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DE2657012A1 - Galvanisches chrombad - Google Patents

Galvanisches chrombad

Info

Publication number
DE2657012A1
DE2657012A1 DE19762657012 DE2657012A DE2657012A1 DE 2657012 A1 DE2657012 A1 DE 2657012A1 DE 19762657012 DE19762657012 DE 19762657012 DE 2657012 A DE2657012 A DE 2657012A DE 2657012 A1 DE2657012 A1 DE 2657012A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
chromium
manganese
bath
nickel
Prior art date
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Granted
Application number
DE19762657012
Other languages
English (en)
Other versions
DE2657012C2 (de
Inventor
Jeffrey Gyllenspetz
Stanley Renton
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Solvay Solutions UK Ltd
Original Assignee
Albright and Wilson Ltd
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Filing date
Publication date
Priority claimed from GB7595/76A external-priority patent/GB1544833A/en
Application filed by Albright and Wilson Ltd filed Critical Albright and Wilson Ltd
Publication of DE2657012A1 publication Critical patent/DE2657012A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2657012C2 publication Critical patent/DE2657012C2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D3/00Electroplating: Baths therefor
    • C25D3/02Electroplating: Baths therefor from solutions
    • C25D3/04Electroplating: Baths therefor from solutions of chromium
    • C25D3/06Electroplating: Baths therefor from solutions of chromium from solutions of trivalent chromium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electroplating And Plating Baths Therefor (AREA)

Description

  • Galvanisches Chrombad
  • Die Erfindung betrifft die galvanische Verchromung. Insbesondere betrifft die Erfindung die Elektroplattierung aus wäßrigen galvanischen Bädern, die dreiwertiges Chrom enthalten.
  • Der potenzielle Wert von Lösungen, die dreiwertiges Chrom als Elektrolyt für die galvanische Chromabscheidung enthalten, ist seit vielen Jahren bereits erkannt worden. Es wurde jedoch durch praktische Anwendungsschwierigkeiten bis vor kurzem noch die wirtschaftliche Einführung von solchen galvanischen Verchromungssystemen für dekorative Zwecke verhindert, welche auf dreiwertigem Chrom basieren. Alle handelsüblichen Verfahren zur dekorativen galvanischen Verchromung basierten auf sechswertigem Chrom, was einige sehr ernste Nachteile besitzt. Es wurden jedoch kUrzlich einige bedeutsame Fortschritte hinsichtlich der Anwendung von galvanischen Zubereitungen mit dreiwertigem Chrom gemacht, insbesondere bezüglich einer Zubereitung, die in der USA-Patentschrift 3 954 574 beschrieben ist und einen erheblichen wirtschaftlichen Erfolg hatte.
  • In der Praxis kann das dekorative Aussehen von Niederschlägen, die aus galvanischen Bädern mit dreiwertigem Chrom erhalten worden sind, gelegentlich durch bestimmte Fehler, wie Streifigkeit, Schleierbildung oder Bandbildung bei bestimmten Stromdichten verdorben werden. In der belgischen Patentschrift 843 718 wurden bestimmte Fehler beschrieben, welche, wie gefunden wurde, auf die Gegenwart von Metall spuren, wie solchen von Eisen, Kupfer, Zink und Nickel im Elektrolyt zurückzuführen sind.
  • Es wurde nun gefunden, daß selbst dann, wenn diese Metalle praktisch aus dem Elektrolyt eliminiert sind, eine leichte graustichige Verfärbung der Chromniederschläge bei hohen Stromdichten beobachtet-wird. Uberraschenderweise wurde gefunden, daß unter diesen Umständen verbesserte Chromabscheidungen erhalten werden können, wenn die Lösung sehr kleine Spuren bestimmter Metalle innerhalb eines bestimmten Konzentrationsbereichs enthält.
  • Die Erfindung betrifft daher ein galvanisches Chrombad mit dreiwertigem Chrom, das neben üblichen Zusätzen 30 bis 150 ppm (Teile je Million Teile) Metall, ausgewählt aus der Gruppe Eisen, Kobalt, Nickel und Mangan, enthält. Das galvanische Chrombad, enthaltend dreiwertiges Chrom, ist vorzugsweise ein solches, das wenigstens einen wasserlöslichen Komplex mit dreiwertigem Chrom enthält, welcher in der Lage ist, metallisches Chrom galvanisch abzuscheiden. Besonders bevorzugt sind Komplexe, die Carboxylate und Halogenide enthalten. Derartige Komplexe können vorgebildet oder in situ im Bad gebildet sein. Besonders bevorzugt sind solche Bäder, die ein dreiwertiges Chromsalz, ein Formiat, ein Bromid und Ammonium enthalten, wie es in der USA-Patentschrift 3 954 574 beschrieben ist.
  • Alternativ und weniger bevorzugt können die Bäder derart beschaffen sein, daß sie einen vorgebildeten Komplex mit dreiwertigem Chrom enthalten, wobei weitere Bestandteile Glykolsäure oder Oxalsäure und ein Halogenid, wie ein Bromid, Fluorid oder vorzugsweise Chlorid sind, wie dies im wesentlichen in den USA-Patentschriften 3 706 639, 3 706 640, 3 706 641 und 3 729 392 beschrieben ist, oder es handelt sich um ein Bad des gleichen Typs, welches zusätzlich Ammonium enthält. Vorzugsweise enthalten die erfindungsgemäßen Bäder ein Borat, wie Natriumborat oder Borsäure, ein Chlorid und/oder Sulfat und ein Alkalimetall, wie Natrium oder Kalium Üblicherweise enthalten solche Bäder auch ein Netzmittel. Bäder gemäß der Erfindung sind vorzugsweise im wesentlichen frei von sechswertigem Chrom. Üblicherweise haben sie einen pH-Wert zwischen 1 und 4.
  • Wenn Lösungen gemäß der USA-Patentschrift 3 954 574 verwendet werden, kann die Lösung Bromidionen, Formiat-oder Acetationen sowie irgendein Boration enthalten, welche als einzige Anionenart vorliegen können. Solche Lösungen sind jedoch unzweckmäßigerweise ziemlich aufwendig. Daher enthält die Lösung vorzugsweise nur soviel Bromid, daß praktisch die Bildung von sechswertigem Chrom unterbunden wird, eine ausreichende Menge Formiat, daß das Chrom im Komplex gehalten wird und eine ausreichende Menge Borat, daß eine Pufferwirkung erzielt wird, wobei der Rest der Anionen dazu benötigt wird, den Kationengehalt der Lösung zu kompensieren, wobei diese Anionen preiswerter sein können, wie dies bei Chloriden und/oder Sulfaten der Fall ist.
  • Z.B. enthält die Lösung ggf. und vorzugsweise Halogenidionen zusätzlich zu Bromidionen, wie Fluorid oder vorzugsweise Chloridionen. Die Gesamtmenge Halogenid einschließlich Bromid und ggf. vorliegendem Jodid sowie irgendwelchem Fluorid und/oder Chlorid kann ggf. ausreichen, zusammen mit dem Formiatgehalt und eventuellem Boratgehalt praktisch den gesamten Anionengehalt der Lösung darzustellen.
  • Dieser Anionengehalt wird durch die Zahl der Kationenäquivalente (einschließlich des Wasserstoffions) bestimmt und liegt üblicherweise bei 4- bis 6-molar. Gemäß einer anderen Ausführungsform, die bevorzugt ist, können zusätzlich Sulfationen vorhanden sein. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung liegt das Sulfat in einer kleineren Menge, bezogen auf Halogenid, vor, z.B. in Form einer kleineren Menge, bezogen auf Chlorid und/oder Fluorid. Gemäß einer Alternative kann das Sulfat einen größeren Mengenanteil der anorganischen Ionen darstellen und kann, obwohl weniger bevorzugt, an Stelle von Chlorid und Fluorid vorhanden sein. Vorzugsweise enthält die Lösung auch Alkalimetallionen, die gewöhnlich in Form von Kationen der leitfähigen Salze und/oder einem Teil oder der Gesamtmenge der Salze, die zur Einführung der Anionenart dienen, vorliegen, wobei diese Alkalimetalle vorzugsweise Natrium oder Kalium sind. Die Lösung kann ebenfalls Erdalkalimetalle, wie Calcium oder Magnesium, enthalten.
  • Die erfindungsgemäßen Lösungen können zusätzlich kleinere, aber verträgliche Mengen weiterer Zusätze enthalten, wie Netzmittel (z.B. Alkalimetall-alkylbenzolsulfonate) oder Mittel zur Verhütung der Schaumbildung, die üblicherweise bei der galvanischen Metallabscheidung verwendet werden.
  • Die neuen Lösungen gemäß der Erfindung können daher die folgenden Stoffarten enthalten: A. Dreiwertiges Chrom Dies ist ein wesentlicher Bestandteil aller erfindungsgemäßer Lösungen. Mengen von weniger als 0,1-molar oder über 1,2-molar an dreiwertigem Chrom ergeben einen erheblichen Verlust der Deckkraft, und die Konzentration wird vorzugsweise innerhalb dieser Grenzen aufrechterhalten und liegt am meisten bevorzugt zwischen 0,2- und 0,6-molar. Vorzugsweise ist die Lösung praktisch frei von sechswertigem Chrom, und vorzugsweise ist das Chrom in der Lösung praktisch insgesamt als dreiwertiges Chrom vorhanden, bevor galvanisch verchromt wird.
  • B. Bromide Der Bromidbestandteil wird stark bevorzugt. Die Bromidkonzentration sollte vorzugsweise oberhalb 0,01-molar gehalten werden, um die Bildung von sechswertigem Chrom zu verhindern sowie zu verhüten, daß die Verchromungsgeschwindigkeit verringert wird. Die maximale Konzentration ist nicht kritisch, liegt jedoch üblicherweise unter 4-molar und vorzugsweise unter 1-molar. Bei einer wirtschaftlichen und wirksamen Arbeitsweise wird gewöhnlich eine Konzentration an Bromid zwischen 0,05- und 0,5-molar benötigt. Der bevorzugte Bereich liegt bei 0,05- bis 0,3-molar. Die besten Ergebnisse werden erhalten, wenn die Bromidkonzentration größer als 0,1-molar ist. Jodid arbeitet in ähnlicher Weise wie Bromid, ergibt jedoch den Nachteil, daß freies Jod, das während der Verchromung gebildet werden würde, lediglich in einer Menge von 0,03 Gew.-% in Wasser löslich ist, verglichen mit 4 Gew.-% bei Brom. Folglich führen Versuche, Jodid an Stelle von Bromid zu verwenden, zu nicht annehmbaren Niederschlägen von Jod. Jodid ist außerdem zu teuer, um es wirtschaftlich an Stelle von Bromid einzusetzen. Es ist jedoch im Prinzip möglich, eine kleinere Menge des Bromids durch Jodid zu ersetzen, weshalb die Bezugnahme auf Bromid nicht Bromid ausschließt, das Spuren von Jodid enthält.
  • C. Carboxylate Die Carboxylate sind stark bevorzugte Bestandteile der erfindungsgemäßen Bäder, wobei Formiate am meisten bevorzugt sind. Üblicherweise sollte das Mengenverhältnis von Formiat zu Chrom 3 : 1 auf Molbasis nicht übersteigen, um nicht akzeptable starke Niederschläge des entsprechenden Chromsalzes zu vermeiden. Wenn das Mengenverhältnis unterhalb 0,5 : 1 liegt, ist die Deckkraft des Metallüberzugs unzweckmäßig vermindert. Vorzugsweise beträgt das Mengenverhältnis Formiat zu Chrom zwischen 2 : 1 und 1 : 1.
  • Acetat arbeitet in ähnlicher Weise wie Formiat, ergibt jedoch eine sehr viel geringere Verchromungsgeschwindigkeit. Zur Verhütung der Ansammlung von freiem Halogen ist Acetat alleine nicht so wirksam wie Formiat. Es ist jedoch möglich, Acetat als teilweisen Ersatz für Formiat bis zu etwa ein Drittel der Gesamtmenge Carbonsäure zu verwenden, ohne daß sich eine ernsthaft nachteilige Wirkung einstellt.
  • Lösungen, die mehr als ein Drittel der gesamten Carbonsäure enthalten, sind gegenüber Lösungen, die alleine auf Formiat basieren, nicht in der Praxis wettbewerbsfähig, obowhl sie solchen Elektrolyten des Standes der Technik noch überlegen sind. Andere weniger bevorzugte Carboxylate umfassen Glykolsäure, Oxalsäure und auch, wenn auch weniger bevorzugt, andere Mono-, Di-, Poly-, Hydroxy- und Aldehyd-Carbonsäuren, welche in Wasser löslich sind und nicht mehr als 10 Kohlenstoffatome besitzen. Beispiele hierfür sind Zitronensäure, Weinsäure, Glyoxalsäure, Maleinsäure, Bernsteinsäure und Malonsäure.
  • D. Anorganische anionische Komplexierungsmittel Es ist möglich, wenn auch weniger bevorzugt, wenigstens einen Teil des als Komplexierungsmittel wirkenden Carboxylats durch ein anorganisches anionisches Komplexierungsmittel für Chrom, wie Hypophosphat, zu ersetzen.
  • E. Ammoniak Die Gegenwart von Ammoniumionen ist erfindungsgemäß stark bevorzugt. Im allgemeinen gilt, daß bei einer Ammoniumkonzentration unter 0,1-molar das Risiko der Bildung von sechswertigem Chrom besteht. Die obere Grenze ist nicht kritisch, und Ammonium kann in Mengen bis zur Sättigung vorliegen, d.h. etwa 4-molar. Vorzugsweise liegt Ammonium in einer Konzentration von wenigstens 0,2-molar vor, am meisten bevorzugt 1- bis 3-molar. Diese höheren Konzentrationen sind deshalb zweckmäßig, weil Chromniederschläge dunkler werden, wenn die Ammoniumkonzentrationen sich dem Minimum nähern, und auch deshalb, weil die Gegenwart von Ammonium dazu beiträgt, den Verbrauch von Formiat zu reduzieren. Sowohl Ammonium wie Formiat tragen dazu bei, das Aufbauen von freiem Brom zu verhüten, jedoch ist bei höheren Ammoniumkonzentrationen die Menge Ammoniumion, die in dieser Reaktion oxidiert wird, größer, was zu Ersparnissen bei dem teureren Formiat führt. Es ist auch möglich, obwohl nicht bevorzugt, innerhalb des Rahmens der Erfindung einige substituierte Ammoniumverbindungen in der Lösung zu verwenden, wie Hydroxylamin, Hydrazoniumsalze oder Alkylammoniumsalze. In Abwesenheit von Ammoniumionen als solchen ergeben diese Verbindungen gewöhnlich jedoch keine angemessene Deckkraft. Vorzugsweise sind Arylammoniumionen oder heterocyclische Ionen, wie Pyridiniumionen, nicht vorhanden, da diese dazu neigen, die Abscheidung von Chrom zu inhibieren.
  • F. Borat Obwohl es möglich ist, Chrom aus Lösungen gemäß der Erfindung, die kein Borat enthalten, galvanisch abzuscheiden, war es nicht möglich, voll zufriedenstellende Resultate in der Praxis zu erzielen, wenn Borat abwesend war. Konzentrationen unter 0,1-molar ergeben eine unerwünscht geringe Deckkraft. Die Obergrenze ist nicht kritisch und wird nur durch die Löslichkeit von Borat in dem System bestimmt. Allgemein wird jedoch bevorzugt, 0,5-bis 1-molar Borat einzusetzen. Die Funktion des Borats ist nicht recht durchschaubar. Der günstige Einfluß von Borat kann teilweise der Pufferwirkung zugeschrieben werden. Jedoch sind andere Puffersalze, wie Phosphate und Citrate, anscheinend relativ unwirksam.
  • G. Leitsalze Die Verwendung von Leitsalzen geschieht ggf., ist aber allgemein bevorzugt. Die Konzentration dieser Salze ist nicht kritisch und kann zwischen 0- und etwa 6-molar, je nach Löslichkeit, schwanken. Vorzugsweise liegen die Salze in Mengen zwischen 0,5- und 5-molar, z.B. 1- bis 4-molar, vor. Leitsalz ist ein Ausdruck, der bei der galvanischen Metallabscheidung verwendet wird, um bestimmte leicht ionisierbare Salze zu bezeichnen, die zu Plattierbädern zugefügt werden können, um ihre elektrische Leitfähigkeit zu erhöhen und somit die Strommenge, die im Bad verstreut wird, zu vermindern. In typischer Weise sind solche Leitsalze Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalze starker Säuren, die in der Lösung löslich sind. Sie sollten eine Dissoziationskonstante wenigstens gleich 10 2 haben. Typische Beispiele sind die Chloride und Sulfate von Natrium und Kalium.
  • H. Wasserstoffionen Die besten Ergebnisse werden erhalten, wenn das Bad etwas sauer ist. Bei niedrigen pH-Werten (unter 2) tritt ein gewisser Verlust an Deckkraft auf, was unterhalb einem pH-Wert 1 nicht mehr akzeptabel ist. Wenn der pH-Wert oberhalb 4 liegt, ist die Verchromungsgeschwindigkeit unerwünscht langsam. Ein optimaler pH-Wert liegt zwischen 2 und 3,5.
  • 1. Chlorid und/oder Fluorid Das Vorhandensein dieser Ionen ist zweckmäßig, aber wenigstens im Fall von Chlorid bevorzugt. Die Menge ist jedoch nicht kritisch. Sie kann von 0 bis zum Maximum, das durch Löslichkeitsüberlegungen noch statthaft ist, schwanken.
  • Chlorid wird allgemein in das Bad in Form des Anions des Leitsalzes (z.B. als Natriumchlorid) eingeführt oder als Ammoniumchlorid, was zweckmäßig zur Einführung des ebenfalls benötigten Ammoniumions ist, oder als Chrom chlorid, das ggf. wenigstens teilweise zur Ausstattung des Bads mit dreiwertigem Chrom verwendet wird, und/oder in Form von Salzsäure, was zweckmäßig zur Einstellung des pH-Wertes des Bades ist. Vorzugsweise beträgt der Chloridgehalt mindestens 1-molar, z.B. 1,5- bis 5-molar.
  • Ein besonders zweckmäßiger Bereich ist 2- bis 3,5-molar.
  • J. Sulfat Dieses Ion ist zweckmäßig, aber als Bestandteil.bevorzugt.
  • Die Sulfatmenge ist nicht kritisch und kann, ähnlich derjenigen des Chlorids, zwischen 0 und maximaler Menge schwanken, welche noch mit der Lösung verträglich ist. In einer Art von Bad ist die Sulfatmenge geringer als die Gesamtchloridmenge. Bei einem anderen Bad ist jedoch die Sulfatmenge größer als die Menge Halogenid und kann im Bad als überwiegendes Anion vorliegen. Ähnlich wie das Chlorid kann das Sulfat in das Bad als Anion des Leitsalzes oder in Form von Ammonium- oder Chrom-III-Salz oder als Schwefelsäure eingeführt werden. Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Sulfat als Chromquelle in Form von Chrombeizlaugen, die aus basischem Chromsulfat bestehen, und in Form eines im Handel erhältlichen Nebenprodukts besonders zweckmäßig und eine billige Quelle von dreiwertigem Chrom sind. Typische Sulfatkonzentrationen können zwischen 0-und 5-molar, vorzugsweise 0,5- bis 4-molar, z.B. 0,6-bis 3-molar, und am meisten bevorzugt 0,6- bis 1,2-molar sein. Vorzugsweise sind die kombinierten Konzentrationen an Chlorid und Sulfat wenigstens 1-molar, z.B. wenigstens 2-molar und am meisten bevorzugt 2,5- bis 4-molar.
  • K. Gemeinsam abscheidbare Metalle Diese gemeinsam mit Chrom abscheidbaren Metalle sind wesentliche Bestandteile des Bades im Falle von Eisen, Kobalt, Nickel und Mangan. Die letztgenannten sind in dem Bad in einer Konzentration von 30 bis 150 ppm insgesamt vorhanden. Sie werden gewöhnlich in Form ihrer löslichen Chloride oder Sulfate eingesetzt. Andere mit dem Chrom abscheidbare Metalle, wie Kupfer, Zink und Blei, sind vorzugsweise in Mengen von weniger als jeweils 20 ppm und vorzugsweise von insgesamt weniger als 30 ppm vorhanden.
  • L. Nicht zusammen mit Chrom abscheidbare Metalle Diese Metalle sind ggf., aber bevorzugt vorhanden. Es ist insbesondere bevorzugt, Alkalimetalle und insbesondere Natrium und/oder Kalium im Bad in einer Menge von wenigstens 0,5-molar bis 4- oder 5-molar, je nach Löslichkeit, vorzusehen. Die Gegenwart von Natrium und/oder Kalium trägt dazu bei, die Leitfähigkeit der Lösung zu erhöhen und auch die Glanzdichte zu verbessern. Gewöhnlich werden Natrium und/oder Kalium in einer Menge von etwa 2-molar zu Beginn zugegeben, jedoch besteht eine Neigung, daß sich diese Metalle während der Verwendung des Bades ansammeln, so daß die Konzentration bis zum Sättigungswert ansteigt. Andere Alkalimetalle, wie Lithium, Erdalkalimetalle, wie Calcium oder Magnesium, oder andere Metallionen, die nicht aus der Lösung mit dem Chrom zusammen ausfallen, können ebenfalls anwesend sein. Die Menge derartiger Metalle kann innerhalb sehr weiter Grenzen schwanken, sofern sie nicht in Gegenwart der anderen Bestandteile ausfallen. Sie sind allgemein in Form des Kations des Leitsalzes oder des Borats, Formiats und/oder Bromidsalzes vorhanden, welche verwendet werden, um diese Anionenart in der Lösung vorzusehen.
  • M. Oberflächenaktive Mittel Diese liegen ggf., aber vorzugsweise in wirksamen und verträglichen Mengen vor. Netzmittel und Schaumverhütungsmittel werden in der gesamten Technologie der galvanischen Plattierung verwendet,und dem Fachmann sind viele geeignete Beispiele bekannt. Es kann jedes Netzmittel, das üblicherweise beim Plattieren mit sechswertigem Chrom verwendet wird, erfindungsgemäß verwendet werden. Da jedoch die Lösungen gemäß der Erfindung wesentlich weniger Oxidationskraft als Lösungen mit sechswertigem Chrom aufweisen, ist es möglich und-bevorzugt, die billigeren Netzmittel anzuwenden, die üblicherweise bei den weniger aggressiven Plattierlösungen verwendet werden. Eine prinzipielle Beschränkung der Wirksamkeit der Netzmittel ergibt sich aus der Gegenwart von freiem Brom in der Lösung. Oberflächenaktive Mittel, die leicht bromiert werden, werden daher nicht empfohlen, wie z.B.
  • die meisten nichtionischen oberflächenaktiven Mittel.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten oberflächenaktiven Mittel sind typischerweise kationische Netzmittel, wie solche gemäß der britischen Patentschrift 1 368 749 oder vorzugsweise anionisch, wie die Sulfosuccinate, Alkylbenzolsulfonate mit 8 bis 20 aliphatischen Kohlenstoffatomen, wie Natriumdodecylbenzolsulfonat, Alkylsulfate mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen, wie Natriumlaurylsulfat und Alkyläthersulfate, wie Natriumlaurylpolyäthoxysulfate.
  • Wenn. die Lösung unerwünschte Neigung zur Schaumbildung zeigt, ist es ggf. auch möglich, verträgliche Antischaummittel mit zu verwenden, z.B. Fettalkohole, wie Acetylalkohol. Die Wahl der oberflächenaktiven Mittel zur Verwendung in der erfindungsgemäßen Lösung ist Routinearbeit innerhalb der gewöhnlichen Fähigkeiten des Fachmanns. Die verwendete Menge Netzmittel entspricht der normalen Praxis und beträgt z.B. 0,1 bis 10 Teile je 1000 Teile.
  • Es ist bevorzugt, daß die erfindungsgemäßen Lösungen im wesentlichen aus den vorgenannten Bestandteilen bestehen sollen. Es wird jedoch nicht ausgeschlossen, daß kleinere Mengen anderer Stoffe vorhanden sind, die mit den Lösungen verträglich sind und die Plattiereigenschaften nicht im wesentlichen Ausmaß beeinträchtigen. Es ist allgemein bevorzugt, daß Nitrationen im wesentlichen nicht vorliegen, da diese zur Abscheidung von Chrom führen. Auch ist vorzugsweise kein Sulfition vorhanden, da dieses schleierartige Abscheidungen in mehr als nur kleinen Mengen verursachen kann. Andere Bestandteile organischer oder anorganischer Art, die nicht die Chromebscheidung verhindern oder die Deckkraft nicht wesentlich reduzieren oder unannehmbare Schwierigkeiten bezüglich der Toxizität schaffen, können ggf. vorhanden sein. Ob eine bestimmte Stoffart in der Lösung geduldet werden kann, kann routinemäßig durch einfache Versuche bestimmt werden.
  • Gemäß der Erfindung sind die Bäder vorzugsweise derart hergestellt, wie sie in den vorher genannten Patentschriften beschrieben sind, umfassen jedoch zusätzlich 30 bis 150 ppm der Metalle Eisen, Kobalt, Nickel oder Mangan in der Lösung. Vorzugsweise besteht das Zusatzmetall aus Eisen oder Nickel und ist am meisten bevorzugt das Ferriion. Zweckmäßig wird eine ausreichende Menge eines entsprechenden Salzes, z.B. Ferrichlorid oder vorzugsweise Ferrisulfat zum Bad in jeder zweckmäßigen Stufe von dessen Herstellung zugefügt. Alternativ kann das Eisengemisch mit jedem der anderen Bestandteile des Bades zugesetzt werden. Es ist beispielsweise möglich, eine Quelle von einer der anderen Badkomponenten auszuwählen, wie das Chromsulfat, welches Eisen als Verunreinigung enthält, in ausreichender Menge, um die notwendige Konzentration im Bad hervorzubringen. Vorzugsweise wird bei der Ergänzung des verbrauchten Bades Eisen, Kobalt, Nickel oder Mangan in den Auffrischzugaben in einer Menge zugegeben, die ausreicht, um die Konzentration innerhalb der genannten Grenzen zu halten. Vorzugsweise beträgt die Konzentration 40 bis 100 nnm, z.3. 0 ppm. Wenn dt, Konzentration von Eisen, Kobalt. Nickel oder Mangan di genannten Grenzen stark überschreitet, wobei sich Plattierfehler ergeben, kann sie durch Zugabe eines Hexacyanoferrats. z.B. wie dies in der belgischen Patentschrift 843 718 beschrieben ist, reduziert werden, wobei sicherzustellen ist, daß nach der Behandlung din Konzentration der genannten Metalle wieder nach Erfordernis eingestellt wird, um sie in die erfindungsgemäß charakteristischen Konzentrationsbereiche zu bringen.
  • Die Erfindung wird durch die folgenden Beisniele näher erläutert.
  • Beispiel 1 Es wurde eine galvanische Verchromungslösung hergestellt, die ?O g/l Chrom in Form eines handelsüblichen Chrom-III-Sulfats und 32 g/l Ameisensäure enthielt. Die anderen Bestandteile waren 75 g/l Kaliumchlorid, 50 g/l Borsäure, 10 g/:l Ammoniumbromid und 90 g/l Ammoniumchlorid gemäß der US-PS 3 954 574. Nach der Herstellung und Chromabscheidung bei 0,5 Ampere je Liter über 60 Minuten wurde iii der Hull-Zelle eine Platte mit der Lösung bei 10 Ampere 3 Minuten beschichtet. Bei Stromdichten oberhalb 400 ASF konnten graue Bänder entdeckt werden. Die Analyse der Lösung auf Spurenelemente zeigte 15 ppm Eisen, 10 ppm Nickel und 1 bis 2 ppm Kupfer und Zink. Diese Metalle entstammten Spuren, die in den handelsüblichen übrigen Bestandteilen vorlagen.
  • Es wurden nunmehr 25 ppm Eisen in Form von Eisen-III-chlorid (FeCl3.6H3O), d.h. in einer Menge von 0,120 g/l, zugegeben und die Lösung erneut in der Hull-Zelle zum Verchromen verwendet. Die grauen Bäder auf dem Chrom niederschlag waren verschwunden, und es wurde eine saubere Platte ohne Bänder erhalten. Die schließlich vorgenommene Analyse der Lösung' zeigte, daß 40 ppm Eisen, 10 ppm Nickel und 5 ppm Kupfer plus Zink vorhanden waren.
  • Beispiel 2 Es wurde eine Arbeitslösung wie oben hergestellt und zur Herstellung von Chromglanzüberzügen verwendet. Sie wurde mi.t Nickel. und Eisen verunreinigt, was zu einer fehlerhaften Plattierung führte. Die Analyse der Lösung zeigte, daß 110 ppm Eisen, 150 ppm Nickel, 25 ppm Zink und 5 Kupfer vorhanden waren, Danach wtirde die Lösung mit Kaliumferrocyanid (K4Fe(CN)6) in einer Menge von 1 m1/l einer 20 gew.-%igen Lösung je 50 nFm Metalle, also in einer Menge von 6 ml/l, verwendet. Nach einer gewissen Reektionszeit wurden die niedergeschlagenen Metalle abfiltriert und die Lösung erneut analysiert. Es wurden 20 rpm in, 15 ppm Nickel gefunden, was praktisch eine vollständige Metallentfernung bedeutet. Der Plattierungsversuch in einer Hull-Zelle zeigte auf dem verchromten Blech eine Spur von grauen Bändern, die sich bei hohen Stromdichten zu entwickeln begannen,und das Arbeitsstück, das im Elektrolyt verchromt worden war, zeigte ein schwach graues Aussehen bei Spitzen hoher Stromdichte. Es wurden zum Elektrolyt ten 25 ppm Eisen (als FeCl3.6H20) zugefügt, wonach die grauen Bänder und die grauen Markierungen auf dem Werkstück sofort verschwanden. Die Konzentration von (Nickel + Eisen) wurde in einem Konzentrationsbereich von 40 bis 100 ppm gehalten durch nachfolgende geeignete Zugabe von Eisen zu den Auffrischlösungen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche Galvanisches Chrombad, enthaltend in wäßriger Lösung einen Komplex von dreiwertigem Chrom neben anderen üblichen Zusätzen für dekorative Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß es außerdem 30 bis 150 Teile je Million Teile Eisen, Kobalt, Nickel und/oder Mangan enthält.
  2. 2. Chrombad nach Anspruch 1, enthaltend als übliche Bestandteile neben dreiwertigem Chrom Formiat und/oder dessen Gemisch mit Acetat, Bromid, Borat, Sulfat und/oder Chlorid, Natrium- und/oder Kaliumionen, Ammoniumionen und ein oberflächenaktives Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß es 30 bis 150 Teile je Million Teile Eisen, Kobalt, Nickel oder Mangan enthält.
  3. 3. Verfahren zum Auffrischen eines galvanischen Chrombads mit dreiwertigem Chrom nach einem der Ansprüche 1 oder 2 durch Zugabe entsprechender Salze, dadurch gekennzeichnet, daß man eine solche Menge eines Salzes von Eisen, Kobalt, Nickel oder Mangan, insbesondere Eisen-III-chlorid oder Eisen-III-sulfat, zum Bad zusetzt, daß eine Konzentration zwischen 30 und 150 Teilen je Million Teile der genannten Metalle im Bad erhalten wird.
  4. 4. Verfahren zur Aufarbeitung eines galvanischen Chrombades, enthaltend dreiwertiges Chrom sowie einen Überschuß von Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer, Zink und/oder Mangan durch Zusetzen eines wasserlöslichen Hexacyanoferratkomplexsalzes zum Bad, dadurch gekennzeichnet, daß man das Komplexsalz nur in solcher Menge zusetzt, daß die Gesamtkonzentration an Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer, Zink und/oder Mangan auf einen Wert von 30 bis 150 'l'eilen je Million Teile im Bad vermindert wird, wobei die Gesamtmenge Zink und Kupfer unterhalb 20 Teilen je Million Teile liegt und die Gesamtmenge Eisen, Kobalt, Nickel und/oder Mangan größer als 30 Teile je Million Teile ist.
DE19762657012 1975-12-18 1976-12-16 Galvanisches Chrombad Expired DE2657012C2 (de)

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