DE2609165A1 - Zaunpfahl - Google Patents
ZaunpfahlInfo
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Classifications
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Description
- BESCHREIBUNG
- zu der Patentanmeldung Zaunpfahl Die Erfindung betrifft einen Zaunpfahl, der insbesondere für Elektrozäune geeignet ist.
- In der Land- und Gartenwirtschaft werden zum Halten oder Aussperren von Tieren Elektrozäune benutzt, die aus in den Boden eingesteckten Zaunpfählen und daran befestigten Drähten bestehen. Nachdem solche Zäune oftmals umgesetzt werden müssen, sind die hierbei verwendeten Zaunpfähle meist Holz- oder Eisenstangen, die an Ort und Stelle in den Boden eingeschlagen werden.
- Bei relativ langen Zaunpfählen dieser Art ist es vor allem für ungeübte Personen sehr schwierig, diese Pfähle mit einem Hammer oder dergl. einzuschlagen, vor allem dann, wenn der Boden sehr hart ist. Ausserdem ist es sehr umständlich, diese Zaunpfähle immer wieder neu in den Boden einzuschlagen, wenn die Zäune wiederholt an den selben Stellen aufgestellt werden sollen. Durch das wiederholte Einschlagen der Pfähle in den Boden werden diese ausserdem schnell unbrauchbar.
- Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, einen insbesondere für Elektrozäune geeigneten Zaunpfahl zu schaffen, der sehr einfach und billig herstellbar ist und leicht zwischen verschiedenen Aufstellorten gewechselt werden kann und trotzdem immer einen sicheren Halt gewährleistet.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemass gelöst durch einen Zaunpfahl laut Hauptanspruch. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung.
- Ein erfindungsgemässer Zaunpfahl kann sehr billig aus Rohr- und Stangenmaterial hergestellt werden. Da nicht der Pfahl selbst in den Boden eingeschlagen wird sondern nur eine ihn aufnehmende zugespitzte Hülse kann der Stab selbst aus relativ schwachem Material bestehen ohne Gefahr zu laufen, dass der Pfahl beim wiederholten Wechsel beschädigt wird. Die den eigentlichen Pfahl aufnehmende Hülse wird an der vorgegebenen Stelle in den Boden eingeschlagen, was wegen der unmittelbaren Bodennähe auch von ungeübten Personen mit einem Hammer sehr leicht durchgeführt werden kann, zumal das Hülsenende relativ breit ist und gegebenenfalls durch einen Flansch noch entsprechend verbreitert werden kann. Es genügen einige kräftige Schläge auf das Hülsenende, um diese mit dem spitzen Ende in den Boden einzutreiben. In diese Hülse kann dann der eigentliche aus dem Kunststoffrohr bestehende Pfahl über die Hältemanschette eingesetzt werden. Wenn der Pfahl an eine andere vorher bereits mit einer ähnlichen Hülse versehene Stelle versetzt werden soll oder wenn beispielsweise zum Grasmähen der Zaun kurzfristig abgebaut werden soll, braucht das versteifte Kunststoffrohr einfach zusammen mit der Manschette aus der Hülse herausgezogen zu werden. Es empfiehlt sich das offene Hülsenende dann durch einen entsprechenden Stopfen zu verschliessen, damit später jederzeit Wieder ein Pfahl eingesetzt werden kann. Mittels der zum Halten des Pfahles in der Hülse vorgesehenen elastischen Manschette können gleichzeitig auch noch entsprechende Haken in beliebiger Höhe am Kunststoffrohr befestigt werden, in welche dann der eigentliche Zaundraht einhängbar ist, indem beispielsweise einfach die elastische Hülse, die ja sehr streng auf das Kunststoffrohr passt, in der gewünschten Drahthöhe auf das Kunststoffrohr aufgeschoben wird und dann auf dieser konischen Manschette ein entsprechender federnder Drahtring aufgesetzt wird, an dem der Haken zur Aufnahme des Querdrahtes angeformt ist. Die zwischengelegten elastischen Hülsen gewährleisten dabei eine gute elektrische Isolierung des Haltehakens gegenüber dem Kunststoffrohr und es werden mit Sicherheit Kriechströme durch herablaufendes Wasser vermieden.
- Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
- Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemässen Zaunpfahl im Querschnitt Fig. 2 zeigt den Zusammenbau eines solchen Zaunpfahles aus den Einzelteilen Der erfindungsgemässe Zaunpfahl besteht aus einer im Boden 1 versenkbaren Hülse 2, die unten zugespitzt ist. Diese Hülse 2 kann durch Hammerschläge in den Boden eingeschlagen werden, bis ihr oberer Rand etwa mit der Bodenoberfläche fluchtet. In das oben offene Ende dieser Hülse 2 wird ein Kunststoffrohr 3 eingesetzt, in dessen Innerem ein Versteifungsstab 4 eingesetzt ist. Das Kunststoffrohr besitzt vorzugsweise einen runden Querschnitt, der Versteifungsstab kann beliebigen Querschnitt besitzen, es kann sich hierbei beispielsweise um einen einfachen Eisenstab handeln, der so in das Kunststoffrohr 3 passt, dass er nicht herausfällt.
- Das obere Ende des Kunststoffrohres 3 ist mit einer Kappe 5 beispielsweise aus Kunststoff verschlossen, so dass kein Regen zwischen Versteifungsstab und Kunststoffrohr gelangen kann. Zum Einsetzen des Kunststoffrohres 3 in die Hülse 2 wird auf das untere Ende des Kunststoffrohres 3 eine konische Manschette 6 aus elastischem Material, beispielsweise Gummi aufgesetzt und das Kunststoffrohr wird dann zusammen mit dieser aussen konisch zulaufenden Manschette 6 in das offene Ende der Hülse 2 eingedrückt. Dadurch wird die Manschette 6 fest zwischen Kunststoffrohr und Hülsenrand 2 eingepresst. Das freie Ende des Kunststoffrohres endet etwas oberhalb des inneren-Endes der Hülse und kann sich nach allen Richtungen begrenzt bewegen, da der Innendurchmesser der Hülse 2 im Sinne der Figur etwas grösser gewählt ist als der Aussendurchmesser des Kunststoffrohres. Dadurch ist der ganze Zaunpfahl begrenzt elastisch schwenkbar und es besteht weniger die Gefahr eines Brechens. Um das Aufschieben der Gummimanschette zu erleichtern, ist die Manschettenbohrung im breiteren Bereich, der konischen Manschette mit einer konischen Erweiterung 7 versehen.
- Auf das Kunststoffrohr 3 können weitere solche Manschetten 6 aufgesetzt werden, an denen entsprechende Haltehaken 8 zum Einhängen des eigentlichen Zaunquerdrahtes 9 befestigbar sind. Zu diesem Zweck ist an dem Haltehaken 8 eine federnde Drahtschleife 10 angebracht, die elastisch federnd auf die konische Aussenfläche der Manschette 6 aufsetzbar ist. Der Haken 8 wird dadurch ebenfalls etwas elastisch am Kunststoffrohr gehalten und bricht nicht so leicht ab.
- Fig. 2 zeigt, wie der in Fig. 1 fertig zusammengebaut gezeichnete Zaunpfahl aus den verschiedenen Einzelteilen zusammengesetzt wird.
- Die in den Boden einschlagbare Hülse 2 besteht aus Eisen oder Kunststoff. Für leichtere Böden kann es von Vorteil sein, am Aussenumfang der Hülse eine Art Gewindegang vorzusehen, so dass die Hülse über ein geeignetes Werkzeug in den Boden eingeschraubt werden kann.
- Die Ausbildung des Zaunpfahles als Kunststoffrohr 3 gewährleistet eine gute elektrische Isolierung gegenüber dem Boden. Verstärkt wird diese Isolierung noch durch die zwischen gesetzte Manschette 6 aus Isoliermaterial (Gummi). Die Manschette gewährleistet auch, dass kein Wasser oder Schmutz in das Innere der Hülse 2 gelangen kann. Das funktionelle Zusammenwirken des Kunststoffrohres 3, der Kappe :5 und der Manschetten 6 zwischen dem Höselrand bzw.
- den Haltehaken 8 ergibt insgesamt einen Zaunpfahl, der sehr gut zum Aufbau von Elektrozäunen geeignet ist, da er optimale Isolierung gewährleistet.
- Der Versteifungsstab kann beispielsweise auch viereckigen Querschnitt besitzen und der erfindungsgemässe Zaunpfahl wird hierdurch wesentlich stabiler und steifer. Er kann gegebenenfalls auch aus Holz bestehen, das wegen des äusseren Kunststoffrohres nicht imprägniert zu werden braucht. Das vorgesehene äussere Kunststoffrohr, das witterungsbeständig ist und keine laufenden Anstreicharbeiten nötig macht, kann entsprechend den gewünschten Anwendungsfällen beliebig gefärbt sein und beispielsweise der Umwelt in seiner Farbe angepasst sein.
- Mit einem erfindungsgemässen Zaunpfahl können auch feste Zäune aufgebaut werden, indem an den Zaunpfahl über entsprechende Beschläge Latten aus Holz oder Kunststoff befestigt werden. In diesem Fall ist es vorteilhaft, den ganzen Zaunpfahl in der Hülse 2 nicht mehr wie bei einem Weidezaun mit dem unteren Ende schwenkbar zu lagern sondern vielmehr den ganzen Zaunpfahl fest und unverbiegbar in der Hülse zu befestigen. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass das Innenmass der Hülse 2 gleich dem Aussenmass des Kunststoffrohres 3 gewählt wird, der Zaunpfahl also fest in der Hülse 2 verankert wird, und die Manschette 6 nur als Witterungsschutz umgekehrt wie in Fig. 1 gezeichnet auf den Pfahl aufgesetzt wird. Zur Befestigung solcher Holz- oder Kunststoff-Latten bzw. -Bretter eignen sich alle hierfür geeigneten Beschläge oder Klammern, die auf den Zaunpfahl aufsetzbar sind und dort durch Schrauben angepresst werden können und an denen dann die Latten oder Bretter befestigt werden.
- Patentansprüche
Claims (12)
- Patentansprüche Zaunpfahl, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h eine im Boden (1) versenkbare Hülse (2), ein in diese einsteckbares Kunststoffrohr(3), einen in das Kunststoffrohr (3) eingesteckten Versteifungsstab (4) und eine auf das Kunststoffrohr (3) aufgesteckte, aussen konische, mit Pressitz zusammen mit dem Kunststoffrohr in die Hülse (2) einpressbare Manschette (6).
- 2. Zaunpfahl nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, dass die Hülse (2) unten zugespitzt ist.
- 3. Zaunpfahl nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, dass die Hülse einen solchen Innendurchmesser besitzt, dass das eingesetzte und am oberen Hülsenrand durch die Manschette (6) gehaltene Kunststoffrohr (3) mit seinem unteren freien Ende in der Hülse (2) allseitig begrenzt bewegbar ist.
- 4. Zaunpfahl nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Hülse auf ihrer Aussenseite einen Gewindegang trägt.
- 5. Zaunpfahl nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Hülse (2) aus Kunststoff besteht.
- 6. Zaunpfahl nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t, dass das Kunststoffrohr an seinem oberen Ende durch eine Kappe (5) verschlossen ist.
- 7. Zaunpfahl nach einem der Ansprüche 1 bis 6, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Versteifungsstab (4) ein Eisenstab ist.
- 8. Zaunpfahl nach einem der Ansprüche 1 bis 7, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Manschette (6) aus gummielastischem Material besteht.
- 9. Zaunpfahl nach einem der Ansprüche 1 bis 8, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass der Innendurchmesser der Manschette (6) so gewählt ist, dass diese mit festem Sitz auf dem Kunststoffrohr (3) aufschiebbar ist.
- 10. Zaunpfahl nach einem der Ansprüche 1 bis 9, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das Loch der Manschette (6) am breiteren Ende der Manschette konisch erweitert ist (Erweiterung 7).
- 11. Zaunpfahl nach einem der Ansprüche 1 bis 10, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass längs des Kunststoffrohres (3) an vorbestimmten Stellen eine oder mehrere weitere Manschetten (6) aufsetzbar sind, an denen Haken (8) zum Einhängen eines Querdrahtes (9) befestigbar sind.
- 12. Zaunpfahl nach Anspruch 11, da d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, dass an dem Haken (8) eine federnde und auf den Aussenumfang der konischen Manschette (6) passende Drahtschleife (10) angeformt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19762609165 DE2609165A1 (de) | 1976-03-05 | 1976-03-05 | Zaunpfahl |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19762609165 DE2609165A1 (de) | 1976-03-05 | 1976-03-05 | Zaunpfahl |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2609165A1 true DE2609165A1 (de) | 1977-09-08 |
Family
ID=5971624
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19762609165 Pending DE2609165A1 (de) | 1976-03-05 | 1976-03-05 | Zaunpfahl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2609165A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19748386A1 (de) * | 1997-11-03 | 1999-05-12 | Froh Carl Gmbh | Verankerungselement für einen Zaunpfahl |
| DE102008036466A1 (de) | 2008-08-05 | 2010-02-11 | Valet, Günter, Prof. Dr. | Pfahl für Weidebetrieb und Zäune |
| EP2957675B1 (de) * | 2014-06-13 | 2019-05-22 | Gebr. Strab GmbH + Co. | Bodendübel zum Befestigen von stabförmigen Gegenständen, insbes. von Pfosten im urbanen Bereich (Umfeld) sowie Verfahren zu dessen Einbringung ins Erdreich |
| US12252895B2 (en) * | 2016-02-19 | 2025-03-18 | Gallagher Group Limited | Fence post |
-
1976
- 1976-03-05 DE DE19762609165 patent/DE2609165A1/de active Pending
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19748386A1 (de) * | 1997-11-03 | 1999-05-12 | Froh Carl Gmbh | Verankerungselement für einen Zaunpfahl |
| DE102008036466A1 (de) | 2008-08-05 | 2010-02-11 | Valet, Günter, Prof. Dr. | Pfahl für Weidebetrieb und Zäune |
| EP2957675B1 (de) * | 2014-06-13 | 2019-05-22 | Gebr. Strab GmbH + Co. | Bodendübel zum Befestigen von stabförmigen Gegenständen, insbes. von Pfosten im urbanen Bereich (Umfeld) sowie Verfahren zu dessen Einbringung ins Erdreich |
| US12252895B2 (en) * | 2016-02-19 | 2025-03-18 | Gallagher Group Limited | Fence post |
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