DE2660519C2 - Stopfvorrichtung zum Stopfen eines fließfähigen viskosen Nahrungsmittelproduktes in geraffte Nahrungsmittelhüllen - Google Patents
Stopfvorrichtung zum Stopfen eines fließfähigen viskosen Nahrungsmittelproduktes in geraffte NahrungsmittelhüllenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stopfen eines fließfähigen viskosen Nahrungsmittelproduktes
in geraffte Nahrungsmittelhüllen. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Vorrichtung, bei der
eine bestimmte Rückflußabdichtungseinrichtung vorgesehen ist, um gute saubere produktfreie Verschlußbereiche
mit den Hüllen zu erhalten.
In der Fleischverpackungsindustrie sind Methoden zum automatischen und halbautomatischen Füllen von
verschiedenen Typen von Nahrungsmittelhüllen bekannt, bei denen eine geraffte kontinuierliche filmartige
Nahrungsmittelhüllenlänge, die über ein Füllhorn geschoben wurde, entrafft und mit viskoser Fleischemulsion
gestopft wird, die unter Druck durch das Füllhorn in das Innere der Nahrungsmittelhülle geführt wird. In
diesem Zusammenhang werden unter dem Ausdruck »Nahrungsmittelhüllenlänge« kontinuierliche schlauchförmige
Nahrungsmittelhüllenlängen verstanden. Schlauchförmige Nahrungsmittelhüllen sind auch als
geraffte »Stöcke« bekannt, die große Längen von Nahrungsmittelhüllen darstellen, die eine im wensentlichen
große Bohrung aufweisen, gerafft und in kurze kompakte selbsttragende Längen zusammengedrückt
sind oder eine geraffte und zusammengedrückte Nahrungsmittelhülle sein können, im Innern eine
Aufnahmehülse aufweisen oder auf einem halbfesten Aufnahmerohr angeordnet sind. Unter Verwendung
von geeigneten Nahrungsmittelstopfmaschinen können die Nahrungsmittelhüllenlängen gestopft und in Einheitspackungen
des entsprechenden viskosen Materials, etwa zerkleinertes frisches Fleisch oder dergleichen,
verpackt werden. Die vorliegende Erfindung kann jedoch auch auf das Verpacken anderer Produkte aus
viskosem Material, etwa Fett, Käse, Eiskrem, Fleischprodukte, als auch Schweineschmalz, Margarine, zerlassenes
Fett und andere Produkte, die normalerweise in Hüllen gestopft werden, angewendet werden.
Die Materialien, aus denen die zum Verpacken verwendeten Hüllen hergestellt sein können, sind
typischerweise dünnwandige, flexible thermoplastische Folien aus Polyäthylen und anderen Polyolefinen,
Polyvinylidenchlorid, Polyvinylchlorid, Polyestern und dergleichen, sie können aber auch aus einfacher oder
faserverstärkter Zellulose oder einem anderen geeignes ten Material bestehen.
In US-PS 36 59 317 ist eine Stopfvorrichtung beschrieben, bei der ein Ring während des Füllens über
das Stopfhornende geschoben ist und das Stopfhorn selbst weist eine elastische Manschette auf, um die
ίο zwischen dem Ring und der Manschette hindurchgeführte
Hülle zu entraffen und eine Bremskraft auf die Hülle auszuüben, so daß ein ordnungsgemäßes Stopfen
möglich ist.
Im allgemeinen werden diese hergestellten Fleischprodukte, in denen die Fleischemulsionen mit Gewürzen, Salz und Konservierungsmitteln gebildet werden, gestopft und dann gekocht und geräuchert. Diese Emulsionen werden im allgemeinen in Wurstküchen verarbeitet, die auf einer Temperatur von etwa 13° C gehalten werden. Grobes zerkleinertes Frischfleisch besitzt keine Konservierungsmittel, die vor dem Verpacken zugesetzt werden, wobei zum Sicherstellen der Frische dieses bei kälteren Temperaturen von etwa 0°C t/:s 7° C gehandhabt und gehalten werden muß.
Im allgemeinen werden diese hergestellten Fleischprodukte, in denen die Fleischemulsionen mit Gewürzen, Salz und Konservierungsmitteln gebildet werden, gestopft und dann gekocht und geräuchert. Diese Emulsionen werden im allgemeinen in Wurstküchen verarbeitet, die auf einer Temperatur von etwa 13° C gehalten werden. Grobes zerkleinertes Frischfleisch besitzt keine Konservierungsmittel, die vor dem Verpacken zugesetzt werden, wobei zum Sicherstellen der Frische dieses bei kälteren Temperaturen von etwa 0°C t/:s 7° C gehandhabt und gehalten werden muß.
Folglich sind Nahrungsmittelhüllenmaterialien zum Verpacken kalter viskoser Produkte in kalten Räumen
schwieriger in der Handhabung.
Bei Versuchen, die derzeitigen Methoden und Vorrichtungen zum Stopfen von viskosen Nahrungsmitteln
auf Kaltraumbetrieb zum kontinuierlichen halbautomatischen Verpacken von zerkleinertem Frischfleisch
anzuwenden, brachten Probleme mit sich. Verfahren und Vorrichtungen, die im Bereich der
Wurstküchentemperaturen zufriedenstellend arbeiten, ergaben keine zufriedenstellenden Resultate bei der
Verpackung von Frischfleisch in kalten Räumen. Die hauptsächlich auftretenden Probleme stehen zum
großen Teil mit den niedrigen Temperaturen in den kalten Räumen und der kalten Handhabung der
Verpickungshüllen in Zusammenhang. Zellulosehüllen sind entweder durch einen kontrollierten Feuchtigkeitsgehalt
vorkonditioniert oder werden unmittelbar vor dem Stopfen zu ihrem Erweichen in Wasser eingetaucht,
wobei sie in eine festgestopfte Hülle entrafft
■»5 oder entfaltet werden, die zu einer prallen Packung
ohne Faltungen oder lose Falten mit einer Klammer verschlossen werden. Hüllen aus Plastikfolie, die
normalerweise bei Temperaturen von etwa 200C weich sind, werden nicht mittels Wasser erweicht und werden
in kalten Räumen unterhalb von 13°C relativ steif und spröde, wobei sie dazu neigen, Falten zu behalten, wenn
sie gestopft werden, und sogar während des Verschließens durch Zusammenschnüren der Enden der Hülle vor
dem Anbringen von Verschlußklammern hieran zu brechen und zu reißen.
Die bekannten Vorrichtungen haben den Nachteil, daß sie in kalten Räumen beim Stopfen von frischem
gehacktem Fleisch, einem Produkt, das beträchtlich zäher und eher teilchenförmig in seiner Konsistenz ist,
zum Unterschied zu den weichen leicht fließenden Emulsionen beim üblichen Wurststopfen, nicht zufriedenstellend
arbeiten.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zu schaffen, die für das Stopfen
von äußerst zähen Produkten in geraffte Hüllen aus filmartigen Materialien, die bei kalten Temperaturen
weniger flexibel, nicht weich oder steif sind, in kalten Räumen besonders gut geeignet ist. Insbesondere
besteht die Aufgabe darin, eine konstruktive Gestaltung einer Rückflußdichtungseinrichtung vorzuschlagen, die
auch unter den bereits erwähnten Bedingungen in kalten Räumen so sicher arbeitet, daß ein Zurückdrükken
des Füllmaterials in Bereiche, bei denen die Hülle bereits entrafft aber noch nicht gefüüt ist, wirksam und
sicher verhindert wird, so daß gute saubere produktfreie Verschlußbereiche erhalten werden können.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Siopfvornchtung
zum Stopfen eines fließfähigen viskosen Nahrungsmhtelproduktes
in eine geraffte Nahrungsmittelhülle mii einem Füllhorn, wobei eine RückfluSabdichtungsein
richtung vorhanden ist, die einen Ring aufweist, der
abnehmbar zentrisch zu dem Austrittsende des Füllhorns angeordnet ist und einen inneren Durchmesser
aufweist, der größer als der äußere Durchmesser des Austrittsendes des Föiihorns ist, um einen kreisförmigen
Durchgang zwischen dem Ring und dem Austrittsende des. Füllhorns zu bilden. Das Kennzeichnende der
Vorrichtung besteht darin, daß der kreisförmige Durchgang zwischen dem Ring und dem Austrittsende
des Füllhorns so ausgebildet ist, daß die zu stopfende Hülle in Gleitkontakt mit dem Füllhorn hindurchgeführt
werden kann, wobei der Ring und ein vertikal angeordneter Formring an einer Platte befestigt sind,
und daß Mittel zum intermittierenden Hin- und Herbewegen der Ringe zwischen einem ersten Ort
konzentrisch zum Austrittsende des Füllhorns und einem zweiten Ort entfernt von dem Austrittsende
vorgesehen sind.
Diese Vorrichtung kann ferner mit einem Schlitten ausgerüstet sein, der den dritten Ring (dem Mittel zum
Zwangsführen der Hülle), eine Rinne zur Aufnahme der gestopften Hülle trägt, sowie Mittel zum Hin- und
Herbewegen und Verstellen des Schlittens von einer Hülleneinlegestation zu einer Verschließstation zum
Anbringen einer Klammer und dann zu einer Produkteinfüllstation aufweisen, wie nachfolgend beschrieben
wird. Der Schütten kann ferner mit Mitteln zum Montieren eines weiteren Rings oder eines Mittels zur
Rückflußsteuerung des Produktes versehen sein, der verschiebbar zentrisch ausgerichtet mit dem Füllhorn ist
und einen inneren Durchmesser größer als das Austrittsende des Füllhorns besitzt, um einen ringförmigen
Durchgang mit vorbestimmtem Abstand zu bilden, durch den die zu stopfende Hülle hindurchgeführl
werden kann, wobei ein Rückfluß des unter Druck stehenden fließfähigen Produktes, das aus dem Austrittsende
des Füllhorns austritt, wirksam verhindert wird. Auf dem Schlitten können ferner Mittel zum unabhängigen
Hin- und Herbewegen des Rings aus der Produkteinfüllstation zu der Verschließstation zum
Anbringen einer Klammer angeordnet sein.
D'ie Vorrichtung kann Antriebsmittel aufweisen, die betrieblich mit dem Schlitten verbunden sind, um diesen
aus einer ersten Stellung oder Hülleneinlegestation, in der eine geraffte Hülle auf das Füllhorn aufgebracht
werden kann, wobei das äußere Ende der Hülle manuell durch die Durchgänge geführt wird, zu einer zweiten
Stellung, in der die ungefüllte Hülle mit einem ersten oder vorderen Endverschluß versehen werden kann,
und dann zu einer Stopfstation verschoben werden, in der die Hülle mit einem unter Druck stehenden Produkt
gestopft werden kann. Zusätzlich kann die Vorrichtung Antriebsmittel zum unabhängigen Verschieben der
Rückflußsteuermittel für das Produkt von einer ersten Stellung (Stopfstation), in der die ungefüllte, am
vorderen Ende mittels einer Klammer verschlossene Hülle gestopft wird, zu einer zweiter. Stellung zu
bewegen, in der Mittel zum Verschließen der gefüllten Hülle mit einem hinteren Endverschluß vorgesehen
sind. Zusätzliche Mittel zum Abtrennen der Hülle zwischen dem hinteren und dem nachfolgenden
vorderen Endverschluß können ebenfalls vorgesehen sein. Falls gewünscht, können der hintere und der
vordere Endverschluß gleichzeitig in derselben Stellung vorgesehen werden, wobei das Abtrennen der Hülle
unmittelbar danach erfolgt
Einige der obigen Merkmale der Vorrichtung sind ähnlich zu den Merkmalen der Stopfvorrichtung der
US-PS 36 21 513 und der US-Anmeldung 3 25 211.
Als Absperreinrichtungen für das zu stopfende Produkt können solche verwendet werden, wie sie in der
US-Anmeldung 3 85 306 oder 3 25 211 beschrieben sind.
Eine derartige Absperreinrichtung wird in Längsrichtung konzentrisch innerhalb des Füllhorns durch
geeignete Mittel hin- und herbewegbar bezüglich der Innenseite des Austrittsendes des Füllhorns zwischen
einer ersten Position, in der das zu stopfende Produkt durch das Füllhorn und um die Absperreinrichtung in die
Hülle fließt, und einer zweiten Position, in der das zu stopfende Produkt durch Verstopfen des Austrittsendes
des Füllhorns gestopft wird, angeordnet
Beim Verfahren zum Betreiben der Stopfvorrichtung wird eine große Länge einer gerafften Hülle auf ein
Füllhorn vor dem Stopfen des vorderen Endes der Hülle mit einem unter Druck stehenden Produkt aufgebracht,
und es werden Packungen von einheitlicher Größe gebildet, indem
a) eine geraffte Hülle auf ein Füllhorn, das ein Eintrittsende und ein Austrittsende aufweist,
aufgebracht wird,
b) das vordere Ende der Hülle durch die Bohrung eines ersten Rings, der lose auf dem Füllhorn gegen
das Austrittsende hiervon angeordnet ist, entrafft und vorwärts bewegt wird,
c) das vordere Ende der Hülle -weiter über einen Kranz am hinteren Ende eines zweiten Rings, der
benachbart dem Austrittsende des Füllhorns befestigt ist, vorwärts bewegt und
d) das vordere Ende der Hülle mit einem gegenüber dem fließfähigen Produkt dichten Verschluß am
vorderen Ende des zweiten Rings verschlossen wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand des in den Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert.
F i g. 1 zeigt schematisch einen senkrechten Schnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer
Nahrungsmittelhülle unmittelbar vor dem Stopfen mit einem Nahrungsmittel.
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung von Fig. 1, wobei der
Vorgang zum Füllen der Nahrungsmittelhülle im wesentlichen abgeschlossen ist.
F i g. 3 zeigt die Vorrichtung von F i g. 1 mit der gerade gestopften Nahrungsmiitelhülle, die vom Füllhorn
vorwärtsbewegt wird, wobei eine Schließeinrichtung einen Verschluß an der gerade gefüllten Nahrungsmittelhülle
anbringt.
F: g. 4 zeigt die Vorrichtung von F i g. 1 mit der
verschlossenen Nahrungsmittelhülle, die vom Füllhorn vorwärtsbewegt wird, wobei eine Abtrenneinrichtung
ein Abtrennen der Nahrungsmittelhdlle hinter dem geschlossenen Ende hiervon vornimmt, um eine
gestopfte Nahrungsmittelhüllenpackung von vorbestimmter Länge zu liefern.
In den Zeichnungen ist eine Stopfvorrichtung gezeigt, bei der eine flexible, plastische, schlauchförmige,
filmartige Hülle 4 in geraffter oder gefältelter Form auf einem Füllhorn 6 angeordnet wird, das mit einer nicht
gezeigten Nahrungsmittelabgabeeinrichtung gekoppelt ist. Das Füllhorn 6 besitzt ein Austrittsende 2 mit einer
äußeren Randabmessung, die kleiner als die Abmessung des Innenrandes oder der Bohrung der gerafften Hülle 4
ist, wie aus sämtlichen Figuren ersichtlich ist. Das vordere Ende der Hülle 4 ist entrafft und innen durch
einen Ring 10 zum Entraffen der Raffalten geführt worden, wobei die geraffte Länge der Hülle das
Füllhorn 6 umgibt, dem ein kegelstumpfförmiger Ring 8 zum Verbreitern der Raffalten folgt, der auf dem
Füllhorn 6 mittels einer Bajonettverschlußeinrichtung über vorspringende Stifte 12 abnehmbar befestigt ist.
Der größere Durchmesser des konischen Teils 15 des Rings 8 endet in einem Kranz 14, dessen äußerer
Durchmesser kleiner als der innere Durchmesser der aufgeblähten Hülle 80 ist, um die Hülle 4 auszudehnen,
um darin enthaltene Falten zu eliminieren, wenn die Hülle 4 vom Ring 10 zum Austrittsende 2 vorwärtsbewegt
wird.
In der Bohrung 16 des Füllhorns 6 ist eine Nahrungsmittelabsperreinrichtung 18 angeordnet, die
eine mittig angeordnete Verbindungsstange 20 und einen Verschließkolben 19 aufweist, wobei die Verbindungsstange
20 in der Bohrung 16 mittels nicht gezeigter konventioneller Pneumatikzylindereinrichtungen
oder dergleichen längs beweglich ist. Am vorderen Teil des Verschließkolbens 19 befindet sich
eine Schulter 22, die derart ausgebildet ist, daß sie mit dem inneren kegelstumpfförmigen Teil 24 des Austrittsendes 2 des Stopfhorns 6 in Eingriff gelangen und hierin
sitzen kann, so daß in der in F i g. 1 gezeigten Stellung, in die Verbindungsstange 22 vollständig ausgefahren ist,
der Verschließkolben 19 ein Austreten von Nahrungsmittel durch das Füiihorn 6 verhindert, in der
zurückgezogenen Stellung, wie sie in Fig.2 dargestellt
ist, ist das Auslrittsende 2 geöffnet, so daß hierdurch Nahrungsmittel austreten kann. Der rückwärtige Teil 26
des Verschließkolbens 19 ist stromlinienförmig oder konisch ausgebildet, um einen leichten Fluß des
Nahrungsmittels um den Verschließkolben zu ermöglichen.
Ein Ring 28 mit einer kegelstumpfförmig ausgebildeten Innenbohrung 27 zum Ineingriffbringen mit der
kegelstumpfförmigen Außenfläche 15 des Rings 8 ist derart angeordnet, daß er konzentrisch zum Stopfhorn 6
in Eingriffstellung mit dem Ring 8 gebracht werden
kann, um einen kegelstumpfförmigen Durchgang 30 zu bilden (F i g. 2), durch den die Hülle 4 mit kontrollierter
Gleitreibung beim Stopfen vorwärtsbewegt wird. Der Ring 28 ist an einem Schlitten 32 befestigt, der in
Längsrichtung parallel zur Achse des Füllhorns 6 hin- und herbeweglich ist Der Schlitten 32 besitzt einen
Rahmen 34, an dem sich eine drehbare Rolle 36 befindet, die auf einer Führungsbahn 37 läuft, die ihrerseits am
Rahmen 72 der Vorrichtung befestigt ist, eine Rinne 38 für die verpackten Gegenstände, einen aufrechtstehenden
hinteren Arm 40 und einen aufrechtstehenden vorderen Arm 4Z Der Arm 42 trägt zusätzlich zu der
Rinne 38 einen horizontal angeordneten Zylinder 44 zum Einteilen des Produkts. Erfindungsgemäß ist die
Kolbenstange 45 des Zylinders 44 an einer Platte 90 befestigt, die ihrerseits einen vertikal angeordneten
Formring 46 und einen Rückflußabdichtungsring 48 für die Nahrungsmittelemulsion trägt. Der Rückflußabdichtungsring
48 ist derart angeordnet, daß er während des Stopfvorgangs benachbart und konzentrisch über dem
Austrittsende 2 des Füllhorns 6 angeordnet ist und die zu stopfende Hülle lose gegen die äußere Oberfläche
des Austrittsendes 2 des Füllhorns 6 genügend bündig drückt, um einen Rückfluß des zu stopfenden Produkts
längs der äußeren Oberfläche des Füllhorns 6 zu ίο verhindern.
Der Arm 40 ist fest an der Rückseite des Rahmens 34 befestigt und bildet den hauptsächlichen Träger für den
Ring 28 und eine Abtrenneinrichtung 50. Die Abtrenneinrichtung 50 ist fest an dem Arm 40 durch vier
Abstandsstäbe 52 befestigt, die an einer Platte 62 befestigt sind. Die Platte 62 trägt einen unteren Arm 64.
an dem ein Pneumatikzylinder 56 befestigt ist, der mit einem Sammelschuh 54 für das Hüllenmaterial betrieblich
verbunden ist. Ein oberer Arm 66 ist an der Platte 62 befestigt, de-r einen Pneumatikzylinder 60 trägt, der
betrieblich mit einem Messer 58 verbunden ist.
Eine Verschließeinrichtung 68 zum Schließen des Halses der Nahrungsmittelhülle, etwa eine übliche
Drahtklemmenverschließeinrichtung, ist konzentrisch zu und zwischen dem Ring 28 und der Abtrenneinrichtung
50 angeordnet.
Antriebsmittel zum Hin- und Herbewegen des Schlittens 32 sind vorgesehen in Form einer Pneumatikzylinderanordnung
69 für drei Positionen, die einen Schlittenvorschubzylinder 70 aufweist, dessen Kolbenstange
76 am Rahmen 34 des Schlittens 32 befestigt ist, wobei das stirnseitige Ende des Zylinders 70 mit der
entsprechenden Stirnseite eines Zylinders 71 befestigt ist. Der Zylinder 71 besitzt eine Kolbenstange 77, die an
einem Arm 74 befestigt ist, der seinerseits am Rahmen 72 der Vorrichtung befestigt ist.
Der obere Teil des Arms 74 dient zur Aufnahme eines
mit Gewinde versehenen einstellbaren Anschlags 92, dessen vorderes Ende 94 gegen einen Anschlagpuffer 41
am rückwärtigen Arm 40 anstößt, um die Bewegung des Schlittens 32 zu begrenzen, der in seine zurückgezogene
oder Stopfposition gefahren ist, wobei der Anschlag 92
das Ringelement 28 zur Oberfläche 15 des Rings 8 in einem solchen Abstand hält, daß ein vorbestimmter
Spalt für den Durchgang 30 für die Hülle gebildet wird.
Die Arbeitsweise der dargestellten Vorrichtung ist
aufeinanderfolgend in den F i g. 1 bis 4 dargestellt.
In F i g. 1 ist der Stopfvorgang in seinem Anfangszustand gezeigt, in dem eine Hülle 4 auf dem Füllhorn 6
angeordnet ist wobei ihr vorderer Endteil entrafft und durch den Ring 10 geführt über den kegelstumpfförmigen
Ring 8 zum Verbreitern der Falten geschoben und
mittels einer Verschlußkammer 86 verschlossen ist. In diesem Zustand ist die Absperreinrichtung 18 für das zu
verpackende Produkt vollkommen zu dem Austrittsende 2 des Füllhorns 6 vorgeschoben, um die Austrittsöffnung
24 im Füllhorn 6 zu blockieren. Sowohl der Schlittenvorschubzylinder 70 als auch der Zylinder 71
der Zylinderanordnung 69 werden betätigt, um den Schlitten 32 vollständig zurückzuziehen und den
Anschlagpuffer 41 mit dem vorderen Ende 94 des Anschlags 92 in Eingriff zu bringen, um den Ring 28 mit
Abstand zu dem Ring 8 anzuordnen, um den kegelstumpfförmigen Durchgang 30 zu bilden, wie in
"5 F: g. 2 gezeigt ist Als nächstes wird die Absperreinrichtung
18 zurückgezogen, um es dem unter Druck stehenden Produkt zu ermöglichen, in die Hülle 4 zu
fließen. Wenn die Hülle 4 gefüllt wird, wird sie auf der
Rinne 38 getragen. Wenn die gestopfte Hülle unter dem Stopfdruck des Produktes vorwärtsbewegt wird, wird
der Vorrat an geraffter Hülle 4 am inneren Durchmesser des Rings 10 zum Entraffen durch einen primären
ringförmigen Durchgang 82, der von dem Ring 10 und dem Füllhorn 6 gebildet wird, eingeschnürt, wonach er
um den Kranz 14 des Rings 8 ausgedehnt wird. Danach wird die entraffte Hülle durch den konischen Durchgang
30 über die äußere Oberfläche des Austrittsendes 2 des Füllhorns 6 und nach außen durch den Rückflußabdichtungsring
48 in ihren vollkommen ausgedehnten, gefüllten Zustand 80 geführt, wie auf der linken Seite der
Fig. 3 und 4 gezeigt ist. Wenn die Hülle unter dem Stopfdruck vorwärtsbewegt wird, verhindert der
Rückflußabdichtungsring 48, daß das zu stopfende Produkt uüf der Außenseite des Füühorns 6 71Tu^kHi^^t
Wie bereits weiter oben ausgeführt wurde, ist der innere Durchmesser des Rings 10 größer als derjenige des
Füllhorns 6, um es der gerafften Hülle 4 zu ermöglichen, durch den Durchgang 82 hierzwischen zu gleiten,
während der Kranz 14 des Rings 8 kleiner als der geöffnete, ungeraffte Durchmesser der Hülle 4 ist, um es
der entrafften Hülle 4 zu ermöglichen, frei über den Kranz zu gleiten. Auf diese Weise zieht das gestopfte
Produkt 80, wenn es sich vorwärtsbewegt, die geraffte gefaltete Hülle aus ihrem gerafften Zustand durch den
Durchgang 82, wodurch eine erste Öffnung der Raffalten in der Hülle 4 bewirkt wird. Wenn die
gestopfte Hülle 80 weiter vorwärtsbewegt wird, wird die ungefüllte Hülle über und um den Kranz 14 des
Rings 8 ausgedehnt, wodurch ein zweites Entfalten der Hülle vorgenommen wird, worauf sie durch den
Durchgang 30 und über das Austrittsende 2 des Füllhorns 6 zu dem Rückflußabdichtungsring 48 geführt
wird, wo die Hülle vollkommen ausgestopft wird. Die kooperative Anordnung des Rings 10 und des Kranzes
14 des Rings 8 ermöglichen es, daß die Raffalten der Hülle wirksam eliminiert werden. Es wird angenommen,
daß der relativ schmale Durchgang 82 das Vorwärtsbc wegen der Hülle durch Einschnüren der gerafften Hülle
auf einen kleineren Durchmesser hemmt, wodurch eine erste leichte Zugkraft erzeugt wird, um wirksam die
Raffalten in der gerafften Hülle zu öffnen, wenn sie unter dem Ring 10 und über den Kranz 14 gleitet.
Ferner wird diese erste leichte Zugeinwirkung auf die Hülle, die von dem Durchgang 82 herrührt, wünschenswerterweise
für die ungefüllte Hülle am Ende des Stopfvorganges beibehalten, bei dem das Anbringen
eines Verschlusses und Abtrennen der gerade gefüllten Hülle vorgenommen wird, um die Mitte des vorderen
Endverschlusses der ungefüllten Hülle im wesentlichen auf der Mittellinie des Austrittsendes 2 des Füllhorns 6
zu halten. Wenn das vordere Ende der ungefüllten Hülle nicht zum Austrittsende 2 zu Beginn des Stopfvorgangs
zentriert ist, wird die Hülle nachteilig gefaltet und
zwischen dem Einzug des Rings 48 und dem Füllhorn 6 eingeklemmt werden, wodurch ein Reißen der Hülle
bewirkt wird.
Ohne die Anordnung des Rings 10 und des Kranzes 14 werden die Raffalten der gerafften Hülle nicht
gleichmäßig vor Eintritt in den Durchgang 30 entfaltet oder entrafft, wodurch stellenweise überschüssige, nicht
gleichmäßige und unkontrollierbare Verziehungen bewirkt werden, die eine Störung der Stopfvorrichtung
oder sogar ein Reißen der Hülle im Stopfbereich bewirken können. Der Ring 10 und der Kranz 14 des
Rings 8 arbeiten daher zusammen, um die Raffalten der Hülle im wesentlichen gleichmäßig auszubreiten und zu
entfalten, während die Hülle durch den Durchgang 30 und über das Austrittsende 2 des Füllhorns 6
vorwärtsbewegt wird. Dies ist besonders wichtig, wenn eine verformbare Hülle bei einer niedrigen Temperatur
auf einer kalten Vorrichtung gestopft wird.
In F i g. 3 ist die Hülle dargestellt in einem Zustand, in
dem sie bis zu einer vorbestimmten Länge gefüllt ist, wobei die Absperreinrichtung 18 für das zu stopfende
Produkt vorwärtsbewegt ist, um die Produktzuführung zu stoppen. Der Zylinder 71 der Zylinderanordnung 69
wird beaufschlagt, um den Schlitten 32 von dem Austrittsende 2 des Füllhorns 6 zu der Verschließstation
wegzubewegen. In dieser Stellung wird die Verschließeinrichtung 68 für die gefüllte Hülle über geeignete
t5 pneumatische Zylinder (nicht gezeigt) beaufschlagt, worauf Platten 88 und eine Einrichtung zum Anbringen
einer Metallklammer vorbewegt werden, um die Hülle zusammenzuraffen und zusammenzuschnüren und einen
zweiten oder hinteren Endklammerverschluß 84 anzubringen. Wenn die Anbringung des Klammerverschlusses
beendet ist, wird die Verschließeinrichtung 68 zurückgezogen, wobei die gestopfte Hülle in einem
unbehinderten Zustand zurückgelassen wird. Als nächstes wird der Zylinder 44 (F i g. 4) beaufschlagt, der den
Formring 46 und das bereits verschlossene gestopfte Produkt 80 in eine Position zum Anbringen eines
vorderen Klammerverschlusses 87 am vorderen Ende der nachfolgenden Hüllenlänge vorwärtsbewegt.
Wenn der Klammerverschluß 87 für das vordere Ende angebracht worden ist, wird der Zylinder 56 zur
Betätigung des Schuhs 54 beaufschlagt, wodurch der Schuh 54 zur Mittellinie der Stopfvorrichtung vorbewegt
wird. Der Zylinder 60 wird beaufschlagt und bewegt das damit verbundene Messer 58 zu dem Schlitz
55 in dem Schuh 54. Bei vollem Ausfahren der Zylinder 56 und 60 wird die zusammengeraffte Hülle etwa auf
halbem Wege zwischen dem hinteren Verschluß 84 und dem vorderen Verschluß 87 durchgetrennt. Nachdem
die Hülle abgetrennt wurde, wird die Verschließeinrichtung 68 entregt, um die Platten 88 zum Zusammenraffen
der Hülle zurückzuziehen, worauf der Schuh 40 und das Messer 58 zurückgezogen werden, wobei sie die
gestopfte Hülle 80 frei zurücklassen. Der Schlitten 32 wird daraufhin durch den Zylinder 71 zu der in Fig.2
gezeigten Lage zurückgezogen, wodurch die Stopfvorrichtung in der Startstellung angeordnet wird, in der sie
zur Wiederholung des Stopfzyklus bereit ist. Wie in Fig.4 gezeigt ist, kann die gefüllte Hülle 80, nachdem
die Abtrenneinrichtung 50 zurückgezogen ist, durch drehendes Umlegen der Rinne 38 um einen geeigneten
nicht dargestellten Drehzapfen entfernt werden.
Die vorstehend beschriebene und in den Abbildungen dargestellte Vorrichtung wurde erfolgreich beim Verpacken
von zerkleinertem Rindfleisch in verformbaren Hüllen aus Polyvinylchlorid in kalten Räumen im
Bereich des Gefrierpunktes von 00C verwendet. Derartige Hüllen waren bisher zum Stopfen in derart
kalten Räumen ungeeignet, da sie die Tendenz besaßen, sich nicht gleichmäßig zu entfalten, wodurch stellenweise
übermäßige nicht kontrollierbare Einziehungen auf den Hüllen entstanden, wenn diese durch den konischen
Durchgang 30 geführt wurden. Es wird angenommen, daß das ausdrücklich beobachtete Blockieren und in
einigen Fällen das Reißen der verformbaren Hüllen in bisher bekannten Stopfvorrichtungen bei kalten Temperaturen
Störungen von übermäßigen Einziehungen durch nicht gleichförmiges Entfalten der Hüllen
hervorgerufen wurde.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet ebenso gut mit praktisch allen Arten von flexiblen filmartigen
Hüllen wie beispielsweise solche, die aus Zellulosefilmen oder aus thermoplastischen Filmen, wie Polyolefin,
Polyvinylchlorid und Polyvinylchloridpolymeren oder -copolymeren hergestellt sind.
Die Anordnung und die Form der Ringe 10 und 8 zusammen mit dem damit zusammenarbeitenden Ring
28 können ein wenig variieren, und zwar so lange, wie sie in der oben beschriebenen Weise zusammenarbeiten,
um die Durchgänge 82 und 30 zu bilden, durch die die
Hülle 4 unter Hindurchführung in Form einer Gleitbewegung wirkungsvoll aus ihrem gerafften
Zustand auf dem Füllhorn 6 in einen Zustand für ihren im wesentlichen gleichmäßigen Vorschub durch den
Rückflußabdichtungsring 48 entfaltet werden kann, worauf sie dann mit dem unter Druck stehenden
Produkt gestopft wird. Die besondere Anordnung und Form dieser Bauteile, wie sie in den Abbildungen
dargestellt sind, stellen vermutlich die beste Anordnung beim Stopfen von Hüllen aus Plastikfolie in kalten
Räumen dar.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Stopfvorrichtung zum Stopfen eines fließfähigen, viskosen Nahrungsmittelproduktes in eine geraffte Nahrungsmittelhülle mit einem Füllhorn, wobei eine Rückflußabdichtungseinrichtung vorhanden ist, die einen Ring aufweist, der abnehmbar zentrisch zum Austrittsende des Füllhorns angeordnet und einen inneren Durchmesser aufweist, der größer als der äußere Durchmesser des Austrittsendes des Füllhorns ist, um einen kreisförmigen Durchgang zwischen dem Ring und dem Austrittsende des Füllhorns zu bilden, dadurch gekennzeichnet, daß der kreisförmige Durchgang zwischen dem Ring 48 und dem Austrittsende (2) des Füllhorns (6) so ausgebildet ist, daß die zu stopfende Hülle in Gleitkontakt mit dem Füllhorn (6) hindurchgeführt werden kann, wobei der Ring (48) und ein vertikal angeordneter Formring (46) an einer Platte (90) befestigt sind und daß Mittel zum intermittierenden Hin- und Herbewegen der Ringe (46, 48) zwischen einem ersten Ort konzentrisch zum Austrittsende (2) des Füllhorns (6) und einem zweiten Ort entfernt von dem Austrittsende (2) vorhanden sind.
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