2601810 Dr.HorstJchüler ig<
januar ^76
Nlddaetr. 62
3816-36-CA-31O2A
GENERAL ELECTRIC COMPANY
1 River Road
SCHENECTADY, N.Y./U-S.A.
Schleieriger bzw. unklarer Polypropylenfilm
Die Erfindung bezieht siah auf einen Kunstharz-Polypropylenfilm und
insbesondere auf einen schleierigen bzw. unklaren oder unscharfen .Polypropylenfilm mit einer gleichförmig unregelmäßigen oder erhabenen
Reliefoberfläche, deren Unregelmäßigkeiten sich in einer vorbestimmten
Form oder einem entsprechenden Muster befinden und mit einem vorbestimmten Reliefgrad ausgebildet sind.
Polypropylenfilm hat bei der Benutzung als dielektrisches Medium in
dielektrischen, flüssigkeitsimprägnierten elektrischen Kondensatoren
eine weite Verbreitung gefunden. Bei der Herstellung eines solchen Kondensators werden sehr dünne Polypropylenstreifen mit Aluminiumfolienstreifen
geschichtet, und diese Zusammensetzung bzw. Schichtung wird zu einer festen Rollenform aufgewickelt. Die Rolle
wird in einem geeigneten Gehäuse angeordnet und mit einem dielektrischen flüssigen Imprägniermittel imprägniert. Alternativ können
die Aluminiumfolienstreifen dadurch ersetzt werden, daß Metallbeschichtungen auf geeigneten dielektrischen Streifen angebracht werden.
Der nach den bekannten Blasschlauch- und Zug- und Aufspannverfahren
(blown tube and draft and tentering processes) hergestellte Polypropylenfilm hat gewöhnlich sehr glatte kompakte Oberflächen,
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die dazu neigen, sehr fest aneinander oder an anderen angrenzenden
Oberflächen zu haften. Hierdurch ergibt sich ein Problem bezüglich des Versuchs, den Film im Zustand einer fest aufgewickelten Kondensatorrolle
zu imprägnieren. Es ist besonders schwierig, das Imprägniermittel, wie ein Öl, dazu zu veranlassen, die Kondensatorrolle
vollständig, zu durchdringen, und zwar insbesondere bezüglich der Grenzflächen der Polypropylenstreifen und Polypropylen- sowie Folienstreifen.
Aus diesem Grund wurden zahlreiche frühere Versuche dur; ugeführt,
um die Imprägnierung von Kondensatorrollen durch Aufrauhen der angrenzenden Filmstreifen, Folien usw., zu beschleunigen, und zwar
durch Ätz-, Gravierungs-, Abtragungs- bzw. Abschleif- oder Formungsverfahren. Das Ergebnis dieser Verfahren hat sich aus einer
Anzahl von Gründen nicht als zufriedenstellend erwiesen. Insbesondere neigen viele dieser Aufrauhungsprozesse dazu, die körperliche
Festigkeit des Films wie auch die dielektrische Festigkeit zu beeinflussen. Auch Formgebungsvorgänge, die die Gesamtdicke des Films
vergrößern, wie Riffelungen und Gravierungen, erhöhen die Gesamtdicke der Rolle, die dadurch übermäßig groß wird. Es wurde festgestellt,
daß nach dem Blasschlauchverfahren ein Film erzeugt wird,
dessen Oberflächenbereiche schwach aufgerauht sind. Jedoch ist die Rauhigkeit nicht gleichförmig, sondern vielmehr sporadisch, und
nicht einer Vorbestimmung bei dem Filmherstellungsvorgang unterworfen
.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung eines verbesserten Polypropylenfilms der genannten Art und eines
entsprechenden Verfahrens zu seiner Herstellung.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe hat nach einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung der aus einem Extruder in einem Filmherstellungsvorgang
austretende Polypropylenschlauch oder -halm
einen Abschnitt, der in vorbestimmter Weise temperaturgesteuert wird, um eine umfassende bzw. ausgedehnte kontinuierliche und
gleichförmige Sphärolithbildung mit einer überwiegenden Typ III Kristallstruktur an der Außenfläche des Schlauchs bzw. halmartigen "
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26m IB Hl
Gebildes zu begründen. Nach dem Aufblasen des Schlauches wird das Auftreten der erwünschten Unregelmäßigkeit oder Unscharfe bzw.
Schleierbildung an der Schlauchaußenfläche begründet.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Hinweis auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 - in einer schematischen Darstellung ein zum Erzeugen von Polypropylenfilm angewendetes ßlasschlauch- oder Blasenverfahren,
Figur 2 - eine Mikrofotografie eines nicht schleierigen bzw. unscharfen
oder unklaren Films,
Figur 3 - eine Mikrofotografie eines Polypropylenfilmstücks mit einer Oberflächenunregelmäßigkeit von 2o % Unscharfe,
Figur 4 - eine Mikrofotografie eines Polypropylenfilmstücks mit einer Oberflächenunregelmäßigkeit von 3o % Unscharfe,
Figur 5 - eine Mikrofotografie eines Polypropylenfilmstücks mit einer Oberflächenunregelmäßigkeit von 4o % Unscharfe,
Figur 6 - einen mit dem schleierigen bzw. unscharfen oder unklaren
Film nach der vorliegenden Erfindung ausgebildeten Kondensator und
Figur 7 - eine Kondensatorrolle mit dem schleierigen bzw. unscharfen
oder unklaren Film nach der vorliegenden Erfindung.
Gemäß der Blasschlauchvorrichtung Io aus Figur 1 wird ein Polypropylenharz
in Form von Kügelchen bzw. Pillen 11 in einen Einfülltrichter 12 und dann in einen Extruder 13 geführt, wo diese Polypropylenbestandteile
erhitzt werden, um eine sehr weiche oder geschmolzene Polypropylenmasse zu bilden. Diese Masse wird von dem
Extruder 13 durch eine Preßmatrize bzw. -platte 14 in Schlauchform stranggepreßt und kommt in Kontakt mit einem Kühldorn 15, wo die
Masse in Form eines Schlauchs bzw. halmartigen Gebildes 16 zu kristallisieren beginnt. Von dem Kühldorn 15 wird der Schlauch 16
durch ein Paar von Walzen 17 gezogen, die den Schlauch zusammenpressen/ und zwar unter Abdichtbeziehung zu einem in einer Nute in
den Walzen hindurchgelangenden Luftrohr 18. Nach dem Passieren der
Walzen 17 wird der gekühlte und kristallisierte Schlauch 16 durch ein geeignetes Heizmittel 19, beispielsweise durch eine Strahlungs-
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ORIGINAL INSPECTED
heizvorrichtung, wieder auf seine Erweichungstemperatur erhitzt und
dann durch Einführen von unter Druck stehender Luft über das Luftrohr 18 aufgeblasen. Hierbei ergibt sich eine gesteuerte Blase oder
ein großer Schlauch 2o, wodurch das Polypropylenmaterial· in beiden horizontalen und vertikalen Richtungen um einen Faktor von etwa 6
gedehnt wird, um einen zweiachsig orientierten Polypropylenfilm zu
bilden. Die Biase 2o wird dann zwischen einem weiteren Paar von
Kiernm- bzw. Quetschwal·zen (nicht dargestellt) zusammengelegt und
zu einer Schlitzvorrichtung befördert, wo die Blase in einen oder mehrere Streifen aufgeschlitzt wird, die dann auf eine Aufnahmewikkelrolle
aufgewickelt werden. Typische Gebilde und Verfahren zum Erzeugen von Fiimen nach einem ßlasschlauchvorgang finden sich in
den US-Patenten 2 72o 68o, 3 235 632 und 3 223 764.
Bei der praktischen Durchführung des oben beschriebenen Filmherstellungsvorgangs
wurde festgestellt, daß zeitweilig gewisse Oberflächenunregelmäßigkeiten
im Film auftraten. Diese Unregelmäßigkeiten unterschieden sich erheblich von einer Filmcharge zur anderen
und waren auch nicht gleichförmig über die Oberfläche verteilt bzw. erstreckten sich nicht über die Oberfläche eines großflächigen
Fiims. In typischer Weise waren diese unregelmäßigen Oberflächen sowohl bezüglich der Verteilung über die Filmoberfläche, als auch
bezüglich des Grades der Unregelmäßigkeit ungleichförmig. Zusätzlich war das Muster der unregelmäßigen Gestaltung über die Filmoberfläche
nicht gleichmäßig, und das Vorhandensein oder Fehlen von Unregelmäßigkeiten war nicht leicht vorbestimmbar, sondern es wurde
zuweilen als zufällig angesehen.
Die Filmunregelmäßigkeiten erzeugten eine trübe bzw. undurchlässige
Filmart, die in vielen Fällen gegenüber einem klaren glatten Film als weniger wünschenswert angenommen wurde. Es wurde dann festgestellt,
daß einige dieser aufgerauhten Filme besonders wünschenswerte Imprägnierungseigenschaften aufweisen.Wenn beispielsweise ausgewählte
Filmproben maximaler Rauhigkeit zum Wickeln experimenteller Kondensatorrollen benutzt wurden, ergab sich, daß der Film
nicht an sich selbst oder angrenzenden Oberflächen anklebt oder anhaftet. Auch sorgte die Rauhigkeit des Films für ein gewisses Ab-
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_5_ 261)1811)
zu
standsmaß /angrenzenden Oberflächen, so daß eine Imprägnierungsflüssigkeit
leichter in den Raum eintreten konnte. Dementsprechend wurde nicht nur eine vergrößerte und gleichförmige Rauhigkeit zu einem
erwünschten Merkmal, sondern es wurde auch ihre Vorhersagbarkeit, Steuerung und Gleichförmigkeit beim Anwenden eines Filmherstellungsvorgangs
zu einem notwendigen Kriterium.
Es wurde nunmehr festgestellt, daß bestimmte Blasschlauchverfahren-Temperatursteuerungen
angewendet werden können, um tatsächlich das Vorhandensein oder Fehlen von Unregelmäßigkeiten auf der Filmoberfläche
vorherzubestimmen. Und was noch wichtiger ist, es wurde festgestellt, daß diese Unregelmäßigkeiten über der Filmoberfläche
gleichmäßig in gesteigerter Konzentration und größerem Reliefgrad gleichförmig erzeugt werden können. Wenn die Unregelmäßigkeiten von
einer bestimmten Art sind, wenn das Oberflächenmuster der Unregelmäßigkeiten
gleichmäßig über die gesamte Oberfläche des Films verteilt ist und wenn der Grad bzw. das Ausmaß des erhabenen Reliefs
innerhalb vorbestimmter Grenzen liegt sowie ebenfalls gleichmäßig über die Oberfläche des Films verteilt ist, wird dieser nach der
.vorliegenden Erfindung als schleieriger bzw. unscharfer oder unklarer
Film (hazy film) bezeichnet.
Eine Messung der Oberflächenrauhigkeit oder -unregelmäßigkeit kann
in Ausdrücken der Schleierbildung oder Unscharfe des Films erfolgen.
Die Unscharfe bzw. Unklarheit wird durch Messung des durch einen Filmabschnitt gelangenden Lichts bestimmt, und zwar im allgemeinen
des rechtwinklig durch die Ober- und Unterflächen und nicht des seitwärts gelangenden Lichts. Bei der praktischen Durchführung der
vorliegenden Erfindung wurde ein Unschärfemeßgerät in Form einer handelsüblich erhältlichen Vorrichtung der Gardner Laboratory
Corporation, Bethesda, Maryland, Katalog #Ησΐ2ο4, angewendet. Auch
wurde ein digitales fotometrisches Glied, Katalog #PG55oo, benutzt.
Das Unschärfemeßgerät leitet Licht durch den Film und mißt die Lichtintensität nach dem Passieren des Lichts durch den Film im
Vergleich zu der den Film erreichenden Lichtintensität. Die erzielten Werte werden in Prozent Filmunschärfe bzw- -Unklarheit angegeben.
Die angewendeten Testverfahren sind anerkannte Tests ASTM-
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26U iB10
Dloo3, ASTM-D1O44 und FTMS 4o6, Verfahren 3o22, der 'American
Society for Testing Materials'.
Mit einem.Unscharfe- bzw. Schleiermeßgerät wurden in kleinen Intervallen
über einen Filmstreifen Messungen durchgeführt, beispielsweise 15 Messungen bei einem Filmstreifen von etwa 1 m Breite. Für
die Io größten ünschärfemeßwerte und für die 5 niedrigsten Meßwerte
wurde jeweils ein mittlerer Meßwert aufgenommen. Die dem gesamten Film zugewiesene Unschärfebeschreibung ist eine Zusammensetzung der
zwei Mittelwerte, beispielsweise eine 4o/2o Unscharfe bzw. Unklarheit.
Wenn eine einzelne. Unschärfezahl vorliegt, ist diese Zahl,
-ige
beispielsweise eine 3o %/Unschärfe, die von dem Unscharfemeßgerät
erzielte einzige Zahl. Es wurde auch ein Gardiner-Glanzmeßgerät, Katalog /fGG9o42, unter Verwendung des ASTM-Tests D2457-7o benutzt.
Diese Vorrichtung mißt das von einer Filmoberfläche reflektierte Licht, und zwar auch in Ausdrücken der Unscharfe bzw. Unklarheit.
Die Unscharfe des Films kann durch Beeinflussen oder Steuern der
Temperaturbedingungen eines vorbestimmten Bereiches des Schlauchs in der Anlage aus Figur 1 gesteuert werden. Dieses kann klar dadurch
demonstriert werden, daß ein spezifischer kleiner Bereich des Schlauches erhitzt oder durch beispielsweise eine schnelle Sprühkühlung
gekühlt wird und daß die sich ergebenden Unschärfedifferenzen in der Blase festgehalten werden. Eine Temperatursteuerung kann
beispielsweise in Form eines in Figur 1 in einer Kammer 22 dargestellten Heizrings 21 auf den Schlauch 16 ausgeübt werden. Ein geeignetes
TemperaturSteuerungsfluid, wie Luft, kann durch einen oder
mehrere Ringe 21 zirkulieren, um durch hierin ausgebildete passende Öffnungen gesprüht zu werden bzw. auszutreten und mit dem Schlauch
16 in Berührung zu kommen, damit die Temperatur desselben über eine vorbestimmte axiale Länge erhöht oder vermindert wird. Ein solches
Erwärmen oder Abkühlen kann mit einer Vielzahl von bekannten Geräten erzielt werden, die die Temperatur eines hindurchbewegten Objekts
erhöhen oder vermindern können, und zwar durch direkten oder indirekten Kontakt, durch Flüssigkeiten oder Gase oder durch Strahlungsbeeinflussung,
um typische Beispiele zu nennen.
Die Temperatursteuerung muß jedoch an einer vorbestimmten Position
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_ 7 _ 26Ul 810
bzw. einem entsprechenden Bereich des Schlauches 16 durchgeführt
werden. Das Polypropylen tritt in einem geschmolzenen bzw. erweichten Zustand aus der Preßmatrize bzw. -platte 14 aus und bewegt sich
koaxial um den Dorn 15, um progressiv gekühlt zu werden und als Schlauch 16 zu kristallisieren. Beim Kühlen des Schlauches 16 tritt
eine in Umfangsrichtung verlaufende 'Frostlinie1 16(a) oder ein
entsprechender Rand an einer Position auf, die etwa 152,4 - 6o9,6
mm (6 - 24 Zoll) von der Preßmatrize 14 entfernt ist. Diese Linie ist sichtbar und stellt die Kristallisationslinie dar, welche den
Bereich wiedergibt, in dem eine vollständige Kristallisation des Polypropylenschlauchs stattgefunden hat. Die nach der vorliegenden
Erfindung vorgesehene Temperatursteuerung bzw. -beeinflussung, die normalerweise einer Wärmezufuhr zum Schlauch entspricht, muß hinter
der Preßmatrize sowie vor der 'Frostlinie1 und vorzugsweise an
einem mittleren Abschnitt angewendet werden.
Üblicherweise sind bei einem Blasschlauch-Filmherstellungsvorgang
die Dornkühltemperatüren, die Schlauchtemperatüren und die 'Frostlinie'
ziemlich feste Bedingungen, und ihre Bereiche sind relativ begrenzt. Beispielsweise beträgt die Temperatur des aus der Preßmatrize
14 austretenden Polypropylens etwa 2 5o C (455 F), wobei die Temperatur der 'Frostlinie' etwa bei 93,5 C (2oo F) liegt. Unter
diesen Bedingungen liegen die Kristallisationseigenschaften des Schlauches ebenfalls ziemlich fest, und die Art der Kristallbildung
ist gewissermaßen konstant.
Der schleierige bzw. unscharfe oder unklare Film nach der vorliegenden
Erfindung wird durch die gesteuerte Ausbildung eines Hautbzw. Randzoneneffekts oder einer spezifischen Kristallschicht im
Schlauch begründet. Der Hauteffekt des Schlauches kann als eine Schicht an der Schlauchaußenfläche beschrieben werden, die einen
Bereich von bedeutend vergrößerter Dichte an Sphärolithen bzw. runden Kristallkörperchen von Typ III Polypropylenkristallen aufweist.
Durch das Vorhandensein dieses Hauteffekts im Schlauch wird dessen äußere Oberfläche bei der zweiachsigen bzw. biaxialen Orientierung
in der Blase in die schleierige bzw. unscharfe oder unklare Oberfläche nach der vorliegenden Erfindung umgewandelt. Eine Erklärung
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bezüglich der für die Unscharfe zust ändigen Typ III Kristalle besteht
darin, daß der Typ III Kristall im Filmherstellungsvorgang ein flüchtiger Kristall ist. Versuche haben ergeben, daß der Typ
III Polypropylenkristall während des Miedererwärmungsvorgangs bei
19 (Figur 1) unmittelbar vor dem B lasdehnVorgang schmilzt. Die Wiedererwärmungstemperaturen
liegen zwischen etwa 14o C und 155 C (2 85 - 3Io F). Der Typ III Polypropylenkristall im Schlauch hat
eine Dichte von etwa o,8 und verwandelt sich aufgrund des Passierens der Wiedererwärmungsvorrichtung 19 zu Kristallen der Typen I
und II, die Dichten in der Größenordnung von o,9 haben. Daher führen
das Dehnen der B läse in Verbindung mit der Dichteänderung der Kristalle zu einer Diskontinuität bzw. Ungleichförmigkeit oder
einem kraterähnlichen Effekt, woraus sich das Merkmal der Unscharfe
ergibt.
Der zum schleierigen bzw. unscharfen oder unklaren Film führende Hauteffekt kann dadurch begründet werden, daß eine bestimmte Temperaturdifferenz
zwischen dem Polypropylenschlauch an der Dornoberfläche und an einem entgegengesetzten Punkt an der Schlauchaußenfläche
bewirkt wird. Diese Temperaturdifferenz bzw. dieses Temperaturgefälle
ist auch mit der Tatsache verbunden, daß sich der Schlauch unter einer Zugspannung befindet, wenn er von den Klemmwalzen
17 gezogen wird. Deshalb verändern die zusätzliche Kühlung oder Erhitzung des Schlauches die in diesem auftretende Spannung
und Belastung. Eine Zunahme der Temperatur führt zum Erzeugen von Scherbelastungen während des Vorgangs und zu einem größeren Maß an
Kristallkernbildung in der äußeren Schlauchoberfläche, und zwar mit mehr "Sphärolithen mit einer Typ III Kristallstruktur. Die vergrößerte
Kristalldichte in der Außenfläche bestimmt den Hauteffekt. Ein wesentlicher Faktor bei schleierigem bzw. unscharfem Film ist
die Ausbildung des Hauteffekts an einer Oberfläche des Schlauches, wenn dieser mittels einer spezifischen Temperatursteuerung zu einer
endgültigen Filmform verarbeitet wird. Der Hauteffekt ist physikalisch und deutlich in einer Mikrofotografie eines Schlauchabschnitts
unterscheidbar.
Der Hauteffekt wird bei einer Anwendung der vorliegenden Erfindung
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■ _9_ 26(JiBiO
dadurch zum Auftreten veranlaßt, daß die Temperatur der Außenfläche
des Schlauches mittels der Heizvorrichtung 22 vor der 'Frostlinie1
sehr schnell erhöht wird, und zwar ohne nachteilige Störung der 'Frostlinie1 und ohne Unterbrechung der im wesentlichen ausgeglichenen
Wärmeflußbedingungen an dem Dorn und im Schlauch, wodurch sich eine gute Schlauchausbildung ergibt. Es wird angenommen, daß
unter diesen Bedingungen ein günstiger Temperaturgradient oder ein entsprechender Temperaturverlauf im Schlauch entsteht, was für eine
nachfolgende Hauteffekt-Kristallkernbildung vorteilhaft ist. Ferner
ermöglichen die plötzliche Wärmezufuhr zu einem bestimmten Teil der Schlauchaußenfläche oder das plötzliche Verhindern eines Wärmeübergangs
vom Schlauch, daß infolge der auftretenden Spannung dieser Schlauchteil gedehnt wird, und dieses Dehnen oder Scheren begünstigt
ebenfalls die Kristallkernbildung. Das Aufbringen von Wärme
und die sich daraus ergebenden Scherbelastungen an einer definierten Stelle vor der 'Frostlinie' und an diese angrenzend tragen zum
Erzeugen des unscharfen Films nach der vorliegenden Erfindung bei. Die Große der Wärmezufuhr zur Schlauchaußenfläche wird am besten
durch empirische Beziehungen und visuelle Feststellungen bestimmt, da der Hauteffekt und die sich daraus ergebende Unscharfe bzw.
Schleierbiidung reine physikalische Zustände sind, die leicht gemessen werden können.
+)(Erstarrungslinie)
Die Temperatursteuerung nach der vorliegenden Erfindung kann ohne eine tatsächliche separate Wärmezufuhr ausgeübt werden. Beispielsweise
sind eine Temperaturverteilung oder ein Temperaturgradient
von der Innenfläche zur Außenfläche des Schlauches und eine höhere Augenblickstemperatur an der Außenseite die die beschriebene Hautausbildung
begünstigenden Eigenschaften. Beste Resultate werden erzielt, wenn die Verteilungskurve steil ist und die ausgeprägt höhere
Temperatur an der extremen äußeren Oberfläche vorliegt. Beispielsweise war bei einer der Darstellung aus Figur 1 folgenden
.praktischen Durchführung der vorliegenden Erfindung das Polypropylenharz
von. der Dart Industries handelsüblich, erhältliches isotaktisches
Polypropylen, das an der Preßmatrize üblicherweise bei etwa 2 32°C (45o°F) extrudiert wird. Für das vorliegende Beispiel wurde
jedoch die Temperatur auf etwa 224°C (435°F) reduziert. Die Dorn/
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- Io -
FiIm-Relation entsprach einer Gleitreibung der direkt an den metallischen
Dorn angrenzenden Filmoberfläche. Der Schlauchdurchmesser betrug etwa 152,4 mm (6 Zoll), die Wandungsdicke entsprach etwa
o, 432 mm .(17 mil) und die axiale Bewegung längs des Doms entsprach
etwa lo,67 m/min (35 ft/min). Es trat ein gleichförmigerer Dehnvorgang des Schlauches auf, und die sich ergebenden Scherbelastungen
begünstigten die Kristallkernbildung. An diesem Punkt wurde die Dornkühlung progressiv vermindert, um ohne nachteilige Beeinflussung
der 'Frostlinie1 eine erhöhte Temperatur im Schlauch zu bewirken.
Die Kühlung kann längs des Doms oder an einer spezifischeren Stelle etwas vermindert werden, wobei sich eine höhere Temperatur
in der Außenfläche des Schlauches einstellt. An dieser Stelle kann auch die Wärmeabstrahlung an die Umgebung durch geeignete Ummantelungen
oder Wärmereflektoren in der Steuerungszone 22 gesteuert werden. Durch diese Maßnahme ergibt sich ebenfalls ein Hauteffekt
am Schlauch, und es wird ein schleieriger bzw. unscharfer oder unklarer Film in der Blase erzeugt. An einem gemäß dem obigen Beispiel
hergestellten Film durchgeführte Unschärfemessungen zeigten in Abhängigkeit von der Steuerungstemperatur des Schlauches an der
Station 22 einen Bereich von 2ο bis 4ο %.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestelltes Polypropylen hat
ein hohes Maß an Unscharfe, die über die gesamte Filmoberfläche
einmalig gleichförmig und gleichartig ist. Die spezifische Unscharfe-
bzw. Schleierstruktur ist in den Figuren 2 bis 6 dargestellt.
In Figur 2 ist eine Mikrofotografie eines Stücks aus Polypropylenfilm
dargestellt, der nach einem schleierfreien oder früheren Blasenverfahren hergestellt worden ist. Dieser Film hat eine Dicke von
o,ol8 mm (o,7o mil) und ist mit einer 75-fachen Vergrößerung dargestellt.
Es sind einige wenige gerade Kratz- bzw. Rißlinien und einige schmale Umfangslinien erkennbar, die die Rücken bzw. Wülste
von oberflächlichen Hohlräumen oder Einsenkungen sein können.
In Figur 3 ist eine Mikrofotografie eines Stücks von ο,οΐδ mm (o,7o
mil) dickem Polypropylenfilm ebenfalls bei einem Vergrößerungsfaktor
von 75 dargestellt, wobei der Film entsprechend den beschriebe-
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nen Meßpraktiken der vorliegenden Erfindung eine Unscharfe bzw. Schleierbildung von etwa 2o % besitzt. Die Krater oder Einsenkungen
begrenzenden Umfangsränder sind nunmehr klar sichtbar und deutlich (proliferate). Die erhöhten Ränder bzw. Wülste oder faserähnlichen
Bestandteile können um 2 - 3 u über das übliche Dickenmaß des Films
angehoben sein, und sie sind gleichförmig sowie kontinuierlich. Gleichförmigkeit und Kontinuität bedeuten hierbei, daß eine kontinuierliche
Filmbahn von zumindest mehreren Metern oder eine Filmspulenzufuhr die Konfiguration und Dichte aus Figur 3 an einer gesamten
Oberfläche aufweist.
In Figur 4 ist ein Polypropylenfilmstück mit einer Dicke von o,ol8
mm (o,7o mil) bei einer 75-fachen Vergrößerung dargestellt, wobei der Unschärfemeßwert entsprechend den Lichtmeßpraktiken der vorliegenden
Erfindung etwa 3o % beträgt. In dieser Darstellung sind gemäß der Beschreibung eine große Anzahl von verschlungenen und sich
überlappenden faserähnlichen Bestandteilen oder Kratern vorhanden,
die über eine kontinuierliche Filmbahn koextensiv und gleichförmig verlaufen. Die Darstellung ergibt ein Erscheinungsbild einer gepreßten
Matte" aus sehr dünnen losen Fasern. Die Struktur ist einer Imprägnierung sehr förderlich, sie ist nicht klebend bzw. haftend{
und sie beinhaltet ein gutes Beispiel für einen schleierigen bzw. unscharfen oder unklaren Film nach der vorliegenden Erfindung.
In Figur 5 ist ein Polypropylenfilmstück mit einer Dicke von o,ol8
mm (o,7o mil) bei einer 75-fachen Vergrößerung dargestellt, wobei der Unschärfemeßwert entsprechend der Meßpraxis nach der vorliegenden
Erfindung größer als etwa 4o % ist. Figur 5 zeigt Myriaden bzw. eine Unzahl von kraterähnlichen Einsenkungen, die von faserähnlichen
erhöhten Rändern in einer überlappten und verschlungenen Relation begrenzt werden. Das Aussehen ähnelt etwas einem Rißglas
(crackle glass). Figur 5 zeigt eine hervorragende Unscharfe- bzw. Schleierform nach der vorliegenden Erfindung.
Schleieriger bzw. unscharfer oder unklarer Film nach der vorliegenden
Erfindung hat nach der vorliegenden Auffassung einen Zusammenhang mit dem oben beschriebenen Hauteffekt und dem Belastungs-Kri-
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stallkernbildungseffekt. Der begünstigte Schleier bzw. Nebel wird
durch diese Faktoren so gesteuert, daß er dazu veranlaßt wird, als ein vollständiges oder koextensives Muster über einem wesentlichen
Filmvorrat zu erscheinen, d.h. einem Spulenvorrat, aus dem viele Kondensatorrollen gewickelt werden können.
Nach der vorliegenden Erfindung erzeugte verschwommene bzw. unscharfe
oder schleierige Filme wurden in ein elektrisches Kondensatorgebilde gemäß Figur 6 eingebaut. Der dort dargestellte Kondensator
25 enthält den Film nach der vorliegenden Erfindung, und er entspricht in typischer Weise der Konstruktion und dem Arbeitsvorgang
gemäß den US-Patenten RE-27 824, 3 754 173 und 3 724 o43.
Der in Figur 6 dargestellte Kondensator 2 5 kann als ein Hoch- und
Wechselspannungsleistungskondensator und insbesondere als ein Leistungsfaktor-
bzw. Verlustwinkelkorrekturkondensator bezeichnet werden. Er enthält ein geeignetes Gehäuseglied 2 6 mit einer daran
dicht angebrachten Abdeckung 27. Der Kondensator 25 ist mit isolierenden Durchführungsgliedern 2 8 und 29 versehen, die Anschlüsse
3o und 31 gegenüber der Abdeckung 27 isolieren. Die Anschlüsse 3o und 31 bilden eine elektrische Verbindung (nicht dargestellt) zu
Abzapf- bzw. Abgreifstreifen 32 und 33 der Rollenabschnitte 34 im Gehäuse 26. Die Rollenabschnitte 34 werden unter Bezug auf Figur 7
näher erläutert.
In Figur 7 ist ein allgemeines Beispiel eines Wickel- oder Rollenabschnitts
34 dargestellt, der für eine Verwendung in einem imprägnierten Kondensator entweder von dem oben beschriebenen Hoch-
und Wechselspannungstyp oder in einem kleineren Kondensator vom Motorlauftyp bestimmt ist. Ein Rollenabschnitt 34 weist gewöhnlich
abwechselnde Streifen .35 sowie 36 einer Metallfolie und ein Polypropylenfilmdielektrikum
37 sowie 38 auf. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung haben die Polypropylenstreifen
37 und 38 gewöhnlich eine Dicke von weniger als o,o25 mm (ο,οοΐ Zoll), und die Folienstreifen 35 sowie 36 bestehen aus Aluminium.
An die Folienstreifeh angrenzend und an passenden Stellen in der Rolle sind Abgriffstreifen 32 und 33 angeordnet, die als
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2 6 01 8 1 G
elektrische Verbindungen für die Elektrodenfolienstreifen benutzt und in geeigneter Weise mit den Anschlüssen 3o sowie 31 verbunden
werden. Die genannten Streifen sind ziemlich fest in Rollenform aufgewickelt und dann zu der dargestellten Konfiguration abgeflacht.
Die Imprägnierung des Kondensators 2 5 erfolgt gewöhnlich in der Weise, daß ein Imprägniermittel in ein oder mehrere kleine Öffnungen
in der Abdeckung 2 7 eingeführt wird, vvobei die Öffnungen anschließend durch Löten abgedichtet werden. Während des Imprägnierens
ist der Kondensator 25 im allgemeinen in ein flüssiges Imprägniermittel eingetaucht, das das Gehäuse 2 6 füllt und die darin
befindlichen Rollenabschnitte 34 imprägniert. Es werden auch gewöhnlich gewisse Vorevakuierungszyklen, hohe Temperaturen und andere
Verfahrensschritte angewendet.
Einer der bei imprägnierten Kondensatoren, insbesondere bei solchen
mit Rollenabschnitten, vorliegenden hauptsächlichen Behandlungsnachteile ist die Schwierigkeit, eine im wesentlichen vollständige
Imprägnierung der Rolle zu erzielen. Um beispielsweise einen Hoch-.spannungs-(über
etwa 6oo Volt) und Wechselspannungs-Leistungsfaktorkorrekturkondensator
auszubilden, sollte eine im wesentlichen vollständige Imprägnierung darin bestehen, daß alle ausgeprägten
Lufträume oder Poren zwischen den Elektroden ausgefüllt werden, und zwar unabhängig davon, ob es sich hierbei um Poren und Zwischenräume
zwischen angrenzenden dielektrischen Streifen, zwischen den dielektrischen Streifen und den Elektrodenstreifen oder um solche
innerhalb des dieleketrischen Materials handelt.
In einem gewickelten Rollenabschnitt, wie er in Figuren 6 und 7 dargestellt ist, muß das Imprägniermittel axial durch die Rolle
fortschreiten, um die innersten Teile zu erreichen. Wenn das dielektrische
Material porös ist oder wenn es das Imprägniermittel •unter Imprägnierungsbedingungen in anderer Weise absorbiert und befördert,
hindurchläßt oder leitet, dann kann das Imprägniermittel nicht nur schnell axial durch die Rolle, sondern auch transversal
durch angrenzende dielektrische Streifen gelangen. Der schleierige
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bzw. unklare oder unscharfe Film nach der vorliegenden Erfindung, der an eine andere schleierige bzw. unklare Oberfläche oder an eine
Folienfläche oder an eine Filmoberfläche angrenzt, bildet infolge
seiner unregelmäßigen Oberfläche gewisse Öffnungen, Spalte und Durchgänge, die das Eintreten und Hindurchgelangen des Imprägniermittels
bis tief in die Rolle erleichtern.
Bei einer beispielhaften praktischen Durchführung der vorliegenden
Erfindung wurden einerseits Kondensatoren mit Streifen aus schleierigem bzw. unklarem Polypropylen gemäß der Beschreibung unter Bezug
auf Figur 7 und andererseits sonst identische Kondensatoren mit glatten dielektrischen Polypropylenstreifen hergestellt. Dabei
entstanden folgende Ergebnisse:
Tabelle 1
Ausfallzahl / Testzeit 55oo Stunden Lebensdauertest Glatter Film verschwommener
Wechselspannung V/ C Film
775/7o°C 6/1O 2/1O
66o/85°C 4/1O o/lo
Bei den Kondensatoren für den folgenden Test dienten Polypropylenstreif
en mit einer Dicke von 50 Gauge / und es handelte sich um
2 Uf 54oV Wechselstromglieder:
Tabelle 2
Lebensdauertest Glatter Film verschwommener Film
Gesamtausfall/Testdauer 17/7o 2/25
5oo Stunden
Der verschwommene bzw. schleierige oder unscharfe Film nach der
vorliegenden Erfindung kann entweder an seiner unklaren oder an seiner entgegengesetzten Oberfläche eine leitende Beschichtung
aufweisen. Metallische Beschichtungen, wie aus Aluminium, haften nicht so fest an einer glatten Polypropylenoberfläche, wie es
wünschenswert ist. Die Art der Unregelmäßigkeit und das Muster der unregelmäßigen Oberfläche des erfindungsgemäßen Films sorgen für
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einen besseren Kontakt zwischen der Metallschicht sowie dem Film und für eine verbesserte Bindung. Wenn sich die Metallbeschichtung
auf der glatten Seite des Films befindet, wird ein verbesserter
Verbund gebildet, d.h. eine Elektrode, ein dielektrischer Film und eine schleierige bzw, unregelmäßige Oberfläche. Derartige metallisierte
Streifen haben eine wichtige Anwendung in Kondensatoren, und sie erfordern keine separate Elektrodenfolie. Der Hauptvorteil
des erfindungsgemäßen Films besteht darin, daß er die Imprägnierung
vereinfacht. Da die Filmunschärfe gleichförmig über den Film verläuft,
kann der Imprägnierungszyklus unter Berücksichtigung dieses Vorteils programmiert werden. Da die Schleier bzw. Unregelmäßigkeiten
von beträchtlicher Größe sind, wird die Flüssigkeitsdurchdringung zwischen der verschwommenen Oberfläche eines Polypropylen-Streifens
und angrenzenden Oberflächen vereinfacht, die aus schleierigem bzw. unscharfem Polypropylen oder anderem Material bestehen.
allgemein
Die Erfindung ist Anwendbar auf kristallisierbare thermoplastische
Materialien, deren Verarbeitungseigenschaften denjenigen des isotaktischen Polypropylens nach der vorliegenden Erfindung
ähneln. Zu diesen Materialien gehören Formen von Polypropylen, wie syndiotaktisches Polypropylen und die Kopolymere sowie
Homopolymere von Polypropylen wie auch Mischungen aus Polypropylen mit anderen Kunstharzen. Auch sind die anderen kristallisierbaren
Polyolefine eingeschlossen.
Der schleierige bzw. verschwommene Film nach der vorliegenden Erfindung
kann vorteilhaft auch als elektrisches Isolationsmaterial und -produkt insbesondere dann angewendet werden, wenn Auf- und Abwickelvorgänge
vorkommen oder Imprägnierungs- oder Trocknungszyklen erforderlich sind. Die unregelmäßige Oberfläche erleichtert nicht
nur wegen ihrer kleb- bzw. haftfreien Eigenschaften das Aufwickeln und Aufspulen, sondern sie bildet auch Durchgänge zum Entfernen von
Dämpfen in einem Trocknungszyklus. Der erfindungsgemäße Film ist auch besonders gut zum Bedrucken geeignet. Ein bei glatten Filmen
auftretendes bekanntes Problem besteht darin, daß eine handelsübliche Farbstempelung nicht zu einer guten Bindung führt und leicht
gelöscht werden kann. Die rauhe Oberfläche des verschwommenen Films bildet bessere Oberflächeneigenschaften für Farben und Abdrücke.
609837/0852