DE2658479B2 - Zusatzmittel fur Rauchtabakprodukte und deren Filterelemente - Google Patents
Zusatzmittel fur Rauchtabakprodukte und deren FilterelementeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Zusatzmittel für Rauchtabakprodukte und deren Filterelemente, das aus
verschiedenen Metalloxiden und/oder Metalloxidhydraten
mit großer spezifischer Oberfläche besteht
Beim Verbrennen von Tabak wird eine Vielzahl von Substanzen freigesetzt, von denen einige einen schädlichen
Einfluß auf die Gesundheit des Rauchers ausüben oder ausüben können. Ein großer Teil dieser Schadstoffe
befindet sich in der sogenannten Partikelphase des Tabakrauchs, der ein Aerosol darstellt, und kann daraus
als Kondensat — die übliche Bezeichnung dafür lautet Teer — abgeschieden werden.
Aber auch in der Gasphase ist noch eine Reihe von Substanzen dieser Art anzutreffen.
Zur Verringerung der Schadstoffe im Tabakrauch hat man unterschiedliche Wege eingeschlagen, und neuerdings
haben sich diese Bemühungen wegen des wachsenden Interesses an Gesundheitsfragen weltweit
verstärkt
Zum einen besteht die Möglichkeit den für Rauchartikel verwendeten Tabak zu verändern, beispielsweise
durch Auswahl geeigneter Tabaksorten oder durch spezielle Nachbehandlungsverfahren. Zum
anderen wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, Tabakersatzstoffe zu entwickeln. Diese zeichnen
sich durch eine reduzierte Freisetzung von Schadstoffen, insbesondere Teer, beim Verbrennen aus und
werden bereits als Beimischung zu Naturtabak eingesetzt Auch lassen sich verschiedene Bestandteile durch
Filtration des Tabakrauchs entfernen, indem man Filter aus z. B. Papier oder Cellulose-2,5-Acetat-Fäden einsetzt
Letztere, nämlich die Acetatfilter, haben sich wegen verschiedener Vorteile insbesondere bei Zigaretten
allgemein durchgesetzt
In weiteren bekannten Verfahren zur Verringerung der schädlichen Bestandteile des Tabakrauchs verwendet
man Stoffe mit adsorbierender Wirkung, indem man sie dem Filter oder dem Tabak zusetzt. Dabei handelt es
sich hauptsächlich um Produkte mit großer spezifischer Oberfläche: Aktivkohle, Kieselsäuregele, natürliche und
künstliche Silikate der verschiedensten Art desgleichen Ionenaustauscher und Molekularsiebe, ferner Metalloxide,
-oxidhydrate und -hydroxide, hauptsächlich von Aluminium, Eisen und Magnesium, auch feinverteilte
Getreidestärke und feinverteiltes Getreidemehl, Puderzucker.
Mehrere dieser Stoffe sind auch in Mischung mit anderen davon eingesetzt worden.
So beschreibt die deutsche Auslegeschrift 22 06 185 ein rauchbares Produkt bestehend aus einer verschwelten
Folie auf Cellulosebasis, die als Füllstoff Hydroxide, Oxide, Oxidhydrate von Aluminium und/oder Eisen
und/oder Kieselsäure enthält
Ähnliche« geht aus der deutschen Offenlegungsschrift 22 62 829 hervor.
Aus der deutschen Auslegeschrift 12 74 946 ist die Herstellung von Tabakrauchfiltern bekannt die z. B. eine Mischung aus Kieselerde und aktivierter Tonerde enthalten.
Aus der deutschen Auslegeschrift 12 74 946 ist die Herstellung von Tabakrauchfiltern bekannt die z. B. eine Mischung aus Kieselerde und aktivierter Tonerde enthalten.
Ferner is«: in der GB-PS 11 03 822 ein Tabakrauchfilter
beschrieben, bestehend aus einem pulverförmiger!
oder granulierten Material, wie Aktivkohle, Silikagel,
Aluminiumoxid etc. oder deren Mischungen.
Solches ist auch aus der GB-PS 11 04 993 und US-PS
33 13 306 bekannt, in denen u.a. Metalloxide, wie Aluminiumoxid, Eisenoxid etc. und deren Mischungen
genannt werden.
Zusammenfassend ist daher zu sagen, daß es bekannt ist Rauchtabakprodukten und deren Filtern verschiedene
Metalloxide und/oder Metalloxidhydrate mit großer spezifischer Oberfläche allein oder in Kombination
miteinander zuzusetzen.
Diese bekannten Kombinationen von Metalloxiden und/oder Metalloxidhydraten verhalten sich in ihren
Eigenschaften wie z. B. in ihrem Aufnahmevermögen für schädliche Substanzen des Tabakrauchs so, wie es zu
erwarten ist nämlich additiv entsprechend den Mengen ihrer Einzelbestandteile.
Wenn man solche Kombinationen von Metalloxiden und/oder Metalloxidhydraten auf dem üblichen Weg,
beispielsweise durch Verrühren, Schütteln u.dgl., aus den Komponenten herstellt, entsteht kein homogenes
Gemenge. Diese Inhomogenität äußert sich beispielsweise in Zusammenballungen der Einzelteilchen und
führt so zur Bildung von Klumpen. Diese Klumpenbildung der Metalloxid- und/oder Metalloxidhydrat-Teilchen
bedingt eine schlechte Riesel-, Streu- und Fließfähigkeit des Gemenges. Dies wiederum führt zu
Schwierigkeiten, wenn man mehrere Metalloxide und/oder Metalloxidhydrate gemeinsam Rauchprodukten
und deren Filterelementen zusetzen will, denn es entsteht dann eine ungleichmäßige Verteilung des
diese Rauchtabakprodukte oder die Filterelemente hergestellt sind.
Zusatzmilte) für Rauchtabakprodukte und deren.Filterelemente
aus verschiedenen Metalloxiden und/oder Metalloxidhydraten vorzuschlagen, wobei die Bestandteile
des Zjsatzmittels so kombiniert sind, daß die
Handhabung dieses Zusatzmittels so verbessert ist, daB
eine leichte und gleichmäßige Verteilung auf oder in den Grundmaterialien der Rauchtabakprodukte oder der
Filterelemente möglich wird und daß ferner insbesondere
die Fähigkeit, schädliche Substanzen aus dem Tabakrauch zu entfernen, möglichst weit über dem
bekannten MaB liegt
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Zusatzmittel für Rauchtabakprodukte und deren
Filterelemente, das aus verschiedenen Metalloxiden und/oder Metalloxidhydraten mit großer spezifischer
Oberfläche besteht, das dadurch gekennzeichnet ist, daß
es durch gemeinsames Eintragen verschiedener hochdisperser Metalloxide und/oder Metalloxidhydrate des
Aluminiums und/oder Calciums und/oder Magnesiums is
und/oder Siliciums und/oder Titans in eine große Menge
einer intensiv bewegten, leichtsiedenden Flüssigkeit oder Flüsagkeitsmischung, die keine Lösungsmittel für
die hochdispersen Metalloxide und/oder Metalloxidhydrate darstellen, und anschließend vollständiges Entfernen
der Flüssigkeit oder des Flüssigkeitsgemisches erhalten worden ist
Die für die Zwecke der Erfindung eingesetzten hochdispersen Metalloxide und Metalloxidhydrate sind
einmal durch Hochtemperaturzersetzung der Chloride erzeugte Aerogel-Pulver, wie pyrogenes Aluminiumoxid,
Siliciumdioxid und Titandioxid, zum anderen durch Fällung von oder Kristallisation aus Salzlösungen und
anschließende Trocknung/Dehydratisierung erzeugte Xerogel- oder Mikrokristall-Pulver, wie gefälltes
Aluminiumoxid, -oxidhydrat, -hydroxid, Calcium- und
Magnesiumoxid, Silicium- und Titandioxid.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne jedoch den allgemeinen Erfindungsgedanken in irgendeiner
Weise einzuschränken.
Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Zusatzmittels
wurde von folgenden Produkten ausgegangen:
25
a) Siliciumdioxid (Kieselsäure), gefällt amorph, mittlere Größe der Einzelteilchen 25 Mikrometer;
b) Aluminiumoxidhydrat (Aluminiumhydroxid), gefällt kristallin (Gamma-Struktur), mittlere Größe
der Einzelteilchen 300 Nanometer (entsprechend dem in der deutschen Patentschrift 22 27 291
beschriebenen).
Diese zu mischenden Produkte wurden im Verhältnis 70 Gewichts-% Siliciumdioxid zu 30 Gewichts-%
Aluminiumoxidhydrat in die 5fache Gewichtsmenge einer Mischung aus 24 Volumenteilen Äthanol und 1
Volumenteil Wasser unter kräftigem Rühren eingetragen. Danach wurde für eine Dauer von drei Stunden
weiter kxpJtig gerührt Unter Weiterrühren wurde anschließend die Suspension erwärmt gleichzeitig mit
einer Vakuumpumpe mehr und mehr Unterdruck erzeugt und dabei ständig getrocknete Luft durch den
Ansatz gesaugt In dieser Weise wurde bis zur vollständigen Entfernung der Flüssigkeit fortgefahren.
Das erhaltene Pulver wurde dann bei 20° C und 60% relativer Luftfeuchtigkeit klimatisiert. Es fällt dabei in
einer lockeren, sehr feinen Form an und zeigt flüssigkeitsähnliche Eigenschaften, nämlich leichte Beweglichkeit
und dadurch gute Riesel-, Streu- und Fließfähigkeit
Die erhaltene erfindungsgemäße Substanz aus Siliciumdioxid und Aluminiumoxidhydrat stellt ein hervorragendes
Zusatzmittel für Tabakrauchprodukte und deren Filterelemente dar, wie die Tabellen 1 und 5 zeigen.
Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Zusatzmittels wurde von folgenden Produkten ausgegangen:
a) Siliciumdioxid, wie in Beispiel 1;
b) Siliciumdioxid (Kieselsäure), pyrogen, amorph, mittlere Größe der Einzelteilchen 12 Nanometer.
Diese zu mischenden Produkte wurden im Verhältnis 30 Gewichts-% Siliciumdioxid, gefällt zu 70 Gewichts-%
Siliciumdioxid, pyrogen, in die 3fache Gewichtsmenge flüssiger Luft unter kräftigem Rühren
eingetragen.
Die weiteren Verfahrensschritte entsprachen denen des Beispiels 1, wobei die Verwendung der flüssigen Luft
den Vorteil bietet, daß auf das Evakuieren und Hindurchsaugen von Luft verzichtet werden kann.
Es wurde ein Pulver erhalten, das vergleichbare, flüssigkeitsähnliche Eigenschaften zeigt wie das nach
Beispiel 1 hergestellte.
Daß die erhaltene erfindungsgemäße Substanz aus gefälltem Siliciumdioxid und pyrogenem Siliciumdioxid
ebenfalls ein ausgezeichnetes Zusatzmittel im Sinne der Erfindung ist geht aus der Tabelle 4 hervor.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Zusatzmittel können auch andere als die beschriebenen Flüssigkeiten
dienen, soweit sie keine Lösungsmittel-Eigenschaften für die eingesetzten Produkte besitzen.
Die anderen, für die Beispiele in den Tabellen verwendeten Ausgangsprodukte für die Herstellung des
erfindungsgemäßen Zusatzmittels wiesen folgende mittlere Größe ihrer Einzelteilchen auf:
50
55 Titandioxid, pyrogen
Aluminiumoxid, pyrogen
Magnesiumoxid, calciniert
Calciumoxid, calciniert
Aluminiumoxid, calciniert
Aluminiumoxid, pyrogen
Magnesiumoxid, calciniert
Calciumoxid, calciniert
Aluminiumoxid, calciniert
30 Nanometer
20 Nanometer
1 Mikrometer
500 Nanometer
3 Mikrometer
Das Zustandekommen der erfindungsgemäßen Substanz als stabiles Addukt aus mehreren Metalloxiden
und/oder Metalloxidhydraten könnte auf folgenden Mechanismen beruhen: Da die verwendeten Ausgangsprodukte
Metallverbindungen sind, haben alle polaren Charakter, so daß die veschiedensten Wechselwirkungen
zwischen ihren Oberflächen möglich sind, wie Komplexbildung der verschiedenen Metallionen, Wasserstoffbrücken-Bildung,
partielle Salzbildung, Ionenaustausch; ferner elektrische/elektrostatische Einflüsse,
die zur Abstoßung/Anziehung der Partikel führen können (so trägt — beispielsweise nach Schütteln in
einem Glasgefäß — pyrogene Kieselsäure eine negative
Oberflächenladung, Fällungskieselsäure eine positive, pyrogenes Titandioxid eine positive, kristallines Aluminiumhydroxid
eine positive, durch Calcinieren aus Aluminiumhydroxid gewonnenes Aluminiumoxid eine s
negative, pyrogenes Aluminiumoxid keine und Magnesiumoxid ebenfalls keine Ladung). Welche Bildungsmechanismen
tatsächlich wirksam sind, läßt sich aus den bis jetzt vorhandenen Erkenntnissen nicht ableiten.
Das erfindungsgemäße Zusatzmittei kann Rauchprodukten
und deren Filterelementen nach bekannten Verfahren zugesetzt werden.
So kann das Zusatzmittel auf die Oberfläche der Grundmateriaiien, aus denen die Rauchtabakprodukte
und die Filterelemente hergestellt sind, aufgebracht bzw. aufgepudert werden.
Entsprechende Verfahren dazu sind z. B. beschrieben
in den österreichischen Patentschriften 3 18 456 und 2 08 278.
Ferner kann das Zusatzmittel in die Grundmaterialien,
aus denen die Rauchtabakprodukte und die Filterelemente hergestellt sind, eingearbeitet oder
eingesponnen werden, in der Weise, wie es z. B. aus der deutschen Offenlegungsschrift 21 09 919 bekannt ist
In den Tabellen wird die Erfindung näher erläutert, wobei alle dort mitgeteilten Ergebnisse Mittelwerte aus
Mehrfachbestimmungen darstellen.
Die Tabellen 1 bis 2 zeigen Vergleichsversuche mit unterschiedlichen Tabaksorten und verschiedenen Zusätzen.
Der in Tabelle 1 erwähnte Kunsttabak ist in Anlehnung an die in der deutschen Offenlegungsschrift
19 00491 angegebenen Methoden, insbesondere dort das Beispiel 9, hergestellt, wobei die Art des
Füllmaterials entsprechend den Angaben in der Tabelle 3s 1 variiert wurde.
Der für die Tabellen 1 und 2 benutzte Naturtabak ist die Tabakmischung mit hellen und dunklen Tabaksorten
einer käuflichen Zigarettentype; die anorganischen Zusätze wurden homogen auf der Oberfläche des
Tabaks verteilt Die für die Tabelle 2 benutzten Zigaretten wurden filterlos aus einem so vorbehandelten
Tabak in einer Länge von 70 mm hergestellt und nach übereinstimmendem Gewicht und Zugwiderstand
für die Abrauchung ausgewählt
Die in der Tabelle 1 mitgeteilten Pyrolyseresultate wurden unter definierten Bedingungen, nämlich bei
80O0C und efriem Luftstrom von 17,5 ml/s erhalten. Die
Kondensatniederschlagung im Rauch erfolgte an einem »Cambridge-Filter« nach Standard CORESTA (CEN-TRE
DE COOPERATION POUR LES RECHERCHES SCIENTIFIQUES RELATIVES AUTABAC).
Die Abrauchung der Zigaretten nach Tabelle 2 erfolgte bis auf eine Stummellänge von 8 mm mit einer
30 Zigaretten fassenden Borgwaldt-Abrauchmaschine mit elektrostatischer Abscheidung des Kondensats aus
dem Rauch.
Alle angegebenen Arbeitsschritte und Analysen wurden nach den entsprechenden CORESTA-Standardvorschriften
vorgenommen.
Wie aus den Tabellen 1 und 2 deutlich hervorgeht, ist
die aufgefundene Verminderung der schädlichen Bestandteile im Tabakrauch nicht die Folge einer·
besonders hohen oder besonders niedrigen spezifischen Oberfläche der eingebrachten Zusätze, sondern es ist
stets der Einsatz der speziellen erfindungsgemäßen Substanz, wodurch die weitaus besten Resultate erreicht
werden; das gilt in gleicher Weise für Naturtabak, der das zugesetzte Material auf der Oberfläche trägt, wie für
Kunsttabak, bei dem der Zusatz in die Masse eingearbeitet ist, auch wenn er im Gemisch mit
Naturtabak vorliegt, wie die Tabelle 1 zeigt
Die Tabellen 3 bis 8 zeigen Vergleichsversuche an Filterzigaretten mit verschiedenen Zusätzen zum Filter,
Für die Filterzigaretten wurde ein stets gleicher Naturtabakstrang verwendet dessen Tabak der auch für
die Tabellen 1 und 2 benutzten Tabakmischung mit hellen und dunklen Tabaksorten einer käuflichen
Zigarettentype entsprach.
Die für die Filterzigaretten verwendeten Filter wiesen einen Zugwiderstand von 80 mm Wassersäule
auf und hatten einen Durchmesser von 7,9 mm und eine Länge von 20 mm.
Diese Filter waren hergestellt aus einem Kabel aus gekräuselten Cellulose-^-Acetatfäden mit einem Einzelfadentiter
von 2,1 Denier und Y-förmigem Fadenquerschnitt
Die Gesamtlänge der für die Tabellen 3 bis 8 verwendeten Zigaretten betrug 85 mm.
Die Abrauchung der Zigaretten nach den Tabellen 3 bis 7 erfolgte bis auf eine Stummellänge von 28 mm
(20 mm Filter und 8 mm Tabakrest) unter den bei Tabelle 2 angegebenen Bedingungen.
Abweichend davon sind die Resultate der Tabelle 8 mit einer nur 1 Zigarette fassenden Abraummaschine
mit Kondensatniederschlagung auf einem »Cambridge-Filter« gewonnen.
Die sonstigen Rauchbedingungen erfolgten ebenfalls nach Standard CORESTA.
Die gesamte Gasphase des Tabakrauchs, definitionsgemäß der das »Cambridge-Filter« passierende Tabakrauchanteil,
wurde im Sammelzylinder der Rauchmaschine aufgefangen und dann gaschromatographisch
analysiert
Die für die gaschromatographische Trennung der
Einzelsubstanzen verwendete Säule war 2 m lang und enthielt als Füllung von der Firma Varian bezogenes
Porapak Q.
Alle Filter enthielten die anorganischen Zusätze in einer Menge von 3 Gewichts-% und gleichmäßiger
Verteilung auf der Oberfläche iher Grundmaterialien, den Celluloseacetatfäden.
Auch aus den Tabellen 3 bis 8 ist zu ersehen, daß die
Verminderung der schädlichen Bestandteile im Tabakrauch nicht auf eine besonders hohe oder besonders
niedrige spezifische Oberfläche der eingebrachten Zusätze zurückzuführen ist sondern es ist wiederum der
Einsatz des erfindungsgemäßen Zusatzmittels, wodurch die besten Ergebnisse erreicht werden.
Ferner zeigt sich noch in der Tabelle 8, daß das besondere Zusatzmittel nach der vorliegenden Erfindung
nicht nur den Kondensatgehalt im Rauch in überragender Weise vermindert, sondern es werden vor
allem auch polare Bestandteile der organischen Gasphase des Tabakrauchs, beispielhaft seien hier
Acetaldehyd, Acetonitril und Acrolein genannt, unvorhersehbar
stark herabgesetzt
Anstelle des verwendeten Aluminiumoxidhydrats kann ohne Nachteil auch Aluminiumoxidmonohydrat
(AlOOH, Böhmit), kristallin (Gamma-Struktur), mit tiner mittleren Größe der Einzelteilchen von 100
Nanometer eingesetzt werden. Gleiches gilt, wenn man das beschriebene Calciumoxid durch Titandioxid, gefällt,
kristallin (Anatasmodifikation) mit einer mittleren Größe der Einzelteilchen von 300 Nanometer ersetzt
Schüttgewicht Spezifische (g/l) Oberfläche
(m2/g)
Wasserdampfaufnahme
(Gewichts-%)
bei 60% relativer
Luftfeuchtigkeit Teer (mg/g pyrolisierbare Substanz) und 20 C
(Gewichts-%)
bei 60% relativer
Luftfeuchtigkeit Teer (mg/g pyrolisierbare Substanz) und 20 C
II. Mischungen im Gewichtsverhältnis 1:1 aus
Naturtabak und Kunsttabak*)
a) MgCO3 28,2 CaCO3 28,2
Diatomeenerde 43,6
b) Aluminiumoxidhydrat (Aluminiumhydroxid), gefällt; kristallin
(Gamma-Struktur)
c) Siliciumdioxid (Kieselsäure), gefällt; amorph
d) Erfindungsgemäßes Gemisch aus b) und c) 50:50
e) Erfindungsgemäßes Gemisch aus b) und c) 30:70
198
667 275
425
122 120
102 80
*) Der Kunsttabak besteht aus 25,1 Gew.-% Carboxymethylcellulose, 9,1 Gew.-% Knochenleim, 1,4 Gew.-% Glyzerin, 0,6 Gew.-%
Knochenkohle und 63,8 Gew.-% anorganischem Zusatz.
Abrauch-Resultate von Zigaretten (ohne Filter) aus Naturtabak mit anorganischen Zusätzen von 10 Gewichtsprozent
| Zusatz (alle Mengenangaben in Gewichtsprozent) |
Kondensat (feucht) |
Wasser | 5,4 | Teer | Nikotin | Phenol |
| im Rauch | im Kondensat | 3,6 | im Teer | |||
| alle Werte in mg/Zigarette | 3,6 | |||||
| 31,7 | 5,0 | 26,3 | 1,60 | 0,169 | ||
| Ohne (als Vergleich) | 21,4 | 17,8 | 1,08 | 0,169 | ||
| a) Aluminiumoxidhydrat entsprechend Tabelle 1, b) |
2L7 | 18,1 | 1,14 | 0,142 | ||
| b) Siliciumdioxid entsprechend Tabelle 1, c) |
16,8 | 11,8 | 0,74 | 0,080 | ||
| c) Erfindungsgemäßes Gemisch | ||||||
aus a) und b) 50:50
9 10
Abrauch-Resultate von Filterzigaretten mit anorganischen Zusätzen von 3 Gewichtsprozent zum Filter
Zusatz: Pyrogene Metalloxide (alle Mengenangaben in Gewichtsprozent)
Schüttg (g/l) Filterwirksamkeit
| Spezifische | Waiiserdampf- | Nikotin- | Teer-Retention |
| Oberfläche | aufnahme | Retention (%) | (%) |
| (m2/g) | (Gew.-%) bei | ||
| 60% relativer | |||
| Luftfeuchtigkeit | |||
| und 20 C | |||
| 49 | 50 | ||
| 53 | 1.4 | 57 | 57 |
Ohne (als Vergleich)
1) Titandioxid, pyrogen; kristallin (teilweise Rutil-,
überwiegend Anatasmodifikation)
2) Siliciumdioxid (Kieselsäure), pyrogen; amorph
3) Erfindungsgemäßes Gemisch aus 1) und 2) 70:30
4) Erfindungsgemäßes Gemisch aus 1) und 2) 30:70
40
91
64
5) Aluminiumoxid, pyrogen; 60 kristallin (wenig Delta-, überwiegend Gamma-Struktur)
6) Erfindungsgemäßes 62 Gemisch aus 2) und 5) 50:50
7) dito 70: 30 62
8) dito 84:16 59
1,5
1,6
1,6
1,9
3,5
4,3
7,5
12,5
12,5
67 56
68 62
64
67 72
62
57
64 64
65
66 69
Abrauch-Resultate von Filterzigaretten mit anorganischen Zusätzen von 3 Gewichtsprozent zum Filter
Zusatz: Pyrogene und gefällte Metalloxide (alle Mengenangaben in Gewichtsprozent)
Schüttgewicht (g/l) Spezifische
Oberfläche
(m2/g)
Oberfläche
(m2/g)
Wasserdampfaufnahme
(Gew.-%) bei
60% relativer
Luftfeuchtigkeit
und 200C
(Gew.-%) bei
60% relativer
Luftfeuchtigkeit
und 200C
Filterwirksamkeit
Nikotin-Retention (%)
Teer-Retention
Ohne (als Vergleich)
2) entsprechend 40
9) Siliciumdioxid (Kiesel- 95 säure), gefällt; amorph
1,5
22,5
49
67
52
50 62
51
| I | Fortsetzung | Ohne (als Vergleich) | 26 58 479 | Wasserdampf aufnahme (Gew.-%) bei 60% relativer Luftfeuchtigkeit und 20 C |
12 | Ohne (als Vergleich) | Spezifische Oberfläche (m2/g) |
Wasserdampf aufnahme (Gew.-%) bei 60% relativer Luftfeuchtigkeit und 20X |
Filterwirksamkeit | Teer-Retention (%) |
| Zusatz: Pyrogene und gefällte Metalloxide (alle Mengenangaben in Gewichtsprozent) |
10) Erfindungsgemäßes 104 B Gemisch aus 2) und 9) 1 3o: 7o |
9) entsprechend 95 Tabelle 4, 9) |
Nikotin- Retention (%) |
|||||||
| Schüttgewicht (g/l) |
I 11) dito 50:50 79 | 6,7 | Filterwirksamkeit | 13) entsprechend 315 Tabelle 4,13) |
455 | 22,5 | 49 | 60 | ||
| § 12) dito 70:30 70 | Spezifische Oberfläche (m2/g) |
5,5 | Nikotin- Retention (%) |
17) Erfindungsgemäßes 198 Gemisch aus 9) und 13) 70:30 |
8 | 1,0 | 52 | 60 | ||
| i 13) Aluminiumoxidhydrat 315 (Aluminiumhydroxid), gefällt; kristallin (Gamma-Struktur) |
4,4 | 18) dito 84:16 108 | 275 | 3,5 | 56 | 63 | ||||
| 14) Erfindungsgemäßes 164 Gemisch aus 2) und 13) 30:70 |
312 | 1,0 | 63 | 19) dito 80:20 113 | 420 | 4,4 | 60 | 57 | ||
| 15) dito 50:50 100 | 288 | 1,7 | 66 | 405 | 3,6 | 64 | 61 | |||
| 16) dito 80:20 68 | 246 | 1,8 | 69 | 65 | 62 | |||||
| Tabelle 5 | 8 | 1,7 | 56 | 66 | ||||||
| 49 | 62 | |||||||||
| 106 | 64 | Filter | ||||||||
| 176 | 71 | |||||||||
| Teer-Retention (%) |
||||||||||
| Abrauch-Resultate von Filterzigaretten mit anorganischen Zusätzen von 3 Gewichtsprozent zum | 50 | |||||||||
| Zusatz: Gefällte Metalloxide (alle Mengenangaben in Gewichtsprozent) |
51 | |||||||||
| Schüttgewicht (g/l) |
57 | |||||||||
| 58 | ||||||||||
| 59 | ||||||||||
| 61 |
13 14
Abrauch-Resultate von Filterzigaretten mit anorganischen Zusätzen von 3 Gewichtsprozent zum Filter
Zusatz: Gefällte und calcinierte Metalloxide (alle Mengenangaben in Gewichtsprozent)
Filierwirksamkeit
| Schüttgewicht | Spezifische | Wasserdampf | Nikotin- | Teer-Retention |
| (g/1) | Oberfläche | aufnahme | Retention (%) | (%) |
| (mVg) | (Gew.-%) bei | |||
| 60% relativer | ||||
| Luftfeuchtigkeit | ||||
| und 20 C | ||||
| 49 | 50 | |||
| 95 | 455 | 22.5 | 52 | 51 |
Ohne (als Vergleich)
9) entsprechend
Tabelle 4, 9)
Tabelle 4, 9)
20) Magnesiumoxid,
calciniert; kristallin (kubisch)
calciniert; kristallin (kubisch)
21) Erfindungsgemäßes Gemisch aus 9) und 20) 70:30
303
435
22) Calciumoxid, calciniert; 455 kristallin (kubisch)
23) Erfindungsgemäßes Gemisch aus 9) und 22) 80:20
90
34 308
3,5 324
10,5
18,4
39,4
52
62
62
53
54
62
Abrauch-Resultate von Filterzigaretten mit anorganischen Zusätzen von 3 Gewichtsprozent zum Filter
(alle Mengenangaben in Gewichtsprozent)
Schüttgewicht Spezifische (g/l) Oberfläche
(m2/g)
aufnahme Retention (%) (%)
(Gew.-%) bei
60% relativer
und 20 C
Ohne (als Vergleich)
20) entsprechend 303
Tabelle 6, 20)
24) Aluminiumoxid, 354 calciniert; kristallin
(Gamma-Struktur)
25) Erfindungsgemäßes 208 Gemisch aus 20) und 24) 30:70
34 215
231
10,9 49 52
51 57
50 53
51 60
15 ί6
Zusatz
(alle Mengenangaben in
Filterwirksamkeit Partikelphase
Nikotin-Retention (%) Gasphase
(%) Retention (%) Retention (%) Retention (%)
Siliciumdioxid, pyrogen, 67 entsprechend Tabelle 3, 2) Aluminiumoxid, pyrogen, 62
entsprechend Tabelle 3, 5)
Gemisch aus 2) und 5) 84:16 entsprechend
Tabelle 3, 8)
Pyrogene und gefällte Metalloxide:
Siliciumdioxid, pyrogen, 67 entsprechend Tabelle 3, 2)
gefällt, entsprechend Tabelle 4, 13)
Gemisch aus 2) und 13) 80:20 entsprechend
Tabelle 4, 16)
entsprechend Tabelle 4, 9)
gefällt, entsprechend Tabelle 4, 13)
Gemisch aus 9) und 13) 80:20 entsprechend
Tabelle 5, 19)
50
| 62 | 4 | 0 | 0 |
| 64 | 1 | 0 | 1 |
| 69 | 20 | 32 | 22 |
62
57
66
51
61 4
0
0
21
6
0
0
15
0
4
4
15
4
4
0 0
25
25 0
23
Nachdem die Wirkung der einzelnen Metalloxide, -oxidhydrate und der erfindungsgemäßen Gemische
bekannt ist, ist es naheliegend, solche Gemische auch miteinander und/oder mit anderen Einzelkomponenten
im Sinne der Erfindung zu kombinieren.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile gegenüber dem Stand der Technik sind insbesondere darin zu
sehen, daß die Kombination von geeigneten hochdispersen Metalloxiden und/oder Metalloxidhydraten in der
erfindungsgemäßen Weise zu einem Zusatzmittel für Rauchtabakprodukte und deren Filterelemente führt,
welches besser zu handhaben ist, wodurch eine gleichmäßigere Verteilung auf oder in den Grundmaterialien
der Rauchtabakprodukte und der Filter möglich wird.
Dabei zeigt das erfindungsgemäße Zusatzmittel überragende Eigenschaften zur Verminderung schädlicher
Bestandteile des Tabakrauchs.
030 145/240
Claims (1)
- Patentanspruch:Zusatzmittel für Rauchtabakprodukte und deren Filterelemente, das aus verschiedenen Metalloxiden und/oder Metalloxidhydraten mit großer spezifischer Oberfläche besteht, dadurch gekennzeichnet, daß es durch gemeinsames Eintragen verschiedener hochdispeiser Metalloxide und/oder Metalloxidhydrate des Aluminiums und/oder Calciums und/oder Magnesiums und/oder Siliciumsund/oder Titans in eine grcße Menge einer intensiv bewegten, leichtsiedenden Flüssigkeit oder Flüssigkeitsmischung, die keine Lösungsmittel für die hochdispersen Metalloxide und/oder Metalloxidhydrate darstellen, und anschließend vollständiges Entfernen der Flüssigkeit oder des Flüssigkeitsgemisches erhalten worden ist
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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Owner name: RHONE-POULENC RHODIA AG, 7800 FREIBURG, DE |
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