DE2609269A1 - Hohlladungsgeschoss und panzerbrechende waffe fuer dieses geschoss - Google Patents
Hohlladungsgeschoss und panzerbrechende waffe fuer dieses geschossInfo
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Description
Hohlladungsgeschoß und panzerbrechende Waffe für dieses Geschoß.
Die Erfindung betrifft ein Hohlladungsgeschoß und eine panzerbrechende
Waffe für dieses Geschoß, das mit einem einstellbaren Sicherungsorgan versehen ist, das automatisch aus einer
Sicherungsstellung in eine entsicherte Stellung verstellbar ist, wenn das Geschoß abgeschossen wird, und das dadurch eine
im Sicherungsorgan enthaltene Zündkapsel in ihre scharfe Stellung innerhalb einer Zündkette bringt, um die Hohlladung
scharf zu machen. Dabei kann das Sicherungsorgan beispielsweise ein Rotor oder ein Schieber sein.
Ein Geschoß mit Hohlladungseffekt sollte zur Bekämpfung von Zielen mit dicker Panzerung einen schmalen Sprengstrahl mit
großer Tiefenwirkung ergeben. Bei der Bekämpfung von Zielen
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mit dünner Panzerung ergibt ein breiterer Sprengstrahl eine
zufriedenstellende Eindringtiefe und eine erhöhte Oberflächenwirkung auf dem Ziel. Es ist somit erwünscht, Geschosse mit
einer der Art des Ziels angepaßten Wirkung zu verwenden.
Aus der US-PS 3,732,818 (Fig. 4) ist es an sich bekannt, bei einem Hohlladungsgeschoß einen breiter als normal ausfallenden
Sprengstrahl dadurch zu erzielen, daß die Ladung statt zentrisch exzentrisch gezündet wird.
Unter Anwendung dieser bekannten Lehre ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Geschoß der erwähnten Art zu schaffen, das zur
Bekämpfung unterschiedlicher Zielarten einstellbar ist.
Um einen Sprengstrahl mit einer den unterschiedlichen Zielen angepaßten Breite des Sprengstrahls zu erhalten, wird diese
Aufgabe bei einem Geschoß der erwähnten Art gelöst durch Sperrorgane zur Begrenzung der Einstellbewegung des Sicherungsorgans in zwei alternativen entsicherten Stellungen, wobei in
einer dieser entsicherten Stellungen die Längsachse der Zündkapsel mit der Längsachse des Geschosses zusammenfällt, um
eine symmetrische Zündung der explosiven Ladung zu bewirken, während in der anderen entsicherten Stellung die Längsachse
der Zündkapsel einen Winkel mit der Längsachse des Geschosses einschließt, um eine unsymmetrische Zündung der explosiven Ladung
zu bewirken.
Es ist ersichtlich, daß ein auf diese Weise einstellbares Geschoß nicht nur den Vorteil bietet, daß eine Geschoßart zur
Bekämpfung von Zielen mit unterschiedlicher Panzerungsdicke
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verwendet werden kann, sondern auch den großen Vorteil, daß
ein bereits in der Waffe befindliches Geschoß, das zur Bekämpfung von Panzern eingestellt ist, rasch . zum Feuern auf
gepanzerte Raupenfahrzeuge umgestellt werden kann und umgekehrt, ohne daß es aus der Waffe entfernt werden muß.
Um die alternativen entsicherten Stellungen für die Sprengkapsel zu erhalten, ist das Geschoß mit einem beweglichen
Sperrorgan für das einstellbare Sicherungsorgan versehen. Das Sperrorgan, das beispielsweise ein Bolzen, ein Schieber, ein
Waagebalken oder ein Pendel sein kann ist so ausgebildet, daß es durch eine Einstellvorrichtung beeinflußbar ist.
Anhand der nun folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels der Erfindung wird diese
näher erläutert.
Die Fig. 1 bis 5 zeigen Längsschnitte durch jene Teile des Geschosses, die für die Erfindung von Bedeutung sind.
Die Geschoßhülse ist mit 1 bezeichnet, die Hohlladung mit und die zur Mittelachse des Geschosses koaxiale, konische
Metallschale mit 3. Ein Rotor 4 ist drehbar in der Hülse"1 gelagert. Der Rotor 4 enthält eine Zündkapsel 5. Unter dem
Einfluß einer nicht gezeigten Feder ist der Rotor aus seiner in Fig. 1 gezeigten Sicherungsstellung um 90 in eine entsicherte
Stellung gemäß Fig. 2 drehbar. In dieser entsicherten Stellung fällt die Längsachse der Zündkapsel mit der Mittelachse
des Geschosses zusammen. Damit der Rotor 4 bei einer Drehung in der richtigen Stellung anhält, ist er mit einem
Anschlag 6 versehen, der mit einem Gegenanschlag 7 zusammenwirkt, der an der Hülse 1 vorgesehen ist. Erfindungsgemäß ist
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die Hülse mit einem Sperrorgan 8 versehen, das dazu bestimmt ist, die Drehung des Rotors in einer der Fig. 3 entsprechenden
Stellung zu stoppen, in der die Längsachse der Zündkapsel einen kleinen Winkel mit der Mittelachse des Geschosses einschließt.
Man erhält so eine schiefe Zündung der Hohlladung, die zu einem breiteren Sprengstrahl führt als es der Fall ist,
wenn die Längsachse der Zündkapsel mit der Mittelachse des Geschosses zusammenfällt.
Der Rotor 4 kann durch einen Schieber ersetzt werden, in welchem Fall das Sperrorgan so angeordnet ist, daß es den Schieber bei
der Bewegung aus der Sicherungsstellung in die entsicherte Stellung in einer Stellung anhält, in der die Längsachse der
Zündkapsel nicht ganz mit der Mittelachse des Geschosses zusammenfällt, so daß sich eine exzentrische Zündung ergibt.
Eine Ausführungsform des Sperrorgans ist in Fig. 4 gezeigt. Das Sperrorgan besteht aus einem Metallblech 9, dessen hinteres
Ende bei 10 drehbar in der Hülse gelagert ist während das vordere Ende mit einem Permanentmagnet 11 versehen ist.
Wenn der Magnet unbeeinflußt ist, wird das Metallblech durch zwei Schraubenfedern 12 in einer neutralen Stellung gehalten.
Um den Magneten zu beeinflussen, wird ein drehbarer Permanentmagnet 14 benutzt, der an der Außenseite des Laufs 13 angebracht
ist und der in die dargestellte Lage gebracht wird, wenn das Sperrorgan benutzt werden soll. Der Magnet 11 wird
dann nach rechts verlagert und durch die Beschleunigung des Geschosses wird er seine Bewegung nach rechts vollenden, worauf
eine nicht gezeigte Falle das Sperrorgan in einer solchen Lage festlegen wird, daß es es die Drehung des Rotors in der aus
Fig. 3 ersichtlichen Stellung stoppen kann. Falls der drehbare
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Magnet 14 in seine zweite Stellung gebracht wird, wird der
Magnet 11 nach links verlagert, mit dem Ergebnis, daß das Sperrorgan die Drehung des Rotors nicht stoppen kann.
Eine andere Ausführungsform des Sperrorgans ist in Fig. 5
gezeigt. Die Geschoßhülse ist mit einem Kanal 15 versehen, der zwei rechte Winkel bildet. Der untere, in der Zeichnung
horizontale Abschnitt des Kanals ist in Richtung auf den Rotor geöffnet. In diesem Abschnitt ist ein Bolzen 16 angeordnet,
der bei einer Verlagerung nach rechts die Drehung des Rotors stoppen kann, weil der am Rotor vorgesehene Anschlag 6 am
Bolzen anlaufen wird. Im Kanal ist eine Kugel 17 angeordnet, die vor dem Abfeuern des Geschosses im oberen horizontalen
Teil des Kanals positioniert sein wird. Die beiden horizontalen Teile des Kanals sind miteinander durch einen vertikalen
Abschnitt verbunden. An der Verbindungsstelle zwischen dem oberen horizontalen Abschnitt und dem vertikalen Abschnitt
ist eine Membran 18 angeordnet. Falls das Geschoß (die Waffe) vor dem Abfeuern von hinten gesehen etwas im Uhrzeigersinn
verschwenkt wird, wird die Kugel im oberen Abschnitt des Kanals an dessen äußerstes rechtes Ende verlagert. Eine Sperre
der Rotordrehung durch den Bolzen wird dann nicht stattfinden.
Falls das Geschoß (die Waffe) vor dem Abfeuern von hinten gesehen etwas entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird,
wird die Kugel am äußersten linken Ende des oberen Kanalabschnitts positioniert. Bei der Beschleunigung des Geschosses
wird die Kugel die Membran durchbrechen und mit Wucht gegen den abgeschrägten Teil des Bolzens schlagen, so daß der Bolzen
in die aus Fig. 5 ersichtliche Sperrstellung verschoben wird.
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Die Waffe ist mit beweglich am Lauf.angebrachten sichtbaren*
Organen versehen Diese sichtbaren Organe sind zwischen zwei Endstellungen einstellbar, in denen sie die richtige Lage
der Waffe nach der Drehung anzeigen, da diese sichtbaren Organe beim Feuern stets nach oben weisen müssen.
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Claims (5)
- Ansprüche:/ IJ Hohlladungsgeschoß und panzerbrechende Waffe für dieses Geschoß, das mit einem einstellbaren Sicherungsorgan versehen ist, das automatisch aus einer Sicherungsstellung in eine entsicherte Stellung verstellbar ist, wenn das Geschoß abgeschossen wird, und dann dadurch eine im Sicherungsorgan enthaltene Zündkapsel in ihre scharfe Stellung innerhalb einer Zündkette bringt, um die Hohlladung scharf zu machen, gekennzeichnet durch Sperrorgane (6 - 8,16) zur Begrenzung der Einstellbewegung des Sicherungsorgans (4) in zwei alternativen entsicherten Stellungen, wobei in einer dieser entsicherten Stellungen die Längsachse der Zündkapsel (5) mit der Längsachse des Geschosses zusammenfällt, um eine symmetrische Zündung der explosiven Ladung (2) zu bewirken, während in der anderen entsicherten Stellung die Längsachse der Zündkapsel einen Winkel mit der Längsachse des Geschosses einschließt, um eine unsymmetrische Zündung der explosiven Ladung zu bewirken.
- 2. Hohlladungsgeschoß und panzerbrechende Waffe nach Anspruch1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrorgan ein Sperrelement (8, 16) umfaßt, das beweglich im Geschoß angeordnet ist, wobei dieses Sperrelement so angeordnet ist, daß es durch ein Einstellorgan (14, 17) beeinflußbar ist, um eine wirksame, sperrende Stellung einzunehmen, in der es die Einstellbewegung des Sicherungsorgans (4) begrenzt, oder eine unwirksame Stellung.
- 3. Hohlladungsgeschoß und panzerbrechende Waffe nach Anspruch2, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Sperrelement (8) durch das Feld eines Magneten (.14) beeinflußbar ist, um die wirksame oder umwirksame Stellung einzunehmen.- 8 609838/0719
- 4. Hohlladungsgeschoß und panzerbrechende Waffe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (14) beweglich an der Außenseite des Laufs(13) der Waffe angeordnet ist.
- 5. Hohlladungsgeschoß und panzerbrechende Waffe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstellorgan eine Kugel (17) umfaßt, die beweglich im Geschoß angeordnet ist, derart, daß sie vor dem Abfeuern des Geschosses in eine solche Stellung bringbar ist, in der sie durch die Beschleunigung des Geschosses beim Abfeuern das bewegliche Sperrelement (16) in seine wirksame Sperrstellung bewegt.609838/0719
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