DE2659135B2 - Auf Berührung von Tasten eines elektronischen Musikinstruments ansprechende Schaltung - Google Patents
Auf Berührung von Tasten eines elektronischen Musikinstruments ansprechende SchaltungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine auf Berührung von Tasten eines elektronischen Musikinstruments ansprechende
Schaltung mit mindestens einem einer der Tasten zugeordneten, von einem Entladestrompfad
überbrückten Kondensator, der bei nichtberührter Taste mit einer Gleichspannungsquelle verbunden und
durch Berührung der Taste von der Gleichspannungsquelle trennbar sowie nach einer von der Anschlagsgeschwindigkeit
der Taste abhängigen Zeit mit einem Steuereingang eines spannungsgesteuerten Schaltungsteils zur Erzeugung eines Ausgangssignals verbindbar
ist, wobei der Entladestrompfad Mittel enthält, um bei berührter Taste die Spannung am Kondensator nicht
unter eine Mindestspannung für die Erzeugung des Ausgangssignals des spannungsgesteuerten Schaltungsteils absinken zu lassen.
Allgemein wird bei einem elektronischen Musikinstrument die Tonhöhe durch die Auswahl der Tasten
bestimmt. Der Tonpegel wird dabei zweckmäßigerweise unabhängig von der Anschlaggeschwindigkeit der
gewünschten Taste gesteuert.
Darüber hinaus ist bereits eine Schaltung der eingangs genannten Art bekannt (US-PS 37 84 718). bei
welcher selbst dann, wenn die Taste außerordentlich langsam angeschlagen wird, immer eine Mindestspannung
für die Erzeugung des Ausgangssignals erzeugt wird, so daß selbst ein Spiel mii Pianissimo-Stellcn ohne
weiteres ausgeführt werden kann. Neben dem üblichen Kondensator mit tntladestromplad werden zwei
miteinander in Verbindung stehende Schaltsr vorgesehen und im Falle einer niedrigen Anschlaggeschwindigkeit
durch einen Spannungsteiler (R3, R6) eine Spannung
an den Kondensator angelegt, so daß dessen Spannung niemals niedriger als die aufgeteilte Spannung ist Auf
diese Weise ergibt sich ein verhältnismäßig komplizierter Aufbau, der in einem elektronischen Musikinstrument
natürlich mehrfach, & h. für jede Taste einmal, auftreten wird.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Schaltung der eingangs genannten Art
derart auszubilden, daß die Mindesu,pannung mit einfacheren Mitteln erzeugt wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß als Mittel, das die Kondensatorspannung nicht unter
die Mindestspannung absinken läßt, im Entladestrompfad
eine für den Entladestrom in Durchlaßrichtung geschaltete Diode (Di) vorgesehen ist, deren Schwellenspannung
mindestens gleich der Mindeslspannung ist. Zur weiteren Vereinfachung des Aufbaus eines
elektronischen Musikinstruments mit einer Schaltung der eingangs genannten Art mit mehreren jeweils einer
Taste zugeordneten, jeweils von einem Entladestrompfad überbrückten Kondensatoren kann gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen sein, daß in den Entladestrompfaden mehrerer Kondensatoren
dieselbe Diode liegt.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht vor, daß zur Auswahl der Mindestspannung der Diode
mindestens eine weitere, durch einen Schalter überbrückbare Diode vorgeschaltet ist.
An sich ist die Verwendung von Dioden bei auf
Berührung von Tasten ansprechenden Schaltungen bereits bekannt, wie sich dies beispielsweise aus der
DE-OS 20 44 462 ergibt. Allerdings ist die dort gezeigte Diode nur bei der Aufladung des Kondensators
wirksam, während der Entladestrompfad allein durch einen Widerstand gebildet wird. In ähnlicher Weise ist
auch die Schaltung gemäß DE-OS 22 19 800 aufgebaut,
«o bei der ein Kondensator wiederum mit der Zeit vollständ;g entladen wird.
Im folgenden wird anhand der Zeichnung zunächst ein Beispiel des Standes der Technik und sodann
Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben; in der ■»5 Zeichnung zeigt
Fig. I eine konventionelle auf Berührung ansprechende Schaltung für ein elektronisches Musikinstrument;
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
auf Berührung ansprechenden Schaltung für ein elektronisches Musikinstrument;
Fig. 3 die Kondensatorspannung abhängig von der
Zeit für eine Anschlaggeschwindigkeitsfeststellschaltung für die konventionelle Schaltung und die
erfindungsgemäße auf Berührung ansprechende Schaltung;
Fig.4 eine Darstellung von Ausgangsspannungen
der auf Berührung ansprechenden Schaltung der F i g. 2; F i g. 5 eine Schaltung eines weiteren Ausführungsbeispiels
der Erfindung;
F i g. 6 ein weiteres erfindungsgemäßes Ausführungs beispiel der auf Anschlag ansprechenden Schaltung;
F i g. 7 eine weitere crfindungsgcmäßc auf Berührung
ansprechende Schaltung.
b5 Fig. I zeigt ein Beispiel einer bekannten auf
Berührung ansprechenden Schaltung zur Verwendung in einem elektronischen Musikinstrument mit einer
Tastatur. Die in Fig. \ gezeigte Schaltung gehört zu
einer Taste, wobei weitere ähnliche Schaltungen für jede der Tasten vorgesehen sind. Gemäß F i g. 1 erzeugt
ein Tongenerator TG ein Tonsignal mit tuner vorbestimmten der Taste entsprechenden Tonhöhe, und eine
Torschaltung GC steuert durch ein Steuersignal den Signalpegel oder die Umhüllende des von dort zu
liefernden Tonsignals. Die Schaltung zur Erzeugung dieses Steuersignals, d. h. auf Berührung ansprechende
Schaltung, besteht grundsätzlich aus einem Paar von Lade- und Entlade-Schaltungen, wobei die Ladespannung
für die zweite Schaltung des Schaltungspaares durch die Entladespannung der ersten Schaltung des
Schaltungspaares gesteuert wird und die Geschwindigkeit des Anschlags, d. h. die Berührung, repräsentiert,
wobei die Spannung am Kondensator der zweiten Schaltung in die Torschaltung als das Steuersignal
eingespeist wird.
Ein Tastenumschalter SW ist mit der Taste der Tastatur verbunden und besitzt einen stationären
(normalerweise geschlossenen) mit einer Gleichspannungsquello
E\ verbundenen Kontakt, einen weiteren stationären (normalerweise offenen) mit der Basis eines
Transistors Q\ verbundenen Kontakt und einen beweglichen Kontakt A, der mit einer Parallelschaltung aus
einem Kondensator G und einem Widerstand R\ verbunden ist. Die Gleichspannungsquelle Fn der
Umschalter SWi und die Parallelschaltung aus Kondensator Ci und Widerstand R\ verbunden mit dem
beweglichen Kontakt des Schalters SWi bilden gemeinsam
einen Anschlag-Geschwindigkeitsdetektor. Wenn sich die Taste in ihrem freigegebenen Zustand befindet,
so ist der bewegliche Kontakt A mit der Gleichspannungsquelle Ei, wie in F i g. 1 gezeigt, verbunden, und
der Kondensator C1 wird auf die Quellenspannung £|
aufgeladen. Wenn die Taste niedergedrückt wird, so wird der bewegliche Kontakt A zur Basis des
Transistors Q\ umgeschaltet. Da der Widerstand R\ einen Entladekreis für den Kondensator Ci bildet,
nimmt während dieses Teils des Betriebs die Spannung V1. ι am Kondensator G mit der Zeit ab, und somit hängt
die an die Basis des Transistors Q\ angelegte Anfangsspannung davon ab, wie schnell die Verbindung
des mit der Taste verbundenen beweglichen Kontakts mit der Basis des Transistors Qi hergestellt wird, d. h.
also, die Anfangsspannung hängt von der Anschlaggeschwindigkeit, d. h. der Geschwindigkeit, mit der der
bewegliche Kontakt läuft, ab. Ein Basiswiderstand /?2
liegt zwischen der Basis des Transistors Ci und Erde.
Der Kollektor-F.mitterkreis des Transistors Q) bildet
einen elektronischen Schalter eines Ladekreises für einen Kondensator Ci von einer Spannungsquellenklemme
Kr über einen Widerstand Rt,. Der Widerstand
R\ dient zur Bestimmung der Ladezeitkonstanten für
den Kondensator Cj. Wenn der Widerstand Rt einen
sehr kleinen Widerstandswert besitzt, so wird der Kondensator Ci schnell aufgeladen. Wenn der bewegliche
Kontakt A des Umschalters SWi mit der Basis des
Transistors Q\ verbunden ist, so wird die Spannung K ι
am Kondensator G an die Basis des Transistors Q\ angelegt, und der Transistor Q\ wird eingeschaltet, und
/war in einem Ausmaß entsprechend dem ßasispotentiiiI.
Sodann wird der Kondensator G auf eine Spannung aufgeladen, die du'ch das Basispotential des Transistors
Q\ bestimmt ist, welches seinerseits die Anschlaggeschwindigkeit
repräsentiert. Die Spannung V1. ι am
Kondensator G lallt infolge der Entladung durch die Widerstände R\ und Ri (wobei R7 + R\) ab, und
infolgedessen sinkt das BasisDotential des Transistors Qx auf den Erdungspegel ab, so daß der Transistor Qt
abgeschaltet wird. Demgemäß bildet der Transistor Qi
und der Kondensator C2 eine Spitzenwerthalteschaltung
der am beweglichen Kontakt A auftretenden Spannung. Sodann beginnt die im Kondensator C2 gespeicherte
Ladung über die Widerstände R3 und Ä» abzufließen. Die
Widerstände Tz und A4 bestimmen die Entladezeitkonstante
für den Kondensator C2. Eine derartige abnehmende Spannung Vc2 wird an die Torschaltung
GC angelegt, um die Umhüllende des Tonsignals zu bestimmen. Demgemäß gestattet die Torschaltung GC
den Durchtritt eines Tonquellensignals mit einem Pegel oder einer Umhüllenden entsprechend der Anschlaggeschwindigkeit,
d. h. entsprechend der Tastenberührung.
Wenn jedoch bei einer derartigen auf die Berührung oder den Anschlag entsprechenden Schaltung eine
Taste sehr langsam niedergedrückt oder angeschlagen wird, so kann die im Kondensator G gespeicherte
Ladung im wesentlichen während der Zeitperiode abfließen, während welcher der bewegliche Kontakt A
von der Gleichspannungsquelle E\ zur Basis des Transistors Q\ läuft. Wenn nämlich die Taste niedergedrückt
oder angeschlagen ist und der bewegliche Kontakt A von der Spannungsquelle £1 getrennt ist, so
fängt die Spannung Vc 1 am Kondensator G an
abzunehmen, wie dies durch die gestrichelte Kurve in Fig.3 dargestellt ist. In Fig.3 stellt die Ordinate die
Spannung Vc: am Kondensator G (Potential am
beweglichen Kontakt) dar, und die Abszisse stellt die »Zeit« dar, und zwar ausgehend von der Trennung des
beweglichen Kontakts A von der Gleichspannungsquelle Fi (d. h. dem Tastenanschlag oder der Tastenniederdrückung).
Da der Widerstand des Basiskreises des Transistors Q\ verglichen mit dem Widerstandswert R\
wesentlich größer sein kann, kann die Verbindung des beweglichen Kontakts A mit der Basis des Transistors
die Kurve nicht wesentlich ändern. Wenn das Potential am beweglichen Kontakt unter einen Pegel abfällt,
bevor der bewegliche Kontakt in Berührung mit der
■»ο Basis des Transistors Q\ kommt, so wird der Transistor
Q\ nicht hinreichend leitend, um den Kondensator Ci auf
ein Niveau aufzuladen, welches hinreichend hoch ist, um die Torschaltung GC zu öffnen. Es wird dann kein
Tonsignal vom Tongenerator TG durch die Torschaltung GCgeliefert, selbst wenn die Taste niedergedrückt
ist.
Nimmt man bei der Schaltung der Fig. 1 an, daß die Basis-Emitter-Schwellenspannung des Transistors V,/,
(> 0) ist, so sollte die Spannung V1.1 am beweglichen
Kontakt A des Schalters SWi nicht unter die Schwellenspannung V1/, abfallen, um die Tonerzeugung
sicherzustellen. Da jedoch die Spannung Vc, derart vorgesehen ist, daß sie von E\ auf Null durch den
Widerstand R\ abfällt, kann, wenn man die Schwellenspannung V,h nur als eine willkürliche vorübergehende
Spannung behandelt, ein Pianissimo-Vorgang keine Steuerspannung oberhalb der Schwellenspannung erzeugen,
was zur Folge hat, daß kein Ton erzeugt wird.
Die Schaltung gemäß Fig. 1 besitzt somit einen Nachteil insofern, als es möglich ist, daß ein Pianissimo-Vorgang keinen Ton erzeugen kann' Dies liegt daran, daß der Ausgangspegel des Anschlag-Geschwindigkeitsdetektors unter einen bestimmten Schwellenwert zur Erzeugung eines Tons abfallen kann. Dies zu
Die Schaltung gemäß Fig. 1 besitzt somit einen Nachteil insofern, als es möglich ist, daß ein Pianissimo-Vorgang keinen Ton erzeugen kann' Dies liegt daran, daß der Ausgangspegel des Anschlag-Geschwindigkeitsdetektors unter einen bestimmten Schwellenwert zur Erzeugung eines Tons abfallen kann. Dies zu
b5 verhindern lehrt bereits die US-PS 37 84 718. Eine
besonders einfache Lösiingsmöglichkeit bringt die vorliegende Erfindung die eine Kompensation für die
SchwellensoannunE vorsieht, und zwar in der Form
eines Kompensationselements im Anschlag-Geschwindigkeitsdetektor, um so die Schwellenspannung sicherzustellen.
Im allgemeinen wird ein Transistor als das Torelement zur Aufladung eines Kondensators benutzt,
und die Ausgangsgröße des Anschlag-Geschwindigkeitsdetektors steuert diesen Transistor, wie in F i g. 1
gezeigt. Der Spannungsabfall zwischen der Basis und dem Emitter im Transistor bildet eine Schwellenspannung
für die Tonerzeugung. Zur Kompensation dieser Schwellenspannung ist die Verwendung einer ähnlichen
pn-Grenzschicht (d. h. einer Diode) sehr wirkungsvoll.
Ein Beispiel der Verwendung einer Diode zum Zwecke der Kompensierung der Schwellenspannung
eines Transistors ist in F i g. 2 gezeigt. Es sei bemerkt, daß in sämtlichen Figuren ähnliche Bezugszeichen zur
Bezeichnung ähnlicher Teile verwendet werden.
In F i g. 2 umfaßt der Anschlag-Geschwindigkeitsdetektor
eine Serienverbindung aus einem Widerstand Ri
und einer Diode D1 anstelle des in F i g. 1 gezeigten
Widerstandes R\. Das heißt also, die Entladeschaltung für einen Kondensator Q wird durch den Widerstand R\
und die Diode D\ gebildet, welche eine bestimmte Vorwärtsspannung vorsieht. Demgemäß nimmt die
Spannung Vc \ am Kondensator G auf die Spannung ab,
wie sie in F i g. 3 durch die ausgezogene Kurve dargestellt ist. In Fig.3 bezeichnet das Bezugszeichen
V01 den minimalen Vorwärtsspannungsabfall VD ι in
der Diode Di, der im wesentlichen gleich dem Schwellenwert des Transistors Qi ist.
Wenn die Taste niedergedrückt oder angeschlagen ist, so wird der Kontakt A des Schalters 5 IVi von der
Gleichspannungsquelle Et getrennt, und die Spannung Vc ι am Kondensator Q fängt an abzufallen. Selbst wenn
hier die Taste sehr langsam niedergedrückt wird, d. h. wenn es eine beträchtliche Zeit dauert, bevor der
Kontakt A von der Spannungsquelle Ei hinüber zur
Basis des Transistors Qi sich bewegt, so wird doch die Spannung Vc ι niemals unter Vd ι abnehmen. Wenn
daher der Kontakt A in Berührung mit der Basis des Transistors Qi kommt, so liefert er eine Spannung
mindestens gleich der Schwellenspannung des Transistors Qi, und der Transistor Qi wird in einem
entsprechenden Ausmaß leitend.
Auf diese Weise wird der Transistor Q\ zur Aufladung eines Kondensators Ci von einer Gleichspannungsquelle
Vcc über einen Widerstand A4 in einer auf den
Anschlag ansprechenden Weise gesteuert, und zwar über den vollen Bereich des Tastenanschlags hinweg.
Die Spannung am Kondensator C2 wird an die Torschaltung GC angelegt, um den Durchgang des
"!(»signals vom Tongenerator TG zu steuern. Ein
Epitterwiderstand R3 für den Transistor Qi bildet
ebenfalls einen Entladepfad für den Kondensator Ci
pmeinsfan mit dem Widerstand Ra- Eine Serienschalmp£
aas einem Widerstand A5 und einer Diode D2 liegt
zwiscftöf einer weiteren Gleichspannungsquelle E2 und
dem Kondensator Ci zur Bildung eines weiteren
Entladeweges für den Kondensator C2. Die Spannung von Ei ist niedriger als die von Vco Eine Serienschaltung
aus einem Widerstand R6, einer Diode D3 und Schaltern
SW2 und SW3 liegt zwischen dem Kondensator Q und
Erde zur Bildung, eines weiteren Endfadeweges fjär jjjcn
Kondensator C2. Die Dioden D2 und Di werdfe a^r
Verhinderung: des Röefcwärtsstromfiusses verpjjfpggt
Der Schalter StP2 Kt mit der Taste in ähnlicher #ieise
wie Schaher SIFr verbunden und «stgesc&knscn, wemt
diese Tast&fretgegeben ist^Juwenit der-Scnafter SWx
mit der Spannungsquelle-^Mt Verbindung stehe Der
Schalter SW3 ist normalerweise geschlossen und wird
durch Niederdrücken eines Dämpfungs- (oder Aufrechterhaltungs-) Pedals geöffnet. Der Widerstand Rj besitzt
einen relativ großen Widerstandswert verglichen mit den Werten für die Widerstände Rs und Rb- Der
Widerstand Rs besitzt einen relativ kleinen Widerstandswert,
um die Entladung zu fördern.
Es sei nunmehr die Arbeitsweise der oben beschriebenen Schaltung erläutert. Wenn die Taste niedergedrückt
wird, so wird eine Gleichspannung abhängig von der Tastenniederdrückung an die Basis des Transistors Qi
angelegt, und der Kondensator C2 wird schnell auf die Gleichspannung über den Transistor Qi und den
Widerstand Ra aufgeladen, da der Widerstand Ra einen
sehr kleinen Widerstandswert besitzt Die Aufladespannung
am Kondensator C2 öffnet die Tastschaltung GCin einem durch diese Spannung bestimmten Ausmaß. Zu
diesem Zeitpunkt befindet sich der Schalter 5W2 im
offenen Zustand. Sodann entlädt sich der Kondensator C2 hauptsächlich über die Diode D2 und den Widerstand
Rs mit einer Zeitkonstante von C2 χ Rs. Da hier der
Widerstandswert des die Widerstände R3 und Ra
einschließenden Weges groß ist, kann die Wirkung dieses Weges praktisch in dieser anfänglichen Abfallperiode
vernachlässigt werden. Da der den Widerstand Rs
und die Diode D2 einschließende Entladeweg mit dem Gleichspannungspotential E2 verbunden ist, wird dieser
praktisch dann abgeschaltet, wenn die Spannung Vc 2 am
Kondensator C2 sich dem Potential E2 nähert. Dann
spielt der die Widerstände R3 und Ra einschließende
Entladeweg die Hauptrolle mit einer Zeitkonstanten C2(R3 + Ra). Wenn der Dämpferschalter SW3 geschlossen
gehalten wird (d. h. das Dämpfungspedal wird nicht niedergedrückt) und der Schalter SlV2 in den geschlossenen
Zustand zurückkehrt.wird der Entladeweg durch den Widerstand K6, die Diode D3 und die Schalter SlV2
und SIV3 gebildet, um die Entladung des Kondensators C2 zu beschleunigen. Sodann fällt die Spannung Vc2 am
Kondensator C2 schnell nach Freigabe der Taste ab, wie dies durch die ausgezogene Kurve in F i g. 4 dargestellt
ist. Wenn das Dämpfungspedal nach der Freigabe der Taste freigegeben ist (d.h. der Schalter SW3 ist
geschlossen), so erfolgt offensichtlich danach der beschleunigte Dämpfungseffekt.
Während die Taste niedergedrückt ist (Schalter SlV2
ist offen), spielt insbesondere der Entladeweg durch den Widerstand Rs und die Diode D2 die Hauptrolle in der
Anfangsstufe, und der Entladeweg durch die Widerstände R3 und Ra wirkt in der darauffolgenden Stufe. Da der
Widerstand R3 groß ist, ist der Abfall in der darauffolgenden Stufe langsam. Wenn die Taste bei
nicht niedergedrücktem Dämpfungspedal freigegeben wird, wird der Entladeweg durch den Widerstand Rt und
die Diode D3 vorherrschend, um den Kondensator C2
schnell zu entladen. Wenn andererseits die Taste bei niedergedrücktem Dämpfungspedal freigegeben wird,
so setzt sich der oben erwähnte langsame Abfall fort, da der Äß-DrEntladeweg nicht hergestellt wird.
Eine Abwandlung der Schaltung der Fig.2 ist in
F i g. 5 dargestellt, wo anstelle der einzigen Diode Di in
Schaltung 2 zwei Dioden Dn und D,2 in Reihe mit dem
- Widerstand /?j geschaltet sind, wöbet ein Kurzschlußschalter
SWa parallel zu einer Diode Dji der beiden Dioden geschaltet ist Wenn der Schalter SWa
ge|gj>fossen ΰξ- scf gleicht die Schaltung dieses
i$w|ÖhTungsbefsprek der Schaltung gemäfr Fig.2.
ψ0ΐη der Sefcafter SR^ jedoclr offen ist- se steigt der
WhrimaTpegerder Basisvorspamiunf fiir. den Transistor
Qi an. Demgemäß ermöglicht die Hinzufügung der
Diode Ai und des Kurzschlußschalters SW<
die Wahl der Mindestspannung (des minimalen Ausgangspegels). Es sei bemerkt, daß die Anzahl zusätzlicher Dioden
nicht auf eine beschränkt ist.
Bei der Schaltung gemäß den F i g. 2 und 5 kann der Transistor Q\ und die Spannungsquelle Vcc durch eine
Diode zur Vereinfachung der Schaltung ersetzt werden. In einem solchen Fall wird der Kondensator C2 durch
den Entladestrom vom anderen Kondensator Q aufgeladen.
F i g. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der auf Berührung ansprechenden Schaltung, wobei die Anzahl
der Dioden im Anschlag-Geschwindigkeitsdetektor für sämtliche Tasten auf eine reduziert ist. Die auf
Berührung ansprechende Schaltung für jede Taste ist durch eine strichpunktierte Linie umgeben angedeutet.
Der Anschlag-Geschwindigkeitsdetektor ähnelt dem üblichen Aufbau gemäß F i g. 1. Der einzige Unterschied
besteht jedoch darin, daß die Parallelschaltung aus Kondensator C\, und Widerstand R\, mit Erdpotential
nicht direkt, sondern über eine gemeinsame Diode D\ verbunden ist Vergleicht man dieses Ausführungsbei-
spiel mit dem gemäß F i g. 2, so liegt hier der Vorteil vor, daß die Anzahl der verwendeten Dioden in der
Schaltung stark reduziert werden kann. Es sei hier darauf hingewiesen, daß dann, wenn eine Taste
niedergedrückt wird und die Verbindung des entsprechenden Schalters beispielsweise SW\. auf die Basis des
entsprechenden Transistors Q\, übergewechselt ist, die Diode D\ noch immer mit der Gleichspannungsquelle f,
verbunden bleibt, und zwar über die Widerstände R\b bis
R\n in den anderen Tastenniederdrückgeschwindigkeitsdetektoren, auf welche Weise daran ein Spannungsabfall Vo ι erzeugt wird.
Fig.7 zeigt eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels der Fig.6, wobei die Auswahl der Mindestspannung (Minimalpegel) ähnlich der Schaltung der F i g. 5
erreicht wird, und zwar durch die Hinzufügung einer Diode (oder Dioden) und eines Kurzschlußschalters
(oder von Schaltern). Die Arbeitsweise dieser Schaltung ergibt sich aus der Beschreibung der Schaltungen der
F i g. 5 und 6.
Man erkennt, daß die Diode D\ in den Schaltungen
der F i g. 6 und 7 durch einen Widerstand ersetzt werden kann.
Claims (3)
- Patentansprüche:J. Auf Berührung von Tasten eines elektronischen Musikinstruments ansprechende Schaltung mit mindestens einem einer der Tasten zugeordneten, von einem Entladestrompfad überbrückten Kondensator, der bei nichtberührter Taste mit einer Gleichspannungsquelle verbunden und durch Berührung der Taste von der Gleichspannungsquelle trennbar sowie nach einer von der Anschlagsgeschwindigkeit der Taste abhängigen Zeit mit einem Steuereingang eines spannungsgesteuerten Schaltungsteils zur Erzeugung eines Ausgangssignals verbindbar ist, wobei der Entladestrompfad Mittel enthält, um bei berührter Taste die Spannung am Kondensator nicht unter eine Mindesispanming für dir: Erzeugung eines Ausgangssignals des spannungsgesteuerten Schaltungsteils absinken zu lassen, dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel, das die Kondensatorspannung nicht unter die Mindestspannung absinken läßt, im Entladestrompfad eine für den Entladestrom in Durchlaßrichtung geschaltete Diode (Di) vorgesehen ist, deren Schweilenspannung mindestens gleich der Mindestspannung ist.
- 2. Schaltung nach Anspruch 1 mit mehreren jeweils einer Taste zugeordneten, jeweils von einem Entladestrompfad überbrückten Kondensatoren, dadurch gekennzeichnet, daß in den Entladestrompfaden mehrerer Kondensatoren (Cu bis Gn) dieselbe Diode (Di) liegt.
- 3. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Diode (Di) mindestens eine weitere, durch einen Schalter überbrückbare Diode (Dz) vorgeschaltet ist.
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| Publication number | Publication date |
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| DE2659135A1 (de) | 1977-07-07 |
| US4121348A (en) | 1978-10-24 |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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