DE2600587A1 - Vorrichtung zum haltern und verfestigen einer vielzahl von wicklungsleitern in elektrischen maschinen - Google Patents
Vorrichtung zum haltern und verfestigen einer vielzahl von wicklungsleitern in elektrischen maschinenInfo
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Description
260058?
PATENTANWALT
DIPL-ING. LEO FLEUCHAUS
DIPL-ING. LEO FLEUCHAUS
8 MDNCHEN 71, den 5· Jan· l976
MtlnZelch.n: WS38P-1358
Westinghouse Electric Corp. Westinghouse Building Gateway Center, Pittsburgh,
Pennsylvania 15222, USA
Vorrichtung zum Haltern und Verfestigen einer Vielzahl von Wicklungsleitern in elektrischen Maschinen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Haltern und Verfestigen einer
Vielzahl von Endabschnitten von Wicklungsie item in elektrischen Maschinen.
Die elektrischen Leiter, welche die Wicklungen elektrischer Maschinen
bilden, müssen ausreichend befestigt sein, um ein Verschieben der Leiter und eine Beschädigung der sie umgebenden Isolierung zu vermeiden. Bei
großen rotierenden elektrischen Maschinen entstehen und wirken große mechanische Kräfte auf die Wicklungsleiter ein, so daß es eine schwierige
Aufgabe wird, diese Wicklungsleiter richtig zu haltern und zu verfestigen.
Insbesondere die Endabschnitte der Wicklungsleiter im Stator großer Turbinengeneratoren
bereiten in dieser Hinsicht Schwierigkeiten, wenn die bekannten Maßnahmen zur Befestigung der Wicklungsleiter Anwendung finden. Eine
ideale Vorrichtung zum Haltern und sicheren Befestigen der Wicklungsleiter während der ganzen Lebensdauer der elektrischen Maschine istdaher wünschenswert,
wobei die Vorrichtung eine bequeme Reparaturtechnik zuläßt, wenn
Fs/mü Änderungen
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Änderungen an den Wicklungen bzw. der Austausch von Wicklungsteilen
notwendig wird.
Die Endabschnitte der Wicklungsleiter bei Turbinengeneratoren werden nach
dem bekannten Stand der Technik in unterschiedlicher Weise befestigt. So ist es bekannt, nebeneinanderliegende Wicklungsleiter durch Umwickeln
der beiden Leiter mit Glasschnüren oder Glasseilen zu verbinden. Dieses Verschnüren wiederholt sich immer wieder, so daß am Ende jeder Wicklungs·
leiter direkt mit dem benachbarten Wicklungsleiter zumindest an einer Stelle verbunden ist. Typischerweise wird diese Verschnürung längs den Endabs-chnitten
von einem Wicklungsleiter zum anderen versetzt, damit jeder Wicklungsleiter durch mehrere Verschnürungen festgehalten wird. Bei
einem derartigen Verschnüren werden zwischen den Wicklungsleitern Abstandselemente
eingefügt, die durch die Verschnürung und die dabei zwischen den Leitern entstehende Verspannung festgehalten werden. Eine derartige
Verschnürung der benachbarten Wicklungsleiter mit Glas seilen erweist sich als ausreichend bei verhältnismäßig kleinen elektrischen Maschinen, jedoch
ist sie nicht ausreichend bei großen Maschinen, bei denen im Betrieb verhältnismäßig
große Kräfte auftreten. Die bekannte Verschnürung ist sehr kompliziert wegen der Vielzahl der Einzelverbindungen und Verschnürungen
und daher sehr arbeits- und zeitaufwendig. Die Kraft, mit welcher die
Wicklungsleiter zusammengehalten werden, hängt von der Spannung in der Verschnürung ab, die ihrerseits wieder in hohem Maße von der Fähigkeit
der die Verschnürung anbringenden Person sowie von deren zuverlässigen Arbeitsweise abhängig ist. Es ist daher bei einer derartigen bekannten Verschnürung
sehr schwierig, sicherzustellen, daß alle Einzelverschnürungen
genügend Spannung haben, um die Wicklungsleiter ausreichend festzuhalten. Da ferner die Seile mehrmals um die Wicklungsleiter herumgeführt werden,
gibt es keine einfache Methode, die Verschnürung zu lösen, wenn dies zu einem späteren Zeitpunkt erforderlich, bzw. wünschenswert ist.
Es ist auch bereits bekannt (US-PS 3 135 888), eine zweistückige Bandanordnung
mit einem an Ort und Stelle ausgehärteten Glasfaserseil zu ver-
- 2 - wenden
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wenden, um mehrere Wicklungsleiter zusammenzubinden. Im fertig montierten
Zustand isijder untere Teil der Bandanordnung starr und verläuft entsprechend
der Form, in welcher die Aushärtung erfolgte. Diese Starre im unteren Teil der Bandanordnung bewirkt, daß die fertiggestellte Verspannung der Wicklungsleiter
bestimmte Eigenschaften hat. Da die gewünschte Spannung im unteren Bandstreifen vor dem Aushärten angebracht wurde, ist es nicht möglich, von
dem starren Bandstreifen die Spannung wegzunehmen, ohne daß der um die Ecken der Wicklungsleiter herumlaufende starre Teil in diesem Bereich an den
Ecken der Wicklungsleiter unerwünschte Beanspruchungen erfährt. Aus diesem Grund können derartige Bandanordnungen nicht mehr von den Wicklungsleitern
abgenommen werden, d. h. ein einfaches Freilegen der Wicklungsleiter in einem späteren Zustand ist äußerst schwierig. Es ist daher wünschenswert,
daß die Vorrichtungen zum Haltern und Verfestigen bzw. gegenseitigen Verbinden von Wicklungsleitern in der Weise ausgebildet sind, daß sie verhältnismäßig
leicht gelöst werden können und ein erneutes gegenseitiges Verspannen von Wicklungsleitern zulassen, wenn beispielsweise ein Wicklungsleiter für
Reparaturzwecke ausgetauscht wurde.
Die einzelnen Wicklungsleiter in den Endabschnitten der Wicklung einer
elektrischen Maschine werden durch geeignete Abstandselemente auseinandergehalten,
die zwischen die Wicklungsleiter eingefügt und durch die Verschnürung gehalten werden. Aufgrund der konstanten kompressiven Kräfte und der geringer
mechanischen Bewegungen der Wicklungsleiter sowie der Betriebstemperaturen in den elektrischen Maschinen und anderen Faktoren kommt es immer wieder
vor, daß Abstandselemente nach einer gewissen Betriebsdauer sich lösen. Obwohl anfänglich eine Spannung in den bekannten Anordnungen mit Bändern
vorhanden ist, werden die auf die Abstandselemente einwirkenden Druckkräfte im Betrieb sehr schnell geringer, wenn sich die Abmessungen etwas verringern,
da die Länge des starren Bandes verhältnismäßig klein ist. Damit ergibt sich bei einer solchen Anordnung mit starren Bändern eine verhältnismäßig
große Verringerung der die Abstandselemente zusammenhaltenden Kräfte,
- 3 - wenn die
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wenn die Größe der Abstandselemente nur geringfügig kleiner wird.
Diese Schwierigkeit führt zu dem Wunsch, daß die Verspannung der Wicklungsleiter
mit einer solchen Anordnung erfolgt, bei der die die Wicklungsleiter
und die Abstands elemente zusammenhaltende Kraft kaum nennenswert beeinflußt wird, wenn sich die Abmessungen der Abstands elemente im Laufe
der Lebensdauer etwas verringern.
Die Erfordernis, daß das untere Band nach dem Anbringen ausgehärtet und
gespannt werden muß, bringt unbequeme und aufwendige Arbeitsschritte mit
sich. Da das untere Band im wesentlichen nicht freiliegt, kann die notwendige lokale Erwärmung des Bandes während des Aushärtens nur sehr schwierig
durchgeführt werden. Auch die Erwärmung des gesamten Teils der elektrischen Maschine ist wegen der Größe verhältnismäßig schwierig und aufwendig und
kommt daher nicht in Frage. Die Verwendung von Material, das bei Raumtemperaturen
aushärtet, eliminiert wohl die Notwendigkeit des Erwärmens und die damit verbundenen Schwierigkeiten, jedoch ist die für das Verarbeiten
zur Verfügung stehende Zeit verhältnismäßig kurz, so daß die Verarbeitung nach einem bestimmten Zeitplan erfolgen müßte. Dies ist jedoch bei der Montage
sehr großer Maschinen mit den dabei unvermeidlichen Zufälligkeiten
sehr unwirtschaftlich und daher unerwünscht. Aus diesem Grund ist es wünschen wert, daß der untere Streifen eines für das Haltern und Verspannen von Wicklungsleitern
gegeneinander verwendeten Bandes kein Aushärten nach dem Montieren des Bandes erforderlich macht.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum
Haltern und Verspannen der Endabschnitte einer Vielzahl von Wicklungs-■ leitern in elektrischen Maschinen zu schaffen, die die Wicklungsleiter
fest während der gesamten Lebensdauer der Maschine zusammenhält und
ein Lösen für Reparaturzwecke und erneutes Spannen in einfacher Weise möglich macht, wobei zwischen die Wicklungsleiter eingespannte Abstandselemente
auch bei einer geringfügigen Veränderung ihrer Abmessungen während
- 4 - der
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der Lebensdauer der Maschine mit ausreichender Kraft festgehalten werden
und ein Aushärten der Vorrichtung nach dem Aufbringen nicht erforderlich
ist.
Diese Aufgabe wird erf indungs gemäß dadurch gelöst, daß zumindest ein nachgiebiges,
mit metallischen und gezwirnten Litzen verstärktes Band Verwendung findet, daß das Band um einen aus zumindest zwei Wicklungsleitern bestehenden
Teil der Wicklungsleiter herumgeführt ist, und daß die gegeneinanderweisenden
Enden des Bandes miteinander unter Erzeugung einer Zugspannung im Band derart verbunden sind, daß die Wicklungsleiter gegeneinander verspannt sind.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von weiteren Ansprüchen.
Eine nach den Maßnahmen der Erfindung ausgebildete Vorrichtung zum
Haltern und Verspannen von Wicklungsleitern in elektrischen Maschinen besitzt den Vorteil, daß das zum Spannen benutzte Band aus einem nachgiebigen,
völlig ausgehärteten Material besteht und damit die Beachtung von Standzeiten bei der Verarbeitung bzw. ein Erwärmen des Materials zum Aushärten im
eingebauten Zustand entfällt. Aufgrund der Nachgiebigkeit des Materials ist ein Lösen der Bänder und der Verspannung und ein erneutes Verspannen
für Reparaturzwecke möglich. Selbst wenn die zwischen den Wicklungsleitern eingespannten Abstandselemente aufgrund vonSchwinden kleiner werden,
geht die Spannkraft nicht so weit zurück, daß die Wicklungsleiter und die Abstands elemente nicht mehr mit der gewünschten Spannung zusammengehalten
werden.
Die Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich auch aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Ansprüchen und der Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 eine allgemeine Ansicht eines Turbinengenerators mit von dem
Statorkern abstehenden Leitern;
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- 5 - Fig. 2
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Fig. 2 eine Teilansicht einer Anordnung gemäß der Erfindung zum Befestigen
von Wicklungsleitern;
Fig. 3 eine Ansicht von Wicklungsleitern im Schnitt während des Anbringens der Befestigungsanordnung gemäß Fig. 2;
Fig. 4 eine Ansicht der Wicklungsleiter im Schnitt nach dem Anbringen
von Abstandselementen zwischen den Wicklungsleitern und der Befestigungsanordnung;
Fig. 5 einen Schnitt durch ein Befestigungsband, wie es bei dem Aufbau
gemäß Fig. 4 Verwendung findet;
Fig. 6 eine Ansicht einer Litze für das Befestigungsband gemäß Fig. 5;
Fig. 7 einen Schnitt durch ein Abs tands element;
Fig. 8 die Ansicht einer Anordnung zum Verbinden der beiden Enden eines Befestigungsbandes;
Fig. 9 und 10 Ansichten weiterer Anordnungen zum Verbinden der
Enden eines Befestigungsbandes.
In Fig. 1 ist in allgemeiner Ansicht ein Turbinengenerator mit einem
Statorkern 10 dargestellt, in welchem Statorwicklungen 12 angebracht sind.
Durch den Kern 10 verläuft die Rotoranordnung 14. Diese Rotoranordnung 14 besteht normalerweise aus einem lamellierten magnetischen Material
und Spulen, welche die Feldwicklung darstellen. Die Statorwicklungen 12 umfassen Wicklungsleiter 16, welche vom Statorkern 10 abstehen, um die
Möglichkeit zu schaffen, die einzelnen Windungen der Statorwicklung miteinander zu verbinden. Diese Wicklungsleiter 16 sind auch als Statorendwindungen
bekannt. Sie verlaufen um die Rotoranordnung 14 und sind unter-
- 6 - einander
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einander durch geeignete Befestigungsmittel verbunden, die von Maschine
zu Maschine verschieden sein können. Eine Vielzahl von Stützeinrichtungen,
die in Fig. 1 nicht dargestellt sind, werden dazu benutzt, um die Wicklungsleiter
16 mit dem Statorkern einerseits und untereinander zu verbinden.
In Fig. 2 ist eine Anordnung gemäß der Erfindung zum Befestigen von
Wicklungsleitern 16 dargestellt, welche aus dem Statorkern 10 herausragen. Eine Vielzahl von Befestigungsbändern 18, die zum Teil gestrichelt dargestellt
sind, erstrecken sich um zumindest zwei Windungsleitern 16. Dabei sind die Befestigungsbänder 16 derart gestaffelt angeordnet, daß jeder
einzelne Wicklungsleiter 16 zumindest mit einem anderen Wicklungsleiter über zumindest ein Befestigungsband 18* verbunden ist. Die gestaffelte Anordnung
der Befestigungsbänder ist in der Weise dargestellt, daß aufeinanderfolgende Befestigungsbänder um die Enden 20, 22 und 24 aufeinanderfolgender
Wicklungsleitern verlaufen. Obwohl in Fig. 2 der Aufbau wie in einer horizontalen
Ebene liegend dargestellt ist, liegen die Oberflächen der Wicklungsleiter, über welche die Befestigungsbänder verlaufen, in einer gekrümmten
Fläche.
Die Befestigungsbänder 18 bestehen aus einem flexiblen Band 26 und einer
Spange 28, welche dazu benutzt wird, um die beiden Enden des Bandes 26 miteinander zu verbinden. Zwischen den Wicklungsleitern 16 sind Abstandselemente
29 angeordnet, mit welchen der gewünschte Abstand eingestellt wird. Das Befestigungsband 18 wird um die Wicklungsleiter 16 unter Spannung
herumgeführt, so daß diese unter Zwischenschaltung der Abstandselemente zusammengedrückt werden.
In Fig. 3 ist ein um Wicklungsleiter 16 herumgelegtes Befestigungsband 18
dargestellt. Dabei sind die Spange 28 und die Abstands elemente 29 noch nicht
eingesetzt. Das Band 26 besteht aus einem voll ausgehärteten elastomeren
Material, in welches Glas fas er litzen zur Verstärkung eingelegt sind. Diese
- 7 - Glasfaser -
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Glasfaserlitzen 38 verlaufen in dem in sich geschlossenen Band 26 kontinuierlich über die gesamte Länge und sind nicht zusammengeschweißt.
Das in sich geschlossene Band 26 wird zweilagig derart gelegt, daß an den Enden 30 und 32 Schlaufen entstehen. In diese Schlaufen werden nichtmetallische
Stäbe 34 und 36 eingeschoben. Diese Stäbe sind aus einem geeigneten Material, ζ. B. glasfaserverstärktem Epoxydharz hergestellt. Die Windungsleiter
16 werden auf dem Band 2§ nachdem es eingelegt wurde, angeordnet.
Sobald sich die Windungsleiter in der richtigen Lage befinden, wird das Band 26 angezogen und um die beiden äußeren Windungsleiter einer Gruppe
herumgelegt, so daß die Schlaufen mit den Stäben 34 und 36 einander gegenüberliegen.
In Fig. .4 ist ein Befestigungsband 18 dargestellt, nachdem es mit einer
Spange 28 verbunden und gespannt ist. Mit gestrichelten Linien ist die Position 19 des Befestigungsbandes 18 dargestellt, bevor es in seine Endlage
verschnürt wurde. Beim Anlegen des Befestigungsbandes 18 werden zunächst die Stäbe 34 und 36 mit Hilfe einer geeigneten Vorrichtung zusammengezogen
und das flexible Band 26 gespannt. In diesem zusammengezogenen Zustand wird die Spange 28 mit den Stäben 34 und 36 verbunden,
um das Band 26 nach dem Entfernen der Spannvorrichtung im gespannten Zustand festzuhalten. In dieser Lage verläuft der obere Teil des Bandes 26
und die Spange längs der mit gestrichelten Linien dargestellten Position 19. Die Spange 28 kann z.B. aus gebündelten Glasfaserseilen bestehen, die die
Stäbe 34 und 36 miteinander verbinden und in ein geeignetes Kunstharz eingebettet
sind. Nach dem Spannen des Befestigungsbandes 18 und dem Einbringen der Spange 28 wird die Spange gegen die Wicklungsleiter 16 mit
Hilfe von Spannbändern 31 gezogen, welche um die Abstandselemente 29 herumgeführt sind. Die Anzahl der Abstandsbänder, mit welchen die einzelner
Befestigungsbänder 18 gegen die Wicklungsleiter 16 gezogen werden, kann selbstverständlich von der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform, verschieden
sein. Als geeignetes Material für diese Spannbänder haben sich
- 8 - mit Kunst-
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mit Kunstharz imprägnierte Glasfaser seile erwiesen, wie sie auch für die
Spange 28 Verwendung finden. Durch das Niederziehen des Spannbandes und der Spange gegen die Wicklungsleiter 16 wird auf das Band 26 eine zusätzliche
Spannung aufgebracht. Das heißt, wenn sich das Band 26 in der mit der gestrichelten
Linie 19 gekennzeichneten Position befindet, hat es eine etwas geringere Spannung als nach der endgültigen Befestigung an den Wicklungsleitern
16.
In Fig. 5 ist im Schnitt der Aufbau des Bandes 26 dargestellt, das senkrecht
zu einem zugeordneten Wicklungsleiter 16 verläuft. Abweichend von der Darstellung
gemäß den Fig. 3und 4 zeigt die Fig. 5 nur eine Lage des doppellagig um die Wicklungsleiter herumgeführten Bandes 26. Das Band 26 besteht
gemäß Fig. 5 aus einer Vielzahl von Glasfaserlitzen 38, die in ein elastomeres Material 40 eingebettet und allseitig umschlossen sind. Auf der Ober- und
Unterseite des Bandes ist eine Textilschicht, z.B. ein Baumwolltuch, angebracht,
mit dessen Hilfe die Festigkeit des Bandes verbessert und insbesondere ein Reißen an der Oberfläche verhindert werden soll.
Zur Herstellung des Bandes 26 wird teilweise ausgehärtetes elastomeres
Material um eine Spindel gelegt und darüber die Glasfaserlitze gewickelt. Die Anzahl der dabei aufgebrachten Wicklungen entspricht der Anzahl der
in einem Querschnitt des Bandes gewünschten Verstärkungslitzen und richtet sich nach der gewünschten Zugfestigkeit des Bandes 26. Auf diesen Aufbau
wird eine weitere Schicht bzw. eine weitere Auflage gebracht, die auch die Textilschicht mit umfaßt und der gesamte Aufbau in einer geeigneten Form
unter Einwirkung von Druck und Hitze ausgehärtet.
Das für die Herstellung des Bandes 36 verwendete Ausgangsmaterial kann
z. B. aus einer Neoprenmasse mit einer Dicke von etwa 1, 6 mm bestehen, das mit einer gummiimprägnierten Glasfaserlitze G 75 5/4, 2. 3 S bewehrt
und mit einem Baumwollgewebe bedeckt ist. Anstelle der Neoprenmasse kann eine Äthylenpropylen-Masse mit einer Dicke von etwa 3, 2 mm Verwendung
- 9 - finden
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finden, in welche eine gummiimprägnierte Glasfaserlitze G 75 5/5/3,1. O S
eingebettet ist und welche auf der Außenseite mit Nylongeweben geschützt ist. Auch die Verwendung einer Butylmasse mit einer Dicke von etwa 2, 5 mm ist
vorgesehen, in welche eine gummiimprägnierte Glasfaserlitze G 75 5/0,1. 5 S
eingelegt ist und welche mit einem Dracongewebe auf der Außenseite geschützt ist. Neben den angegebenen Materialien können selbstverständlich auch andere
geeignete Materialien Verwendung finden.
In Fig. 6 ist eine Ansicht der Glasfaserlitze 38 dargestellt, wie sie für den Aufbau
gemäß Fig. 5 Verwendung finden kann. Die Litze besteht aus einer Vielzahl
von Einzellitzen 44, die jeweils in sich gezwirnt und alle zusammen miteinander
verseilt sind. Dadurch erhält man eine doppelt verseilte Glasfaserlitze, die eine Festigkeit und Flexibilität hat, welche für das Band 26 ausreicht und die
gewünschte Sicherung für Wicklungsleiter bei Turbinengeneratoren gewährleistet. Nicht verseilte Glasfaserstränge sind nicht in der Lage, die gewünschte
Flexibilität und Festigkeit des Bandes 26 zu gewährleisten.
In Fig. 7 ist ein Schnitt durch ein Abstands element 29 dargestellt, wie es
zwischen den Wicklungsleitern 16 angeordnet wird. Dieses Abstandselement besteht aus einem soliden Kern 46, der mit einem härtbaren Material 48 umwickelt
ist. Für den Kern kann ein mit Kunstharz imprägniertes Gewebe oder Fasermaterial Verwendung finden, wie es als mit Kunstharzen durchtränktes
Hartpapier unter dem Warenzeichen Micarta bekannt ist. Die äußere aushärtbare Materialauflage 48 kann z. B. aus einem Kunstfasergewebe bestehen,
das mit einem aushärtbaren Kunststoff getränkt ist. Ein derartiges Gewebe ist unter dem Warenzeichen Dracon bekannt. Wenn die Abstands elemente 29
zwischen die Wicklungsleiter 16 eingelegt sind und durch Anspannen des Bandes 36 das Paket mit dem gewünschten Druck zusammengehalten wird, werden
Oberflächenunregelmäßigkeiten der Wicklungsleiter 16 durch das Oberflächenmaterial
der Abstandselemente 29 ausgeglichen. Die Abstandselemente 29 sind
deshalb derart aufgebaut, daß sie vor dem Einsetzen zwischen die Wicklungs-
- 10 - leiter
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leiter und vor dem Aushärten eine geeignete Form aufweisen und sich der
Form der Wicklungsleiter 16 anpassen, so daß sich beim Aushärten des Aufbaus die gewünschte Form für das zusammengehaltene Paket ergibt.
In Fig. 8 ist ein Aufbau dargestellt, wie er für das Zusammenhalten der
Enden eines Bandes 26' Verwendung finden kann. Die Stäbe 34' und 36'
sind durch die Schlaufen an den Enden hindurchgeführt und stecken beiderseits in Platten 48 und 50. Diese Platten bestehen aus einem nicht metallischen
faserverstärkten Kunstharzmaterial und werden durch Bandagen 52 zusammengehalten,
die um die beiden Platten 49 und 50 herumgewickelt sind. Die Bandagen sind mit einem geeigneten Klebemittel bzw. Kunstharz beschichtet.
In den Fig. 9 und 10 ist eine weitere Ausführungsform einer Anordnung dargestellt,
mit welcher die beiden Enden eines Bandes 26' * zusammengehalten werden können. Bei diesem Aufbau überlappen die beiden Enden des Bandes 26'',
so daß die beiden Stäbe 34" und 36'' durch die Schlaufen an den beiden Enden hindurchgesteckt werden können. Mit Hilfe von Keilen 54 und 56, die ebenfalls
aus einem faserverstärkten Kunstharzmaterial bestehen können, werden die
beiden Stäbe 34'' und 36" auseinandergedrückt und damit Spannung aufdas Band 26" gebracht. Mit Hilfe einer geeigneten Bandage 58 werden die beiden
Keile 54 und 56 gesichert, indem die Bandage um die Keile herumgelegt und
daran befestigt wird. Auch hierzu kann ein geeignetes Klebemittel bzw. Kunstharz Verwendung finden.
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Claims (10)
1. j Vorrichtung zum Haltern und Verfestigen einer Vielzahl von Wicklungsleitern in elektrischen Maschinen, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest ein nachgiebiges, mit metallischen und gezwirnten Litzen verstärktes Band (26) Verwendung findet, daß das Band um einen aus zumindest
zwei Wicklungsleitern bestehenden Teil der Wicklungsleiter herumgeführt ist, und daß die gegeneinander-weis enden Enden (30, 32) des Bandes
miteinander unter Erzeugung einer Zugspannung im Band derart verbunden
sind, daß die Wicklungsleiter gegeneinander verspannt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
gezwirnten Litzen (38) in ein elastomeres Material eingebettet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
elastomere Material ein Gummimaterial ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Litze aus einer Vielzahl von Einzellitzen (44) besteht.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet , daß die Einzellitzen individuell gezwirnt und zur Litze (38) verseilt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Band in sich geschlossen und flach aufeinandergelegt ist, so daß an den beiden Enden Schlaufen entstehen.
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7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Litzen (38) im nachgiebigen Band (26) im wesentlichen parallel zueinander und längs der längsten Dimension des Bandes ausgerichtet
sind.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bandenden mit Hilfe von Spangen (28) zusammengehalten sind, welche aus einem kunstharzimprägnierten
Fasermaterial schichtartig aufgebaut sind und an den beiden Enden Öffnungen aufweisen, in welche durch die Schlaufen an den Enden des
Bandes einsteckbare nichtmetallische Stäbe (34, 36) einsteckbar sind.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß in die schlaufenartig ausgebildeten und sich überlappend nebeneinander liegenden Enden des Bandes (26'') nichtmetallische
Stäbe (34'', 36'') eingesteckt sind, und daß zwischen den Stäben
gegeneinander geführte Keile (54, 56) eingeführt sind, mit welchen die Stäbe (34'', 36") auseinanderdrückbar und damit das Band (26'')
spannbar sind.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß in die durch die Schlaufen an den Enden des
Bandes (26") gesteckten Stäbe (34'', 36" ) auf die Stäbe aufschiebbare Verbindungselemente (49, 50) auf die Stäbe und gegen die Bandenden
aufsteckbar sind, und daß die beiden Verbindungselemente durch eine Bandage (52) zusammengehalten und damit das Band gespannt wird.
60S83Ü/0248
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