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DE267084C - - Google Patents

Info

Publication number
DE267084C
DE267084C DENDAT267084D DE267084DA DE267084C DE 267084 C DE267084 C DE 267084C DE NDAT267084 D DENDAT267084 D DE NDAT267084D DE 267084D A DE267084D A DE 267084DA DE 267084 C DE267084 C DE 267084C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wheel
transmitter
telegraph
morse code
key
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT267084D
Other languages
English (en)
Publication of DE267084C publication Critical patent/DE267084C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L15/00Apparatus or local circuits for transmitting or receiving dot-and-dash codes, e.g. Morse code
    • H04L15/04Apparatus or circuits at the transmitting end
    • H04L15/16Apparatus or circuits at the transmitting end with keyboard co-operating with code discs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 267084 KLASSE 21 a. GRUPPE
JAN PROKES" in PRAG.
Sender für Morsetelegraphen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. November 1912 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Sender für Morsetelegraphen mit im Wesen bekannten, den Zeichen des Morsesystems entsprechenden Typenscheiben, welche nach Niederdrücken einer Handtaste von einer sich ständig drehenden Welle derart bewegt werden, daß sich jede nach einmaligem Niederdrücken der zugehörigen Taste einmal umdreht und dabei die Stromschlüsse des ganzen Buch-ίο stabens oder eines Zeichens nacheinander hervorruft. Die Neuheit bezieht sich auf die Einrichtung, daß die Segmente sämtlicher Typenscheiben mittels einer gemeinschaftlichen Stange auf einen üblichen Morsetaster wirken, und zwar derart, daß man entweder durch einmaliges Niederdrücken einer Taste den ganzen Buchstaben automatisch oder aber im Falle des Versagens des automatischen Mechanismus und beim Anrufen der Gegenstation ohne irgendwelche Änderungen am Sender mittels des Morsetasterhebels die einzelnen Zeichen von Hand aus, und zwar mit Hilfe des Ruhestromes oder des Arbeitsstromes telegraphieren kann. Der Sender kennzeichnet sich durch eine eigentümliche einfache Konstruktion; die Stromleitung bleibt unverändert.
In Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist der Sender schematisch in Seitenansicht dargestellt; die Fig. 2 zeigt einen teilweisen Schnitt x-x aus 3P Fig. i.
Der Sender besteht im Wesen aus einer solchen Anzahl von kombinierten Rädern A, als Buchstaben und Zeichen im Morsesystem vorhanden sind, und aus einer gemeinschaftlichen Kontaktvorrichtung B, die mit einem Handhebel C versehen ist und den üblichen Morsetaster bildet. 40
Es können aber außerdem kombinierte Räder A konstruiert werden, von welchen jedes besondere Zeichen für ein öfter sich wiederholendes Wort erhalten kann. Sämtliche Räder A sind auf einer gemeinsamen festen Spindel ι drehbar aufgesetzt, so daß sich jedes einzeln für sich drehen kann; ein jedes von diesen Rädern besteht aus einem antreibenden Zahnrade α und zwei bei seinem Umfange seitlich befestigten Ringen b und c.
In das Zahnrad greift ein Zahnrädchen 2 ein, das auf einer Welle 3 fest aufgesetzt ist; die Welle wird von einer Maschine oder einem Uhrwerk angetrieben. Die Anzahl der Räder 2 auf der Welle 3 ist der Anzahl der kombinierten Räder gleich, und es kann daher ein beliebiges von den Rädern A von der gemeinschaftlichen Bewegungsquelle in Drehung gesetzt werden. Das Zahnrad α besitzt auf einem Teil 4-5 keine Zähne, welche Zahnlücke bewirkt, daß das ganze kombinierte Rad A im Ruhestande steht, auch wenn das Zahnrad 2 sich dreht; nach Loslassen und gleichzeitigem teilweisen Verdrehen des Rades α greifen beide Räder a und 2 ineinander, so daß das Rad α vom Rade 2 um eine Tour verdreht wird, wonach es wieder außer Eingriff gelangt und stehenbleibt.
Der Ring b ist auf seinem Umfange mit einem Einschnitt 6 versehen, in welchen — bei der Stellung, wenn die Zahnlücke 4-5 gegenüber dem Rade 2 steht — die Klinke 7 eingreift, die um den Zapfen 8 drehbar ist und einerseits unter Wirkung der Handtaste d, anderseits unter Wirkung der Feder 9 steht. An der Taste liegt ein durch dieselbe Feder 9 betätigter zweiarmiger Hebel mit einem Harn-
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mer ίο an, gegenüber welchem letzteren auf dem Ringe δ ein Stift ii befestigt ist. Die Klinke 7 hält also das kombinierte Rad gegen Verdrehen; wenn jedoch die Taste d niedergedrückt wird, so stößt sie die Klinke 7 aus dem Eingriff mit dem Ringe b, wobei die Klinke durch ihr Abdrehen das ganze Rad A einigermaßen in der Pfeilrichtimg bewegt, so daß sein Zahnrad α in Eingriff mit dem Zahnrade 2' gelangt, wonach sich das ganze Rad A1 wie bereits erwähnt, um eine Tour verdreht. Falls das Abdrehen des Rades A durch Wirkung der Klinke nicht genügend wäre, den Eingriff der Räder a und 2 zu bewirken, so wirkt noch der Hammer 10, der beim Heben der Klinke in Tätigkeit gesetzt wird, an den Stift 11 anstößt und durch seine schräge Fläche nachträglich das Rad A weiterschiebt, so daß der gewünschte Eingriff der Räder α und 2 sicher bewerkstelligt wird.
Nach jeder Tour des kombinierten Rades A fällt die Klinke 7 in den Einschnitt 6 ein, gleichzeitig hört auch der Eingriff der Zahnräder a und 2 auf, und das Rad A bleibt stehen.
Ein jedes Zahnrad α trägt auf der anderen Seite einen an sich bekannten Typus, der aus dem Ringe c und kürzeren und längeren Segmenten 12 bzw. 13 besteht, von welchen die kürzeren Segmente das Telegraphieren des Punktes und die längeren Segmente das TeIegraphieren des Striches verursachen; ein jeder Typus entspricht einem Buchstaben oder einem Zeichen des Morsesystems bzw. einem Worte, und es wird also durch jede einmalige Um-■drehung des Rades A ein Buchstabe oder ein Zeichen öder ein Wort telegraphiert.
In den Raum zwischen den Segmenten sämtlicher kombinierten Räder A greift unten eine gemeinschaftliche Stange e ein, die auf einem Arme 14 eines dreiarmigen, um den Zapfen 17 drehbaren Hebels 14, 15, 16 befestigt ist. Der Arm 16 steht unter Wirkung einer beliebig nachspannbaren Feder 24, durch welche der ganze Hebel in der Normalstellung gehalten wird, während der Arm 15 einen Stift 18 trägt, der in ein Glasgefäß 19 mit Quecksilberfüllung ragt, mit welcher er — wenn Ruhestrom verwendet wird — bei Ruhestellung des Hebels den Kontakt für diesen Ruhestrom bildet; wie es in der Zeichnung angedeutet ist; dieser Strom wird durch die Klemmen 20 und 21 weitergeführt. Der Arm 14 trägt den Stift 18', der in das andere Glasgefäß 19' mit Quecksilberfüllung ragt, mit welcher er — wenn Arbeitsstrom verwendet wird ·— beim Niederdrücken des Hebels 14 den Kontakt für diesen Arbeitsstrom bildet; dieser Strom wird durch die Klemmen 20 und 22 geführt. Die Klemmen sind dann in bekannter Weise mit den übrigen Telegraphenapparaten verbunden. Mittels der Schrauben 23 wird die Höhe der Quecksilberfüllung geregelt, zu dem Zwecke, damit der Stromschhiß richtige Zeitlänge dauert. Der Arm 14 trägt endlich den Handhebel C1 mittels dessen man die einzelnen Zeichen des gewünschten Buchstabens unmittelbar hervorrufen kann.
Die Manipulation mit dem Sender und seine Gesamtwirkung sind folgende: Zum Telegraphieren wird der Motor oder das Uhrwerk angelassen, von welchem sämtliche Räder 2 in ununterbrochene drehende Bewegung versetzt werden. Wenn z. B. ··—·— telegraphiert werden soll, so wird die mit entsprechendem Buchstaben bezeichnete Taste niedergedrückt, wodurch die Klinke 7 aus dem Eingriff mit dem Ringe b gehoben und das Rad A in beschriebener Weise in Eingriff mit dem entgegenstehenden Zahnrade 2 gebracht wird; das Rad A wird um eine Tour verdreht, wonach es wieder durch die Klinke 7 arretiert und infolge der Zahnlücke 4-5 in Ruhestellung stehen gelassen wird. 80' Beim Drehen des kombinierten Rades wirken die Segmente 12, 13 nacheinander auf die Stange e, welche je nach der Segmentenlänge auf eine kürzere oder längere Zeitdauer bis zur Umfangslinie 25 niedergedrückt wird, wodurch bei der Einstellung der Kontaktvorrichtung B für Ruhestrom (laut Zeichnung) der Strom im Gefäß 19 auf die entsprechende Zeitdauer unterbrochen und geschlossen und dadurch der ganze Buchstabe nach einmaligem Niederdrücken der Taste telegraphiert wird. Bei Verwendung von Arbeitsstrom wird bei jedem Verdrehen des Hebels 14 der Strom im Gefäß 19' geschlossen.
Im Falle des Versagens der automatischen Vorrichtung und beim Anrufen der Gegenstation — in welchem letzteren Falle ein bedeutend langsamerer Gang nötig ist ·— oder auch in anderen Fällen, kann man ohne irgendwelche Änderungen am Sender die einzelnen Zeichen der Buchstaben von Hand aus mittels des Hebels C telegraphieren.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Sender für Morsetelegraphen mit den Zeichen des Morsesystems entsprechenden Typenscheiben, welche mittels einer Taste von einer sich ständig drehenden Welle bewegt werden und zwischen deren Segmente eine gemeinsame Stange (e) ragt, dadurch gekennzeichnet, daß diese Stange mit dem Handhebel (C) des Morsetasters für Ruhe- und Arbeitsstrom in Verbindung steht derart, daß man entweder automatisch ganze Buchstaben durch einmaliges Niederdrücken der Taste (d) telegraphieren kann, oder aber daß man im Falle des Versagens des automatischen Mechanismus und beim Anrufen der Gegenstation die einzelnen Zeichen ohne irgendwelche Änderungen am Sender von Hand aus mittels des Hebels (C)1 und zwar
    mit Hilfe des Ruhe- oder des Arbeitsstromes telegraphieren kann.
  2. 2. Sender für Morsetelegraphen nach Anspruch i, gekennzeichnet durch kombinierte Räder (A), von welchen jedes aus einem mit einer Zahnlücke versehenen Zahnrade (a) mit einem Sperring (b) und einem Typenring (c) besteht, wobei gegenüber der Zahnlücke (4-5) bei Ruhestellung ein ständig angetriebenes Zahnrad (2) sich befindet, wogegen in den Sperring eine Klinke (7) eingreift, die durch jedes Niederdrücken der Handtaste (d) gehoben wird und das Zahn rad (α) so weit verdreht, bis es in Eingriff mit dem ständig sich drehenden Antriebsrade (2) gelangt und eine Umdrehung ausübt, wobei der Typenring entsprechende Stromschlüsse verursacht.
  3. 3. Sender für Morsetelegraphen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Klinke (7) ein Hammer (10) federnd anliegt, gegenüber welchem auf dem Sperring ein Stift (11) befestigt ist, welche Vorrichtung bewirkt, daß bei zufälligem ungenügenden Anfangsverdrehen des Rades der Hammer (7) an den Stift anstößt und das Rad so weiter verdreht, bis es sicher in Eingriff mit dem Antriebsrade (2) gelangt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE267084C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744693C (de) * 1941-04-26 1944-01-22 Opta Radio Ag Zeichengebereinrichtung mit einer Mehrzahl umlaufender als Zeichentraeger bei der Signalgabe dienender Nockenscheiben, die unmittelbar einen gemeinschaftlichen Geberkontakt steuern

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744693C (de) * 1941-04-26 1944-01-22 Opta Radio Ag Zeichengebereinrichtung mit einer Mehrzahl umlaufender als Zeichentraeger bei der Signalgabe dienender Nockenscheiben, die unmittelbar einen gemeinschaftlichen Geberkontakt steuern

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