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Vorrichtung zum Einbringen und
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Verteilen von Flüssigmist
Die Erfidnung betrifft eine
Vorrichtung zum Einbringen und Verteilen von Flüssigmist aus einen fahrbaren Güllefass
mittels auf dem Feld neben diesem auf einem Fahrgestell montierten und gezogenen
Düngelanzen welche mit dem Güllefaß über einen Schlauch in Verbindung stehen. Bei
den bekannten Vorrichtungen dieser Art wird der Schlauch zwischen Güllefaß und Düngelanzen
auf dem Boden liegend mftgezogen. Beschädigungen des Schlauches sind dadurch nicht
ausgeschlossen; dessen vorzeitig Abnützung aber ist ein großer Nachteil dieser ansonsten
zukunftsweisenden Vorrichtungen Die in der DT-OS 2,402.759 geoffenbarte Vorrichtung
weist zur Auflockerung des Bodens mehrere in Fahrtrichtung sich drehende sternartige
Fräswerkzeuge auf, hinter welchen Ze eine Düngelanze montiert ist, welche en Flüssigmist
er eine Prallplatte in das aufgelockerte Erdreich geruchlos einbringen soll.
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Es hat sich herausgestellt, daß letztere Bedingung nicht gänzlich
erfüllt wird, weil das durch die Frase krümelig gemachte Erdreich den eingebrachten
Flüssigmist nicht immer ausreichend abdecken kann und außerdem kann mit diesem Gerät
nicht zwischen den Pflanze-nteilen gedüngt werden.
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Der US-PS 3,148.642 ist ein Tankwagen zu entnehmen, der über einen
Verteiler Düngelanzen mit Düngeflüssigkeit versorgt, die ihrerseits an einer Querstange
des Fahreugs
nebeneinander befestigt sind. Da der Flüssigkeitstank
auf dem Fahrzeu'gestellbefestigt ist, auf welchem sich der Verteiler und die Düngelanzen
befinden, tritt bei dieser bekannten Vorrichtung das obenangeführte Problem der
Beschädigung eines Verbindungsschi-auches überhaupt nicht auf.
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Durch die DU-OS 1,782.004 ist bei einer Vorrichtung zum Verteilen
von Düngemittellösungen eine Verteilungsvorrichtung bekannt, von der die Flüssigkeit
einer Anzahl von Abgabe stellen zugeführt wird. Die aus einem Gefäß u*«ld einem
Verteiler bestehende Vorrichtung hat die Aufgabe, über getrennte Schläuche die einzelnen
Abgabe stellen für den flüssigen Dünger mit Düngeflüssigkeit zu versorgen.Ein zwischen
einer Vorratsbehälter für die Düngemittellösung und der Verteilungsvorrichtung vorgesehener
Verbindungsschlauch ist, wenn letztere separiert vom Vorratsbehälter auf einem Ackerschlepper
mitgeführt wird, genau derselben'Gefahr der Zerstörung durch Schleifen auf dem Boden
ausgesetzt wie be; den anderen bekannten Vorrichtungen.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher, die eingangs erwähnte Vorrichtung
so auszubilden, daß einerseits Beschädigungen des Verbindungschlauches zwischen
Güllefaß und Düngelanzen vermieden werden, anderseits das geruchlose EInbringen
des Flüssigmistes auch zwischen den Pflanzenzeilen gewährleistet ist.
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Die Erfindung besteht daher darin daß der Schlich mit einem an den
fahrbaren Verteiler für die Düngelanzen angeschlossenen, nach oben ragenden, um
eine vertikale kchso drehbaren abgewinkelten Rohrstück in Verbindung steht. Damit
wird nicht nur erreicht, daß Entfernungsdifferenzen zwischen Güllefaß und Verteiler
ausgeglichen werden können, sondern auch Beschädigungen des Schlauches weitestgehend
vermieden werden, da dieser mit dem Boden überhaupt nicht mehr in Berührung kommt.
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Die Erfindung besteht auch-darin, daß der ausladende Teil des Rohrstückes
mindestens bis zur äußeren düngelanze reicht und daß der ausladende Teil des Rohrstückes
mit dem vertikalen Teil einen Winkel von etwa 1000 einschließt. Durch diese Winkelstellung
des Rohrstückes ist eine ausreichende Hochlagerung des Schlauches gewährleistet.
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Erfindungsgemäß ist es ferner möglich, daß an dem mit dem Rohrstück
über den Schlauch verbundenen Anschlußstück eLne vom Kompressor des Güllefasses
abgezweigte und einschaltbare Leistung angeschlossen ist.Mit dieser eitung können,
wenn sie eingeschaltet wird, Druckschlauch, Rohr, Verteiler samt Schläuchen und
Düngelanzen durchgeblasen und somit am Ende eines weldes entleert werden, um eine
Verunreinigung der anschließend zu befahrenden öffentlichen Straßen zu vermeiden.
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Die Erfindung besteht auch darin, daß der mit den Anschlußstutzen
für die zu den Lanzen führenden Schlauch ausgestattete Verteiler einen abnehmbaren
Deckel aufweist, der,falle erforderlich, jederzeit eine Reinigung des Verteilers
ermöglicht.
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Anderseits besteht die Erfindung auch darin,'daß der vertikale Teil
des Rohrstückes aus einen Stänsrohr des Verteilers und einem in dieses eingesetzten
und mittels eines Kragens abgestützten Rohrstutzen besteht, der seinerseits mit
den ausladenden Rohr über einen Krünuner verbunden ist.Dadurch ist die Drehbeweglichkeit
des Rohrstückes sichergestellt.
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Erfindungsgemäß ist ferner möglich, daß der Verteiler schüsselartig
ausgebildet ist und an seiner Oberseite etwa finf im Kreis angeordnete Anschlüsse
für die zu den Düngelanzen führenden Schläuche aufweist. Mit dieser Anordnung wird
eine gleichmaßige Druckverteilung auf alle vorhandenen Düngelanzen gewShrleistet,
gleichgültig, ob nach Bedarf eine oder mehrere davon blindgeschlossen wird-.
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Die Erfindung besteht außerdem darin, daß zwischen dem Rohrbogen
und dem Güllefaßanschlußstück eine Rebelverschlußkupplung angeordnet ist, deren
Auslösehebel über ein Seil od.
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dgl.mit dem Rohrstück verbunden ist.Mit dieser Maßnahme wird eine
Lösung der Verbindung zwischen Rohrstück und Güllefaß dann erreicht, wenn der Abstand
zwischen diesen Teilen ein bestinimtes zulässiges Ausmaß, überschreitet ohne daß
es zur Beschädigung von Vorrichtungsteilen kommt.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung an Eand eines Ausführungsbeispiels
naher veranschaulicht.Es zeigen Big.1 und 2 die erfindungsgemäße Vorrichtung in
Weitenansicht und Draufsicht, Fig.3 eine Ansicht des Diiiigelanzenfahrgestells von
hinten, Fig.4 eine vergröBerte Darstellung des Verteilers, teilweise im Schnitt,
F,ig.5 und 6 die Verbindung zwischen Fassanschluß und Zuführschlauch in Seitenansicht
teilweise im Schnitt und in Draufsicht, Fig.? eine Düngelanze in Seitenansicht und
Fig.8 ein Schnitt nach der Linse VIII - VIII der Fig. 7.
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Wie aus den Fig.1 und 2 ersichtlich ist, wird ein Güllefaß 1 neben
einer Zugmaschine 2 auf dem zu düngenden Feld 3 in einem solchen Abstand von einer
nicht dargestellten weiteren Zugmaschine in Richtung des Pfeiles 4 gezogen, daß
ein an die Zugmaschine 2 angeschlossener, auf einem Fahrgestell 5 montierter Verteiler
6 mit dem Güllefaß 1 über ein nack oben gerichtetes, um eine vertikale Achse 7 schwenkbares
Rohrstück 8, einen flexiblen Schlauch 9 und einen Rohrkrümmer 10 verbunden werden
kann.
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An das Anschlußstück 11 des Güllefasses 1 ist eine Leitung 12 angeschlossen,
welche ihrerseits mit dem Kompressor 13 des Güllefasses 1 über einen Handschalter
14 in Verbindung gebracht werden kann, wenn die Teile 6, 8, 9, 10 ,16,1S zwecks
Reinigung durchgeblasen werden sollen.
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Der Luftdruckkompressor 13 ist mit dem Güllefaß 1 über eine Leitung
15 direkt verbunden und bewirkt im eingeschalteten Zustand die Entleerung des Fasses
1 von Flüssigmist
über den Schlauch 9, das Rohr 8 und die Düngelanzen
16, über welche er in das Erdreich 3 eingebracht wird.
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Anderseits dient der Kompressor auch zum Sauren des Flüssigmistes
aus der. Güllegrube in das Güllefaß 1.
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Das Rohrstück 8 mündet, wie Fig.2 zeigt, in den am Fahrgestell 5
montierten Verteiler 6, welcher fünf im Kreis angeordnete Anschlüsse 17 für fünf
flexible Schläuche 18 besitzt, die zu den Rohranschlüssen 19 der Düngelanzen 16
führen.
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An den Verbindungsstellen zwischen Rohrkrummer 10, Schlauch 9 und
Rohrstück 8 können sogenannte Hebeverschlußkupplungen 20 mit Kugel 21 und Becher
22 vorgesehen sein.
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Das Gestell 5 ist mit der Zugmaschine 2 über ein übliches Dreipunktgestänge
23 verbunden und weist einen Querträger 24 auf, an welchen in bestimmten Abständen
die z.3. Sunf Düngelanzen 16 montiert sind.Vor diesen können sogenannte Secnscheiben
25 vorgesehen sein,-welche das nachfolgende Messer 26 für den senkrechten Schnitt
unterstützen.Quer zum Messer 26 u.
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zw. an dessen Unterseite ist, wie aucU Fig.? zeigt, ein Messer 27
angeordnet, das einen waagrechten Schnitt im Erdreich ausführt und über einen Auslaß
28 des den Flüssigmist zuführenden Schlauches 18 bzw. Rohres 29 verfügt.Der Flüssigmist
gelangt daher durch diese Düngelanzen 16 in den Bereich des waagrechten Schnittes
im Erdreich und wird durch die oberhalb liegende Schicht 30 nach oben zu vollständig
abgedeckt.
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Am Güllefaß 1 befindet sich ferner ein Gestänge 31 zur Betätigung
eines Schiebers im Ansch'uGstück 11, damit das Güllefaß 1 beim Abkuppeln und Durchblasen
der Düngelanzen 16 geschlossen werden kann.
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Aus der Fig.3 ist zu ersehen, daß das Rohrstjicl 8 mit dem vom Verteiler
6 aufragende Standrohr 32 einen Winkel größer als 90° einschließt, sodaß der angeschlossene
Schlauch 9 durch seine Hochlage und Verbindung mit dem Güllefaß 1 mit den Boden~nicat
mehr in Berührung kommt.
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Wie die Fig.4 zeigt, nimmt das vom Verteiler 6 nach oben ragende
Standrohr 32 ein Rohrstück 33 auf, das sich wit einem Kragen 34 auf dem Ende 36
des Standrohres 32 unter ZWl schenschaltung einer Dichtung 35 so abstützt, daß es
sich z"'ar leicht drehen läßt, aber auch durch nicht dargestellte Harzen festgehalten
wird.
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Der Verteiler 6 hat gemäß Fig.4 an der Oberseite, wie bereits erwähnt,
fünf Anschlußstutzen 17 für die Schläuche 13, an der Unterseite jedoch einen mit
einem Griffstück v7 versehenen Deckel 38, der z.B. mittels Bajonettverschluß 39
am Verteiler 6 befestigt sein kann.Bei entferntem Deckel 38 ist eine Reinigung des
Verteilers 6 besonders einfach.
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Wie aus den Fig.5 und 6 zu ersehen ist, kann an das Anschlußstück
11 des Güllefasses 1 mit dem Rohrbogenstück 10 über einen hebelartigen Schnellverschluß
40 verbunden sein, dessen Betätigungshebel 41 an der Stelle 42 mit einer Reißleine
43 od.
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dgl. versehen ist, die mit ihren anderen Ende an dem Rohrstück 8 (Fig.3)
befestigt und etwas kürzer als der Schlauch 9 ist.
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Wenn es im Betrieb zu einer wesentlichen Vergröerung des Abstandes
zwischen Güllefaß 1 und Traktor 2 in der Rich tung des Pfeiles 44 )Fig. 2= kommt,
so bewirkt die bei 4-2 angreifende Reißleine 43 eine Verschwenkung des Hebels 41
in Richtung des Pfeiles 45>d.h. der VerschluB 40 wird geöffnet und es
kommt
zur Trennung der genannten Deile.Die Teile 11, 40, 41 fallen zwar zu Boden, werden
aber nicht beschädigt.
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Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel
beschränkt, denn es ist ohne weiteres möglich, daß die konstruktive Ausgestaltung
der Einzelteile anders als dargestellt ,verwirklicht wird.