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DE2610029A1 - Verfahren und vorrichtung zum entgraten keramischer formlinge - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum entgraten keramischer formlinge

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Publication number
DE2610029A1
DE2610029A1 DE19762610029 DE2610029A DE2610029A1 DE 2610029 A1 DE2610029 A1 DE 2610029A1 DE 19762610029 DE19762610029 DE 19762610029 DE 2610029 A DE2610029 A DE 2610029A DE 2610029 A1 DE2610029 A1 DE 2610029A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tool
molding
blank
relative movements
ridge
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19762610029
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Freitag
Hans Pfuhl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Erich Netzsch GmbH and Co Holding KG
Original Assignee
Erich Netzsch GmbH and Co Holding KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Erich Netzsch GmbH and Co Holding KG filed Critical Erich Netzsch GmbH and Co Holding KG
Priority to DE19762610029 priority Critical patent/DE2610029A1/de
Publication of DE2610029A1 publication Critical patent/DE2610029A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B11/00Apparatus or processes for treating or working the shaped or preshaped articles
    • B28B11/18Apparatus or processes for treating or working the shaped or preshaped articles for removing burr

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Devices For Post-Treatments, Processing, Supply, Discharge, And Other Processes (AREA)

Description

  • Beschreibung Verfahren und Vorrichtung zum Entgraten keramischer Formlinge Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entgraten gegossener oder gepreßter keramischer Formlinge, bei dem zwischen einem Formling und einem Werkzeug schnelle hin- und hergehende Relativbewegungen längs und/oder quer zu dem Grat stattfinden. Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens mit einem plattenförmigen Werkzeug aus hartem Werkstoff wie z.B. Stahl.
  • Verschiedene keramische Formlinge werden in zweiteiligen Formen gegossen oder gepreßt und erhalten dadurch in der Formteilungsebene einen Grat, der anschließend entfernt werden muß. Dies gilt beispielsweise für Henkel, die entgratet werden müssen, ehe sie mit einem keramischen Becher zu einer Tasse vereinigt werden.
  • Das Problem des Entgratens tritt aber auch bei keramischen Hohlkörpern wie beispielsweise Kannen und auch bei sanitärkeramischen Gegenständen wie beispielsweise Klosettbecken auf.
  • Die meisten gegossenen oder gepreßten keramischen Gegenstände werden heute noch von Hand mit einem messerartigen Werkzeug entgratet, das in Längsrichtung des Grats an der zu entgratenden Fläche entlanggeführt wird, sodaß der Grat abgeschnitten wird.
  • Reste des Grats werden nötigenfalls mit einem feuchten Schwamm abgerieben.
  • Man hat auch verschiedentlich versucht, das Entgraten keramischer Formlinge zu mechanisieren. So ist aus der GB-PS 742 146 eine Vorrichtung bekannt, die ein Bett zum Auflegen eines Henkels und ein schablonenartiges, scharfrandiges Werkzeug mit einer Aussparung zum Hindurchdrücken des Henkels aufweist. Der Umriß der Aussparung entspricht genau dem Umriß des Henkels; das Bett hat eine ähnliche Form, ist jedoch etwas schmaler und weist an seiner Oberseite eine konkave Auflagefläche für den Henkel auf. Durch eine senkrechte Relativbewegung, bei der sich entweder das Bett mit dem daraufliegenden Henkel bei stillstehendem Werkzeug aufwärts oder das Werkzeug bei stillstehendem Bett abwärts bewegt, wird der Henkel von unten nach oben durch die Aussparung des Werkzeugs hindurchgedrückt, wobei der Grat abgeschert wird.
  • Schließlich ist es aus dem DT-GM 19 35 941 bekannt, zum Entgraten gegossener keramischer Formlinge ein Werkzeug aus biegsamem Material wie z.B. Kupferblech zu verwenden, das entsprechend den Konturen der Formlinge gebogen, mit abrasivem Material wie Korund od. dgl. besetzt ist und durch einen Exzentertrieb in schnelle hin-und hergehende Bewegungen versetzt wird, so daß der Grat des von desem Werkzeug umschlossenen Formlings abgeschliffen wird.
  • All diesen bekannten Verfahren zum Entgraten keramischer Formlinge ist gemeinsam, daß der Grat in seiner Längsrichtung oder quer dazu abgeschnitten oder abgeschliffen wird, wobei das Werkzeug Kräfte auf den Formling ausübt, die im wesentlichen tangential zu den mit einem Grat versehenen Flächen des Formlings gerichtet sind.
  • Mit diesen bekannten Verfahren gelingt es bei mehr oder weniger großem Arbeitsaufwand zwar, Formlinge in lederhartem Zustand sauber zu entgraten, doch werden beim anschließenden Brennen im allgemeinen Teile des Grates und/oder beim Entgraten entstandene Riefen wieder in einer Weise sichtbar, die zumindest bei höheren Ansprüchen an das Aussehen des fertigen keramischen Gegenstands als störend empfunden wird.
  • Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, das Entgraten keramischer Formlinge derart zu verbessern, daß beim fertigen keramischen Gegenstand weder Spuren des Grates selbst noch Spuren des Entgratvorganges in störender Weise erkennbar sind.
  • Diese Aufgabe wird ausgehend von dem eingangs beschriebenen Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei den Relativbewegungen zwischen Formling und Werkzeug ein Druck im wesentlichen nur rechtwinklig auf die mit Grat versehenen Flächen des Formlings ausgeübt wird, durch den der Grat in den Formling eingebügelt und jede schneidende, schabende oder schrubbende Einwirkung auf den Formling im Bereich des Grates möglichst weitgehend vermieden wird.
  • Man sollte annehmen, daß der Formling im Bereich des auf diese Weise eingebügelten Grates beim Brennen quillt, so daß der Grat noch stärker sichtbar wird als bei in bekannter Weise durch schneidende, schabende und/oder schrubbende Einwirkung entgrateten Formlingen. Uberraschenderweise ist aber das Gegenteil der Fall, was anscheinend damit zu erklären ist, daß der vom Grat gebildete Werkstoff,überschuß durch das erfindungsgemäße Einbügeln verdrängt wird, so daß der Formling nach dem Einbügeln des Grates im Bereich der Formteilungsebene eindweitgehend homogene Struktur aufweist.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren hat den zusätzlichen Vorteil, daß die bei bekannten Verfahren unvermeidliche Verschmutzung des Formlings, des zum Entgraten verwendeten Werkzeugs und der Umgebung vollständig oder wenigstens so weitgehend vermieden wird, daß ein nachträgliches Verschwammen des Formlings und Maßnahmen zum Sauberhalten des zum Entgraten verwendeten Werkzeugs und seiner Umgebung im allgemeinen entbehrlich sind.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich besonders zum Entgraten gegossener keramischer Formlinge im lederhart getrockneten Zustand.
  • Darüberhinaus ist das erfindungsgemäße Verfahren aber auch bei aus pulverförmiger keramischer Masse gepreßten keramischen Formlingen erfolgreich anwendbar.
  • Frequenz und Amplitude der Relativbewegungen zwischen Formling und Werkzeug sowie der auf den Formling ausgeübte Druck werden vorzugsweise so aufeinander abgestimmt, daß die Beanspruchung des Werkstoffs des Formlings am Grat und in dessen Umgebung im Bereich ausgeprägt thixotropen Verhaltens liegt.
  • Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, die Relativbewegungen zwischen Formling und Werkzeug mit einer Frequenz von 12.000 bis 20.000 EIz (Schwingungen pro Sekunde) auszuführen. Die Amplitude der Relativbewegungen liegt dabei zweckmäßigerweise zwischen 0,1 und 2,5 mm, vorzugsweise zwischen 0,9 und 1,2 mm.
  • Bei den meisten keramischen Formlingen, besonders solchen mit runden Konturen in der Ebene des Grates, werden besonders günstige Ergebnisse erzielt, wenn die Relativbewegungen Drehschwingungen in der Ebene des Grates sind.
  • Zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens eignet sich je nach Umriß und Größe der zu entgratenden Formlinge entweder ein plattenartiges Werkzeug, das gleitend am Grat entlanggeführt wird, ein walzenartiges Werkzeug, das am Grat entlanggerollt wird oder ein rahmenförmiges Werkzeug, durch das der Formling in bekannter Weise von seiner Schwerkraft oder von einem Stempel hindurchgedrückt wird. In jedem Fall ist es erforderlich, daß das Werkzeug aus einem im Vergleich mit dem Formling nicht allzu weichem, vorzugsweise erheblich härterem Werkstoff wie Stahl besteht. In jedem Fall ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die mit dem Formling in Berührung kommenden Teile des Werkzeugs abgerundet sind.
  • Wenn das Werkzeug eine dem Umriß eines Formlings entsprechende Aussparung oder mehrere solche Aussparungen zum gleichzeitigen Entgraten mehrerer Formlinge aufweist, dann ist es zweckmäßig, daß die bzw. jede Aussparung zu der Seite hin, von der die Formlinge eintreten, trichterförmig erweitert ist.
  • Vor allem zum Entgraten kleinerer Formlinge, die im Gegensatz zu sanitärkeramischen Formlingen wie Waschbecken und Klosettbecken leicht in Bezug auf das Werkzeug bewegt werden können, ist es zweckmäßig, wenn das Werkzeug an Federn in einem Rahmen aufgehängt ist.
  • An dem Rahmen kann zusätzlich ein z.B. aus der DT-OS 24 25 329 bekanntes Schneidwerkzeug gehalten sein, das zu mehreren in einem Stück gegossene oder gepreßte Formlinge, beispielsweise Henkel, vor dem Entgraten voneinander trennt.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand schematischer Zeichnungen beschrieben. Es zeigt: Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Entgraten von Henkeln, teilweise als Schnitt I - I in Fig. 2 dargestellt; Fig. 2 den Schnitt II - II in Fig. 1; Fig. 3 eine Draufsicht'einer Vorrichtung zum Entgraten von Kannen, teilweise als Schnitt III - III in Fig. 4 dargestellt; und Fig. 4 den Schnitt IV - IV in Fig= 3.
  • Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtung sind auf einer Grundplatte 12 vier Stützen 14 befestigt, die einen waagerechten Rahmen 16 tragen. Im Rahmen 16 ist mit vier Federn 18, im dargestellten Beispiel sind es Schraubenzugfedern, ein aus einer Stahlplatte hergestelltes Werkzeug 20 aufgehängt. Das Werkzeug 20 ist mit einem am Rahmen 16 befestigten Schwingungserreger 22 verbunden.
  • Das Werkzeug 20 weist zwei in Bezug auf seine in Fig. 1 senkrechte Mittellinie symmetrisch angeordnete Aussparungen 24 auf, deren Ränder 26 gemäß Fig. 2 mit verhältnismäßig großen Radien abgerundet sind, und zwar vorzugsweise derart, daß die Aussparungen sich nach oben trichterförmig erweitern. Die Aussparungen 24 entsprechen der Kontur je eines Formlings 28, der von einem Grat 30 befreit werden soll. Im Beispiel gemäß Fig. 1 und 2 sind die Formlinge 28 Tassenhenkel, die über einen Mittelsteg 32 zusammenhängen, mit dem sie in einem Stück gegossen worden sind. Das Werkzeug 20 weist zwei nach oben ragende Zapfen 34 auf, die in entsprechende Ausnehmungen an den beiden Stirnseiten des Mittelstegs 32 eingreifen und dadurch die beiden Formlinge 28 in Bezug auf die Aussparungen 24 zentrieren.
  • Oberhalb des Werkzeugs 20 ist ein Stempel 36 angeordnet, der an seiner Unterseite zwei Beläge 38 aus weichelastischem Material, beispielsweise Schaumstoff, aufweist. Die beiden Beläge 38 haben die Konturen je eines Formlings 28 und sind durch je eine der Aussparungen 24 im Werkzeug 20 hindurchbewegbar oder zumindest bis zur Ebene der Oberseite des Werkzeugs 20 absenkbar. Zum Absenken und Wiederanheben des Stempels 36 mit den Belägen 38 ist ein Stempelantrieb 40 vorgesehen; im dargestellten Beispiel ist der Stempelantrieb 40 eine pneumatische Kolben-Zylindereinheit, deren Zylinder mit dem Rahmen 16 fest verbunden ist.
  • Zum Abtrennen der Formlinge 28 vom Mittelsteg 32 können am Werkzeug 20 in den Ebenen der Enden der Formlinge 28 senkrechte Messer befestigt sein. Es ist auch möglich, die in diesen Ebenen liegenden Ränder der Aussparungen 24 scharfkantig zu gestalten, so daß sie die Formlinge 28 vom Mittelsteg 32 abtrennen, wenn.die Formlinge vom Stempel 36 durch das Werkzeug 20 hindurchgedrückt werden. In Fig. 1 und 2 ist eine dritte Möglichkeit dargestellt: Hier sind als Schneidwerkzeuge 42 Drähte vorgesehen, die unmittelbar oberhalb der Oberseite des Werkzeugs 20 zwischen gegenüberliegenden Seiten des Rahmens 16 gespannt sind. Es ist natürlich auch möglich, die Formlinge 28, die auf einer gesonderten Vorrichtung vom Mittelsteg 32 getrennt worden sind, einzeln auf die Aussparungen 24 aufzulegen.
  • Im folgenden wird die Arbeitweise der in Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtung für den Fall beschrieben, daß die Formlinge 28 zusammen mit dem Mittelsteg 32 auf die Schneidwerkzeuge 42 aufgelegt und durch das Zusammenwirken der Zapfen 34 mit dem Mittelsteg 32 in Bezug auf die Aussparungen 24 zentriert worden sind.
  • In diesem Fall ist es zweckmäßig, den Schwingungserreger 22 erst dann einzuschalten, wenn der Stempel 36 so weit abgesenkt worden ist, daß die Formlinge 28 vom Mittelsteg 32 getrennt worden sind.
  • In diesem Fall wird vorzugsweise ein Schwingungserreger 22 verwendet, der dem Werkzeug 20 kreisförmige Schwingungen erteilt.
  • Es ist aber auch möglich, den Schwingungserreger schon vor oder während dem Auflegen der mit dem Mittelsteg 32 zusammenhängenden Formlinge 28 in Betrieb zu setzen; in diesem Fall ist allerdings ein Schwingungserreger vorzuziehen, der dem Werkzeug 20 Schwingungen in Längsrichtung der Schneidwerkzeuge 42 erteilt undaiesem Zweck vorzugsweise zwischen den Schneidwerkzeugen 42 an der in Fig. 1 oberen oder unteren Seite des Rahmens 16 angeordnet ist, während die Federn 18 entsprechend um 900 versetzt sind, so daß sie das Werkzeug 20 mit dem in Fig. 1 rechten und linken Teil des Rahmens 16 verbinden.
  • Wie auch immer die Formlinge 28 vom Mittelsteg 32 getrennt worden sind, bewirken die vom Schwingungserreger 22 dem Werkzeug 20 mitgeteilten Schwingungen, die vorzugsweise eine Frequenz von 12.000 bis 20.000 Hz und eine Amplitude zwischen etwa 0,9 und 1,2 mm haben, daß die Formlinge 28 sich allmählich durch die Aussparungen 24 hindurchbewegen, wobei die Grate 30 in die Formlinge hineingebügelt werden. Im allgemeinen ist es nicht unbedingt erforderlich, daß der Stempel 36 auch dann noch einen Druck auf die Formlinge 28 ausübt, wenn diese vom Mittelsteg 32 getrennt worden sind, denn die Formlinge 28 sind infolge ihres Eigengewichts von selbst bestrebt, sich allmählich durch die Aussparungen 24 des vibrierenden Werkzeugs 20 hindurchzuarbeiten. Dieses Hindurcharbeiten kann aber durch einen vom Stempel 36 über die Beläge 38 auf die Formlinge 28 ausgeübten, leichten Druck beschleunigt werden.
  • Schließlich werden die entgrateten Formlinge 28 unterhalb des Werkzeugs 20 aufgefangen, beispielsweise von einem nicht dargestellten Förderband, das zwischen der Grundplatte 12 und dem Werkzeug 20 hindurchgeführt ist.
  • Zu der in Fig. 3 und 4 dargestellten Vorrichtung gehört ebenfalls eine Grundplatte 62, auf der eine Stütze 64 und - in seitlichem Abstand davon - ein in diesem Fall senkrechter Rahmen 66 befestigt sind. Im Rahmen 66 ist mittels Federn 68 ein aus einer Stahlplatte hergestelltes Werkzeug 70 aufgehängt, das mit einem am Rahmen 66 angeordneten Schwingungserreger 72 verbunden ist.
  • Das Werkzeug 70 weist eine Aussparung 74 auf, deren Ränder 76 abgerundet sind und dem Umriß eines Formlings 78 - hier einer Kaffeekanne - entsprechen. Auch diese Vorrichtung hat dic Aufgabe, den Formling 78 von einem beim Gießen entstandenen Grat 80 zu befreien.
  • Da der Rahmen 66 und das Werkzeug 70 hier senkrecht angeordnet sind, ist es erforderich, den Formling 78 in waagerechter Richtung durch die Aussparung 74 hindurchzubewegen. Zu diesem Zweck ist auf der Grundplatte 62 ein Tisch 82 befestigt, dessen Oberseite in Höhe des unteren Randes der Aussparung 74 liegt. Der Tisch 82 weist einen Schlitz 84 auf, in dem der Rahmen 66 in seiner eigenen Ebene freibeweglich ist.
  • Zum Hindurchdrücken des Formlings 78 durch die Aussparung 74 ist ein Stempel 86 vorgesehen. Der Stempel 86 trägt einen Belag 88, dessen in Fig. 3 und 4 linke Fläche komplementär zu einem Bereich des Formlings 78 ausgebildet ist, so daß der Formling bei einer nach links gerichteten Bewegung des Stempels 86 in Bezug auf die Aussparung 74 zentriert wird. Als Stempelantrieb 90 ist auch hier eine pneumatische Kolben-Zylindereinheit vorgesehen, deren Zylinder an der Stütze 64 einstellbar befestigt ist.
  • Die in Fig. 3 und 4 dargestellte Vorrichtung entspricht in ihrer Arbeitsweise der in Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtung mit der Ausnahme, daß die gemäß Fig. 1 und 2 vorgesehene senkrechte Bewegung der Formlinge 28 durch eine waagerechte Bewegung des Formlings 78 ersetzt ist.
  • Ansprüche

Claims (8)

  1. Patentansprüche Verfahren zum Entgraten gegossener oder gepreßter keramischer Formlinge, bei dem zwischen einem Formling und einem Werkzeug schnelle hin- und hergehende Relativbewegungen längs und/oder quer zu dem Grat stattfinden, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß bei den Relativbewegungen zwischen Formling (28; 78) und Werkzeug (20; 70) ein Druck im wesentlichen nur rechtwinklig auf die mit Grat (30; 80) versehenen Flächen des Formlings ausgeübt wird, durch den der Grat in den Formling eingebügelt und jede schneidende, schabende oder schrubbende Einwirkung auf den Formling im Bereich des Grates möglichst weitgehend vermieden wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß die Frequenz und Amplitude der Relativbewegungen zwischen Formling (28; 78) und Werkzeug (20; 70) sowie der auf den Formling ausgeübte Druck so aufeinander abgestimmt werden, daß die Beanspruchung des Werkstoffs des Formlings am Grat (30; 80) und in dessen Umgebung im Bereich ausgeprägt thixotropen Verhaltens liegt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Relativbewegungen zwischen Formling (28; 78) und Werkzeug (20; 70) mit einer Frequenz von 12.000 bis 20.000 Hz ausgeführt werden.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Relativbewegungen mit einer Amplitude von 0,1 bis 2,5 mm, vorzugsweise 0,9 bis 1,2 mm ausgeführt werden.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die Relativbewegungen Drehschwingungen in der Ebene des Grates (30; 80) sind.
  6. 6. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5 mit einem Werkzeug, das mit einem Schwingungserreger verbunden ist, dadurch g e k e n n -z ei c h ne t , daß die mit dem Formling (28; 78) in Berührung kommenden Teile des Werkzeugs (20; 70) abgerundet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der das Werkzeug eine dem Umriß eines Formlings entsprechende Aussparung oder mehrere solche Aussparungen zum gleichzeitigen Entgraten mehrerer Formlinge aufweist, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß die bzw. jede Aussparung (24; 74) zu der Seite hin, von der die Formlinge (28; 78) eintreten, trichterförmig erweitert ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß das Werkzeug (20; 70) an Federn in einem Rahmen (16; 66) aufgehängt ist,
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2783192A1 (fr) * 1998-09-16 2000-03-17 Elmeceram Procede d'ebavurage et dispositif et robot pour la mise en oeuvre de ce procede

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2783192A1 (fr) * 1998-09-16 2000-03-17 Elmeceram Procede d'ebavurage et dispositif et robot pour la mise en oeuvre de ce procede
EP0990495A1 (de) * 1998-09-16 2000-04-05 Elmeceram Verfahren zum Entgräten und Vorrichtung mit einem Roboter zur Durchführung des Verfahrens

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