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DE2601217A1 - Waschmittel mit einem gehalt an feinteiligen alkalialuminiumsilikaten - Google Patents

Waschmittel mit einem gehalt an feinteiligen alkalialuminiumsilikaten

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Publication number
DE2601217A1
DE2601217A1 DE19762601217 DE2601217A DE2601217A1 DE 2601217 A1 DE2601217 A1 DE 2601217A1 DE 19762601217 DE19762601217 DE 19762601217 DE 2601217 A DE2601217 A DE 2601217A DE 2601217 A1 DE2601217 A1 DE 2601217A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
kaolin
aluminum silicate
water
detergents
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19762601217
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Dipl Chem Christophliemk
Milan Johann Dipl Ing Schwuger
Heinz Dipl Chem Dr Smolka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DE19762601217 priority Critical patent/DE2601217A1/de
Publication of DE2601217A1 publication Critical patent/DE2601217A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/02Inorganic compounds ; Elemental compounds
    • C11D3/12Water-insoluble compounds
    • C11D3/124Silicon containing, e.g. silica, silex, quartz or glass beads
    • C11D3/1246Silicates, e.g. diatomaceous earth
    • C11D3/128Aluminium silicates, e.g. zeolites

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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Waschmittel mit einem Gehalt an feinteiligen Alkalialuminium-
  • silikaten" Waschmittel, die feinteilige wasserunlösliche Silikate als Gerüstsubstanzen anstelle von Phosphat enthalten, werden in der deutschen Offenlegungsschrift 24 12 837 beschrieben.
  • Diese Silikate entsprechen, bezogen auf die wasserfreie Verbindung, der Formel 0,7 - 1,5 Kat2/nO . Me2O3 . 0,8 - 6 SiO2, wobei Kat ein gegen Calciumionen austauschbares Kation der Wertigkeit n, vorzugsweise ein Alkaliion und insbesondere das Natriumion bedeutet, und Me für Aluminium oder Bor steht.
  • Das Calciumbindevermögen der Silikate liegt zwischen 50 und 200 mg CaO/g der wasserfreien Verbindung. In den bevorzugten Natriumaluminiumsilikaten der Zusammensetzung 0,7 - 1,1 Na2O Al205 . 1,3 - 3,3 SiO2 liegt das Calciumbindevermögen im Bereich von 100 bis 200 mg CaO/g. Die Verwendung der kristallinen Natriumaluminiumsilikate ist besonders bevorzugt. Von diesen umfaßt die oben angegebene Summenformel zwei Typen verschiedener Struktur, die sich auch in ihrer Zusammensetzung unterscheiden. Es handelt sich um Verbindungen der Zusammensetzung a) 0,7 - 1,1 Na2O Al203 1,3 -2,4 SiO2, und um die SiO2-reicheren Verbindungen der Zusammensetzung b) 0,7 - 1,1 Na2O Al203 . 2,4 - 3,3 SiO2. Die unterschiedlichen Kristallstrukturen von a) und b) ergeben sich aus der Lage der Interferenzlinien im Röntgenbeugungsdiagrasm; die Werte der Interferenzlinien sind in der deutschen Offenlegungsschrift 24 12 837 angegeben.
  • In dieser Druckschrift wird auch die Herstellung der feinteiligen wasserunlöslichen Silikate durch Vermischen einer Aluminatlösung mit einer Silikatlösung, Kristallisation des Fällungsproduktes bei erhöhter Temperatur, uild Aufarbeiten zu einem äußerlich trocken erscheinenden, gebundenes Wasser enthaltenden feinteiligen Pulver beschrieben. Besonders mikrokristalline Aluminiumsilikate, die zu wenigstens 80 Gew.-% aus Teilchen einer Größe von 0,01 bis 10yDbestehen und pralctisch keine Teilchen oberhalb von 40/aufweisent werden dadurch erhalten, daß man die Suspension des amorphen Fällungsprodukts durch intensives Rühren starken Scherkräften aussetzt und außerdem das getrocknete Produkt durch Mahlen und Windsichten aufarbeitet. Für diese Maßnahmen muß ein erheblicher Energieaufwand aufgebracht werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich die kationenaustauschenden Alkalialuminiumsilikate, die sich aus calciniertem (destrukt.u riertem) Kaolin durch hydrothermale Behandlung mit wäßrigen Alkalihydroxid herstellen lassen, vorzüglich für die Verwendung als Phosphatsubstitut in Wasch- und Reinigungsmitteln eignen.
  • Die Erfindung betrifft demnach Wasch- und Reinigungsmittel mit einem Gehalt an einem feinverteilten wasserunlöslichen, zum Binden der Härtebildner des Wassers befähigten, synthetisch hergestellten kristallinen Aluminiumsilikat der Zusammensetzung 0,7 - 1,1 Kat2O . 1,0 Al2O3 . 1,3 - 2,4 SiO2 . 0,5 - 5,0 H20, wobei Kat ein mit Calcium- und Magnesiumionen austauschbares Alkalikation, insbesondere das Natriumkation bedeutet, sowie wenigstens einer weiteren waschend oder reinigend wirkenden Substanz, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkalialuminiumsilikat aus Kaolin durch wäßrig-alkalische Behandlung eines, vorzugsweise durch Calcinieren destrukturierten Kaolins hergestellt ist und - bezogen auf die wasserfreie Substanz - zu A) 50 bis 100 Gew.- aus Partikeln der durch folgende Interferenzlinien des Röntgenbeugungsdiagramms (in i) identifizierbaren Kristallstruktur: 12,4 8,6 7,0 4,1 3,68 3,38 3,26 2,96 2,73 2,66 sowie B) O bis 50 Gew.-% aus Partikeln der durch die folgenden Interferenzlinien des Röntgenbeugungsdiagramms (in i) identifizierbaren Kristallstruktur: 6,36 4,44 3,72 2,92 2,70 2,56 besteht.
  • Die Lage dieser Interferenzlinien wird in der Literatur gegenüber den obigen Werten mit einer Schwankungsbreite von + 0,2 Einheiten angegeben.
  • Das erfindungsgemäß verwendete Aluminiumsilikat A oder das Aluminiumsilikatgemisch aus A und B - nachstehend als " Aluminiumsilikat" bezeichnet - besteht aus sehr feinteiligen Kristallpartikeln, die einen Durchmesser kleiner als 20µ aufweisen und meist zu 100 % aus Teilchen kleiner als 10» bestehen.
  • Das Calciumbindevermögen der erfindungsgemäß verwendeten Aluminiumsilikate liegt im Temperaturbereich von 20 bis 90 °C bei 100 bis 185 mg CaO/g wasserfreier Substanz.
  • Die Herstellung der Aluminiumsilikate aus calciniertem Kaolin führt ohne besonderen technischen Aufwand direkt zu einem sehr feinteiligen kationenaustauschenden Produkt. Die hydrothermale Behandlung des zuvor bei 500 bis 800 °C calcinierten Kaolins mit wäßrigem Alkalihydroxid wird bei 50 bis 100 0C durchgeführt. Die dabei stattfindende Kristallisationsreaktion ist im allgemeinen nach 0,5 - 3 Stunden abgeschlossen.
  • Ein zusätzlicher Vorteil bei der Aluminiumsilikatherstellung aus Kaolin ist im Vergleich zu der Herstellung durch Fällung darin zu sehen, daß hier keine verdünnten Mutterlaugen anfallen, die eingedampft werden müssen. Vielmehr ist es beim Herstellungsverfahren aus Kaolin möglich, die Mutterlauge nach Anreicherung mit Alkali erneut zu verwenden.
  • Marktgängige, geschlämmte Kaoline bestehen überwiegend aus dem Tonmineral Kaolinit mit der ungefähren Zusammensetzung Al2O3 . 2 SiO2 . 2 H20, das eine Schichtstruktur aufweist. Man kennt daneben auch SiO2-reichere und SiO2 ärmere Arten. Um daraus durch hydrothermale Behandlung mit Alkalihydroxid zu den erfindungsgemäß verwendeten, kationenaustauschenden Aluminiumsilikaten zu gelangen, ist zunächst eine Destrukturierung des Kaolin erforderlich, die am zweckmäßigsten durch ei- bis vierstündiges Erhitzen des Kaolin auf Temperaturen von 500 bis 800 0C erfolgt. Dabei entsteht aus dem Kaolin der röntgenamorphe, praktisch wasserfreie Metakaolin. Außer durch Calcinierung läßt sich die Destrukturierung des Kaolin auch durch mechanische Behandlung (Mahlen) oder durch Säurebehandlung bewirken.
  • Die als Ausgangsmaterial brauchbaren Kaoline sind helle Pulver von großer Reinheit; allerdings ist ihr Eisengehalt mit ca.
  • 2 000 bis tO 000 ppm Fe wesentlich höher gegenüber den Werten von 20 bis 100 ppm Fe bei den durch Fällung aus Alkalisilikat-und Alkalialuminatlösungen hergestellten Aluminiumsilikaten.
  • Nach den Beobachtungen der Anmelderin ist dieser höhere Bisengehalt in den aus Kaolin hergestellten Aluminiumsilikaten nicht von Nachteil bei der Verwendung dieser Substanzen als Phosphatsubstitute in Wasch- und Reinigungsmitteln gemäß der vorliegenden Erfindung. Das Eisen ist hier in Form von Eisenoxid fest in das Aluminiumsilikatgitter eingebaut und wird infolgedessen in den Wasch- und Reinigungsflotten nicht herausgelöst.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten Aluminiumsilikate lassen sich deshalb auch durch ihren Eisengehalt, der oberhalb 2000 ppm Fe liegt, charakterisieren.
  • Die Umwandlung des Kaolins in die erfindungsgemäß verwendeten feinteiligen kationenaustauschenden Aluminiumsilikate ist bekannt; eine Literaturübersicht wird von D.W. Breck, "Zeoli.te Molecular Sieves", New Xork 1974, Seiten 313 bis 320, angegeben.
  • Bei der hydrothermalen Einwirlcung von Alkalihydroxid auf destrukturierten Kaolin - im Falle von SiO2-reichem Kaolin gegebenenfalls unter Zusatz von Natriumaluminat - entsteht in praktisch vollständiger Umsetzung unter den entsprechenden Bedingungen das oben definierte Aluminiumsilikat A. Führt an die Umwandlung des Kaolin mit der in der Praxis bevorzugten Natronlauge durch, so entsteht als Aluminiumsilikat A das kationenaustauschende Natriumaluminiumsilikat, das in der Literatur mit mehreren Namen, z.B. als Molekularsieb 4 A oder Zeolith NaA bezeichnet wird (vgl. D.W. Breck, ibid., Seiten 133, 360). Hierbei handelt es sich um ein Natriumaluminiumsilikat mit einer kubischen, FauJasit-ähnlichen Struktur.
  • Die Umwandlungsreaktion kann durch Variation aller oder eines Teils der Verfahrensparameter so beeinflußt werden, daß neben dem Aluminiumsilikat A auch das Aluminiumsilikat B entsteht.
  • Dies ist der Fall, wenn die Verfahrensparameter zur Herstellung von Aluminiumsilikat A in Richtung einer höheren Konzentration des Alkalihydroxids, einer höheren Kristallisationstemperatur und einer längeren Erhitzungsdauer beim Kristallisieren verändert werden. Dabei beobachtet man eine irreversible Umlagerung des Aluminiujiiq.iliknts A in das Aluminiumsilikat B, was auch bedeutet, daß die Herstellungsbedingungen für den Typ B und damit für das erfindungsgemäß verwendbare Gemisch aus A und B weniger kritisch sind als für den reinen Eristalltyp A.
  • Insbesondere bei einer kontiniuierlichen Arbeitsweise kamin es zur Erhöhung der Raum/Zeit-Ausbeute zweckmäßig sein, die Verfahrensparameter so zu wählen, daß ein Gemisch aus den Aluminiumsilikaten A und B entsteht. Das Natriumaluminiumsilikat 33 wird in der Literatur im allgemeinen als Hydrosodalith oder als Zeolith HS bezeichnet (vgl. D.W. Breck, ibid., Seiten 155, 354).
  • Die Herstellung des erfindungsgemäß verwendeten Alkalialuminiumsilikats wird im experimentellen Teil näher beschrieben.
  • Der Gehalt der erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel an Aluminiumsilikat kann im Bereich von 5 bis 95, vorzugsweise 10 bis 60 Gew.- liegen. Dabei hängt die zur Erzielung eines guten Wasch- bzw. Reinigungseffektes erforderliche Menge an Aluminiumsilikat einerseits von dessen CalcilImbindevermögen, andererseits von der Menge und dem Verschmutzungsgrad der zu behandelnden Substrate und schließlich von der Härte des verwendeten Wassers ab.
  • Zu den waschend oder reinigend wirkenden Substanzen, die in den erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmitteln enthalten sind, gehören Tenside, tensidartige oder nichttensidartige Schaumstabilisatoren oder Schauminhibitoren, wasserlösliche Komplexbildner bzw. Fällungsmittel für die Härtebildner des Wassers, Textilweichmacher, neutral oder alkalisch reagierende Gertstsubstanzen, chemisch wirkende Bleichmittel sowie Stabilisatoren und/oder Aktivatoren für diese Bleichmittel.
  • Sonstige, meist in geringerer Menge anwesende Hilfs- und Zusatzstoffe sind z.B. Korrosionsinhibitoren, antimikrobielle Substanzen, Schmutzträger, Enzyme, optische Aufheller, Farb- und Duftstoffe.
  • Vorzugsweise enthalten die erfindungsgemäßen Mittel neben den kationenaustauschenden Aluminiumsilikaten weitere wasserlösliche Komplexbildner bzw. Fällungsmittel für die Calcium-und Magnesiumionen des Wassers. Die Wirkung dieser wasserlöslichen Komplexbildner ist in Anwesenheit der unlöslichen Aluminiumsilikate bereits bei Gehalten von 2 bis 15 Gew.-y' zu erkennen. Diese Komplexbildner bzw. Fällungsmittel können in den erfindungsgemäßen Präparaten auch in größerer Menge enthalten sein, allerdings mit der Einschränkung, daß dann im Falle des Vorhandenseins von anorganischen Phosphaten und/oder organischen Phosphonaten der rechnerische Gesamtphosphorgehalt des Wasch- oder Reinigungsmittels den Wert von 6 Gew.-96, vorzugsweise 3 Gew.-% nicht übersteigt. Gewichtsprozentangaben beziehen sich im Falle der Aluminiumsilikate -wenn nicht ausdrücklich anders vermerkt - auf die getrocknete, gebundenes Wasser in Mengen von 5 bis 25 Gew.-% enthaltende Substanz.
  • Sofern erfindungsgemäße pulverförmige Wasch- und Reinigungsmittel bleichend wirkende Peroxyverbindungen wie z.B. Natriumperborat enthalten, ist zur Gewährleistung einer ausreichenden Lagerstabilität dieser Mittel wegen des oben angegebenen Eisengehalts der erfindungsgemäß verwendeten Aluminiumsilikate ein Zusatz der üblichen wasserlöslichen und/oder wasserunlöslichen Stabilisatoren für Peroxyverbindungen in Mengen von 0,2 bts 10 Gew.-% vorteilhaft. Als wasserlösliche Stabilisatoren gelten in erster Linie diejenigen organischen Komplexbildner, die auch ein ausgeprägtes Eomplexiervermögen für Schwermetallionen besitzen, wie s.B. die Alkalisalze der Äthylendiamintetraessigsäure, Aminotrimethylentriphosphonsäure oder 1-Hydroxyäthan- 1, 1-diphosphonsäure. Als wasserunlösliche Stabilisatoren eignen sich vor allem die durch Fällung aus wäßrigen Lösungen erhältlichen Magnesiumsilikate der Zusammensetzung 1 - 4 MgO 1 - 4 SiO2, insbesondere der Zusammensetzung MgO SiO2. Eine besonders gute Stabilisierung wird erreicht, wenn man die wasserlöslichen Stabilisatoren zusammen mit den wasserunlöslichen einsetzt. Bei langer Lagerzeit von bleichend wirkenden Präparaten ist es zweckmäßig, das Bleichmittel getrennt verpackt zu lagern und erst vor der Verwendung mit dem anderen Teil des Präparats zu vermischen.
  • Die erfindungsgemäßen Mittel eignen sich zum Waschen und Reinigen von festen Werkstoffen aller Art auf zahlreichen Gebieten der Industrie und des Haushalts. Typische Anwendungsgebiete sind die Reinigung von Geräten, Apparaturen, Rohrleitungen und Gefäßen aus Holz, Kunststoff, Metall, Keramik, Glas usw. in der Industrie oder in gewerblichen Betrieben, das Reinigen von Möbeln, Wänden, Fußböden, von Gegenständen aus Keramik, Glas, Metall, Holz, Kunststoff, das Reinigen von polierten oder lackierten Flächen im Haushalt. Besonders wichtige Anwendungsgebiete sind das Waschen von Textilien und das maschinelle Reinigen von Geschirr aller Art in der Industrie, in gewerblichen Wäschereien und im Haushalt.
  • Die Zusammensetzung eines typischen, insbesondere bei Temperaturen im Bereich von 50 bis 100 0C anwendbaren Textilwaschmittels liegt im Bereich folgender Rezeptur: 5 bis 30 Gew.-% anionische und/oder nichtionische und/oder zwitterionische Tenside, 5 bis 70 Gew. -5u" Aluminlumsilikate obiger Definition, 2 bis 45 Gew.-% Komplexbildner für Erdalkaliionen, O bis 50 Gew.-% zur Komplexbildung nicht befähigte Waschakalien (- alkalische GerUstsubstanzen), O bis 50 Gew.- Bleichmittel sowie sonstige meist in geringerer Menge in Textilwaschmitteln vorhandene Zusatzstoffe.
  • Die Zusammensetzung eines typischen Reinigungsmittels für das maschinelle Reinigen von Geschirr liegt im Rahmen der folgenden Rezeptur: 10 bis 60 Gew.-% Alkalisilikate und/oder -carbonate und/oder -hydroxide, die teilweise durch insbesondere anorganische phosphorhaltige Komplexbildner, und zwar in Mengen, die den oben angegebenen Höchstmengen für Phosphor entsprechen, zersetzt sein können, 10 bis 65 Gew.-% Aluminiumsilikate der obigen Definition, 0 bis 40 Gew.- sonstige übliche Bestandteile von Geschirrreinigungsmitteln.
  • Zu diesen sonstigen üblichen Bestandteilen gehören die folgenden Substanzen, von denen vorzugsweise wenigstens eine in den angegebenen Mengen anwesend ist: 1,0 bis 10 Gew.- hktlvchlor oder Aktivsauerstoff enthaltende Substanzen, 0,5 bis 10 Gew.-% Tenside, insbesondere nichtionische Tenside.
  • 2,0 bis 20 Gew.-% Natriumsulfat und/oder Wasser.
  • Die in den erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmitteln neben den oben definierten Aluminiumsilikaten noch enthalteer, waschend und reinigend wirkenden Substanzen und 1deren Zusatz stoffe werden in der bereits genannten deutschen Offenlegungsschrift 24 12 837 näher beschrieben.
  • Zur Herstellung erfindungsgemäßer Mittel von pulvriger bis körniger Beschaffenheit, denen besondere Bedeutung zukommt, lassen sich z.B. die Aluminiumsilikate als trockene Pulver in einfacher Weise mit den anderen Komponenten der Waschmittel vermischen, wobei man ölige oder pastenförmige Substanzen, wie z.B. die nichtionischen Tenside, auf das Pulver aufsprüht.
  • Eine andere Herstellungsmöglichkeit besteht darin, daß man die trockenen Aluminiumsilikate zusammen mit den anderen hitze- und feuchtigkeitsuriempfindlichen Bestandteilen zu einem wäßrigen Brei verarbeitet und diesen, insbesondere durch Heißtrocknen in Zerstäubtmgstürmen,in ein Pulver überführt, dem dann die übrigen,für diesen Pulverisierungsprozeß nicht geeigneten Bestandteile zugesetzt werden. Nach einem besonders bevorzugten Herstellungsverfahren, das zu pulvrigen bis körnigen Mitteln mit guter Schüttfähigkeit führt, werden die von ihrer Herstellung noch feuchten Aluminiumsilikate wenigstens mit einem Teil der übrigen Präparatbestandteile vermischt und dieses Gemischs insbesondere nach der Heißzerstäubungsmethode, in die schüttfähige Form übergeführt. Bei diesem Verfahren fällt das aufwendige Trocknen der Aluminiumsilikate weg. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, daß die Aluminiumsilikatpartikeln ihren durch die Herstellungsbedingungen bestimmten Verteilungsgrad im wesentlichen beibehalten, während bei zwischenzeitlichem Trocknen eine Agglomeration zu größeren Gebilden möglich ist.
  • Bei diesem bevorzugten Verfahren werden die feuchten Aluminium silikate vorzugsweise in dem Zustand eingesetzt, in dem sie nach der Abtrennung der alkalischen Mutterlauge vorliegen; gegebenenfalls kann nach dem Abtrennen der Mutterlauge noch mit Wasser ausgewaschen werden. Die resultierenden feuchten Produkte werden entweder als feuchte Pulver oder als Suspensionen :in Wasser der Weiterverarbeitung zugeführt.
  • Sofern die feuchten Aluminiumsilikate noch lösliches Alkali enthalten, läßt sich das Alkalihydroxid bei der Weiterverarbeitung der Aluminiumsilikate in Bestandteile der herzustellenden Wasch- oder Reinigungsmittel überführen, gegebenenfalls nach der -Neutralisation mit Säuren oder sauren Salzen, wie z. B. Kohlendioxyd, Bicarboriaten, Schwefelsäure, Bisulfaten, Citronensäure usw. Zum Zwecke der Neutralisation des überschüssigen Alkalihydroxids können aber auch die anionischen Tenside in der Säureform eingesetzt werden.
  • Die gegebenenfalls noch alkalischen feuchten Pulver oder Suspensionen des Aluminiumsilikats werden insbesondere auch zur Herstellung von flüssigen und pastenförmigen Wasch- und Reinigungsmitteln verwendet.
  • Beispiele Es wird zunächst die Herstellung der zu verwendenden Aluminiumsilikate beschrieben.
  • 1. Destrukturierung von Kaolin Zur Aktivierung des natürlichen Kaolin wurden Proben von 1 kg 3 Stunden lang auf 700 0C im Schamottetiegel erhitzt. Dabei wandelte sich der kristalline Kaolin A1203 . 2 SiO2 . 2 H20 in den amorphen Metakaolin A1203 2 SiO2 um.
  • 2. Hydrothermale Behandlung des Metakaolins In einem Rührgefäß wurde Alkalilauge vorgelegt und der calcinierte Kaolin bei Temperaturen zwischen 20 und 100 0C eingerührt, Die Suspension wurde unter Rühren auf die Kristallisationstemperatur von 70 bis 100 0C gebracht und bei dieser Temperatur bis zum Abschluß des Kristallisationsvorganges gehalten. Anschließend wurde die Mutterlauge abgesaugt und der Rückstand mit Wasser gewaschen, bis das ablaufende Waschwasser einen pH-Vert von 9 bis 11 aufwies. Der Filterkuchen wurde getrocknet und anschließend zu einem feinen Pulver zerdrückt, bzw. es wurde zur Entfernung der beim Trocknen entstandenen Agglomerate gemahlen. Dieser Mahlprozeß entfiel, wenn der Filterrückstand feucht weiterverarbeitet wurde oder wenn die Trocknung über einen Sprühtrockner oder Stromtrockner vorgenommen wurde. Zahlenwerte zu den einselnen Verfahrensschritten werden in den nachstehenden Herstellungsvorschriften für die einzelnen Aluminlumsilikate angegeben.
  • Die hydrothermale Behandlung des calcinierten Kaolin kann auch nach einer kontinuierlichen Arbeitsweise durchgeführt werden.
  • Die ;Wassergehalder getrockneten Aluminiumsilikate wurden durch einstündiges Erhitzen von Proben auf 800 0C bestimmt.
  • Zur Bestimmung des Calciumbindevermögens der Aluminiumsilikate wurde 1 1 einer wäßrigen, 0,594 g CaCl2 (= 300 mg CaO/l = 30 °dH) enthaltenden und mit verdünnter NaOH auf einen pH-Wert von 10 eingestellten Lösung mit 1 g Aluminiumsilikat (bezogen auf die wasserfreie Verbindung) versetzt. Dann wurde die Suspension 15 min. lang bei einer Temperatur von 22 bzw. 50 bzw.
  • 90 0C kräftig gerührt. Nach dem Abfiltrieren bestimmte man die Resthärte x des Filtrats. Daraus errechnet sich das Calciumbindevermögen zu (30 - x) . 10 mg CaO/g AS.
  • Die Teilchengrößenverteilung wurde durch Sedimentationsanalyse in Wasser bei 25 0C mit 1 g Substanz pro Liter Wasser bestimmt; pH-Wert der Suspension = 10,1; Standhöhe der Suspension = 20 cm.
  • Alle %-Angaben sind Gewichtsprozente.
  • Aluminiumsilikat K-AS I: Ansatz: 1,65 kg calcinierter Kaolin 13,35 kg NaOH 10 %ig, Vermischen bei Raumtemperatur; Kristallisation: 2 Stunden bei 100 °C; Trocknung: 2 Stunden bei 160 0C im Vakuumtrockenschrank; Zusammensetzung: 0,88 Na2O . 1 Al2O3 . 2,14 SiO2.
  • 3,5 H20 (= 18,1 % H20); Struktur: Aluminiumsilikate A und B im Verhältnis 8 : 2; Calciumbindevermögen: 126 mg CaO/g bei 22 °C, 155 mg CaO/g bei 80 °C; Teilchengrößenverteilung: 100 % < 15µ , 86 % < 10 µ ; mittlerer Teilchendurchmesser: Eisengehalt: 0,39 % (3900 ppm Fe).
  • Aluminiumsilikat K-AS II: Ansatz: Wie bei K-AS I, jedoch wird der calcinierte Kaolin noch heiß (ca. 600 0c) in die Natronlauge von Raumtemperatur eingetragen.
  • Kristallisation: 1,5 Stunden bei 100 °C; Zusammensetzung: 0,91 Na2O . 1 Al2O3 . 1,18 . 2,18 SiO2 3,8 H20 (= 19,1 % H2°); Struktur: Aluminiumsilikate A und B im Verhältnis 9 : 1; Calciumbindevermögen: 132 mg CaO/g bei 22 °C, 146 mg CaO/g bei 90 C; Teilchengrößenverteilung: 100 % <15µ, 94 % <µ; mittlerer Teilchendurchmesser: 6,1 Eisengehalt: 0,42 % (4200 ppm Fe).
  • Aluminiumsilikat K-AS III: Ansatz: 1,5 kg Kaolin calciniert, 2,5 kg NaOH, 50 %ig.
  • 7,05 kg H20, entionisiert, Kristallisation: 2 Stunden bei 100 °C; Trocknung: 8 Stunden bei 100 °C; Zusammensetzung: 1,05 Na2O 1 hl203 . 2,24 SiO2 3,86 H20 (= 18,7 % H20); Struktur: Aluminiumsilikate A und B im Verhältnis 8 : 2; Calciumbindevermögen: 123 mg CaO/g bei 22 °C, 152 mg CaO/g bei 90 °C; Teilchengrößenverteilung: 77 % < 5µ , 100 % < 10µ ; mittlerer Teilchendurchmesser: 3,8µ ; Eisengehat: 0,36 % (3600 ppm Fe).
  • Aluminiumsilikat K-AS IV: Ansatz: 2,0 kg Kaolin calciniert, 4,0 kg NaOH, 50 %ig, 6,0 kg H2O, entionisiert; Kristallisation: 1 Stunde bei 85 0C; Trocknung: wie K-AS III; Zusammensetzung: 1,03 Na20 . 1,0 Al203 2,34 SiO2 . 3,62 H2O (= 17,5 % H2O); Struktur: Aluminiumsilikate A und B im Verhältnis 8,5 : 1,5; Calciumbindevermögen: 127 mg CaO/g bei 22 °C, 141 mg CaO/g bei 90 C; Teilchengrößenverteilung: 89 % < 5 100 5' < 15 mittlerer Teilchendurchmesser: 3,4µ ; Eisengehalt: 0,46 (4600 ppm Fe).
  • Aluminiumsilikat K-AS V: Ansatz: 5,0 kg Kaolin calciniert, 4,0 kg NaOH (100 %ig), 36,0 kg H2O entionisiert; Kristallisation: 3 Stunden bei 95 bis 100 °C; Trocknung: 4 Stunden bei 100 °C (Vakuumtrockenschrank) Zusammensetzung: 0,99 Na20 . 1 Al203 . 1,96 SiO2 3,8 H2O (= 19,2 % H2O); Strukur: Aluminiumsilikate A und B im Verhältnis von 9 : 1; Calciumbindevermögen: 153 mg CaO/g bei 22 °C; Teilchengrößenverteilung: 100 %<20 µ, 50 %< 9,2 µ; Eisengehalt: 0,22 % Fe (2200 ppm Fe).
  • Aluminiumsilikat K-AS VI: Ansatz: Wie bei K-AS V Kristallisation: 2 Stunden bei 85 bis 90 °C; Trocknung: 4 Stunden bei 100 0C (Vakuumtrockens chrank) Zusammensetzung: 1,07 Na2O . 1 A1203 . 1,96 SiO2 3,9 1120 (= 19,9 % H2O); Kristallstruktur: Aluminiumsilikat A 100 %; Calciumbindevermögen: 161 mg CaO/g bei 22 °C; Teilchengrößenverteilung: 100 %< 15µ, 50 %< 6µ; Eisengehalt: 0,21 % Fe (2100 ppm Fe).
  • Aluminiumsilikat K-AS VII: Ansatz: 5,0 kg Kaolin, calciniert, 5,0 kg NaOH, 100 5'ig, 20,0 kg H20, entionisiert; Kristallisation: 3 Stunden bei 100 °C; Trocknung: 24 Stunden bei 140 °C; Zusammensetzung: 1,08 Na20 . 1 A1203 1,96 Si32 2,8 H20 (= 14,8 %); Struktur: Aluminiumsilikat A und B im Verhältnis 6 : 4; Calciumbindevermögen: 105 mg CaO/g bei 22 °C; Teilchengrößenverteilung: 100 %<20 µ, 50 %< 5µ; Eisengehalt: 0,21 % Fe (2100 ppm Fe).
  • Es folgt nun die Beschreibung der erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittel mit einem Gehalt an Aluminiumsilikat en der Kristalltypen A) und 13) sowie deren Herstellung unter Verwendung der oben beschriebenen Aluminiumsilikate (trockene Pulver, Suspensionen bzw. feuchte Pulver). Die in den Beispielen genannten salzartigen Bestandteile der Wasch- bzw. Reinigungsmittel - salzartige Tenside, andere organische Salze sowie anorganische Salze - liegen als Natriumsalze vor, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes festgestellt wird. Die Bezeichnungen bzw. Abkürzungen in den Beispielen haben folgende Bedeutung: "ABS": das Salz einer durch Kondensieren von geradkettigen Olefinen mit Benzol und Sulfonieren des so entstandenen Alkylbenzols erhaltenen Alkylbenzolsulfonsäure mit 10 - 15, im wesentlichen 11 - 13 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette; "OS": ein durch Sulfonieren von a-Olefinen mit 12 - 18 C-Atomen mit SO3 und Hydrolysieren des Sulfonierungsprodukts mit Natronlauge erhaltene Gemisch von Hydroxyalkan-, Alkan- und Disu).£onaten; "Fs-estersulfonat": ein aus hydriertem Paimkernfettsäuremethylester über die Sulfonierung mit S03 erhaltenes Sulfonat; "Alkansulfonat": ein über die Sulfoxydation von C12-18-Paraffinen erhaltenes Sulfonat; "Seife": eine aus einem gehärteten Gemisch gleicher Gewichtsteile von Talg und Rübölfettsäure hergestellte Seife (Jodzahl.=1); tiOA + ÄO" bzw. zu " TA r x ÄO": die Anlagerungsprodukte von Äthylenoxid (X0) an technischen Oleylalkohol (OA) (Jodzahl = 50) bzw. an Talgfettalkohol (TA) (Jodzahl = 0,5), wobei die Zahlenangaben für x die an 1 Mol Alkohol angelagerte molare Menge an Äthylenoxid kennzeichen; "Nonionic": das unter dem Handelsnamen "Pluronic L 61" erhältliche Anlagerungsprodukt von Äthylenoxid an einen Polypropylenglykoläther vom Molekulargewicht 1900, wobei der Anteil des Polypropylenglykoläthers 90 Gew.-% und der Anteil des Polyäthylenglykoläthers 10 Gew.-% ausmacht; "Schauminihibitor": Silikonöl "SAG 100"R der Firma Union Carbide and Carbon; "Perborat": ein technisches Produkt der ungefähren Zusammensetzung NaB02 . H202 . 3 H,O; "EDTA": das Salz der Äthylendiamintetraessigsäure; "HEDP": das Salz der 1-Hydroxyäthan-1,1-diphosphonsäure; "CMC": das Salz der Carboxymethylcellulose; "Wasserglas flüssig": eine 34,5%ige wäßrige Lösung des Natriumsilikats der Zusammensetzung Na20-. 3,35 SiO2; "DCIC": das Natriumsalz der Dichlorisocyanursäure.
  • Beispiel 1: Dieses Beispiel gibt die Zusammensetzung eines Zwei-Komponeneten waschmittels an, dessen eine Komponente durch Vermischen eines trockenen Aluminiumsilikats mit einem durch Heißzerstäubung erhaltenen Waschmittelpulver und dessen zweite Komponente durch Vermischen eines Bleichmittels, eines Bleichstabilisators und eines wasserlöslichen Komplexbildners hergestellt wurden.
  • komponente I: 45 Gewichtsteile Aluminiumsilikat K-AS IV (gebundes Wasser 17,5 50); 27 Gewichtsteile Waschmittelpulver der Zussmmensetzung: 20,2 % ABS, 8,0 So TA + 10 A0, 9,5 % Seife, 12,5 % Na2O . 3,3 SiO2, 4,2 ,o' CMC, 38,0 % Natriumsulfat, Rest Wasser.
  • Komponente II: 20 Gewichtsteile Natriumperborat 2 Gewichtsteile Magnesiumsilikat und 6 Gewichtstelle wasserlöslicher Komplexbildner bw. Fällungsmittel für Erdalkaliionen.
  • Als wasserlösliche Komplexbildner bzw. Fällungsmittel wurden die Natriumsalze der folgenden Säuren eingesetzt: Oxalsäure, Zitronensäure, Triphosphorsäure, Nitrilotriessigsäure, Äthylen diamintetraessigsäure, N,N-Dimethylaminomethandiposphonsäure, O-Carboxymethyltartronsäure, Poly- α-hydroxyacrylsäure (MG ca.
  • 35 000). Es zeigte sich eine markante Verbesserung des Wascherfolgs gegenüber einem Präparat, das anstelle einer dieser Substanzen die gleiche Menge an zusätzlichem Natriumsulfat enthielt.
  • Beispiele 2 - 5: Die Rezepturen 2 bis 5 stellen phosphatarme und phosphatfreie Rezepturen dar, die insbesondere für gewerbliche Wäschereien geeignet sind. Die Präparate wurden durch Vermischen der pulverförmigen Bestandteile mit einer CMC-Lösung und Aufsprühen des nichtionischen Tensids hergestellt.
    Gehalt in % beim Waschmittel
    Bestandteil 2 3 4 5
    ABS 5,0 5,0 5,0 5,5
    OA + 10 ÄO 3,5 3,5 3,5 3,5
    Na2CO3 18,8 19,5 18,4 19,0
    Na20 . 3,3 Si02 6,0 6,0 5,0 5,0
    Aluminiumsilikat K-AS I 22,5 40,5 23,0 41,5
    Na5P3O10 16,1 5,5 7,0 -
    Na-Citrat | - | - | 10,0 | 7,5
    CMC 0,8 0,8 0,8 0,8
    Aufheller, Na2S04 16,0 12,0 16,0 10,0
    H20 11,3 7,2 11,3 7,2
    Na5P3010 und Na-Citrat lassen sich bei den Waschmitteln 2 - 5 durch andere organische Komplexbildner, s.B. durch HEDP oder Poly-«-hydroxyacrylat ersetzen.
  • Beispiele 6 und 7: Zum Waschen stark verschmutzter Berufskleidung geeignete phosphatfreie Waschmittel (hergestellt wie Beispiele 2 - 5) haben die folgende Zusammensetzung:
    Bestandteil Gehalt in % beim Waschmittel
    6 7
    OA + 5 ÄO 8,2 7,2
    OA + 10 ÄO | 9,8 | 10,3
    Na CO 45,0 50,0
    Aluminiumsilikat K-AS II 27,0 20,0
    Citrat 5,5
    Poly-a-hydroxyacrylat 5,0
    (MG ca. 35 000)
    CMC 1,3 1,3
    Aufheller 0,3 0,3
    H2O 2,9 5,9
    Beispiele 8 - 12: Die folgenden Textilwaschmittel wurden durch Heißzerstäubung eines wäßrigen Ansatzes (Slurry) hergestellt. Temperaturinstabile Bestandteile, wie z.B. Perborat, Enzyme, optische Aufheller, Duftstoffe usw. können nachträglich zugemischt werden.
    Waschmittel- 8 8 9 10 11 12
    bestandteile
    Alkansulfonat 2,4 - -
    Oleinsulfonat - - 5,5 - -
    Estersulfonat - 9,4 - - -
    ABS 6,3 - 6,7 - 7,7
    TA + 14 ÄO 2,0 - - 9,7 -
    TA + 5 ÄO | 2,0 | - | - 1,6 2,1
    OA + 10 ÄO - 3,1 1,8 - -
    OA + 5 ÄO - - 1,8 - -
    Seife 3,3 2,3 3,9 - 4,9
    Schauminhibitor | - | - | - | 0,4 | -
    Na5P3O10 - 6,9 9,8 10,7 17,8
    EDTA 4,0 0,4 0,3 0,3 0,2
    Na2O . 3,3 SiO2 | 6,0 | 4,8 | 4,4 | 4,5 | 4,5
    Mg-Silikat 2,0 2,5 1,8 1,6 2,5
    CMC 2,0 1,2 1,8 2,1 2,5
    Aluminiumsilikat K-AS I* - - - 44,0 -
    " K-AS II* 40,0 - - -
    " K-AS III*|21,4 - 11,6 - -
    " K-AS V* 21,4 - 27,3 - 30,6
    Rest (Wasser, Na2SO4,
    opt. Aufheller)
    * = bezogen auf das wasserfreie Aluminiumsilikat.
  • Sauerstoffabgebende Bleichmittel können den Waschmitteln der obigen Beispiele, vorzugsweise kurz vor der Anwendung oder in der Waschflotte, in Mengen von 10 - 30 % zugesetzt werden.
  • Die Pulver der Beispiele 8 - 12 können auch zur Herstellung von Scheuermitteln durch Kombination mit einem abrasiven Mineralpulver verwendet werden.
  • Beispiele 13 - 15: Die Zusammensetzungen dieser Rezepturen sind für das maschinelle Reinigen von Geschirr brauchbar.
    Bestandteil Gew.-% Bestandteil beim Präparat
    13 14 15
    Na5P3010 20,0 5,0
    Aluminiumsilikat K-AS I 24,0 - 20,0
    Aluminiumsilikat K-AS IV - 40,0 20,0
    Na2SiO3 40,0 40,0 44,0
    Na2S°4 3,0 0,0 0,0
    DCIC 2,0 2,0 2,0
    Nonionic 1,0 1,0 1,0
    Wasser 10,0 12,0 13,0
    Diese Präparate wurden durch Granulieren des Gemisches der Bestandteile hergestellt.
  • Ersetzt man bei der Herstellung der Waschmittel nach den Beispielen 8 bis 12 die getrockneten Aluminiumsilikate durch die von ihrer Herstellung noch feuchten Produkte, wie sie nach Abfiltrieren und Auswaschen der Mutterlauge mit einem Wassergehalt von etwa 40 bis 70 % anfallen, oder durch die Suspensionen dieser Aluminiumsilikate im Waschwasser, so lassen sich unter Berücksichtigung der zusätzlichen Jassermengen diese Waschmittel unter Vermeidung einer Trocknungsstufe für die Aluminiumsilikate erhalten.
  • Beispiel 16: Dieses Beispiel beschreibt die Herstellung eines Waschmittels der nachstehenden Zusammensetzung: ABS 8,5 %, OA + 10 ÄO 3,2 %, Natriumtriphosphat 8,0 , Na2O . 5,3 SiO2 4,0 , CMC 0,8 5', Aluminiumsilikat K-AS IV 34,0 % (bezogen auf die wasserfreie Na2CO3 23,0 %, Verbindung), Wasser Rest bis 100 5'.
  • Verwendet wird eine wäßrige alkalische Suspension des Aluminiumsilikats K-AS IV, wobei man in diesem Fall das Reaktionsgemisch, wie es nach der hydrothermalen Kristallisationsreaktion anfällt, weiterverarbeitet. Bei der Herstellung des Präparats wird in die alkalische Aluminiumsilikatsuspenslon ABS- Säure, nichtionisches Tensid und CMC eingerührt und der Alkaliüberschuß durch Einleiten von CO2 in Na2CO3 übergeführt.
  • Nach der Zugabe der übrigen Rezepturbestandteile wird durch Heißzerstäubung das Waschmittelpulver erhalten. Dieses Waschmittelpulver kann zusammen mit Natriumperborat im Mengenverhältnis 9 : 1 bis 3 : 2 eingesetzt werden.
  • Beispiel 17: Zur Herstellung eines Waschmittels der Zusammensetzung: TA + 14 ÄO 7,0 56 TA + 5 Ä0 3,0 56 Seife 3,5 56 Aluminiumsilikat K-AS III19,0 56 (bezogen auf die wasserfreie Na5P3O10 20,0 % Verbindung) Perborat 23,0 56 Na2O 3,3 SiO2 3,0 56 CMC 1,8 56 EDTA 0,5 56 MgSiO3 2,0 56 Na2CO3 5,0 56 Wasser, Na2SO4 12,2 56 granuliert man ein Gemisch der trockenen Bestandteile mit Aus nahme der Seife und des Perborats in einem Mischer der Firma Lödige, Paderborn/Deutschland. Dieser Mischer besteht aus einem liegenden Zylinder mit Kühlmantel. Der Zylinderinhalt wird durch rotierende, mit pflugscharähnlichen Schaufeln versehene Arme durchmischt. Nach dem Einfüllen der trockenen Rezepturbestandteile wird ein Gemisch aus dem feuchten Aluminiumsilikat K-AS III, dem Wasserglas, der Seife und den beiden Nonionics untergemischt, wobei sich bereits Granulate bilden.
  • Das feuchte Aluminiumsilikat K-AS III wurde erhalten, nachdem Mutterlauge und Waschwasser bis zu einem Feststoffgehalt von ca. 60 56 durch Zentrifugieren entfernt worden waren. Das aus dem Mischer entnommene, noch etwas feuchte Granulat wurde zum Abführen der Hydrationswärme durchlüftet, wobei ein Teil des eingebrachten Wassers verdampfte und als Endprodukt ein rieselfähiges Granulat anfiel. Das Perborat wurde getrennt verpackt und gel.agert und zu der Waschmittelkomponente erst in der Waschflotte zugegeben.

Claims (6)

  1. Patent ansprüche 1. Wasch- und Reinigungsmittel mit einem Gehalt an einem feinverteilten wasserunlöslichen, zum Binden der Härtebildner des Wassers befähigten, synthetisch hergestellten kristallinen Aluminlumsilikat der Zusammensetzung 0,7 . 1,1 Kat2O . 1,0 Al2O3 . 1,3 - 2,4 SiO2 . 0,5 - 5,0 H2O, wobei Kat ein mit Calcium- und Magnesiumionen austauschbares Alkalikation, insbesondere das Natriumkation bedeutet, sowie wenigstens einer weiteren waschend oder reinigend wirkenden Substanz, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkalialuminiumsilikat aus Kaolin durch wäßrig-alkalische Behandlung eines, vorzugsweise durch Calcinieren destrukturierten Kaolins herges-tellt ist und - bezogen auf die wasserfreie Substan -A) 50 bis 100 Gew.- aus Partikeln der durch folgende Interferenzlinien des Röntgenbeugungsdiagramms (in Å) identifizierbaren Kristallstruktur: 12,4 8,6 7,0 4,1 3,68 3,38 3,26 2,96 2,73 2,66 sowie B) 0 bis 50 Gew.-5t aur3 Partikeln der durch die folgenden Interferenzlinien des Röntgenbeugungsdiagramms (in Å) identifizierbaren Kristallstruktur: 6,36 4,44 3,72 2,92 2,70 2,56 besteht.
  2. 2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkalialuminiumsilikat einen Eisengehalt von mehr als 2000 ppm Fe aufweist.
  3. 3. Mittel nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt an durch Behandlung von destrukturiertem Kaolin mit Natronlauge erhaltenem Natriumaluminiumsilikat.
  4. 4. Textilwaschmittel nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch die folgende Zusammensetzung: 5 bis 30 Gew.-% anionische und/oder nichtionische und/oder zwitterionische Tenside, 5 bis 70 Gew.-% Aluminiumsilikate nach Anspruch 1 bis 3, 2 bis 45 Gew.-% Komplexbildner für Erdalkaliionen, O bis 50 Gew.-% zur Komplexbildung nicht befähigte Waschalkalien (= alkalische Gerüstsubstanzen), 5 bis 50 Gew.-% Bleichmittel. sowie sonstige meist in geringerer Menge in Textilwaschmitteln vorhandene Zusatzstoffe.
  5. 5. Mittel zum maschinellen Reinigen von Geschirr nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch die folgende Zusammensetzung: 10 bis 60 Gew.-% Alkalisilikate und/oder -carbonate und/oder -hydroxide, die teilweise durch insbesondere anorganische phosphorhaltige Komplexbildner, und zwar in Mengen, die den oben angegebenen Höchstmengen für Phosphor entsprechen, ersetzt sein können, 10 bis 65 Gew.-% Aluminiumsilikate nach Anspruch 1 bis 3, 0 bis 40 Gew.-% sonstige übliche Bestandteile von Geschirr reinigungsmitteln.
  6. 6. - Mittel nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen Gehalt an wenigstens einer der folgenden Substanzen in den angegebenen Mengen: 1,0 bis 10 Gew.-% Mztivchlor oder Aktivsauerstoff enthaltende Substanzen, 0,5 bis 10 Gew.% Tenside, insbesondere nichtionische Tenside, 2,0 bis 20 Gew.-% Natriumsulfat und/oder Wasser.
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