DE2603961A1 - Vorrichtung zur abdeckung von kokillen o.dgl. - Google Patents
Vorrichtung zur abdeckung von kokillen o.dgl.Info
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Description
Günther Eichelkraut, Westring 63
4057 Brüggen
4057 Brüggen
Vorrichtung zur Abdeckung von Kokillen od.. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abdeckung von mit flüssigem Metall, insbesondere beruhigtem Stahl,
gefüllten Kokillen, Speisern, Tiegeln od. dgl..
10
Es ist bekannt, die Oberfläche von in Kokillen, Speisern, Tiegeln od. dgl. enthaltenem, flüssigem Metall mit einem
exothermen Pulver abzudecken, um eine Wärmeabstrahlung nach oben zu verhindern. Ein solches, beispielsweise bei
flüssigem Stahl verwendetes Pulver weist Kugelmühlenstaub auf, wie er aus Schlacke bei der Aluminiumherstellung anfällt,
sowie Flugasche, Holzstaub, Oxidationsmittel sowie weitere Bestandteile. Die so gebildete Isolierschicht
brennt ab. Von der entstehenden Wärme teilt sich nur ein geringer Teil der Stahloberfläche mit, während der Haupt-
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teil der entstehenden Wärme unbenutzt nach oben weggeht. Neben diesem Wachteil besteht ein weiterer wesentlicher
Nachteil in starker Rauchentwicklung bei Verbrennung des exothermen Pulvers.
Weiterhin sind plattenförmige Abdeckungsvorrichtungen bekannt, die mit organischen Fasern exothermen Anteilen,
Oxidationsmitteln, Blähgraphit und weiteren Bestandteilen versehen sind, die auf den Stahlspiegel bzw. die Stahloberfläche
aufgelegt werden und auf dieser schwimmen. Auch bei Verwendung derartiger Platten entsteht eine starke Rauchbelästigung
und eine starke Staubbelästigung bei der weiteren Behandlung der Stahlblöcke.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die geschilderten
Nachteile nicht auftreten, bei der also insbesondere eine Rauchentwicklung vermieden wird und keine Verunreinigung
von Tief- oder Stoßofen bei einer nachfolgenden Wärmebehandlung durch Schlacke des Lunkerpulvers auftritt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Vorrichtung auf einem im Abstand oberhalb der Metalloberfläche anzuordnenden Isolierkörper besteht, der an seiner
dem flüssigen Metall zugewandten Seite für Wärmestrahlung reflektierend ausgebildet ist. Diese Maßnahme weist den Vorteil
auf, daß die Vorrichtung nicht verbrennt und damit keine Rauchbelästigung und keine Beeinträchtigung durch die
Verbrennungsrückstände auftritt. Weiterhin wird in vorteil-
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hafter Weise durch die Reflexion der von dem flüssigen Metall ausgehenden Wärmestrahlung eine Wärmeabstrahlung
in die Umgebung verhindert, was zu einer besseren Lunkerung am Kopf des späteren Metallblockes führt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die dem flüssigen Metall zugewandte Seite parabelförmig
gekrümmt ausgebildet ist. Mit dieser Maßnahme kann die reflektierte Strahlung in einem Brennpunkt oder in einer
Brennlinie konzentriert werden. Das Metall kann somit vorzugsweise in der.Mitte am längsten flüssig gehalten werden,
so daß ein sich bildender Lunker immer mit flüssigem Metall abgedeckt ist.
Der Reflexionsbereich weist vorzugsweise eine helle Färbung, vornehmlich weiß, auf.
Es kann auch vorgesehen sein, daß der Reflexionsbereich von einer Glasur oder einem Email überzogen ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der Reflexionsbereich einen Glasurbildner enthält.
Durch die Wärme des flüssigen Metalls wird dann bei Einsatz der Vorrichtung zunächst aus dem Glasurbildner eine
Glasurschicht auf der dem flüssigen Metall zugewandten Seite gebildet, die dann reflektierend wirkt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, daß der Reflexionsbereich einen metallisch glänzenden
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Überzug aufweist. Dieser metallisch glänzende Überzug kann von vornherein auf dem Isolierkörper aufgebracht sein, oder
es kann vorgesehen sein, daß der Reflexionsbereich eine Beschichtung aufweist, die unter dem Einfluß der Strahlungshitze
in einen metallisch glänzenden Überzug umgewandelt wird.
Der erfindungsgemäß vorgesehene Isolierkörper besteht vorzugsweise
aus einer porosierten keramischen Masse von niedrigem Gewicht, welches vorzugsweise in der Größenordnung
von 0,2 bis 1,5 g/cm3 liegt.
Es ist auch möglich, daß der Isolierkörper aus Mineralwollfilz, Glaswollfilz, Kaolinwollfilz, Schlackenwollfilz od.
dgl. besteht.
Weiterhin weist der Isolierkörper in zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung eine Öffnung zum Entweichen von
Gasen auf.
Wenn die Handhabung eines einstückig ausgebildeten Isolierkörpers Schwierigkeiten bereitet, kann nach einem weiteren
Merkmal der Erfindung vorgesehen sein, daß der den Reflexionsbereich
aufweisende Isolierkörper aus mehreren Einzelelementen zusammengesetzt ist. In zweckmäßiger Ausgestaltung
dieses Merkmals kann weiterhin vorgesehen sein, daß die einander zugewandten Seiten der Einzelelemente sich überdekkende
Falze aufweisen. Ein Wärmeübergang durch andernfalls zwischen den Einzelelementen möglicherweise entstehende Zwi-
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schenräume wird dadurch vermieden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine mit einer Vorrichtung gemäß der Erfindung abgedeckte Blockkokille;
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1 mit
einer Darstellung des oberen Bereiches der Kokille;
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen mit einer Vorrichtung gemaß
der Erfindung abgedecktem Speiser;
Fig. 4 eine Schnittdarstellung längs der Linie IV-IV in
Fig. 3 mit einer Darstellung des oberen Bereiches des Speisers;
Fig. 5 eine Draufsicht auf eine mit einer Vorrichtung gemaß
der Erfindung abgedeckte Brammenkokille;
Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie VI-VI in Fig. 5 mit
einer Darstellung des oberen Bereiches der Kokille;
Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie VII-VII in Fig. 5 mit einer Darstellung des oberen Bereiches der
Kokille.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Blockkokille 1 ist der obere Bereich mit einer üblichen Kokilleneinsatzhaube 2 versehen.
Die Oberfläche des flüssigen Metalls 3 ist mit 4 be-
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zeichnet. Die Vorrichtung zur Abdeckung der Kokille ist als Isolierkörper 5 aus porosiertem keramischem Material
von niedrigem spezifischem Gewicht ausgebildet. Der Isolierkörper weist an seiner der Oberfläche 4 des flüssigen
Metalls zugewandten Seite 6 eine in Form eines Rotationsparaboloiden ausgebildete Reflexionsfläche auf. Weiterhin
ist eine Öffnung S vorgesehen. Durch den Reflexionsbereich
7 wird die von dem flüssigen Metall 3 ausgehende Wärmestrahlung reflektiert, und zwar im wesentlichen in einem
Brennpunkt (nicht dargestellt). Die Lage des Brennpunktes ist abhängig von der Krümmung der Reflexionsfläche.
Der in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellte Speiser 9 weist eine kreisrund ausgebildete Wandung 10 auf, auf welche ein mit
einem Reflexionsbereich 11 versehener Isolierkörper 12 aufgesetzt
ist. Der Isolierkörper 12 weist eine Öffnung 13 auf. Der Reflexionsbereich 11 ist ebenfalls im wesentlichen in
Form eines Rotationsparaboloiden ausgebildet und auf der dem flüssigen Metall 14 zugewandten Seite angeordnet.
Die in den Figuren 5 bis 7 dargestellte Brammenkokille weist in ihrem oberen Bereich eine Auskleidung 15 der Kokillenwandung
16 auf. Oberhalb der Oberseite von flüssigem Metall 17 ist ein deckeiförmig angeordneter Isolierkörper
18 angeordnet, der mit einer zum Entweichen von Gas dienenden Öffnung 19 versehen ist, und der an seiner der Oberfläehe
20 des flüssigen Metalls zugewandten Seite einen Reflexionsbereich 21 aufweist. Die Gestaltung des Reflexionsbereiches ist derart, daß sie im Querschnitt (Fig. 6) para-
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bolisch ausgebildet ist, und im Längsschnitt nicht parabolisch. Dadurch wird erreicht, daß die von der Oberfläche
des flüssigen Metalls ausgehende Wärmestrahlung in einer in Längsrichtung durchgehenden Brennlinie reflektiert wird.
Der Isolierkörper ist bei dieser Ausführungsform aus mehreren Einzelelementen 18a, 18b, 18c, 18d und 18e zusammengesetzt,
wobei die einander zugewandten Seiten der Einzelelemente sich überdeckende Falze (22) (Fig. 7) aufweisen.
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Claims (1)
- Dipl.-Ing. Manfred Bonsmann d-4050 Mönchengladbach ιPatentanwalt Beethovenstraße 15 ,« (0 21 61) 1 2114 Z O U S <5 O IDatum:Mein Zeichen:Ihr Zeichen:Günther Eichelkraut, Westring 63
BrüggenVorrichtung zur Abdeckung von Kokillen od. dgl.Patentansprüche1. Vorrichtung zur Abdeckung von mit flüssigem Metall, insbesondere beruhigtem Stahl, gefüllten Kokillen, Speisern, Tiegeln od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung aus einem im Abstand oberhalb der Metalloberfläche (4, 14, 20) anzuordnenden Isolierkörper (5» 12, 18) besteht, der an seiner dem flüssigen Metall zugewandten Seite für Wärmestrahlung reflektierend ausgebildet ist.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem flüssigen Metall zugewandte Seite parabelförmig gekrümmt ausgebildet ist.709831/0198Postscheck Köln 1771 23-506 (BLZ 370100 50) · Bank: Stadtsparkesse Mönchengladbach 132 985 (BLZ 310 500 00)ORIGINAL IWSPECTEO3· Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflexionsbereich (7, 11, 21) eine helle Farbe, vornehmlich weiß, aufweist.4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflexionsbereich (7, 11, 21) von einer Glasur oder einem Email überzogen ist.5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflexionsbereich (7, 11, 21) einen Glasurbildner enthält.6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflexionsbereich (7, 11, 21) einen metallisch glänzenden Überzug aufweist.7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflexionsbereich (7, 11, 21) eine sich unter dem Einfluß der Strahlungshitze in einen metallisch glänzenden Überzug umwandelnde Beschichtung aufweist.8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (5, 12, 18) aus porosierter keramischer Masse von niedrigem spezifischem Gewicht besteht.9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (5, 12, 18) aus709831/0138Mineralwollfilz "besteht.1Oo Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (5, 12, 18) aus Glaswollfilz besteht.11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (5, 12, 18) aus Kaolinwollfilz besteht.12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (5, 12, 18) aus Schlackenwollfilz besteht.13· Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (5, 12, 18) eine Öffnung (8, 13, 19) zum Entweichen von Gasen aufweist.14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der den Reflexionsbereich (21) aufweisende Isolierkörper (18) aus mehreren Einzelelementen (18a, 18b, 18c, 18d, 18e) zusammengesetzt ist.15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die aneinander angrenzenden Seiten der Einzelelemente (18a bis 18e) sich überdeckende Falze (22) aufweisen.709831/0198
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|---|---|---|---|
| DE2603961A DE2603961A1 (de) | 1976-02-03 | 1976-02-03 | Vorrichtung zur abdeckung von kokillen o.dgl. |
| SE7700847A SE7700847L (sv) | 1976-02-03 | 1977-01-27 | Isolerande lock for behallare, som innehaller vetskeformig metall |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2603961A DE2603961A1 (de) | 1976-02-03 | 1976-02-03 | Vorrichtung zur abdeckung von kokillen o.dgl. |
Publications (1)
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|---|---|
| DE2603961A1 true DE2603961A1 (de) | 1977-08-04 |
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ID=5968873
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2603961A Pending DE2603961A1 (de) | 1976-02-03 | 1976-02-03 | Vorrichtung zur abdeckung von kokillen o.dgl. |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2603961A1 (de) |
| SE (1) | SE7700847L (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2507511A1 (fr) * | 1981-06-15 | 1982-12-17 | Pyreflex Corp | Dispositif et procede pour inhiber, lors du refroidissement, la production d'une retassure a la surface superieure d'un lingot |
| EP0066709A3 (en) * | 1981-06-06 | 1984-08-01 | Mannesmann Rexroth Gmbh | Feeder head for a casting |
| US4463797A (en) * | 1979-02-09 | 1984-08-07 | Pyreflex Corp. | Inhibiting shrinkage pipe formation of metal casting |
-
1976
- 1976-02-03 DE DE2603961A patent/DE2603961A1/de active Pending
-
1977
- 1977-01-27 SE SE7700847A patent/SE7700847L/xx unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4463797A (en) * | 1979-02-09 | 1984-08-07 | Pyreflex Corp. | Inhibiting shrinkage pipe formation of metal casting |
| EP0066709A3 (en) * | 1981-06-06 | 1984-08-01 | Mannesmann Rexroth Gmbh | Feeder head for a casting |
| FR2507511A1 (fr) * | 1981-06-15 | 1982-12-17 | Pyreflex Corp | Dispositif et procede pour inhiber, lors du refroidissement, la production d'une retassure a la surface superieure d'un lingot |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SE7700847L (sv) | 1977-08-08 |
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