DE2602030C2 - Diphosphonoalkancarbonsäuren und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Diphosphonoalkancarbonsäuren und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
wobei R = —Η oder -CH2-CH2-COOH bedeutet
und deren wasserlösliche Salze.
2. Verfahren zur Herstellung von 1,1 -Diphosphonopropan-3-carbonsäuren,
dadurch gekennzeichnet, daß man Acrylsäureester in Gegenwart von basischen Katalysatoren mit Methylen-Ul-diphosphonsäureester
im Molverhältnis 1:1 umsetzt, das Reaktionsprodukt verseift und die anfallenden Säuren gegebenenfalls
in an sich bekannter Weise in die wasserlöslichen Salze überführt.
3. Verfahren zur Herstellung von 3,3-Diphosphonopentan-l,5-dicarbonsäure,
dadurch gekennzeichnet, daß man Acrylsäureester in Gegenwart von basischen Katalysatoren mit Methylen-lJ-diphosphonsäureester
im Molverhältnis von mindestens 2:1 umsetzt, das Reaktionsprodukt verseift und die anfallenden
Säuren gegebenenfalls in die wasserlöslichen Salze überführt.
Gegenstand der Erfindung sind neue Diphosphonoalkancarbonsäuren und deren wasserlösliche Salze sowie
Verfahren zu deren Herstellung. Die genannten Verbindungen sind gute Komplexbildner und weisen weitere
wertvolle anwendungstechnische Eigenschaften auf.
Verbindungen vom Typ der Oligocarbonalkan-phosphonsäuren
haben durch ihre sequestrierende Wirkung in letzter Zeit zunehmend an Bedeutung gewonnen. Derartige
Verbindungen werden als Builder-Stoffe in Reinigungsmitteln eingesetzt, wobei ein wesentlicher Vorteil
in der guten Härtestabilisierung bei geringer Dosierungsmenge, beispielsweise bei der Container- und Flaschenreinigung
liegt. Als besonders geeignet haben sich dabei in der Praxis 2-Phosphono-butan-l,2,4-tricarbonsäure
sowie 3-Phosphono-pentan-l,3,5-tricarbonsäure erwiesen.
Es wurde überraschenderweise gefunden, daß die neuen nachstehend beschriebenen Diphosphonoalkancarbonsäuren
noch erheblich bessere Eigenschaften haben.
Die neuen Diphosphonoalkancarbonsäuren entsprechen der allgemeinen Formel
PO3H2
R-C-CH2-CH2-COOH
PO3H2
PO3H2
wobei R = — H oder —CH2-CH2-COOH bedeutet.
Verbindungen der Formel (1). wobei R= —H bedeutet, werden erfindungsgemäß hergestellt, indem man
Acrylsäureester in Gegenwart von basischen Katalysatoren, wie insbesondere Alkoholaten, mit Methylendiphosphonsäureester
im Molverhältnis von 1:1 umsetzt.
Das Reaktionsprodukt wird dann anschließend durch. Verseifen in die gewünschte Säure überführt. Die Herstellung
von Diphosphonoalkancarbonsäuren der Formel (1), wobei R= -CH2-CH2-COOH bedeutet, werden
in ähnlicher Weise erhalten, indem man Acrylsäureester in Gegenwart von basischen Katalysatoren mit Methylenl,l-diphosphonsäurc;ester
im Molverhältnis von mindestens 2:1 umsetzt und das Reaktionsprodukt anschließend
verseift.
Die oben beschriebenen Phosphonsäuren können durch vollständige oder teilweise Neutralisation mit anorganischen,
organischen oder quartären Basen wie NaOH, KOH, "NH4OH, Alkalicarbonate^ Alkanolaminen
wie Monoäthanolamin, Diäthanolamin und Triäthanolamin
oder Tetraalkylammoniumhydroxid in die entsprechenden wasserlöslichen Salze überrührt werden.
Die neuen Diphosphonoalkancarbonsäuren einschließlich ihrer Alkali-, Ammonium- oder Alkanolaminsalze,
sind gute Komplexbildner für Erdalkali-, vorzugsweise Cafciumionen und können daher speziell für Vorgänge
der Wasserenthärtung Anwendung finden. Es ist dabei nicht notwendig, mit stöchiometrischen Mengen zu arbeiten,
sondern man kann auch durch Anwendung unterstöchiometrischer Mengen Calcitfällungen erheblich verzögern.
Sie sind daher auch als Korrosions- und Steinansatzverhütungsmittel
für Kühlwasser, insbesondere in Kombination mit an sich bekannten Zusätzen, wie beispielsweise
zweiwertige Zink- und/oder Cadmiumsalze. Orthophosphate.
Chromate oder Hydrazinhydrat gut geeignet. Was je nach der zur Anwendung gelangenden Verbindung
als stöchiometrische Menge anzusehen ist, läßt sich durch einen einfachen Versuch leicht ermitteln. Im
allgemeinen werden die Komplexbildner in Mengen von 1 Mol per 2000 Mol Metallionen bis zur sechsfachen
stöchiometrischen Menge verwendet.
Die genannten Eigenschaften bewirken, daß die neuen Komplexbildner beispielsweise auch für die Entkrustung
von Geweben, in denen Alkalisalze sich abgelagert haben, und die Verminderung der Ascheanreicherung in Geweben
Anwendung finden können. Sie sind weiterhin geeignet für Reinigungsprozesse von starren Gegenständen
wie insbesondere Metall oder Glas. Hierbei kommt insbesondere die Verwendung als Zusatz zu Flaschenspülmitteln
in Betracht.
Von dem Komplexbildungsvermögen kann man in vorteilhafter Weise auch Gebrauch machen in Systemen,
in denen Kupferionen einen unerwünschten Einfluß haben. Als Beispiele sind hier die Vermeidung der Zersetzung
von Perverbindungen oder auch die Stabilisierung von Fetten und Seifen zu nennen. Weiterhin sind die
genannten Verbindungen als Zusatz zu Färbebädern von Textilien geeignet, um Metallionen, die unerwünschte
Farbnuancen bilden, komplex zu binden.
Schließlich kann das Vermögen der Komplexbildung auch dazu verwendet werden, um Pflanzen sogenannte
Spurenelemente zuzuführen. Das gute Komplexbildungsvermögen dieser Verbindungen zeigt sich auch daran, daß
die bekannte Rotfärbung nicht eintritt, welche sonst bei
bO Zusatz von Rhodanid zu Lösungen, die dreiwertiges
Eisen enthalten, beobachtet wird. Man kann daher diese !Eigenschaften auch in vorteilhafter Weise dazu verwenden,
um das Absetzen von Eisenverbindungen, insbesondere Eisenhydroxid auf Geweben oder beim Flaschenspülen
zu verhindern. Ebenfalls können die neuen Verbindungen anstelle von Cyaniden in galvanischen Bädern
eingesetzt werden.
Schließlich kommen sie auch als Buildersubstanzen mit
Schließlich kommen sie auch als Buildersubstanzen mit
komplexierenden Eigenschaften in Wasch- und Reinigungsmitteln
in Frage und können in Kombination mit bekannten anionenaktiven, kationenaktiven oder nichtionogenen
Netzmitteln verwendet werden. Weiterhin können sie in Kombination mit' Ätzalkalien, Alkali- ~
carbonaten, -Silikaten, -phosphonaten oder -boraten Anwendung finden.
Die beschriebenen Diphosphonsäuren sind auch als Wirkstoffe in pharmazeutischen oder kosmetischen Präparaten
geeignet, die Anwendung finden, um Störungen des Calcium- bzw. Phosphatstoffwechsels sowie die damit
verbundenen Erkrankungen therapeutisch oder prophylaktisch zu behandeln.
Zur pharmazeutischen Anwendung kommen anstelle der freien Säure auch ihre pharmakologisch unbedenkliehen
Salze wie Natrium-, Kalium-, Magnesium-, Ammonium- und substituierten Ammoniumsalze wie Mono-,
Di- oderTriäthanolammoniumsalze in Frage. Sowohl die partiellen Salze, in denen nur ein Teil der aciden Protonen
durch andere Kationen ersetzt ist, als auch Vollsalze können benutzt werden, jedoch sind partielle Salze, die
in wäßriger Lösung annähernd neutral reagieren (pH 5 — 9), bevorzugt. Mischungen der vorgenannten Salze
können ebenfalls angewandt werden.
Die Dosierung der verwendeten Verbindungen ist variabel und hängt von den jeweiligen Konditionen wie
Art und Schwere der Erkrankung. Dauer der Behandlung und der jeweiligen Verbindung ab. Einzelne Dosierungen
können von 0,05 bis 500 mg pro kg Körpergewicht betragen. Die bevorzugte Dosierung beträgt 1 bis 50 mg
pro kg Körpergewicht und Tag und kann in bis zu 4 Portionen täglich verabreicht werden. Die höheren Dosierungen
sind bei oraler Applikation infolge der begrenzten Resorption erforderlich. Bei langer dauernden Behandlungen
sind nach anfänglich höheren Dosierungen normalerweise geringere Dosierungen notwendig, um den
gewünschten Effekt aufrechtzuerhalten.
Dosierungen unter 0,05 mg/kg Körpergewicht beeinflussen die pathologische Verkalkung bzw. die Auflösung
von harten Geweben nur unerheblich. Bei Dosierungen von über 500 mg/kg Körpergewicht können langfristig
toxische Nebenwirkungen auftreten. Die beschriebenen Diphosphonsäuren bzw. ihre Salze können sowohl oral
als auch in hypertonischer Lösung subkutan, intramuskulär oder intravenös appliziert werden. Die bevorzugten
Dosisbereiche für diese Anwendungen sind (in mg/kg · Tag)
oral 1 - 50
subkutan 1-10
intramuskulär 0,05—10
intravenös 0,05-2
Die Substanzen können zur Verabreichung in Tabletten, Pillen, Kapseln oder Injektionslösungen formuliert
werden. Die Anwendung kann in Kombination mil dem Hormon Calcitonin erfolgen.
Geeignete Calcitonine sind synthetisches und natürliches Calcitonin von Schweinen, Rindern und Salmen.
Gleichfalls eingesetzt werden können Calcitonine, deren biologische Wirksamkeit durch den Ersatz einzelner
Aminosäuregruppen in der aus 32 Aminosäuren bestehenden Peptid-Kette der natürlichen Calcitonine verändert
worden ist. Einige dieser angeführten Calcitonine sind im Handel erhältlich. Für Tiere können die Substanzen
auch in Futter bzw. als Futterzusätze Verwendung finden.
Bei Anwendung in kosmetischen Präparaten wie Mund- und Zahnpflegemitteln verhindern die erfindungsgemäßen
Diphosphonsäuren bzw. ihre pharmakologisch unbedenklichen Salze in Konzentrationen von 0,01 -5 %
die Bildung von Zahnstein.
Schließlich sind die neuen Diphosphonsäureii auch geeignet
als Zusatz zu Präparaten für die Herstellung von 99m-Technetium-Radiodiagnostika. Durch Radiographie
lassen sich nämlich Knochen- und Gewebeerkrankungeii
erkennen und lokalisieren. Zu diesem Zweck hat man in letzter Zeit das Isotop Technetium-Q^, welches eine
Halbwertzeit von 6 Stunden aufweist, verwendet.
Zu seiner Herstellung stehen gut handbare Vorrichtungen zur Verfugung, aus denen durch Eluierung mit
isotonischer Kochsalzlösung das radioaktive Isotop in Form von 99™ Pertechnetat erhalten werden kann.
Das Pertechnetat-99™ unterscheidet sich von dem
früher verwendeten radioaktiven Fluor oder Strontium darin, daß es im Körper nicht spezifisch im Skelett oder in
kalkhaltigen Tumoren gebunden wird. Zu seiner Anwendung muß es daher zu einer niedrigen Oxidationsstufe
reduziert werden und dann mit einem geeigneten Komplexbildner in dieser Oxidationsstufe stabilisiert werden.
Der Komplexbildner muß weiterhin eine hohe Selektivität zur bevorzugten Absorption am Skelett bzw. an kalkhaltigen
Tumoren aufweisen.
Es hat sich herausgestellt, daß sich für diese Zwecke die oben beschriebenen komplexierenden Diphosphonsäuren
bzw. deren pharmazeutisch unbedenklichen wasserlöslichen Salze besonders gut eignen. Dabei werden die
Phosphonsäuren zusammen mit einem pharmazeutisch brauchbaren Zinn(ll)-, Chrom(II)- oder Eisen(lI)-SaIz
angewandt, wobei die reduzierenden Salze in stöchiometrischen untergeordneten Mengen, bezogen auf die
Phosophonsäure oder deren wasserlösliche Salze, vorhanden sind. Dadurch wird die einfache Herstellung eines
hochstabilen Produktes ermöglicht, welches zum Verkauf in fester Form als Tablette oder in Form einer Lösung,
enthalten in einer Ampulle, geeignet ist.
Die Tablette oder der Inhalt einer Ampulle bilden nach Zugabe zu einer Pertechnetat-Lösung ein sehr wirksames
Mittel zur Diagnostik von Knochentumoren, lokalen Störungen des Knochenstoffwechsels sowie kalkeinlagernden
Gewebetumoren.
57,6 (0,2 Mol) Methylendiphosphonsäuretetraäthylester und 34,4 g (0,4 Mol) Acrylsäuremethylester wurden
gemischt und unter Rühren 12-14 ml frisch bereitete gesättigte CH,ONaCH3OH-Lösung zugetropft. Die Reaktionstemperatur
erreichte hierbei 900C. Nach Abklingen der exothermen Reaktion wurde noch 2 Std. bei
90—100°C nachgerührt. Das Reaktionsprodukt wurde dann im Vakuum fraktioniert. Die Hauptfraktion des
anfallenden Esters hatte einen Siedepunkt von 210 bis 216°C/0,12 mbar. Die Dichte betrug n£>
= 1,4613. Die Ausbeute betrug 88%.
Anschließend wurde der angefallene Ester durch längeres Kochen mit konzentrierter Salzsäure am Rückfluß
verseift und die freie Säure abgetrennt. Die Ausbeute bei der Verseifung betrug etwa 86%. Das Molgewicht der
anfallenden 3,3-Diphosphonopentan-l ,5-dicarbonsäure der Formel
PO3H2
HOOC-CH2-CH2-C-CH2-CH2-COOh
PO3H2
betrug gemäß potentiometrischer Titration 330 (berechnet 320).
Analysen werte:
Ber.: C 26,25
Gef.: C 26,31
Ber.: C 26,25
Gef.: C 26,31
H 4,36
H 4,72
H 4,72
P 19,38
P 18,67
P 18,67
57,6 g (0,2 Mol) Methylendiphosphonsäuretetraäthylester und 17,2 g (0,2 Mol) Acrylsäuremethylester wurden
zusammengegeben und unter Rühren 10 ml gesättigte Natriumäthylatlösung zugetropft. Dabei stieg die Reaktionstemperatur
auf 600C. Durch 21 /,-stündiges Nacherhitzen
auf 80—900C wurde die Additionsreaktion vervollständigt
Das Reaktionsprodukt wurde im Vakuum fraktioniert. Die Hauptfraktion des anfallenden Esters hatte, einen
Siedepunkt von 180-188 °C/0,53 mbar und eine Dichte
von nf,0 = 1,4510. Die Ausbeute betrug 33%.
Anschließend wurde der angefallene Ester durch längeres Kochen am Rückfluß mit konzentrierter Salzsäure
verseift und die freie Säure abgetrennt. Die Ausbeute bei der Verseifung betrug etwa 87 %. Das Molgewicht der als
Dihydrat anfallenden i,l-Diphosphonopropan-3-carbonsäure
betrug gemäß potentiometrischer Titration 280,3 (berechnet 284).
Analysenwerte:
Ber.: C 16,90 H 4,93 P 21,83
Gef.: C 17,16 H 4,90 P 21,06
Gef.: C 17,16 H 4,90 P 21,06
Die Bestimmung des Komplexbindevermögeiis mit
dem modifizierten Hampshire-Test, das ist die Auflösung von frisch gefälltem CaCO3, zeigt besonders deutlich die
Wirksamkeit der neuen Komplexbildner, (III und IV).
Die Verbindungen I — IV bedeuten:
I 2-Phosphono-butan-l ,2,4-tricarbonsäure
II 3-Phosphono-pentan-l,3,5-tricarbonsäure
II 3-Phosphono-pentan-l,3,5-tricarbonsäure
30
35
III 3,3-Diphosphono-pentan-I,5:dicarbonsäure
IV 1,1 -Diphosphono-propan-3-carbonsäure
Komplexbildner
MHT-Werte bei pH 11 in g-Ionen Ca/Mol Säure
II
III
IV
III
IV
1,60 1,26 2,91 2.20
Die härtestabilisierende Wirkung in unterstöchiometrischen Mengen wurde bei 600C und 95°C in einer
Soda-Silicat-Gerüststofformulierung bestimmt.
| % CaO | 150 mg/1 60 "C | % CaO | |
| gelöst | %CaO | Inkrustation | |
| 98,8 | ausgefällt | 0,2 | |
| I | 27,4 | 1,0 | 17,9 |
| II | 100 | 54,7 | 0 |
| III | 100 | 0 | 0 |
| IV | 0 | ||
| % CaO | 150 mg/1 95 0C | % CaO | |
| gelöst | % CaO | Inkrustation | |
| ausgefällt | |||
| I | 98,9 | 0,9 | 0,2 |
| II | 6,1 | 4,4 | 89,5 |
| III | 100 | 0 | 0 |
| IV | 98,0 | 2.0 | 0 |
Die Verbindungen I —IV sind die gleichen wie im
Beispiel 3. Verbindungen III —IV gemäß Erfindung.
Claims (1)
1. Diphosphonoalkancarbonsäuren der allgemeinen Formel
PO3H2
R-C-CH2-CH2-COOH
PO3H2
PO3H2
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1977
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