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DE269899C - - Google Patents

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Publication number
DE269899C
DE269899C DENDAT269899D DE269899DA DE269899C DE 269899 C DE269899 C DE 269899C DE NDAT269899 D DENDAT269899 D DE NDAT269899D DE 269899D A DE269899D A DE 269899DA DE 269899 C DE269899 C DE 269899C
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DE
Germany
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shaft
flap
weight
change
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT269899D
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English (en)
Publication of DE269899C publication Critical patent/DE269899C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G21/00Details of weighing apparatus

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)

Description

K(SS
KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
- M 269899 KLASSE 42/. GRUPPE
ERNSTMAHLKUCH in KLÜTZOW, Pomm. Zufuhrungsvorrichtung an selbsttätigen Wagen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. März 1912 ab.
;■■' Die vorliegende Erfindung stellt eine Zuführungsvorrichtung an selbsttätigen Wagen dar von jener bekannten Art, die das Wägegut zunächst in einem stärkeren, dann in einem schwächeren Strom in die Wage gelangen läßt, und zwar indem die veränderte Zulaufstärke durch die veränderte Geschwindigkeit der Zuführung auf mechanischem Wege bewirkt wird.
ίο Bisher wurde bei den bekannten Mehlzu-
• führungsvorrichtungen das Gut zuerst durch eine größere Öffnung in die Lastseite geführt, und wenn sich diese geschlossen hatte, die Wägung durch einen feinen Strom vervollständigt, der entweder dadurch entstand, daß Wägegut durch eine kleine Öffnung gepreßt oder mit Hilfe einer kleinen Schnecke zugeführt wurde. Der große Nachteil hierbei ist der, daß bei diesem Verfahren Pressungen des
ao Wägeguts unausbleiblich sind; da sich das Gut über der Zuführung während des Nachfüllens um so höher ansammelt, je länger das Nachfüllen dauert, muß' die Kraftbeanspruchung für die Zuführungsvorrichtung dementsprechend sich steigern. Dazu kommt noch der Nachteil, daß feuchtes Pulver leicht bei diesen Pressungen zu Verstopfungen Anlaß geben kann. Außerdem findet stets ein Druck des Gutes auf die Abschlußteile statt, was eine schwere und ungleichmäßige Beweglichkeit derselben im Gefolge hat.
Die neue nachfolgend beschriebene Zuführungsvorrichtung bewirkt die veränderte Stärke des Zuführungsstroms durch die veränderte Geschwindigkeit der Zuführungsschnecke auf rein mechanischem Wege, ohne die Nachteile der vorerwähnten Zuführungsvorrichtung zu besitzen. Eine unter dem Zulauf angeordnete Schnecke oder ähnliche.Fördervorrichtung befördert das Gut mit z. B. 60 Umdrehungen in die Wage, bis das annähernde Gewicht erreicht ist; jetzt löst die Wage ein Fallgewicht aus, welches auf die Schnecke derartig wirkt, daß sie nun mit beispielsweise noch zwei Umdrehungen entsprechend weniger nachfüllt. Ist die Wägung vervollständigt, so löst die Wage das Fallgewicht der Zulaufverschlußklappe aus. Nachdem sich die Klappe geschlossen hat, kann, um weitere Stauungen im Zulauf zu vermeiden, gleichzeitig die Schnecke ganz außer Betrieb gesetzt werden. Die Veränderung der Geschwindigkeit der Schnecke und das Stillsitzen derselben wird durch Verschieben von Kuppelungen, Zahnrädern, Riemen auf konischen Scheiben usw. hervorgehoben.
Für Wägegut, welches zu Klumpenbildung neigt, wie feuchtes Mehl, sind am Ende der Zuführung horizontale Flächen oder ein Sieb im Schneckentrog eingebaut. Beides dient dazu, den von der Schnecke vorwärts gepreßten Nachfüllstrom zu teilen, damit nicht große Stücke losbrechen und zu unregelmäßigen Wagungen Veranlassung geben können.
Unregelmäßige Wägungen würden auch dann entstehen, wenn einmal durch das Zulaufrohr weniger Gut käme, wie zum Nachfüllen nötig ist. Deshalb ist im Zulaufrohr eine Klappe angeordnet, die von dem Mehldruck beeinflußt wird. Diese Klappe unterbricht, bei geringem Mehlzufluß nur die Nachfüllüng, während die
Zuführung bis zu dem Zeitpunkt, wo die Nachfüllung beginnt, auch den geringsten Zulauf in die Wage befördert.
Die Zeichnung stellt Ausführungsformen dar: Fig. ι Seitenansicht des oberen Wageteils in wiegebereiter Stellung;
Fig. 2 dieselbe Seitenansicht mit der Zuführungsvorrichtung im Schnitt nach Abschluß der Wägung;
ίο Fig. 3 eine Zahnräderanordnung, um die Umdrehungsgeschwindigkeit der Schnecke zu verändern ;
Fig. 4 ein Reibscheibengetriebe mit derselben Wirkung;
Fig· 5 em Paar konische Scheiben mit verschiebbarem Riemen für denselben Zweck.
ι ist das Zulaufrohr mit darin befindlichem Wägegut; darunter liegt in einem Trog die Schnecke 2. 3 ist ein Fächerwerk. Auf der
ao Schneckenwelle 2 laufen lose gelagert die mit Zähnen versehenen, sich fortwährend drehenden Räder 4 und 5, 4 mit beispielsweise 60 Umdrehungen, 5 mit beispielsweise 2 Umdrehungen. Dazwischen liegt die mit einem Feder-
as keil auf der Welle hin und her schiebbare Zahnkupplung 6. Diese kann mit Hilfe eines Gestänges 7 von der Wage gesteuert werden.
Die eigentliche Wage setzt sich zusammen
aus dem Wagebalken 8, der Lastseite 9 und dem Gewichtsgehänge 10. Die Welle 11 ist mit der Zulaufverschlußklappe 12 fest verbunden. Auf 11 bewegen sich lose der Handgriffhebel 13 und das Gewichtssegment 14. Fest verbunden mit 11 ist das dahin terliegende Segment 15. 16 und 17 sind zwei um den Zapfen 18 pendelnde Rollenhebel, 19 und 20 zwei Gewichtshebel, die sich um den Zapfen 21 drehen und im Punkt 22 Auflage finden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Der Hebel 13 wird zu Beginn der Wägung von Hand in Pfeilrichtung in die punktierte Stellung (Fig. 1) geführt und dann losgelassen. Er nimmt dabei die Gewichtssegmente 14 und 15 mit, und diese werden alsdann in ihrer Höhenlage durch die Rollenhebel 17 und 16 und die Gewichtshebel 19 und 20 festgehalten (s. Fig. 1). Bei der Bewegung des Handhebels wurde auch, da 15 mit der Welle 11 fest verbunden ist, die Klappe 12 geöffnet. Außerdem hat das Segment 14 mit Hilfe des Vorsprungs 23 die durch 24 nach rechts gefederte Zugstange 7 nach links verschoben und dadurch die Kupplung 6 mit dem sich mit 60 Umdrehungen bewegenden Rad 4 in Eingriff gebracht (Fig. 1). Die Zuführungsschnecke 2 wird sich nun rasch drehen und das Wägegut in großen Mengen durch das Fächerwerk 3 und durch den Fallkanal 25 in das Wagegefäß 9 befördern. Die Luft kann hierbei ungehindert durch einen Nebenkanal 26 und durch den Stoffbezug 27 in Pfeilrichtung (s. Fig. 2) entweichen. Ist das Gewicht annähernd erreicht, so stößt der Ansatz des Gewichtsgehänges 10 unter den Hebel 19; dadurch wird der Rollenhebel 16 frei und läßt das auf der Welle 11 frei bewegliche Segment 14 fallen. Da hiermit auch der Vorsprung 23 der Zugstange 7 frei geworden ist, so zieht die Feder 24 diese Zugstange nach rechts und bringt die Kupplung 6 mit dem Rad 5 in Eingriff. Jetzt macht die Schnecke nur noch zwei Umdrehungen, streut also nach. Nach Erreichung des Gleichgewichts fallt auf die gleiche Art das mit der Welle i;i fest verbundene Gewichtssegment 15 herum, schließt mit der auf der Welle 11 festen Klappe 14 den Kanal 25 und mit seiner Bogenfläche schiebt es den Rollenhebel 17 zur Seite. Ein an 17 befindlicher Arm stößt hierbei an eine Nase 28 der Zugstange 7 und rückt dadurch die Kupplung 6 nach der Mitte, so daß nun kein Rad mehr in Eingriff steht und die Schnecke stillgesetzt ist. Es soll damit verhindert werden, daß sich der Raum 25 unnütz anfüllt. Beim Festmachen (Zusammenpressen) des Wägegutes in 9 (Sack) kann die Staubluft wiederum durch den Nebenkanal 26 in Pfeilrichtung (s. Fig. 2) entweichen.
Der Gewichtshebel 29 ist in 30 drehbar und mit einer Klappe 31 fest verbunden. Ist der Zufluß schwach, so steht die Klappe 31, wie Fig. ι zeigt, bei starkem Zulauf wie Fig. 2. '■; Das Gestänge 32 hat bei schwachem Zulauf die Stellung Fig. 1 angenommen und verhindert in dieser Stellung, da der Zapfen 33 beim Verschieben der Zugstange 7 nach rechts gegen das Gestänge 32 stößt, ein Einkuppeln der Zähne in 5. Der Nachfüllstrom beginnt erst wieder, wenn das Zulaufrohr 1 gefüllt ist und das Gestänge 32 es gestattet, daß sich die Zugstange 7 nach rechts schiebt.
Fig. 3 stellt ein Ausführungsbeispiel dar, bei dem statt des verschiebbaren Kupplungsstückes verschiebbare Zahnräder benutzt sind, um die Umdrehungszahl der Schnecke am Wägungs-Schluß herabzusetzen, α ist die durch Scheibe b angetriebene Welle, c ein Lager. Die mit , einem Federkeil auf der Welle α verschiebbare Hülse d trägt das kleine Zahnrad e und das große f. f greift in das kleine Zahnrad g der Schneckenwelle i und dreht diese rasch. Wird die Hülse dann in der beschriebenen Weise durch k von der Zugstange 7 nach links geschoben, so kommt das Rad e mit h in Eingriff und dreht so die Schnecke langsam. Sobald e und f zwischen g und h geschoben wird, steht i still.
In Fig. 4 ist" α die angetriebene Welle; sie trägt die auf einem Federkeil verschiebbare Hülse b mit der Rolle c. Diese wird an eine iao mit Leder belegte Scheibe d gepreßt, die mit der Zuführungsvorrichtung in Verbindung steht.
In der sattgezeichneten Stellung arbeitet die Zuführung schnell, in der punktiert gezeich-' neten langsam.
In Fig. 5 ist α die angetriebene Scheibe auf der Welle b. Ein Lagerbock ist c. Eine konische Scheibe g ist auf der Welle b befestigt, eine gleiche Scheibe e auf der Schneckenwelle f. Über die konischen Scheiben läuft der Riemen g, der sich durch die Zugstange h {=.- 7,
Fig. 1) in bekannter Weise hin und her schieben läßt, wodurch nach Bedarf die Geschwindigkeit der Zuführung erhöht oder vermindert wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    >5
    i. Zuführungsvorrichtung an selbsttätigen Wagen, bei denen die Veränderung der Zulauf stärke durch die veränderte Geschwindigkeit der Fördervorrichtung bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zweck der Geschwindigkeitsänderung durch die Kraft der von der Wage ausgelösten Fallgewichte (14, 15) ein die Fördervorrichtung antreibendes Wechselgetriebe (4, 5,6, Fig. 2; e, f, g, h, Fig. 3; d, c, Fig. 4 • und e, g, r, Fig. 5) beeinflußt wird.
  2. 2. Zuführungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine vom Mehldruck im Zulaufrohr in.bekannter Weise beeinflußte Klappe (31) bei ungenügendem Zulauf das Wechselgetriebe ausrückt und dadurch die Zuführungsvorrichtung (2) so lange außer Betrieb hält, bis wieder genügend Wägegut zur Erreichung eines gleichmäßigen.Nachfüllstromes vorhanden ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT269899D Active DE269899C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750775C (de) * 1941-10-23 1945-01-25 Zufuehrungsvorrichtung fuer Mehl und mehlartige Stoffe an selbsttaetigen Waagen
DE1279360B (de) * 1963-09-03 1968-10-03 Buehler Ag Geb Zufuehrvorrichtung fuer selbsttaetige Waagen
US3506111A (en) * 1968-02-14 1970-04-14 Buehler Ag Geb Feeding mechanism for weighing apparatus

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750775C (de) * 1941-10-23 1945-01-25 Zufuehrungsvorrichtung fuer Mehl und mehlartige Stoffe an selbsttaetigen Waagen
DE1279360B (de) * 1963-09-03 1968-10-03 Buehler Ag Geb Zufuehrvorrichtung fuer selbsttaetige Waagen
US3506111A (en) * 1968-02-14 1970-04-14 Buehler Ag Geb Feeding mechanism for weighing apparatus

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