DE2655872A1 - System zur multiplexuebertragung von farbfernsehen und anordnung zur wiedergabe verschiedener im multiplex vereinigter farbbildinformationen - Google Patents
System zur multiplexuebertragung von farbfernsehen und anordnung zur wiedergabe verschiedener im multiplex vereinigter farbbildinformationenInfo
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Description
9976-76 Ks/Ri
GBS σ-1309
U.S. Serial No: 639,012
Filed: December 9, 1975'
GBS Inc.
Stamford, Connecticut, V.St.v.A.
Stamford, Connecticut, V.St.v.A.
System zur Multiplexübertragung τοη Farbfernsehen und Anordnung
fcur Wiedergabe verschiedener im Multiplex vereinigter
Farbbildinformationen
Die Erfindung bezieht sich auf Sendung und Empfang von Fernsehbildern
und betrifft speziell die Sendung zweier Fernsehbilder über ein- und denselben Kanal im Teilbild-Multiplex sowie den Empfang
und die Wiederherstellung der beiden Fernsehbilder.
Wo nur eine begrenzte Anzahl an Hochfrequenzkanälen zur Verfügung steht oder wo ein gegebener Hochfrequenzkanal nur eine begrenzte
Zeit lang verfügbar ist, besteht Bedarf an einem System, mit welchem mehr als ein Fernsehbild über einen einzigen Kanal gesendet
werden kann. Da z.B. die derzeitigen Satellitenfunkstrecken nur eine beschränkte Anzahl von Fernsehkanälen haben, kann einzelnen
Benutzern ein Kanal nur jeweils wenige Minuten lang am Tag zur Verfügung gestellt werden, und dies mit erheblichen Kosten für ^ede
Minute der Belegung des Kanals. Das steigende Verlangen der Öffentlichkeit nach Neuigkeiten nicht nur aus dem Inland sondern auch aus
dem Ausland, die damit verbundene Notwendigkeit der Verwendung von Satellitenverbindungen zur rechtzeitigen Nachrichtenübermittlung so-
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vfie die begrenzte Verfügbarkeit und die hohen Kosten dieser Übermittlungsart
machen es wünschenswert, die begrenzte Übertragungszeit effektiver auszunutzen. Wenn beispielsweise einer Rundfunkstation
in New York die Verbindung von London nach Few York 10 Minuten lang zugeteilt ist, dann müssen die in und um London im Verlauf eines
Tages gesammelten Bildnachrichten auf der Sendeseite in kurze
Abschnitte mehrerer berichtenswerter Ereignisse redigiert und auf Band genommen werden, um ein Programm von genau 10 Minuten Dauer
zusammenzustellen, welches über einen einzigen Satellitenkanal während
der zugeteilten 10 Minuten übertragen werden kann. Auf der Empfangsseite
muß das empfangene Material wiederum redigiert werden, um einen oder mehrere Abschnitte des empfangenen Bildmaterials für
die Rundfunkausstrahlung bereitzustellen. Der Druck beim Redigieren könnte etwas erleichtert werden, und in einer gegebenen Zeitspanne
könnte mehr Kachrichtenmaterial gesendet werden, wenn mehr als ein Fernsehbild über einen gemeinsamen Kanal übertragen werden könnte.
Anders ausgedrückt: Die Kosten pro Minute für die Übertragung brauchbarer
Bildinformation ließen sich verringern, wenn man mehr als ein Fernsehbild im Multiplex über einen gemeinsamen Kanal übertragen
könnte.
Außerdem würden sich wesentliche Einsparungen in der Archivlagerung
von Fernsehprogrammen ergeben, wenn man nur ein Teilbild jedes Vollbildes eines Fernsehprogramms z.B. auf Videoband speichern und das
Bild in einer zur späteren Wiedergabe annehmbaren Weise rekonstruieren
könnte. Derzeit ist es üblich, das gesamte Programm auf 2-Zoll-Videoband
aufzuzeichnen, welches nicht nur ziemlich teuer, sondern auch viel Platz beansprucht, so daß die Lagerung aufwendig und zu
einem ernsten Problem wird. Speichert man aber nur ein Teilbild jedes
Vollbildes, dann können die Beschaffungskosten für das benötigte Videoband und die Miet- oder Pachtkosten für die Räume zur Aufbewahrung
eines gegebenen Programms auf die Hälfte reduziert werden»
Ein anderes Gebiet, wo die Übertragung von mehr als einem Fernsehbild
über einen gegebenen Kanal erwünscht sein kann, ist das Bildungs-
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fernsehen. In vielen Teilen der Vereinigten Staaten sind geographisch
auseinanderliegende Institutionen über Mikrowellen-Relaissysteme miteinander verbunden, um beispielsweise eine an einer bestimmten
Universität gehaltene Vorlesung an verschiedene andere Universitäten zu übertragen, die dem System angeschlossen sind.
Solche Hochschulvereinigungen bringen regelmäßige Programmfolgen, sie sind jedoch gewöhnlich auf nur einen einzigen Mikrowellenkanal
beschränkt, so daß nur ein Programm gleichzeitig über eine Verbindung gesendet werden kann. Die Effektivität solcher Systeme würde
natürlich verbessert werden, wenn man gleichzeitig mehr als ein Fernsehprogramm über denselben Kanal übertragen könnte. Die Schaffung
entsprechender Möglichkeiten wäre auch in der Bundesrepublik Deutschland ein Gewinn.
Aus den USA-Patentschriften 3 725 5?1 und 3 74-5 24-2 beispielsweise
sind Methoden bekannt, um mehrere Schwarzweiß-Fernsehbilder im sogenannten Zeilen-Multiplex über einen einzigen Fernsehkanal zu senden.
Das in diesen Patentschriften beschriebene Multiplex-Fernsehübertragungssystem
enthält eine Einrichtung zum Senden einer Vielzahl η getrennter Bilder, wobei jede n-te Zeile jedes der Bilder
zur Übertragung ausgewählt wird, und zwar bei den verschiedenen Bildern mit verschiedenen Zeilen beginnend, und wobei zum Empfang des
jeweils ausgesuchten Bildes aus der Vielzahl der gesendeten Zeilen, beginnend mit der vorgewählten Zeile, jede n—te Zeile ausgewählt
wird. Die ausgewählte Zeile wird durch bis zu n-1 Verzögerungsleitungen,
die das Signal um n-1 Horizontalzeilen verzögern können, verzögert
und dann mit der unverzögerten Zeile wiedervereinigt, so daß
ein vollständiges Bild zur Wiedergabe bereitgestellt wird·
Das in den oben genannten Patentschriften beschriebene Zeilenmultiplexverfahren
ist wegen verschiedener Unzulänglichkeiten nicht für codiertes Farbfernsehen geeignet. Da ein großer Teil des zu sendenden
Programm-Materials oft in einer anderen Form als gemäß der NTSC-Norm
zur Verfugung steht, z.B. in PAL- oder in SEGAM-Form, ist es'
notwendig, für die Bewahrung der Bildkorrelation unter mehreren auf-
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einanderfolgenden Zeilen in jedem Teilbild zu sorgen. Hierzu waren
zwei Normwandler erforderlich, um eine Multiplexverschlüsselung nach Umwandlung durchführen zu können. Da Normwandler ungefähr eine
halbe Million Dollar kosten, ist dieser Weg unerschwinglich und unnötig teuer.
Ein zweiter Nachteil des Zeilenmultiplexverfahrens besteht darin,
daß es im Vergleich zum Teilbild-Multiplex zu einer gröberen Struktur bei diagonalen Linien in einem Bild führt, weil die "Teilung"
der Teilbildzeilen doppelt so groß ist wie die Teilung der Vollbildzeilen. Dieser Mangel äußert sich auch dann, wenn man irgend
eine Art Zeileninterpolation anwendet. In diesem Zusammenhang sei auf die USA-Patentschrift 3 74-5 24-2 verwiesen, die ein Verfahren
zur Zeileninterpolation offenbart, bei dem die vorangegangene Zeile mit der augenblicklichen Zeile in gleichen Teilen addiert wird. Die
Interpolation geschieht beim Sender,was nicht nur die horizontale
Auflösung der gesamten Übertragung verschlechtert, sondern sich auch bei den Verzögerungsleitungen beider (wenn η = 2 ist) gesendeter
Programme auswirkt·
Beim System nach der USA-Patentschrift 3 74-5 24-2 müssen zur Beseitigung
des sogenannten Bild-Crawleffekts an den Diagonalen (der ähnlich aber nicht dasselbe wie der "NTSO-Crawleffekt" ist) der Sender
und der Empfänger nach jedem Vollbild synchronisiert zurückgestellt werden, so daß das erste Bild immer bei den ungeradzahligen
Zeilen und das zweite Bild immer bei den geradzahligen Zeilen des Vollbildes übertragen wird. Bei Rückstellung der Zeilenmultiplexfolge
mit jedem Vollbild wird die beim Farbfernsehen zu bewahrende Kontinuität des Farbhilfsträgers zunichte gemacht. Man müßte zur
Korrektur die Farbphase mit jedem Vollbild umkehren und weiterhin den Vorgang der Farbartinversion, die ein wesentlicher Teil des
Zeilenfolgeverfahrens ist, umkehren, was seinerseits die Bereitstellung
irgend eines Farbartindex für die einzelnen Fernsehvollbilder erfordern würde.
Aus der USA-Patentschrift 3 586 767 sind Fernsehsysteme bekannt,
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die zwei Sorten oder Kategorien von Informationen ineinander verschachtelt über ein- und denselben Kanal übertragen. Ein
solches bekanntes System enthält einen Fernsehsender, eine Fernseh-Relaiseinheit und mindestens einen Empfänger. Der
Fernsehsender umfaßt eine Einrichtung zur Erzeugung von Teilbildern einer ersten Informationskategorie und außerdem Einrichtungen
zur Erzeugung von Teilbildern einer zweiten Informationskategorie. Das System arbeitet allgemein son, daß es
eines der Teilbilder eines Vollbildes eines normalen kommerziellen Fernsehprogramms (Information für die Allgemeinheit)
durch ein Teilbild einer für einen spezifischen Personenkreis (Sonderpublikum) gedachten Information ersetzt. Bei diesem Sonderpublikum
kann es sich beispielsweise um Studenten eines bundesweiten Bildungsprogramms oder um Forscher als Teilnehmer eines
zentralisierten Netzes zur Informationswiedergewinnung handeln. Die Teilbilder werden nacheinander übertragen, wobei mindestens
ein Teilbild der zweiten Informationskategorie zwischen zwei Teilbilder der ersten Informationskategorie eingefügt wird.
Außerdem wird ein Anzeigesignal übertragen, welches den jeweiligen Erscheinungszeitpunkt des Teilbildes der für das Sonderpublikum
bestimmten Information angibt. Die Relaiseinheit enthält eine Einrichtung zum Empfang der nacheinander gesendeten
Teilbilder sowie eine Steuereinrichtung, welche die Anzeigesignale empfängt und abhängig davon Steuersignale erzeugt. Eine in
der Relaiseinheit enthaltene Weitersendeeinrichtung übermittelt in steuerbarer Weise manche der empfangenen Teilbilder weiter,
wobei eine auf die Steuersignale ansprechende Wiederaufbaueinrichtung verwendet wird. Diese Wiederaufbaueinrichtung setzt
an die Stelle des Teilbildes der für das Sonderpublikum bestimmten Information eines der benachbarten Teilbilder der für die
Allgemeinheit bestimmten Information, so daß die Weitersendeeinrichtung nur Teilbilder der für die Allgemeinheit bestimmten
Information an den Empfänger weiterübermittelt.
Bei der Wiedergewinnung der für die Allgemeinheit bestimmten Infor-
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mation (im folgenden kurz "Allgemeininformation" bezeichnet)
setzt das System im Teilbildintervall, welches durch ein Teilbild der für das Sonderpublikum bestimmten Information belegt
ist (im folgenden kurz: "Spezialinformation" bezeichnet), das nächstvorangehende Teilbild der Allgemeininformation ein, welches
durch Verwendung einer Verzögerungseinrichtung, die eine Verzögerung von mindestens einem Teilbildintervall bringt,
mit sich selbst verflochten wird. In der besagten Patentschrift wird vorgeschlagen, als Verzögerungseinrichtung eine Magnetplatte
zu verwenden, bei der ein Schreibkopf, ein um ein Teilbildintervall
in Bewegungsrichtung der Platte vom Schreibkopf entfernt liegender Lesekopf und ein Löschkopf vorgesehen ist,
der in Richtung der Plattenbewegung beabstandet vom Lesekopf liegt. Die Platte dreht sich mit einer derartigen Geschwindigkeit,
daß infolge des in TJmfangsrichtung der Platte längs der
Aufzeichnungsspur zwischen dem Schreibkopf und dem Lesekopf liegenden
Weges die in den Schreibkopf eingegebene Information den Lesekopf um eine Teilbildzeit später verläßt. Der praktische
Wert dieser Technik zur Verflechtung des vorangehenden Teilbildes mit sich selbst im Intervall des "fehlenden" Teilbildes ist
im Falle des Farbfernsehens fragwürdig, weil bei einer Verzögerung
um ein Teilbild die ineinander verflochtenen Zeilen nicht
geometrisch zueinander ausgerichtet sind. Zur richtigen Ausrichtung
beim 525~zeiligen NTSC-System muß die Verzögerung einer ganzen
Anzahl von Zeilen entsprechen, gewöhnlich 263 Zeilen bei bekannten
Zeitlupen- und Stillstand-Wiedergaben, und in diesem Fall ist es zusätzlich notwendig, das Farbartsignal des verzögerten
Teilbildes zu invertieren, damit die Farbe im verflochtenen Bild nicht ausgelöscht wird.
Als wichtige Voraussetzung für die Wiedergewinnung der Spezialinformation
muß jeweils vor dem Teilbild, in welches die Spezialinformation eingesetzt wird, ein Anzeigesignal erscheinen, um das
Gerät zur Decodierung der Spezialinformation zu konditionieren. Die Natur des Anzeigesignals ist im einzelnen nicht beschrieben,es
wird lediglich gesagt, daß dieses Signal im Vertikalaustastsignal des Teilbildes enthalten sei oder ein scharakteristischer Ton im
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Tonteil des gerade übertragenen Signals sein kann. In der besagten
USA-Patentschrift wird erwähnt, daß die Teilbilddichte der zwischen
Teilbildern der Allgemeininformation eingeschachtelten Spezialinformation
in einem Bereich liegen kann, der von z.B. 1 aus 100 oder mehr bis zum abwechselnden Erscheinen von Teilbildern mit Allgemein-
und Spezialinformation reicht, oder daß die miteinander abwechselnden Teilbilder zwei verschiedene !Fernsehprogramme enthalten
können. Die besagte Patentschrift offenbart jedoch nicht, wie solche Weiterbildungen des beschriebenen Systems zu realisieren
wären, insbesondere nachdem das System ein Anzeigesignal vor dem mit dem einzusetzenden Bild zu belegenden Teilbildintervall benötigt.
Wenn man nämlich vor alle und jedes der Teilbilder ein Anzeigesignal setzen würde, dann würde dieses Signal seine anzeigende Bedeutung
offensichtlich verlieren.
Ein anderes System zur Übertragung zweier Kategorien von Fernsehinformationen
über einen gemeinsamen Kanal, welches in der USA-Patentschrift 3 637 926 beschrieben ist, enthält einen Fernsehsender, der
eine Quelle für Teilbilder mit Allgemeinxnformation und eine Quelle für Teilbilder mit Spezialinformation aufweist. Im Sender ist eine
Einrichtung enthalten, um einem Teilbild der Allgemeinxnformation einen Teil (z.B. 7 "bis Λ0% des vollen Weißwerts) des Teilbildes
der Spezialinformation zu überlagern und so ein überlagertes Teilbild zu schaffen. In der genannten Patentschrift wird ausgeführt,
daß die Überlagerung dieses Teils eines Teilbildes mit einem anderen Teilbild in den meisten Fernsehprogrammen durchgeführt werden kann,
ohne daß die Qualität der Allgemeinxnformation darunter leidet. Die Teilbilder der Allgemeinxnformation werden mit dem überlagerten Teilbild
oder den überlagerten Teilbildern dazwischen gesendet, und am Empfänger sind Maßnahmen getroffen, um das Teilbild der Spezialinformation
aus dem überlagerten Teilbild oder den überlagerten Teilbildern herauszutrennen und darzustellen. Die Konditionierung dieser
Trennvorrichtung erfolgt durch ein erstes charakteristisches oder Anzeigesignal, welches am Beginn jeweils desjenigen Teilbildes erscheint, das ein mit einem Spezialinformations-Teilbild überlagertes
Allgemeininformations-Teilbild enthält. Ein zweites charakteristi-
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sches Signal erscheint vor dem Teilbild, welches das andere Teilbild
des Allgemeininformations-Vollbildes überlagert mit dem invertierten Teilbild der Spezialinformation enthält. Dieses zweite
charakteristische Signal bewirkt die Übertragung des Spezialinformationssignals
an eine geeignete Bildwiedergabeeinrichtung. Bei dem zuletzt beschriebenen System müssen also Anzeigesignale in der vom
Sender kommenden Sendung enthalten sein, damit die überlagerte Spezialinformation von der Allgemeininformation abgetrennt werden
kann. Der Empfänger enthält einen Teilbildspeicher wie z.B. eine durch eine Bildaufzeichnungsplatte gebildete Verzögerungseinrichtung
des weiter oben beschriebenen Typs, die ein Teilbild speichern kann, um eine Subtraktion von Bildsignalen durchzuführen, damit
ein verflochtenes Bild der Spezialinformation erhalten wird.
Aus der vorstehenden kurzen Beschreibung des einschlägigen Standes
der Technik geht hervor, daß bekannte Systeme nicht dazu ausersehen und/oder nicht dazu fähig sind, zwei kommerzielle Farbfernsehprogramme
über einen einzigen Hachrichtenkanal' zu übertragen, insbesondere wenn das zu übertragende Programm-Material anschließend
eine Normwandlung von einer Farbfernsehnorm in die andere erfahren
muß. Es ist daher eine wichtige Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein relativ einfaches und billiges System zu schaffen, mit dem zwei
Farbfernsehprogramme über einen gemeinsamen Kanal übertragen werden und am Empfänger mit einer Bildqualität wieder aufgebaut werden können,
die für Rundfunksendungen und allgemeines Publikum annehmbar ist.
Die erfindungsgemäßen Maßnahmen bzw. Merkmale zur Lösung dieser Aufgabe·
sowie besondere Ausführungsformen der Erfindung änd in den
Patentansprüchen gekennzeichnet. Im Prinzip enthält das erfindungsgemäße System einen Sender zum Senden von Fernsehbildern aus zwei
getrennten, in gemeinsamer Synchronisation arbeitenden Quellen, wobei die ungeradzahligen Teilbilder des aus der einen Quelle kommenden
Bildes abwechselnd mit den geradzahligen Teilbildern des aus der an- deren Quelle kommenden Bildes übertragen werden. Am Empfänger werden
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die ungeradzahligen und die geradzahligen Teilbilder abwechselnd
in einem Teilbildspeicher gespeichert, der'eine Verzögerungszeit
bewirkt, die sich von einer Teilbildzeit um entweder plus oder minus eine halbe Zeilenzeit unterscheidet. Die gespeicherten Teilbilder
werden mit ihren jeweiligen unverzögerten Teilbildern .verflochten, ·
um beide Programme zur bildlichen Wiedergabe und/oder zur Aufzeichnung
auf ein geeignetes Medium wie etwa ein Videoband wiederzugeben· Ein Merkmal des Systems, welches wesentlich zur Qualität der wiedergegebenen
Bilder beiträgt, ist die Verwendung eines Teilbildspeichers für exakt ein Teilbild plus oder minus eine halbe Zeile
(z.B. entweder genau 262 oder genau 263 Zeilen beim NTSC-System), um die richtige geometrische Zuordnung der beiden verflochtenen
Teilbilder im wiedergegebenen Bild zu erreichen.
Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung sowie Einzelheiten
ihres Aufbaus und ihrer Wirkungsweise werden nachstehend anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 ist ein Blockschaltbild einer zur Realisierung der Erfindung
verwendbaren Sendeanlage j
Pig. 2 zeigt als Blockschaltbild eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Empfangsanlage;
Fig. 2A ist ein Blockschaltbild einer in der Anlage nach Fig. 2 verwendbaren Einrichtung zur Zeileninterpolation·
Fig. 3 zeigt in Blockdarstellung eine andere Form der Empfangsanlage;
·
Fig. 4- ist ein Blockschaltbild eines Teils der Anlage nach Fig. und offenbart eine digitale Verzögerungseinrichtung;
Figuren 5 bis 7
sind Zeilendiagramme zur Erläuterung der Arbeitsweise der
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Empfangsanlage nach Fig. 2 j
Figuren 8 und 9
sind Zeilendiagramme zur Erläuterung der Empfangsanlage
nach Pig. 3» "
Die in Fig. 1 dargestellte Sendeanlage zum Senden zweier vollständiger
Farbfernsehbilder über einen gemeinsamen Kanal im 2:1-Multiplex
enthält zwei getrennte Fernsehbildquellen 10 und 12, deren eine mit Videoquelle A und deren andere mit Videoquelle B bezeichnet ist.
Jede der Quellen kann eine Farbfernsehkamera sein, die jeweils eine gesonderte Szene abtastet, oder die eine Quelle sei eine Live-Kamera
und die andere eine Videobandmaschine, oder beide Quellen seien Geräte
zur Lieferung vor-aufgezeichneter Fernsehbildinformation. Me
beiden Quellen werden, egal welche Form sie haben, durch einen synchronisierungsgeneratur
12I- in an sich bekannter Weise miteinander
im Synchronlauf gehalten. Das vom Synchronisierungsgenerator 14-kommende
zusammengesetzte Synchronsignal wird in einer Separatorstufe 16 getrennt, um Vertikalsynchronimpulse zur Steuerung der Umschaltung
zwischen der Videoquelle A und der Videoquelle B zu erhalten. Für diese Steuerung werden die getrennten Vertikal- und Horizontalsynchronimpulse
einem TorSteuergenerator 18 zugeführt, der
zwei Torsteuerwellen 20 und 22 erzeugt, die den Steuereingängen
zweier Torschaltungen 24- und 26 angelegt werden. Das von der Qeelle A
kommende Videosignal wird einem zweiten Eingang (Signaleingang) der Torschaltung 24- zugeführt, und die Videoquelle B ist mit dem zweiten
Eingang (Signaleingang) der Torschaltung 26 verbunden. Die Steuerwellen 20 und 22 sind invers zueinander, und jeder ihrer Impulse
hat eine Dauer von einem Fernseh-Teilbild, so daß die ungeradzahligen
Teilbilder aus einer der Quellen (z.B. aus der Quelle A) abwechselnd mit den geradzahligen Teilbildern der anderen Quelle
(Quelle B) übertragen werden, wobei die Umschaltung während des Vertikalaustastintervalls
erfolgt. Die Ausgangssignale der Torschaltungen
24 und 26 werden auf eine gemeinsame Ausgangsleitung 28 zur Beaufschlagung
des Modulators eines gewöhnlichen Hochfrequenzsenders
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gegeben. Gewünschtenfalls kann das Multiplexsignal stattdessen auch
auf Magnetband aufgezeichnet werden, um es später zu senden und/ oder zu decodieren und wiederzugeben. Die Anordnung nach Fig. Λ
bewirkt, daß das Bild aus der Quelle A während der einen Hälfte der Zeit und das Bild aus der Quelle B während der anderen Hälfte der
Zeit gesendet wird. Die Synchronisierung läuft ununterbrochen durch, und das Bild erscheint hinsichtlich seiner Ablenknormen ganz richtig.
Wenn man das Multiplexsignal jedoch auf einem Wellenform- oder Bildmonitor betrachtet, sieht man beide Bilder gleichzeitig.
Es besteht die Möglichkeit, daß die Videosignale aus den Quellen A
und B zu irgend einem gegebenen Zeitpunkt verschiedene mittlere Bildwerte haben können oder daß die Signale von zwei 'Verteilerverstärkern
kommen, die unter Umständen nicht die Gleichstromkomponente des Signals übertragen. Um für diese Fälle die Möglichkeit zweier
verschiedener Schwarz- oder Austastpegel im Ausgangssignal zu vermeiden,
enthält die Umschalteinrichtung Mittel zum Klemmen der aus beiden Quellen kommenden Signale auf denselben Bezugspegel. Hierzu
kann jedes bekannte Klemmverfahren angewendet werden. Wenn beide Signale auf denselben Bezugspegel geklemmt sind, werden Änderungen
im mittleren Bildpegel der beiden Quellen das ausgangsseitige Multiplexsignal nicht aus dem Gleichgewicht bringen, und die Synchronimpulsspitzen
werden für beide Teilbilder auf dem gleichen Pegel gehalten. Ohne die besagte Klemmung könnte das Multiplexsignal extrem
weit ausschlagen, wodurch die Aufnahmefähigkeit des Modulators überschritten und der Eauschabstand verschlechtert werden könnte.
Durch das beschriebene Multiplexverfahren erleidet man natürlich eine
gewisse Einbuße, denn die Hälfte Jedes Bildes wird fallengelassen. Streng mathematisch gesehen geht dadurch die Hälfte der Vertikalauflösung
im resultierenden Bild verloren, denn theoretisch sollte jede Abtastzeile in dem aus zwei Teilbildern bestehenden Vollbild
einen gewissen Beitrag zur Vertikalauflösung bringen. Wie entsprechende Arbeiten von Kell u.a. jedoch bereits vor vielen Jahren gezeigt
haben, liegt in Wirklichkeit die wahre Vertikalauflösung bei
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etwa 7/10 der Anzahl der Fernsehzeilen des Bildes. Das heißt, in einer Szene mit etwa 484 aktiven Zeilen (unter der Annahme, daß
21 Zeilen des Vertikalintervalls nicht aktiv sind) liefern diese 484 Zeilen eine Vertikalauflösung von 7/10 der 484 Fernsehzeilen
der Bildhöhe. Der Grund hierfür ist folgender: Wenn man ein gleichförmiges ebenes leid im Bild zu erhalten versuchte, dann mußte man
Fernsehkameras konstruieren, deren Abtaststrahl radial eine etwa Gaußsche Verteilung aufweist, die zur Folge hat, daß sich jeweils
eine Abtastzeile mit der im Vollbild nachstliegenden Abtastzeile überlappt. Das heißt, die Überlappung existiert nicht zwischen
Teilbildzeilen sondern vielmehr zwischen Vollbildzeilen (also zwischen Zeilen, die geometrisch nebeneinander und zeitlich um
1/60 Sekunden aufeinanderliegend Wegen der Überlappung zwischen zwei benachbarten Vollbildzeilen (beim NTSC-System z.B. zwischen
der Zeile Nr. 1 und der im nächsten Teilbild unmittelbar über dieser
Zeile liegenden Zeile Nr. 263) kann man die in diesen beiden Zeilen enthaltene Information in Wirklichkeit nicht trennen, d.h.
es ist keine deutliche Trennung eines Schwarz in der Zeile Nr. und eines Weiß in der Zeile Nr. 1 möglich, vielmehr ist in beiden
Zeilen ein Grau vorhanden. Da man im Normalfall nicht die Auflösung
von 484 Zeilen sondern von nur 7/10 davon hat, bringt die Einbuße, die man durch Übertragung nur eines Teilbildes jedes Vollbildes
und seine Verflechtung mit sich selbst (in der weiter unten beschriebenen Weise) erleidet, keine Verschlechterung der Vertikalauflösung
um 2:1· Durch die wiederholte Verwendung desselben Teilbildes wird sich die Auflösung also in Wirklichkeit von 7/10 von
484 auf etwa 5/10 von 484 verringern, und dieses Maß an Auflösungsverlust wird die Qualität des resultierenden Bildes nicht sehr
sichtbar verschlechtern. Eine unangenehmere Folge als der Verlust der Vertikalauflösung ist eine Erscheinung, die an einer diagonalen,
bei Vollbilddarstellung stetig verlaufenden Linie im wiedergegebenen Bild beobachtbar ist. Ein wichtiges Merkmal der Erfindung
ist eine in der Empfangsanlage oder im Decoder getroffene Maßnahme zur Abschwächung dieser Erscheinung.
Die Fig. 2 zeigt in Blockdarstellung eine bevorzugte Ausführungsform
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einer Einrichtung, die aus dem von der Anlage nach Fig. 1 gelieferten
Multiplexsignal zwei getrennte Bilder (z.B. Bilder A und B) einer für kommerzielle Zwecke geeigneten Qualität wiedergewinnt.
In Fig. 2 sei der Block 30 eine Empfängerstufe zum Empfang und zur Demodulation des iron der Anlage nach Fig. Λ gesendeten Multi- ·
plexsignals oder eine Videobandmaschine zur Wiedergabe des zuvor aufgezeichneten Multiplexsignals. Das vom Empfänger oder von der
Bandmaschine kommende Multiplexsignal, welches die ungeradzahligen Teilbilder aus der Quelle A abwechselnd mit den geradzahligen Teilbildern
aus der Quelle B enthält, wird direkt zwei Torschaltungen 32 und 34- zugeführt und außerdem einer Verzögerungseinrichtung 36
angelegt, die eine Verzögerung von ungefähr 262 Horizontalzeilen (262H) bringt. Die Verzögerung der Einrichtung 36 beträgt genauer
gesagt 262H . minus der durch einen sogenannten Zeileninterpolator 38 bewirkten Verzögerung, dem das verzögerte Signal zugeführt wird,
so daß die Gesamtverzögerung genau gleich 262H ist (die gemachten Angaben beziehen sich auf den Fall der NTSC-Norm).
Die Verzögerungseinrichtung 36 kann ein Analoggerät sein, etwa eine
Magnetplatte mit einem Schreibkopf, einem Lesekopf, der in Informationsflußrichtung
stromab dem Schreibkopf entsprechend einem Teilbild minus etwas mehr als der Hälfte einer Zeile angeordnet ist,sowie
mit einem stromab vom Lesekopf angeordneten Löschkopf. Die Platte drehe sich so schnell, daß der in Umfangsrichtung längs der Aufzeichnungsspur
der Platte gemessene Abstand zwischen Schreibkopf und Lesekopf dazu führt, daß die am Schreibkopf eingegebene Information
den Lesekopf ungefähr eine Teilbildzeit später verläßt· Die Verzögerungseinrichtung
kann andererseits aber auch ein Digitälgerät irgend einer bekannten Bauart sein, von denen eine weiter unten
in Verbindung mit Fig. 4 beschrieben wird.
Wie ittFig. 2A gezeigt, ist der Zeileninterpolator 38 in an sich bekannter
Weise ausgebildet und enthält eine Schaltung 38a, die das Farbartsignal in dem von der Verzögerungseinrichtung 36 kommenden
Multiplex-Videosignal invertiert und das Multiplexsignal um eine Zeilenperiode (1H) verzögert. Der Zeileninterpolator 38 enthält
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ferner eine Addierschaltung 38b mit einem Verstärkungsfaktor von
1/2, um das von der Schaltung 38a kommende verzögerte Signal mit
dem unverzögerten Signal zu addieren.
Das Ausgangssignal des Zeileninterpolators 38 wird zwei weiteren
Tor schaltungen 4-0 und 42 zugeführt. Der Ausgang der Torschaltung
40 wird mit dem Ausgang der Torschaltung 32 kombiniert und einem Wiedergabe- oder Aufzeichnungsgerät 44- zugeführt. Der Ausgang der
Torschaltung 4-2 wird mit dem Ausgang der Torschaltung 34 kombiniert
und einem zweiten Wiedergabe- und Aufzeichnungsgerät 4-6 zugeführt.
Die Verzögerungseinrichtung 36 und die Torschaltungen haben allgemein
die Aufgabe, jedes empfangene A-Teilbild mit sich selbst und
jedes empfangene B-Teilbild mit sich selbst zu verflechten, um zwei getrennte Bilder A und B mit einer für kommerzielle Zwecke ausreichenden
Qualität zu liefern.
Zu diesem Zweck werden die Torschaltungen so gesteuert, daß ein verzögertes
A-Teilbild mit dem nächstfolgenden oder vorangehenden "Live" A-Teilbild verflochten wird und daß ein verzögertes B-Teilbild mit
dem nächstfolgenden oder vorangehenden "Liveu-B-^eirbild verflochten
wird. Die hierzu benötigten Steuerwellen für die Torschaltungen werden mittels einer Synchronsignal-Abtrennstufe 4-8, der das vom
Empfänger oder vom Aufzeichnungsgerät kommende Signal zugeführt
wird)und mittels zweier TorSteuergeneratoren 50 1UHd 56 bekannter
Konstruktion erzeugt, deren jeder unter dem Einfluß der Horizontal-
und Vertikalsynchronimpulse eine Steuerwelle für die ungeradzahligen Teilbilder ("U"-Steuerwelle) und eine Steuerwelle für die geradzahligen
Teilbilder ("G"-Steuerwelle) liefert. Die vom Generator 50 kommende und schematisch bei 52 dargestellte "U"-Steuerwelle wird
der Steuerelektrode der Torschaltung 32 zugeführt, und die vom Generator 50 kommende "G"-Steuerwelle 54, welche die invertierte Form
der Steuerwelle 52 darstellt, wird der Steuerelektrode der Torschaltung
40 zugeführt. Die Torschaltungen sind so abgelegt, daß sie das ihrem Signaleingang angelegte Signal durchlassen, wenn der Steuerimpuls
"hoch" i&tf, und daß sie das angelegte Signal sperren, wenn
_ A C _
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die Steuerwelle "niedrig" ist.
In ähnlicher Weise spricht der Torsteuergenerator 56 auf die von
der Synchronsignal-Abtrennstufe 48 kommenden Horizontal- und Vertikalsynchronsignale
an, um eine "G"-Steuerwelle 60 und eine "U"-Steuerwelle
58 zu erzeugen, deren erste der Steuerelektrode der Torschaltung 42 und deren zweite der Steuerelektrode der Torschaltung
34 zugeführt wird. Es ist wichtig zu erwähnen, daß die Steuerwellen
52, 54 und 58, 60 unsymmetrisch sind, d.h. der "hohe" Teil
der "U"-Steuerwellen 52 und 58 ist von längerer Dauer als die "niedrigen"
Teile oder, umgekehrt, der "hohe" Teil der "G"-Wellenformen 54 und 60 ist von kürzerer Dauer als die "niedrigen" Teile.
Genauer gesagt fällt die Vorderflanke (Zeitpunkt t.) des längeren
Impulses mit dem Beginn des Vertikalaustastintervalls des NTSC-Signalgemischs
zusammen, und die Rückflanke (Zeitpunkt tp) erscheint
frühestens gleichzeitig mit dem Ende der Nachtrabanten des nächsten Teilbildes. Der längere Impuls im Falle der beiden Wellenformen 52
und 58 öffnet diejenige Torschaltung, der das "Live"-Signal zugeführt
wird; hierdurch ist sichergestellt, daß die Torschaltung ein Signal durchläßt, welches Vertikalsynchronimpulse sowohl vor als
auch nach der Bildinformation enthält, so daß die richtige Kontinuität der Vertxkalsynchronxsierung im wiedergegebenen Bild bewahrt
wird. Die kürzeren Teile der Steuerwellen, die zum Öffnen der die verzögerten Signale empfangenden Torschaltungen 40 und 42
herangezogen werden, haben ausreichend lange Dauer, um den aktiven Bildbereich eines Teilbildes zu umfassen. Diese Dauer beträgt nominell
525 Zeilen minus der Dauer der längeren Impulse, sie kann jedoch
irgendwo im Bereich von 241 1/2 Zeilen bis 253 1/2 Zeilen liegen.
Für die Torschaltungen 32 und 40 beispielsweise gilt also, daß die
Torschaltung 32 für die Dauer des "hohen" Teils der Steuerwelle 52
leitend gemacht wird, um den "Live-Bildbereich der ungeradzahligen
Teilbilder des Bildes A und die ersten neun Zeilen des Vertikalintervalls auf seiner einen und anderen Seite zu übertragen, worauf
die Torschaltung 40 durch den "niedrigen" Teil der Steuerwelle
709825/0728
54- leitend gemacht wird, Tim den aktiven Bildbereich des ungeradzahligen
Teilbildes des Bildes A zu übertragen, welches eine Teilbildzeit früher erschien, so daß der kombinierte Ausgang von den
Torschaltungen 32 und 40 ein "Live'-Teilbild des Bildes A verflochten
mit dem um 262H verzögerten selben Teilbild darstellt. In ähnlicher Weise bewirken die Torschaltungen 34 und 42 eine Verflechtung
der "Live"-Teilbilder des Bildes B mit denselben um 262H verzögerten
Teilbildern. Es ist ein bedeutsames Merkmal, daß die beschriebene Torschaltungsanordnung eine Verflechtung von "Live"-Teilbildern
und verzögerten Teilbildern für beide Bildszenen A und B mit Hilfe eines einzigen "Teilbildspeichers11 36 gestattet. Die
das Bild A darstellenden miteinander verflochtenen Teilbilder werden dem Wiedergabe- oder Aufzeichnungsgerät 44 zugeführt, und die
das Bild B darstellenden miteinander verflochtenen Teilbilder werden
dem Wiedergabe- oder Aufzeichnungsgerät 46 zugeführt.
Nach dieser allgemeinen Beschreibung der Anordnung nach Fig. 2 sei nun näher erläutert, welche Bedeutung die Verwendung einer verzögerung
von 262 Zeilen (nämlich einer Teilbildperiode minus eine halbe Zeile) statt einer Verzögerung um genau eine Teilbildperiode
(nämlich 262 1/2 Zeilen) hat. Bei einer Verzögerung von genau 262 Zeilen wird die verzögerte Version eines Teilbildes z.B. des Bildes
A vollständig mit dem nächstfolgenden "Live"-Teilbild lagemäßig
verflochten, und außerdem hat der Farbhilfsträger für die Stelle, an die dieses Bild gegenüber dem vorangehenden Teilbild zu liegen
kommt, genau die richtige Phase. Im Unterschied zu den bei verschiedenen
bekannten Teilbildspeichergeraten häufig eintretenden lallen ist es hier nicht notwendig, das Farbartsignal extra invertieren
zu-müssen, um die genau richtige Farbartbeziehung von Teilbild zu Teilbild einzuhalten. Dies geschieht hier automatisch, denn
immer, wenn ein Signal um eine gerade Anzahl von Zeilen verzögert
wird, bekommt man automatisch die gleiche Phase des Farbhilfsträgers wie in einem unverzögerten Signal.
Die Bedeutung einer Verzögerung von 262H und der Zeileninterpolation
erkennt man deutlicher bei Betrachtung der Diagramme in den Figuren
5, 6 und 7· Die Fig. 5 zeigt einen Teil eines Bildes, das eine
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diagonal in einen schwarzen und einen weißen Bereich geteilte
Szene darstellt, wobei die Grenze zwischen diesen beiden Bereichen von oben links nach unten rechts verläuft· Die Mittellinien
der Abtastzeilen sind gestrichelt dargestellt und nacheinander von 1 bis 6 nummeriert, während die Nummern der damit verflochtenen
Zeilen bei 263 beginnen. Die Zeile Nr. Λ kann irgend eine beliebige
Zeile im Bild sein, und daher muß die darüberliegende und mit ihr verflochtene Zeile im nächsten Teilbild die Zeile Nr. 263
sein. Im Diagramm nach Fig. 5 sind die mit durchgezogenen Umrißlinien
dargestellten Balken die das Weiß im Bild bildenden Rasterlinien. Die einzelne Diagonallinie ist nur als Bezugslinie eingezeichnet
und stellt die "Schwerpunktlinie" der Grenze zwischen schwarz und weiß dar.
Bei dem oben beschriebenen System wird das Bild aus nur einem Teilbild
aufgebaut, indem dieses Teilbild mit sich selbst über eine Verzögerung von einer Vertikalperiode minus einer halben Horizon-
TT
talperiode (V-p- , d.h. beim NTSC-System' eine Verzögerung von 262
Zeilen) verflochten wird, womit ein Bild entsteht, wie es in Mg.6 gezeigt ist. Man erkennt, daß bei diesem Bild die Grenze zwischen
schwarz und weiß weniger einwandfrei und mehr gezackt verläuft. Um den Rand an den Wiederholungszeilen zu "glätten", wird gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung eine Einrichtung für eine Art Mittelung zweier Zeilen (der sogenannte Zeileninterpolator 38) vorgesehen.
Dies wird anschaulich, wenn man sich vergegenwärtigt, daß z.B. die Zeile Nr. 264 gleiche Teile der Zeilen Nr. Λ und Nr. 2
enthält, was mit den gestrichelt dargestellten Verlängerungen der Zeilen Nr. 263, 264, 265, usw. in Fig. 7 gezeigt ist. Diese Mittelung
wird mit Hilfe der in Fig. 2A gezeigten Schaltung erreicht, die zum einen die Verzögerung um 1H (zur Mittelung mit dem unverzögerten
Videosignal) und zusätzlich die für die richtige Phase des um 1H verzögerten Videosignals notwendige Farbartinvertierung
bewirkt. Durch eine Verzögerung von (V-O werden also zwei wichtige Ergebnisse erhielt: Zum einen wird ein wiederaufgebautes
Teilbild mit der richtigen Phase des Farbartsignals erhalten und zum andern wird eine Zeileninterpolation am verzögerten Signal
möglich, da die Mittelung zweier Zeilen die Illusion erweckt, als
709825/0728 ~
hätten die wiederaufgebauten Zeilen dort ihr Ende, wo sie auf
im Bild enthaltene Kurven oder diagonale Linien laufen.
Während das vorstehend beschriebene System mit einer Verzögerung von exakt 262H arbeitet und aus den genannten Gründen zu bevorzugen
ist, kann die Verflechtung eines Teilbilde.s mit sich selbst auch durch Anwendung einer Verzögerung erfolgen, die größer ist
als eine Teilbildperiode oder genauer gesagt exakt 263H oder (V+
•φ beträgt. Abgesehen von der Farbartinvertierung, die wegen der
Verzögerung um eine ungerade Zahl von Zeilen nötig ist, erfordert die Zeileninterpolation für die Zeilen Nr. 263, 264-, und
folgende,in Fig. 8 einen Zugriff zu einer Fernsehzeile, die noch nicht erschienen ist, falls man die Zeileninterpolation mit dem
um 263H verzögerten Videosignal anwendet. Um die richtige Interpolation
für beispielsweise die Zeile Nr. 265 durchzuführen, muß
nämlich zwischen den Zeilen Nr. 2 und Nr. 3 gemittelt werden, wie es mit der gestrichelt angedeuteten Verkürzung der Zeile in Pig.
angedeutet ist. Da die Zeile Nr. 265 aus der Wiederholung der
Zeile Nr. 2 (263H später) folgt, ist die Zeile Nr. 3 noch nicht
verfügbar;"die Zeile Nr. 1 kommt zwar über eine 1H-Verzögerung,
sie ist jedoch für die Interpolation wertlos.
Die Fig. 3 zeigt jedoch ein anderes System der Zeileninterpolation,
bei welchem eine Verzögerung von 263H angewendet werden muß, und die Fig. 9 veranschaulicht schematisch die Arbeitsweise des Systems
nach Fig. 3. Statt einer Interpolierung des verzögerten Teilbildes wie beim System nach Fig. 2 wird im Falle der Fig. 3 das aus dem
Empfänger oder der Videobandmaschine 30 kommende "Realzeit"-Teilbild,
dessen Zeilen in Fig. 9 mit 1,2 usw. nummeriert sind, durch
einen Zeileninterpolator 38' interpoliert. Der Zeileninterpolator
38' kann gemäß Fig. 2A ausgebildet sein, und sein Ausgangssignal wird den Torschaltungen 32' und 34·' zugeführt. Die Steueranordnung
für diese Torschaltungen ist in Fig. 3 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht eingezeichnet, jedoch werden im Gegensatz zum Fall
der Fig. 2 die "Live-Torschaltungen 32' und 3^' durch den jeweils
kürzeren Teil der in Fig. 2 gezeigten Steuerwellen leitend gemacht.
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Das Multiplexsignal wird einer Verzögerungseinrichtung 62 zugeführt
und darin verzögert. Die 7erzögerungszeit der Einrichtung
62 ist gleich 263H plus der Verzögerungszeit des Zeileninterpolators
38f. Bas verzögerte Signal wird dann den Eingängen der beiden
Torschaltungen 4-0' und 4-2r zugeführt, die im Gegensatz zur
Einrichtung nach Fig. 2 durch den jeweils längeren Teil der in
Fig. 2 dargestellten Steuerwellen leitend gemacht werden. Diese Anordnung hat zwei geringe Nachteile: Zum einen ist eine Farbartinvertierung
hinter der 263H-Verzögerungseinrichtung notwendig und zum anderen wird das gesamte Bild um einen Vollbildzeilenabstand
im Raster nach unten verschoben, was aber unerhebliche Folgen hat.
Die larbartinvertierung hinter der 263H-Verzögerungseinrichtung 62
und die andere Invertierung im Zeileninterpolator sind notwendig, falls das Farbartsignal im ausgangsseitigen Videosignal in Phase
mit einem lokalen Bezugshilfsträger sein soll. Dies mag erwünscht sein, um das Bild gleichzeitig mit anderen Bildern zu mischen oder
auf andere Bilder überblenden zu können. Besteht eine solche Forderung jedoch nicht, können die beiden vorstehend genannten Farbartinvertierungen
durch eine einzige ersetzt werden, und zwar in der unverzögerten Zeile, die der Addierschaltung 38b im Zeileninterpolator
38 zugeführt wird. In diesem Fall ist das Farbartsignal am Ende tun 180 außer Phase mit dem Bezugshilfsträger, es ist jedoch
eine richtige Decodierung der im Multiplex zusammengefassten Fernsehbilder durchgeführt worden.
Es ist weiter oben erwähnt worden, daß die Verzögerungseinrichtung
36 entweder als Analoggerät oder als Digitalgerät ausgebildet sein kann. Dasselbe gilt auch für die Verzögerungseinrichtung 62. Eine
bekannte Form einer analogen Verzögerungseinrichtung ist bereits kurz beschrieben worden. Die Fig. 4- zeigt in Blockdarstellung eine
Ausführungsform der Verzögerungseinrichtung 36 als Digitalgerät. Bei dieser Ausführungsform wird das vom Empfangs- oder Aufzeichnungsgerät
30 kommende Multiplexsignal einem Analog/Digital-Umsetzer
70 zugeführt, dessen Ausgangssignal an eine digitale Verzögerungseinrichtung
gelegt wird, bei der es sich z.B. um ein Schieberegister oder um einen Speicher mit wahlfreiem Zugriff oder um eine
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andere bekannte Anordnung handelt· Das verzögerte Signal wird dann
durch einen geeigneten Digital/Analog-Umsetzer 74 in Analogform umgewandelt. Das vom Umsetzer 74 kommende Analogsignal gelangt
weiter zum Zeileninterpolator 38, dessen Ausgangssignal jeweils
einem Eingang der beiden Torschaltungen 40 und 42 zugeführt wird,
wie es in Fig. 2 gezeigt ist. Die Zeileninterpolation kann andererseits auch erfolgen, während das Signal noch Digitalform hat,
nämlich indem man einen geeigneten digitalen Zeileninterpolator zwischen die Verzögerungseinheit 72 und den Digital/Analog-Umsetzer
74 schaltet. In jedem Fall sollte die Gesamtverzögerung zwischen
dem Eingang des Analog/Digital-Umsetzers 70 und dem Eingang der Torschaltungen 40 und 42 exakt 262H (bei der bevorzugten Ausführungsform)
betragen. Die Umsetzer 70 und 74, gleichgültig ob
es sich um ein Schieberegister oder um einen Speicher mit wahlfreiem Zugriff handelt, werden alle synchron durch Taktimpulse
gesteuert, die von einem Digitalsteuersystem 76 erzeugt werden,
welches seinerseits durch das mittels der Synchronsignal-Abtrennstufe 48 vom Multiplex-Eingangssignal abgetrennte Farbsynchronsignal
(Burstsignal) gesteuert wird.
Obwohl die Erfindung vorstehend in Verbindung mit ihrer Anwendung bei der NTSO-Fernsehnorm erläutert wurde, kann sie auch bei PAL-
oder SECAM-Systemen (den einzigen beiden anderen zur Zeit in der Welt gebräuchlichen Fernsehsystemen) angewendet werden. Geeignete
Modifikationen zur Anpassung an gewisse Besonderheiten oder Unterschiede dieser anderen Systeme können von jedem Fachmann nunmehr
ohne weiteres vorgenommen werden. Der Bereich der Erfindung erstreckt sich daher auf PAL- und SECAM Fernsehsysteme ebenso wie
auf das NTSC-System.
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Leerseite
Claims (1)
- PatentansprücheΛ.J Übertragungssystem für Farbfernsehen, mit einer ersten und einer zweiten Quelle von Farbbildinformationen, die gemeinsam synchronisiert sind, gekennzeichnet d u r c h eine Codiereinrichtung (Fig. 1) zum Senden oder Aufzeichnen der ungeradzahligen Teilbilder der aus der ersten Quelle (10) kommenden Bildinformation (A) abwechselnd mit den geradzahligen Teilbildern der aus der zweiten Quelle (12) kommenden Bildinformation (B) und eine Einrichtung zur Decodierung der gesendeten oder aufgezeichneten Teilbilder, die folgendes enthält: Eine Einrichtung (32, 34-, 4-0, 4-2, 50, 56) zum Trennen der Teilbilder der aus der ersten Quelle stammenden Bildinformation von den Teilbildern der aus der zweiten Quelle stammenden Bildinformation; eine Einrichtung (36, 38; 62) zur Verzögerung jedes der getrennten Teilbilder um eine Zeitspanne, die sich von einer Fernseh-Teilbildperiode um die Hälfte einer Fernseh-Zeilenperiode unterscheidet; eine Einrichtung (Ausgangsverbindungen von 32, 34· und 34·, 4-2), die jedes der unverzögerten Teilbilder mit der verzögerten Version desselben vereinigt, um erste und zweite Signale zu erzeugen, die miteinander verflochtene, verzögerte und unverzögerte Teilbilder der aus der ersten Quelle bzw. der zweiten Quelle stammenden Bildinformation darstellen.Übertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungszeit der Verzögerungseinrichtung (36, 38) gleich einer Fernseh-Teilbildperiode minus einer halben Fernseh-Zeilenperiode (z.B. gleich insgesamt 262 Fernseh-Zeilenperioden im Falle der NTSC-Norm) ist.Übertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungszeit der Verzögerungseinrichtung (62) gleich einer Fernseh-Teilbildperiode plus einer halben Fernseh-Zeilenperiode (z.B. gleich insgesamt 263 Fernseh-Zeilenperioden im70982S/072& _ 22 -- se -.*. 2555872Falle der NTSC-Norm) ist.4. Übertragungssystem nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (38) zur Zeileninterpolation der verzögerten Teilbilder vor deren Vereinigung mit den unverzögerten Teilbildern.5. Übertragungssystem nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (38') zur Zeileninterpolation der unverzögerten Teilbilder vor deren Vereinigung mit den verzögerten Teilbildern.6. Übertragungssystem nach Anspruch 4 oder 5» dadurch gekennzeichnet, daß die Zeileninterpolationseinrichtung (38 oder 38·) eine Schaltung (38a, 38b) aufweist, die ein unverzögertes Signal mit einer um eine Fernseh-Zeilenperiode verzögerten und die Farbartkomponente invertiert enthaltenden Version dieses Signals vereinigt.7. Übertragungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum Trennen, zum Verzögern, und zum Vereinigen der Teilbilder eine Anordnung bilden, worin: eine einzelne Verzögerungsschaltung (36) enthalten ist, deren Eingang die gesendeten oder aufgezeichneten Teilbilder empfängt;eine erste, eine zweite, eine dritte und eine vierte Torschaltung (32, 34-» 4-0, 42) vorgesehen sind, deren jede einen Eingang, einen Ausgang und einen Steueranschluß aufweist ;die gesendeten oder aufgezeichneten Teilbilder auf die Eingänge der ersten und der zweiten Torschaltung (32 und 3^) gekoppelt sind;der Ausgang der Verzögerungsschaltung mit den Eingängen der dritten und vierten Torschaltung (40 und 42) verbunden ist;70982S/0728die Ausgänge der ersten und dritten Torschaltung (32 und 4-0) miteinander und mit einem ersten Endausgang ("Bild A") verbunden sind;die Ausgänge der zweiten und vierten Torschaltung (34-, 4-2) miteinander und mit einem zweiten Endausgang ("Bild B") verbunden sind;eine Torsteuerschaltung (50, 56) vorgesehen ist, die abhängig von den in den gesendeten oder aufgezeichneten Teilbildern enthaltenen Horizontal- und Vertikalsynchronxmpulsen Steuersignale erzeugt und auf die Steueranschlüsse der vier Torschaltungen gibt, um die Torschaltungen zu solchen Zeiten und für jeweils solche Dauer leitend und nicht-leitend zu machen, daß am ersten Endausgang ein erstes Signal erscheint, welches verzögerte und unverzögerte Bildinformationen der ersten Quelle miteinander verflochten darstellt, und daß am zweiten Endausgang ein zweites Signal erscheint, welches verzögerte und unverzögerte Bildinformationen der zweiten Quelle miteinander verflochten darstellt.8. Übertragungssystem nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß die Tor steuerschaltung (50, 56) Steuersignale (52, 54·» 58, 60) in Rechteckwellenform erzeugt, deren jedes aus Impulsen vorbestimmter erster Dauer jeweils gefolgt von Impulsen vorbestimmter zweiter, kürzerer Dauer und entgegengesetzter Polarität besteht, wobei die Summe der ersten und der zweiten Dauer im wesentlichen der Periode zweier Fernseh-Teilbilder entspricht und wobei die Vorderflanke jedes Impulses der ersten Dauer zeitlich synchron mit dem Beginn des Vertikalaustastintervalls eines Fernseh-Teilbildes ist und die besagte erste Dauer der Zeitspanne zwischen dem Beginn des Vertikalaustastintervalls eines Fernseh-Teilbildes und im wesentlichen dem Ende der Nachtrabanten des nächsten Teilbildes entspricht und daß die Steuersignale den Steueranschlüssen der Torschaltungen derart zugeführt sind und eine solche gegenseitige Phasenlage haben, daß positiv gerichtete Impulse der ersten Dauer abwechselnd die erste und die zweite Torschal-709825/0728 --SK-tung (32, 34·) leitend machen und daß positiv gerichtete Impulse der zweiten Dauer abwechselnd die dritte und die vierte Torschaltung (4-0, 4-2) leitend machen.9- Übertragungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Ausgang der Verzögerungseinrichtung (36) und die Eingänge der dritten und vierten Torschaltung (4-0, 4-2) eine Einrichtung (38) zur Zeileninterpolation der verzögerten Teilbilder geschaltet ist und daß die von der Verzögerungsschaltung und der Zeileninterpolationseinrichtung bewirkte Gesamtverzögerung gleich einer Fernseh-Teilbildperiode minus einer halben Fernseh-Zeilenperiode (z.B. gleich insgesamt 262 Fernseh-Zeilenperioden im Falle der NTSC-Norm) ist.10. Übertragungssystem nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß die Zeileninterpolationseinrichtung (38) eine Schaltung (38a, 38b) aufweist, die ein unverzögertes Signal mit der um eine Fernseh-Zeilenperiode verzögerten und die Farbartkomponente invertiert enthaltenden Version dieses Signals vereinigt.11. Anordnung zur Wiedergabe von Bildinformationen, die in einem Multiplex-Signal vereinigt sind, welches ungeradzahlige Teilbilder aus einer ersten Quelle von Farbbildinformationen abwechselnd mit geradzahligen Teilbildern aus einer zweiten, mit der ersten Quelle synchronisierten Quelle von Farbbildinformationen enthält, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (32, 34·, 4-0, 4-2, 50, 56) zum Trennen der Teilbilder der aus der ersten Quelle stammenden Bildinformation von den Teilbildern der aus der zweiten Quelle stammenden Bildinformation; eine Einrichtung (36, 38; 62) zur Vereinigung jedes der getrennten Teilbilder um eine Zeitspanne, die sich von einer Fernseh-Teilbildperiode um die Hälfte einer Fernseh-Zeilenperiode unterscheidet; eine Einrichtung (Ausgangsverbindungen von 32, 4-0 und 34·, 4-2), die jedes der- 25 -709825/0728unverzögerten Teilbilder mit der verzögerten Version desselben vereinigt, um erste und zweite Signale zu erzeugen, die miteinander verflochten verzögerte und unverzögerte Teilbilder der aus der ersten Quelle bzw. der zweiten Quelle stammenden Bildinformation darstellen.12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungszeit der Verzögerungseinrichtung (36, 38) gleich einer Fernseh-Teilbildperiode minus einer halben Fernseh-Zeilenperiode (z.B. gleich insgesamt 262 Fernseh-Zeilenperioden im Falle der NTSC-Eorm) ist.13· Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungszeit der Verzögerungseinrichtung (62) gleich einer Fernseh-Teilbildperiode plus einer halben Fernseh-Zeilenperiode (z.B. gleich insgesamt 263 Fernseh-Zeilenperioden im Falle der NTSG-Norm) ist.14-· Anordnung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (38) zur Zeileninterpolation der verzögerten Teilbilder vor deren Vereinigung mit den unverzögerten Teilbildern.15· Anordnung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (38') zur Zeileinterpolation der unverzögerten Teilbilder vor deren Vereinigung mit den verzögerten Teilbildern.16. Anordnung nach Anspruch 14- oder 15» dadurch gekennzeichnet, daß die Zeileninterpolationseinrichtung (38 oder 38') eine Schaltung (38a, 38b) aufweist, die ein unverzögertes Signal mit einer um eine Fernseh-Zeilenperiode verzögerten und die Farbartkomponente invertiert enthaltenden Version dieses Signals vereinigt.17· Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die70982S/Q728 " 26 ""Einrichtungen zum Trennen, zum Verzögern und zum Vereinigen der Teilbilder eine Anordnung bilden, worin:eine einzelne Verzögerungsschaltung (36) enthalten ist, deren Eingang das Multiplex-Signal empfängt;eine erste, eine zweite, eine dritte und eine vierte Torschaltung (32, 34-, 4-0, 4-2) vorgesehen sind, deren jede einen Eingang, einen Ausgang und einen Steueranschluß aufweist;das Multiplex-Signal auf die Eingänge der ersten und der zweiten Torschaltung (32 und 34-) gekoppelt ist;der Ausgang der Verzögerungsschaltung mit den Eingängen der dritten und vierten Torschaltung (4-0 und 4-2) gekoppelt ist;die Ausgänge der ersten und dritten Torschaltung (32 und 4-0) miteinander und mit einem ersten Endausgang ("Bild A") verbunden sind;die Ausgänge der zweiten und vierten Torschaltung (34-, 4-2) miteinander und mit einem zweiten Endausgang ("Bild B") verbunden sind;eine Torsteuerschaltung (50, 56) vorgesehen ist, die abhängig von den im Multiplexsignal enthaltenen Horizontal- und Vertikalsynchronimpulsen Steuersignale erzeugt und auf die Steueranschlüsse der vier Torschaltungen gibr, um die Torschaltungen zu solchen Zeiten und für jeweils solche Dauer leitend und nicht-leitend zu machen, daß am ersten Endausgang ein erstes Signal erscheint, welches verzögerte und unverzögerte Bildinformationen der ersten Quelle miteinander verflochten darstellt, und daß am zweiten Endausgang ein zweites Signal erscheint, welches verzögerte und unverzögerte Bildinformationen der zweiten Quelle miteinander verflochten darstellt.18. Anordnung nach Anspruch 17» dadurch gekennzeichnet, daß die Tor steuerschaltung (50, 56) Steuersignale (52, 54-, 58, 60)709825/0728 " 27 "in Rechteckwellenform erzeugt, deren jedes aus Impulsen vorbestimmter erster Dauer jeweils gefolgt von Impulsen vorbestimmter zweiter, kürzerer Dauer und entgegengesetzter Polarität besteht, wobei die Summe der ersten und zweiten Dauer im wesentlichen der Periode zweier Fernseh-Teilbilder entspricht und wobei die Vorderflanke jedes Impulses der ersten Dauer zeitlich synchron mit dem Beginn des Vertikalaustastintervalls eines Fernseh-Teilbildes ist und die besagte erste Dauer der Zeitspanne zwischen dem Beginn des Vertikalaustastintervalls eines Fernseh-Teilbildes und im wesentlichen dem Ende der Nachtrabanten des nächsten Teilbildes entspricht, und daß die Steuersignale den Steueranschlüssen der Torschaltungen derart zugeführt sind und eine solche gegenseitige Phasenlage haben, daß positiv gerichtete Impulse der ersten Dauer abwechselnd die erste und die zweite Torschaltung (32, 34) leitend machen und daß positiv gerichtete Impulse der zweiten Dauer abwechselnd die dritte und die vierte Torschaltung (40, 42) leitend machen.19. Anordnung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplung zwischen dem Ausgang der Verzögerungsschaltung (36) und den Eingängen der dritten und vierten Torschaltung (40, 42) über eine Einrichtung (38) zur Zeileninterpolation der verzögerten Teilbilder erfolgt und daß die von der Verzögerungsschaltung und der Zeileninterpolationseinrichtung bewirkte Gesamtverzögerung gleich einer Fernseh-Teilbildperiode minus einer halben Fernseh-Zeilenperiode (z.B. gleich insgesamt 262 Fernseh-Zeilenperioden im Falle der NTSC-Norm) ist.20. Anordnung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeileninterpolationseinrichtung (38) eine Schaltung (38a, 38b) aufweist, die ein unverzögertes Signal mit einer um eine Fernseh-Zeilenperiode verzögerten und die Farbartkomponente invertiert enthaltenden Version dieses Signals vereinigt.709825/0728
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