefine und im wesentlichen gesättigte, aliphatische,
monomere Verbindungen mit mindestens 12 Kohlenstoffatomen pro Molekül. Diese Dickmittel sind bei Raumtemperatur,
beispielsweise'25°C, fest und absorbieren die Öle beim Erwärmen
auf etwa 50 bis 150 G. Die genaue Menge des Dickmittels hängt
von der Viskosität des Öls, bzw. der einzudickenden viskosen Grundlage, dem Molekulargewicht des Dickmittels und dem gewünschten
Endprodukt ab. .
Vorzugsweise werden Dickmittel verwendet, die teils kristallin und teils amorph sind. Obgleich die genaue Wirkungsweise dieser
Dickmittel nicht bekannt ist, wird angenommen, daß der kristalline Teil das .Öl beim Erwärmen auf erhöhte Temperaturen, beispiels-
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weise über 5O0C, nicht absorbiert, während der amorphe Anteil
"das Öl beim Erwärmen" auf erhöhte Temperaturen absorbiert. Somit
ergibt sich, daß der kristalline Anteil nicht quillt und somit die Gesamtbeschaffenheit des Mittels aufrechterhält,
während der amorphe Anteil quillt. Beim Abkühlen auf Temperaturen unter etwa 50 C bindet der gequollene amorphe Anteil die
viskose Grundlage und führt infolgedessen zu einer Verdickung derselben.
Als Dickmittel geeignete Polyolefine weisen 2 bis 6 Kohlenstoffatome
in den Struktureinheiten auf. Spezielle Beispiele für entsprechende Polyolefine sind Polyäthylen, Polypropylen, PoIybutylen,
Polymethylbutylen und Olefin-Acetat-Copolymerisate
wie Äthylen-Vinylacetat-Copolymerisate. die unter der Handelsbezeichnung
"Microthene" FE-532 der Firma U.S.I. Chemical Co. erhältlich sind. Unter der Handelsbezeichnung "Epolene C-H"
der Firma Eastman Chemical Co. ist ein entsprechendes Polyäthylen erhältlich. Polyäthylen wird vorzugsweise als Dickmittel
verwendet.
Spezielle Beispiele für gesättigte, aliphatische, monomere Verbindungen, die sich als Dickmittel eignen, sind Cetylalkohol,
Stearinsäure, Cholesterin und Glycerinmonostearat.
Das Dickmittel wird vorzugsweise zusammen mit einer geringen
Menge, beispielsweise etwa 0,3 bis etwa 0,5 Gewichtsprozent des Öls, eines unvulkanisierten, amorphen, elastomeren Blockcopolymerisats
verwendet. Das Bloekcopolymerisat besteht aus
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endständigen, glasartigen, harzartigen Polymerblöcken und einem zentralen, elastomere Polymerblock, wobei die endständige,
glasartige oder harzartige Gruppe eine Glasumwandlungstemperatur oberhalb der Raumtemperatur (z.B. 25°0) und ein durchschnittliches
Molekulargewicht "von 2000 bis 100 000 aufweist. Der Anteil der terminalen Gruppen beträgt etwa 15 Prozent des Gesamtgewichts
des Blockcopolymerisats. Der elastomere Block besteht aus einem konjugierten Dien, dessen Glasumwandlungstemperatur
unterhalb der der terminalen Gruppen liegt. Ein besonders wertvolles amorphes, unvulkanisiertes, elastomeres Blockcopolymerisat
dieser Art weist terminale Styrolblöcke und zentrale. Isoprenblöcke auf. Dieses Produkt ist unter der Handelsbezeichnung
"Kraton" 1107 der Firma Shell Chemical Co. erhältlich.
Zahlreiche Verbindungen sind geeignet, die viskose Grundlage in einen nichtfettigen Zustand zu versetzen. Im allgemeinen
sind diese, im folgenden als salbenbildende Pulver bezeichneten Verbindungen bei Raumtemperatur, d.h. 25°C, fest, weisen ein
Zahlenmittel der maximalen Größe von höchstens etwa 30 u auf und reizen vorzugsweise die menschliche Haut nicht. Die salbenbildenden
Pulver absorbieren die viskose Grundlage bei Temperaturen unter etwa 5O0C nicht, sondern versetzen diese durch
Absorption bei den genannten Temperaturen in einen nichtfettigen Zustand. Vorzugsweise beträgt ihr Anteil etwa 10 bis 60 Gewichtsprozent,
vorzugsweise 10 bis 40 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der nichtfettigen Masse. Es können organische oder
anorganische Verbindungen verwendet werden. Sie können eine
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beliebige Form aufweisen, wobei Pulver aus kugelförmigen Teilchen
bevorzugt sind—
Als organische salbenbildende Pulver eignen sich beispielsweise die gleichen Polyolefine, die auch als Dickmittel· verwendet
werden können. Es ist jedoch festzuhaiten, daß durch Vereinigung einer zum Eindicken erforderlichen Menge dieser Polyolefine mit
einer zur Salbenbildung erforderlichen Menge und anschließende
Zugabe dieser vereinigten Menge zu einem Öl während des Eindickens, wie nachstehend beschrieben, nicht die Massen der Erfindung erhalten
werden, da man dadurch zu hochviskosen Gelen (beispielsweise 100 000 Centipoise oder mehr) gelangt, die sowohl fettig
-als auch nicht streichfähig sind. Setzt man eine derartige vereinigte Menge dieser Polyolefine während der nachstehend erläuterten
Salbenbildungsstufe zu, so erhält man eine hochviskose (beispielsweise 100 000 Centipoise oder mehr), nicht streichfähige
Paste. Infolgedessen muß die als Dickmittel erforderiiche
Menge dieser Polyolefine während der Eindickungsstufe und die zur Salbenbildung erforderliche Menge dieser Polyolefine während
der Salbenbildungsstufe zugesetzt werden.
Entsprechende salbenbildende Polyolefinpulver weisen 2 bis 6
Kohlenstoffatome in den Struktureinheiten und ein durchschnittliches
Molekulargewicht von etwa 3000 bis etwa 150 000 auf. Beispielsweise können Polyolefinpulver, wie Polyäthylenpulver,
verwendet werden. Ein entsprechendes Polyäthylenpulver ist unter der Handelsbezeichnung "Microthene" FE-510 der Firma U.S.I.
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Chemical Cp. erhältlich. Dieses Pulver aus kugelförmigen Teilchen
weist ein Molekulargewicht von 14-0 000, eine Dichte von
etwa 0,924j einen Schmelzindex von etwa 5 g/10 min und ein
Zahlenmittel der maximalen Abmessung von etwa 20 μ auf. Ein
weiteres entsprechendes Polyäthylenpulver ist unter der Handelsbezeichnung "Microthene" FA-520 der Firma IJ.S.I. Chemical Co.
erhältlich. Dieses Pulver aus kugelförmigen Teilchen weist eine
Dichte von etwa 0,962, einen Schmelzindex von etwa 17 g/10 min und ein Zahlenmittel der maximalen Abmessung von höchstens 20 μ
auf. Weitere entsprechende Pulver sind Xthy.len-Vinylacetat-Copolymerisate,
wie das unter der Handelsbezeichnung "Microthene ■ΪΈ-532" der Firma U.S.I. Chemical Co. erhältliche Produkt.
Dieses Pulver weist eine Dichte, von etwa 0,928, einen Schmelzindex
von etwa 9 g/10 min und ein Zahlenmittel der maximalen Teilchengröße von 30 μ auf. Ein bevorzugtes organisches, salbenbildendes
Pulver ist Polyäthylen.
Beispiele für entsprechende anorganische, salbenbildende Pulver sind unlösliche Silicate, wie hydratisierte Magnesium- und
Aluminiumsilicate. Das auch unter der Bezeichnung "Talcum" bekannte hydratisierte Magnesiumsilicat ist ein sehr feines,
geruchloses, kristallines Pulver, das weiß bis gräulich gefärbt ist. Hydratisiertes Aluminiumsilicat, das auch unter der Bezeichnu'ng"Bentonit"
bekannt ist, ist ein sehr feines, kristallines Pulver mit.einer cremefarbenen bis schwachbraunen Färbung.
Die Handhabbarkeit der Massen der Erfindung wird vorzugsweise durch Zusatz von Konsistenzmodifikatoren verbessert. Der Anteil
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dieser Zusätze kann etwa 8 bis 50 Gewichtsprozent der nichtfettigen
Masse betragen. Diese Konsistenzmodifikatoren können bei Raumtemperatur (beispielsweise 25°C) fest oder flüssig sein,
lösen bei Raumtemperatur weder das Dickmittel noch das salbenbildende
Pulver und bewirken keine Hautreizung.
Entsprechende Konsistenzmodifikatoren sind tierische und synthetische Öle, die auch als ein Teil der viskosen Grundlage
Verwendung finden. Weitere Konsistenzmodifikatoren sind einwertige Alkohole mit etwa 3 bis 16 Kohlenstoffatomen, wie Propylalkohol
und Octylalkohol, mehrwertige Alkohole, wie Propylen-.glykol,
Butylenglykol, Glycerin, Dipropylenglykol, Polyäthylenglykol
und Polypropylenglykol, und flüssige Ester von Dicarbonsäuren, wie Triäthylenglykoldiäthylbutyrat, Di-(2-äthylhexyl)-adipat
und Glycerinmonostearat. Ferner kann auch eine geringe Menge an Wasser, das vorzugsweise entionisiert ist, als Konsistenzmodifikator
verwendet werden. Weitere wertvolle Konsistenzmodifikatoren sind öllösliche Fettsäure-Polypeptid-Kondensate,
die durch Umsetzung von Fettsäuren und Collagen hergestellt werden. Ein derartiges Polypeptid-Kondensat ist unter der
Handelsbezeichnung "Crotein IP" der Firma Croda, Inc. erhältlich.
Die Konsistenzmodifikatoren können einzeln oder im Gemisch eingesetzt werden. Ein bevorzugtes Gemisch enthält etwa 34 Gewichtsprozent
öllösliches Fettsäure-Polypeptid-Kondensat, 16,5 Gewichtsprozent acetylierte Lanolinalkohole, 16,5 Gewichtsprozent
flüssiges Lanolin, 16,5 Gewichtsprozent Cetylalkohol und
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16,5 Gewichtsprozent entionisiertes Wasser,
Die Konsistenzmodifikatoren können direkt dem verwendeten Öl
in der viskosen Grundlage vor dem Eindicken oder auch nach dem ■Eindicken zugesetzt werden. Die Zugabe vor dem Eindicken bewirkt
eine Konzentrationsverminderung einer gegebenen Menge
des D.iekmittels, wodurch dessen Wirkung vermindert wird. Somit
ist es notwendig, zur Erreichung eines gewünschten Ergebnisses mehr Dickmittel zuzusetzen. Jedoch erhält man bei beiden ?erfahren
ein zufriedenstellendes Produkt,
.Als weitere Bestandteile können die Massen der Erfindung- beispielsweise mit farbgebenden Mitteln, wie Pigmenten oder Farbstoffen, versetzt werden. Dies ist beispielsweise bei der Herstellung
von Kosmetika zum Überdecken von Schönheitsfehlern oder bei Lidschatten-Kosmetika der Pail, Zur Herstellung von
Massen mit pharmakologischer Wirkung können Arzneistoffe wie
keratolytisehe Hilfsstoffe, Corticosteroide, Antibiotika, wii
Bacitracin, lieomyeinsulfat, Polymycin B-sulfat5 zugesetzt wurde
Diese Arzneistoffe werden bei der Anwendung aus den Mass@n frei»
gesetzt.
Die Massen der Erfindung können nach verschiedenen Verfahre»
hergestellt werden. Beispielsweise wird ein Dickmittel in öl oder in festem.Petrolatum gelöst, wobei es im allgemeinen night
•notwendig ist, festes Petrolatum einzudicken. Zum Eindicken
werden die Bestandteile so lange unter Rühren auf Temperaturen von etwa 50 bis 15Q0C, vorzugsweise 100 bis 130 C erwärmt, bis
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. die ursprünglich, trübe Lösung klar wird. Anschließend wird
die Lösung auf Temperaturen unter etwa 5O°G abgekühlt, wodurch eine eingedickte viskose Grundlage entsteht. Die Abkühlungsgeschwindigkeit
ist für die praktische Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht entscheidend. Es können beliebige
Yfärmeaustausehverfahren angewendet werden. Die eingedickte viskose Grundlage wird anschließend durch Vermischen mit ei.neT
modifizierend wirkenden Menge eines salbenbildenden Pulvers vermischt, wodurch eine einheitliche, nichtfettige, okklusive
Masse entsteht. Vorzugsweise wird dieser Mischvorgang bei Temperaturen unter etwa 500G in beliebigen Vorrichtungen durchgeführt,
die ein gründliches Vermischen mit der viskosen Grund-. lage gewährleisten, beispielsweise in einer Dreiwalzenmühle.
Sine andere Möglichkeit zur Herstellung der Massen der Erfindung
besteht darin, einen modifizierend wirkenden Anteil eines salbenbildenden Pulvers mit festem Petrolatum zu vermischen.
Andere Bestandteile können vor oder nach dem Versetzen der viskosen Grundlage in den nichtfettigen Zustand zugesetzt werden.
Das genaue Herstellungsverfahren wird von Fall zu Fall bestimmt und durch Faktoren, wie die Viskosität der verwendeten Grundlage
und die gewünschte Konsistenz des Endprodukts, beeinflußt. Gegebenenfalls können auch mehrere viskose Grundlagen oder Eindicker
zur Herstellung der Massen der Erfindung verwendet werden.
Die Massen der Erfindung können in Form von Salben, Cremes oder
Lotionen vorliegen. Cremes oder Lotionen können beispielsweise
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nach einem Emulsionsverfahren hergestellt werden. Bei dieser Herstellungsart wifd eine nichtfettige Salbe, d.h. eine nichtfettige Masse mit weniger als etwa 20 Gewichtsprozent Wasser,
mit einem Emulsionsmittel, wie Triäthanolaminstearat, und einem
Streckmittel, wie Wasser, unter hohen Scherkräften versetzt, so daß eine Emulsion der nichtfettigen Salbe im Streckmittel
entsteht. Ferner können auch andere Bestandteile, wie puffernd wirkende Substanzen, trübend wirkende Mittel, Duftstoffe und
Konservierungsmittel zugesetzt werden.
TJm von den unterschiedlichen Eigenschaften der menschlichen Haut unabhängig zu sein, wurde ein Verfahren zur Bestimmung der
Okklusivität von verschiedenen Massen entwickelt. Die Okklusivitat wird bestimmt, indem man zunächst den Wasserverlust durch
ein erstes poröses Standardsubstrat ohne Anwendung eines okkludierend
wirkenden Mittels (Kontrolle) und anschließend den Wasserverlust durch das Substrat nach Aufbringen einer dünnen
Schicht eines okkludierend wirkenden Mittels mißt. Der Wasserverlust wird als Feuchtigkeitsdampfdurchlässigkeit (MYT) angegeben
und nach folgender Gleichung berechnet:
■ W
MVT =
■ AT
In dieser Gleichung bedeutet W das Gewicht des verlorenen
Wassers in mg, A die für den Dampfdurchlaß zur Verfugung stehen-
de Fläche in cm und T die Zeit in Stunden, während der die
Dampfdurchlässigkeit bestimmt wird. · '
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Anschließend wird die prozentuale Okklusivität (Prozent Occ) nach, folgender Gleichung berechnet:
MYT
foOcc = 100 Z"1- jj^S
In dieser Gleichung bedeutet MVT und MVQ? die Feuchtigkeits-
S C
dampfdurchiässigkeit durch das okkludierte Substrat bzw. durch
das Kontrollsubstrat.
Dieses Testverfahren zur Messung der Feuchtigkeitsdampfdurchlässigkeit
läßt sich leicht durchführen. Der MVT-Kontrollwert wird gemessen, indem man eine bekannte Menge Wasser (50 bis 60 g)
in ein·0,12 Liter fassendes Flintglasgefäß gibt. Das Gefäß ist
mit einem Metalldeckel versehen, der in der Mitte ein loch mit einem Durchmesser von 2,5 cm aufweist. Ein Stück eines ersten
porösen Substrats wird an einer Aluminiumscheibe befestigt, die in der Mitte ebenfalls ein loch von 2,5 cm Durchmesser aufweist.
Mit dem ersten Substrat wird die Öffnung des Gefäßes bedeckt. Sodann werden eine Messingscheibe und eine Scheibe aus
gehärtetem Polychloropren, die jeweils in der Mitte Löcher mit einem Durchmesser von 2,5 cm aufweisen, auf die Oberfläche des
ersten Substrats, und zwar auf der der Aluminiumscheibe gegenüberliegenden Seite gelegt. Dieser Aufbau aus Substrat und
Scheiben wird auf die Öffnung des Gefäßes gelegt und der Deckel wird anschließend abgedichtet. Die erhaltene "Vorrichtung weist
eine Gesamtfläche von 4»9 cm auf, die für-den Durchlaß von
Feuchtigkeit und Dampf zugänglich ist. Die Vorrichtung wird
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samt ihrem Inhalt 6 bis 24 Stunden in eine Testkammer mit einer relativen Feuchtigkeit von 54 Prozent und einer Temperatur
von 230C gestellt. Ein Luftstrom von 16 bis 30 m/min wird
durch die Kammer geleitet. Anschließend wird die Vorrichtung entfernt, gewogen und weitere 24 Stunden in die Testkammer zurückgestellt.
Sodann wird sie erneut entfernt und gewogen. Der Wasserverlust zwischen zwei Wägungen wird berechnet und zur
Bestimmung des MVT-Kontrollwerts herangezogen.
Der MVT-Wert des zu untersuchenden Materials wird nach dem vorgenannten
Verfahren gemessen, mit der Abänderung, daß man das zu •untersuchende Material mit der Fingerspitze auf das Substrat
aufträgt und auf eine Stärke von 50 p. einstellt. Anschließend
werden die Scheiben und das Substrat auf die Gefäßöffnung gelegt. Die Okklusivität wird nach dem vorbeschriebenen Verfahren und
der angegebenen Formel berechnet.
Bei allen MVT-Messungen wird als Substrat ein poröser Polyurethanfilm
von 127 ρ Stärke verwendet. Dieser wird durch Vermischen
der folgenden Bestandteile unter Bildung einer Paste hergestellt:
"Estane" 57O7-F1 * H,31 g
Dimethylformamid 59»53 g
Natriumchlorid (50$ 5-10 p.) 25,89 g
hellbraunes Sienna-Pigment ** 0,05 g
dunkelbraunes Umbra-Pigment *** 0,25 g
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* Polyurethanharzlösung mit folgenden Eigenschaften:
Gesamtfeststoffgehalt 15 Prozent, Viskosität 670 bis
1290 Centipoise, spezifisches Gewicht 1,20, Zugfestig-. keit 562,4 kg/cm , Elastizitätsmodul bei 300 Prozent
Dehnung 281,2 kg/cm2; Handelsprodukt der Firma B.F. Goodrich Chemical Co., Cleveland, Ohio.
** Unter der Bezeichnung "Sienna Cosmetic Dye" Nr. 2673
(Nonaniline) τοη der Firma Kohnstamm H. und Co., New York, erhältlich.
*** unter der Bezeichnung "Umber Cosmetic Dye" Fr. 1985
(Nonaniline) von der Firma Kohnstamm H. und Co., New York, erhältlich.
Die erhaltene Paste wird mit dem Messer auf einen Polypropylen-Träger
mit einer Breite von etwa 63 cm und einer Stärke von etwa 305 )λ aufgestrichen. Die beschichtete Bahn durchläuft ein
Wasserbad zum Auslaugen von Natriumchlorid und Dimethylformamid. Anschließend"wird sie zu einem endlosen, porösen Film getrocknet,
indem sie mit einer Geschwindigkeit ύοώ. 0,9 m/min einen
Luftzirkulationsofen mit einer Temperatur von 1210C durchläuft.
Bei der Verwendung zur Bestimmung des MVT-Werts wird der Film vom Träger entfernt, entsprechend zugeschnitten und auf die
Öffnung des Gefäßes gelegt.
Zur Bestimmung der nichtfettigen Eigenschaften der einzelnen Massen wurde ein Verfahren entwickelt, bei dem die Materialmenge
gemessen wird, die von einem zweiten porösen Substrat auf ein "Y/hatman" Nr. 4-Filterpapier übertragen wird. Die
Materialübertragung wird gemessen, indem man das zu untersuchende Material auf ein zweites poröses Substrat von 125p.
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Stärke mit den Abmessungen 5 χ 8 cm aufträgt. Eine 50 μ starke
Schicht des zu unt-er suchend en Materials erhält man unter Verwendung
eines unter der Bezeichnung "Multiple-Clearance Film
Applicator" Modell 34, von der Firma Precision Gauge and Tool
Co. erhältlichen Gerät. Ein Whatman Hr. 4-Filterpapier mit 4,25 cm Durchmesser wird gewogen und das zu untersuchende
Material gelegt. Auf das Filterpapier wird 60 Sekunden ein 100 g-Gewicht gelegt. Anschließend werden das
Gewicht und das Papier entfernt und zurückgewogen. Die Menge des zu untersuchenden Materials, die auf das Gewicht und das
Papier übertragen wurde, wird an Hand der Gewichtszunahme bestimmt.
Das zweite poröse Substrat wird durch Mahlen folgender Bestandteile
in einer Zweiwalzenmühle hergestellt:
"Estate" 57O5-F-1 * 87,25 g
Calciumcarbonat 153,25 g
Calciumstearat 2,2 g
"Paraple-x" G-62 ** 4·, 175 g
hellbraunes Sienna-Pigment 1,25 g
dunkelbraunes Umbra-Pigment 1,875 g
* Polyurethanharz der»Firma B.F. Goodrich Chemical Co.,
Cleveland, Ohio. Dieses Produkt entsteht aus 1,00 Mol PoIy-(I,4-butylenadipat)-glykol, 1,85 Mol 1,4-Butandiol
und 2,85 Mol Diphenylmethan-p,p'-diisocyanat.
** Hochmolekularer (Molekulargewicht etwa 1000) epoxidierter
öl-Y/eichmacher mit einer Säurezahl von 0,4 mg KOH/g und
einer Verseifungszahl von 182 mg KOH/g der Firma Rohm &
Haas, Philadelphia, Pennsylvania.
609841/1030
Das gemahlene Produkt wird zu einem Pulver feingemahlen und
anschließend zu einem 250 p.- (- 50^)-FiIm stranggepreßt.
Durch eine uniaxiale 3:1-Reckung wird die Stärke auf 125,U
- 25 ρ reduziert.
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Sofern nichts anderes
.angegeben ist5 beziehen sich Teil- und Prozentangaben auf das
Gewicht.
Eine fettige, viskose Grundlage aus 17,9 Teilen "Fujol" und
0,1 Teile "Kraton" 1107 wird hergestellt, indem man die Bestandteile
4 Stunden bei 130 C konstant rührt, bis eine
klare Lösung entsteht. Sodann werden 2 Teile "Epolene" C-H
in der "Nujol"/"Kraton"-Lösung durch 4 stündiges Erwärmen
der Bestandteile auf 130 C gelöst. Die erhaltene Lösung wird
bei Baumtemperatur (beispielsweise 25°C) zu einer eingedickten, fettigen, viskosen Grundlage abgekühlt. Ein Teil dieser Grundlage
wird durch einfaches Vermischen mit verschiedenen Mengen eines salbenbildenden Pulvers (Polyäthylenpulver, "Microthene"
PN-51Ö und hydratisiertes Magnesiumsilicat) bei Raumtemperatur
in eine einheitliche, nichtfettige, okklusive Masse verwandelt. Die fettige, viskose Grundlage und die nichtfettigen Massen
werden anschließend auf ihre prozentuale Okklusivität und auf ihre Fettigkeit untersucht. Die einzelnen Massen und die Ergebnisse
sind in Tabelle I angegeben.
609841/1030
salbenbildendes Pulver (Teile) Polyäthylen
Olcklusivität
Fettigkeit (mg)
- 21 -
Massen
Viskose Grundlage (Teile)
90
80
10 ' 20
hydratisiertes Magnesiumsilicat
70
30
65
35
35
90
0
0
10
80 0
70
30
65
35
95,9 97,9 96,5 95,2 96,8 91,2 97,8 97,1 92,6 85,4 78,9
6,7 2,6 2,7 1,1 0,6 0,7 4,9 2,3 1,9 1,6 1,5
6,7 2,6 2,7 1,1 0,6 0,7 4,9 2,3 1,9 1,6 1,5
_ 22 _
261233G
Es werden fettige, viskose Grundlagen und okklusive, nichtfettige Massen hergestellt. Zwei lösungen, von denen eine aus
18 g Isopropylmyristat (IPM) und 2 g "Epolene" C-H und die andere aus 18 g "Acetulan" und 2 g "Epolene" C-H besteht, werden
durch 4 stündiges Erhitzen der Bestandteile auf 130 C hergestellt.
Die Lösungen werden anschließend bei Raumtemperatur (beispielsweise 25°C) zu eingedickten, fettigen, viskosen Grundlagen
abgekühlt. Jeweils die Hälfte dieser Grundlagen wird durch Vermischen mit 4,3 g "Microthene" ΈΊΓ-510 in eine gleichmäßige,
nichtfettige, okklusive Masse verwandelt. Die Massen werden anschließend auf ihre Okklusivität und Fettigkeit untersucht.
Die Ergebnisse sind in Tabelle II angegeben.
Okklusivität
Fettigkeit (mg)
IPM
fettige,
viskose
Grundlage
nichtfettige Masse
52,6 6,6
32,2
3,1
"Acetulan"
fettige, nichtviskose fettige Grundlage Masse
61,2
9,0
44,8 1,6
Beispiel 3
6*5 g "Vaseline" werden durch Vermischen mit 3,5 g "Microthene"
M-510 bei Raumtemperatur (beispielsweise 25°C) in eine okklu- '
sive, nichtfettige, gleichmäßige Masse verwandelt.
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6 g "Aquaphor" und 6 g "Piastibase" -werden ebenfalls nach
diesem Verfahren in ekklusive, nichtfettige Massen überführt,
indem man sie mit 4 g "Microthene" M-510 vermischt, bis man
eine gleichmäßige Masse erhält. Unmodifiziertes "Vaseline", "Aquaphor" und "Piastibase" und die nichtfettigen Massen werden
auf ihre Okklusivität und Fettigkeit untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle III zusammengestellt.
"Vaseline" "Aquaphor" "Piastibase"
unmodifi- nicht- unmodifi- nicht- unmodifi- nichtzierte,
fettige zierte. fettige zierte, fettige fettige Masse fettige Masse fettige Masse
Masse Masse Masse
Okklusi- 97,3 97,7 94,6 94,1 95,5 98,2 vität (#)
Fettigkeit 10,4 2,6 17,1 2,8 22,4 2,4 (mg)
Eine viskose Grundlage aus 17,9 g "Drakeol" Nr. 5 und 0,1 g "Kraton" 1107 wird durch 4 stündiges Erhitzen der Bestandteile
auf 130 C unter gleichmäßigem Rühren bis zum Erhalt einer klaren
Lösung hergestellt. Anschließend werden 2 g "Microthene" FN-510
in der "Drakeol"/"Kraton"-Lösung durch 4 stündiges Erhitzen der Bestandteile auf 1300C gelöst. Die erhaltene lösung wird mit
einem Aceton/Trockeneis-Bad auf Raumtemperatur (beispielsweise
25 C) abgekühlt. Die erhaltene eingedickte, fettige, viskose Grundlage wird durch Zusatz von 12 g "Microthene" M-510, 3 g
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Propylenglykol und 0,033 g Dexamethason-tert.-butylacetat
(ein Steroid) in eäi nichtfettiges Arzeneipräparat überführt. Die Bestandteile werden auf einer Dreiwalzenmühle bis zum Erhalt eines gleichmäßigen, nichtfettigen Produkts vermischt.
(ein Steroid) in eäi nichtfettiges Arzeneipräparat überführt. Die Bestandteile werden auf einer Dreiwalzenmühle bis zum Erhalt eines gleichmäßigen, nichtfettigen Produkts vermischt.
Die Steroidfreisetzung aus der Salbe durch okkludierte, haarlose
Mäusehaut wird gemäß dem Verfahren von Pritsch und Stoughton, J. Invest. Dermatol., Bd. 41 (1963), S. 307 bestimmt. Es werden
zwei Versuche durchgeführt. 70 mg des Arzneistoffs werden auf 3ede Mäusehaut aufgebracht. Nach 24 Stunden sind durchschnittlich
1,72 mg (2,44 Prozent) des Steroids freigesetzt.
609841 /1030
Claims (12)
- Patentansprüche;'"K Nichtfettige, okklusive Massen zur örtlichen Anwendung auf der Haut, auf der Basis von fettigen, okklusiven Massen, enthaltend eine viskose Grundlage aus der Gruppe festes Petrolatum, tierische Öle, Mineralöle und synthetische Öle, wobei die Öle durch Wachse oder Kohlenwasserstoffpolymerisate eingedickt sind, dadurch gekennzeichnet, daßokklusivedie fettige/Grundlage durch Vermischen von etwa 4-0 bis 90 Gewichtsteilen der viskosen Grundlage mit etwa 10 bis 60 Gewichtsteilen eines festen, reizlosen, salbenbildenden Pulvers mit einem Zahlenmittel der maximalen Abmessung von höchstens etwa 30 ^u, das die viskose Grundlage bei Temperaturen unter etwa 5O0C nicht absorbiert, in einen nichtfettigen Zustand versetzt worden ist.
- 2. Masse nach Anspruch 1, dadurch geken η zeichnet, daß sie als salbenbildendes Pulver ein Polyolefin mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen pro Struktureinheit und einem Molekulargewicht von etwa 3000 bis etwa 150 000 enthält.
- 3. Masse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie als salbenbildendes Pulver Polyäthylen enthält.
- 4. Masse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die viskose Grundlage ein tierisches, mineralisches oder synthetisches Öl enthält, das durch im609841 / 1030wesentlichen gesättigte, aliphatisch^, monomere Verbindungen mit mindestens 12 Kohlenstoffatomen pro Molekül oder durch Polyolefine als Dickmittel eingedickt worden ist.
- 5. Masse nach Anspruch 3} dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich 8 bis 50 Gewichtsprozent, bezogen auf die nichtfettige Masse, eines Konsistenzmodifikators enthält.
- 6. Masse nach Anspruch 55 dadurch gekennzeichnet, daß der Konsistenzmodifikator aus einem Gemisch aus 34 Gewichtsprozent olloslicheriFettsaure-Polypeptid-Kondensaten, 16,5 Gewichtsprozent acetyIiertaiLanolinalkoholen, 16,5 Gewichtsprozent flüssigem Lanolin, 16,5 Gewichtsprozent Cetylalkohol und 16,5 Gewichtsprozent entionisiertes Wasser besteht.
- 7. Masse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das salbenbildende Pulver ein Polyolefin mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen pro Struktureinheit und einem Molekulargewicht von 3000 bis 150 000 ist.
- 8. Masse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das salbenbildende Pulver Polyäthylen ist,
- 9. Masse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem Dickmittel etwa 0,3 bis 0,5 Gewichts-Prozent, bezogen auf die viskose Grundlage, eines amorphen,609 8 41/103 0elastomeren, anvulkanisierten Blockcopolymerxsats einverleibt ist, das aus terminarlen Styrolblöcken mit einer Glasumwandlungstemperatur von oberhalb etwa 25°C und einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 2000 bis 100 000 und einem zentralen Isoprenblock mit einer Glasumwandiungstemperatur unterhalb der der terminalen Blöcke besteht.
- 10. Masse nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, daß das salbenbildende Pulver ein hydratisiertes Silicat aus der Gruppe hydratisiertes Magnesiumsilicat und hydratisiertes Aluminiumsilicat ist.
- ■11. Masse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Wirkstoffgehalt.
- 12. Verfahren zur Herstellung der Massen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man etwa 4-0 bis 90 Gewichtsteile der viskosen Grundlage mit etwa 10 bis 60 Gewichtsteil.en des festen, reizlosen, salbenbildenden Pulvers mit einem Zahlenmittel der maximalen Abmessung von höchstens etwa 30 μ, das die viskose Grundlage bei Temperaturen unter etwa 500C nicht absorbiert, vermischt und dadurch in einen nichtfettigen Zustand versetzt.609841/1030
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| RÖMPP: Chemie-Lexikon, 7. Aufl., 1974, S. 2162 re. Spalte * |
Cited By (7)
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Also Published As
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| JPS628412B2 (de) | 1987-02-23 |
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| US4164563A (en) | 1979-08-14 |
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| FR2357244B1 (de) | 1981-09-25 |
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